67/SVER
19. Juni 2026
XXVIII. Gesetzgebungsperiode
Nationalratssaal
Programm
Eröffnungsworte
Walter Rosenkranz – Präsident des Nationalrates
Statements der Sprecherinnen und Sprecher der Schulklassen und Lehrlinge
Offizielle Ehrung der Demokratiewerkstattprofis
Überreichung der Medaillen
Katharina Kramer (Moderatorin, Müllers Freunde): Ja, sehr geehrte Damen und Herren! Liebe Schülerinnen, liebe Schüler! Liebe Lehrlinge! Also liebe Demokratiewerkstattprofis! Willkommen zurück in eurem Haus, also in unser aller Parlament! (Beifall.)
Ich darf Sie beziehungsweise euch alle ganz herzlich zur heutigen Profi-Ehrung begrüßen. Mein Name ist Katharina Kramer, ich arbeite in der Demokratiewerkstatt und ich habe die große Ehre, Sie beziehungsweise euch heute durch den heutigen Vormittag zu begleiten.
Ja, was genau ist denn ein Demokratiewerkstattprofi? – Ganz klar: Wir wissen, das ist eine Person, die ungefähr vier Werkstätten in der Demokratiewerkstatt besucht hat, also einige Male schon hier war. Aber ist in dem Fall wirklich dabei sein alles? – Ich glaube, man kann ganz klar sagen: Wenn man den Namen Demokratiewerkstatt anschaut, sieht man schon, dass in einer Werkstatt gearbeitet wird. Das heißt, ihr alle wart nicht einfach nur dabei, sondern ihr habt alle ganz aktiv an unserer Demokratie gearbeitet, durch Dabeisein, durch Diskutieren, sich Themen anschauen, sich Gedanken machen, und deswegen seid ihr da. Das heißt, wir haben heute in Summe 284 Schülerinnen und Schüler, die den Titel Demokratiewerkstattprofi tragen. Ich glaube, das muss einmal einen ersten großen Applaus geben. (Beifall.)
Ich habe es vorhin schon gesagt: Es ist auch so schön, Gesichter wiederzuerkennen, einfach, weil wir euch schon ein bisschen kennen, und ihr seid schon ganz anders in diesen Raum hereingekommen. Das heißt, es ist der ideale Ort, um euch heute zu feiern, euch Danke zu sagen, und ich will das natürlich nicht alleine machen, sondern in diesem Raum sind etliche Menschen, die das im Namen, im Auftrag des österreichischen Parlaments machen, euch als Demokratiewerkstattprofis auszuzeichnen. In diesem Sinne möchte ich ganz herzlich den Gastgeber der heutigen Veranstaltung, unseren Nationalratspräsidenten Walter Rosenkranz, begrüßen. (Beifall.)
Es freut mich auch sehr – und vielleicht haben einige von euch sie auch schon wiedererkannt –, alle anwesenden Abgeordneten zum Nationalrat und Mitglieder des Bundesrates willkommen zu heißen. Besonders herzlich möchte ich die Mandatarinnen und Mandatare in unserer Mitte begrüßen, die später auch kurz einige Fragen beantworten werden. Die, die hier sind, waren auch schon des Öfteren in der Demokratiewerkstatt beziehungsweise haben sich aktiv eingebracht, und wie gesagt ist wahrscheinlich zum Teil sogar ein Wiedererkennungswert da. Namentlich sind das Maximilian Weinzierl von der FPÖ – herzlich willkommen (Beifall) –, Antonia Herunter von der ÖVP – herzlich willkommen (Beifall) –, Kai Jan Krainer von der SPÖ – herzlich willkommen (Beifall) –, Julia Deutsch von den NEOS – herzlich willkommen (Beifall) – und Ralph Schallmeiner von den Grünen. (Beifall.)
Wen ich heute auch noch mit ganz großer Freude erwähnen will, vielleicht auch deshalb, weil es uns ein großes Anliegen ist, in dem Zusammenhang für ihre Arbeit auch Danke zu sagen, sind unsere Mediengäste. Wir haben heute sogar zwei hier sitzen, das sind Robert Stoppacher und Christian Schüller – herzlich willkommen. (Beifall.) Unsere Mediengäste kommen in die Werkstatt Medien und reden mit euch über die Rolle von Medien in der Demokratie und ihre journalistische Arbeit, und sie machen das ehrenamtlich und mit ganz viel Engagement – herzlichen Dank. (Beifall.)
Wenn wir schon beim Erwähnen sind: Wer ist jetzt eigentlich so gesehen am wichtigsten? – Das seid ihr, nämlich ihr Klassen, und die muss ich natürlich jetzt auch ganz dringend erwähnen – hat schon lange genug gedauert. Wir fangen mit der 3cGK der Berufsschule Wels an – herzlich willkommen. Wo seid ihr? – Ich glaube, da drüben. (Beifall.)
Vielleicht könnt ihr euch einfach auch erkennbar machen, ihr könnt aufstehen, jubeln, mit den Füßen trampeln – was auch immer euch einfällt.
Machen wir weiter mit der 4a der GTMS Bildungscampus Sonnwendviertel – herzlich willkommen. Wo seid ihr? (Beifall.)
Es sind meistens die Menschen, die dann nicht klatschen. Also in dem Fall wart ihr das.
Dann haben wir die 7a des Gymnasiums und wirtschaftskundliche Realgymnasiums des Schulvereins der Dominikanerinnen – herzlich willkommen. (Beifall.)
Die 7WPF-Klasse des BG/BRG Judenburg – herzlich willkommen. (Beifall.)
Die 1f der Polytechnischen Schule / Fachmittelschule Burggasse – herzlich willkommen. (Beifall.)
Wir haben zwei großartige Klassen aus der Polytechnischen Schule Maiselgasse hier, nämlich die 7f und die 8f – herzlich willkommen. (Beifall.)
Auch hier unten ist die 7c des Bundesgymnasiums und Bundesrealgymnasiums Draschestraße – herzlich willkommen. (Beifall.)
Ganz hier ganz vorne haben wir einen Lehrling, nämlich von der Parlamentsdirektion, Hannah Nekowitsch – herzlich willkommen. (Beifall.)
Jetzt gehen wir hinauf auf die Galerie. – Also ihr habt ganz großartige Plätze, hinunter auf die untere Ebene. – Wer ist hier oben? Ich fange ganz links an, da ist die 3a der Mittelschule Albrechtsberg an der Großen Krems – herzlich willkommen (Beifall) – und auch die 4a der Mittelschule Albrechtsberg – herzlich willkommen! (Beifall.) Genau in der Mitte – ihr winkt, ich sehe euch schon – ist die 7b des Bundesgymnasiums und Bundesrealgymnasiums aus Baden – herzlich willkommen (Beifall) –, und da sitzt die 7c des BGRG 8 Albertgasse – herzlich willkommen. (Beifall.) Und da auf der Seite ist die 4e des BRG 14 Linzer Straße – herzlich willkommen! (Beifall.)
So, das waren unsere 13 Klassen, und der Raum ist ganz anders gefüllt mit ganz vielen jungen Leuten – ich finde das ganz großartig. In dem Sinne kann ich gleich zu unserem Nationalratspräsidenten Walter Rosenkranz überleiten und ihn bitten, die Eröffnungsworte zu sprechen. (Beifall.)
Eröffnungsworte
Walter Rosenkranz (Präsident des Nationalrates): Liebe Schülerinnen und Schüler! Sehr geehrte Damen und Herren! Ja, ihr steht heute im Mittelpunkt dieses Treffens, dieser Ehrung, dieser Profi-Ehrung! Professionalität ist etwas, was man im Leben überhaupt braucht, und ihr habt alle bewiesen, dass es neben dem, was es in der Schule gibt, auch etwas Erweitertes gibt. Ich sage einmal: Staatsbürgerkunde. Das hat sich das Parlament selbst auf die Fahnen geheftet, und die Tatsache, dass sich Abgeordnete aller Parteien hier immer wieder bereit erklären, mit euch Schülerinnen und Schülern zu arbeiten, zu diskutieren, Einblicke zu geben – schlicht alles zu machen, damit man Profi wird –, zeigt, wie wichtig es dem Parlament ist, unsere künftigen Generationen an die Demokratie heranzuführen und daran zu binden. Es ist etwas ganz Wesentliches.
