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Stenographisches Protokoll

 

 

 

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148. Sitzung des Nationalrates der Republik Österreich

 

XXIV. Gesetzgebungsperiode

 

Mittwoch, 28. März 2012

 

 


Stenographisches Protokoll

148. Sitzung des Nationalrates der Republik Österreich

XXIV. Gesetzgebungsperiode                   Mittwoch, 28. März 2012

Dauer der Sitzung

Mittwoch, 28. März 2012: 9.06 – 21.11 Uhr

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Tagesordnung

1. Punkt: Bundesgesetz, mit dem das Publizistikförderungsgesetz 1984, das Einkom­mensteuergesetz 1988, das Körperschaftsteuergesetz 1988, das Umsatzsteuerge­setz 1994, das Grunderwerbsteuergesetz 1987, das Gesundheits- und Sozialbereich-Beihilfengesetz, das Mineralölsteuergesetz 1995, das Bewertungsgesetz 1955, die Bundesabgabenordnung, das Bundesgesetz über eine Abgabe von land- und forstwirt­schaftlichen Betrieben, das Stabilitätsabgabegesetz, das Bausparkassengesetz und das Pensionskassengesetz geändert werden (1. Stabilitätsgesetz 2012 – 1. StabG 2012)

2. Punkt: Bundesgesetz, mit dem das Bundesministeriengesetz 1986, das Konsularge­bührengesetz 1992, das Stellenbesetzungsgesetz, das Aktiengesetz, das Unterneh­mensgesetzbuch, das Gerichtsorganisationsgesetz, die Jurisdiktionsnorm, das Arbeits- und Sozialgerichtsgesetz, das Gerichtsgebührengesetz, die Strafprozessordnung 1975, das Bundespensionsamtsübertragungs-Gesetz, das Bundeshaushaltsgesetz 2013, das Bundesfinanzierungsgesetz, das Bankwesengesetz, das Bausparkassengesetz, das Zah­lungsdienstegesetz, das E-Geldgesetz 2010, das Finanzkonglomerategesetz, das Bör­segesetz 1989, das Wertpapieraufsichtsgesetz 2007, das Investmentfondsgesetz 2011, das Immobilien-Investmentfondsgesetz, das Pensionskassengesetz, das Betriebliche Mitarbeiter- und Selbständigenvorsorgegesetz, das Versicherungsaufsichtsgesetz, das Ratingagenturenvollzugsgesetz, das Waffengesetz 1996, das Bundeskriminalamt-Ge­setz, das Wachebediensteten-Hilfeleistungsgesetz, das Polizeibefugnis-Entschädigungs­gesetz, das Bundesimmobiliengesetz, das Schönbrunner Schloßgesetz, das March­feldschlösser-Gesetz, das Beamten-Dienstrechtsgesetz 1979, das Gehaltsgesetz 1956, das Vertragsbedienstetengesetz 1948, das Richter- und Staatsanwaltschaftsdienstge­setz, das Landeslehrer-Dienstrechtsgesetz, das Land- und forstwirtschaftliche Landes­lehrer-Dienstrechtsgesetz, das Pensionsgesetz 1965, das Bundestheaterpensionsge­setz, das Bundesbahn-Pensionsgesetz, das Bundesbahngesetz, das Bezügegesetz, das Allgemeine Sozialversicherungsgesetz, das Gewerbliche Sozialversicherungsge­setz, das Bauern-Sozialversicherungsgesetz, das Allgemeine Pensionsgesetz, das Beamten-Kranken- und Unfallversicherungsgesetz, das Bundesgesetz über einen Kas­senstrukturfonds für die Gebietskrankenkassen, das Nachtschwerarbeitsgesetz, das Ar­beitslosenversicherungsgesetz 1977, das Arbeitsmarktpolitik-Finanzierungsgesetz, das Insolvenz-Entgeltsicherungsgesetz, das Arbeitsinspektionsgesetz 1993, das Arbeitneh­merInnenschutzgesetz, das Arbeitskräfteüberlassungsgesetz, das Arbeitsruhegesetz, das Mutterschutzgesetz 1979, das Kinder- und Jugendlichen-Beschäftigungsgesetz,


