RN/51

15.59

Abgeordneter Hermann Brückl, MA (FPÖ): Herr Präsident! Hohes Haus! Der vorliegende Antrag unseres Kollegen Wendelin Mölzer berührt ein zentrales Fundament unserer Identität, nämlich die musische und die kulturelle Bildung unserer Jugend. Österreich ist ein Kulturland, geprägt von Giganten wie Mozart, der Strauss-Dynastie, Thomas Bernhard und wie sie alle heißen, und genau dieses Erbe muss und soll weitergegeben werden. Wir müssen es unseren Kindern ermöglichen, dass sie das live in den Museen, in den Theatern, in den Opernhäusern erleben. Kultur darf nicht am Busticket scheitern, ganz einfach. (Beifall bei der FPÖ.)

Wenn wir aber über Kultur reden, dann sage ich Ihnen jetzt: Wer echtes Drama und echte Realsatire erleben will, der braucht nur einen Blick auf unsere Bildungspolitik in unserem Land zu werfen.

Frau Kollegin von den NEOS, Sie haben gemeint, dass Sie die Steiermark in die Pflicht genommen hätten, was den Museumsbesuch betrifft. Erstens sage ich Ihnen: Der Bildungsminister ist ein NEOS-Minister; ich glaube, das wissen Sie. Das Zweite ist – Sie sollten das auch nachlesen –: Das Joanneum in Graz fällt nicht in den Bereich des Herrn Landeshauptmanns, sondern zuständig ist dafür die ÖVP – so viel nur dazu. (Beifall bei der FPÖ.)

Weil Sie über humanistische Bildung gesprochen haben, vielleicht noch ein Satz dazu: Machen wir uns hier nichts vor. Damit unsere Kinder überhaupt erst Zugang zur Hochkultur finden, damit sie Schiller lesen können, damit sie die Harmonielehre hinter der Musik verstehen, brauchen sie Grundkompetenzen. Sie müssen lesen, sie müssen rechnen, sie müssen schreiben können. Genau da passiert der nächste Wahnsinn: Schulversuche, sechsjährige Volksschule, wiederum von den NEOS eingeführt. Diese sechsjährige Volksschule löst kein einziges Problem, in Wirklichkeit ist sie zukünftig das Problem. (Beifall bei der FPÖ. – Präsident Haubner gibt das Glockenzeichen.)

Ich sage Ihnen – Schlusssatz, Herr Präsident – ganz klar: Unsere Kinder dürfen nicht der Spielball einer Regierungspolitik sein. Das haben sie nicht verdient. (Beifall bei der FPÖ.)

16.01

Präsident Peter Haubner: Als Nächster zu Wort gemeldet ist Abgeordneter Laurenz Pöttinger mit einer freiwilligen Redezeitbeschränkung von 3 Minuten. (Abg. Stögmüller [Grüne]: ... der Energiesprecher der Herzen!)

Die angezeigte Rede ist noch nicht nach § 52 Abs. 2 GOG-NR autorisiert.