RN/50
15.55
Bundesminister für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport Vizekanzler Andreas Babler, MSc: Sehr geehrter Herr Präsident! Hohes Haus! Liebe Zuseherinnen und Zuseher! Kulturelle Bildung ist kein Luxus. Sie gehört zu einer umfassenden Bildung, sie gehört zu einer offenen, demokratischen Gesellschaft, und deshalb ist sie mir als Kulturminister ein großes Anliegen. Dabei geht es ganz konkret um den Zugang; darum, dass Kinder und Jugendliche Kunst und Kultur kennenlernen können, unabhängig davon, wo sie wohnen, unabhängig davon, wie viel Geld ihre Eltern haben.
Genau aus diesem Grund machen wir als Bundesregierung in diesem Bereich schon heute sehr viel. Seit mittlerweile mehr als 15 Jahren gibt es den freien Eintritt für unter 19-Jährige in den Bundesmuseen und der Österreichischen Nationalbibliothek. Wir können schon stolz bilanzieren: Insgesamt mehr als 15 Millionen junge Menschen haben dieses Angebot bereits genutzt. (Beifall bei der SPÖ.) Allein 2024 waren es mehr als 1,4 Millionen Besuche von Kindern und Jugendlichen.
Es geht nicht nur um freien Eintritt, es geht auch darum, junge Menschen tatsächlich mit Kunst und Kultur in Berührung zu bringen. Deshalb fördern wir Vermittlungsangebote. Deshalb unterstützen wir die Zusammenarbeit zwischen Schulen und Bildungseinrichtungen und Kultureinrichtungen. Deshalb haben Kultur- und Bildungsressort ihre Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren auch deutlich verstärkt. Mit „Kunst ist Klasse!“ fördern wir ganz gezielt Projekte von Kultureinrichtungen für Schulen, und das gerade auch in den Regionen. Wir haben eine gemeinsame Arbeitsgruppe von Kultur- und Bildungsressort eingerichtet, die laufend daran arbeitet, kulturelle Bildung und Kulturvermittlung weiterzuentwickeln. Aktuell führen wir mit dem Bildungsministerium Gespräche darüber, welche gemeinsamen Schwerpunkte wir als Nächstes setzen können.
Das alles ist wichtig, denn aus der Studie zur kulturellen Beteiligung wissen wir: Familie und Schule spielen eine entscheidende Rolle dabei, ob junge Menschen Zugang zu Kunst und Kultur finden. Unser Bildungssystem kann soziale Unterschiede dabei noch nicht ausreichend ausgleichen, und genau deshalb müssen wir Kultur und Bildung auch gemeinsam denken.
Der Antrag, den wir heute behandeln, greift also ein Anliegen auf, bei dem wir längst aktiv sind, wir arbeiten längst intensiv in diesem Feld. Ich denke, dass dieser Antrag aber im Kulturschuss und eigentlich auch im Bildungsausschuss besser aufgehoben ist. Dort sollten wir uns genau ansehen, wo es trotz der bestehenden Angebote noch Lücken gibt, und welche Maßnahmen tatsächlich sinnvoll sind. Ganz ehrlich: Ich halte wenig davon, einfach eine neue Förderschiene einzurichten, bevor wir geprüft haben, wie wir bestehende, erfolgreiche Angebote stärken und besser miteinander verzahnen können.
Das Ziel ist klar: Mehr Kinder und mehr Jugendliche in ganz Österreich sollen Kunst und Kultur wirklich erleben können. Dafür gibt es bereits ein sehr großes Angebot, und dort, wo wir noch besser werden können, werden wir weiterarbeiten. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ, bei Abgeordneten der ÖVP sowie des Abg. Shetty [NEOS].)
15.59
Präsident Peter Haubner: Als Nächster zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Hermann Brückl. Die Restredezeit beträgt 2 Minuten. – Bitte, Herr Abgeordneter.
Die angezeigte Rede ist noch nicht nach § 52 Abs. 2 GOG-NR autorisiert.