10.38

Abgeordnete Angela Baumgartner (ÖVP): Danke schön, Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Staatssekretärin! Werte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuseherinnen und Zuhörer! Viele Menschen, vor allem Haushalte mit geringerem Einkommen, merken bei jedem Einkauf, dass die Kosten in den letzten Jahren deutlich gestiegen sind. Mit der Senkung der Umsatzsteuer auf bestimmte Grundnahrungsmittel von derzeit 10 Prozent auf 4,9 Prozent werden jene Produkte günstiger, die tagtäglich auf den Einkaufslisten der Menschen stehen. Entscheidend ist allerdings, dass diese Entlastung auch tatsächlich bei den Menschen ankommt, und deshalb braucht es wirksame Kontrollmechanismen und eine konsequente Überprüfung der Preisgestaltung. 

Meine sehr verehrten Damen und Herren, diese Maßnahme bietet gleichzeitig die Chance, unsere heimische Landwirtschaft und die regionale Wirtschaft zu stärken. Deshalb appelliere ich an alle Österreicherinnen und Österreicher, beim Einkauf bewusst zu österreichischen und regionalen Produkten zu greifen. (Beifall bei der ÖVP.)

Das AMA-Gütesiegel bietet dabei eine verlässliche Orientierung. Es steht für nachvollziehbare Herkunft, hohe Qualitätsstandards und eine Produktion nach strengen österreichischen Kriterien. Wer zu Produkten mit dem AMA-Gütesiegel greift, kann sich sicher sein, dass Österreich drinnen ist, und stärkt gleichzeitig unsere bäuerlichen Betriebe. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.

Jeder Euro, der in österreichische Lebensmittel investiert wird, trägt dazu bei, Arbeitsplätze zu sichern und unsere Versorgungssicherheit langfristig zu erhalten. Gerade in Zeiten internationaler Krisen und geopolitischer Unsicherheiten zeigt sich, wie wichtig eine leistungsfähige heimische Landwirtschaft für eine sichere Versorgung der Bevölkerung ist. 

Unsere Produkte werden aufgrund der hohen Qualitäts-, Tierwohl- und Umweltstandards niemals die billigsten sein können. Sie sollen aber für die Menschen in unserem Land auch erschwinglich bleiben, und gleichzeitig unseren Bäuerinnen und Bauern eine faire Wertschöpfung ermöglichen. Ich möchte hier auch erwähnen, dass nur 11 Prozent des Haushaltseinkommens für Lebensmittel verwendet werden. 

Wie gering der Anteil der Landwirtschaft am Endpreis vieler Lebensmittel ist, zeigt das Beispiel Weizen ganz besonders. Bei einer Semmel bedeutet das, dass nur ein Erlös von etwa 1 Cent für unsere Bäuerinnen und Bauern übrig bleibt. Hier würde ich mir mehr Transparenz entlang der Wertschöpfungskette wünschen. Gerade deshalb müssen wir Rahmenbedingungen schaffen, die die Konsumentinnen und Konsumenten entlasten, aber die heimische Landwirtschaft auch besonders stärken. – Danke schön. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP sowie der Abg. Greiner [SPÖ].)

10.41

Präsident Dr. Walter Rosenkranz: Als nächster Redner zu Wort gemeldet: Herr Abgeordneter Petschnig. Die eingemeldete Redezeit darf ich mit 3 Minuten einstellen. – Bitte schön.

Die angezeigte Rede ist noch nicht nach § 52 Abs. 2 GOG-NR autorisiert.