RN/213

14.38

Abgeordnete Bettina Zopf (ÖVP): Danke, Frau Präsidentin! Geschätzter Herr Minister! Frau Staatssekretärin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuseherinnen und Zuseher auf der Galerie und zu Hause vor den Fernsehbildschirmen! Jeder Cent, den wir in die Landwirtschaft investieren, kommt indirekt allen zugute.

Ich komme aus einer Zeit, in der es noch keine Förderung gegeben hat. Da haben wir noch umsonst gearbeitet. Da habe ich für die Landwirtschaft keine - - (Abg. Wurm [FPÖ]: So alt bist du jetzt aber auch nicht!) – Gratis. Ich bin gratis in die Schule gegangen und du umsonst. (Beifall und lebhafte Heiterkeit bei der ÖVP sowie Heiterkeit bei der FPÖ.) – Ich entschuldige mich, es war ein kleiner Seitenhieb. (Abg. Fürtbauer [FPÖ]: Na lass, der war gut!)

Unsere Landwirtschaft ist ein Fundament, auf dem vieles in unserem Land aufbaut. Früher brauchte ein Bauernhof viele Hände. Man ist am Hof aufgewachsen und hat einen direkten Bezug zur Landwirtschaft gehabt. Alle Familienmitglieder und auch die Verwandtschaft haben mit angepackt oder haben zumindest gewusst, wie viel Arbeit hinter 1 Liter Milch, einem Laib Brot oder einem Stück Fleisch steckt.

Durch den Fortschritt, die Technik und die Optimierung der Arbeitsabläufe sind die Mitarbeiterzahlen in der Landwirtschaft eklatant gesunken. Heute ist der Bezug zur Landwirtschaft oft nicht mehr vorhanden. Umso wichtiger ist, dass man ganz klar sagt: Die Arbeit in unseren landwirtschaftlichen Betrieben hat einen unschätzbaren Wert.

Das muss uns auch im Budget etwas wert sein. Zwei Beispiele aus dem Budget: Der Waldfonds bleibt mit einem Gesamtvolumen von 54 Millionen Euro erhalten. Das ist eine Investition in Aufforstung, für gesunde und klimafitte Wälder der Zukunft. Jeder, der schon einmal einen Baum gepflanzt hat, weiß: Einen Baum pflanzt man nicht für sich, sondern für die nächsten Generationen. Diese Förderung ist nicht für den Bauern direkt, sondern wir investieren ins Klima und in die Zukunft, und die Bäuerinnen und Bauern machen auch noch die Arbeit umsonst – gratis.

Auch die Sanierungsoffensive bleibt mit einem jährlichen Rahmen von 360 Millionen Euro erhalten. Davon stehen jährlich 179 Millionen Euro für den Heizkesseltausch zur Verfügung. Gerade im ländlichen Raum ist das wichtig – für Haushalte, aber auch für landwirtschaftliche Betriebe und kleine Unternehmen, denn dort geht es nicht nur um einen Wohnraum, sondern auch um Wirtschaftsgebäude, Werkstätten und Nebengebäude. Ein Heizungstausch ist dort keine Kleinigkeit: Das ist eine große Investition, und diese gehört unterstützt. (Beifall der Abg. Baumgartner [ÖVP].)

Unsere land- und forstwirtschaftlichen Betriebe zeigen jeden Tag, was nachhaltiges Wirtschaften im Einklang mit der Natur bedeutet: Man lebt nicht über die eigenen Verhältnisse, weil man an die nächsten Generationen keinen Schuldenberg übergeben will, sondern einen Betrieb, auf dem weiter aufgebaut werden kann. (Abg. Belakowitsch [FPÖ]: ... Schmerzen haben ...!) Das gilt auch für unser Land und dieses Budget. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der NEOS. – Abg. Belakowitsch [FPÖ]: Wie haben Sie das in der letzten GP ... gemacht?)

14.41

Präsidentin Doris Bures: Nun ist Frau Abgeordnete Irene Neumann-Hartberger zu Wort gemeldet.

Die angezeigte Rede ist noch nicht nach § 52 Abs. 2 GOG-NR autorisiert.