Das habt ihr jetzt alle mehrfach – mindestens viermal – in Workshops, ob online oder hier in diesem Gebäude, das man zu Recht auch oft als das Herz der Demokratie bezeichnet, gemacht.
Wenn ich jetzt schon bei den Abgeordneten war, die sich – und wir haben es ja auch auf den Fotos, auf den Bildern gesehen – immer wieder bereit erklären, das zu machen, damit ihr alle nach Wien kommt, damit ihr alle die Onlineformate bekommt, bedarf es natürlich auch – und ich sage jetzt bewusst dieses Wort – Lehrkräfte, es bedarf Lehrkräfte, das heißt, diejenigen, die stark sind, die sich stark machen, jungen Menschen neben dem, was der Lehrplan normalerweise so vorsieht, auch ein Rüstzeug zu geben, das über das normale Schulische hinausgeht. Danke an alle Lehrerinnen und Lehrer, die sich bereit erklärt haben, auch in einer großen Verantwortung und auch einer Treue oder Anhänglichkeit – was auch immer – zu diesem Haus, das sie bewegt und motiviert, hier nach Wien zu kommen, die Onlineformate zu besuchen. – Herzlichen Dank an alle engagierten Lehrerinnen und Lehrer! (Beifall.)
Die Bedeutung der Medien in einer liberalen Demokratie wurde ganz kurz schon auch betont, und ich darf natürlich auch die Vertreter der Medien – erfahrene Vertreter der Medien – hier begrüßen, die ihre Zeit dafür geben, einen Einblick zu geben, welche Bedeutung Medien haben, was Qualitätsjournalismus an Notwendigkeit hat. – Herzlichen Dank dafür. Ich kenne ja beide Herren auch schon länger, sie sind quasi das, was man unter Umständen sogar schon Ikonen aus Funk und Fernsehen nennen kann. – Herzlich willkommen und herzlichen Dank dafür! (Beifall.)
Und jetzt wieder zu euch, liebe Schülerinnen und Schüler! Wenn ich mir die Klassen so anschaue, die unterschiedlichen Zusammensetzungen, die unterschiedlichen Schultypen – abgesehen davon, dass blauer Himmel ist und quasi die Ferienzeit in irgendeiner Form schon um die Ecke biegt und um die Ecke schaut –: Für alle von euch kommen jetzt schon noch entscheidende Momente.
Wenn ich die polytechnischen Schulen anschaue: Die Schule wird jetzt vorbei sein, es kommt der Einstieg ins Berufsleben, in eine Lehre, in eine Ausbildung zum Facharbeiter – und hoffentlich dann auch zu einem Meister in seinem Betrieb –, zu einem Unternehmer oder zu einer Facharbeitskraft. Es ist ein Rückgrat unserer österreichischen Gesellschaft, unserer österreichischen Wirtschaft. – Toll, dass ihr diesen Weg eingeschlagen habt und viel Glück dabei!
Wir kommen zu den 3. und 4. Klassen, also den Mittelschulen oder einer Unterstufenform: Da gibt es auch Wege, Entscheidungen, in welche Richtung man sich ab dem nächsten Herbst bewegen wird. Und dann gibt es die 7. Klassen: Na ja, auf euch kommt dann im nächsten Jahr die teilzentrale Matura zu, und dann, nach dieser Prüfung, gibt es auch wieder Weggabelungen und Entscheidungen, wie euer weiteres Leben ausschauen wird. – Dazu möchte ich euch allen an dieser Stelle schon sehr, sehr viel Energie und Glück wünschen!
Es wird in den Sonntagsreden der Politiker – und davon gibt es gar nicht so wenige – immer wieder gesagt: Die Jugend, das ist die Zukunft! – Ja, tatsächlich, es ist so, aber es sollte mehr sein.
Dann gibt es noch jemanden hier, eine – wenn man so sagen darf, was mich besonders freut – Solistin, nämlich einen Lehrling aus unserer Parlamentsdirektion. Also auch das Parlament ist nicht nur ein Ort, wo sich bemooste, weißhaarige Herren da in irgendeiner Form aufhalten, sondern auch junge Damen, die im Bundesrat sitzen, und Nationalratsabgeordnete. Es ist ein gutes Zeichen, dass auch das Parlament die Möglichkeit bietet, jungen Menschen hier die Chance auf einen beruflichen Einstieg zu geben, und hier haben wir eine Vertreterin davon, was mich besonders stolz und froh macht. – Danke schön. (Beifall.)
Bei all dem, was jetzt kommt, und was ich – unter Anführungszeichen – euch mit „auf die Schultern“ gegeben habe – Zukunftsentscheidungen oder sonst etwas –, eines nicht vergessen: Es kommt jetzt wirklich ein Sommer, in dem ihr euch erholen könnt, euch erholen dürft, und den ihr genießen könnt.
Eine persönliche Bemerkung noch ganz zum Schluss: Seit dem Jahr 2008, seit dem ich diesem Haus angehöre – die Demokratiewerkstatt war damals gerade ein Jahr alt – hat mich eine Schule ganz besonders begleitet, regelmäßig, und die sitzen dort oben, fängt mit A an: Albrechtsberg, wobei die Schule ja genauer in Els, in der Katastralgemeinde Els, situiert ist – ganz schlicht: der Heimatgemeinde meines Vaters. Da habe ich eine ganz besondere Bindung, und ich glaube, den Namen Rosenkranz sieht man ja noch auf dem einen oder anderen Geschäftsschild. Auch der Direktor der Schule hat in irgendeiner Form einmal etwas mit Rosenkranz zu tun.
So gesehen – willkommen, alle Schülerinnen und Schülern! Ich freue mich auf die Ehrung, ich freue mich auch besonders, wenn jetzt alle Abgeordneten, die hier sind, nicht nur Fragen beantworten, sondern auch mit mir gemeinsam dann diese Ehrung, die Überreichung der Medaillen, durchführen werden, und ich freue mich insbesondere – soweit es die Zeit zulässt – auf das eine oder andere persönliche Gespräch über eure Zukunftswünsche, Chancen, vielleicht sogar Zukunftssorgen – auch das kann es geben. Ich freue mich auf den Austausch!
Behaltet vor allem das Parlament und das, was ihr hier gelernt habt, in guter Erinnerung, lebt das fort! Vielleicht hat auch die eine oder der andere aus dem Schnuppern ein bisschen – ja – Witterung aufgenommen: Ich werde vielleicht selbst auch einmal politisch tätig! Das heißt nicht unbedingt Nationalrat oder Mitglied des Bundesrates – es gibt den Gemeinderat, es gibt den Landtag, es gibt Interessenvertretungen, Kammern, es gibt überall, auch im Ehrenamt, die Möglichkeit, sich für die Gesellschaft, für die Gemeinschaft einzubringen, und das alles nach den Prinzipien, die unsere Demokratie erfordert.
Ich freue mich insbesondere – denn das ist immer ein besonderes Highlight – auf die Stellungnahmen der Vertreter der Klassen, die hier auf diesem Rednerpult dann ihre Eindrücke wiedergeben, und wenn ich mich an die Vergangenheit erinnere: Beim einen oder bei der anderen habe ich mir schon gedacht, na ja, da steht eigentlich einer parteipolitischen Laufbahn – in irgendeiner Weise, egal wo auch immer –, die letztlich zu einem Mandat führt, absolut nichts entgegen. Ich bin schon sehr gespannt. – Danke für euer Engagement! (Beifall.)
Katharina Kramer: Wir reden ja ganz viel über Demokratie – nicht nur in der Demokratiewerkstatt, sondern es ist auch hier im Parlament natürlich immer ein wichtiges und großes Wort. Aber was bedeutet Demokratie eigentlich und warum ist es auch so wichtig, tagtäglich an ihr zu arbeiten?
