Budgetdienst

Aktuelle Analysen

Der Maastricht-Saldo verbessert sich zunächst von 2024 bis 2029, bevor er sich langfristig wieder verschlechtert. Einen negativen Effekt auf den Maastricht-Saldo haben höhere demografieabhängige Ausgaben und Zinsausgaben. Verbessert wird er durch niedrigere weitere Ausgaben und höhere Abgaben

Langfristige Budgetprognose 2025

Die Langfristige Budgetprognose 2025 des BMF zeigt, dass sich Maastricht-Saldo und Schuldenquote trotz der begonnenen Budgetkonsolidierung demografiebedingt langfristig verschlechtern.

Die Auszahlungen von Jänner bis Dezember 2025 betrugen 121,5 Mrd. EUR und waren damit um 0,6 % höher als im Vorjahreszeitraum. Die Einzahlungen waren mit 107,1 Mrd. EUR um 5,4 % höher

Budgetvollzug Jänner bis Dezember 2025

Der Nettofinanzierungsbedarf des Bundes belief sich 2025 auf 14,4 Mrd. EUR und war damit um 4,7 Mrd. EUR geringer als 2024 und um 3,7 Mrd. EUR geringer als budgetiert.

Die direkten Förderungen des Bundes stiegen 2024 im Vorjahresvergleich von 11,0 Milliarden Euro auf 12,5 Milliarden Euro. Auch die indirekten Förderungen stiegen von 25,4 Milliarden Euro auf 26,7 Milliarden Euro.

Förderungsbericht 2024

Das Gesamtvolumen der direkten und indirekten Förderungen des Bundes belief sich im Jahr 2024 auf 39,3 Mrd. EUR.

Am Ende des Jahres 2025 wies der Bund bereinigte Finanzschulden iHv 313,0 Mrd. EUR (61,1 % des BIP) auf. Damit waren die Finanzschulden um 13,8 Mrd. EUR höher als Ende 2024. Im Verhältnis zum BIP entspricht dies einem Anstieg um 0,6 %-Punkte

Finanzschulden und Währungstauschverträge 2025

Die bereinigten Finanzschulden des Bundes stiegen im Jahr 2025 um 13,8 Mrd. EUR bzw. 4,6 % auf 313,0 Mrd. EUR.

Die Obergrenze für das Maastricht-Defizit sinkt für den Bund inkl. Sozialversicherung von 3,07% des BIP (2026) auf 2,13% des BIP (2029), für Länder/Gemeinden von 1,13% des BIP (2026) auf 0,67% des BIP (2029). Für den Bund liegt sie für 2026 unter der BMF-Prognose, für Länder/Gemeinden darüber

Österreichischer Stabilitätspakt 2025

Die Vereinbarung zwischen Bund, Ländern und Gemeinden gibt verbindliche Haushaltsziele zur innerstaatlichen Umsetzung der neuen EU-Fiskalregeln vor.

Die Gesamthaftungen des Bundes betrugen im Jahr 2025 87,2 Mrd. EUR, gegenüber dem Vorjahr sanken sie um 6,5 Mrd. EUR. Im Jahr 2021 betrugen sie noch 100,5 Mrd. EUR

Übernahme von Bundeshaftungen 2025

Die Gesamthaftungen des Bundes für Kapital beliefen sich Ende 2025 auf 87,2 Mrd. EUR, gegenüber 2024 kam es zu einem Rückgang um 1,4 Mrd. EUR (-4,5 %).

Beleg / Kassenzettel vor geöffneter Geldlade einer Registrierkassa

Steuerliche Begünstigung Überstundenzuschläge und Beleglotterie

Mit den beiden Gesetzesanträgen wird unter anderem der Freibetrag für Überstundenzuschläge im Jahr 2026 temporär erhöht und es wird eine Beleglotterie eingeführt.

