17.14

Abgeordneter Christoph Zarits (ÖVP): Danke, Herr Präsident! Herr Vizekanzler! Frau Staatssekretärin für Sport! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Ich möchte mich als Sportsprecher der Volkspartei natürlich einem mir und auch meiner Fraktion wichtigen Thema widmen, nämlich dem Sportbudget 2027 und 2028. 

Ich möchte kurz einleiten: Wenn wir über den Sport sprechen, dann sprechen wir über 15 000 Vereine in ganz Österreich. Viele von Ihnen werden wahrscheinlich Mitglied eines Sportvereines sein, und wir wissen, dass vor allem im Sport natürlich auch das Ehrenamt eine wichtige Funktion hat. Es sind 560 000 Kinder in ganz Österreich, die sich in den Sportvereinen bewegen. Ich glaube, das ist wichtig, und ich darf da einen Ausspruch der Staatssekretärin verwenden: „Bewegte Kinder sind gesunde Kinder.“ Das ist natürlich auch unser Ziel, dass wir mehr Kinder in den Kindergärten und in den Schulen in Bewegung bekommen. 

Wir haben ein Gesamtbudget von 198,3 Millionen Euro zur Verfügung, 120 Millionen Euro in der besonderen Sportförderung und in der allgemeinen Sportförderung 78,3 Millionen Euro. Das Wichtigste ist, dass wir das einhalten, was wir vor zwei Jahren versprochen haben, und ich möchte mich dezidiert auch bei dir, liebe Frau Staatssekretärin, bedanken, dass es gelungen ist, die besondere Sportförderung, die auf 110 Millionen Euro gesenkt wurde, nach zwei Jahren jetzt wieder auf den regulären Betrag, so wie es auch immer vereinbart wurde, auf 120 Millionen Euro für 2027 und für 2028 anzuheben. 

Warum ist das so wichtig? – Das ist wichtig für die Dachverbände, für die Fachverbände, damit sie planen können und es Planungssicherheit gibt. Nochmals ein herzliches Dankeschön auch von meiner Seite, dass es uns da gemeinsam gelungen ist, in herausfordernden Zeiten etwas für den Sport zu erreichen! 

Das zweite Ziel in den nächsten zwei Jahren habe ich kurz angesprochen: die tägliche Bewegungseinheit. Wir wollen, dass mehr Kinder in Bewegung kommen. Wir haben es geschafft, beim Budget plus 25 Prozent zu erreichen, das bedeutet 5 Millionen Euro mehr für die Kindergärten und für die Volksschulen. Wenn man das jetzt in Bewegungseinheiten umrechnet, sind das 75 000 Bewegungseinheiten mehr für die Jahre 2027 und 2028. Es muss natürlich unser Ziel sein, das flächendeckend auf ganz Österreich auszudehnen. Das wird nicht von heute auf morgen gehen, das wird nur in Zusammenarbeit mit den Ländern und natürlich auch mit den Gemeinden gehen. Ich bin aber guter Dinge, dass wir es schaffen werden, einerseits die Sportinfrastruktur aufrechtzuerhalten, die wir natürlich brauchen, um Kinder in Bewegung zu bringen, und auf der anderen Seite auch die Bewegungscoaches auszubilden, damit wir eben in die Fläche kommen und damit wir die tägliche Bewegungseinheit auch flächendeckend ausrichten können. 

Nur ganz kurz: Für mich ist es wichtig, dass für viele Fragen, die offen sind, der Sport oft die Antwort ist. Wenn die Bruttowertschöpfung aus dem Sportbereich 24 Milliarden Euro beträgt – das ist ein Anteil am BIP von 6,8 Prozent – und 357 000 Menschen direkt oder indirekt im Sport beschäftigt sind, dann ist das schon auch für die österreichische Wirtschaft enorm wichtig. Das möchte ich hier auch dementsprechend hervorheben. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.) 

Wichtig ist für uns: Wir wollen den Sport in vollem Umfang erhalten, die Sportinfrastruktur absichern, wir wollen den Spitzensport fördern, wir wollen das Ehrenamt stärken, und wir wollen vor allem eines – man hat ja vorige Woche auch gesehen, dass das wichtig ist –: dass wir die Autonomie des Sports stärken und dass die Politik sich nicht in Angelegenheiten des Sports einmischt. Ich glaube, die Gerechtigkeit hat gesiegt. Dinge, wie wir sie vorige Woche bei der Weltmeisterschaft gesehen haben, sollen sich nicht wiederholen, darum ist es wichtig, das Ehrenamt zu stärken und die Autonomie des Sports zu stärken. Der Sport soll entscheiden, was im Sport zu tun ist. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Stich [SPÖ].)

17.18

Präsident Peter Haubner: Als Nächste zu Wort gemeldet ist Frau Abgeordnete Agnes Sirkka Prammer. – Ich stelle Ihre Redezeit auf 3 Minuten ein, Frau Abgeordnete.

Die angezeigte Rede ist noch nicht nach § 52 Abs. 2 GOG-NR autorisiert.