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das Arbeitszeitgesetz, das Bauarbeitenkoordinationsgesetz, das Bauarbeiter-Urlaubs- und Abfertigungsgesetz, das Abfallwirtschaftsgesetz 2002, das Biozid-Produkte-Ge­setz, das Chemikaliengesetz 1996, das Bundes-Bedienstetenschutzgesetz, das Eisen­bahngesetz 1957, das Wasserstraßengesetz, das Kraftfahrgesetz 1967, das Contai­nersicherheitsgesetz, das Post-Betriebsverfassungsgesetz, die Gewerbeordnung 1994, das Berufsausbildungsgesetz, das Einführungsgesetz zu den Verwaltungsverfahrens­gesetzen 2008, das Strahlenschutzgesetz, das Universitätsgesetz 2002, das Umwelt­kontrollgesetz und das Umweltförderungsgesetz geändert werden, ein IKT-Konsolidie­rungsgesetz und ein Bundesgesetz über die Veräußerung von beweglichem Bun­desvermögen erlassen werden und das Bundesgesetz über die Verkehrs-Arbeitsins­pektion, die Gerichtstagsverordnung sowie zwei Verordnungen betreffend die Dienst­zeit bestimmter Bedienstetengruppen aufgehoben werden (2. Stabilitätsgesetz 2012 – 2. StabG 2012)

3. Punkt: Bundesgesetz, mit dem das Bundesfinanzgesetz 2012 und das Bundesfi­nanzrahmengesetz 2012 bis 2015 geändert werden und das Bundesfinanzrahmenge­setz 2013 bis 2016 erlassen wird

4. Punkt: Abkommen über die Errichtung eines Rates für die Zusammenarbeit auf dem Gebiete des Zollwesens, unterzeichnet in Brüssel am 15. Dezember 1950 (Weltzollor­ganisation), und die Änderung des Abkommens über die Errichtung eines Rates für die Zusammenarbeit auf dem Gebiete des Zollwesens

5. Punkt: Bericht über den Antrag 1870/A der Abgeordneten Konrad Steindl, Dr. Christoph Matznetter, Kolleginnen und Kollegen betreffend ein Bundesgesetz, mit dem das Wirtschaftstreuhandberufsgesetz, das Bilanzbuchhaltungsgesetz und die Ge­werbeordnung 1994 geändert werden

6. Punkt: Bundesgesetz, mit dem ein Akkreditierungsgesetz 2012 erlassen wird und das Maß- und Eichgesetz und das Kesselgesetz geändert werden

7. Punkt: Bundesgesetz, mit dem das Vermessungsgesetz geändert wird

8. Punkt: Freihandelsabkommen zwischen der Europäischen Union und ihren Mitglied­staaten einerseits und der Republik Korea andererseits

9. Punkt: Bericht über den Antrag 1754/A(E) der Abgeordneten Mag. Roman Haider, Heidrun Silhavy, Franz Hörl, Dr. Gabriela Moser, Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen betreffend aktuelle Unterrichtsmaterialien in der Tourismusausbildung

10. Punkt: Bericht über den Antrag 1883/A(E) der Abgeordneten Gabriel Obernosterer, Heidrun Silhavy, Mag. Roman Haider, Dr. Gabriela Moser, Stefan Markowitz, Kolle­ginnen und Kollegen betreffend Online-Buchungsplattformen im Tourismus

11. Punkt: Bericht über den Antrag 1871/A(E) der Abgeordneten Dr. Gabriela Moser, Heidrun Silhavy, Franz Hörl, Mag. Roman Haider, Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen betreffend verstärkte Kooperation zwischen den „Austria Guides“ und der Ös­terreich Werbung

12. Punkt: Bericht über den Antrag 133/A(E) der Abgeordneten Ing. Norbert Hofer, Kolleginnen und Kollegen betreffend Freiwilliges Soziales Jahr – Zuerkennung der Fa­milienbeihilfe

13. Punkt: Bericht über den Antrag 309/A(E) der Abgeordneten Ursula Haubner, Kolle­gin und Kollegen betreffend Freiwilliges Sozialdienstjahr

14. Punkt: Bericht über den Antrag 1848/A(E) der Abgeordneten Tanja Windbüchler-Souschill, Kolleginnen und Kollegen betreffend Anspruch auf Familienbeihilfe bis 25 nach Absolvierung eines Freiwilligenjahres

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Inhalt

Personalien

Verhinderungen .............................................................................................................. 43

Geschäftsbehandlung

Einwendungen der Abgeordneten Josef Bucher, Kolleginnen und Kollegen ge­gen die Tagesordnung gemäß § 50 der Geschäftsordnung ............................................................................................ 43

Durchführung einer Debatte gemäß § 50 Abs. 1 der Geschäftsordnung ...................... 43

Redner/Rednerinnen:

Josef Bucher ................................................................................................................. 43

Dr. Christoph Matznetter ............................................................................................. 45

