RN/235
23.47
Abgeordneter Veit Valentin Dengler (NEOS): Hohes Haus! Wir reden hier über den Antrag zur Einrichtung einer Heereszentralapotheke. Ich glaube, ich kann mich vielen meiner Vorredner anschließen, was die Sanierung des Sanitätszentrums Ost und auch die Versorgung des Bundesheeres im In- und Ausland betrifft. Der Antrag von Kollegen Kaniak geht ja weiter – da geht es im Wesentlichen auch um ein Labor für die Herstellung von Arzneimitteln, Blutpräparaten und Ähnlichem.
Ich finde das recht interessant, wenn man dann zum Vergleich in andere Länder schaut, was man sich dort abschauen kann, damit man das Rad nicht neu erfinden muss – und das mache ich sehr gerne. In der Schweiz gibt es die Armeeapotheke. Die Armeeapotheke in der Schweiz ist sehr interessant, denn das ist de facto das Pharmaunternehmen der Schweiz, des Bundes sozusagen, der öffentlichen Hand, inklusive Medikamentenherstellung – unter anderem Punkte, die auch im Antrag von Kollegen Kaniak vorkommen. Darüber hinaus hat die Armeeapotheke in der Schweiz auch noch eine wesentliche Bedeutung für die Zivilgesellschaft, weil sie zum Beispiel im Krisenfall auch der zentrale Logistiker für das gesamte nationale Gesundheitswesen ist.
Sie bündelt also die Logistikleistungen in der Schweiz, was dann zum Beispiel aktuell auch die Versorgung der ganzen Bevölkerung mit Masken, mit Impfstoffen oder auch mit Jodtabletten betrifft. In der Schweiz kriegen Sie alle zehn Jahre automatisch Jodtabletten nach Hause geliefert. Das ist also die wesentliche Rolle – und es ist eine sehr andere Konzeption, glaube ich, als die existierende in Österreich. Deswegen finde ich auch den Antrag von Herrn Kaniak im Prinzip für eine gute Idee, die wir weiter verfolgen sollten.
Ich glaube, es braucht noch Abklärungen mit anderen Ministerien und auch eine solide Rechtsgrundlage dafür, um das umzusetzen. In diesem Sinne: Während wir den Neubau und die Sanierung des Sanitätszentrums fortführen, sollten wir diese Abklärungen weiterführen. Wenn wir sagen: langfristig, heißt das ja oft de facto, das soll nie passieren. Ich glaube, das sollte nicht langfristig in diesem Sinn sein, sondern das ist durchaus eine Richtung, in die wir die Heeresapotheken in Österreich auch weiterentwickeln können. – Danke. (Beifall bei den NEOS, bei Abgeordneten der ÖVP sowie des Abg. Stögmüller [Grüne].)
23.49
Präsident Peter Haubner: Als Nächste zu Wort gemeldet ist Frau Bundesministerin Tanner. – Bitte, Frau Bundesministerin.
Die angezeigte Rede ist noch nicht nach § 52 Abs. 2 GOG-NR autorisiert.