RN/162

10.55

Abgeordnete Daniela Gmeinbauer (ÖVP): Vielen Dank, sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Staatssekretärin! Frau Ministerin! Werte Zuseherinnen und Zuseher! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Bevor ich in mein Thema einsteige, darf ich noch für meinen Kollegen Josef Hechenberger die Schülerinnen und Schüler der HAK Wörgl sehr herzlich begrüßen. (Allgemeiner Beifall.)

Wenn wir heute über das Thema Frauen, Forschung und Wissenschaft sprechen, dann sprechen wir über zentrale Zukunftsbereiche unseres Landes. Ein starker Wirtschaftsstandort braucht gleiche Chancen, exzellente Bildung und Forschung sowie bestens ausgebildete Fachkräfte. Für uns als Volkspartei ist klar: Frauenpolitik ist auch Wirtschaftspolitik. Ich darf das mit ein paar Zahlen untermauern: Über 150 000 Unternehmerinnen prägen die heimische Wirtschaft. Rund 40 Prozent der Einzelunternehmen werden von Frauen geführt, und Österreich zählt mit einer Female-Start-up-Quote von rund 37 Prozent zur europäischen Spitze. Gleichzeitig erfolgen bereits mehr als 42 Prozent aller Unternehmensübernahmen durch Frauen. Sie schaffen Arbeitsplätze, treiben Innovationen voran und übernehmen Verantwortung. Deshalb braucht es Rahmenbedingungen, die Frauen den Weg in die Selbstständigkeit und in Führungspositionen erleichtern – nicht durch starre Vorgaben, sondern durch flexible Vereinbarkeit von Beruf und Familie, gezielte Förderung und echte Chancengleichheit. 

Ich begrüße es daher sehr, dass das Frauenbudget im Doppelbudget 2027/2028 auf rund 54 Millionen Euro ausgebaut wird. Diese Mittel sollen gezielt für Gewaltschutz, wirtschaftliche Unabhängigkeit und für mehr Frauen in Zukunftsbranchen eingesetzt werden. Förderung statt Bevormundung, das ist der richtige Weg. 

Ebenso wichtig ist die Wissenschaft: Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten müssen wir dort investieren, wo Forschung und Wirtschaft zusammenfinden. Ein besonderes Augenmerk gilt unseren Fachhochschulen. Mit mehr als 65 000 Studierenden bilden sie praxisnah genau jene Fachkräfte aus, die unsere Betriebe dringend brauchen. Ich freue mich daher sehr, dass sie bis 2028 zusätzliche Mittel in Höhe von rund 20 Millionen Euro erhalten. Das ist ein wichtiges Signal für Wettbewerbsfähigkeit und gegen Fachkräftemangel. 

Sehr geehrte Damen und Herren! Investitionen in Frauen, Wissenschaft und Forschung sind Investitionen in Wohlstand, Innovation und sichere Arbeitsplätze. Diesen Weg gilt es konsequent weiterzugehen. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)

10.58

Präsident Dr. Walter Rosenkranz: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Baumann. Die eingemeldete Redezeit: ebenfalls 3 Minuten.

Die angezeigte Rede ist noch nicht nach § 52 Abs. 2 GOG-NR autorisiert.