In unserer Demokratie leben ja ganz viele verschiedene Menschen. Ich glaube, man braucht sich einfach nur in dem Raum umzuschauen: Man sieht ganz viele verschiedene Ideen, Zukunftspläne, Perspektiven. All das, diese Vielfalt an unterschiedlichen Meinungen, macht unsere Demokratie aus und macht sie vielfältig, und gemeinsam bildet es ein Ganzes.
Ihr habt euch jetzt wahrscheinlich gedacht: Warum plage ich mich hier mit einem Flipchart herum? Ich hoffe, man kann es von allen Reihen aus gut sehen, ich werde es immer wieder drehen. Was ihr nämlich hier drauf sehen könnt, ist ein sogenanntes Tangram. Ich weiß nicht, ob das jemandem ein Begriff ist, vielleicht ist auch jemand schon einmal an so etwas verzweifelt. Das ist ein Spiel, bei dem man versucht, alle Teile in eine richtige Position zu bringen, und ein Tangram steht in gewisser Weise auch symbolisch für unsere Demokratie. Auch ein Tangram, also dieses Spiel, hat ganz viele verschiedene Formen, hat verschiedene Farben, hat verschiedene Größen, wie zum Beispiel – ich kann es herausnehmen – dieses grüne Dreieck hier.
Wie gesagt, es ist symbolisch ein Bild für Vielfalt, für unterschiedliche Meinungen. Was muss aber eine Demokratie machen, damit das möglich ist? – Eine Demokratie gibt quasi den Rahmen. Das heißt, die Demokratie fasst diese vielen verschiedenen Meinungen und Möglichkeiten zusammen. Wie kann sie das machen? – Zum Beispiel durch die Rechtsstaatlichkeit, die wir haben, oder auch durch Grundrechte, die wir haben, den Schutz der Meinungsfreiheit. All das sind Methoden, die diesen Rahmen für unsere Demokratie geben.
Wenn ihr genau geschaut habt, dann seht ihr: Ein kleines Feld da oben, das schwarze mit diesem Fragezeichen, sticht ein bisschen heraus; nicht weil es da nicht hineinpasst – man kann gut sehen, es schmiegt sich da quasi so ein bisschen gemein in die anderen Formen hinein –, aber es sticht ein bisschen heraus, und zwar deshalb, weil es anders ist.
Das ist das, was unserer Demokratie schaden kann. Was kann einer Demokratie schaden? – Ich denke zum Beispiel nur, wenn Menschenrechte nicht eingehalten werden, oder an Desinformation, Hass im Internet oder andere Formen, wo man Menschen abwertet und all diese Vielfalt nicht möglich macht.
Was passiert, wenn dieses schwarze Teil hier ist? – Unsere Demokratie läuft Gefahr, auseinanderzubrechen, sich aufzulösen. Das heißt, all diese Unterschiedlichkeit kann nicht mehr existieren, löst sich in alle Richtungen auf. Was auch passiert, ist, dass der Rahmen der Demokratie dann einfach so nicht mehr funktionieren kann – ich nehme ihn runter. Wer kann auf unsere Demokratie stellvertretend aufpassen? Ich gebe euch, der PTS Burggasse, die Verantwortung – die passen jetzt kurz auf unsere Demokratie auf.
Ja, jetzt kommt ihr ins Spiel. Warum? – Weil ihr alle daran gearbeitet habt, dass dieses schwarze Ding hier verschwindet. Wie kann man das machen? – Indem man Demokratie stärkt. Das habt ihr in unseren Werkstätten gemacht. Ihr habt euch Ideen überlegt, ihr habt geschaut, was für Methoden es gibt, wie wir miteinander gut auskommen, wie wir leben können, und habt dazu Pläne geschmiedet, ihr habt diese ganzen Erkenntnisse und alles, was euch eingefallen ist, in Medienprodukten verarbeitet. Wir haben es, glaube ich, schon erwähnt beziehungsweise seht ihr es da auf den Monitoren: Wir machen Filme mit euch, Podcasts, die dann eure Produkte werden, und eine ganze Menge an Zeitungen. Ihr alle hier in diesem Raum habt in Summe zum Beispiel 18 Zeitungen bei uns produziert. Ich glaube, das ist eine ganz schön stolze Anzahl – dafür einmal einen Applaus. (Beifall.)
Ich habe mir in der Vorbereitung – ich gebe einmal dieses schwarze Ding hier oben hin – sehr schwergetan, mir zu überlegen, welche Zeitungen ich heute mitnehme. Ich habe hier jetzt einmal drei ausgesucht, aber stellvertretend kann ich nur sagen: Bitte schaut alle auf die Website! Seit 2007 sind alle eure Beiträge da zu finden, und ich kann nur empfehlen, sie sich herunterzuladen und noch einmal durchzulesen, weil sie einfach ganz wichtige Botschaften enthalten.
Wie gesagt, ich habe mir drei ausgesucht. Ich nehme einmal die erste runter – vielleicht erkennen sie die einen order anderen schon. Das war eine Werkstatt Politikerinnen und Politiker, und zwar war der 4a der Mittelschule Albrechtsberg. Erkennt ihr sie wieder, da oben? Die habt ihr gemacht.
Ihr habt da einen ganz wichtigen Satz drinnen – ihr habt ganz viele wichtige Sätze drinnen, aber eine Botschaft möchte ich gerne vorlesen. – Liebe Karla, kannst du einmal aufstehen und uns die Botschaft zeigen? – Kompromisse. Also sie haben Folgendes geschrieben: Demokratie hat viel mit Vielfalt zu tun, weil jeder Mensch einzigartig ist, beispielsweise der Charakter, die Meinungen und Ideen. Wie ihr euch vorstellen könnt, kann das dann auch zu verschiedenen Interessen und Konflikten führen. Aber in der Demokratie versucht man diese durch Kompromisse und Ausverhandeln zu lösen. – Einen großen Applaus für diese erste Botschaft. (Beifall.)
Und wie durch Zauberhand setzt sich unsere Demokratie durch solche Botschaften zusammen. Ich kann schon einmal die ersten zwei – na, machen wir drei! –, die ersten drei Teile hingeben. Ich zeige es euch gleich, damit ihr das da hinten auch sehen könnt. So, bitte schön, die ersten drei Teile sind schon hier, und wir kommen gleich zur – ich muss ein bisschen rübergehen, für euch auch sichtbar – zweiten Zeitung, die ich hier habe. Die war von der Polytechnischen Schule - - Nein, machen wir zuerst diese Zeitung von der 7b der Frauengasse, David zeigt euch eure Botschaft, die ihr herausgefunden habt. Da steht Information drauf. Das war die Zeitung, die entstanden ist, und Herr Stoppacher wird sie vielleicht sogar wiedererkennen, denn Sie waren zufällig in dieser Werkstatt als Mediengast da.
Information: Eine Wahl muss unter anderem geheim und frei ablaufen. Vor allem in Zeiten von Social Media und Fake News entsteht die Gefahr von Desinformationen. Deshalb ist die Medienkompetenz der Bevölkerung entscheidend. Ganz besonders wichtig sind in einer Demokratie gut informierte Bürgerinnen und Bürger. Gut zu sehen ist das am Beispiel von Wahlen. Hier muss sich jeder Mensch eine Meinung bilden können und dann am Wahltag eine möglichst rationale Entscheidung treffen. – Danke für diese Botschaft. (Beifall.)
Durch diese Darstellung von Information und Medienkompetenz merken wir auch da wieder: Das waren Demokratie stärkende Ideen dazu.
So, nehmen wir noch das hier. – Entschuldigung, ihr seht das nicht! – Kommen wir zur dritten Zeitung, die ich noch hier habe! Das war eine ganz besonders schöne Zeitung, und auch hier werden sie einige wiedererkennen, vielleicht sogar Herr Schallmeiner. Sehen Sie sich am Titelbild? Sie waren zufällig auch dabei bei der Werkstatt. Ja, das war die 7f der Polytechnischen Schule Maiselgasse. – Yaraa und Jannet, könnt ihr kurz aufstehen und eure Botschaft zeigen? Das waren Wahlen. Ja, Wahlen: Es ist unsere eigene Entscheidung, wen wir wählen. Es ist wichtig, dass man wählen geht, weil wir alle eine eigene Meinung haben, und die soll auch gehört werden, denn so kann es zu Veränderungen in der Politik kommen. Wenn wir nämlich nicht wählen, dann entscheiden andere für uns. – Herzlichen Applaus für diese Botschaft. (Beifall.)
