RN/88

17.05

Abgeordneter Markus Leinfellner (FPÖ): Danke, Herr Präsident! Frau Bundesminister! Frau Staatssekretärin! Hohes Haus! Liebe Österreicher! (Ruf bei den NEOS: Und -in!) Das Erschreckende bei diesem Antrag ist ja gar nicht die Ablehnung – was anderes bin ich von diesem Einheitskonglomerat ja nicht mehr gewohnt –, das Erschreckende ist, mit welcher Selbstverständlichkeit offensichtlich biologische Tatsachen bestritten werden, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Zwischenrufe der Abgeordneten Michael Hammer [ÖVP] und Shetty [NEOS].)

Genau diese Erzählung treiben Sie schon lange, lange voran, nämlich dass Männer und Frauen praktisch gleich im Sport sind. Ich werde Ihnen die Unterschiede erklären – die biologischen Unterschiede. Jeder, der auf die biologischen Unterschiede hinweist, ist plötzlich intolerant, rückständig oder rechtsextrem. (Zwischenruf des Abg. Schallmeiner [Grüne].) Das Ergebnis von dieser woken Massenverblödung, möchte ich fast sagen, sehen wir jeden Tag. (Beifall bei der FPÖ.)

Frauen trainieren, um Höchstleistungen zu erzielen (Zwischenruf des Abg. Schallmeiner [Grüne]), nämlich mit ihren biologischen Voraussetzungen, und verlieren dann Medaillen, Titel, Meisterschaften an irgendwelche woken Gockeln, die sich einbilden, plötzlich eine Frau zu sein, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Heiterkeit und Beifall bei der FPÖ.)

Und wer das kritisiert, wird dann an den Pranger gestellt, als rechtsextrem bezeichnet und ich weiß nicht, was für Ausdrücke ihr da findet. Aber das, meine sehr geehrten Damen und Herren, ist keine Gleichberechtigung, das ist die endgültige Abschaffung der Fairness im Frauensport, der – laut Ihren Aussagen – euch ja immer so wichtig ist. Da kann ich sagen: Nicht das Erzählte reicht, sondern das Erreichte zählt!, und genau dafür wäre heute unser Antrag auch da gewesen. (Beifall bei der FPÖ.)

Da passt die Haltung dieser Einheitspartei aber schlicht und ergreifend nicht dazu, wenn uns alle Fraktionen erklären, wie wichtig die Fairness im Frauensport ist, wie wichtig es ist, eine Chancengleichheit für Mädchen und Frauen zu haben. Alle reden von der Fairness, aber wenn es darum geht, tatsächlich für Fairness zu sorgen, dann hört man plötzlich: Da sind wir nicht zuständig!, oder was hat Köllner gesagt: Da können wir nichts machen, denn das schieben wir auf die Verbände und auf die Vereine ab!?

Das sind ja nichts anderes als faule Ausreden, meine sehr geehrten Damen und Herren, und noch dazu ziemlich schlechte faule Ausreden, möchte ich nur sagen. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Brandstötter [NEOS].) 

Wenn es um die Förderungen geht, na dann schaffen wir es – Compliance, Anti-Doping-Vorgaben, Integrationsprojekte und dergleichen. Da schaffen wir es, Bedingungen und Regelungen zu stählen, wenn es dann um die Vergabe von Förderungen geht. Wenn es wirklich um etwas Wichtiges geht, nämlich um den Schutz unserer Frauen im Sport, dann sind wir nicht zuständig. Da haben wir keinen Hebel und können nichts machen und schieben die Verantwortung ab, auf Vereine, auf Verbände und ich weiß nicht wohin. 

Ich sage, ein Ministerium, das 200 Millionen Euro an Sportförderungen im Jahr zu vergeben hat, kann selbstverständlich etwas mit diesen Fördervergaben machen. Wenn man sich im Sportministerium für den Sport nicht mehr zuständig fühlt, dann können wir die Tür zusperren, dann brauchen wir dieses Sportministerium schlicht und ergreifend nicht, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei der FPÖ.)

