RN/196

21.15

Abgeordnete Mag. Katrin Auer (SPÖ): Danke, Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Minister! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Es wurde schon vieles gesagt, und das meiste davon war richtig. Diese Batterien und Akkus befinden sich in allen Geräten unseres täglichen Gebrauchs, nicht nur in unseren Laptops, die zuhauf herumstehen, in unseren Handys, sondern genauso in blinkenden Kinderschuhen, in den Miniventilatoren, die wir alle heuer im Sommer dringend gebraucht haben, in unseren elektrischen Zahnbürsten, also einfach überall. Diese Batterien und Akkus bergen ein großes Risiko, nämlich diese Brandgefahr, wenn wir sie in unseren Schubladen verschwinden lassen oder sonst wo herumliegen lassen und nicht die Möglichkeiten, sie richtig zu entsorgen, nutzen, die es bereits gibt. 

Das ist aber auch kein reines Sommerproblem. Wir sagen: Na ja, die Hitze heuer war schuld, da ist etwas zu heiß geworden, da hat es zu brennen begonnen. – Nein, diese Geräte verwenden wir ja auch im Winter. Es geht tatsächlich darum: Wenn sie nicht richtig entsorgt werden – egal, wie heiß oder kalt es draußen ist –, kann dadurch ein Brand entstehen. 

Trotz intensiver Aufklärung, die ja in Österreich stattfindet, landen jährlich 1,6 Kilogramm Batterien und Elektrogeräte pro Person im falschen Müll, werden also falsch entsorgt. Es hat natürlich viel mit Aufklärung und Sensibilisierung zu tun, dass das nicht mehr passiert. 

Das heißt, rund acht Lithiumbatterien sind in jedem einzelnen Müllfahrzeug drinnen, ohne dass wir es wissen. Dann passieren Unfälle, die werden zerquetscht, Hitze entsteht, Flammen können entstehen. 

Ich habe heuer die Gelegenheit gehabt, in meiner Heimatstadt mit der Feuerwehr zu reden, die leider so einen Brand löschen musste. Die waren da wirklich vor sehr, sehr große Herausforderungen gestellt, weil es eine Rauchentwicklung, eine Brandentwicklung gibt, wenn der Müll brennt, die man fast nicht mit anderen Brandgeschehen vergleichen kann. 

Das heißt, wir müssen für den Schutz der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, aber auch der Einsatzkräfte wirklich etwas tun, und da ist tatsächlich nur die EU-weite Lösung die richtige Lösung. Natürlich müssen wir nicht nur die Schadstoffe aus der Umwelt heraushalten, sondern auch die Rohstoffe, die sich in den Akkus und Batterien finden, wiederverwenden und recyceln. Deswegen: Die nationale Lösung ist, dass wir alle richtig und korrekt entsorgen, und die EU-weite Lösung – Anreizsysteme, Transportsysteme und Recyclingsysteme – ist natürlich die richtige und effektivste Lösung. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)

21.18

Präsident Dr. Walter Rosenkranz: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Bernhard. 3 Minuten Redezeit. – Bitte schön.

Die angezeigte Rede ist noch nicht nach § 52 Abs. 2 GOG-NR autorisiert.