Ja, und mit dieser Botschaft vervollständigt sich das Bild. Ich habe jetzt noch einen Teil hier oben, das grüne Dreieck von vorhin, das ich erwähnt habe. Ich bin gespannt, ob dieser Teil jetzt passt. – Er passt!
Was ihr auch sehen könnt, ist: Es ist kein Platz mehr für dieses schwarze Viereck. Das heißt, durch eure Arbeit in der Demokratiewerkstatt, durch euren Einsatz für Demokratie habt ihr es geschafft, eure Demokratie, unsere Demokratie zu stärken – dass diese Dinge einfach keinen Platz mehr haben. Und wer hat auf unsere Demokratie aufgepasst? – Danke vielmals. So bleibt unsere Demokratie stark und der Rahmen passt. Danke schön. (Beifall.)
Demokratie lebt davon, mitzumachen. Das habt ihr, wie wir schon gesagt haben, auf viele unzählige Arten gezeigt. Aber was ist euch hier in der Demokratiewerkstatt aufgefallen? Was habt ihr euch mitgenommen? Der Herr Präsident hat es schon erwähnt: Das wollen wir jetzt von euch wissen. Danke, dass ihr euch bereit erklärt habt, als Vertreterinnen und Vertreter für eure Klassen zu sprechen. Ich werde euch jetzt der Reihe nach aufrufen, und ihr seid so lieb und erzählt uns ein bisschen davon.
Wir fangen gleich mit der Mittelschule Albrechtsberg an. Aber, was ganz wichtig ist: Ich muss das jetzt hier aus dem Bild rollen, damit ihr gut zu sehen seid – danke schön, ich kriege da Assistenz, wunderbar. – So, wir fangen mit der 3a und der 4a der Mittelschule Albrechtsberg an, mit Theo Starkl und Juliane Führer – herzlichen Applaus. (Beifall.)
Statements der Sprecherinnen und Sprecher der Schulklassen und Lehrlinge
Juliane Führer (Mittelschule Albrechtsberg): Hallo!
In dieser Runde
wir feiern heut’ die Ehrenstunde.
Die Demokratiewerkstatt ist nun vorbei,
und eines ist sicher:
Wir waren voll dabei.
Theo Starkl (Mittelschule Albrechtsberg): Wir haben gelernt,
wie der Staat funktioniert,
wer eigentlich wie und worüber regiert,
dass Gesetze nicht einfach vom Himmel fallen,
sondern dass es die Meinung braucht
von uns allen.
Juliane Führer: Wir haben diskutiert
und laut nachgedacht,
gefragt, wer am Ende die Regeln hier macht.
Wir lernten den Wert von Kompromissen kennen,
anstatt bei Streit in die Ecke zu rennen.
Theo Starkl: Das Wichtigste aber, das nehmen wir mit:
Bei Demokratie zählt ein jeder Schritt.
Jede Stimmte zählt gleich,
ob groß oder klein,
man muss nicht erst alt oder mächtig sein.
Juliane Führer: Wir danken dem Team
für die Hilfe und Zeit,
für uns steht die Zukunft ab heute bereit.
Wir mischen uns ein,
wir reden jetzt mit,
die Werkstatt war für uns
der beste Schritt.
Juliane Führer und Theo Starkl: Danke schön. (Beifall.)
Katharina Kramer: Unglaublich gemacht! Großen Respekt! Man sieht, ihr seid wahnsinnig kreativ, eine wunderbare Sache. Wir müssen dann nachher unbedingt eure Rede festhalten – sehr schön gereimt habt ihr das!
Wir machen gleich weiter mit der 4a der GTMS Bildungscampus Sonnwendviertel und mit Umut Ismailov. – Bitte schön, komm nach vor! (Beifall.)
Umut Ismailov (GTMS Bildungscampus Sonnwendviertel): Sehr geehrte Damen und Herren! Ich freue mich sehr, heute hier im österreichischen Parlament sprechen zu dürfen. Im Rahmen der Workshops zum Thema Demokratie haben wir viel Neues gelernt. Besonders interessant war für mich, zu erfahren, wie wir als Bürger und Bürgerinnen unser Land mitgestalten können. In den Workshops konnten wir nicht nur zuhören, sondern auch selbst mitdiskutieren. Wir haben gelernt, dass Demokratie bedeutet, dass jede Stimme zählt und dass unterschiedliche Meinungen respektiert werden müssen. Demokratie ist nicht selbstverständlich, und wir alle tragen dafür Verantwortung. Ich bedanke mich herzlich für diese Möglichkeit und für die interessanten Workshops. – Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall.)
Katharina Kramer: Danke, lieber Umut!
Weiter geht es mit zwei Personen, nämlich von der 4e vom BRG Linzer Straße. – Hannah Klein und Erik Bred, bitte nach vor zum Rednerpult! (Beifall.)
Erik Bred (BRG 14): Sehr geehrte Damen und Herren! Heute möchten wir einige Gedanken und ein kurzes Feedback zur Demokratiewerkstatt teilen.
In den letzten vier Jahren hat unsere Klasse insgesamt viermal die Demokratiewerkstatt besucht. Vor allem das erste Mal war es etwas Besonderes, da wir den Workshop im frisch renovierten Parlament machen durften. Wir lernten viel über die österreichische Demokratie und erkundeten gemeinsam die Säle und Räume des Parlaments. Wir konnten in Kleingruppen gemeinsam stark arbeiten und unsere Meinungen austauschen. Außerdem produzierten wir eine Zeitung und drei großartige Podcasts.
Wir alle finden, die Bildung über die Demokratie ist wichtig. Wir finden außerdem, dass jeder Schüler und jede Schülerin lernen sollte, wie das österreichische System funktioniert. Das ist wichtig, da wir damit lernen, wie viel wir mitbestimmen können und wie wichtig eine gut funktionierende Demokratie ist.
Hannah Klein (BRG 14): Dazu möchte ich noch sagen, dass die Besuche der Demokratiewerkstatt und vor allem die kompetenten Mitarbeiter einen immer ermutigt haben, seine eigene Meinung zu sagen, mit dem Wissen, damit respektiert zu werden. Zudem wurde oft betont, keine Angst zu haben, Vorschläge zu äußern, da man selbst als einzelne Person die Chance hat, etwas zu verändern.
Es waren aber nicht nur die besonderen Workshops toll, sondern auch das gemeinsame Essen der zur Verfügung gestellten Snacks. Wir haben in der Klasse eine kleine Umfrage gestartet. Dabei ging es darum, die Demokratiewerkstatt zu bewerten. Zusammengefasst wurde die Diversität der vielen Workshops, die Möglichkeit, sich alles anzusehen, und die Zusammenarbeit sehr gelobt. – Vielen Dank. (Beifall.)
Katharina Kramer: Danke herzlich an euch beide für eure Worte!
Die 7f der Polytechnischen Schule Maiselgasse und die 8f der Polytechnischen Schule Maiselgasse sind als Nächste dran, und zwar Amir Saaremets und Syrine Teboulbi. – Bitte schön, nach vor! (Beifall.) Oder wollt ihr es nacheinander machen? Dann machen wir es nacheinander. Dann fangen wir an – bitte ganz herzlich großen Applaus für Amir Saaremets! (Beifall.)
Amir Saaremets (Polytechnische Schule Maiselgasse): Sehr geehrte Politikerinnen und Politiker! Sehr geehrte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Parlaments! Liebe Schülerinnen und Schüler! Ich freue mich sehr, dass ich hier heute sprechen darf. Wir alle hier hatten die Möglichkeit, an Workshops der Demokratiewerkstatt teilzunehmen. Das ist etwas ganz Besonderes.
