64/SVER
29. Mai 2026
XXVIII. Gesetzgebungsperiode
Nationalratssaal
Programm
Eröffnungsworte
Walter Rosenkranz – Präsident des Nationalrates
Statements der Schülersprecherinnen und Schülersprecher
Offizielle Ehrung der Demokratiewerkstattprofis
Überreichung der Medaillen
Katharina Kramer (Moderatorin, Müllers Freunde): Hervorragend, dann kann ich das gleich nutzen und ein herzliches Willkommen an alle Anwesenden im Raum richten! Sehr geehrte Damen und Herren! Liebe Schülerinnen und Schüler, also liebe Demokratiewerkstattprofis – willkommen zurück in eurem Haus, willkommen zurück in unserem Parlament! (Beifall.)
Herzlich willkommen zur heutigen Profi-Ehrung! Mein Name ist Katharina Kramer, ich arbeite in der Demokratiewerkstatt und habe die große Freude, euch beziehungsweise Sie durch den heutigen Vormittag zu begleiten.
Was ist denn ein Demokratiewerkstattprofi überhaupt? Ihr wisst das natürlich alle, aber vielleicht wiederhole ich es einfach noch einmal, damit wir es noch einmal hören: Es ist auf jeden Fall einmal eine Person, die zumindest viermal in einer unserer Werkstätten war – aber natürlich ist es noch ganz, ganz viel mehr. Warum? – Dabei zu sein, ist in dem Fall nicht nur alles, sondern ihr habt ganz viel an unserer Demokratie gearbeitet. Der Name sagt es eigentlich schon, oder? Demokratiewerkstatt bedeutet: Man arbeitet, man schafft etwas, man macht etwas, und zwar nicht nur mit den Händen oder mit dem Kopf, man macht das auch ganz viel mit seinem Herzen, und das habt ihr gemacht. Deswegen sitzen heute – haltet euch fest – 268 junge Menschen in diesem Raum, die den Titel Demokratiewerkstattprofi tragen. – Herzliche Gratulation! (Beifall.)
Für all das, was ihr bei uns in der Demokratiewerkstatt, in diesen Räumen da oben, gemacht habt, dafür wollen wir euch ehren, wir wollen euch danken und wir wollen euch feiern. Das mache ich natürlich jetzt nicht alleine, sondern ich habe hier einige Personen im Raum, die das mit uns gemeinsam im Namen des Parlaments, dem Ort der Demokratie, machen wollen. Deswegen darf ich gleich ganz herzlich den Gastgeber der heutigen Ehrung, unseren Nationalratspräsidenten Walter Rosenkranz, begrüßen. – Herzlich willkommen! (Beifall.)
Auf euren Plätzen sitzen ja normalerweise die Abgeordneten zum Nationalrat, und in diesem Sinne heiße ich ganz herzlich alle Abgeordneten zum Nationalrat und Mitglieder des Bundesrates willkommen, ganz besonders möchte ich die Mandatarinnen und Mandatare begrüßen, die uns dann später auch ein paar Worte erzählen werden. Ja, die sind eigentlich – das habe ich auch schon gesagt – selbst Demokratiewerkstattprofis, weil sie eben auch schon ganz oft in unseren Werkstätten waren.
Ich würde jetzt auch gerne die Namen nennen: Das ist Lisa Schuch-Gubik – herzlich willkommen (Beifall) –, Wolfgang Gerstl – herzlich willkommen (Beifall) –, Amelie Muthsam – herzlich willkommen (Beifall) –, Sophie Marie Wotschke – herzlich willkommen (Beifall) – und Markus Koza – herzlich willkommen. (Beifall.)
Vielleicht gibt es sogar bei dem einem oder anderen einen Wiedererkennungswert. Vielleicht habt ihr die Gäste aus der Politik, die zu euch hinauf in die Demokratiewerkstatt gekommen sind, sogar persönlich interviewt. Ich weiß nicht, ob ich da ein Nicken sehe, aber auf jeden Fall könnt ihr sie nachher noch besser kennenlernen.
Jetzt ist es an der Zeit, euch willkommen zu heißen. Ich habe schon die Anzahl von jungen Menschen gesagt, die da sind – sie sitzen überall –, aber wir wissen noch nicht, welche Klassen da sind. Ich bin vorhin schon durch die Reihen gegangen und habe gesagt: Lasst das Parlament beben! Also: Ich möchte eure Stimmen hören, wenn ich dann die Klassen vorlese:
Zum Beispiel ist heute die 4c der Volksschule Grinzinger Straße da – herzlich willkommen. (Beifall.) Sie sind schön grün, also man sieht sie ganz gut. – Ihr könnt übrigens auch aufstehen und jubeln, was immer ihr machen wollt. Wir haben dann die 4b der Privaten Volksschule St. Marien – herzlich willkommen (Beifall) –; wir haben die 4a der Volksschule Reisnerstraße hier – herzlich willkommen (Beifall) –; wir haben auch die 4b der Volksschule Prandaugasse hier (Beifall); die 4b der Volksschule St. Franziskus ist auch da (Beifall); die 4d der Volksschule Siebenbrunnerstraße Gänserndorf – herzlich willkommen (Beifall) –, und die 4b der Mittelschule Georg-Wilhelm-Pabst-Gasse ist auch hier (Beifall).
Jetzt schauen wir in den oberen Stock hinauf, in die Galerie: Ihr habt einen guten Blick auf uns hier unten und wir auf euch dort oben. Wir haben dort oben die 4a der privaten Mittelschule der evangelischen Schulgemeinde Karlsplatz – ich glaube, ihr seid dort oben (Beifall) –; dann haben wir die 4a der Mittelschule II vom Hauptplatz aus Waidhofen – herzlich willkommen (Beifall) –, die 4b der Mittelschule II vom Hauptplatz aus Waidhofen – herzlich willkommen (Beifall) –; die 4a der Mittelschule II Wiener Straße aus Tulln ist genau in der Mitte – hallo, grüß euch! (Beifall) –, und die 4b der Mittelschule Lindenstraße aus Blindenmarkt (Beifall). Das sind also eine ganze Menge an Schulen aus ganz Österreich. – Schön, dass ihr da seid.
Ich darf jetzt für die Eröffnungsworte ganz herzlich unseren Nationalratspräsidenten Walter Rosenkranz nach vorne bitten; jetzt ist das Redner:innenpult ein bisschen nach unten gerutscht.
Eröffnungsworte
Walter Rosenkranz (Präsident des Nationalrates): Ich kenne mich ganz gut aus, es funktioniert sogar.
Meine Damen und Herren! Vor allem: Liebe Schülerinnen und Schüler – und eigentlich schon absolvierte, aber noch nicht ausgezeichnete Demokratieprofis! Ich freue mich wirklich sehr – so wie immer, wenn junge Menschen das Parlament besuchen –, dass diese besondere Auszeichnung heute im Parlament an rund – wir haben die Zahl gehört – 300 anwesende Volks- und Mittelschülerinnen und -schüler überreicht werden kann. Eure Begeisterung und euer Interesse erfahren wir im Rahmen unserer Demokratiewerkstatt eigentlich tagtäglich in diesem Haus. Ihr seid am Ort der Gesetzgebung. Das ist jetzt keine Theaterbühne oder sonst etwas, das ist das Original, das ist das echte, das man bei Fernsehübertragungen auch sieht, hier spielt sich in Echtzeit im echten Leben die Demokratie zu einem guten Teil ab, insbesondere eben das, was man die Gesetzgebung nennt. Das, was hier beschlossen wird, an das müssen sich auch alle in unserem Land halten, nicht nur der Einzelne, sondern auch unsere Verwaltung, auch der Herr Bundespräsident muss sich daran halten, der Bundeskanzler, die Minister, logischerweise sogar die Abgeordneten, die das selbst hier beschließen. Wenn wir also sagen: Auf der Autobahn wird nur mehr mit 80 km/h gefahren!, dann müsste ich mich, so schwer es mir fällt, natürlich auch daran halten. Also: Es bestimmt hier die Gesetzgebung das, was bei uns die Regeln sind.
