RN/64

14.06

Abgeordnete Margreth Falkner (ÖVP): Vielen Dank, Frau Präsidentin! Geschätzte Regierungsmitglieder! Sehr geehrte Damen und Herren hier und zu Hause vor den Bildschirmen! Freiheit, Leistung und Wertschätzung – diese drei Begriffe stehen für die Aktivpension, die wir heute beschließen (Abg. Belakowitsch [FPÖ]: Was ist Ihre Wertschätzung für die Leute, die 45 Jahre haben?): Freiheit, weil ich selber entscheiden kann, ob ich länger arbeite; Leistung, weil es sich lohnen wird, künftig länger zu arbeiten (Abg. Belakowitsch [FPÖ]: Wieso meinen Sie das? Sind 45 Beitragsjahre weniger Leistung ...?); und Wertschätzung, weil wir Wissen, Erfahrung und Einsatz anerkennen!

Seit Langem gefordert – mit 1.1.2027 tritt sie Kraft. Und ich möchte eines ganz klar sagen: Wir nehmen niemandem etwas weg! Wer jahrzehntelang in diesem Land gearbeitet hat und jetzt den wohlverdienten Ruhestand genießen will, der hat sich das redlich verdient, und diesen Menschen sei das von Herzen vergönnt. (Abg. Wurm [FPÖ]: Der Mattle hat was anderes gesagt! Der Mattle wollte bis 70 arbeiten lassen, dein Landeshauptmann! Dein Landeshauptmann wollt’: Bis 70 arbeiten! Bis 70 wollt er, der Mattle! ) Wir müssen aber auch jene sehen, die weiterarbeiten wollen, geschätzter Kollege Wurm. Auch die müssen wir sehen. Es gibt nämlich solche, die sagen: Ich kann und ich will weiterarbeiten, ich kann noch etwas beitragen! (Abg. Schartel [FPÖ]: ... die das möglich machen!)

Ich finde es traurig, wenn man den Eindruck hat, dass Arbeit nur immer mehr als Last empfunden wird (Abg. Belakowitsch [FPÖ]: Nein, falsch! Es muss gerecht bleiben!), weil man halt muss. Für viele Menschen in unserem Land ist Arbeit aber viel mehr als nur Einkommen: Sie bringt Wertschätzung, sie ist sinnvoll, sie ist erfüllend (Abg. Belakowitsch [FPÖ]: Aber die, die wirklich was leisten, die werden gar nicht wertgeschätzt!), sie schafft Gemeinschaft – und ja, Arbeit kann tatsächlich auch Spaß machen. Arbeit gibt einem das gute Gefühl, gebraucht zu werden: Ich kann noch etwas beitragen (Abg. Darmann [FPÖ]: ... eine Motivationsrede jetzt!), und das, was ich leiste, ist wertvoll. 

Ich persönlich arbeite seit meinem 15. Lebensjahr, habe das immer so empfunden, und ich bin sehr dankbar, dass es in unserem Land ganz, ganz viele Menschen gibt, die das gleich empfinden – von Herzen danke dafür! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Darmann [FPÖ]: Du solltest die Rede einmal vor der Regierung halten!)

Genau diesen Menschen sagen wir mit der Aktivpension: Danke, dass ihr weitermacht! Wir schätzen eure Leistung und wir schätzen eure Erfahrung! 15 000 Euro jährlich könnt ihr dazuverdienen, und das steuerfrei! Die Aktivpension zwingt nämlich niemanden, sie eröffnet vielmehr Möglichkeiten. Sie schafft die Freiheit, selber zu entscheiden, und sie belohnt Leistung. 

Deshalb ist die Schlechtmacherpartei hier auf verlorenem Posten. Man kann jede Maßnahme schlechtreden, aber man kann diese Maßnahme nicht schlecht machen. Die Aktivpension ist fair (Abg. Belakowitsch [FPÖ]: Nein, eben nicht! Eben nicht! – Abg. Wurm [FPÖ]: Sie ist unfair!), die Aktivpension ist vernünftig, und sie ist ein Zeichen der Wertschätzung für die Menschen, die unser Land über Jahrzehnte aufgebaut haben und die noch weiterhin etwas beitragen wollen. Ihnen allen sagen wir heute: Wir sehen euch, wir sehen eure Leistung, wir sehen eure Erfahrung (Abg. Belakowitsch [FPÖ]: Ihr sehts nur ein paar Finanzdienstleister! ... Gesetz geschrieben?), und danke, dass ihr auch weiterhin mitgestalten und dabei bleiben wollt und mit eurer Erfahrung und Expertise noch euren Beitrag leisten wollt! – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der NEOS.)

14.09

Präsidentin Doris Bures: Nächste Rednerin: Frau Abgeordnete Elisabeth Scheucher-Pichler.

Die angezeigte Rede ist noch nicht nach § 52 Abs. 2 GOG-NR autorisiert.