RN/239

16.42

Abgeordnete Mag. Dr. Juliane Bogner-Strauß (ÖVP): Danke, Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Ministerin! Sehr geehrte Frau Staatssekretärin! Herr Minister! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuseherinnen und Zuseher! Zuerst möchte ich einmal Danke sagen für alles, was in den Reformbemühungen betreffend Gesundheit in den letzten Wochen und Monaten zwischen den Reformpartnern gelungen ist. Es war eine schwierige Aufgabe, eine herausfordernde Aufgabe, aber ich denke – natürlich ist noch viel auf den Boden zu bringen –, dass wirklich viel im Sinne der Patientinnen und der Patienten und einer verbesserten Versorgung in Österreich gelungen ist, und diesbezüglich einmal ein großes Danke vorab. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)

Ich möchte ausschließlich auf die UG 24 eingehen; zuerst möchte ich etwas über Prävention und Vorsorge sagen: Es wurde schon erwähnt: Bei der Prävention haben wir in Österreich tatsächlich sehr, sehr, sehr viel Luft nach oben, aber die UG 24 zeigt, dass wir da in Zukunft mehr tun möchten. Aber ich möchte in dem Fall auch die Österreicherinnen – weil ich vor allem über Frauengesundheit sprechen möchte – dazu auffordern, da bitte mitzumachen. Das ist ganz, ganz wichtig für Ihre Gesundheit! 

Ich spreche zum Beispiel vom Brustkrebsscreening. Wir haben da derzeit eine Beteiligung von nur 40 Prozent. Dabei – stellen Sie sich das vor! – erkranken in Österreich 6 000 Frauen jährlich an Brustkrebs. 6 000 Frauen mit dieser fürchterlichen Diagnose, mit fürchterlichen Leiden, mit Schmerzen; die ganze Familie leidet mit. Jede achte bis zehnte Frau in Österreich erkrankt an Brustkrebs. Also Sie sitzen mit Freundinnen zusammen, und Sie wissen, jede achte bis zehnte wird an Brustkrebs erkranken – und wir haben so ein tolles Vorsorgeprogramm! Bitte öffnen Sie diesen Brief, wenn Sie ihn bekommen, rufen Sie an – es werden Ihnen ganz viele verschiedene Orte inklusive Telefonnummer vorgeschlagen – und bitte gehen Sie hin! Tun Sie das für sich! (Beifall bei ÖVP, SPÖ und Grünen.)

Augenmerk möchte ich heute darüber hinaus auf das Kinderimpfprogramm legen. Wir haben ein großartiges Kinderimpfprogramm, und wir wissen, dass wir ganz viele Erkrankungen weltweit durch Impfungen ausgerottet haben. Es wurden ganz, ganz schwere Infektionserkrankungen, die ein Leben lang nachhaltig nachwirken können, durch Impfungen ausgerottet. Wir können Erkrankungen vermeiden, verhindern – und was ist in Österreich passiert? – Wir haben jetzt wieder – nur noch!, möchte ich dazusagen – eine Durchimpfungsrate von 84 Prozent bei Masern, Mumps und Röteln. Das heißt, Österreich ist nicht mehr masernfrei. 

Das ist eine Gratisimpfung; bitte nehmen Sie diese wahr! Gehen Sie mit Ihren Kindern dort hin! Das ist keine Kinderkrankheit: Masern sind eine ganz, ganz schwere Infektionskrankheit mit einer Erkrankung, die ein Leben lang nachwirken kann. Es gibt sogar immer wieder Todesfälle unter Kindern. Betreffend Röteln: Wenn Sie schwanger werden und Sie haben keine Rötelimpfung, kann das in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft zu schwersten Komplikationen für das Ungeborene führen – und wir haben diese Impfung. Bitte nutzen Sie sie! 

Eine letzte Impfung, die ich vor allem für Burschen und Mädchen gleichermaßen empfehlen möchte, ist die HPV-Impfung. Das ist die erste Impfung weltweit, die vor Krebs schützt. Wir haben jetzt eine Durchimpfungsrate von 50 Prozent; unser Ziel sind 70 Prozent. Also bitte gehen Sie mit Ihren Kindern, mit den Jugendlichen zum Impfen! Die Impfung ist gratis. 

Machen wir mehr Vorsorge! Tun wir es gemeinsam für unsere Gesundheit! – Danke schön. (Beifall bei ÖVP, SPÖ, NEOS und Grünen.)

16.47

Präsident Dr. Walter Rosenkranz: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Kaniak. Eingemeldete Redezeit: 5 Minuten. – Bitte sehr.

Die angezeigte Rede ist noch nicht nach § 52 Abs. 2 GOG-NR autorisiert.