RN/323

12.05

Abgeordneter Mag. (FH) Peter Manfred Harrer (SPÖ): Vielen Dank, Herr Präsident! Herr Bundesminister! Frau Staatssekretärin! Geschätzte Zuschauerinnen und Zuschauer! Hohes Haus! Digitalisierung, künstliche Intelligenz, neue Produktionstechnologien und die grüne Transformation verändern unsere Wirtschaft in einem sehr hohen Tempo. Die entscheidende Frage ist also: Gestalten wir diese Entwicklungen aktiv mit oder lassen wir uns von ihnen treiben?

Mit den Mitteln der UG 34 setzen wir trotz eines budgetär schwierigen Umfelds einen klaren Schwerpunkt auf jene Zukunftsbereiche, die über die Wettbewerbsfähigkeit unseres Landes in den kommenden Jahrzehnten entscheiden werden. Besonders wichtig ist dabei die Schlüsseltechnologieoffensive. Diese Bundesregierung investiert gezielt in künstliche Intelligenz, Dateninnovation, Mikroelektronik, Robotik, Quantentechnologie, moderne Werkstoffe sowie Luft- und Raumfahrttechnologie. Das sind genau jene Bereiche, in denen die Wertschöpfung von morgen entsteht.

Als Digitalisierungssprecher der SPÖ möchte ich besonders hervorheben: Digitalisierung ist kein Selbstzweck und muss natürlich den Menschen dienen. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Deckenbacher [ÖVP].) Sie muss dazu beitragen, Arbeitsplätze zu sichern, Unternehmen wettbewerbsfähiger zu machen und den Alltag der Menschen einfacher zu gestalten. 

Deshalb ist es richtig, dass wir nicht nur große Forschungsprojekte fördern, sondern auch kleine und mittlere Unternehmen sowie innovative Start-ups unterstützen. Gerade sie sind oft die Ideenschmieden von morgen und bringen Innovationen rasch in die Praxis und damit in den Markt.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Forschungsergebnisse müssen ihren Weg aus dem Labor in die Betriebe und in die Praxis finden. Nur dann entstehen neue Produkte, neue Dienstleistungen, neue Arbeitsplätze und Wertschöpfung. 

Besonders erfreulich und interessant ist für mich das Wirkungsziel 3, mehr Menschen für Forschung und Technologie zu begeistern. Österreich braucht mehr Fachkräfte im digitalen Bereich. Wir brauchen mehr junge Menschen, die sich für Technik interessieren, und vor allem mehr Frauen in Forschung, Digitalisierung und Innovation (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und NEOS), denn die digitale Zukunft kann nur dann erfolgreich sein, wenn alle Talente unseres Landes die gleichen Chancen erhalten. Vielfalt ist somit ein entscheidender Innovationsfaktor für Österreich. 

Meine Damen und Herren, wir werden unseren Wohlstand nicht dadurch sichern, dass wir den technologischen Wandel fürchten. Wir sichern ihn, indem wir ihn mitgestalten. Deshalb investieren wir in Forschung statt in Stillstand, in Digitalisierung statt in Rückschritt, und deshalb investieren wir in die Menschen, die mit ihren Ideen die Zukunft unseres Landes mitgestalten. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Deckenbacher [ÖVP].)

12.08

Präsident Peter Haubner: Als Nächster zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Christoph Stark. Freiwillige Redezeitbeschränkung: 3 Minuten. – Bitte, Herr Abgeordneter.

Die angezeigte Rede ist noch nicht nach § 52 Abs. 2 GOG-NR autorisiert.