RN/97

Präsident Dr. Walter Rosenkranz: Frau Abgeordnete Prammer! Ich gebe zu, es ist mittlerweile in einzelnen Debattenbeiträgen eine sehr aufgeheizte Diskussion, und Protokolle sind auch schon zu mir gekommen. Es ist nur im Rahmen der Würde des Hauses immer eines gewesen: dass der Begriff „erlogen“ an sich nicht zur Würde des Hauses zählt. (Ruf bei den Grünen: Nein, zuhören! – Weitere lebhafte Zwischenrufe bei den Grünen) Sie können es auch anders formulieren. Ich ersuche Sie, nur diesen Ausdruck zurückzunehmen. (Weitere lebhafte Zwischenrufe bei den Grünen. – Rufe bei der FPÖ: Ordnungsruf! Ordnungsruf! Würde des Hauses! – Abg. Zadić [Grüne] – die Hand hebend –: Herr Präsident, ...!) – Bitte, Frau Abgeordnete, ich habe jetzt eine Frage an Frau Abgeordnete Prammer gestellt: ob sie diesen Ausdruck zurückzieht. (Ruf bei den Grünen: Den hat sie nicht getätigt! – Abg. Disoski [Grüne]: Das hat sie nicht gesagt! – Weitere Zwischenrufe bei den Grünen.)

Die Frau Abgeordnete hat in Richtung der Reihen der freiheitlichen Fraktion gesagt: mit Ihrer „erlogenen Geschichte“. (Abg. Prammer [Grüne]: Herr Präsident, ich korrigiere auf: erfundene Geschichte! Sollte das auch ordnungsrufwürdig sein, nehme ich den gern auch ...!)

Also Sie ziehen „erlogen“ zurück und ersetzen es durch „erfunden“? (Abg. Prammer [Grüne]: Ja!) – Gut. Danke schön. (Ruf: Alles gut!)

Als Nächste zu Wort gemeldet hat sich Frau Staatssekretärin Schmidt, die ich auch von meiner Seite hier im Haus begrüße. – Bitte schön, Frau Staatssekretärin.