RN/317
11.41
Abgeordnete Mag.a Dr.in Petra Oberrauner (SPÖ): Vielen Dank, Herr Präsident! Geschätzter Herr Minister! Frau Staatssekretärin! Hohes Haus! Geschätzte Damen und Herren! Gute Forschungspolitik setzt Schwerpunkte, und genau das haben wir in diesem Budget gemacht.
Mit diesem Forschungsbudget wird erstmals sichtbar, was die neue Industriestrategie der Bundesregierung bedeutet. Wir fördern nicht mehr nach dem Gießkannenprinzip, wir investieren gezielt in Schlüsseltechnologien, in Stärkefelder, in denen Österreich schon heute international erfolgreich ist. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)
Warum machen wir das? – Damit Österreich auch künftig ganz vorne mitspielt. Deshalb werden das Austrian Institute of Technology, die Silicon Austria Labs und die Weltraumforschung gezielt gestärkt. Das Austrian Institute of Technology steht für Forschung auf höchstem Niveau. Ein Beispiel dafür: Von der Europäischen Kommission wurde unsere AIT-Expertin, Dr.in Krisztina Rozgonyi gerufen, um im Expertenbeirat für künstliche Intelligenz Mitglied zu sein. Das zeigt den hervorragenden Ruf des AIT und seiner Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Europa.
Auch die Silicon Austria Labs werden weiter ausgebaut. Sie sind Österreichs Spitzenzentrum für Mikroelektronik, Halbleitertechnologie und Quantenforschung. Mit der Leitung des europäischen Projekts Champ-Ion übernehmen sie eine Schlüsselrolle beim Aufbau der industriellen Fertigung von Quantentechnologien.
Besonders freut mich, dass mit der Geschäftsführerin der Silicon Austria Labs, Dr.in Christina Hirschl, und der Vorstandsvorsitzenden von Infineon Austria, Dipl.-Ing.in Dr.in Sabine Herlitschka, zwei renommierte Frauen bei diesem europäischen Leuchtturmprojekt, das sich in Kärnten angesiedelt hat, eine zentrale Rolle spielen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Wichtig war und ist die starke Erhöhung der österreichischen Beiträge zur Europäischen Weltraumorganisation ESA. Rund 95 Prozent der Beiträge fließen als Aufträge an heimische Unternehmen und Forschungseinrichtungen zurück. Die dabei entwickelten Technologien finden häufig weltweit Zugang zum Markt, werden umgesetzt und schaffen damit zusätzliche Wertschöpfung und neue Innovationen und hochwertige Arbeitsplätze. Jeder Euro aus einem ESA-Auftrag kann so einen sieben- bis zehnfachen wirtschaftlichen Nutzen bringen.
Dieses Budget setzt klare Prioritäten. Es stärkt Zukunftstechnologien, fördert Spitzenforschung mit wirtschaftlicher Wirkung und sichert so den Innovationsstandort Österreich. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
11.44
Präsident Peter Haubner: Als Nächster ist Herr Abgeordneter Thomas Elian zu Wort gemeldet, ebenfalls mit einer Redezeit von 3 Minuten. – Bitte, Herr Abgeordneter.
Die angezeigte Rede ist noch nicht nach § 52 Abs. 2 GOG-NR autorisiert.