Jakob Auer .................................................................................................................... 46

Dr. Martin Strutz ........................................................................................................... 48

Dr. Harald Walser ......................................................................................................... 49

Angela Lueger .............................................................................................................. 51

Werner Amon, MBA ..................................................................................................... 52

Harald Vilimsky ............................................................................................................. 53

Mag. Judith Schwentner .............................................................................................. 55

Ing. Peter Westenthaler ............................................................................................... 56

Einwendungen finden keine Mehrheit ............................................................................ 58

Verlangen auf Durchführung einer kurzen Debatte über die Anfragebeantwor­tung 10262/AB gemäß § 92 Abs. 1 der Geschäftsordnung ........................................................................................ 60

Durchführung einer kurzen Debatte gemäß § 57a Abs. 1 der Geschäftsordnung         165

Redner/Rednerinnen:

Dr. Walter Rosenkranz .............................................................................................. 165

Staatssekretär Dr. Josef Ostermayer ...................................................................... 168

Dr. Günther Kräuter ................................................................................................... 169

Adelheid Irina Fürntrath-Moretti ............................................................................... 170

Dipl.-Ing. Gerhard Deimek ......................................................................................... 172

Dr. Peter Pilz ............................................................................................................... 173

Stefan Petzner ............................................................................................................ 174

Redezeitbeschränkung nach Beratung in der Präsidialkonferenz gemäß § 57 Abs. 3 Z. 2 der Geschäftsordnung .......................................................................................................... 60

Unterbrechung der Sitzung .......................................................  165, 203, 251, 254, 257

Wortmeldungen in Bezug auf einen in der Debatte über die Tagesordnungs­punkte 1 bis 3 eingebrachten Abänderungsantrag:

Dieter Brosz, MSc ...................................................................................................... 201

Herbert Scheibner ...................................................................................................... 201

Dr. Peter Fichtenbauer .....................................................................................  201, 203

Kai Jan Krainer ........................................................................................................... 202

Dr. Eva Glawischnig-Piesczek .........................................................................  202, 204

Gerald Grosz .............................................................................................................. 204

Mitteilungen der Präsidentin Mag. Barbara Prammer in diesem Zusammen­hang  202, 203, 204, 205

Antrag der Abgeordneten Mag. Rainer Widmann, Kolleginnen und Kollegen, den Bericht des Ausschusses für Wirtschaft und Industrie über den Antrag 1870/A


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der Abgeordneten Konrad Steindl, Dr. Christoph Matznetter, Kolleginnen und Kol­legen betreffend ein Bundesgesetz, mit dem das Wirtschaftstreuhandberufsge­setz, das Bilanzbuchhaltungsgesetz und die Gewerbeordnung 1994 geändert werden, 1713 d.B., gemäß § 73 Abs. 3 Z. 2 der Geschäftsordnung an den Aus­schuss für Wirtschaft und Industrie rückzuverweisen – Ablehnung .............................................................  219, 219

Antrag des Abgeordneten Herbert Scheibner auf Vertagung der Verhandlungen über die Tagesordnungspunkte 1 bis 3 – Ablehnung ................................................  249, 249, 249

Antrag der Abgeordneten Herbert Scheibner, Kolleginnen und Kollegen, die Regierungsvorlage 1680 d.B. betreffend das 1. Stabilitätsgesetz 2012, in der Fas­sung des Ausschussberichtes 1707 d.B., die Regierungsvorlage 1685 d.B. betref­fend das 2. Stabilitätsgesetz, in der Fassung des Ausschussberichtes 1708 d.B., sowie die Regierungsvorlage 1681 d.B. betreffend ein Bundesgesetz, mit dem das Bundesfinanzgesetz 2012 und das Bundesfinanzrahmengesetz 2012 bis 2015 ge­ändert werden und das Bundesfinanzrahmengesetz 2013 bis 2016 erlassen wird, in der Fassung des Ausschussberichtes 1709 d.B., gemäß § 73 Abs. 3 Z. 2 der Ge­schäftsordnung an den Budgetausschuss rückzuverweisen – Ablehnung            249, 249, 250

Verlangen auf Durchführung einer namentlichen Abstimmung ................  250, 253, 256

Verlesung der vorgesehenen Fassung eines Teiles des Amtlichen Protokolls die­ser Sitzung durch Präsidenten Mag. Dr. Martin Graf ............................................................................. 272

Einwendungen des Abgeordneten Herbert Scheibner gegen den verlesenen Teil des Amtlichen Protokolls ............................................................................................................................. 276

