RN/92

14.00

Abgeordnete Mag. Martina von Künsberg Sarre (NEOS): Frau Präsidentin! Herr Minister! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Wir kümmern uns um die richtigen, um die echten Themen, die wichtigen Probleme und die Herausforderungen, die wir haben. Ja, es gibt viele im Bildungsbereich, weil in den letzten Jahren und Jahrzehnten so viel liegen geblieben ist, das wir jetzt aufarbeiten müssen. Und ja, wir haben sogenannte Brennpunktschulen – ja –, deswegen führen wir den Chancenbonus für 400 Schulen, die besondere Herausforderungen haben, ein. Ja, wir entlasten die Lehrerinnen und die Lehrer und die Direktoren mit der Einführung eines mittleren Managements. Ja, es gibt nicht nur Themen, die die Schule beziehungsweise die Inhalte, Fächer betreffen, sondern auch psychische Probleme, Herausforderungen, die die Schülerinnen und Schüler haben. Deswegen gibt es ein großes Ausbauprogramm für das psychosoziale Unterstützungspersonal an den Schulen, weil wir wissen, dass es da viel zu tun gibt.

Ja, wir wissen auch, dass viele Kinder – zu viele Kinder – in Österreich dem Unterricht nicht folgen können, weil sie der deutschen Sprache nicht mächtig sind. Genau aus diesem Grund führen wir für diese Kinder eine verpflichtende Sommerschule ein. Genau aus diesem Grund stärken wir die Deutschförderung. Es gab noch nie so viele Mittel für Deutschförderkräfte wie jetzt. Die Schulen – das ist das Tolle – dürfen in Zukunft selber entscheiden, wie sie diese Deutschförderungsmaßnahmen einsetzen.

Gleichzeitig ist auch das Projekt Freiraum Schule noch ein großes Projekt im Bildungsministerium, das die Schulen entlasten wird, wodurch wir einfach entbürokratisieren und unnötige Vorgaben vonseiten des Ministeriums und der Bildungsdirektionen weggeben werden.

Das sind die wichtigen und die richtigen Sachen, die wir im Bildungsbereich machen, weil wir uns eben nicht wegducken, alles nur schlechtreden und sagen, wer denn irgendwann einmal einen Fehler gemacht hat und schuld gewesen ist, denn es ist natürlich leicht, immer zu sagen, was falsch läuft, aber keine Vorschläge zu bringen. (Abg. Ricarda Berger [FPÖ]: Es gibt unzählige Vorschläge und Sie lehnen nur alles ab!) 

Dieser Antrag, den wir hier diskutieren, ist längst überholt, weil natürlich alles umgesetzt ist und weil Sprache mehr als das gesprochene Wort ist. Ich kenne ganz viele Erwachsene, aber auch Schülerinnen und Schüler, die überhaupt keine Verständnisprobleme haben, wenn sie in einem Text ein Binnen-I, einen Unterstrich, einen Doppelpunkt, was auch immer haben. (Abg. Ricarda Berger [FPÖ]: Aber ganz viele schon!) Sie können es lesen, sie können es verstehen, und vielleicht muss man manchmal vor der eigenen Türe kehren, damit man die Texte besser versteht. Dazu gehört nämlich auch ein Wille, sich einmal hinzusetzen, nicht nur Fragen zu stellen und gleichzeitig zu beantworten, sondern auch einmal zu hören, was denn die anderen für Antworten haben. (Beifall bei den NEOS.)

14.03

Präsidentin Doris Bures: Nächste Rednerin: Frau Abgeordnete Lisa Schuch-Gubik.

Die angezeigte Rede ist noch nicht nach § 52 Abs. 2 GOG-NR autorisiert.