22.24
Abgeordnete Melanie Erasim, MSc (SPÖ): Vielen Dank, Herr Präsident! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Werte Zuseherinnen und Zuseher! Ich darf heute bei der Debatte zu dieser Untergliederung mit zwei Hüten stehen, auf der einen Seite als Tourismussprecherin und auf der anderen Seite als Sprecherin unserer KMU-Betriebe.
Ich möchte aber mit dem wichtigen Tourismusbereich beginnen, denn dieser ist ein ausgezeichnetes Beispiel dafür, wie diese Bundesregierung es geschafft hat, in einer angespannten Budgetsituation dort zu investieren, wo Investitionen auch Nutzen bringen, nämlich in die Menschen. Erfolgreicher Tourismus lebt nicht allein von einer guten touristischen Infrastruktur, attraktiven Destinationen oder einem vielfältigen Freizeitangebot, er lebt vor allem von den Menschen, die all das Tag für Tag mit Leben und Herzblut erfüllen, nämlich einerseits den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und andererseits den vielen fleißigen, oft auch kleinsten Unternehmungen, die Österreich perfekt vermarkten.
Deshalb schaffen wir eben auch in budgetär sehr schwierigen Situationen Spielräume, um gleichzeitig sowohl die Wirtschaft als auch die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu stärken. Auch wenn die Budgetierung des Tourismusbeschäftigtenfonds in einer anderen Untergliederung liegt, nämlich bei der Untergliederung Arbeit und Soziales, möchte ich ihn trotzdem an dieser Stelle hervorkehren.
Als Tourismussprecherin setze ich mich schon seit vielen Jahren dafür ein, ein Vehikel zu schaffen, das uns Werkzeuge in die Hand gibt, um Aus- und Weiterbildung zu fördern, um Qualifizierungsmaßnahmen zu fördern und Maßnahmen zu setzen, die es auch ermöglichen oder zumindest die Chancen vergrößern, ganzjähriger Beschäftigung nachzugehen. Wir alle wissen, der größte Engpass im Tourismus ist heute nicht die Nachfrage, der größte Engpass sind qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Viele Tourismusbetriebe könnten mehr Gäste aufnehmen. Sie könnten ihr Angebot ausbauen. Viele würden gerne wachsen, aber sie finden nicht ausreichend Personal. Deshalb ist der Tourismusbeschäftigtenfonds weit mehr als eine arbeitsmarktpolitische Maßnahme, er ist eine wirtschaftspolitische Investition, denn jede Investition in bessere Arbeitsbedingungen ist auch eine Investition in die Wettbewerbsfähigkeit unseres Tourismusstandortes. (Beifall bei der SPÖ.)
Geschätzte Kolleginnen und Kollegen, als eben auch KMU-Sprecherin meiner Fraktion ist es mir auch besonders wichtig, dass unsere kleinen, Kleinst- und mittleren Unternehmen unter guten Rahmenbedingungen wirtschaften können. Sie brauchen Verlässlichkeit, sie brauchen Planungssicherheit, sie brauchen gut ausgebildete Fachkräfte, und sie brauchen einen Staat, der Investitionen auch in den Standort tätigt. Genau dafür schafft dieses Doppelbudget die Voraussetzungen. Der Tourismusbeschäftigtenfonds zeigt beispielhaft, worauf es dabei ankommt, denn wer in Menschen investiert, stärkt die Betriebe und die Mitarbeitenden gleichermaßen. – Danke schön. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
22.28
Präsident Dr. Walter Rosenkranz: Nächster Redner: Herr Abg. Steiner. 3 Minuten eingemeldete Redezeit, wobei ich darauf hinweise, dass diese 3 Minuten die Gesamtrestredezeit Ihrer Fraktion sind. – Bitte, Herr Abgeordneter.
Die angezeigte Rede ist noch nicht nach § 52 Abs. 2 GOG-NR autorisiert.