RN/179

12.05

Abgeordnete Silvia Kumpan-Takacs, MSc BA (SPÖ): Vielen Dank, Herr Präsident! Geschätzter Herr Minister! Frau Staatssekretärin! Wertes Hohes Haus! Liebe Zuseherinnen und Zuseher! Besonders begrüßen darf ich den Pensionistenverband Judenburg-Murau im Namen meines Kollegen Herrn Moitzi! (Allgemeiner Beifall.)

Ja, ein Blick auf das Doppelbudget im Bereich Bildung: Als Sozialdemokratie haben wir einen ganz umfassenden Bildungsbegriff, nämlich einen lebenslangen, beginnend bei den Kindern bis zum Erwachsenenalter, wir haben es heute schon gehört. Trotz des Budgetlochs von 23 Milliarden Euro übernehmen wir Verantwortung, sanieren, aber wir investieren auch, nämlich in die Bildung, denn Bildung ist die wichtigste Investition in die Zukunft. Dafür werden auch Konzerne und Bestverdienende einen größeren Beitrag leisten. 

Kinder haben ein Recht auf Bildung, dazu gehören Kindergartenplätze. Was machen wir? – Mit diesem Budget setzen wir das zweite beitragsfreie Kindergartenjahr durch, ein weiterer wichtiger Meilenstein. Weil Kinder nur bewegt wirklich gut lernen, bauen wir die tägliche Bewegungseinheit aus. Als Pädagogin kann ich auch sagen: Ich habe dieses Angebot selbst auch immer mit meinen Kindergartenkindern angenommen und gesehen, wie ihre Augen leuchten und sie über sich hinauswachsen. Deswegen sind diese Budgetmittel des Bundes so wertvoll. 

Kollege Brückl, ich kann Sie auch beruhigen: Durch motorische Kompetenzen, die wir den Kindern damit ermöglichen, wird auch Stifthaltung, Schneiden, der Umgang mit der Schere gefördert, und so wird Kindern das Lernen ermöglicht. (Zwischenruf der Abg. Kolm [FPÖ].) Einen großen Beitrag leistet da auch das Gesundheitsministerium mit den frühen Hilfen und auch der Kampagne Bildschirmfrei von null bis drei, denn Kinder lernen und entwickeln sich vor allem bewegt gut. 

Wie dringend wir diese Bundesmaßnahmen aber auch brauchen, zeigt der Blick in jene Bundesländer, in denen die FPÖ regiert und in Verantwortung ist, dort sieht es nämlich sehr oft traurig aus: Dort wird bei den Kindern und Familien gekürzt, Frauen werden zurückgedrängt, und die FPÖ malt – und es tut mir wirklich sehr leid – eine schwarze Zukunft, streut Fake News und spaltet. Sie spaltet vor allem auch bei unseren Kindern, und das finde ich wirklich letztklassig. (Beifall bei der SPÖ, bei Abgeordneten der ÖVP sowie der Abg. von Künsberg Sarre [NEOS].)

Das nimmt unseren Kindern einfach eine Zuversicht, und eine Gesellschaft ohne Zuversicht ist eine verlorene Gesellschaft. Dieses chronische Schlechtreden der FPÖ bringt uns keinen Millimeter weiter, ebenso wenig ihre schlechten Reden hier. Diese Angst, die sie macht, schadet unserer Gesellschaft, aber wir kennen ja den Zugang. (Abg. Deimek [FPÖ]: Das ist halt das Problem, wenn man außer Sozialwissenschaften ...!) Wir stehen eben nicht für Erziehen mit Angst, wir stehen für Erziehung und Bildung durch Beziehung – und nicht, so wie Sie es hier heute auch schon gesagt haben, mit Angst und Härte. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Deimek [FPÖ]: Gesundbeten ist halt auch keine Lösung!)

Für mich gilt da: Gewaltfreie Erziehung ist das oberste Prinzip. Richtig gute Entwicklungen zeigen sich in Kärnten, im Burgenland und in Wien. Wo die SPÖ regiert, gibt es den gratis Kindergarten schon lange, und das ist eine echte Entlastung für alle Kinder. (Abg. Deimek [FPÖ]: Da ist alles lässig, auch wenn’s Übergriffe gibt!) Das ist dort wirklich besser. Ich bedanke mich aber heute auch bei allen Pädagog:innen, die vor allem während der Sommermonate – auch in den hitzigen Zeiten – für unsere Jüngsten da sind (Abg. Deimek [FPÖ]: Ich würde meine Enkel nicht in den Kindergarten geben!), und bedanke mich bei allen Berufsgruppen in der elementaren Bildung. 

Wir als SPÖ betrachten Politik konsequent aus der Perspektive des Kindes und der Beschäftigten. Ganz Österreich schaut aktuell gerade begeistert – auch viele Kinder schauen derzeit gebannt – die Fußballweltmeisterschaft, und wer ins Finale will – das wissen wir –, braucht die beste Nachwuchsarbeit. Elementarpädagogik ist die beste Nachwuchsakademie einer Gesellschaft. Wir dürfen unseren Jüngsten da keine Steine auf den Platz legen – wir müssen sie ins Spiel bringen und ihnen den Rücken stärken. (Abg. Deimek [FPÖ]: ... Spielerinnen ... Bundespartei!) 

Die Ergebnisse der Reformpartnerschaft sind für mich ein erster wichtiger Schritt. Wir müssen bei den Gruppengrößen, der Ausbildung der Assistenzkräfte, auch der Inklusion – bei all diesen Rahmenbedingungen – am Ball bleiben. Dieses Budget, diese Investition in die Kinderbildung ist ein Anpfiff und wir werden weiter dafür sorgen, die elementare Bildung zu stärken, damit wir das Spiel für die Kinder gewinnen – nicht durch Spaltung, sondern durch Ordnung. – Vielen Dank. (Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie bei Abgeordneten der NEOS.)

12.10

Präsident Peter Haubner: Als Nächste zu Wort gemeldet ist Frau Abgeordnete Maria Neumann. – Ich stelle Ihre Redezeit auf 3 Minuten ein, Frau Abgeordnete.

Die angezeigte Rede ist noch nicht nach § 52 Abs. 2 GOG-NR autorisiert.