Frauenbewerbe wurden nicht geschaffen, weil es einen Unterschied geben soll. Frauenbewerbe wurden deswegen geschaffen, um Frauen fair zu behandeln. Das muss ja das Wichtigste sein. Deswegen gibt es getrennte Kategorien, getrennte Wettkämpfe, getrennte Meisterschaften, getrennte Siegerehrungen, weil diese Unterschiede, diese biologischen Unterschiede, schlicht und ergreifend existieren. Irgendwelche ideologisch verblendeten Akteure, möchte ich fast sagen, beginnen inzwischen, irgendwelche Gefühle über biologische Tatsachen zu stellen.

Das ist schlicht und ergreifend falsch, denn der Michael, der 20 Jahre als Michael gelebt hat und dann mit 21 draufkommt, die Michaela zu sein, sollte doch lieber zum Arzt gehen (Abg. Lindner [SPÖ]: Geh einmal scheißen, du Trottel!), als in den Boxring zu steigen, wie wir das vor zwei Jahren gesehen haben, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei der FPÖ.)

Dass eine junge Sportlerin, die jahrelang trainiert hat, plötzlich gegen jemanden antreten muss, der die biologischen Voraussetzungen eines Mannes hat, kann doch niemand in diesem Raum als Fairness bezeichnen. Wenn dann die Sportlerin auch noch auf die Idee kommt, das als unfair zu empfinden – nein! –, dann stellt man nicht die Regeln infrage, sondern dann stellt man die Sportlerin infrage. Das ist ja grotesk, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei der FPÖ.)

Ich kann nicht verstehen, warum diese Bundesregierung permanent glaubt, mit diesen gesellschaftspolitischen Themen unsere Bevölkerung erziehen zu müssen. (Abg. Zorba [Grüne]: Der Antrag ist von euch! – Zwischenruf des Abg. Zanger [FPÖ].) Bei jeder Gelegenheit gibt es Kampagnen, Förderungen werden verschoben. Ich erinnere nur an den Tischtennisverband, wo man Förderungen einfrieren konnte – dort war es möglich. (Zwischenrufe bei den Grünen.) Wenn es um den Schutz des Frauensports geht, dann ist in dieser Bundesregierung plötzlich nichts mehr möglich.

Leider wird diese Ideologie schon zu viele Jahre durch dieses Land getrieben. Ich kann Ihnen nur sagen: Biologische Realitäten, biologische Tatsachen sind schlicht und ergreifend nicht verhandelbar. Ich kann ja Gefühle nicht über Realitäten stellen, wie Sie das permanent machen. Diese ideologiegetriebene Verblödung führt dazu (Abg. Schallmeiner [Grüne]: Herr Präsident!), dass wir heute überhaupt in diesem Haus über diesen Antrag diskutieren müssen. Das ist ja nur mehr absurd. (Beifall bei der FPÖ. – Anhaltende Zwischenrufe bei SPÖ und Grünen.)

Frauenbewerbe wurden geschaffen, um für eine Fairness im Frauensport zu sorgen, und wenn man diese Grundsätze aufgibt, dann kann man nicht mehr dafür einstehen, für den Schutz und für Förderungen von Frauen einzutreten. (Abg. Erasim [SPÖ]: Das ist euer Fristsetzungsantrag! Ihr habt keine anderen Themen, ja!) Wer diese Grundsätze dieser woken gesellschaftspolitischen Ideologie, dieser Modeerscheinung opfert, der kann nicht behaupten, dass er für den Schutz des Frauensports eintritt. – Vielen Dank. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Zadić [Grüne]: Zur Geschäftsbehandlung!)

17.12

Präsident Dr. Walter Rosenkranz: Als Nächste zu Wort gemeldet: Frau Abgeordnete Eder. Die eingemeldete Redezeit: 3 Minuten. (Rufe: Zur Geschäftsbehandlung, Herr Präsident! – Ruf bei den Grünen: Würde des Hauses und so!)

Die angezeigte Rede ist noch nicht nach § 52 Abs. 2 GOG-NR autorisiert.