RN/202
22.14
Abgeordnete Bettina Zopf (ÖVP): Danke, Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Staatssekretär! Sehr geehrter Herr Minister! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Geschätzte Zuseherinnen und Zuseher! Zum Antrag ist alles gesagt: Extremismus geht sich in Österreich nicht aus. – Punkt.
Viel spannender ist aber das Bild, das wir heute hier erleben. Wir sollten uns diesen Tag im Kalender vielleicht rot markieren oder vielleicht sogar grün-blau. Wir beschließen heute einen Antrag der Grünen und sogar die Stimmen der FPÖ sind mit dabei. Das beweist, wir beschließen sehr wohl Oppositionsanträge. Es müssen lediglich drei Punkte gegeben sein: Die Anträge müssen realistisch, umsetzbar und zielorientiert sein. Wenn das passt, dann packen wir gemeinsam an. (Rufe bei der FPÖ: Ah! – Abg. Spalt [FPÖ]: Wer entscheidet das? – Die ÖVP!)
Ich habe aber eine Bitte für die Zukunft. Wenn ich an die FPÖ denke, dann kommt mir unweigerlich ab und zu eine Kinderserie in den Sinn – vielleicht liegt es an der Farbe; dass Sie so gern Märchen und Geschichten erzählen und Angst und Schrecken verbreiten –: Es sind die Schlümpfe. Sie kennen sicher den Fürchti-Schlumpf, der hinter jedem Baum eine Katastrophe vermutet. Liebe Freiheitliche, lassen Sie diesen Fürchti-Schlumpf doch öfter einmal zu Hause! Es bringt nichts, sich vor jedem Gesetz zu fürchten und alles schlechtzureden, bevor man die erste Seite gelesen hat. Nehmen Sie sich lieber den Papa Schlumpf als Vorbild: Zusammenarbeit und Mut.
Schauen wir mit mehr Optimismus auf unser Land und nutzen wir unsere Stärken, anstatt dass wir uns ständig gegenseitig in die Wadln beißen! (Abg. Stefan [FPÖ]: Die ÖVP hat ...!) Ein bisschen weniger Populismus und ein bisschen mehr Papa Schlumpf, das würde ich uns allen gemeinsam wünschen und das würde uns guttun. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Heute stimmen Sie zu. Das ist ein super Anfang. Behalten Sie sich diesen Mut! – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
22.16
Präsident Dr. Walter Rosenkranz: Zu Wort ist dazu niemand mehr gemeldet. Die Debatte ist geschlossen.
Wünscht die Frau Berichterstatterin ein Schlusswort? – Das ist nicht der Fall.
Die angezeigte Rede ist noch nicht nach § 52 Abs. 2 GOG-NR autorisiert.