RN/80

13.20

Abgeordnete Mag. Martina von Künsberg Sarre (NEOS): Frau Präsidentin! Herr Minister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuschauerinnen und Zuschauer! Die gute Nachricht ist ja, dass die Welt sich ständig verändert. (Zwischenruf bei der FPÖ.) Das ist ja etwas Positives, weil man sich einfach immer weiterentwickeln kann – zumindest die, die das auch wollen. Das Bildungssystem muss sich natürlich dementsprechend anpassen und auch immer weiterentwickeln. Wir stehen vor rasanten Veränderungen durch KI, Digitalisierung, Desinformation; es gibt neue Berufsbilder und es gibt neue geopolitische Entwicklungen. Die Schule muss – im Gegensatz zu dem, was Herr Brückl ausführt, der das anders sieht – auf die Welt von morgen vorbereiten (Zwischenruf des Abg. Mölzer [FPÖ]) und nicht auf die Welt von gestern. (Beifall bei den NEOS.)

Zeitgemäße Bildung ist die Voraussetzung für Chancen, für Wettbewerbsfähigkeit und für gesellschaftlichen Zusammenhalt. (Abg. Giuliani-Sterrer [FPÖ]: Fortschritt ...! – Abg. Belakowitsch [FPÖ]: Und Fremdsprachen braucht man in der Zukunft nimmer?) Die neuen Veränderungen bilden genau das ab, was Schule braucht. Es ist nicht so, dass es ein Entweder-oder ist – entweder Sprachen oder etwas anderes –, sondern es ist ein Sowohl-als-auch; deswegen freut es mich sehr, dass wir heute zwei neue Fächer für die AHS-Oberstufe einführen, nämlich Medien und Demokratie und Informatik und KI. (Beifall bei den NEOS. – Abg. Giuliani-Sterrer [FPÖ]: Sie kürzen Latein!)

Selbstverständlich war Schule nie statisch. Es hat sich immer etwas verändert, seitdem es Schule gibt, oder? (Abg. Marchetti [ÖVP]: Richtig, ja!) Die Lehrpläne wurden auch laufend verändert. Es ist nichts Neues, dass das heute auf einmal gemacht wird und etwas verändert wird. Altgriechisch war in den Siebzigerjahren stark verbreitet, ist heute ein Randfach. Damals, als es reduziert beziehungsweise gestrichen wurde, wurde das auch heftig diskutiert. Als Informatik eingeführt wurde, gab es eine große Diskussion: Braucht man es, braucht man es nicht? Heute würde, glaube ich, niemand mehr sagen, wir brauchen es nicht. 

Also: Es ist wichtig, nach vorne zu schauen, mutig zu sein, auch mutig Veränderungen anzugehen. Das macht diese Regierung gemeinsam mit uns, natürlich, als Gesetzgeber. Christoph Wiederkehr geht die Themen an, auch jene, die die FPÖ immer anspricht, nämlich die Grundkompetenzen. (Abg. Mölzer [FPÖ]: Wo denn?) Natürlich muss jedes Kind und jeder Schüler lesen, schreiben, rechnen können (Zwischenruf der Abg. Giuliani-Sterrer [FPÖ]), aber nicht nur, sondern noch mehr. Selbstverständlich sollte auch jedes Kind dem Unterricht folgen können, der deutschen Sprache mächtig sein (Zwischenruf bei der FPÖ), deswegen haben wir auch ein großes Deutschförderpaket aufgesetzt. 

All das sollten alle hier im Hohen Haus zu schätzen wissen. Man geht Veränderungen an und man kann nicht von heute auf morgen alles ummodeln, aber diese zwei neuen Fächer werden die AHS-Oberstufe aus meiner Sicht sehr bereichern, und ich bin froh, dass wir das heute beschließen. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der ÖVP.)

13.23

Präsidentin Doris Bures: Nächste Rednerin: Frau Abgeordnete Sigrid Maurer.

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