Ihr habt jetzt diese politische Bildung am Ort des Geschehens der Gesetzgebung kennengelernt, wo und wie sie stattfindet, und ihr habt auch Personen getroffen, die Volksvertreterinnen und Volksvertreter sind, die mit euch in mindestens vier Workshops hier im Haus zusammengearbeitet haben. Diese Gastfreundschaft des Hauses, die wir gerne allen Menschen, die interessiert sind, bieten wollen, wollen wir natürlich ganz besonders der Jugend anbieten, und es sind schon sehr, sehr viele, die das gemacht haben, und wir freuen uns, dass das immer mehr machen.
In der Demokratiewerkstatt kann man bereits als Kind und als Jugendlicher erfahren, was Demokratie bedeutet, wie sie funktioniert, welche Rolle das Parlament innehat, und man kann Politikerinnen und Politiker persönlich kennenlernen. Das ist auch wichtig, denn diese Politikerinnen und Politiker gibt es wirklich, die sind aus Fleisch und Blut, mit denen kann man diskutieren, mit denen kann man reden; das weiß ich von allen Abgeordneten, die es hier gibt. Wir haben zwei Arten von Abgeordneten – bei der Begrüßung ist das ja schon vorgekommen –: die Abgeordneten zum Nationalrat und die Mitglieder des Bundesrates. Wenn man die beiden zusammenzählt, dann sind es ungefähr nicht ganz so viele wie ihr, die ihr heute da seid; man könnte jetzt sogar sagen – das merkt euch, wenn ihr einmal Verfassungsrecht studiert –, das wird die Bundesversammlung, wenn die zwei zusammenkommen – etwas ganz Heikles, etwas ganz Wichtiges, vor allem, wenn der Bundespräsident angelobt wird.
Die Welt der Politik wird aber auch nicht nur für euch Jugendliche und Kinder, sondern auch für uns Erwachsene oft schwer verständlich wahrgenommen; aber das Parlament hofft, dass durch das Öffnen der Tore auch für euch ein wichtiges Signal da ist, wie wichtig und ernst für uns auch die Anliegen sind. Ich frage mich bei Debatten ja immer – ich habe bei meinem Lebensalter schon einen Sechser vorne stehen, das heißt, meine Kindheit, meine Jugend liegt schon ein bisschen länger zurück; und wir Politiker mit dieser Lebenserfahrung wollen das eigentlich genau wissen, auch hier bei unseren Entscheidungen –, was unsere Kinder und Jugendlichen überhaupt wollen, denn die eigentlichen Experten sind diejenigen, die unmittelbar von Dingen betroffen sind, und in manchen Dingen ist es eben die Jugend, sind es die Kinder, und daher ist es besonders wichtig, dass die Politiker auch das erfahren, was die Kinder wirklich am Herzen haben und wo wirklich der Schuh drückt, denn sonst können wir keine sach- und fachgerecht richtigen Entscheidungen für euch Kinder treffen.
Ich halte das für ganz wichtig, weil das, was für mich als Jugendlicher oder als Kind wichtig war, muss sich mit dem, was für euch wichtig ist, eben nicht mehr decken. Ich bin in einer Zeit aufgewachsen, wo die Frage, ob es ein Handyverbot geben soll oder nicht, gar nicht gestellt wurde, weil es keines gegeben hat; das waren damals noch andere Geräte, wo man mit der Scheibe hat wählen müssen, und wenn man zu viel Telefongebühr gehabt hat, dann haben die Eltern meistens noch ein kleines Schloss darauf gemacht.
An dieser Demokratiewerkstatt – man beachte, es gibt sie seit 2007, die hat eine Vorgängerin von mir, Nationalratspräsidentin Barbara Prammer, eingeführt – haben mittlerweile rund 180 000 junge Menschen teilgenommen. Das ist das, was wirklich die harte Arbeit bedeutet. Viel, viel mehr haben ja im Zuge von Exkursionen das Parlament auch bereits besucht, um einfach das Gebäude kennenzulernen, um ein bisschen die Luft hier zu schnuppern, zu schauen, wie es hier herinnen zugeht, ein bisschen ein Gespür dafür zu bekommen. Aber dass das auch passiert, liegt nicht nur an den Menschen hier bei uns hier im Haus. Wir haben ja gerade gehört, da sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Demokratiewerkstatt, die das als ihr tägliches Brot machen – das ist aber keine anstrengende Arbeit, weil sie nämlich besonders viel Freude macht –, und ich weiß, mit wie viel Herzblut diese Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hier daran arbeiten, und ich glaube, ihr habt das auch spüren dürfen, aber damit ihr überhaupt nach Wien – aus Niederösterreich, aus anderen Bundesländern –, hierherkommen könnt, dass ihr die Zeit dafür von der Schule bekommt, bedarf es insbesondere eurer Lehrerinnen und Lehrer, die ein besonderes Engagement haben, dass sie dieses Programm mit euch organisieren und durchführen. Herzlichen Dank allen Lehrerinnen und Lehrern, die es ermöglichen (Beifall), dass so viele Kinder und Jugendliche kommen, und es können noch mehr sein. Also auch an Lehrerinnen und Lehrer bitte den Appell: Wenn Sie Ihre Fortbildungen haben, wenn Sie Kolleginnen und Kollegen von anderen Schulen treffen, vielleicht sogar aus anderen Bundesländern – da haben wir eine sehr spannende Statistik –, reden Sie bitte auch mit Ihren Lehrerinnen- und Lehrerkollegen! Die Demokratiewerkstatt ist etwas Gutes in diesem Land.
Wir haben zwölf Schulklassen, die heute hier vertreten sind. Sie haben, wie ich schon gesagt habe, vier Workshops absolviert, mit Politikerinnen und Politikern gesprochen, gelernt, wie die Gesetzgebung abläuft, und alles näher beleuchtet. Eines noch dazu, weil das immer wichtiger ist, ich habe es schon erwähnt: Es gibt die Verwaltung, dann gibt es natürlich für die Einhaltung der Gesetze letztlich auch Gerichte, die dann entscheiden können, was richtig oder falsch ist, und jene, die diese eben beschließen, und das sind wir Abgeordnete. Dann gibt es aber noch jemand anderen, der sehr wichtig ist, um das auch entsprechend zu beleuchten, zu kommentieren, zu dokumentieren, auch in die Öffentlichkeit hinauszutragen: Das sind die Medien – da gibt es die Zeitungen, da gibt es die Podcasts mittlerweile, da gibt es Rundfunkbeiträge, da gibt es Videobeiträge für alle Social-Media-Formate. Und auch das habt ihr gemacht, damit ihr auch seht, wie dieser Transport von politischen Inhalten in die Öffentlichkeit passiert. Man sieht das ja manchmal bei den eingespielten Fotos der einzelnen Klassen – die Zeitungen, die dort entstehen, mit den Titelbildern: Das ist wirklich großartig, was da gemacht wird.
