RN/304

10.39

Abgeordnete Elisabeth Feichtinger, BEd BEd (SPÖ): Danke, Herr Präsident! Frau Ministerin! Frau Staatssekretärin! Herr Minister! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Geschätzte Zuhörerinnen und Zuhörer! An die FPÖ zuerst: Wenn ich von Kindern und Familie spreche, dann spreche ich von allen Kindern und allen Familien in Österreich (Beifall bei der SPÖ, bei Abgeordneten der Grünen sowie der Abg. Aldali [NEOS]), denn das ist das, was wirklich zählt – nicht die Differenzierung, sondern das Miteinander. Wir brauchen für alle, die in Österreich sind, dieselben Chancen und dieselben Möglichkeiten. Das wünsche ich mir auch für die nächste Zeit viel, viel mehr von Ihrer Seite. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Belakowitsch [FPÖ]: Haben sie ja! Haben sie ja eh, bitte! – Zwischenruf des Abg. Zanger [FPÖ].)

Wenn wir heute über das Familienbudget reden, dann sprechen wir nicht von Zahlen, sondern wir sprechen von Kindern, die sich jeden Tag auf den Weg in die Schule und in den Kindergarten machen. Wir sprechen über Eltern, die früh aufstehen, alles organisieren und auch arbeiten gehen, nebenher trösten und oft bis in die Nacht alles für den nächsten Tag vorbereiten, damit die Kinder wieder alles beieinander haben. Wir sprechen natürlich auch über die Großeltern, die dann einspringen, wenn es dringend notwendig ist und wenn man nicht mehr weiß, wie man das alles unter einen Hut bringt. – Dafür ein herzliches Dankeschön an alle Familien. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)

Familien sind das Herz unseres Landes, denn dort wird die Zukunft gestaltet, dort werden Kinder großgezogen, dort gibt es die Hausaufgaben, die gemacht werden, dort werden die Sorgen geteilt, dort wird getröstet. Familien sind der erste Ort des Zusammenhalts.

Ja, wir müssen sparen, niemand verschließt die Augen davor, Sparen bedeutet aber nicht, das Fundament eines Hauses einzureißen, sondern es heißt lediglich, das Dach zu reparieren, damit die Kinder und Enkelkinder und die nächsten Generationen auch wieder gut darunter leben können. Dieses Budget steht für genau diesen Gedanken. Es verbindet Verantwortung mit Verlässlichkeit. Wenn Österreich ein finanziell starker Staat ist, dann können wir auch sicherstellen, dass wir die Familien nicht im Stich lassen und sie – ganz, ganz klar – unterstützen.

Wir investieren in Kinderbetreuung, weil jedes Kind – liebe FPÖ, jedes Kind! – Chancen hat, alle Potenziale herauszuholen. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.) Wir investieren in Bildung, weil Wissen der Schlüssel ist, der Türen öffnet. Wir investieren in Familien, und zwar in alle Familien, weil jede Unterstützung heute Investition für uns ist, für das Österreich von morgen. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten zeigt sich vor allem auch, wie stark das Land wirklich ist. Stärke bedeutet nicht, Probleme zu verdrängen, Stärke bedeutet, Prioritäten zu setzen. – Unsere Priorität sind die Menschen. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)

Solide Staatsfinanzen und eine starke Familienpolitik schließen einander nicht aus. Im Gegenteil: Nur ein finanziell stabiles Österreich kann auch die Familien in den nächsten Jahren gut stärken. Wir bauen heute nicht nur ein Budget für zwei Jahre, wir legen einen Grundstein für die Zukunft, denn jeder Euro, den wir verantwortungsvoll für Familien einsetzen, wächst zu etwas viel, viel Größerem heran: zu Chancen für die Kinder, zu Sicherheit für die Eltern und natürlich auch zu Hoffnung für die nächsten Generationen.

Eines ist nämlich klar: Die wichtigste Investition unseres Landes liegt nicht auf den Bankkonten und nicht in den Depots. Sie sitzen morgens am Frühstückstisch, sie machen sich morgens auf den Weg in die Schule und in den Kindergarten, und sie malen Bilder von ihrer Zukunft – genau für diese Kinder tragen wir alle hier die Verantwortung. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)

10.42

Präsident Dr. Walter Rosenkranz: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Steiner. Eingemeldete Redezeit: 4 Minuten.

Die angezeigte Rede ist noch nicht nach § 52 Abs. 2 GOG-NR autorisiert.