17.18

Abgeordnete Mag. Agnes Sirkka Prammer (Grüne): Vielen Dank, sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Frau Staatssekretärin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuseherinnen und Zuseher! Sport ist, glaube ich, eines der wichtigsten Elemente in unserer Gesellschaft. Sport verbindet, Sport schafft aber auch Identifikation, und das ist, glaube ich, gerade in Zeiten, in denen man Nationalteams anfeuert, eines der wichtigsten Elemente. Deshalb ist es auch wichtig, in den Sport Geld zu investieren. 

Das ist eigentlich der einzige Grund, warum der Staat überhaupt Geld in den Sport investiert: einerseits weil er die Menschen fit und gesund hält, andererseits weil er ein gesellschaftliches Integrationselement ist und natürlich auch weil er eine nationale Identifikation schafft. Deshalb ist es natürlich richtig, dort Geld zu investieren, aber es stellt sich auch die Frage: Wie mache ich es? Wofür gebe ich das Geld aus, wo stecke ich es rein? 

Jetzt ist – ich habe es schon öfter gesagt – natürlich auch mir das Projekt der täglichen Bewegungseinheit sehr wichtig. Sie ist eines der Elemente, mit denen die Bewegung bei den Kindern anfängt, und sie soll eigentlich auch dazu dienen, die Kinder zum Sport zu bringen. Das ist aber nicht eine Angelegenheit des Sports alleine, sondern das ist in erster Linie eine Angelegenheit der Schulen; in erster Linie der Bildung, in zweiter Linie der Gesundheit – denn es geht um die Gesundheit der Kinder –, und erst an dritter Stelle kommt der Sport, um Kinder dann in die Vereine zu bringen und Sportler und Sportlerinnen aus ihnen zu machen. An erster Stelle steht, wie der Name schon sagt, die Bewegung und nicht der eigentliche Sport, und deshalb ist es wichtig, dass nicht weiterhin das gesamte Geld für die tägliche Bewegungseinheit aus dem Sport kommt. 

Jetzt gibt es endlich einen kleinen Beitrag, mit dem sich die Bildung beteiligt, aber von der Gesundheit gibt es nach wie vor keinen Beitrag zur täglichen Bewegungseinheit. Das ist es, was ich kritisiere, und zwar dass weiterhin der Sport die Hauptlast trägt und die anderen Bereiche einfach nur profitieren, während aber in den anderen Bereichen des Sports die Mittel dafür fehlen. Das ist ein sehr großes Problem. 

Denken wir zum Beispiel – das ist mir ein besonderes Anliegen und deshalb bringe ich es noch kurz in meiner Redezeit unter – insbesondere an den Parasport: Wir haben jetzt gerade wieder bei den Paralympics gesehen, welch großartige Leistungen unsere Athletinnen und Athleten erbringen. Das sind aber, so ehrlich muss man sein, die älteren Athletinnen und Athleten, die dort die guten Leistungen erbracht haben; der Nachwuchs fehlt. Der Nachwuchs wird weiterhin fehlen und wir werden da ein großes Problem bekommen. Das ist okay, der Herr Sportminister wird in vier Jahren – oder in zwei Jahren, vielleicht geht es sich noch für die nächsten Paralympics aus – nicht mehr dort stehen (Heiterkeit bei Abgeordneten der SPÖ), im Winter sicher nicht mehr. Dann wird jemand anderer erklären müssen, warum wir keine weiteren Medaillen machen. Das ist wirklich ein Thema. 

Wir haben auch bei der täglichen Bewegungseinheit, in die so viel Geld gesteckt wird, weiterhin kein verpflichtendes Inklusionsmodul dabei. Gibt es nicht! Wir haben hier gemeinsam beschlossen, dass die Inklusion in die Sportlehrer- und Sportlehrerinnenausbildung integriert werden muss. Da gibt es noch keine konkreten Schritte und keine budgetäre Hinterlegung. Bitte machen wir da etwas! Ich weiß, Sport ist ein Bereich, in dem grundsätzlich alle an einem Strang ziehen, aber wir dürfen nicht in unterschiedliche Richtungen ziehen. – Danke. (Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Eder [ÖVP].)

17.21

Präsident Peter Haubner: Als Nächster zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Janos Juvan mit einer freiwilligen Redezeitbeschränkung von 5 Minuten. – Bitte, Herr Abgeordneter.

Die angezeigte Rede ist noch nicht nach § 52 Abs. 2 GOG-NR autorisiert.