RN/106
18.12
Abgeordneter Mag. (FH) Janos Juvan (NEOS): Danke, Herr Präsident! Hohes Haus! Sehr geehrte Frau Ministerin! Frau Staatssekretärin! Werte Zuseherinnen und Zuseher! Warum dieser Antrag der FPÖ besonders perfide ist, hat ja mein Kollege Yannick Shetty gerade ausreichend erklärt, aber ich finde, er ist nicht nur perfide, er zeigt auch, wie scheinheilig Sie in dieser Debatte sind.
Ausgerechnet Sie, Herr Kollege Leinfellner, stellen sich hier heraus und schwingen sich zum Schützer der Rechte der Frauen in Österreich auf. (Abg. Wurm [FPÖ]: Ganz genau! – Abg. Shetty [NEOS]: Da muss er ja selber lachen dabei!) Ich darf Sie daran erinnern: Sie sind hier gestanden – vor wenigen Wochen noch –, als es um die Debatte über Gewalt gegen Frauen in Österreich gegangen ist (Abg. Leinfellner [FPÖ]: Ja!), und haben den Satz gesagt: „Unsere Österreicher wissen, was einvernehmlich heißt.“ – Wenn es also um eine Ausländerdebatte geht, dann sind Ihnen Frauenrechte irrsinnig wichtig; wenn es um die Genderdebatte geht, sind Ihnen Frauenrechte wahnsinnig wichtig; einzig und allein wenn es ganz einfach nur um die Rechte der Frauen geht, sind Ihnen Frauenrechte vollkommen wurscht. (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Leinfellner [FPÖ].)
Aber ja, und es ist heute schon mehrfach gesagt worden: Das Thema des Antrages ist natürlich ein Thema, und es ist ein Thema, das eine breite auch politische, aber vor allem gesellschaftliche Diskussion braucht, und es braucht Leute, die diese Problematik auch lösen können (Zwischenruf des Abg. Leinfellner [FPÖ]) – und diese Leute gibt es. Die sitzen sowohl in Österreich als auch in anderen Ländern in den nationalen und internationalen Verbänden, denn die wissen, was für ihren Sport am besten funktioniert. Da finde ich es sehr schade, dass Sie die Ausführungen (Abg. Belakowitsch [FPÖ]: Wir haben es gesehen 2024! ... nicht! Das müssen sogar Sie zur Kenntnis nehmen!) – Sie, Frau Kollegin Belakowitsch – der Kollegin Eder als Ausreden hinstellen. (Zwischenruf des Abg. Martin Graf [FPÖ].)
Ich finde, es waren keine Ausreden, ich finde, es war sehr ordentlich und schlüssig argumentiert, wie auch schon im Ausschuss. In den Verbänden sitzen die Leute, die wissen, wie es funktioniert, die können das national und auch international lösen – weil Schach einfach kein Sumoringen ist, Frau Kollegin Belakowitsch, und Springreiten relativ wenig mit Eishockey zu tun hat, Herr Kollege Leinfellner. (Abg. Belakowitsch [FPÖ]: Ja, und?! Habe ich das nicht gesagt, dass vielleicht bei manchen Sportarten ...! – Zwischenruf des Abg. Stefan [FPÖ].) Das Letzte, was die Verbände brauchen, ist, ihnen jetzt in irgendwelchen zentralpolitischen Machtfantasien vorzuschreiben, wie das alles zu funktionieren hat. (Abg. Leinfellner [FPÖ]: Aber bei Integrationsforderungen funktioniert ...!) Wo wir übrigens wieder bei der Scheinheiligkeit wären, Herr Kollege Leinfellner: Ihre scheinheiligen Anträge zum Thema Stärkung der Autonomie im Sport können Sie sich zukünftig gern sparen. (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen. – Abg. Belakowitsch [FPÖ]: Zum dritten Mal! Das ist ein Wort, das darf man nicht sagen! Gilt auch für NEOS!)
18.15
Die angezeigte Rede ist noch nicht nach § 52 Abs. 2 GOG-NR autorisiert.