RN/103
15.44
Abgeordnete Dipl.-Ing. Karin Doppelbauer (NEOS): Vielen Dank, Herr Präsident! Hohes Haus! Sehr geehrte Frau Präsidentin! Vielen Dank für diesen Bericht, der wirklich sehr, sehr aussagekräftig ist, und ich glaube, man kann ihn gut zusammenfassen: Man sollte den Mantel des Schweigens über dieses erste Ausrollen der Smartmeter in Österreich legen. Es ist nicht nur massiv über den Kosten gearbeitet worden, es ist vor allem einfach nicht das erreicht worden, wozu man Smartmeter braucht: nämlich Daten zu übermitteln, diese zu verwenden und auch dafür zu sorgen, dass die Digitalisierung endlich auch im Strombereich ankommt. (Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Stark [ÖVP].)
Ich könnte jetzt noch viel über den Bericht sagen, der wirklich großartig ist, aber ich bin der Meinung, wir sollten jetzt einfach auch in die Zukunft schauen und das machen, was jetzt gescheit ist. Denn: Smartmeter, und so viel muss man sagen, sind einfach mehr als digitale Stromzähler. Sie haben tatsächlich auch in der Energiewende eine ganz, ganz essenzielle Rolle zu spielen. Ein paar Vorteile: Wenn wir das richtig ausrollen und die Daten richtig verwenden, können eben Haushalte mit intelligenten Messgeräten Strom sparen; sie können managen – wir haben es schon gehört –, sie können Dinge zusammenschalten, sie können dann die Waschmaschine einschalten, wenn der Strom günstig ist. Für Netzbetreiber bedeutet das eine sehr viel bessere Steuerung in den Netzen – auch das ist ein Riesenvorteil und natürlich auch eine Kostenersparnis und ein Effizienzmittel, das wir im Augenblick viel zu wenig heben.
In der Energiewende sind die Smartmeter etwas ganz Zentrales, denn sie bringen die Erzeugung, den Verbrauch, die Speicherung und das Netzmanagement einfach besser zusammen, und genau so muss die Zukunft der Energiewende auch gedacht werden. Deswegen brauchen wir da klare Regeln. Wir haben viele Empfehlungen, denen ich eigentlich nicht viel hinzufügen kann, vom Rechnungshof bekommen, und die sollten wir natürlich auch umsetzen. Wenn man Messgeräte einbaut, geht es wirklich darum, dass man den Erfolg nicht an der Anzahl der Messgeräte, die man verbaut hat, misst, sondern an ihrer Verwendung. Ich möchte durchaus sagen: Die Zeiten der analogen Technik sind vorbei, die Digitalisierung ist da und wir sollten sie verwenden, um unsere Energiewende auch voranzutreiben. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Und Sie wissen es: Für uns NEOS ist die Energiewende dezentral, sie ist erneuerbar, sie ist mit Speichern versehen und sie ist digital. Deswegen: Lassen Sie uns jetzt den nächsten Roll-out der Smartmeter besser machen, effizienter machen, damit wir die Daten, die wir sammeln, dann auch wirklich klug, effizient und strategisch einsetzen können! – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Servus [ÖVP].)
15.46
Präsident Dr. Walter Rosenkranz: Als Nächste zu Wort gemeldet: Frau Abgeordnete Tomaselli. Die eingemeldete Redezeit darf ich auf 3 Minuten einstellen. – Bitte, Frau Abgeordnete.
Die angezeigte Rede ist noch nicht nach § 52 Abs. 2 GOG-NR autorisiert.