Was vor allem wichtig ist: 2007 hat die Demokratiewerkstatt begonnen und sie muss sich auch jedes Jahr weiterentwickeln, denn es gibt immer neue Herausforderungen, und das passiert. Ich danke hier an dieser Stelle – nachdem ich jetzt bei euch Kindern und Jugendlichen war und bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, auch bei den Lehrerinnen und Lehrern – noch jemandem: Es gibt natürlich auch die 183 Abgeordneten zum Nationalrat und die 60 Bundesräte, die sich immer gerne in den Dienst der Demokratiewerkstatt stellen und mit euch die Programme erarbeiten, auf Fragen antworten, diskutieren und eure Anregungen entgegennehmen. Ich habe bis jetzt noch keinen einzigen Abgeordneten erlebt, der nicht gesagt hat: Es war immer bereichernd, mit euch, mit jungen Menschen hier im Haus zu arbeiten, eure Sorgen und Nöte, eure Wünsche, und vor allem auch das zu hören, was vielleicht eure Berufswünsche sind. Wenn man sieht, dass junge Menschen in Österreich genau wissen, was sie wollen, die unterschiedlichsten Berufe, wenn wir junge Menschen haben, die eine gute Schulbildung und vor allem auch eine gute Demokratiebildung haben, dann ist mir auch um die Zukunft unseres Landes nicht bange. Die Demokratie ist unsere Staatsform und man kann viel kritisieren, aber es ist die beste Staatsform, die es gibt. Ich hoffe, das habt ihr auch gelernt und könnt es auch weitertragen, denn es ist nicht nur für euch – ihr habt sicherlich auch Freunde, die nicht in eure Schulklasse gehen, ihr könnt mit denen reden, ihr könnt sogar mit eurer Familie reden, mit euren Eltern reden, darüber, was ihr erlebt habt, und könnt euch darüber austauschen.
Ich habe jetzt eh schon wieder, wie es meine Gewohnheit ist, viel zu lange gesprochen, leider, ein bisschen einen Fehler muss ich schon auch haben. Ich darf mich bei euch bedanken. Kommt auch wieder, denn das ist kein abgeschlossener Prozess, wenn man jetzt einmal Demokratieprofi ist, das geht bis ins hohe Alter.
Wir sind aber bereits am Ende eines, ich hoffe, nicht zu anstrengenden Schuljahres, in dem die Zeugnisse und die Noten so sind, dass man auch von den Eltern Lob kriegen kann und vielleicht das eine oder andere Präsent zum Schulschluss. Und das Wichtigste, wenn das Schuljahr vorbei ist: Gute Erholung in den verdienten Ferien und dann schon wieder einen guten Start ins nächste Schuljahr! Wir freuen uns alle auf ein Wiedersehen hier im Parlament, egal in welcher Form – und wenn es in 15, 20 Jahren als Abgeordneter ist. Alles Gute! (Beifall.)
Katharina Kramer: Herzlichen Dank.
Jetzt haben wir das Wort Demokratie schon ganz oft gehört, aber grundsätzlich muss man sich immer fragen: Was bedeutet Demokratie eigentlich? Warum ist es wichtig, dass wir eigentlich tagtäglich alle daran arbeiten sollen? – Demokratie verspricht in gewisser Weise etwas, und zwar: Sie verspricht uns allen, dass wir möglichst frei und gleich miteinander leben und entscheiden sollen. Demokratie ist – und das habt ihr gerade auch schon gehört – aber auch nicht nur eine Regierungsform, also die Art, wie da vorne gesprochen wird, wie Politik gemacht wird oder wie Gesetze entstehen, sie ist vor allem auch die Art, wie wir alle leben wollen, wie unser Leben ausschaut. Ich denke einmal, ihr denkt sofort an eure Familien – ich sehe da ein Nicken –, oder wenn ihr zum Beispiel mit euren Geschwistern immer wieder – ich will nicht sagen – streitet, aber vielleicht manchmal einen Konflikt habt oder etwas ausdiskutieren wollt, dann lebt die Demokratie; oder wenn ihr in der Schule einen Klassensprecher, eine Klassensprecherin wählt – das heißt, das hat ganz viel mit unser aller Leben zu tun.
Wir sind ja auch ganz viele verschiedene Menschen, wir sind alle unterschiedlich, wir sind bunt, wir sind eben nicht gleich, aber wir sind gleichwertig. Menschen haben unterschiedliche Meinungen, ich bin mir ganz sicher – ich habe euch vorhin ein bisschen kennengelernt –, zum Beispiel Franziska, die da vorne sitzt und heute noch eine Rede halten wird, hat wahrscheinlich eine ganze andere Idee, was sie später einmal werden will - - – Weißt du das schon? Noch nicht so ganz? (Franziska: Lehrerin!) – Eine Lehrerin, alle Achtung. (Beifall.)
Ich glaube, das ist einer der schönsten Berufe, die man haben kann. Ich sehe wahrscheinlich zustimmendes Nicken von den Lehrerinnen und Lehrern da oben. Aber Franziska hat wahrscheinlich eine ganz andere Idee, was sie werden will, als vielleicht Niklas, der irgendwo da oben sitzt. Wo ist Niklas? – Hallo Niklas! Niklas, was willst du werden? (Niklas: Lehrer!) – Okay, das war jetzt natürlich das Beispiel - - (Beifall.) Das war ein großartiges Zeichen, das mein Beispiel jetzt nicht ganz so funktioniert hat, aber ich denke mir, wahrscheinlich andere Arten von Lehrern.
Was ich noch zeigen wollte, ist, dass wir eben alle unterschiedlich sind, und das muss eine Demokratie möglich machen, nämlich diese Unterschiedlichkeit leben zu dürfen, sie ausdrücken zu dürfen. Wie macht das eine Demokratie? Ich habe heute etwas mitgebracht, ich finde das nämlich einen sehr schönen Vergleich. – Wisst ihr, was das ist? Also das Wort Demokratie lenkt euch ein bisschen ab, aber habt ihr eine Ahnung, was das ist? Was könnte das sein? (Schülerin: Koffer?) – Koffer, ja, Werkzeugkoffer, hervorragend, sehr gut, es ist ein Werkzeugkoffer – Franziska, darf ich das da kurz hinstellen? –, also ein Werkzeugkoffer.
Was erwarten wir in einem Werkzeugkoffer, wenn wir ihn aufmachen? – Ihr habt schon Ideen, ich merke es: zum Beispiel einen Hammer – kennt ihr, oder? –, ein Maßband, und, vielleicht eher untypisch, aber in meinem Werkzeugkoffer ist sie drinnen, eine Taschenlampe.
Ja, ein Werkzeugkoffer hilft uns, das Leben ein bisschen einfacher zu machen. Eine Demokratie macht das auch, die hat nämlich auch Werkzeuge, die sie verwenden kann: Wenn wir zum Beispiel ganz treffsicher den Nagel auf den Kopf treffen wollen und eine Wahl treffen wollen, haben wir zum Beispiel die Möglichkeit, wählen zu gehen; mit 16 kann man in Österreich wählen gehen. Oder wenn ich zum Beispiel in meinem Leben verbindlich irgendetwas abmessen will, wenn ich mich auf etwas verlassen will, dann kann ich ein Maßband verwenden. Eine Demokratie verwendet zum Beispiel die Verfassung, denn da stehen Rechte und Gesetze drinnen, auf die man sich verbindlich verlassen kann und die uns alle schützen. Oder wenn ich zum Beispiel etwas nicht finde, in einer dunklen Wohnung, wenn ich Informationen haben will, die vielleicht ein bisschen versteckt sind, dann kann ich meine Taschenlampe herausholen und ausleuchten. In einer Demokratie können Medien zum Beispiel, freie Medien, Dinge beleuchten, die vielleicht noch ein bisschen verborgen waren.
Das heißt, dieser Werkzeugkoffer ist in einer Demokratie im besten Fall sehr gut gefüllt, und es gibt noch viele andere Werkzeuge, die wir natürlich kennen – das habt ihr auch kennengelernt in der Demokratiewerkstatt, oder? –, wie zum Beispiel die Meinungsfreiheit oder die Grundrechte oder die Möglichkeit demonstrieren zu gehen. Also all das füllt den Werkzeugkoffer der Demokratie ganz gut.
Ich kann euch etwas verraten: Ihr alle habt schon ganz viele Werkzeuge der Demokratie ausprobiert, tagtäglich in eurem Leben, und ihr habt auch einige bei uns in der Demokratiewerkstatt da oben kennengelernt, wie zum Beispiel den Hammer, also was zum Beispiel Wahlen sind und was sie bedeuten.