Die Obergrenze gemäß Ratsempfehlung für das Nettoausgabenwachstum im Jahr 2025 beträgt 2,6 %. Das vom BMF erwartete Wachstum wurde von 1,6 % auf 2,3 % nach oben revidiert. Das erwartete kumulative Wachstum bis 2026 wurde ebenfalls nach oben revidiert, liegt aber weiterhin unter der Obergrenze

ÜD-Bericht 2025

Das BMF erwartet für 2025 und 2026 weiterhin ein gesamtstaatliches Maastricht-Defizit von 4,5 % bzw. 4,2 % des BIP. Damit wird der moderate Konsolidierungskurs fortgesetzt.

Symbolische Liniengrafik

Senkung der Elektrizitätsabgabe 2026

Die Elektrizitätsabgabe wird 2026 temporär gesenkt. Das Entlastungsvolumen beläuft sich auf 520 Mio. EUR und soll durch höhere Dividenden verbundener Unternehmen finanziert werden.

Analysen des Budgetdienstes

Budget

Der Budgetdienst erstellt Analysen zum jährlichen Budget, zum Bundesfinanzrahmen, zur langfristigen Budgetprognose sowie zu allen Vorlagen im Rahmen des Europäischen Semesters.

Budgetvollzug

Hier finden sich Analysen zum laufenden Budgetvollzug, zum Bundesrechnungsabschluss und zu Berichten betreffend Rücklagen, Haftungen, Finanzschulden, Förderungen und Beteiligungs- und Finanzcontrolling.

Analysen zu Gesetzen

Der Budgetdienst erstellt Analysen zu Gesetzesvorlagen mit maßgeblicher Budgetrelevanz und ihren Wirkungsorientierten Folgenabschätzungen.

Analysen auf Anfrage

Der Budgetdienst erstellt Analysen auf Anfrage von Abgeordneten des Budgetausschusses.

Wirkungsorientierung

Die Umsetzung des Haushaltsgrundsatzes der Wirkungsorientierung unter Berücksichtigung der tatsächlichen Gleichstellung von Frauen und Männern wird vom Budgetdienst analysiert, das umfasst auch Gender Budgeting.

Haushaltsthemen

Unter Haushaltsthemen stellt der Budgetdienst Informationen und Einschätzungen zu ausgewählten  haushaltsrechtlichen Fragestellungen zur Verfügung.

Für ein besseres Verständnis der Analysen

Budgetvisualisierung

Die interaktive Visualisierung der Budget­daten vermittelt einen transparenten Überblick über die Details des aktuellen Budgets und die Entwicklungen der Vorjahre. Die Grafiken und Tabellen machen Relationen von Budget­zuteilungen oder des Ertrags einzelner Steuern leichter verständlich. Weitere Darstellungen zeigen den aktuellen Budgetvollzug und die Entwicklung der wesentlichen Kennzahlen zur gesamt­staatlichen Haushalts­entwicklung. Die interaktive dynamische Gestaltung bezieht die Nutzerinnen und Nutzer verstärkt mit ein. Durch Klicken oder Maus­bewegungen kann individuell eine Vielzahl an Finanz­informationen des Bundes abgefragt und optisch aufbereitet werden.

Über uns

Der Budgetdienst unterstützt durch die Bereitstellung regierungs­unabhängiger Fach­expertise zu budget­relevanten Frage­stellungen den Nationalrat in seiner Kontroll­funktion gegenüber der Regierung. Die Haupt­aufgabe bildet dabei die Beratung des Budget­ausschusses durch Analysen zum Budget, zu (Gesetzes-)Vorlagen sowie zu fiskal­politischen, ökonomischen und budget­technischen Sach­verhalten. Alle Analysen des Budgetdienstes sind öffentlich und auf der Website des Parlaments abrufbar. Der Budget­dienst leistet damit einen Beitrag, der Informations­asymmetrie zwischen Nationalrat und Bundes­regierung in Haushalts­fragen entgegen­zuwirken und die Transparenz der öffentlichen Finanzen zu stärken.