RN/119

16.34

Abgeordneter Dominik Oberhofer (NEOS): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Kollegin Tomaselli! Ich verstehe ja diese Kritik an der BIG überhaupt nicht, weil der Rechnungshofbericht meiner Meinung nach auch eines gezeigt hat, nämlich dass die BIG ein durchaus innovatives und auch toll geführtes Unternehmen ist. Natürlich gibt es überall Probleme, keine Frage, aber wir in Tirol – und da rede ich jetzt als Tiroler – hatten uns gewünscht, nicht die Tiroler Landesregierung hätte probiert, das MCI zu bauen, sondern die BIG, denn dann würde das wahrscheinlich schon stehen und hätte 40 Millionen Euro gekostet und nicht 20 Millionen Euro für die Planung. Es gibt bis heute kein MCI – so viel zu dem Rechnungshofbericht BIG. 

Eigentlich will ich aber über den Tourismus reden und über den Tourismusbericht, den Sie hier vorgelegt haben, und zwar aus dem Jahr 2022. Der zeigt eines: Wie wichtig es ist, die Tourismusbranche in Österreich zu fördern. Der Vorredner hat es schon gesagt – ich selber komme auch aus Tirol –: Wir bekommen einen Großteil der Förderungen, das stimmt, aber es ist auch so, dass bei uns der Tourismus so erfolgreich ist, dass Tirol als Region Weltmeister im Tourismus ist. Es gibt keine andere Region auf der Welt, die so erfolgreich im Tourismus ist, wie wir, und das in Talschaften, wo es an und für sich keine anderen Optionen gibt – die wären leergefegt! 

Ich kann mich noch erinnern: Ich habe vor einigen Jahren ein Buch über das Paznauntal in den Nachkriegsjahren 1950, 1955 gelesen: Wie großartig sich diese Region entwickelt hat, hängt mit dem Tourismus zusammen, und zwar allein damit. Daher gilt es auch, den Tourismus zu stärken, und das, was wir an Förderungen haben – an Jungunternehmerförderung, aber vor allem auch an Förderung für den Ganzjahrestourismus –, das ist erfolgreich und das ist auch tatsächlich angekommen und hat dazu geführt, dass diese Branche in einer schwierigen Zeit – nämlich in der Wirtschaftskrise, nach der Covid-Krise – wirklich Stabilität bietet und im Gegensatz zu Handel und Industrie eine der Wachstumsbranchen in Österreich und wirklich nach wie vor auf einem Erfolgskurs ist. 

Darum schmerzt es mich so sehr, dass der Tourismus in diesem Land andauernd schlechtgeredet wird. Auf der einen Seite fordert man – abhängig von Übertourismus – das Ende des Wachstums. Man sagt, wir, die Touristiker, sind die Inflationstreiber Nummer eins in dieser Republik und wir gehen auch schlecht mit unseren Beschäftigten um – und all das stimmt überhaupt nicht, sondern ganz im Gegenteil: Dort, wo der Tourismus ist, haben wir die höchste Selbstständigenquote überhaupt! Das heißt, wir haben dort nicht nur Vermieter, wir haben nicht nur Seilbahner, sondern vor allem die gesamte Wirtschaft, die dranhängt – ob das das Gewerbe ist, ob das die Skibetriebe, die Skiverleiher sind, ob das die Skischulen sind, aber vor allem auch das Handwerk, das bei den Investitionen auf der Baustelle mitarbeitet und dort auch davon profitiert. 

Der Tourismus und die Bundesregierung haben eine tolle Partnerschaft, sind in dieser Regierung ein Superteam. Wir haben die Saisonsbeschäftigungsbewilligungen durchbekommen, das gibt meiner Branche Sicherheit, wir sind jetzt mit dem Plan T unterwegs, wo wir einen ganz, ganz großen Fokus auf den Ganzjahrestourismus legen, aber auch darauf, dort Tourismus hinzubringen, wo Tourismus heute noch nicht wirtschaftlich erfolgreich ist, und wir haben im Prinzip auch ein klares Bekenntnis zur Branche, was die Beschäftigung und die Weiterentwicklung der Beschäftigung anbelangt. Wir geben in einer Zeit, in der eigentlich überall gespart wird, 6 Millionen Euro in die Branche, in den Beschäftigungsfonds hinein, um die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter besser zu qualifizieren. 

Das ist das, was die Bundesregierung für den Tourismus macht, und darauf bin ich ehrlich gesagt sehr stolz. – Danke für die Unterstützung! (Beifall bei NEOS und ÖVP.)

16.38

Präsident Dr. Walter Rosenkranz: Zu Wort ist dazu niemand mehr gemeldet. Die Debatte ist geschlossen.

Wird seitens der Berichterstattung ein Schlusswort gewünscht? – Das ist nicht der Fall.

Die angezeigte Rede ist noch nicht nach § 52 Abs. 2 GOG-NR autorisiert.