RN/101

16.14

Abgeordneter Alois Schroll (SPÖ): Danke, Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Geschätzte Damen und Herren! Ja, es ist kein Geheimnis, die Luftfahrt steht europaweit massiv unter Druck. Pandemie, internationale Konflikte, steigende Energiepreise und immer strengere EU-Vorgaben belasten Flughäfen, belasten aber natürlich auch Airlines zunehmend.

Gleichzeitig verlagern Airlines ihre Angebote in Länder mit besseren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Genau deshalb müssen die europäischen und nationalen Rahmenbedingungen angepasst werden, damit die Luftfahrt in Österreich gestärkt wird, denn der Wirtschaftsstandort Österreich braucht eine funktionierende Luftfahrtindustrie. Davon betroffen ist natürlich auch der Flughafenstandort Linz, aber auch die anderen Regionalflughäfen wie Graz, Innsbruck, Klagenfurt, aber auch der internationale Flughafen Wien. 

Sie alle sichern Zigtausende Arbeitsplätze, enorme Wertschöpfung und internationale Erreichbarkeit für unser Land Österreich. Der Flughafen Innsbruck zum Beispiel – Kollege Hörl hat es gerade angesprochen – ist weit mehr als nur ein Ort, an dem Flugzeuge starten und landen. Er ist ein zentraler Motor für Wirtschaft, Tourismus und Beschäftigung in Tirol. Knapp 900 000 Passagierinnen und Passagiere werden heuer erwartet. Besonders im Winter zeigt sich seine enorme Bedeutung. Mehr als 60 Prozent aller Fluggäste in Innsbruck reisen in der Wintersaison an. Damit ist Innsbruck eine zentrale Drehscheibe für den Tiroler Wintertourismus, sichert Tausende Arbeitsplätze in Hotellerie, Gastronomie, Handel und Freizeitwirtschaft. Gerade der hohe Incoming-Passagier-Anteil sorgt auch für eine hohe, besondere Wertschöpfung in Österreich, denn diese Gäste konsumieren vor Ort, buchen Hotels, besuchen Gastronomiebetriebe und, lieber Franz Hörl, fahren auch mit der Gondel und mit der Seilbahn auf den Berg hinauf. Davon profitieren nicht nur touristische Betriebe, sondern auch viele kleine und mittelständische Unternehmen in Tirol, aber natürlich auch in ganz Österreich. 

Es ist daher eine gute Sache für Österreich, dass wir einen Bundesminister haben, der sich, wie es meine Kollegin Melanie Erasim schon gesagt hat, der Herausforderungen der einzelnen Verkehrsträger sehr gut angenommen hat, diese auch sehr gut kennt und sich für alle gleichermaßen einsetzt. Dafür, lieber Herr Bundesminister, ein herzliches Danke dir und deinem sehr engagierten Team, das sich auch in diesem Bereich sehr intensiv einsetzt. 

Ich möchte aber auch explizit allen danken, die unsere Flughäfen am Laufen halten und oft auch sehr innovative Vorreiter sind. Wenn ich zum Beispiel an den Flughafen in Wien denken darf – und das freut mich natürlich als Energiesprecher sehr –: Dieser Flughafen leistet seit 2022 einen ganz wichtigen Beitrag, energieunabhängig zu werden. 55 000 Solarpaneele mit einer Leistung von rund 24 Megawattpeak wurden auf circa 24 Hektar Fläche installiert. Somit ist dies die größte PV-Anlage Österreichs in dieser Kategorie. Der Flughafen Wien hat noch viele andere Maßnahmen am Energiesektor gesetzt, die den Flughafen nachhaltiger und energieeffizienter machen, besonders im Rahmen seines Ziels, den Betrieb CO2-neutral zu führen und Ressourcen zu schonen. 

Als Sozialdemokratie stehen wir für faire Wettbewerbsbedingungen, gute Arbeitsplätze und eine moderne, nachhaltige Luftfahrt. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)

16.18

Präsident Dr. Walter Rosenkranz: Zur Wort ist dazu niemand mehr gemeldet. Die Debatte ist geschlossen.

Wünscht der Herr Berichterstatter das Wort? – Ich sehe, das ist nicht der Fall.

Die angezeigte Rede ist noch nicht nach § 52 Abs. 2 GOG-NR autorisiert.