RN/117

18.48

Abgeordnete Mag. Martina von Künsberg Sarre (NEOS): Vielen Dank, Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Werte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuhörerinnen und Zuhörer! Ja, meine Vorredner haben es schon gesagt, es ist erfreulich, dass wir im Wissenschaftsbereich einen einstimmigen Beschluss zusammenbekommen. 

Es ist eine Entbürokratisierungsmaßnahme – eine sehr, sehr wichtige und von den Fachhochschulen lang geforderte. Für neue Studiengänge in Fachbereichen, wo Fachhochschulen schon tätig sind, etabliert sind, müssen sie nicht mehr diesen gesamten Büro- und Bürokratieaufwand betreiben, sondern die Akkreditierung wird auf ein Minimum reduziert, und das ist sehr wichtig. Warum ist es wichtig? – Weil wir das staatliche Geld und Steuergeld gut und bestmöglich einsetzen wollen. Es soll nicht in Bürokratisierungsmaßnahmen versickern, sondern es soll vor allem in Lehre und Forschung und Weiterentwicklung ankommen. 

Jetzt haben wir schon viel von Output gehört: Ist das wichtig oder ist das nicht so wichtig? Oder: Wer zählt mehr? Es ist natürlich beides wichtig: Es sind die Menschen wichtig, die dort drinnen arbeiten und eine Ausbildung oder Bildung machen, aber natürlich ist auch der Output, wenn man staatliches Steuergeld investiert, sehr, sehr wichtig. 

Ich gebe Ihnen ein Beispiel: Die Niederlande investieren 2,2 Prozent des BIP in die Bereiche Wissenschaft und Forschung und sind Innovation-Leader. Wir investieren 3,34 Prozent des BIP in diesen Bereich und sind nicht Innovation-Leader, sondern in der Follower-Gruppe. Also das Ziel ist – und das werden wir im Rahmen der Hochschulstrategie auch offen und gut diskutieren –: Natürlich ist es wichtig, dass wir mehr Exzellenz schaffen, dass wir strategische Profilbildung betreiben, dass wir kürzere Studiendauern und höhere Abschlussquoten haben. All das wird ja mit Steuergeld finanziert – und das muss bestmöglich eingesetzt werden. 

Wir werden eine mutige Diskussion im Rahmen der Hochschulstrategie 2040 führen, das tun wir ja auch schon. Das wird ohne Tabus und ohne ideologische Scheuklappen stattfinden. Die FPÖ ist natürlich auch herzlich eingeladen – und ich freue mich, dass Sie da auch so anschieben in Richtung Weiterentwicklung des Hochschulsystems. (Abg. Kassegger [FPÖ]: Immer schon!) – Genau, also herzliche Einladung, dann auch dabei zu sein! (Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Gödl [ÖVP].)

18.50

Präsident Peter Haubner: Als Nächste zu Wort gemeldet ist Frau Abgeordnete Sigrid Maurer. Freiwillige Redezeitbeschränkung: 3 Minuten. – Bitte, Frau Abgeordnete.

Die angezeigte Rede ist noch nicht nach § 52 Abs. 2 GOG-NR autorisiert.