Im Unterricht haben wir gelernt: In Österreich geht die Macht vom Volk aus. Hier im Parlament bekommt man das Gefühl, dass das wirklich stimmt, denn wir alle können mitbestimmen, wer über Gesetze entscheidet, und wir haben gesehen, Politikerinnen und Politiker sind auch ganz normale Menschen. Und wer weiß, vielleicht arbeitet später einmal jemand von uns selbst hier im Parlament.
Wir haben nicht nur über Gesetze, Wahlen und das Parlament gelernt, sondern auch darüber, was Demokratie im Alltag bedeutet. Für mich persönlich war wichtig, zu sehen, Demokratie bedeutet, dass alle Menschen eine Stimme haben, egal woher jemand kommt, welche Sprache jemand zu Hause spricht oder wie lange jemand schon in Österreich lebt.
Aber Demokratie ist nicht nur etwas, das man in einem Workshop erklärt, Demokratie muss man auch leben. Dazu gehören Respekt, Gleichberechtigung und klare Grenzen gegenüber Ausgrenzungen und Extremismus. Gerade an einem Ort wie dem Parlament sollte spürbar sein, dass diese Werte für alle gelten. Ich hoffe, dass viele Schülerinnen und Schüler diese Erfahrung machen dürfen, denn wenn junge Menschen verstehen, wie Demokratie funktioniert, können sie auch besser auf sie aufpassen. – Vielen Dank an alle, die diese Workshops möglich gemacht haben! (Beifall.)
Katharina Kramer: Danke, lieber Amir, für diesen wichtigen Appell, den wir uns unbedingt auch mitnehmen!
Wir machen weiter – ich habe sie schon angekündigt – mit Syrine Teboulbi. – Bitte, komm nach vor! (Die Schülerin verstellt die Höhe des Redner- und Rednerinnenpults.)
Katharina Kramer: Das Rednerpult ist ein Ort der Demokratie, man kann es auf alle Größen und Wünsche einstellen. – Wunderbar gemacht, Syrine.
Syrine Teboulbi: Sehr geehrter Herr Präsident! Werte Mitarbeitende des Parlaments! Liebe Schülerinnen und Schüler! Wir freuen uns sehr, heute hier im Nationalratssaal zu stehen. Zuerst möchten wir uns ganz herzlich bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Demokratiewerkstatt bedanken. Die Workshops mit ihnen haben uns Spaß gemacht, wir konnten viel lernen. – Danke für die tolle Gelegenheit!
Durch unseren Besuch in der Demokratiewerkstatt, bei dem wir eine eigene Zeitung gestaltet und sogar einen eigenen Podcast aufgenommen haben, ist uns erst richtig klar geworden, wie wichtig Politik für unseren Alltag ist. Am meisten Spaß hat uns die Zeitung gemacht, weil wir dort selber kreativ gestalten durften. Ein wichtiges Thema in unserem Workshop war die Europäische Union. Wir haben gelernt, wie die EU-Kommission, der Rat und das EU-Parlament zusammenarbeiten, um Gesetze für 27 Länder und 450 Millionen Menschen zu beschließen. Die EU zeigt uns, dass viele verschiedene Länder und Kulturen zusammengehören. Dadurch sehen wir, dass man Probleme durch Reden löst statt durch Streit.
Genau deshalb ist es wichtig, dass Jugendliche wie wir die Möglichkeit haben, hierherzukommen. Wir sind die Zukunft und müssen selbst entscheiden, eine eigene Meinung bilden können. Wenn man uns nicht zuhört, entscheidet man einfach ohne uns. Unser Besuch heute beweist aber, dass wir ernst genommen werden. Eine Demokratie lebt nur, wenn so viele wie möglich sich beteiligen, so wie damals beim EU-Beitritt Österreichs. Wenn wir nicht wählen, entscheiden andere über unser Leben. Je mehr Menschen mitmachen, desto gerechter wird unser Land. – Danke fürs Zuhören! (Beifall.)
Katharina Kramer: Ganz großartig! Wichtige Botschaften, liebe Syrine!
Die F1 der Fachmittelschule Burggasse mit Avjin Hannan. – Bitte schön, die nächste Rednerin! (Beifall.)
Avjin Hannan (Fachmittelschule Burggasse): Sehr geehrte Damen und Herren! Ich spreche im Namen der F1 Fachmittelschule Burggasse. Wir bedanken uns für die Möglichkeit, an diesem Projekt Demokratiewerkstatt teilzunehmen sowie für die verschiedenen Workshops, an denen wir teilnehmen und verschiedene Medien ausprobieren durften. Besonders gefallen haben uns die Teamarbeit mit den Besucher:innen aus Dänemark und die Möglichkeit, gemeinsam in einer Zeitung erscheinen zu dürfen.
Abschließend möchten wir sagen, dass es für uns eine Ehre ist, heute hier im Nationalrat sitzen zu dürfen, wo üblicherweise Politikerinnen und Politiker die Stimme der Menschen vertreten. Heute jedoch haben wir jungen Menschen die Stimme und die Gelegenheit, unsere Ideen und Perspektiven einzubringen. – Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit. (Beifall.)
Katharina Kramer: Danke, liebe Avjin.
Wir machen gleich weiter mit der 7c des BG/BRG Albertgasse, mit Alexander Jug. (Beifall.)
Alexander Jug (BGRG 8 Albertgasse): Ja, danke, dass auch ich hier stehen kann und für meine Klasse aus dem BGRG 8 Albertgasse unsere Erfahrungen hier in der Demokratiewerkstatt präsentieren darf.
Wir haben hier insgesamt drei Workshops gemacht, einen zum Thema Europäische Union, einen zum Thema Zeitzeugen mit Hannah Lessing als Ehrengast und zuletzt noch einen zum Thema Medien. In diesen Workshops haben wir nicht nur gelernt, wie die Demokratie in Österreich grundsätzlich aufgebaut ist, sondern auch, welche Berufe es denn überhaupt für eine Demokratie so braucht und wie die Arbeit in diesen Berufen aussieht.
Was mir persönlich besonders gut gefallen hat, ist, dass die technische Ausstattung in den Workshops wirklich top top war. Wir hatten professionelle Software und Hardware zur Verfügung, mit der wir auch ziemlich tolle Produkte wie Zeitungen oder Podcasts schaffen konnten.
Ich denke, dass wir durch diese Workshops nicht nur gelernt haben, Demokratie zu verstehen, sondern auch gelernt haben, wie wir uns aktiv an einer Demokratie und vor allem an der österreichischen Demokratie beteiligen können. Das ist, finde ich, auch eine sehr wichtige Fähigkeit, da die Demokratie ja darauf beruht.
Zum Schluss möchte ich dann noch an all jene Danke sagen, die es braucht und die es gebraucht hat, um diese Demokratiewerkstatt überhaupt auf die Beine zu stellen. – Vielen Dank. (Beifall.)
Katharina Kramer: Danke, lieber Alexander, eine sehr souveräne Rede. Man merkt, du lebst das, das ist sehr schön. Das ist bei euch allen ganz stark zu spüren.
Wir machen gleich weiter mit der 7WPF des BG/BRG Judenburg und Sarah Fussi. – Bitte schön. (Beifall.)
Sarah Fussi (BG/BRG Judenburg): Sehr geehrte Damen und Herren! Geschätzte Anwesende! Mein Name ist Sarah Fussi und ich besuche die 7. Klasse des BG/BRG Judenburg. Ich freue mich sehr, heute hier zu sein und dass ich an der Demokratiewerkstatt teilnehmen durfte.
Der Workshop hat uns nicht nur gezeigt, wie wichtig Demokratie für unser Zusammenleben ist, sondern auch, wie politische Entscheidungen zustande kommen. Besonders interessant fand ich, dass Demokratie nicht nur ein Recht, sondern vor allem eine Verantwortung eines jeden Einzelnen ist.
Jeder Mensch sollte die Möglichkeit haben, seine Meinung frei zu äußern und gehört zu werden. Demokratie funktioniert nur, wenn sie von allen respektiert und geschützt wird. Vor allem in einer Zeit, in der oft Hass, Desinformation und Ausgrenzung verbreitet werden, dürfen demokratische Werte nicht als selbstverständlich gesehen werden. Deshalb finde ich es wichtig, dass junge Menschen früh lernen, wie Demokratie funktioniert, und ermutigt werden, sich aktiv einzubringen. Vielen Dank für die Möglichkeit, heute hier zu sein. (Beifall.)
