RN/125
19.15
Abgeordnete Mag.a Dr.in Petra Oberrauner (SPÖ): Vielen Dank, Herr Präsident! Geschätzte Frau Ministerin! Hohes Haus! Geschätzte Zuseherinnen und Zuseher! Wenn wir über Forschungspolitik sprechen, dann sollten wir uns eine wichtige Frage stellen: Wie kann Österreich in einer Welt bestehen, in der USA und China Milliarden in Wissenschaft, Technologie und Innovation investieren? – Die Antwort ist Zusammenarbeit. Diese Zusammenarbeit macht es aus, dass die große Erfolgsgeschichte der europäischen Integration erarbeitet werden kann. Sie ermöglicht österreichischen Forscherinnen und Forschern, mit den Besten Europas zusammenzuarbeiten, Wissen auszutauschen und auf Forschungsinfrastrukturen zuzugreifen, die kein Mitgliedstaat allein finanzieren könnte.
Echte Souveränität bedeutet nicht, alles allein zu tun. Sie bedeutet, Entwicklungen aktiv mitzugestalten. Ein Land mit neun Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern gewinnt diese Gestaltungskraft nicht durch Isolation, sondern durch starke Partnerschaften.
Die EU gibt dabei den Rahmen für gemeinsame Herausforderungen vor, von technologischer Wettbewerbsfähigkeit über Gesundheit bis zur angewandten Grundlagenforschung. Über Prioritäten entscheiden die Mitgliedsländer gemeinsam – das ist wichtig anzumerken –, aber Österreich sitzt am Tisch und behält selbstverständlich seine Zuständigkeit in der Forschungs- und der Wissenschaftspolitik.
Die europäische Zusammenarbeit in Forschung und Wissenschaft auszubauen, ist im Interesse des österreichischen Wirtschafts- und Technologiestandortes, denn grenzüberschreitende Zusammenarbeit bringt bessere Lösungen, mehr Innovation und neue Chancen für Österreich.
Den großen Herausforderungen unserer Zeit kann man nur mit Fortschritt begegnen, und der entsteht dort, wo Menschen ihr Wissen teilen und gemeinsam an Lösungen arbeiten. Deshalb lehnen wir den vorliegenden Antrag der FPÖ ab. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und NEOS.)
19.17
Präsident Peter Haubner: Als Nächste zu Wort gemeldet ist Frau Abgeordnete Carmen Jeitler-Cincelli. – Ich stelle Ihre Redezeit auf 3 Minuten ein, Frau Abgeordnete.
Die angezeigte Rede ist noch nicht nach § 52 Abs. 2 GOG-NR autorisiert.