Genehmigung des verlesenen Teiles des Amtlichen Protokolls ................................ 276

Bundesregierung

Vertretungsschreiben ..................................................................................................... 43

Ausschüsse

Zuweisungen .................................................................................................................. 58

Auslieferungsbegehren

gegen die Abgeordneten Ing. Kurt Gartlehner und Werner Amon, MBA ...........  58, 58

Verhandlungen

Gemeinsame Beratung über

1. Punkt: Bericht des Budgetausschusses über die Regierungsvorlage (1680 d.B.): Bundesgesetz, mit dem das Publizistikförderungsgesetz 1984, das Einkommen­steuergesetz 1988, das Körperschaftsteuergesetz 1988, das Umsatzsteuerge­setz 1994, das Grunderwerbsteuergesetz 1987, das Gesundheits- und Sozialbe­reich-Beihilfengesetz, das Mineralölsteuergesetz 1995, das Bewertungsge­setz 1955, die Bundesabgabenordnung, das Bundesgesetz über eine Abgabe von land- und forstwirtschaftlichen Betrieben, das Stabilitätsabgabegesetz, das Bausparkassengesetz und das Pensionskassengesetz geändert werden (1. Sta­bilitätsgesetz 2012 – 1. StabG 2012) (1707 d.B.)             ............................................................................................................................... 60

2. Punkt: Bericht des Budgetausschusses über die Regierungsvorlage (1685 d.B.): Bundesgesetz, mit dem das Bundesministeriengesetz 1986, das Konsulargebüh­rengesetz 1992, das Stellenbesetzungsgesetz, das Aktiengesetz, das Unter­nehmensgesetzbuch, das Gerichtsorganisationsgesetz, die Jurisdiktionsnorm,


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das Arbeits- und Sozialgerichtsgesetz, das Gerichtsgebührengesetz, die Straf­prozessordnung 1975, das Bundespensionsamtsübertragungs-Gesetz, das Bun­deshaushaltsgesetz 2013, das Bundesfinanzierungsgesetz, das Bankwesenge­setz, das Bausparkassengesetz, das Zahlungsdienstegesetz, das E-Geldge­setz 2010, das Finanzkonglomerategesetz, das Börsegesetz 1989, das Wertpa­pieraufsichtsgesetz 2007, das Investmentfondsgesetz 2011, das Immobilien-In­vestmentfondsgesetz, das Pensionskassengesetz, das Betriebliche Mitarbeiter- und Selbständigenvorsorgegesetz, das Versicherungsaufsichtsgesetz, das Ra­tingagenturenvollzugsgesetz, das Waffengesetz 1996, das Bundeskriminalamt-Gesetz, das Wachebediensteten-Hilfeleistungsgesetz, das Polizeibefugnis-Ent­schädigungsgesetz, das Bundesimmobiliengesetz, das Schönbrunner Schloßge­setz, das Marchfeldschlösser-Gesetz, das Beamten-Dienstrechtsgesetz 1979, das Gehaltsgesetz 1956, das Vertragsbedienstetengesetz 1948, das Richter- und Staatsanwaltschaftsdienstgesetz, das Landeslehrer-Dienstrechtsgesetz, das Land- und forstwirtschaftliche Landeslehrer-Dienstrechtsgesetz, das Pensionsge­setz 1965, das Bundestheaterpensionsgesetz, das Bundesbahn-Pensionsgesetz, das Bundesbahngesetz, das Bezügegesetz, das Allgemeine Sozialversicherungs­gesetz, das Gewerbliche Sozialversicherungsgesetz, das Bauern-Sozialversiche­rungsgesetz, das Allgemeine Pensionsgesetz, das Beamten-Kranken- und Un­fallversicherungsgesetz, das Bundesgesetz über einen Kassenstrukturfonds für die Gebietskrankenkassen, das Nachtschwerarbeitsgesetz, das Arbeitslosenver­sicherungsgesetz 1977, das Arbeitsmarktpolitik-Finanzierungsgesetz, das Insol­venz-Entgeltsicherungsgesetz, das Arbeitsinspektionsgesetz 1993, das Arbeit­nehmerInnenschutzgesetz, das Arbeitskräfteüberlassungsgesetz, das Arbeitsru­hegesetz, das Mutterschutzgesetz 1979, das Kinder- und Jugendlichen-Beschäf­tigungsgesetz, das Arbeitszeitgesetz, das Bauarbeitenkoordinationsgesetz, das Bauarbeiter-Urlaubs- und Abfertigungsgesetz, das Abfallwirtschaftsgesetz 2002, das Biozid-Produkte-Gesetz, das Chemikaliengesetz 1996, das Bundes-Bediens­tetenschutzgesetz, das Eisenbahngesetz 1957, das Wasserstraßengesetz, das Kraftfahrgesetz 1967, das Containersicherheitsgesetz, das Post-Betriebsverfas­sungsgesetz, die Gewerbeordnung 1994, das Berufsausbildungsgesetz, das Ein­führungsgesetz zu den Verwaltungsverfahrensgesetzen 2008, das Strahlenschutz­gesetz, das Universitätsgesetz 2002, das Umweltkontrollgesetz und das Umwelt­förderungsgesetz geändert werden, ein IKT-Konsolidierungsgesetz und ein Bun­desgesetz über die Veräußerung von beweglichem Bundesvermögen erlassen werden und das Bundesgesetz über die Verkehrs-Arbeitsinspektion, die Ge­richtstagsverordnung sowie zwei Verordnungen betreffend die Dienstzeit be­stimmter Bedienstetengruppen aufgehoben werden (2. Stabilitätsgesetz 2012 – 2. StabG 2012) (1708 d.B.)         ............................................................................................................................... 61

