RN/236

23.49

Bundesministerin für Landesverteidigung Mag. Klaudia Tanner: Vielen Dank, sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete! Ich glaube, es gibt große Übereinstimmung, dass wir einfach in den vergangenen Jahrzehnten das Bundesheer budgetär vernachlässigt haben, insbesondere was die Infrastruktur anbelangt. Wir haben ja einen regelmäßigen Bauzustandsbericht, und der sagt, dass nur 42 Prozent der Objekte tatsächlich in einem so guten Zustand sind, dass keine Sanierungsmaßnahmen notwendig sind. Das betrifft natürlich auch die Infrastruktur unserer Heeresapotheke. Daher werden wir da selbstverständlich nicht langfristig, sondern sehr, sehr rasch investieren. 

Ich möchte Ihren Blick aber auch auf etwas sehr Positives richten, das wir gemeinsam erreicht haben, was gerade die Infrastruktur der Kasernen anbelangt. Wir haben seit Beginn meiner Amtszeit, seit dem Jahr 2020, 1,4 Milliarden Euro in die Infrastruktur investiert, und, sehr geehrte Damen und Herren, davon gehen beinahe 100 Prozent in die österreichische Bauwirtschaft. Ich glaube, da haben Sie sich alle, haben wir uns alle einen großen Applaus verdient. Investitionen in die Sicherheit, gleichzeitig auch in die österreichische Wirtschaft: Das ist der richtige Weg in die Zukunft. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS.)

Das eine ist die Infrastruktur – vollkommen richtig. Notwendig ist auch, eine Resilienz herzustellen. Es gibt noch etwas Positives, das man vielleicht viel zu wenig sieht: Die Heeresapotheke ist auch ein ganz, ganz wichtiger Lehrlingsausbildner. Wir bilden dort tatsächlich Lehrlinge aus, die dann den Abschluss Pharmazeutisch-kaufmännischer Assistent haben. Wir leisten Unfassbares. Jährlich werden circa 60 000 magistrale Anfertigungen in unserer Heeresapotheke produziert, und zwar – wenn man jetzt an die Pandemie zurückdenkt – durchaus auch mit interministerieller Unterstützung, unter anderem für das Justizressort. Für die AUVA haben wir 11 000 Liter Händedesinfektionsmittel für den Eigenbedarf hergestellt, ähnlich eben auch für andere Ressorts. Ich glaube, wir können stolz sein. 

Es ist ein Faktum, dass wir auf einem Weg sind. Daher heißt es ja auch Aufbauplan 2032 plus, Mission vorwärts. Es ist ein Weg, das Ziel ist noch nicht erreicht. Ich denke aber, dass wir es gemeinsam erreichen. Wenn wir den Weg weiter so beschreiten, dass wir die Investitionen insbesondere auch dazu verwenden, dass wir einen starken und erfolgreichen Wirtschaftsstandort Österreich unterstützen, dann sind wir auf einem richtigen Weg. – Ich danke Ihnen. (Beifall bei der ÖVP, bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen sowie des Abg. Dengler [NEOS].) 

23.52

Präsident Peter Haubner: Zu Wort ist dazu niemand mehr gemeldet. Die Debatte ist geschlossen.

Wünscht der Herr Berichterstatter ein Schlusswort? – Das ist nicht der Fall.

Die angezeigte Rede ist noch nicht nach § 52 Abs. 2 GOG-NR autorisiert.