RN/160

17.20

Abgeordnete Mag. Elisabeth Scheucher-Pichler (ÖVP): Vielen Dank, Herr Präsident! Geschätzte Frau Staatssekretärin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich bin ganz Ihrer Meinung, Frau Kollegin Nussbaum: Gott sei Dank haben wir ein Gesundheitssystem, wo jeder jede Behandlung bekommt, wenn das medizinisch okay ist – egal, wie alt er ist. Österreich hat ein gutes Gesundheitssystem, und das gilt es zu sichern, aber natürlich auch weiterzuentwickeln. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Silvan [SPÖ].)

Menschen müssen sich auch künftig auf eine verlässliche medizinische Versorgung verlassen können. Es wurde ja schon gesagt, wir beschließen notwendige Anpassungen rund um die Fachärztinnen und Fachärzte für Allgemeinmedizin und Familienmedizin, wir verlängern eine Übergangsregelung, und im Bereich der Digitalisierung gibt es Anpassungen. Entscheidend ist, dass die medizinische Versorgung funktioniert und dass für Patienten keine Nachteile entstehen. Eine sichere und auch eine wohnortnahe Versorgung muss immer an erster Stelle sein.

Mit der vorliegenden Novelle, meine sehr geehrten Damen und Herren, nehmen wir jene Anpassungen im Ärztegesetz vor, die sich aus dem neuen Sonderfach Allgemeinmedizin und Familienmedizin ergeben; meine Vorrednerin ist auch schon kurz darauf eingegangen. Damit stellen wir sicher, dass sich an der bewährten hausärztlichen Versorgung auch unter den neuen rechtlichen Bedingungen nichts ändert. Das ist ganz wichtig: Hausärzte sind immer die ersten Ansprechpersonen, vor allem auch für chronisch kranke Menschen und für ältere Menschen. Das ist ganz, ganz wichtig. Ich habe ja vorhin schon über die Möglichkeiten der Telemedizin und der Digitalisierung gesprochen, aber das ersetzt den persönlichen Kontakt, der natürlich immer möglich sein muss, nicht.

Ein weiterer Schritt betrifft die ärztliche Ausbildung – es wurde auch bereits gesagt –: Mit der Verkürzung der Basisausbildung von neun auf sechs Monate bauen wir Doppelgleisigkeiten ab und schaffen einen effizienteren Ausbildungsweg, da es viele Überschneidungen gibt. Meine Kollegin Abgeordnete Bogner-Strauß hat hier schon eine Studie zitiert und ist darauf eingegangen. Ziel ist es, Wartezeiten auf Ausbildungsplätze zu verkürzen. Auch Kollege Schallmeiner hat das schon ausgeführt. Danke, dass die Grünen da auch mitstimmen. Ich glaube, dass das eine wichtige Maßnahme ist, um den Einstieg in die fachärztliche Ausbildung zu beschleunigen, und das ohne Abstriche in Bezug auf die Qualität.

Wir schaffen auch mehr Transparenz, indem wir das Führen einer Hausapotheke künftig in der Ärzteliste öffentlich ersichtlich machen. Das ist eine Kleinigkeit, aber vielleicht auch wichtig; wurde noch nicht erwähnt.

Wir verlängern auch – und das ist ein Punkt, über den wir länger diskutiert haben, der heute auch schon erwähnt wurde – die Möglichkeit, Gesundheitsdaten per Fax zu übermitteln, um ein Jahr. Die meisten Gesundheitsträger arbeiten ja digital, aber es gibt da eben noch Probleme, das wurde schon gesagt. Um die ordnungsgemäße Umsetzung sicherzustellen, ist es, glaube ich, gescheit, dass man diese Möglichkeit schafft.

Meine sehr geehrten Damen und Herren! Die medizinische Betreuung muss gesichert sein, muss gut sein. Das muss unser oberstes Ziel sein. Wir müssen uns darauf verlassen können, dass jeder bei uns die passende medizinische Behandlung bekommt. Das ist unsere Verantwortung, und das sichern wir mit den Gesetzesvorhaben, die wir heute hier beschließen. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Silvan [SPÖ].)

17.24

Präsident Peter Haubner: Zu Wort ist dazu niemand mehr gemeldet. Die Debatte ist geschlossen.

Ist seitens der Berichterstattung ein Schlusswort gewünscht? – Das ist nicht der Fall. 

Die angezeigte Rede ist noch nicht nach § 52 Abs. 2 GOG-NR autorisiert.