RN/47
15.44
Abgeordnete Daniela Gmeinbauer (ÖVP): Danke schön, sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Minister! Geschätzte Damen und Herren Kolleginnen und Kollegen! Kulturelle Bildung ist ein wichtiger Teil der Allgemeinbildung, und das nicht nur in unserem Schulsystem, darf ich heute, nach dieser Debattenzeit, die wir hier im Hohen Haus schon verbringen durften, anmerken. Darüber besteht in diesem Haus auch Einigkeit. Die entscheidende Frage, und die wurde vorhin schon angesprochen, ist vielmehr: Wie organisieren und finanzieren wir diese Teilhabe sinnvoll und treffsicher?
Meine Kollegin hat es vorhin schon angesprochen: Es gab im Vorjahr bereits einen einstimmigen Beschluss im Kulturausschuss und auch hier im Plenum (Zwischenruf des Abg. Mölzer [FPÖ]) von den Kultursprechern Laurenz Pöttinger, Katrin Auer, Gertraud Auinger-Oberzaucher, und das im Juni 2025 im Kulturausschuss und auch im Juli im Plenum hier im Nationalrat.
Komischerweise ist dann im September von der FPÖ eben dieser angesprochene Entschließungsantrag noch nachgekommen. Und es hat – da muss ich den Herrn Vorsitzenden korrigieren – schon Kulturausschusssitzungen gegeben, in denen dieser Antrag sehr wohl auf die Tagesordnung kommen hätte können. Im Entschließungsantrag, der einstimmig angenommen worden ist, ist sehr wohl auch beschlossen worden, dass für einen breiteren Zugang zur kulturellen Bildung und der Talenteförderung die Verschränkung und Kooperation des Regelschulwesens mit Musikschulen, Kulturinstitutionen, wo natürlich der Opern-, Museums- und auch der Theaterbesuch involviert ist, und der Kunstszene weiterentwickelt werden, um eine aktive und chancengerechte Teilhabe aller Kinder und Jugendlichen an Kunst, Kultur und Gesellschaft zu unterstützen.
Dahin gehend wurden der zuständige Bildungsminister und auch der Kulturminister aufgefordert, mit ihren Teams zu arbeiten, und ich gehe davon aus, dass auch mitgedacht wird, und dass man, wenn die Schulen weiter weg von solchen Einrichtungen sind, auch darüber nachdenkt, wie die Kinder mit den entsprechenden Transferleistungen in diese Einrichtungen kommen.
Es geht uns nicht darum, Anliegen kultureller Teilhabe abzulehnen, ganz im Gegenteil. (Rufe bei der FPÖ: Aber? – Abg. Mölzer [FPÖ]: Nur vertagen!) Gerade weil uns dieses Anliegen sehr, sehr wichtig ist, sollten wir es auch umfangreich diskutieren, und dazu lade ich die FPÖ ein. Wir haben ja auch einen weiteren Kulturausschuss und da würde ich darum bitten, dass man auch die vorhandenen Umsetzungen und Erfahrungswerte, die es bereits gibt, einfließen lässt, und dass wir im Ausschuss das tun, wozu der Ausschuss auch da ist: Ausschussarbeit, eine breite Diskussion, und dazu lade ich Sie ein. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP.)
15.47
Präsident Peter Haubner: Als Nächste zu Wort gemeldet ist Frau Abgeordnete Sigrid Maurer mit einer Redezeit von 4 Minuten. – Bitte, Frau Abgeordnete.
Die angezeigte Rede ist noch nicht nach § 52 Abs. 2 GOG-NR autorisiert.