3. Punkt: Bericht des Budgetausschusses über die Regierungsvorlage (1681 d.B.): Bundesgesetz, mit dem das Bundesfinanzgesetz 2012 und das Bundesfinanz­rahmengesetz 2012 bis 2015 geändert werden und das Bundesfinanzrahmen­gesetz 2013 bis 2016 erlassen wird (1709 d.B.) .......................... 62

Redner/Rednerinnen:

Heinz-Christian Strache .............................................................................................. 62

Dr. Josef Cap ................................................................................................................ 65

Dr. Eva Glawischnig-Piesczek .................................................................................... 68

Dkfm. Dr. Günter Stummvoll ...................................................................................... 71

Josef Bucher ................................................................................................................. 74

Bundeskanzler Werner Faymann ............................................................................... 77

Vizekanzler Dr. Michael Spindelegger ....................................................................... 80

Alois Gradauer ............................................................................................................. 82

Kai Jan Krainer ............................................................................................................. 85

Mag. Werner Kogler ..................................................................................................... 88

Peter Haubner ............................................................................................................... 90


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Herbert Scheibner ...............................................................................................  93, 199

Renate Csörgits ............................................................................................................ 95

Dorothea Schittenhelm ................................................................................................ 97

Bernhard Themessl ...................................................................................................... 99

Dr. Ruperta Lichtenecker .......................................................................................... 101

Gerald Grosz .............................................................................................................. 102

Bundesministerin Mag. Dr. Maria Theresia Fekter ................................................. 104

Staatssekretär Mag. Andreas Schieder ................................................................... 106

Dr. Günther Kräuter ................................................................................................... 108

Fritz Grillitsch ............................................................................................................. 109

Elmar Podgorschek ................................................................................................... 110

Dr. Peter Pilz ............................................................................................................... 113

Mag. Rainer Widmann ................................................................................................ 115

Heinz-Christian Strache (tatsächliche Berichtigung) ................................................ 116

Dr. Sabine Oberhauser, MAS .................................................................................... 116

August Wöginger ....................................................................................................... 118

Werner Herbert ........................................................................................................... 120

Mag. Dr. Wolfgang Zinggl .......................................................................................... 121

Christoph Hagen ........................................................................................................ 123

Mag. Kurt Gaßner ....................................................................................................... 124

Mag. Gertrude Aubauer ............................................................................................. 128

Maximilian Linder ....................................................................................................... 129

Karl Öllinger ................................................................................................................ 130

Sigisbert Dolinschek .................................................................................................. 132

Mag. Laura Rudas ...................................................................................................... 134

Karl Donabauer .......................................................................................................... 135

Harald Jannach ........................................................................................................... 137

Dipl.-Ing. Dr. Wolfgang Pirklhuber ........................................................................... 138

Gerhard Huber ............................................................................................................ 141

Mag. Sonja Steßl-Mühlbacher ................................................................................... 142

Johann Höfinger ......................................................................................................... 143

Ing. Christian Höbart ................................................................................................. 154

Dr. Kurt Grünewald .................................................................................................... 155

Kurt List ....................................................................................................................... 157

Otto Pendl ................................................................................................................... 158

Josef Jury .................................................................................................................... 159

Mag. Judith Schwentner ............................................................................................ 160

Franz Kirchgatterer .................................................................................................... 162

