RN/205
21.39
Abgeordneter Mag. (FH) Janos Juvan (NEOS): Danke, Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Rechnungshofpräsidentin! Werte Kolleginnen und Kollegen, Zuseherinnen und Zuseher! Zunächst einmal auch von meiner Seite herzlichen Dank für den Bericht. Ich darf vielleicht mit der guten Nachricht beginnen: Was man daraus ablesen kann, ist nämlich, dass die Bundessportförderung heute über mehr Geld, mehr Transparenz und bessere digitale Verfahren verfügt, als das bislang der Fall war.
Die Kritik, die diesem Bericht zu entnehmen ist, ist aber durchaus auch schon von mehreren Seiten offen angesprochen worden – und ein Problem möchte ich dabei auch klar herausheben: Sie sprechen in dem Bericht an, dass es halt nach wie vor ein ungelöstes Problem in Österreich ist, dass diejenigen, die darüber entscheiden, wer das Geld bekommen soll, später auch die sind, die das Geld erhalten. Das führt, was zum Beispiel auch von Kollegen Leinfellner angesprochen worden ist, nicht in jedem Fall dazu, dass genau das passiert: nämlich dass das Fördergeld auch tatsächlich bei den Vereinen – gerade den kleinen Vereinen – ankommt.
Dass wir das ähnlich sehen, freut mich. Wir beide haben ja durchaus schon unsere Kontroversen gehabt, in dem Punkt sind wir uns aber total einig – und da habe ich eine gute Nachricht, weil Sie gerade kleine Vereine angesprochen haben, die mehr Unterstützung brauchen. Ich hatte gerade heute ein ganz spannendes Gespräch mit einer jungen Frau, die sich sehr für ihren Verein einsetzt und mehr Förderungen benötigt, da auch eine Petition aufgelegt hat. Es ist ein Flinta-Fußballverein. Ich leite Ihnen dann auch die entsprechende Petition weiter und freue mich, Ihrer Rede entnehmen zu können, dass Sie das auch unterstützen werden.
Wenn wir das nämlich nicht machen, wenn wir diese Strukturveränderungen nicht hinbekommen, dann wird weiterhin das passieren, was vom Rechnungshof kritisiert worden ist, nämlich dass wir auch in einigen Jahren – so wie heuer, wir haben 2026 – wieder sagen werden: Unsere Nationalmannschaft hat sich für die Weltmeisterschaft qualifiziert. Das ist echt ein Grund zum Jubeln, aber gar nicht zum Jubeln ist, dass diese Nationalmannschaft dann in Baracken hausen muss und alte Wäsche auftragen muss, anstatt so ausgestattet zu werden, wie das einer Nationalmannschaft, die sich gerade für die Weltmeisterschaft qualifiziert hat, würdig wäre. Ich rede natürlich nicht von der Fußballnationalmannschaft, sondern von unserer Fraueneishockeynationalmannschaft; und deswegen an dieser Stelle Dank nicht nur – natürlich auch, aber nicht nur – an den Rechnungshof, sondern vor allem auch an all jene, die den Mut und die Courage aufbringen, diese Missstände klar aufzuzeigen, für deren Beseitigung einzutreten und damit auch für echte Veränderungen im Bereich des Sports zu sorgen. – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Silvan [SPÖ].)
21.42
Präsident Dr. Walter Rosenkranz: Als Nächste hat sich die Frau Präsidentin des Rechnungshofes zu Wort gemeldet. – Bitte, Frau Präsidentin.
Die angezeigte Rede ist noch nicht nach § 52 Abs. 2 GOG-NR autorisiert.