Was ihr auch gemacht habt – und das wurde schon erwähnt –: Ihr habt selbst Werkzeuge produziert, und zwar eine ganze Menge. Ich habe da im Werkzeugkoffer auch die Werkzeuge, die ihr gemacht habt – also ihr könnt ja bei uns Filme, Podcasts und eben auch Zeitungen machen –, ich glaube, die erkennt ihr wieder, oder? Das sind eure Zeitungen – von euch (in Richtung Galerie) da oben, von euch (in Richtung Plenum) da unten, von euch allen –, die entstanden sind – eure Zeitungen mit ganz vielen Informationen und Erkenntnissen für unsere Demokratie.
Ich weiß nicht, ich sage es immer wieder, aber ich bin irrsinnig nah am Wasser gebaut, ich bin auch immer sehr ergriffen davon, was ihr für wichtige Ideen habt und welche Dinge ihr weitergeben könnt. Ich kann nur einen Tipp geben – wir werden die jetzt nicht alle durchlesen, das würde ein bisschen länger dauern –: Alle Menschen sollen unbedingt auf die Website schauen, denn da sind alle Zeitungen seit 2007, alle Filme, alle Podcasts mit euren wichtigen Botschaften für unsere Demokratie zu finden.
Damit ich zumindest eine vorlesen kann, Herr Präsident, ziehen Sie einfach einmal eine, das ist wie gesagt jetzt Zufall. Gut, nehmen wir gleich die.
Es war eine Werkstatt Medien mit Waidhofen – hallo Waidhofner, von euch war sie (Beifall), und zwar von der a-Klasse. Ihr habt da bei uns daran gearbeitet, und ich habe jetzt einfach etwas herausgenommen, eine Erkenntnis. Ihr – das waren Marcel, Izabell, Lena, Paula, Simon und Olsi – habt einen Artikel zum Thema „Informationen genau beachten!“ geschrieben. Ihr habt zum Beispiel geschrieben: „Heutzutage ist es einfach, viele Informationen aus dem Internet zu bekommen. [...] Wichtig ist auch, über das Thema nachzudenken und sich selbst eine Meinung zu bilden, weil die Informationen aus dem Internet nicht das eigene Denken ersetzen dürfen.“ – Also eine Botschaft an die Demokratie, an alle Menschen, die es lesen können. Danke für diese Botschaft! (Beifall.)
Ich lege sie alle hierher, und wie gesagt, wer nachher noch drin schmökern will, es sind alle herzlich dazu eingeladen.
Wir haben gesagt, Demokratie bedeutet auch mitmachen, mitbestimmen. Ihr habt das auf ganz viele Arten gezeigt und ihr habt hoffentlich einiges auch mit nach Hause nehmen können: Erkenntnisse, Erfahrungen, und die wollen wir gerne hören. Deswegen sitzen hier schon ganz viele wichtige junge Menschen, nämlich die Vertreterinnen und Vertreter von euch allen, von euren Klassen, und sie werden uns jetzt in Kürze darüber berichten, was Sie alles so erfahren haben, was Sie mitgenommen haben.
Wo könnte man das besser als am Ort der Demokratie, am Redner- und Rednerinnenpult? Der Herr Präsident hat es wieder ein bissl höher gestellt, was wichtig ist, ich muss es auch höher stellen, aber wenn ihr es niedriger stellen wollt, ich kann euch dann helfen; das geht da auf der Seite ganz gut, und ihr könnt auch die Mikrofone gut herrichten.
Ich werde euch jetzt der Reihe nach aufrufen und ihr geht dann nach vor, um uns einfach zu erzählen, was ihr mitgenommen habt.
Wir fangen gleich mit Cleo Urban aus der 4a der Volksschule Reisnerstraße an! (Beifall.) – Bitte, Cleo. Ja, ich kann dir noch - - Ich glaube, das ist perfekt, oder?
Statements der Schülersprecherinnen und Schülersprecher
Schülerin (Volksschule Reisnerstraße): Im Zuge der Demokratiewerkstätten konnten wir zwei Zeitungen und zwei Podcasts erstellen. Wenn man sich informieren möchte, sollte man verschiedene Quellen nutzen, das haben wir erfahren. Zum Glück sind wir in einem Land, wo es Pressefreiheit und Meinungsfreiheit gibt, trotzdem sollten wir darauf achten, was wir im Netz schreiben, was wir über uns preisgeben und welche Medien wir nützen. Wir wollten auch noch den Organisatoren danken! (Beifall.)
Katharina Kramer: Danke schön, liebe Cleo. Sie hat den Einstieg geliefert, ganz großartig gemacht.
Die Nächste an der Reihe ist Susanna Stern von der 4a der privaten Mittelschule der evangelischen Schulgemeinde. – Bitte, Susanna, komm nach vor. (Beifall.)
Schülerin (Private evangelische Mittelschule Karlsplatz): Sehr geehrtes Demokratiewerkstattteam! Liebe Schülerinnen und liebe Schüler! Sehr geehrte Lehrerinnen und Lehrer! Ich möchte mich im Namen meiner Klasse für die tollen Workshops, an denen wir in den letzten vier Jahren teilgenommen haben, bedanken. Wir haben in den letzten vier Jahren sehr viel unternommen und eine sehr spannende Abwechslung zum Unterricht waren natürlich auch die Workshops. Wir möchten uns auch bei denen bedanken, die uns die letzten Jahre und Male so toll betreut haben. Sie haben die Inhalte gut erläutert und das eigenständige Schreiben von Zeitungen oder das Aufnehmen von Podcasts war ein besonderes Highlight für uns alle. Wir hatten alle eine sehr spannende Themenauswahl, die wir dann immer sehr gut umgesetzt haben. Die Werkstätten waren auch immer sehr gut organisiert. Danke schön. (Beifall.)
Katharina Kramer: Danke, liebe Susanna.
Wir machen gleich mit zwei Personen weiter, und zwar mit Elsa Gollatz und Heinrich Egger aus der 4b der Privaten Volksschule St. Marien. – Bitte schön. (Beifall.)
Schülerin (Private Volksschule St. Marien): Sehr geehrte Parlamentsdirektion! Sehr geehrter Herr Präsident! Alle Anwesenden! In den vier wunderbaren Workshops hier im beeindruckenden österreichischen Parlament haben wir Kinder der Privaten Volksschule St. Marien viel über Demokratie und ihre Bedeutung gelernt. Besonders spannend war für uns, unterschiedliche Sichtweisen kennenzulernen, miteinander zu diskutieren und uns gegenseitig zuzuhören. Aus den Workshops nehmen wir mit, dass wir großes Glück haben, in einem freien Land zu leben, in dem jede und jeder die eigene Meinung sagen darf. Wir haben gelernt, wie wichtig Respekt, Zuhören und Mitbestimmung sind, im Parlament und überall im Alltag.
Schüler (Private Volksschule St. Marien): Besonders in Erinnerung geblieben sind uns das gemeinsame Erarbeiten der Podcasts und Zeitungen sowie die tolle Zusammenarbeit in den Gruppen. Sehr viel Spaß hat es uns gemacht, in kleineren Gruppen zu diskutieren und uns auf ein Konzept zu einigen, fast so wie Politkerinnen und Politiker hier im Parlament.
Schülerin: Vielen Dank an das großartige Team der Demokratiewerkstatt, das uns mit viel Engagement diese wichtigen Werte, die Bedeutung der Demokratie nähergebracht hat! (Beifall.)
Katharina Kramer: Herzlichen Dank.
Wir machen gleich weiter mit Dominik Wittmann aus der 4b der Volksschule Prandaugasse. (Beifall.)