Werner Neubauer ....................................................................................................... 163

Johann Hechtl ............................................................................................................. 176

Josef A. Riemer .......................................................................................................... 177

Dieter Brosz, MSc ...................................................................................................... 178

Dietmar Keck .............................................................................................................. 187

Dipl.-Ing. Gerhard Deimek ......................................................................................... 188

Erich Tadler ................................................................................................................. 190

Ing. Robert Lugar ....................................................................................................... 192

Ernest Windholz ......................................................................................................... 194

Mario Kunasek ............................................................................................................ 195

Dr. Gabriela Moser ..................................................................................................... 196

Entschließungsantrag der Abgeordneten Alois Gradauer, Kolleginnen und Kollegen betreffend die unverzügliche Verkleinerung der Bundesregierung – Ab­lehnung .........................  84, 253

Entschließungsantrag der Abgeordneten Gerald Grosz, Kolleginnen und Kol­legen betreffend keine neuen BMW-Dienstwagen – Ablehnung ........................................................................  105, 262


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Entschließungsantrag der Abgeordneten Elmar Podgorschek, Kolleginnen und Kollegen betreffend eigene Bankenkonkursordnung – Ablehnung .................................................................  111, 253

Entschließungsantrag der Abgeordneten Dr. Peter Pilz, Kolleginnen und Kolle­gen betreffend Luxus-Dienst-Karossen – Ablehnung ........................................................................................  114, 253

Entschließungsantrag der Abgeordneten Mag. Werner Kogler, Kolleginnen und Kollegen betreffend Änderung der Gesetzgebungskompetenzen für das Ge­sundheitswesen – Ablehnung  157, 261

Entschließungsantrag der Abgeordneten Mag. Judith Schwentner, Kollegin­nen und Kollegen betreffend Kürzungen zulasten der Entwicklungszusammenar­beit – Ablehnung ................  162, 262

Entschließungsantrag der Abgeordneten Dipl.-Ing. Gerhard Deimek Kollegin­nen und Kollegen betreffend Sieben-Punkte-Maßnahmenpaket zur Entlastung der Autofahrer – Ablehnung  189, 253

Entschließungsantrag des Abgeordneten Erich Tadler betreffend persönliche Widmungen im Steuerwesen – Unterstützungsfrage – genügend unterstützt – Ab­lehnung (namentliche Abstimmung)    191, 191, 191, 253

Annahme der drei Gesetzentwürfe in 1707, 1708 und 1709 d.B. (namentliche Ab­stimmungen)                250

4. Punkt: Bericht des Finanzausschusses über die Regierungsvorlage (1653 d.B.): Abkommen über die Errichtung eines Rates für die Zusammenarbeit auf dem Gebiete des Zollwesens, unterzeichnet in Brüssel am 15. Dezember 1950 (Welt­zollorganisation), und die Änderung des Abkommens über die Errichtung eines Rates für die Zusammenarbeit auf dem Gebiete des Zollwesens (1706 d.B.) ............ 205

Redner/Rednerinnen:

Franz Eßl ..................................................................................................................... 205

Petra Bayr ................................................................................................................... 206

Ernest Windholz ......................................................................................................... 207

Genehmigung des Staatsvertrages in 1706 d.B. ......................................................... 207

5. Punkt: Bericht des Ausschusses für Wirtschaft und Industrie über den An­trag 1870/A der Abgeordneten Konrad Steindl, Dr. Christoph Matznetter, Kolle­ginnen und Kollegen betreffend ein Bundesgesetz, mit dem das Wirtschaftstreu­handberufsgesetz, das Bilanzbuchhaltungsgesetz und die Gewerbeordnung 1994 geändert werden (1713 d.B.) ....................................................................................................... 208

Redner/Rednerinnen:

Bernhard Themessl .................................................................................................... 208

Konrad Steindl ............................................................................................................ 209

Dr. Ruperta Lichtenecker .......................................................................................... 210

Dr. Christoph Matznetter ........................................................................................... 211

Mag. Rainer Widmann ................................................................................................ 212

Bundesminister Dr. Reinhold Mitterlehner ............................................................. 214

Peter Haubner ............................................................................................................. 215

Dr. Andreas Karlsböck .............................................................................................. 215

Elisabeth Hakel ........................................................................................................... 217

Gabriel Obernosterer ................................................................................................. 217

Ing. Mag. Hubert Kuzdas ........................................................................................... 218

Annahme des Gesetzentwurfes ................................................................................... 219


