RN/95

17.28

Abgeordnete Nicole Sunitsch (FPÖ): Vielen Dank, sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzte Frau Ministerin! Frau Staatssekretärin! Hohes Haus! Liebe Besucher auf der Galerie und Zuseher vor den Bildschirmen! Wir sprechen heute über ein Thema, das viele Menschen schon längst bewegt, über das in der Politik aber viel zu oft nur hinter vorgehaltener Hand gesprochen wird: Es geht um Fairness, es geht um Chancengleichheit, und es geht um konsequenten Schutz des Frauensportes.

Frauen und Mädchen arbeiten jahrelang hart für den sportlichen Erfolg. Sie stehen früh auf, trainieren am Abend, verzichten aber auch auf Freizeit und kämpfen mit Disziplin um jede Sekunde, um jeden Punkt und um jede Platzierung. Sie treten an, um sich unter fairen Bedingungen mit anderen Frauen zu messen. Genau deshalb gibt es Frauenbewerbe: nicht aus Zufall, nicht aus Gefälligkeit, sondern aus gutem biologischem Grund. Jede dieser Frauen verdient unseren kompromisslosen Einsatz und keine Ausreden. (Beifall bei der FPÖ.)

Dass Männer und Frauen körperlich unterschiedlich gebaut sind, ist keine politische Meinung, es ist auch keine Ideologie, es ist biologische Realität. (Beifall bei der FPÖ.)

Die männliche Pubertät bringt körperliche Vorteile mit sich, etwa bei der Muskelmasse, beim Lungenvolumen, auch bei der Körperkraft, bei der Leistungsfähigkeit, und diese Vorteile verschwinden auch durch eine hormonelle Behandlung nicht vollständig. Genau deshalb verstehen viele Menschen nicht, warum man sich in der heutigen Zeit überhaupt dafür rechtfertigen muss, diese Realität auszusprechen.

Spätestens seit den internationalen Diskussionen im Frauenboxen sehen wir, worum es hier geht. Denken wir an die italienische Boxerin, die ihren Kampf nach 46 Sekunden abbrechen musste. Dieser Fall hat weltweit eine Debatte über Fairness und Sicherheit im Frauensport ausgelöst. Aber auch im Behindertensport wurden Fairnessbedenken von Athletinnen öffentlich geäußert. Wenn selbst Sportlerinnen um faire Startbedingungen kämpfen müssen, zeigt das aber auch, wie dringend klare Regeln notwendig sind.

Was hört man aber im Ausschuss? – Da wird achselzuckend gesagt, das betrifft nur eine Handvoll Athletinnen. Was sagen wir aber dieser Handvoll Mädchen, dieser Handvoll Frauen, die ihren Traum opfern müssen? – Pech gehabt, deine Tränen zählen nicht, weil du zu einer Minderheit gehörst!? – Wenn Gerechtigkeit nur mehr für die Mehrheit zählt, bleibt von echter Fairness nichts mehr übrig. (Beifall bei der FPÖ.)

Es ist aber bemerkenswert, dass jene Parteien, die sonst bei jeder Gelegenheit Gleichstellung fordern, Gleichberechtigung fordern und auch Schutz von Frauen fordern, beim Frauensport plötzlich keine Antworten mehr haben. Wo bleibt denn da der Schutz der Frauen, wenn zum Beispiel eine Athletin im Ring einer körperlichen Überlegenheit gegenübersteht? Ist das Fairness?

Wir wollen niemanden vom Sport ausschließen, wir wollen auch niemanden ausgrenzen, sondern wir wollen faire Kategorien. Wer Fairness ernst nimmt, muss aber die Biologie respektieren. Wir brauchen einen garantierten Schutz der Kategorie Frau – ja, der Kategorie Frau! – auf Basis des biologischen Geschlechtes. Wer Frauen wirklich schützen will, darf da nicht länger zusehen. Ich ersuche Sie daher, im Namen der Fairness und im Namen der Athletinnen unserem Antrag zuzustimmen. – Vielen Dank. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Wurm [FPÖ]: Bravo!)

17.33

Präsident Dr. Walter Rosenkranz: Nächste Rednerin: Frau Abgeordnete Prammer. Die eingemeldete Redezeit: 4 Minuten. – Bitte sehr.

Die angezeigte Rede ist noch nicht nach § 52 Abs. 2 GOG-NR autorisiert.