RN/67

14.14

Abgeordnete Carina Reiter (ÖVP): Danke, Frau Präsidentin! Sehr geehrte Mitglieder der Bundesregierung! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Zuschauerinnen und Zuschauer! Wir haben es schon gehört: Trockenheit und Dürre haben dieses Jahr geprägt. Es ist das trockenste Jahr seit Messbeginn 1850, und genau das führt uns auch die Auswirkungen des Klimawandels deutlich vor Augen.

Über das ganze Bundesgebiet waren alle Kulturen betroffen: Im Grünland haben wir bis zu 45 Prozent Ernteausfall. Gerade bei den Feldfrüchten – das haben wir aktuell gehört – gibt es große Ausfälle, zum Beispiel bei Erdäpfeln minus 50 bis minus 70 Prozent, also fatal. Darum ist dieses Dürrepaket mehr als notwendig, und es ist wichtig, Maßnahmen zu setzen. Deswegen fassen wir heute einen sehr wichtigen Beschluss in der ganzen Debatte rund um die Pensionen, nämlich im bäuerlichen Sozialversicherungsgesetz. Da geht es um 140 Millionen Euro an Mitteln, die helfen.

Wenn Kollege Schmiedlechner sagt, es ist alles zu spät, was da gemacht wird, und dann anführt, dass Länder wie zum Beispiel Italien die GAP-Mittel früher auszahlen, so muss ich mich schon etwas wundern, denn wenn Sie recherchiert hätten, dann wüssten Sie, dass zum Beispiel Italien bei den Auszahlungen teilweise um Jahre hinten ist. Das muss man bitte schon auch in die Betrachtung miteinbeziehen: dass Österreich immer ein verlässlicher Partner ist und war, wenn es um die Auszahlung von Agrarmitteln geht, und auch, wenn es um Maßnahmen geht, wenn es akute Situationen gibt. Man hat immer noch geschaut, dass man Maßnahmen setzt, um den Bäuerinnen und Bauern zu helfen, denn im Endeffekt geht es darum, dass wir unsere bäuerlichen Familienbetriebe mit einer nachhaltigen Wirtschaftsweise für die Zukunft wettbewerbsfähig halten.

Da braucht es jetzt, im Moment, Maßnahmen, aber ich muss natürlich langfristig denken, und deswegen braucht es auch eine aktive Klimawandelanpassung. Da geht es um Zukunftsfragen bei Ressourcen, bei denen viel passiert, aber bei denen man natürlich immer weiterarbeiten muss. Da geht es um Humusaufbau, da geht es um Gräserzusammensetzung, da geht es im Waldbereich um die Zusammensetzung unserer Wälder, da geht es um Forschungsmittel, die ganz entscheidend sind, und auch um einen sorgsamen Umgang mit dem Wasser.

Ich war gestern bei der Segnung einer Erntedankkrone mit dabei, und dieser Gedanke, der da angeführt worden ist, hat mir eigentlich sehr gut gefallen: Da ist der „Sonnengesang“ von Franz von Assisi zitiert worden, und Franziskus bezeichnet Wasser als „Schwester Wasser“ – als etwas Kostbares und etwas Lebensnotwendiges. Gerade die zunehmende Dürre macht deutlich, wie verletzlich unsere Lebensgrundlagen eigentlich sind, und deshalb müssen wir sorgsam mit Wasser und mit allen Ressourcen umgehen, aber auch sorgsam sein in der Art und Weise, wie wir wirtschaften, denn so können wir Zukunft gestalten und unseren Bäuerinnen und Bauern auch sicherstellen, dass sie weiterarbeiten und unsere Höfe bewirtschaften können. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Herr [SPÖ] und Gasser [NEOS].)

14.17

Präsidentin Doris Bures: Nächste Rednerin: Frau Abgeordnete Sophie Marie Wotschke.

Die angezeigte Rede ist noch nicht nach § 52 Abs. 2 GOG-NR autorisiert.