Katharina Kramer: Danke, liebe Sarah, für die Rede.
Wir gehen gleich weiter mit der 7c des Gymnasiums Draschestraße, mit Laura Sophia Feistl. – Bitte schön.
Laura Sophia Feistl (Gymnasium Draschestraße): Liebe Schülerschaft! Sehr geehrtes Lehrpersonal! Werte Politikerinnen und Politiker! Es ist mir eine große Ehre, am heutigen Tag meine Klasse des Gymnasiums Draschestraße mit diesen paar Worten zu vertreten, so wie es uns eine außerordentliche Ehre ist, unsere Erfahrungen aus den Demokratieworkshops, welche wir mit viel Freude und Interesse abgeschlossen haben, zu teilen.
Besonders einzigartige Erlebnisse, welche uns wohl ewig in Erinnerung bleiben werden, waren unsere persönlich gestalteten Interviews mit zwei sehr charismatischen und aufgeschlossenen Persönlichkeiten unserer Politik, Ines Holzegger und Rudolf Taschner, und natürlich dem Korrespondenten Christian Schüller, der uns einen einmaligen Einblick in seinen äußerst faszinierenden Beruf ermöglichte.
Im Rahmen dieser drei Workshops durften wir nicht nur über die grundlegenden, weithin bekannten Konzepte der Demokratie lernen, sondern wir erfuhren, dass bei Politik so viel mehr dahintersteckt. Ob Medien oder Journalismus, ob Aufklärung über die Geschichte oder unvergessliche Einblicke in politische Diskussionen – all das sind die Bausteine, die uns das friedliche, demokratische Miteinander ermöglichen, in dem wir heute leben.
Daher möchten wir Danke sagen: Danke für all das wertvolle Wissen, die einzigartigen Erfahrungen, die Projekte und die schöne Zusammenarbeit und vor allem ein Riesendankeschön an das großartige Team der Demokratiewerkstatt! (Beifall.)
Katharina Kramer: Danke, liebe Laura Sophia, für diese schönen Worte.
Die 7b des BG/BRG Baden ist als Nächste dran, mit Florian Nagl und Dion Sylejmani. – Bitte schön. (Beifall.)
Florian Nagl (BG & BRG Baden Frauengasse): Sehr geehrter Herr Nationalratspräsident! Sehr geehrte Damen und Herren! Liebe Anwesende! Im Namen meiner Klasse, der 7BR des BG/BRG Frauengasse Baden, möchte ich mich herzlich für die Chance an der Teilnahme der Workshops der Demokratiewerkstatt bedanken. Diese Workshops waren für uns nicht nur besonders interessant, sondern auch lehrreich und bereichernd.
Dion Sylejmani (BG & BRG Baden Frauengasse): Besonders gut hat es uns gefallen, dass wir aktiv mitarbeiten konnten und unsere Meinungen und Gedanken immer ernst genommen wurden. Dabei haben wir viele neue Perspektiven kennengelernt und haben auch erfahren, wie wichtig Zusammenarbeit, Diskussion und Demokratie im Alltag sind. Außerdem ist es sehr wertvoll für uns gewesen, zu sehen, wie bedeutend ein respektvoller Umgang miteinander und offenes Zuhören in Gesprächen sein können.
Florian Nagl: Ein besonders bewegender Moment für uns war das Gespräch mit der Zeitzeugin Frau Sturm-Schnabl und ihrem Neffen, Herrn Sturm. Sie brachten uns Geschichte auf eine Art näher, wie es Textbücher einfach nicht vermögen. Sie zeigten uns, warum es auch heute noch so wichtig ist, sich mit der Zeitgeschichte zu beschäftigen und warum wir aus den Fehlern der Vergangenheit lernen müssen.
Dion Sylejmani: Zuletzt ist es uns ein großes Anliegen, dass selbst in Zeiten von Sparmaßnahmen, wie wir sie jetzt erleben, die Demokratiewerkstatt weitergeführt werden kann. Wir haben in diesen Workshops immer viele neue Eindrücke und viele neue Perspektiven kennengelernt und sind wirklich dankbar, Teil dieses Projekts gewesen zu sein. – Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall.)
Katharina Kramer: Danke euch beiden ganz herzlich für eure wichtigen Worte.
Die 4b des Privaten Gymnasiums und wirtschaftskundlichen Realgymnasiums des Schulvereins der Dominikanerinnen mit Liliane Lück ist die Nächste. – Bitte schön, großen Applaus. (Beifall.)
Liliane Lück (Gymnasium und wirtschaftskundliches Realgymnasium des Schulvereins der Dominikanerinnen): Liebe Zuhörerinnen, liebe Zuhörer! Wir alle kennen den Spruch: Demokratie fällt nicht vom Himmel. – Ehrlich gesagt klingt das eher nach einem Satz aus dem Lehrbuch als nach der Realität.
Nach unserem Besuch in der Demokratiewerkstatt hat sich das für uns als Klasse, glaube ich, geändert. Wir durften dort erleben, dass Politik kein staubiges Thema ist, das nur Menschen im Anzug betrifft, und wir haben vor allem eines gelernt: Demokratie ist nichts Passives, sondern sie lebt vom Mitmachen.
In den Workshops hat uns am besten gefallen, dass wir selbst recherchieren, diskutieren und eigene Medienbeiträge gestalten durften. Dabei sind uns vor allem drei wichtige Dinge hängen geblieben: Die eigene Stimme zählt. Wir haben gelernt, wie wichtig es ist, eine eigene Meinung zu haben, diese aber auch mit Fakten und Daten zu begründen. Und am wichtigsten: In Zeiten von Social Media und Fake News haben wir Werkzeuge an die Hand bekommen, um Informationen besser zu hinterfragen.
Insbesondere hat es uns gezeigt, dass wir nicht erst erwachsen sein müssen, um eine eigene Meinung zu besitzen, sondern dass wir auch jetzt schon in der Klasse, in der Schule und auch hier unsere eigene Meinung mitteilen können. Ich möchte mich hiermit im Namen der ganzen Klasse und unserer Lehrperson bei dem unglaublich engagierten Team der Demokratiewerkstatt bedanken. (Beifall.)
Katharina Kramer: Als letzten Sprecher in der Runde haben wir noch Christoph Kaufmann von der Berufsschule Wels – einen herzlichen Applaus. (Beifall.)
Christoph Kaufmann (Berufsschule Wels 3): Sehr geehrter Herr Nationalratspräsident! Sehr geehrte Nationalratsabgeordnete! Sehr geehrte Schülerinnen und Schüler! Ich darf mich recht herzlich bedanken, im Namen der 3cgk aus der Berufsschule Wels hier stehen zu dürfen, nach dieser Workshop-Reihe, wo wir so viel darüber gelernt haben, was die Demokratie wirklich ist, was Macht ist und warum es wichtig ist, dass die Macht aufgeteilt wird, und – genauso wichtig – warum es für uns junge Leute wichtig ist, sich in der Politik einzusetzen und für das einzustehen, was wir machen wollen.
Ich möchte mich auch noch einmal bei dem ganzen Team bedanken, das die Workshops auf die Beine gestellt hat. Das hat wahnsinnig gut funktioniert, Hut ab! – Danke schön. (Beifall.)
Katharina Kramer: So, ich hoffe, ich habe niemanden vergessen. Alle nicken, alle waren dran. Jetzt habt ihr am Schluss gesagt: Hut ab! – Danke für diese – quasi – Steilvorlage. Ich kann nur sagen: Chapeau vor diesen Reden, oder? Abgesehen davon, dass sie einen sehr berühren und einem ans Herz gehen und so wichtige Botschaften enthalten, muss ich sagen: großen Respekt, dass ihr euch hier nach vor gestellt und gesprochen habt. Also dafür noch einmal einen Riesenapplaus! (Beifall.)
