RN/156
16.56
Abgeordneter Mag. Christoph Pramhofer (NEOS): Vielen Dank, Herr Präsident! Geschätzte Frau Staatssekretärin! Sehr geehrte Damen und Herren auf den Galerien hier im Hohen Haus und zu Hause vor den Bildschirmen! Ja, ein ganzes Bündel an Maßnahmen beschließen wir heute, um die Gesundheit der Österreicherinnen und Österreicher zu verbessern und an vielen kleinen Stellschrauben zu drehen, um diese große Maschine auch weiterhin zu pflegen und am Laufen zu halten.
Ich möchte auf einige Punkte kurz eingehen, ganz zu Beginn auf einen, der mir besonders am Herzen liegt, nämlich die Verankerung im Ärztegesetz, dass auch Labors und Radiologieinstitute ihre Befunde künftig in Elga einspielen müssen. Warum ist das wichtig? – Weil diese Diagnosen dann auch wirklich verfügbar sind. Sie gehen nicht mehr verloren, sie bleiben vorhanden, man muss sie nicht irgendwo aus einer Schublade rauskramen, sondern der nächste behandelnde Arzt, die Ärztin hat sie dann auch vorliegen, wenn sie es brauchen. Man hat historische Daten – das ist immer wichtig –, ich kann auch schauen: Wie hat sich denn dieser Wert von vor fünf Jahren bis heute beispielsweise entwickelt? Wie ist der Verlauf? Wie hat sich meine Gesundheit entwickelt? Das ist unfassbar wertvoll – und sonst hätte man diese Zettel halt vielleicht einfach nicht mehr. Auch wichtig ist: Man hat keine Doppelbefundung. Das heißt, wenn ich heute zu einem Arzt gehe, mir einen Wert abnehmen lasse und den Zettel verliere, sagt der nächste Arzt: Na ja, bevor wir das irgendwo wieder ausgraben, bevor Sie wiederkommen müssen, machen wir noch schnell ein Blutbild! – Das fällt weg, weil diese Daten künftig einfach kurzfristig und wirklich schnell verfügbar sind. Das spart Geld im System, das spart Wege, Zeit für die Patienten. Das ist einfach ein wertvoller Digitalisierungsschritt. (Beifall bei den NEOS, bei Abgeordneten der ÖVP sowie des Abg. Krainer [SPÖ].)
Die Facharztausbildung für Allgemeinmedizin ist schon angesprochen worden. Es hat ja in der Vergangenheit viele, viele Vorschläge gegeben, beispielsweise betreffend die Aufwertung des Klinisch-Praktischen Jahres und so weiter. Es wäre einfach unfassbar bürokratisch gewesen, ein unfassbarer Mehraufwand, und wir haben da einen Kompromiss gefunden, der eben beides macht. Wir haben eine international vergleichbare Ausbildungsdauer, also wir kürzen auf internationales Niveau, und wir schaffen das ohne zusätzliche große bürokratische Hürden. Ich glaube, auch das ist ein großer Schritt, der da gelungen ist, und ein großer Mehrwert für das gesamte System. (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.)
Zur Qualitätssicherung für die Zahnärzte – ich glaube, es ist ganz klar –: Zahnärzte sind Ärzte, wir brauchen da ein einheitliches Qualitätsniveau. Das ist sehr wertvoll, das ist, glaube ich, zumutbar und auch ein Riesenschritt für die Sicherheit der Patienten.
Noch ein kleiner Punkt, den ich kurz ansprechen möchte: Die Anbindung der Wahlarztsoftware an die SV gilt jetzt auch für Zahnärzte, das heißt, auch das erspart wieder den Aufwand, diesen Zettel, die Rechnung gesondert an die SV zu schicken. Das kann künftig auch der Zahnarzt direkt – mit einer direkten Schnittstelle zur SV – machen, und auch das ist ein großer Vorteil für die einzelnen Patienten. Dafür bedanke ich mich recht herzlich. (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.)
16.59
Präsident Dr. Walter Rosenkranz: Zu Wort gemeldet hat sich die Frau Staatssekretärin. – Bitte schön.
Die angezeigte Rede ist noch nicht nach § 52 Abs. 2 GOG-NR autorisiert.