Schüler (Volksschule Prandaugasse): Sehr geehrter Herr Nationalratspräsident Rosenkranz! Liebe Schüler, Lehrer und Gäste! Als uns unsere Lehrerin Elisabeth zu Schulbeginn erzählte, dass wir die Demokratiewerkstatt besuchen werden, wussten wir anfangs nicht, was wir davon halten sollten. Nach der Erklärung, es geht um Politik, dachten wir uns: Das kann ja langweilig werden. Doch wir wurden vom Gegenteil überzeugt: An vier Terminen konnten wir eine Zeitung herstellen, drei Radiobeiträge aufnehmen, Leute interviewen, uns das Parlament anschauen, richtig schwere Wörter wir Partizipation und Manipulation kennenlernen und noch vieles mehr. All diese Themen waren auf eine Art und Weise gestaltet, die uns mitriss und begeistert arbeiten ließ. Bei all diesen schwierigen Aufgaben fühlten wir uns schon so richtig erwachsen. Zum Schluss möchten wir uns noch recht herzlich beim Demokratiewerkstattteam bedanken, das immer sehr geduldig mit uns war und auch bei einem etwas höherem Arbeitslärm nett und hilfsbereit blieb. Wir sind richtig stolz darauf, jetzt Demokratiewerkstattprofis zu sein. Herzlichen Dank. (Beifall.)
Katharina Kramer: Danke, lieber Dominik.
Wir machen gleich weiter mit Sophia Kurz aus der 4b der Volksschule St. Franziskus. (Beifall.)
Schülerin (Volksschule St. Franziskus): Sehr geehrte Damen und Herren! Liebe Schülerinnen und Schüler! Seit es die Demokratiewerkstatt gibt, sind wir Franziskus-Kinder Stammgäste.
Heuer durfte meine Klasse vier fantastische Workshops besuchen. Besonders gut gefallen hat uns, dass wir dabei verschiedene Medien kennengelernt haben und viel über Politik gelernt haben. Der Rundgang durch das Parlament war auch sehr beeindruckend, und es war eine interessante Erfahrung, auf den Plätzen der Politiker und Politikerinnen zu sitzen.
Mit Mikrofon, Aufnahmegerät und Tablets umzugehen, war eine schöne Abwechslung im Schulalltag. Wir haben drei Podcasts und eine Zeitung gemeinsam erstellt. Sehr aufregend war das Interview mit der Politikerin und dem Politiker: Sie so persönlich kennenzulernen, war für uns sehr spannend.
Ganz herzlich wollen wir uns bei den tollen Teams bedanken, die uns bei den Workshops unterstützt haben und unsere Beiträge gestaltet haben. Auch für die gute Verpflegung bedanken wir uns recht herzlich.
Der Pass mit den Stempeln und die Buttons werden uns an die Besuche hier erinnern und daran, wie wichtig es ist, sich für Politik zu interessieren. – Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall.)
Katharina Kramer: Danke schön.
So, als Nächste haben wir wieder zwei Personen, und zwar Huntieh Sharif und Yegane Zamani von der 4b der Mittelschule Georg-Wilhelm-Pabst-Gasse. – Bitte schön. (Beifall.)
Schülerin (Mittelschule Georg-Wilhelm-Pabst-Gasse): Sehr geehrte Damen und Herren! Liebe Schülerinnen und Schüler! Für uns war es eine große Erfahrung, hier im Parlament Demokratie selbst erleben zu dürfen. Besonders spannend war, dass wir aktiv mitarbeiten und mitwirken konnten. Die Themen der Workshops über Gesetze, Rechte und Politik waren sehr interessant und abwechslungsreich. Toll fanden wir auch, dass wir Podcasts über Demokratie und Politik gestalten durften.
Schülerin (Mittelschule Georg-Wilhelm-Pabst-Gasse): Spannend war außerdem, dass wir mit Politikerinnen und Politikern sprechen und ihnen Fragen stellen konnten. Uns hat besonders gefallen, dass jede Meinung wichtig war und dass wir gemeinsam diskutieren konnten. Auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter waren sehr freundlich und hilfsbereit. Besonders in Erinnerung bleiben uns die Interviews, die Gruppenarbeit und der spannende Einblick in das Parlament. – Danke. (Beifall.)
Katharina Kramer: Danke vielmals, ganz super gemacht!
Jetzt haben wir wieder zwei Personen, und zwar aus der 4d der Volksschule Siebenbrunnerstraße: Simon Kamellor und Felix Köfinger. (Beifall.)
Schüler (Volksschule Siebenbrunnerstraße, Gänserndorf): Sag einmal Simon, wie oft waren wir jetzt eigentlich in der Demokratiewerkstatt?
Schüler (Volksschule Siebenbrunnerstraße, Gänserndorf): Tatsächlich schon viermal: Zweimal haben wir einen Podcast aufgenommen und zweimal eine Zeitung erstellt. Dabei haben wir zusammen gelernt, gelacht und viel mitgenommen.
Schüler: Stimmt! Partizipation, also die Möglichkeit mitzubestimmen, leben wir auch in unserer Klasse. Im Klassenrat sprechen wir über wichtige Themen, suchen gemeinsam nach Lösungen und stimmen über Entscheidungen ab. Bei uns zählt jede Meinung.
Schüler: Der Workshop über Medien war auch richtig spannend, und vor allem hilfreich für Referate. Jetzt wissen wir viel besser, wo und wie wir uns gut informieren können.
Schüler: Besonders in Erinnerung geblieben ist uns außerdem die Europawerkstatt. Wir fühlen uns nicht nur als Österreicherinnen und Österreicher, sondern auch als Europäer und Europäerinnen. Europa bedeutet für uns Zusammenarbeit, Frieden und Gemeinschaft.
Schüler: Dann fehlt eigentlich nur noch eines: dass wir 16 werden und selber wählen dürfen – aber davon, was wir alles dafür brauchen, haben wir hier schon ein Stück mitbekommen, und dafür sagen wir im Namen der 4d Gänserndorf: Danke! (Beifall.)
Katharina Kramer: Ja wir sagen danke! Um das vielleicht auch noch kurz zu erwähnen – wir sagen es immer dazu –: Wir lernen auch ganz viel von euch. Das ist keine Einbahnstraße, sondern: Danke für alles, was wir von euch lernen dürfen!
Als Nächste habe ich hier Franziska Kierlinger aus der 4c der Volksschule Grinzinger Straße. (Beifall.)
Schülerin (Volksschule Grinzinger Straße): Sehr geehrte Damen und Herren! Uns, der 4c der VBS-Grinzinger Straße, haben die Workshops sehr gut gefallen, weil wir nicht nur zugehört haben, sondern selbst aktiv mitmachen durften.
Wir haben viel über Demokratie, Gleichberechtigung und die Europäische Union gelernt und haben sogar einen eigenen Podcast und zwei eigene Zeitungen gestaltet. Wir haben uns wie richtige Reporter gefühlt. Besonders stolz waren wir, als wir unsere eigenen Ideen einbringen durften und gesehen haben, dass daraus etwas Großes entstanden ist.
Wir haben auch gelernt, wie wichtig es ist, im Team zu arbeiten und einander zuzuhören, weil jede Meinung zählt. Dieses Erlebnis werden wir nicht so schnell vergessen. – Vielen Dank, dass Sie mir zugehört haben. (Beifall.)
Katharina Kramer: Danke, Franziska.
Als Nächste habe ich Sarah Kogler aus der 4a der Mittelschule II, Hauptplatz, aus Waidhofen. – Bitte. (Beifall.) Kommt ihr alle gleichzeitig? Dann muss ich euch natürlich auch vorstellen. Das heißt, gleich dazu kommen Magdalena Haselsteiner und Anna Loibl. Ich bitte auch da um einen Applaus! (Beifall.)
Schülerin (Mittelschule II, Waidhofen an der Ybbs): Liebe Abgeordnete! Liebe Lehrerinnen und Lehrer! Liebe Gäste! Wir durften in den vergangenen Jahren immer wieder Demokratieworkshops hier im Parlament besuchen. Dabei haben wir viel darüber gelernt, wie Demokratie in Österreich funktioniert, und wie wichtig es ist, dass jede Meinung gehört wird.
