RN/92

Präsident Dr. Walter Rosenkranz: Frau Bundesminister, ich darf ganz kurz Ihre Rede unterbrechen, Sie sind natürlich weiterhin am Wort. 

Ich verstehe, dass es eine sehr emotionale Debatte ist. Es geht hier um wirklich schlimme Dinge, die in unserem Land passieren, und das leider Gottes nicht selten, sondern viel zu oft, jedes einzelne Mal. 

Ich verstehe alle Argumente, dennoch ersuche ich, im Saal trotz aller Erregung und trotz unterschiedlichster Meinungen, die es dazu geben kann, denjenigen, die am Wort sind – das ist aktuell die Frau Bundesministerin –, entsprechend zuzuhören und nicht durch Zwischenrufe, durch überlaute Zwischenrufe vor allem, die Akustik hier im Raum zu stören. 

Wir haben noch einiges an Debatte zu diesem heiklen Thema. (Abg. Schnedlitz [FPÖ]: Vielleicht kriegen wir das zusammen, dass Abgeordnete des einen Sektors nicht rübergehen und uns da beleidigen oder ... näherrücken! ... hinter den Kulissen!) Ich ersuche, auch bei einem derart emotionsgeladenen und sensiblen Thema, das es durchaus wert ist, hier im Parlament diskutiert zu werden, wechselseitig keine Provokationen oder sonst etwas vorzunehmen. Die Frau Bundesminister ist am Wort. (Abg. Kickl [FPÖ]: Aber sie kann uns ja heute erklären, welche Vorstöße sie abseits der Einzelfälle unternommen hat! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) 

Die Diskussion ist noch relativ jung. Ich ersuche darum, dass wir auch diesen Tagesordnungspunkt bei aller Emotionalität entsprechend der Würde des Hauses zu Ende bringen.

Bitte, Frau Bundesminister. (Abg. Schnedlitz [FPÖ]: ... euch untereinander!)