RN/99
17.42
Abgeordneter Mag. Harald Schuh (FPÖ): Vielen Dank, Herr Präsident! Frau Ministerin! Frau Staatssekretärin! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Stellen Sie sich vor, Sie sind Schiedsrichter oder sehr gerne auch Schiedsrichterin eines Seniorenfußballspiels. Zur Pause möchte eine Mannschaft einen besonders jung gebliebenen Spieler einwechseln. Ein Blick in seinen Ausweis zeigt: Er hat das vorgeschriebene Mindestalter von 35 Jahren noch nicht erreicht. Darauf angesprochen erklärt er, er hätte sich schon immer reifer und älter gefühlt. – Würden Sie ihn mitspielen lassen? – Wahrscheinlich nicht; aber nicht, weil Sie ihm seine persönliche Körperwahrnehmung absprechen wollen, sondern weil sportliche Kategorien auf objektiven Kriterien beruhen müssen. Nur so kann ein fairer Wettbewerb gewährleistet sein. (Beifall bei der FPÖ.)
Wenn Frauen von einem Intersexuellen im Boxring verprügelt werden, dann ist das weder erfunden noch erlogen noch fair, und Zeichen für eine besonders aufgeschlossene Gesellschaft ist es auch keines. Aus gutem Grund gibt es im Sport getrennte Kategorien für unterschiedliche körperliche Voraussetzungen. Wir unterscheiden nach Alter, Gewicht und in den meisten Sportarten eben auch nach Geschlecht.
Diese Einteilungen sind keine Wertungen, sondern eine Antwort auf reale körperliche Unterschiede, die für die sportliche Leistung nun einmal von Bedeutung sind. Niemand käme auf die Idee, im Boxen die Gewichtsklassen oder im Nachwuchssport die Altersklassen abzuschaffen – beim Geschlecht hingegen wird die bewährte Logik aufgrund von zeitgeistigen Strömungen neuerdings infrage gestellt.
Unser Antrag vertritt die Auffassung, dass die Frauenkategorie weiterhin eine geschützte Wettbewerbsklasse bleiben muss, die auf objektiven biologischen Kriterien beruht (Beifall bei der FPÖ); die Wortmeldungen im Sportausschuss haben leider gezeigt, dass andere Parteien unseren Antrag bewusst missverstehen möchten. Deswegen noch einmal in aller Deutlichkeit: Niemand wird vom Sport ausgeschlossen – im Gegenteil! Wir wollen, dass möglichst viele Menschen aktiv Sport betreiben, völlig egal welchen Geschlechts. Damit das aber gelingt, müssen Chancengleichheit und Fairness sichergestellt sein. (Beifall bei der FPÖ.)
Deshalb fordern wir, dass Frauenbewerbe ausschließlich Sportlerinnen vorbehalten sind, die die entsprechenden biologisch fundierten Kriterien erfüllen. Das, meine sehr verehrten Damen und Herren, ist nicht ausschließend, sondern ordnend und schafft das, was derzeit in all den Genderdebatten zunehmend verloren geht, nämlich Klarheit! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Wurm [FPÖ]: Bravo!)
17.45
Präsident Dr. Walter Rosenkranz: Als Nächste zu Wort gemeldet: Frau Abgeordnete Tanzler. Eingemeldete Redezeit: 3 Minuten. – Bitte schön, Frau Abgeordnete.
Die angezeigte Rede ist noch nicht nach § 52 Abs. 2 GOG-NR autorisiert.