RN/113
16.13
Abgeordnete Silvia Kumpan-Takacs, MSc BA (SPÖ): Vielen Dank, Herr Präsident! Frau Rechnungshofpräsidentin! Geschätztes Hohes Haus! Liebe Zuseherinnen und Zuseher! Ja, die Bundesimmobiliengesellschaft verfügt tatsächlich über rund 2 000 Liegenschaften mit rund 7,7 Millionen Quadratmeter vermietbarer Fläche, und der Rechnungshof hat dankenswerterweise da die Energieeffizienz mit Schwerpunkt Sanierung überprüft.
Es gibt natürlich Empfehlungen und Verbesserungsvorschläge, aber ich würde es jetzt nicht ganz so schlechtreden wie mein Vorredner. Es ist so, dass die vom Bund genutzten Gebäude eben rund zwei Drittel ausmachen, und sie verursachten einen sehr hohen Energieverbrauch von rund 528 Gigawattstunden. Der Rechnungshof hielt daher auch fest, dass der Gebäudebestand der BIG aufgrund seiner Größe ein erhebliches Potenzial für Energieeffizienzmaßnahmen bietet. Die rechtlichen EU-Vorgaben sehen das genauso, dass auch hier der öffentliche Sektor einer Vorbildfunktion nachkommen sollte.
Wenn wir von den Bundesimmobilien sprechen, reden wir ja nicht nur von anonymen Amtsgebäuden, wir reden vor allem auch von 400 Schulen und 200 Universitäten. Genau dort verbringen Tausende junge Menschen jeden Tag ihre Zeit, und wir wissen alle, dass gerade der Jugend der Klimaschutz ein ehrliches und tiefes Anliegen ist. Gerade deshalb ist es auch wichtig, dass wir der Jugend auch an unseren Schulen zeigen, dass wir ihre Zukunft ernst nehmen. Ja, Schritt für Schritt sollen eben aus den Bildungseinrichtungen, oftmals auch sehr alten Gebäuden, modernere Vorzeigeobjekte werden, und wenn wir dort weiterhin erneuerbare Energie nutzen und thermisch sanieren, setzen wir damit ein klares Zeichen.
Natürlich legt der Rechnungshofbericht auch den Finger auf die Wunden und auf Aufgaben, die noch zu erfüllen sind. Vor allem bei der Datenqualität und beim Verbrauchsmonitoring gibt es eben Aufholbedarf und auch bei der Vereinheitlichung der Energieausweisdatenbank.
Was erfreulich ist, ist, dass jeder Sanierungsauftrag des Bundes auch ein Konjunkturmotor für unsere heimische Wirtschaft, unser Gewerbe und Handwerk ist. Wenn wir Schulen und Ämter thermisch sanieren, dann sichern wir damit auch Arbeitsplätze. Geschäftsführer Beck hat im Ausschuss auch davon berichtet, dass die Quote an beauftragten österreichischen Unternehmen bei 99 Prozent liegt, und das ist eine erfreuliche Nachricht.
Da wir allen Betrieben und Bürgerinnen und Bürgern draußen im Land und auch den Vermietern und Häuslbauern völlig zu Recht erklären, wie wichtig Sanierung und Dämmung sind, ist es wichtig, dass gerade der Bund auch da eine Vorbildfunktion erfüllt. Ja, und schneller wäre besser, aber Umstieg kostet eben Geld und muss auch finanzierbar bleiben. Aus diesem Grund hat der Geschäftsführer auch berichtet, dass eine Reihung nach Sanierungsdringlichkeit vorgesehen ist, so wie der Rechnungshof das auch empfiehlt, und eben die Effizienz mit Schwerpunkt auf thermische Sanierung.
Mir war auch wichtig, nach den Evaluierungsprozessen abgeschlossener Sanierungsmaßnahmen zu fragen, und es wurde uns versichert, dass jedes Projekt evaluiert wird und die dadurch gewonnenen Erkenntnisse auch in zukünftige Projekte einfließen werden. – Vielen Dank für den Bericht. (Beifall bei der SPÖ.)
16.16
Präsident Dr. Walter Rosenkranz: Nächste Rednerin: Frau Abgeordnete Auinger-Oberzaucher. 3 Minuten eingemeldete Redezeit. – Bitte, Frau Abgeordnete.
Die angezeigte Rede ist noch nicht nach § 52 Abs. 2 GOG-NR autorisiert.