Wir haben sie heute schon mehrmals erwähnt: unsere Mandatare und Mandatarinnen, die Abgeordneten zum Nationalrat und unsere Mitglieder des Bundesrates, die immer wieder in die Demokratiewerkstatt kommen, um sich euren Fragen zu stellen, um miteinander in Diskussion zu treten und über die politische Arbeit zu berichten. Ich habe sie auch schon persönlich vorgestellt, wer heute hier ist.
Ich habe jetzt einige Fragen mitgebracht. Die Fragen sind aber nicht von mir, sondern die sind aus den Werkstätten quasi herausgesaugt worden. Ich habe einfach geschaut, welche Fragen vorgekommen sind, und die würde ich jetzt einfach in Vertretung von euch allen gerne noch einmal an Sie stellen, damit wir uns das noch einmal gemeinsam anhören können.
Ich würde gerne mit Maximilian Weinzierl beginnen. – Sie bekommen natürlich auch ein Mikrofon. Wenn Sie so lieb sind und es dann immer zum Nächsten weitergeben.
Lieber Maximilian Weinzierl, eine Frage, die wir oft haben und die gar nicht so einfach ist: Was bedeutet Demokratie für Sie?
Maximilian Weinzierl (Abgeordneter zum Nationalrat, FPÖ): Demokratie ist einmal ein Grundrecht, wo wir uns sehr glücklich schätzen dürfen, dass wir das hier in Österreich auch haben. Ich glaube, dafür haben unsere Ururgroßeltern auch stark gearbeitet, dass wir das hier so leben dürfen. Ich glaube, Demokratie sieht man ja gerade auch hier, wie wir hier sitzen: von Jan Krainer bis rüber zu den Grünen, wir sind hier alle vertreten und wir können aber auch alle miteinander einen normalen Diskurs führen.
Wichtig ist, dass alle Meinungen gehört werden. Ob man der Meinung dann auch ist, ist natürlich eine andere Frage, aber wichtig ist, dass jeder seine Meinungsäußerung haben darf. Das habt ihr auch ganz stark gesagt: Meinungsfreiheit – das hab ich vorhin auch gehört – ist ein wichtiges Thema, und das sieht man gerade auch in Ländern, die vielleicht auf Demokratie spielen, es aber dann nicht tun und andere Meinungen nicht zulassen. Das ist, glaube ich, ein Gut, das wir hier in Österreich ganz hochhalten müssen, und das ist für mich auch ganz wichtig, dass das in einer Demokratie enthalten ist. (Beifall.)
Katharina Kramer: Danke schön.
Die nächste Frage geht an Antonia Herunter. Auch eine Frage, die sehr entscheidend ist – wir sind im Parlament –: Warum ist es wichtig, dass es ein Parlament gibt?
Antonia Herunter (Mitglied des Bundesrates, ÖVP): Ohne Parlament keine Gesetze, die unser Zusammenleben regeln, und auch keine Vertretung – ich glaube, die Vertretung ist das ganz Wichtige. Ihr habt das eh selber in euren Wortmeldungen auch schon gesagt, dass ihr jetzt gelernt habt, Politiker sind nicht irgendwelche Leute in Anzügen, die einfach nur durch die Gegend tigern, sondern da gibt es ganz viele Überlegungen hier im Haus, was wir machen können – alle gemeinsam –, um Österreich zu einem tollen Land zu machen. – Es ist ein tolles Land, aber wie kann man noch besser werden, wie können wir die Herausforderungen, die wir in vielen Bereichen einfach haben, gemeinsam angehen?
Und ich glaube, es ist ganz wichtig, dass ihr da seid, denn einige von euch dürfen schon wählen, anderen steht es noch bevor, aber es heißt oft, die Jugend ist die Zukunft, aber die Jugend ist ja auch jetzt. Ihr seid ja jetzt jung, und ihr habt ja jetzt Anliegen und Dinge, die euch bewegen. Das hat man in euren Statements gut gehört, und diese Stimme wird auch hier in diesem Haus, im Parlament – das ein sehr offenes Haus ist, das muss man wirklich sagen; wir sind da international ein Aushängeschild – gehört, und deshalb ist es ganz wichtig, dass es das gibt. (Beifall.)
Katharina Kramer: Danke schön.
Jetzt muss ich das Mikrofon ganz hinübergeben, denn der Nächste ist Kai Jan Krainer: Was kann man tun, damit wir alle gut zusammenleben können?
Kai Jan Krainer (Abgeordneter zum Nationalrat, SPÖ): Das hat vorhin jemand gesagt – ich weiß nicht mehr genau, wer das war –: Ganz wichtig in der Demokratie ist Respekt vorm anderen zu haben. Ich glaube, das ist eine der wichtigsten Sachen; und zuhören können; und halt auch anzuerkennen, dass jemand das vielleicht anders sieht als man selbst. Aber Respekt und zuhören können sind, glaube ich, prinzipiell nie schlecht, also nicht nur im Parlament nicht schlecht, sondern auch in der Schule nicht schlecht. (Beifall.)
Katharina Kramer: Danke schön.
Kai Jan Krainer: Und Anzüge muss man einfach als Arbeitsgewand betrachten. Es gibt Leute, die Uniformen haben, wir haben halt Anzüge an, aber es tut nicht weh.
Katharina Kramer: Steht Ihnen auch hervorragend! (Rufe: Im Sommer schon ...! ... nicht wehtun!) – Im Sommer. – Wir sehen ja auch den demokratischen Diskurs, ich merke ihn gerade – also im Sommer ist der Anzug wahrscheinlich nicht so angenehm.
Aber machen wir gleich mit Julia Deutsch weiter: Wie können wir als junge Menschen auch politisch sein?
Julia Deutsch (Mitglied des Bundesrates, NEOS): Das ist auch eine gute Frage. Die Frage ist immer: Was ist politisch sein und wie wird man politisch? Ich habe so einen Spruch, der mir extrem gut gefällt: Politik ist der Ort, wo wir uns ausmachen, wie wir miteinander leben.
Das kann im Alltag sein, das kann eben hier im Parlament sein, im Nationalrat oder im Bundesrat, da gibt es einfach ganz viele Ebenen und Möglichkeiten, wie wir gemeinsam politisch aktiv werden. Deswegen ist es, glaube ich, ganz wichtig, wenn ich eine Meinung habe oder wenn ich das Gefühl habe, irgendetwas läuft nicht richtig und ich möchte das gerne besser machen und ich will eigentlich nicht zusehen, denn es wird sich nichts verändern, wenn keiner etwas dagegen tut, dann: keine Scheu haben, sondern aktiv werden!
Schaut, wo ihr euch einbringen könnt! Es gibt viele Vereine, es gibt Möglichkeiten, auf gesellschaftlicher Ebene etwas zu machen, es gibt natürlich auch politische Möglichkeiten von Jugendorganisationen bis hin zu allen möglichen Sachen, wo man sich einbringen kann, wo man auch viel dazulernen kann und eben in den Diskurs geht. Darüber haben wir heute auch schon viel gesprochen. Ich glaube auch, dass der Diskurs ganz wichtig ist und der Respekt miteinander und die Wertschätzung miteinander in dem Ganzen, und dass wir es schaffen – wir haben das heute auch schon gehört, das Wort Kompromisse ist von da oben gekommen –, in einer Gesellschaft zu leben, in der wir alle unsere Meinungen so einbringen, dass wir gut mit Kompromissen leben können. (Beifall.)
Katharina Kramer: Danke schön.
Lieber Herr Schallmeiner, was mögen Sie besonders an Ihrer Aufgabe im Parlament?
Ralph Schallmeiner (Abgeordneter zum Nationalrat, Grüne): Ja, danke einmal, dass ich hier sein darf. Das mag ich zum Beispiel sehr gerne, nämlich die Termine in der Demokratiewerkstatt, das ist eigentlich immer ein Highlight; aber natürlich auch, dass man mitreden kann, dass man mitbestimmen kann, dass man die Dinge mitnehmen kann, die an einen herangetragen werden, zum Beispiel von euch oder von anderen Menschen, mit denen man halt auch tagtäglich spricht.
