RN/233
22.57
Abgeordneter Ing. Manfred Hofinger (ÖVP): Danke, Herr Präsident! Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ja, der Rechnungshof stellt der Post AG ein sehr gutes Zeugnis aus. Es gibt eine gute Flächenabdeckung und im internationalen Vergleich steht die Post sehr gut da, also insgesamt ein positives Bild. Einen herzlichen Dank auch an die Post AG, dass sie diese Flächendeckung so schafft!
Jetzt aber zur Praxis in den Gemeinden: Da gibt es zwei zentrale Punkte, die ich ansprechen möchte: Das ist einerseits die Zustellqualität und andererseits die flächendeckende Versorgung. Gerade bei der Zustellqualität ist es aufgrund von Personalrochaden so, dass es oft zu Fehlzustellungen kommt. Die Adressen sind am Lande nicht immer logisch aufgebaut und somit braucht man da viel Erfahrung. Genau das ärgert natürlich die Bürger.
Bei der flächendeckenden Versorgung selbst möchte ich darauf hinweisen: Wenn ein Nahversorger in einer Gemeinde oder das Café – wie wir es gerade von meiner Kollegin gehört haben – wegbricht, dann muss die Gemeinde einspringen. Wir machen das gerne, aber ich weiß aus meiner Gemeinde, da fallen Stunden an, bis zu 20 Stunden die Woche, und das nicht kostendeckend, und gerade wir in den Gemeinden müssen sparen. Oft sind die Personalkosten die großen Herausforderungen, und daher müssen wir da eine Lösung finden.
Nur zum Vergleich ein paar Zahlen: 2025 hatten wir 1 339 Postpartner. Davon haben 280 Gemeinden den Postpartner gemacht. Das heißt, jede fünfte Gemeinde hat sozusagen noch den Postpartner. In Niederösterreich ist es sogar so, dass jede dritte Gemeinde einen Postpartner hat. Da braucht es faire Bedingungen. Wenn die öffentliche Hand einspringen muss – was wir auch gerne machen –, um den Bürgern das Service bieten zu können, braucht es aber faire Rahmenbedingungen. Da muss natürlich die Abrechnung irgendwie auch kostendeckend und transparent gemacht werden, je nachdem, was da der tatsächliche Aufwand ist. Auch die Post reagiert da gut und es gibt schon viele Selbstbedienungslösungen, die wirklich entlasten. Die müssen ausgebaut werden, und vor allem beim Personalwechsel brauchen wir einen gemeinsamen Qualitätsfokus.
Abschließend: Wir alle wollen eine verlässliche Postversorgung – verlässlich für die Menschen, aber auch fair für die Gemeinden. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
22.59
Präsident Dr. Walter Rosenkranz: Als Nächster zu Wort gemeldet: Herr Abgeordneter Hörl. Eingemeldete Redezeit: 2 Minuten. – Bitte schön, Herr Abgeordneter.
Die angezeigte Rede ist noch nicht nach § 52 Abs. 2 GOG-NR autorisiert.