RN/87

13.46

Abgeordnete MMst. Mag. (FH) Maria Neumann (ÖVP): Herzlichen Dank, Frau Präsidentin! Geschätzter Herr Bildungsminister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Zuhörerinnen und Zuhörer! Es geht um ein sehr sperriges Gesetz, das Pflichtschulabschluss-Prüfungs-Gesetz in Kombination mit Schulorganisationsgesetz und Schulunterrichtsgesetz. Ich kann verstehen, dass sich Herr Kollege Brückl hier darüber beschwert, dass das alles in einer Diskussion irgendwie zusammengeworfen wird. Ich kann ihn beruhigen, diese Dinge hängen zusammen, deswegen macht das durchaus Sinn. 

Zum Ersten, zur Änderung der Lehrinhalte in der AHS-Oberstufe: Sie kennen vielleicht den Satz: Wer nichts weiß, muss alles glauben. – Genau in diese Kerbe muss die Schule frühzeitig hineinschlagen – sozusagen – und bestmöglich auf das Konsumieren von Medien, auf das kritische Hinterfragen im Medienkonsum vorbereiten. Ich habe gestern und heute sehr aufmerksam zugehört und stelle fest: Bei einigen Reden, ganz speziell von meinen Kolleginnen und Kollegen von der FPÖ, ist es durchaus notwendig, auch kritisch hinterfragen zu können. Deswegen ist es wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler auch frühzeitig damit beginnen können, indem Medien und Demokratie als neues Fach eingeführt wird, um zu verstehen, um verantwortungsvoll damit umgehen zu können.

Der Pflichtgegenstand Medien und Informatik wird jetzt weiterentwickelt zu Informatik und künstliche Intelligenz; das ist, glaube ich, selbsterklärend. Wenn wir alle selber einmal schauen, wie viel künstliche Intelligenz auf uns hereinprasselt, so ist jeder Schüler gut beraten, zu wissen: Wie funktionieren Algorithmen? Was sind denn Datenstrukturen? Man soll das Programmieren und natürlich auch die Notwendigkeit von Sicherheit und Privatsphäre verstehen.

Kollege Himmer von der SPÖ hat es erwähnt: Es ist auch mir eine Herzensangelegenheit, dass junge Menschen oder junge Erwachsene ihren Pflichtschulabschluss nachholen können. Aus welchem Grund auch immer, vielleicht mit 13, 14, 15 hat es nicht geklappt, aber da gibt es dann die zweite Chance, diesen mit dieser Prüfung nachzuholen. Auch diese Prüfungsinhalte gehören adaptiert, das ist ganz wichtig. Diese Prüfung eröffnet ja auch weitere Wege, führt zu Berechtigungen für den Besuch einer berufsbildenden höheren Schule, einer berufsbildenden mittleren Schule, zu bessere Chancen am Lehrlingsmarkt zum Beispiel. 

Wenn wir Prüfungen adaptieren, müssen wir natürlich auch den Prüferinnen und Prüfern das nötige Handwerkszeug mitgeben, auch im Speziellen für Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger, die Zertifikate beziehungsweise Diplome erwerben können. Die WBA-Zertifikate sind auch im Nationalen Qualifikationsrahmen in der Stufe 5 und die WBA-Diplome im Nationalen Qualifikationsrahmen in der Stufe 6 abgebildet.

Ich glaube, das ist eine ganz, ganz wichtige und auch für die Zukunft wegweisende Entscheidung, die wir heute treffen. Ich hoffe auf Ihre breite Zustimmung. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)

13.50

Präsidentin Doris Bures: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Wendelin Mölzer.

Die angezeigte Rede ist noch nicht nach § 52 Abs. 2 GOG-NR autorisiert.