Irgendjemand hat heute ja schon richtigerweise festgestellt: Wir, die wir hier drinnen sind, sind ja nur ganz normale Menschen. Ab und zu haben wir halt einen Anzug an – ich habe ihn eher ungern an, für mich wäre es lieber in Kapuzenpulli und Jeans, aber okay, das ist offenkundig sozusagen die Tracht, die wir hier herinnen brauchen. Aber wir sind ganz normale Menschen. Man kann uns ganz normal ansprechen, man kann uns Dinge mitgeben oder man kann eben auch selber aktiv werden und auch versuchen, die Dinge hier hineinzutragen – durch Petitionen, durch Bürgerinitiativen, durch selbst aktiv werden. Und das ist eigentlich das Schönste an diesem Job hier herinnen: nämlich aktiv zu sein und mitzuhelfen, unser Land gemeinsam, in einem Kompromiss, dann auch besser zu machen. (Beifall.)
Katharina Kramer: Danke schön.
Offizielle Ehrung der Demokratiewerkstattprofis – Überreichung der Medaillen
Katharina Kramer: Was wir gerade merken, ist: Es kommt Bewegung in den Raum, man sieht es, wenn man da auf den Balkon hinaufschaut. – Ihr Lieben da oben, ihr kommt jetzt gleich herunter, und zwar deshalb, weil ein ganz wichtiger Teil der Profi-Ehrung bevorsteht, nämlich die Überreichung eurer Medaillen.
Medaillen – jetzt haben wir gerade einen wichtigen sportlichen Termin, da redet man vielleicht wieder mehr über Medaillen. Eine Medaille ist ja nicht nur ein Stück Metall, sondern es ist ein Zeichen, also etwas, das man herzeigen kann, etwas, was etwas repräsentiert, und in dem Fall repräsentiert es, dass ihr ganz aktiv an unserer Demokratie gearbeitet habt. Das heißt, es ist etwas, was man sich hoffentlich auch aufhebt, was man immer wieder in die Hand nehmen oder sich gleich um den Hals hängen und sagen kann: Da habe ich etwas geschafft.
Wir sagen in der Demokratiewerkstatt ganz oft: Ihr könnt euch gerne auf die Schulter klopfen, was ihr da heute gemacht habt, denn wir wissen, wir erwarten da ganz viel von euch, das ist keine Kleinigkeit. Wir wollen, dass ihr euch öffnet, dass ihr in Diskussion kommt, dass ihr euch mit Themen beschäftigt, und das ist schon ganz schön viel. Und das wissen wir auch zu schätzen, also das ist nichts, wo man sagt: Das ist wurscht!, das ist es nicht, sondern ihr habt sehr, sehr aktiv und mit viel Engagement gearbeitet.
Deswegen ist es uns wichtig, euch diese Medaillen jetzt zu überreichen, und das wird richtig ein feierlicher Akt. – Vielleicht für alle, die schon unten sitzen: Ihr habt es gut, ihr könnt einfach auf euren Plätzen bleiben, es kommen quasi gleich die Abgeordneten zum Nationalrat und die Bundesräte und Bundesrätinnen zu euch und überreichen euch die Medaillen. An die, die gerade von oben herunterkommen: Ihr werdet euch dann hier finden.
Sie, liebe Abgeordnete, liebe Bundesrät:innen, wir, auf Sie kommen Mitarbeitende der Parlamentsdirektion ganz aktiv zu. – Auch Sie, lieber Herr Nationalratspräsident, wenn Sie so lieb sind, einen Teil zu übernehmen und die Medaillen zu verteilen.
Ich sage: Lasst die Verleihung beginnen! (Beifall.)
Es folgen die Musikstücke „We Are The Champions“ von Queen, „Tage wie diese“ von Die Toten Hosen sowie „Auf uns“ von Andreas Bourani.
Katharina Kramer: Liebe Demokratiewerkstattprofis und alle anderen, die auch noch im Raum sind – sagen wir es einmal so, um alle zu nennen –, es kommt gleich noch ein wichtiger Teil. Den kündige ich gleich an, aber davor möchte ich noch etwas erwähnen: Es wurde mir gerade geflüstert, dass wir hier ein Geburtstagskind im Raum haben – Valentina aus dem BRG Albertgasse! – Valentina, winkst du einmal? Es wurde gebeten oder gefragt, ob wir singen können. Ist das in Ordnung, damit das Parlament auch von einem Geburtstagslied erfüllt ist? (Rufe: Ja!) Valentina, der größte Chor, den du wahrscheinlich jemals zu deinem Geburtstag hören wirst: Happy Birthday.
Die Anwesenden im Saal singen gemeinsam das Lied „Happy Birthday“.
(Beifall.)
Katharina Kramer: Habt ihr ein Mikrofon? Wir brauchen ein Mikrofon. Genau, da drüben.
Walter Rosenkranz: Meine Damen und Herren! Bevor es wahrscheinlich zum Ende mit Fotos oder sonst etwas kommt: Ich habe mich in meinen kurzen – na ja, gar nicht so kurzen – Eingangsworten bei einer Gruppe nicht bedankt, das ist das Team der Demokratiewerkstatt. Jetzt ist das Demokratiewerkstattschuljahr mit dieser Veranstaltung so ziemlich an einem der letzten Höhepunkte, die wir haben, und stellvertretend für alle, die dort arbeiten, möchte ich dem Team ein kleines Dankeschön überreichen.
Es erfolgt die Übergabe eines Geschenks.
(Beifall.)
Katharina Kramer: Das ist sehr lieb. Danke schön!
Ich winke einmal rauf, vor allem für alle da oben. – Ihr wisst, da im zweiten Stock sind sie, sie hören uns nicht, aber sie sehen uns vielleicht. (Beifall.)
So. Danke, lieber Herr Präsident, das freut uns sehr! Und wir haben schon gesagt, wir sind sehr emotional – ich bin es auch gerade –, aber wir werden jetzt gleich noch emotionaler, denn uns fehlen noch drei Wesen, die ihr schon auf unseren kleinen Buttons gesehen oder vielleicht auch schon einmal zufällig persönlich kennengelernt habt – manchmal sind sie auch unten –: unsere drei Maskottchen Theo, Hans und Polli. Ich sehe sie schon da drüben, sie kommen herein. Einen Applaus für unsere Maskottchen! (Beifall.)
Es folgt der Demokratiewerkstattsong.
Katharina Kramer: Die Maskottchen werden später in der Säulenhalle, wo dann unser Abschluss stattfinden wird, auch für Fotos zur Verfügung stehen. Ich kann das nur empfehlen, man macht sich sehr gut auf einem Foto neben so einem Maskottchen.
Wir werden jetzt ein gemeinsames Foto machen, und ihr habt vielleicht schon gemerkt, dass unser Fotograf inzwischen da hinaufgegangen ist, weil er von oben herunter fotografieren wird. Wir sind doch eine ganze Menge Leute im Raum, das heißt, wir werden uns jetzt alle hier in der Mitte zusammenstellen und dann nach oben schauen.
Das ist gar nicht einfach, so viele Menschen für ein Foto haben wir normalerweise nicht im Raum. – Alle bereit?
Es wird ein Foto gemacht.
(Beifall.)
Katharina Kramer: So, liebe Menschen in diesem Raum, Achtung, seht ihr mich? Ich bin recht groß, ich winke, alle zu mir schauen! Wir wollen jetzt die Profi-Ehrung gemeinsam in der Säulenhalle ausklingen lassen. Dazu bitte dann in diese Richtung gehen.
Was erwartet euch in der Säulenhalle? – Wir haben einen kleinen Empfang für euch vorbereitet, es gibt kleine Erinnerungsstücke, wir haben Urkunden und vor allem – auch ganz wichtig – wie gesagt den Foto-Corner, wo ihr Fotos mit unseren Maskottchen machen könnt. Ein kleiner Hinweis: Die Bänder, die ihr heute bekommen habt, könnt ihr gerne behalten.
Ja, mehr kann ich jetzt gar nicht mehr sagen, außer: Danke, dass ihr alle da wart, und feiern wir weiter in der Säulenhalle! (Beifall.)
Es folgen der Demokratiewerkstattsong und das Musikstück „We Are The Champions“ von Queen.