RN/206
14.10
Abgeordnete Martina Diesner-Wais (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Frau Staatssekretärin! Meine Damen und Herren hier im Plenum! Ein bäuerlicher Grundsatz heißt: Wer sät, soll auch ernten. – Unsere Bäuerinnen und Bauern leisten tagtäglich sehr viel und daher sollen sie auch ernten. Sie sollen Anerkennung, faire Bedingungen und Verlässlichkeit sowie ein Einkommen, von dem sie natürlich leben und auch investieren können, ernten, denn bei unseren Betrieben fehlt es nicht an Fleiß, sondern unsere Betriebe geraten eben durch hohe Kosten – Düngemittel, Treibstoff, Energie – und durch wachsende Auflagen unter Druck, und oft fehlt die Planungssicherheit. Ein Hof wird nämlich nicht nur für ein Jahr geführt, sondern ein Hof wird auf Generationen aufgebaut und auch weitergegeben. Daher muss das Budget auch dahin gehend unterstützen.
Ja, wir wissen es alle: Die budgetäre Lage ist nicht besonders rosig, und sie macht auch vor der Landwirtschaft nicht halt. Entscheidend ist aber, dass die zentralen Grundlagen unserer Landwirtschaft abgesichert werden. Da möchte ich drei Punkte erwähnen: Erstens die GAP-Mittel – sie sind gesichert. Es ist uns ganz, ganz wichtig, dass die Kofinanzierung für die Gemeinsame Agrarpolitik auch weiter gesichert ist, denn das sind die Gelder, die direkt bei den Bauern ankommen, ob jetzt in Form der Umweltzahlungen, für Bio-, Bergbauern oder Investitionen, die sie tätigen.
Zweitens die Agrardieselrückvergütung: 100 Millionen werden bereitgestellt, und die Auszahlung erfolgt auch schon im Dezember 2026. (Abg. Fürtbauer [FPÖ]: Auf wie viele Jahre?) Das sind keine symbolischen Maßnahmen, sondern das sind dämpfende Maßnahmen für wirklich hohe Kosten bei Energie und Treibstoff.
Drittens, der Waldfonds wird fortgeführt. Ich weiß es aus persönlicher Erfahrung: Unsere Wälder sind sehr stark unter Druck gekommen – eben durch den Borkenkäfer, durch Trockenheit, durch Stürme, Waldbrandgefahr. Daher ist es wichtig – Herr Minister, herzlichen Dank dafür –, dass es nun das Resilienzpaket gibt, dank dem der Waldfonds eben mit 54 Millionen Euro weitergeführt werden kann, denn es braucht Pflegemaßnahmen, damit wir klimafitte Wälder erzielen können, Waldbrandprävention, und die Biodiversität muss ausgebaut werden.
Die Menschen in Österreich wissen, was unsere Landwirtschaft für die Menschen im täglichen Leben macht: gesunde Nahrungsmittel, eine schöne Landschaft und natürlich lebendige Räume. Diese Wertschätzung darf nicht nur aus leeren Worten bestehen, sondern diese Wertschätzung können Sie durch Ihren täglichen Einkauf zeigen, oder wir in der Politik können sie durch unsere Entscheidungen zeigen. – In diesem Sinn: herzlichen Dank allen, die sich dafür entscheiden! (Beifall bei der ÖVP.)
14.13
Präsidentin Doris Bures: Nächste Rednerin: Frau Abgeordnete Petra Tanzler.
Die angezeigte Rede ist noch nicht nach § 52 Abs. 2 GOG-NR autorisiert.