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Gemeinsame Beratung über

6. Punkt: Bericht des Ausschusses für Wirtschaft und Industrie über die Regie­rungsvorlage (1687 d.B.): Bundesgesetz, mit dem ein Akkreditierungsgesetz 2012 erlassen wird und das Maß- und Eichgesetz und das Kesselgesetz geändert wer­den (1712 d.B.) ................................................................. 220

7. Punkt: Bericht des Ausschusses für Wirtschaft und Industrie über die Regie­rungsvorlage (1686 d.B.): Bundesgesetz, mit dem das Vermessungsgesetz geän­dert wird (1714 d.B.) ............. 220

8. Punkt: Bericht des Ausschusses für Wirtschaft und Industrie über die Regie­rungsvorlage (1635 d.B.): Freihandelsabkommen zwischen der Europäischen Union und ihren Mitgliedstaaten einerseits und der Republik Korea andererseits (1715 d.B.) ..................................................................... 220

Redner/Rednerinnen:

Dipl.-Ing. Gerhard Deimek ......................................................................................... 220

Franz Glaser ............................................................................................................... 221

Dr. Ruperta Lichtenecker .......................................................................................... 222

Ing. Kurt Gartlehner ................................................................................................... 222

Ernest Windholz ......................................................................................................... 223

Bundesminister Dr. Reinhold Mitterlehner ............................................................. 224

Mag. Josef Lettenbichler ........................................................................................... 225

Franz Kirchgatterer .................................................................................................... 226

Annahme der beiden Gesetzentwürfe in 1712 und 1714 d.B. ..................................... 226

Genehmigung des Staatsvertrages in 1715 d.B. ......................................................... 227

Beschlussfassung im Sinne des Artikels 49 Abs. 2 B-VG hinsichtlich 1715 d.B. ........ 227

Gemeinsame Beratung über

9. Punkt: Bericht des Tourismusausschusses über den Antrag 1754/A(E) der Abgeordneten Mag. Roman Haider, Heidrun Silhavy, Franz Hörl, Dr. Gabriela Moser, Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen betreffend aktuelle Unter­richtsmaterialien in der Tourismusausbildung (1718 d.B.) .........              227

10. Punkt: Bericht des Tourismusausschusses über den Antrag 1883/A(E) der Abgeordneten Gabriel Obernosterer, Heidrun Silhavy, Mag. Roman Haider, Dr. Gabriela Moser, Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen betreffend On­line-Buchungsplattformen im Tourismus (1719 d.B.) ............. 227

11. Punkt: Bericht des Tourismusausschusses über den Antrag 1871/A(E) der Abgeordneten Dr. Gabriela Moser, Heidrun Silhavy, Franz Hörl, Mag. Roman Haider, Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen betreffend verstärkte Ko­operation zwischen den „Austria Guides“ und der Österreich Werbung (1720 d.B.)                                                                                                                                                                   228

Redner/Rednerinnen:

Gabriel Obernosterer ................................................................................................. 228

Heidrun Silhavy .......................................................................................................... 229

Mag. Roman Haider .................................................................................................... 230

Dr. Gabriela Moser ..................................................................................................... 231

Stefan Markowitz ........................................................................................................ 232

Franz Hörl ................................................................................................................... 233

Mag. Josef Auer .......................................................................................................... 234

Maximilian Linder ....................................................................................................... 235

Bundesminister Dr. Reinhold Mitterlehner ............................................................. 236

Ernest Windholz ......................................................................................................... 237


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Johann Rädler ............................................................................................................ 239

Elisabeth Hakel ........................................................................................................... 240

Mathias Venier ............................................................................................................ 241

Adelheid Irina Fürntrath-Moretti ............................................................................... 242

Johann Hell ................................................................................................................. 243

Josef A. Riemer .......................................................................................................... 243

Claudia Durchschlag ................................................................................................. 245

Mag. Rosa Lohfeyer ................................................................................................... 246

Elmar Mayer ................................................................................................................ 247

Erwin Preiner .............................................................................................................. 247

Entschließungsantrag der Abgeordneten Gerald Grosz, Kolleginnen und Kolle­gen betreffend Sicherstellung der Förderung des Freilichtmuseums Stübing – Ab­lehnung ...............................  238, 249

Entschließungsantrag der Abgeordneten Josef A. Riemer, Kolleginnen und Kollegen betreffend die Förderung beziehungsweise langfristige Finanzierung des Freilichtmuseums Stübing – Ablehnung          244, 249

Annahme der dem schriftlichen Ausschussbericht 1718 d.B. beigedruckten Ent­schließung betreffend aktuelle Unterrichtsmaterialien in der Tourismusausbildung (E 233) ........................................ 248

