RN/232
22.54
Abgeordnete Angela Baumgartner (ÖVP): Danke schön, Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Rechnungshofpräsidentin! Wenn wir heute zu so später Stunde über den Bericht des Rechnungshofes zur Österreichischen Post sprechen, dann sprechen wir über ein Unternehmen, das für viele Menschen ganz selbstverständlich zu ihrem Alltag gehört. Der Brief im Postkasten, das Paket vor der Haustür, der Postpartner oder die Poststelle im Ort – all das erscheint uns selbstverständlich. Dahinter steht aber eine enorme logistische Leistung, die Tag für Tag in ganz Österreich erbracht wird.
Laut einer Studie des Weltpostvereins lag die Österreichische Post auf dem zweiten Platz weltweit, was Leistung und Zuverlässigkeit betrifft. Ich glaube, darauf können wir als Österreich schon ein bisschen stolz sein. (Beifall des Abg. Schroll [SPÖ].) Die Post erfüllt mit dem Universaldienst eine wichtige Aufgabe für unser Land. Gerade im ländlichen Bereich – und das ist mir als Bürgermeisterin besonders wichtig – sind Post und Postpartner oft mehr als nur die Möglichkeit, einen Brief oder ein Paket aufzugeben – sie sind Teil der örtlichen Infrastruktur und damit auch ein Stück Lebensqualität. Wenn ich an meine Gemeinde denke: Dort gibt es einen Postpartner in unserem Kaffeehaus und das ist eine Win-win-Situation, sowohl für die Post als auch für die Betreiberin des Kaffeehauses als auch für die Bewohnerinnen und Bewohner, die dort ein Paket oder einen Brief aufgeben und dann einen Kaffee trinken. Das ist, finde ich, ein großer gesellschaftlicher Wert. (Beifall bei der ÖVP.)
Natürlich zeigt ein Rechnungshofbericht auf, wo Verbesserungen notwendig sind, genauso wichtig ist es aber auch, anzuerkennen, was gut funktioniert, und bei der Post funktioniert vieles sehr gut. Das ist unter anderem auch das Verdienst jener Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die täglich unterwegs sind und uns Ihre Briefe und Pakete zustellen. Da muss ich auch wieder ein Beispiel aus meiner Gemeinde erzählen. Unser Postler, unser Pepi – wie wir ihn alle so liebevoll nennen –, ist wirklich Goldes wert. Er kennt die ganze Ortschaft, also wir kennen ihn und er kennt uns, und er teilt die Pakete nicht nach der Adresse aus, sondern er kennt die Namen und bringt die Pakete dann zur richtigen Stelle.
Unser Ziel muss sein, eben diese hohe Qualität zu erhalten und gleichzeitig die Post weiterzuentwickeln, dass sie auch in Zukunft ein verlässlicher, moderner und flächendeckender Dienstleister für die Menschen in ganz Österreich bleibt. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP.)
22.57
Präsident Dr. Walter Rosenkranz: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Hofinger; ebenfalls 3 Minuten eingemeldete Redezeit. – Bitte schön.
Die angezeigte Rede ist noch nicht nach § 52 Abs. 2 GOG-NR autorisiert.