Schülerin (Mittelschule II, Waidhofen an der Ybbs): Uns hat besonders gefallen, dass die Workshops abwechslungsreich und interaktiv gestaltet waren. Wir konnten Fragen stellen, unsere eigene Meinung einbringen und erleben, wie Entscheidungen in einer Demokratie getroffen werden. Besonders interessant war für uns auch der Besuch von und die Fragerunde mit den Politiker:innen. Es war spannend, ihnen direkt Fragen stellen zu können und mehr über ihre Arbeit und ihre Meinungen zu erfahren.
Schülerin (Mittelschule II, Waidhofen an der Ybbs): Darüber hinaus hat uns die Erstellung unterschiedlicher Medien, wie einer Zeitung, eines Podcasts und eines Films über die EU, sehr gefallen. Dadurch konnten wir kreativ arbeiten und gleichzeitig viel Neues lernen. In Erinnerung geblieben ist uns vor allem die angenehme Stimmung und dass wir immer das Gefühl hatten ernst genommen zu werden. Wir nehmen aus den Workshops mit, dass Mitreden, Zuhören und Respekt sehr wichtig sind – nicht nur im Parlament, sondern auch in unserem Alltag.
Schülerin: Vielen Dank für diese spannende Zeit und die vielen interessanten Erfahrungen! (Beifall.)
Katharina Kramer: Danke recht herzlich euch dreien!
Wir machen gleich weiter mit Karim Samra und Emelie Hirsch aus der 4a der Mittelschule II Wiener Straße aus Tulln. (Beifall.)
Schülerin (Mittelschule Marc Aurel Tulln): Guten Tag! Wir sind Schüler der 4a der MS Marc Aurel Tulln. Nun möchte ich kurz meine Eindrücke aus den Workshops der Demokratiewerkstatt mit Ihnen teilen.
Besonders gut gefallen hat mir, dass wir in den Workshops sehr viel Neues über Demokratie gelernt haben, was wir im normalen Unterricht wahrscheinlich nicht in dieser Form erlebt hätten. Es war spannend, die Inhalte nicht nur theoretisch zu hören, sondern auch aktiv mitzuarbeiten und die verschiedenen Bereiche des Parlaments und der Demokratie besser kennenzulernen.
Vor allem nehme ich mit, dass jede Stimme zählt, und dass es wichtig ist, sich eine eigene Meinung zu bilden. – Vielen Dank!
Jetzt möchte ich an meinen Klassenkameraden Karim übergeben, der Ihnen nun seine Eindrücke erläutern wird.
Schüler (Mittelschule Marc Aurel Tulln): Danke schön, Emelie! Sehr geehrte Damen und Herren! Meine Klasse und die ganzen Mitschüler, die sich hier versammelt haben! Die Workshops hier im Parlament haben uns gezeigt, dass Demokratie nicht nur erklärt wird, sie wird gelebt.
Wir haben gesehen, wie Entscheidungen entstehen, wie Verantwortung getragen wird und wie viel Mut hinter jedem Schritt steckt, der dieses Land bewegt. Dafür möchten wir von Herzen Danke sagen.
Was wir mitnehmen, ist mehr als nur Wissen, es ist das Gefühl, dass unsere Stimmen Bedeutung haben und dass Zukunft von Menschen gestaltet wird, die bereit sind, dafür einzustehen. Genau dieser Gedanke bleibt uns in Erinnerung und begleitet uns weiter. – Vielen, vielen Dank an das Team der Demokratiewerkstatt und allen Leuten, die hier sind! (Beifall.)
Katharina Kramer: Danke schön für diese eindrücklichen Worte.
Wir haben jetzt noch eine Person, die die Runde abschließt, und zwar Sebastian Huemer aus der 4b der Mittelschule Lindenstraße aus Blindenmarkt. – Komm nach vorne! (Beifall.)
Schüler (Mittelschule Lindenstraße, Blindenmarkt): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzte Lehrerinnen und Lehrer und alle Anwesende! Wir als Klasse der Mittelschule Blindenmarkt sind insgesamt viermal in die Demokratiewerkstatt gefahren. Diese vier Besuche waren sehr interessant und spannend. Wir haben dort viel über Politik, Gesetze und das Parlament gelernt; außerdem haben wir erfahren, wie Politiker und Politikerinnen arbeiten und warum Demokratie für unser Land wichtig ist.
Besonders spannend war, dass wir selbst ausprobieren konnten, wie Entscheidungen im Parlament getroffen werden. Wir haben gelernt, wie Gesetze entstehen und wie wichtig es ist, dass jeder seine eigene Meinung sagen darf und diese bei Wahlen äußern kann. Auch das Thema Social Media war interessant. Wir haben darüber gesprochen, wie Informationen im Internet verbreitet werden und warum man nicht alles sofort glauben sollte.
Die Workshops waren abwechslungsreich und gut gestaltet, das Team dort war sehr gut vorbereitet, nett und freundlich und hat uns alles verständlich erklärt. Dadurch konnten wir viel Neues lernen und hatten gleichzeitig auch sehr viel Spaß. Die Podcasts und Zeitungen haben die tollen Erfahrungen unvergesslich gemacht. Insgesamt waren die Besuche in der Demokratiewerkstatt eine tolle Erfahrung, an die wir uns noch lange erinnern werden.
Ich möchte noch einen großen Dank an das Team der Demokratiewerkstatt aussprechen – und danke fürs Zuhören. (Beifall.)
Katharina Kramer: Danke schön.
Ich weiß ja nicht, wie es quasi den Profis geht, wenn sie solche Reden halten, aber ich glaube: großer Respekt dafür, sich hier vorne herzustellen und zu sprechen. Also ich muss sagen: Unglaublich, was ihr da heute in Vertretung von euch allen geleistet habt. (Beifall.)
Wir haben jetzt von euch gehört, was ihr euch mitgenommen habt, aber da sitzen ja – schon mehrmals angekündigt – auch Menschen aus der Politik, aus dem Bundesrat und aus dem Nationalrat, die eben Werkstätten mit euch besucht haben, wie gesagt, an einige könnt ihr euch vielleicht sogar persönlich erinnern. In diesen Werkstätten kommt ihr ja immer schon ein bisschen früher, bevor die Interviews losgehen, und ihr bereitet Fragen zu den Themen, die wir mit euch erarbeiten, vor. Diese Fragen, glaube ich, gehen zum Teil schon ganz schön an die Substanz, also das geht ganz tief auch ins Herz hinein.
Wir werden jetzt gemeinsam fragen. Ich sage absichtlich gemeinsam, weil es komisch wäre, wenn ich diese Fragen vorlese, weil die ja von euch kamen. Ich habe einige Fragen hier, die ihr in diesen Werkstätten gestellt habt, auf diesem Zettel, und ich brauche jetzt eure Unterstützung – denn wir werden diese Fragen wieder an Sie richten, liebe Abgeordnete, liebe Bundesrätinnen und Bundesräte.
Wer könnte mir denn helfen? – Sehr gut! Ich habe erwartet, dass da einige Hände hochgehen; wir werden nicht alle nehmen können. Ist es okay – ihr habt jetzt schon gesprochen, ich weiß, es ist super, es ist toll; vielleicht nehme ich dann euch da hinten als Back-up –, aber vielleicht nehmen wir einfach ein paar, die noch nicht reden konnten? – Magst du gleich zu mir nach vorne kommen?
