RN/190
18.41
Abgeordneter Ing. Josef Hechenberger (ÖVP): Geschätzter Herr Präsident! Geschätzte Frau Staatssekretärin! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuseherinnen und Zuseher hier und auch zu Hause! Ich darf einmal als Erstes im Namen meines Kollegen Christoph Stark die Klassen 4b und 4d des Seebacher-Gymnasiums aus Graz herzlich willkommen heißen! (Allgemeiner Beifall. – Der Redner stellt eine Packung Kakaomilch auf das Rednerinnen- und Rednerpult.)
Geschätzte Frau Staatssekretärin, ich denke, die Regierungsvorlage ist eine gute, ist eine Verbesserung, denn eines ist klar: Lebensmittelsicherheit geht uns alle an. Gesunde und regionale Ernährung führt einfach zu mehr Gesundheit. Deshalb, denke ich, ist es wichtig, dass wir die notwendigen Aktivitäten setzen. Den Begriff finde ich ein bisschen sperrig, aber letztendlich ist der Inhalt ein wichtiger, weil zum Beispiel künftig bei der Schlachttier- und Fleischuntersuchung auch weiteres Personal mitmachen kann.
Ich möchte aber eines ganz offen sagen, weil Kollegin Eisenhut das Thema Tierärztemangel angesprochen hat: Jawohl, es eint uns. Das Thema Tierärztemangel ist gerade im ländlichen Bereich ein großes Thema. Nicht umsonst haben wir bereits eine gemeinsame Petition eingereicht, um dieses Thema voranzutreiben. – Frau Kollegin Eisenhut, wir sind aber schon weiter gegangen, und ich lade Sie wirklich ganz herzlich ein: Kommen Sie vielleicht im Sommer einmal nach Tirol, dann zeige ich Ihnen wirklich sehr gerne, was wir dabei sind, umzusetzen, denn Anträge sind nett, aber wir setzen bereits um, dass wir dieses drohende Problem Tierärztemangel auch wirklich bekämpfen. Da sind wir aus meiner Sicht sehr, sehr gut gemeinsam mit der Veterinärmedizin in Wien unterwegs. Also die Einladung steht – herzlich gerne. (Beifall bei der ÖVP.)
Geschätzte Kolleginnen und Kollegen, Lebensmittelsicherheit beginnt nicht erst im Regal, sondern am Feld, im Stall. Deshalb, denke ich, braucht es einerseits die Tierärzte, andererseits engagierte, fleißige, gut ausgebildete Bäuerinnen und Bauern, und es braucht am Ende aber auch einen entsprechenden Rahmen (Abg. Wurm [FPÖ] – auf die Packung Kakaomilch weisend –: Das ist Tirol-Milch!), dass das auch möglich bleibt. (Abg. Wurm [FPÖ]: Ist das Tirol-Milch? – Abg. Lausch [FPÖ]: Mach einen Schluck!) – Geschätzter Kollege Wurm, ich komme gleich zu dir, ich werde das Geheimnis gleich lüften, warte ein bisschen. (Zwischenruf bei der FPÖ.)
Ich möchte jetzt ganz ehrlich noch kurz auf den Antrag eingehen, den wir gestern beschlossen haben. Ich halte es wirklich für wichtig, wenn wir über das Thema Lebensmittelsicherheit sprechen – dieser Beschluss von gestern –, dass nur jene Lebensmittel nach Europa kommen können, die die gleichen Standards in der Produktion erfüllen, wie die, die auch in Europa garantiert sind. Das ist ein wichtiger Punkt und eine wichtige Maßnahme für mehr Lebensmittelsicherheit. – Herzlichen Dank für die Unterstützung! Schade ist, dass es die Grünen nicht unterstützt haben, das verstehe ich nicht, das muss man zur Kenntnis nehmen. (Beifall bei der ÖVP.)
Jetzt darf ich ganz kurz etwas zu diesem Tirol-Milch-Kakao, der da vor mir steht, sagen (die Packung Kakaomilch in die Höhe haltend), und ich möchte auf dieses erfolgreiche Projekt AMA-Gütesiegel eingehen (Zwischenruf des Abg. Wurm [FPÖ]), das nicht nur in der breiten Bevölkerung eine hohe Akzeptanz genießt, sondern mehr oder weniger auch die Sicherheit garantiert, dass die Lebensmittel, die dieses Gütesiegel tragen, nicht nur eine bestimmte Qualität haben (Zwischenruf des Abg. Wurm [FPÖ]), sondern auch von der Herkunft letztendlich aus Österreich sind. (Abg. Stögmüller [Grüne]: Hafermilch!)
Geschätzte Damen und Herren, geschätzte Kolleginnen und Kollegen, lieber Kollege von den Grünen, es gibt keine Hafermilch, aber das wirst du nicht lernen, das macht nichts. (Zwischenruf der Abg. Tomaselli [Grüne].) Geschätzte Damen und Herren, Konsumentinnen und Konsumenten, ich sage euch eines: Greift beim Einkauf beim Griff ins Regal zu diesem Siegel: öffentlich geschätzt beziehungsweise überprüft, strenge Kontrollen für unsere Bäuerinnen und Bauern, garantierte Sicherheit für unsere Konsumentinnen und Konsumenten. Nur so steigern wir letztendlich die Lebensmittelsicherheit, und was für uns wichtig ist: Ernähren wir uns gesund, dann werden wir alt! – In diesem Sinne: Herzlichen Dank! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS.)
18.45
Präsident Peter Haubner: Als Nächste zu Wort gemeldet ist Frau Abgeordnete Ines Holzegger mit einer freiwilligen Redezeitbeschränkung von 3 Minuten. – Bitte, Frau Abgeordnete.
Die angezeigte Rede ist noch nicht nach § 52 Abs. 2 GOG-NR autorisiert.