RN/326

12.17

Abgeordneter Mag. Antonio Della Rossa (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Minister – beide Minister natürlich! Frau Staatssekretärin! Sehr geehrte Zusehende und Zuhörende! Werte Kolleginnen und Kollegen! Der Weltraum (Abg. Hafenecker [FPÖ]: Na, was jetzt?) – unendliche Weiten, wir schreiben das Jahr 2026: Nein, ich bin nicht Captain Kirk oder Jean-Luc Picard und es geht heute nicht um Science-Fiction, denn wir sind in dieser Zukunft bis zu einem gewissen Grad bereits angekommen: Aus mancher Fiktion ist bereits Realität geworden. 

Der erdnahe Weltraum ist bis zu einem gewissen Grad erschlossen und prägt unser Leben viel, viel stärker, als uns das eigentlich bewusst ist: Navigationssysteme, Wetteranalysen, Landwirtschaft, Klimaforschung, Kommunikation, Katastrophenschutz. Satelliten sind aus unserer modernen Infrastruktur nicht mehr wegzudenken. 

Wenn Österreich – jetzt werde ich in WM-Zeiten auch noch einen Fußballvergleich bedienen – vorne mitspielen will, dann müssen wir jetzt investieren, damit wir nicht nur Zuschauer bleiben – sehr geehrter Herr Minister, Sie sind ja auch Weltraumminister –, und in der UG 34 tun Sie das glücklicherweise auch. Wir investieren zukunftsorientiert in Forschung, Innovation, Technologie und erhöhen auch in budgetär schwierigen Zeiten die Mittel im Bereich Weltraum. Das ist auch gut so, denn es geht da nicht um Prestige, es geht eigentlich um technologische Kompetenz, um Exzellenz, schlussendlich auch um Wertschöpfung und um Handlungsfähigkeit. Österreich zeigt da eigentlich schon, was möglich ist. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Hörl [ÖVP].)

Gerade kürzlich ist ein österreichischer Satellit, der erste kommerzielle Satellit, im All angekommen. An Bord sind Experimente aus vier europäischen Organisationen, die zum ersten Mal im All vertreten sind. Das zeigt, österreichische Raumfahrt ist keine abstrakte Zukunftsmusik, sie findet statt. Auch andere Unternehmen – wie die TT Technology – waren heuer schon am Mond, sie haben Kommunikationstechnologie auf der Artemis-Mission mitgeschickt. Das heißt, Österreich war heuer auch schon am Mond, und das zeigt, wir sind wirklich vorne mit dabei. 

Der Weltraum ist eine große Zukunftsbranche, die heute nicht mehr wegzudenken ist. Sie wird in den kommenden Jahren eine noch viel, viel größere Rolle spielen, denn wer über Weltraumtechnologie spricht, spricht ja auch über Sensorik, über Materialforschung, künstliche Intelligenz, Kommunikation, Erdbeobachtung. Technologien, die für den Weltraum entwickelt werden, wirken aber dann auch zurück auf die Erde, auf die Industrie, auf die Klimaforschung, auf die Mobilität und schlussendlich auf die Energieversorgung und auch auf die -wende.

Genau darin liegt die Chance für Österreich. Ich kürze es ab: gut, dass wir investieren. Bleiben wir nicht Zuschauer, spielen wir ganz vorne mit! – Danke. (Beifall bei der SPÖ, bei Abgeordneten der ÖVP sowie des Abg. Juvan [NEOS].)

12.20

Präsident Peter Haubner: Als Nächster zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Roland Baumann, ebenfalls mit 3 Minuten freiwilliger Redezeitbeschränkung.

Die angezeigte Rede ist noch nicht nach § 52 Abs. 2 GOG-NR autorisiert.