Verzeiht, alle, die das jetzt nicht live machen können. Wir machen es so: Ich habe zwei Mikrofone – habt ihr gut auf die Mikrofone aufgepasst, bevor ihr nach vorne kommt? –, und das eine bekommen die Abgeordneten. Wir fangen gleich – sie kann sich schon vorbereiten – mit Lisa Schuch-Gubik an – und dann bitte das Mikrofon einfach immer weitergeben –, und – wer bist du? (Schülerin: Mia!) – Mia hat eine Frage. Ziehst du einfach einmal eine? Wir verraten nicht, was wir fragen, oder? Magst du sie einmal durchlesen? – Ja, okay.
Mia: Wie war es für Sie, Ihre erste Rede zu halten?
Lisa Schuch-Gubik (Abgeordnete zum Nationalrat, FPÖ): Das war ein ganz spannender Moment, und ich muss ehrlich zugeben, man ist wahnsinnig nervös, wenn man da das erste Mal vorgeht und eine Rede hält. Ich habe den Vorteil gehabt, dass ich erst am Vormittag erfahren habe, dass ich am Nachmittag meine erste Rede halten muss, das heißt, ich habe mir eine schlaflose Nacht erspart, aber die Knie zittern schon ordentlich. Man ist ganz, ganz stark nervös, man ist dann auch froh, wenn es vorbei ist und gut gegangen ist. Das ist ein ganz spannender Moment, der mir sicher mein Leben lang in Erinnerung bleiben wird. (Mia: Danke!)
Katharina Kramer: Danke. (Beifall.)
Jetzt kannst du dich wieder hinsetzen. – Mia hat gezeigt, wie es geht.
Wer möchte denn als Nächster? – Ach Gott, das ist furchtbar! Ich weiß, ich muss mich jetzt entscheiden: Ich nehme, nehme, nehme einfach jemanden da hinten. – Kommst du? Der Zweite, ja genau, die letzte Person, die aufzeigt. Ja, das bist eh du, genau. Komm einfach schnell nach vorne zu mir, mit entschlossenem Schritt – sehr gut! Wer bist du? (Schüler: Ich bin Attila!)
Attila hat jetzt nämlich eine Frage an Herrn Gerstl. – Attila, komm zu mir! Du darfst eine Frage ziehen. Lies sie dir einmal durch. Alles klar?
Attila: Was bedeutet Demokratie für Sie?
Wolfgang Gerstl (Abgeordneter zum Nationalrat, ÖVP): Ich leite es immer gerne aus dem Griechischen ab. Demokratie kommt aus dem Griechischen: Demos, das Volk, und Kratos, die Herrschaft. Das heißt: Wir alle herrschen gemeinsam und entscheiden gemeinsam, und damit entscheiden nicht wenige über uns, sondern wir entscheiden über die wenigen, die uns dann regieren.
Katharina Kramer: Zufrieden mit der Antwort, ja? (Attila: Ja!) – Okay. (Beifall.) – Danke, Attila, danke, Herr Gerstl.
So, ich brauche wieder jemanden. Ich weiß, ich weiß – es sind so viele, die mich anschauen. Ich nehme jetzt einmal einfach: Kommst du mit dem roten T-Shirt nach vorne? Kleid, Entschuldige! Ja, komm ganz schnell nach vorne zu mir. Die nächste Frage geht an Amelie Muthsam. Wer bist du denn? (Schülerin: Ich heiße Miriam!)
Miriam hat die nächste Frage. – Zieh dir einmal eine, lies sie dir einmal durch. – Alles klar?
Miriam: Was mögen Sie besonders an Ihrer Aufgabe im Parlament?
Amelie Muthsam (Mitglied des Bundesrates, SPÖ): Das ist eine schwierige Frage, weil es so viele schöne Teile gibt. Ich würde sagen: Solche Termine wie heute, wenn ganz, ganz viele junge Leute hier im Parlament sind, zählen auf jeden Fall dazu. Wenn man in der Demokratiewerkstatt sein kann und eure schwierigen Fragen beantworten kann, zählt das auch dazu, weil – ich verrate euch ein Geheimnis –: Wir sind es als Politikerinnen und Politiker ja gewohnt, Interviews zu geben oder Fragen zu beantworten, und ich würde sagen, dass eure da teilweise schon zu den schwierigeren zählen. Also da muss man sich manchmal wirklich überlegen, was man euch da antwortet, und wie man es auch so erklären kann, dass es für euch Sinn macht und dass ihr euch auch auskennt.
Ich würde sagen, das sind die schönsten Termine: Wenn man nämlich teilen kann, wie schön es ist, dass man hier im Parlament arbeiten darf und dass man sich hier einsetzen kann, dass auch junge Leute – so wie ihr alle, die ihr vielleicht noch nicht wählen gehen könnt – trotzdem hier eine Stimme haben. (Beifall.)
Katharina Kramer: Zufrieden? (Miriam: Ja!) – Danke, Miriam, großartig gemacht!
Wir machen gleich weiter. Ich weiß, ich weiß, ich höre euch da hinten eh. Nehmen wir jemanden aus der Grinzinger Straße –oder? –, denn da sind auch so viele Hände oben. – Kommst du gleich, Zweiter von links? Ja, du, komm her zu mir! Ich weiß, ich habe euch alle gesehen. Im Herzen fragt ihr einfach alle mit. – Wer bist du denn? (Schüler: Loran!)
Loran, zieh einmal eine Frage und schau, ob du sie verstehst. Die Frage geht nämlich jetzt gleich an Sophie Marie Wotschke.
Loran: Warum ist - -
Katharina Kramer: Warte, warte, warte, Moment! Du bist superschnell, aber wir machen das mit dem Mikrofon, dann versteht man dich besser.
Loran: Warum ist es wichtig, dass wir unsere Rechte kennen?
Sophie Marie Wotschke (Abgeordnete zum Nationalrat, NEOS): Hallo, Loran! Ich bin Juristin, das heißt, ich habe Recht studiert. Wir haben schon über die Demokratie gesprochen, wo wir uns ausmachen, wie wir gemeinsam leben, und da kommen dann Gesetze heraus. Diese Gesetze gelten für uns alle, und da gibt es in der Verfassung auch ganz, ganz viele Rechte, die wir haben, zum Beispiel das Recht auf Meinungsfreiheit, das Recht auf Versammlungsfreiheit.
Diese Rechte, die wir da haben, machen die Demokratie aus, denn nur dann, wenn wir alle unsere Meinung auch wirklich sagen können und dürfen, wenn wir uns versammeln dürfen, wenn wir uns kundtun dürfen, kann die Demokratie funktionieren, nur dann sind auch wirklich alle Meinungen gehört. Diese Rechte muss man auch kennen, damit man auf ihnen bestehen kann, und das ist für die Demokratie essenziell.
Katharina Kramer: Bist du zufrieden? (Loran: Ja!) – Danke, Loran, super gemacht.
Eine Frage habe ich noch. Wer will denn? Ich schaue einmal auch zu den ein bisschen Älteren, vielleicht wollen die auch einmal – die verstecken sich eher. Nehmen wir noch dich: Genau, den Zweiten von rechts. Ja, ich merke Freude. Finden wir gleich heraus, wer das ist! – Verrätst du uns deinen Namen? (Schüler: Ich bin der Mirac! ) – Bitte, Mirac, komm zu mir in die Mitte! Du kannst auch noch eine Frage ziehen. Die Frage geht an Markus Koza.
Mirac: Warum ist es wichtig, dass es ein Parlament gibt?
Markus Koza (Abgeordneter zum Nationalrat, Grüne): Erstens einmal, damit ihr dann zu uns kommen könnt, denn wenn es das Parlament nicht geben würde, könntet ihr nicht zu uns kommen und etwas über Demokratie lernen.
In Wirklichkeit ist aber die zentrale Funktion von Demokratie – das habt ihr eh wunderbar gelernt, und noch einmal danke, dass ihr hier bei uns wart; nicht nur danke, dass wir das anbieten, diese Kurse, sondern dass ihr wirklich kommt und euch mit Demokratie auseinandersetzt – jene: Das Parlament ist genau dieser Ort der Demokratie, dieser ganz wichtige Ort der Demokratie, wo Meinungen ausgetauscht werden, wo miteinander diskutiert wird, wo Demokratie gelebt wird, wo gemeinsam Lösungen gesucht werden, wo Lösungen gefunden werden, die dann zu Gesetzen werden und unser aller gemeinsames Zusammenleben irgendwie regeln.
Da gibt es unterschiedliche Meinungen, unterschiedliche Vorstellungen, wie die Gesetze ausschauen sollen. Das Wunderbare an Demokratie ist eben, dass keiner von oben sagt: Das wird jetzt so gemacht!, sondern das muss alles ausverhandelt, diskutiert, besprochen werden, um dann eine gemeinsame Lösung zu finden.
Das Parlament, das ist der Ort. Ich glaube, ohne Parlament würde es so etwas wie eine richtige Demokratie gar nicht geben.
Katharina Kramer: Bist du zufrieden? (Mirac: Mhm, ja!) – Ja, okay. – Danke schön. (Beifall.)
Das heißt, einige Fragen werden Sie wahrscheinlich aus den Werkstätten wiedererkannt haben.
Offizielle Ehrung der Demokratiewerkstattprofis – Überreichung der Medaillen
Katharina Kramer: Was jetzt gerade passiert, das hat nichts mit den Antworten zu tun – es kommt nämlich gerade Bewegung in den Raum. Das ist ein gutes Zeichen, weil das kündigt nämlich, ich würde sagen, fast einen der wichtigsten Programmpunkte an, nämlich die Verleihung der Medaillen. Ihr habt sie schon entdeckt – sie glänzen und glitzern schon da auf der Seite. Es sind sehr viele – wie gesagt, für jede Person, die heute offiziell Demokratiewerkstattprofi wird, ist eine gedacht, und die werdet ihr dann um euren Hals tragen können. Das ist ein ganz besonderer, feierlicher Moment. Das ist nichts, das man jemandem so einfach irgendwo zwischendurch in die Hand drückt.
Wir haben auch großartigerweise Menschen hier, die euch diese Medaillen verleihen werden, und sie sitzen hier in der ersten Reihe. – Ich darf Sie dann gleich bitten, uns bei der Überreichung der Medaillen zu unterstützen. Es kommt dann immer eine Mitarbeiterin der Parlamentsdirektion direkt zu Ihnen und wird Ihnen auch zeigen, wo Sie am besten zu verteilen anfangen.
Ihr Lieben, liebe Schülerinnen und Schüler, die ihr hier unten sitzt, ihr bleibt einfach sitzen, weil das Großartige ist: Die Politik kommt zu euch, also ihr könnt einfach da sitzen bleiben. Steht einfach auf, wenn jemand bei euch steht, um euch die Medaille umzuhängen, zu überreichen. Wie gesagt: Einfach sitzen bleiben! – Ihr Lieben auf der Regierungsbank, ihr kommt dann einfach nach vorne, weil eben auch die Klassen, die gerade heruntergekommen sind, dann durch diese zwei Eingänge da zu uns nach vorne kommen, damit wir alle gemeinsam diesen Moment genießen können.
Ich kann euch nur einen kleinen Tipp geben: Ich habe auch eine bei mir zu Hause über dem Bett hängen, einfach als Erinnerung. Medaillen sind eine Möglichkeit, sich an etwas zu erinnern. Das ist etwas, das bleibt. Man sieht, man hat etwas gemacht, man hat etwas geschafft, und es ist immer so eine Erinnerungshilfe, dann auch zu wissen, was man geschafft hat – und das war keine Kleinigkeit. Ihr habt das einfach so großartig gemacht, dass es uns ganz leichtfällt, euch diese Anerkennung irgendwie auch zu überreichen.
Ich schaue mal, da hinten stehen schon einige. Sind alle herunten? – Ja, dann kann ich sagen: Lasst die Ehrung beginnen!
Es folgen die Musikstücke „We Are The Champions“ von Queen, „Tage wie diese“ von Die Toten Hosen sowie „Auf uns“ von Andreas Bourani.
Katharina Kramer: Liebe Demokratiewerkstattprofis, ich brauche jetzt wieder eure absolute Aufmerksamkeit. Es hat sich hier etwas getan. Ich glaube, im Parlament und dem Nationalratssitzungssaal gibt es selten so ein Gewurl, oder? – Ich schaue jetzt gerade die Politikprofis an: Das ist eher außergewöhnlich.
Ihr habt euch den Raum erobert, das ist gut so. Es ist auch unser aller Raum, so gesehen, weil es ja unsere Demokratie ist, und wir wollen diesen Moment festhalten – alle gemeinsam auf einem gemeinsamen Foto –, und das ist ein bisschen eine Herausforderung für unsere Fotografin. Die muss euch natürlich alle irgendwie gut abbilden, und das Geheimnis von einem guten Foto ist auch, dass man zu sehen ist – das werden wir hinbekommen –, das heißt: Achtet auch selbst darauf, wenn ihr ins Objektiv der Kamera schaut, dass ihr auch hineinschauen könnt.
Vorher, bevor wir das Foto machen, brauchen wir aber noch drei – ich nenne sie einmal – Wesen – ihr habt heute schon von ihnen gesprochen; auf den Buttons, die wir euch austeilen, erkennt man ihre Bilder –, das sind die Maskottchen des Parlaments Theo, Hans und Polli, und sie sind sehr raumfüllend, wie ihr seht. Sie kommen hier schon bei den Türen herein. – Kommt zu uns nach vorne!
Es folgt der Demokratiewerkstattsong.
Katharina Kramer: Kommt ruhig näher! Hans freut sich.
So, also jetzt sind wir, glaube ich vollständig, oder? Wie geht es? Ich glaube, er, unser Theo, ist auch sehr gerührt von so vielen jungen, begeisterten Menschen.
Wir müssen das jetzt schaffen – und werden wir das schaffen! –, alle auf ein Foto draufzubekommen. Wir werden das so machen, dass die Fotografin hier oben stehen wird – auf dem Präsidium, wo normalerweise der Nationalratspräsident sitzt und die Sitzung leitet –, und wir alle werden uns hier in diesem Rund aufteilen. Da ist es am besten, dass vielleicht die vorderen Reihen eher Menschen sind, die nicht ganz so groß sind beziehungsweise sich auf den Boden setzen, und für hinten schaue ich vor allem die besonders Großen an, nämlich unsere drei Maskottchen, dass die sich halt eher hinten aufstellen, und auch die Erwachsenen, damit wirklich jede Person gut zu sehen ist.
Ich werde versuchen, das ein bisschen – wie soll ich sagen? – wie ein Ballett zu steuern, oder? Ihr werdet mir dabei helfen.
Es wird ein Foto gemacht.
Alle Hände wieder hinunter! Alle Hände wieder hinunter!
So, das heißt, wir haben unser Foto. – Danke schön! Ihr habt das wunderschön gemacht.
Was kommt jetzt noch auf euch zu? – Das Wichtige habt ihr um den Hals, nämlich die Medaille, aber – Moment, Moment, Moment, hört mir noch ganz kurz zu, seid so lieb und hört mir noch kurz zu! – wir wollen mit euch gemeinsam noch den Vormittag in der Säulenhalle ausklingen lassen. Da gibt es eine kleine Erfrischung und wir haben einige Andenken für euch, die euch an den Tag heute erinnern werden – die bitte unbedingt dann oben in der Säulenhalle abholen! –, Urkunden für eure Klasse – die bekommen eure Klassenlehrer:innen – und es gibt die Möglichkeit, mit unseren Maskottchen, die dann auch oben auf euch warten werden, im Foto-Corner Fotos zu machen.
In diesem Sinn sage ich allen Anwesenden: Danke schön und bis bald in der Demokratiewerkstatt! (Beifall.)