Annahme der dem schriftlichen Ausschussbericht 1719 d.B. beigedruckten Ent­schließung betreffend Online-Buchungsplattformen im Tourismus (E 234) ............................................................... 248

Annahme der dem schriftlichen Ausschussbericht 1720 d.B. beigedruckten Ent­schließung betreffend verstärkte Kooperation zwischen den „Austria Guides“ und der Österreich Werbung (E 235)                     248

Gemeinsame Beratung über

12. Punkt: Bericht des Familienausschusses über den Antrag 133/A(E) der Ab­geordneten Ing. Norbert Hofer, Kolleginnen und Kollegen betreffend Freiwilliges Soziales Jahr – Zuerkennung der Familienbeihilfe (1703 d.B.) ....................................................................................................................................... 262

13. Punkt: Bericht des Familienausschusses über den Antrag 309/A(E) der Ab­geordneten Ursula Haubner, Kollegin und Kollegen betreffend Freiwilliges Sozial­dienstjahr (1704 d.B.) ................. 262

14. Punkt: Bericht des Familienausschusses über den Antrag 1848/A(E) der Ab­geordneten Tanja Windbüchler-Souschill, Kolleginnen und Kollegen betreffend Anspruch auf Familienbeihilfe bis 25 nach Absolvierung eines Freiwilligenjahres (1705 d.B.) ........................................................ 262

Redner/Rednerinnen:

Anneliese Kitzmüller .................................................................................................. 263

August Wöginger ....................................................................................................... 263

Tanja Windbüchler-Souschill .................................................................................... 265

Gabriele Binder-Maier ................................................................................................ 265

Ursula Haubner .......................................................................................................... 266

Bundesminister Dr. Reinhold Mitterlehner ............................................................. 267

Anna Höllerer .............................................................................................................. 268

Rupert Doppler ........................................................................................................... 269

Angela Lueger ............................................................................................................ 270

Ridi Maria Steibl ......................................................................................................... 270

Hermann Lipitsch ....................................................................................................... 271

Franz Riepl .................................................................................................................. 271

Kenntnisnahme der drei Ausschussberichte 1703, 1704 und 1705 d.B. ..................... 272


Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll148. Sitzung / Seite 10

Eingebracht wurden

Petition .......................................................................................................................... 58

Petition betreffend „Erhalt des Bezirksgerichtes Hollabrunn“ (Ordnungsnum­mer 159) (überreicht vom Abgeordneten Christian Lausch)

Bürgerinitiative ............................................................................................................. 59

Bürgerinitiative betreffend „Rückübertragung von Grundstücken im Bereich des Truppenübungsplatzes Allentsteig in das Eigentum der ehemaligen Grundeigen­tümer beziehungsweise deren Rechtsnachfolger“ (Ordnungsnummer 38)

Regierungsvorlagen .................................................................................................... 58

1689: Bundesgesetz, mit dem das Gesetz betreffend die Regelung der äußeren Rechtsverhältnisse der israelitischen Religionsgesellschaft geändert wird

1710: Bundesgesetz, mit dem das Universitätsgesetz 2002 geändert wird

1711: Bundesgesetz, mit dem das Bundesfinanzgesetz 2012, das Bundesfinanz­rahmengesetz 2012 bis 2015, das Bundesfinanzrahmengesetz 2013 bis 2016, das Bundeshaushaltsgesetz und das Bundeshaushaltsgesetz 2013 geändert wer­den

1716: Beschluss des Europäischen Rates vom 25. März 2011 zur Änderung des Art. 136 AEUV hinsichtlich eines Stabilitätsmechanismus für die Mitgliedstaaten, deren Währung der Euro ist

1717: Vertrag über den Beitritt der Republik Kroatien zur Europäischen Union samt Schlussakte

1726: Sicherheitsbehörden-Neustrukturierungs-Gesetz – SNG

Berichte ......................................................................................................................... 59

III-287: Bericht betreffend Dreijahresprogramm der österreichischen Entwick­lungspolitik 2010 bis 2012 Aktualisierung 2011; BM f. europäische und interna­tionale Angelegenheiten

III-315: Produktpirateriebericht 2011; BM f. Finanzen

III-316: Bericht betreffend den Jahresbericht 2010 der Parlamentarischen Bun­desheerkommission für Beschwerdewesen und Stellungnahme des Bundesmi­nisters für Landesverteidigung und Sport; BM f. Landesverteidigung und Sport

Unterrichtung gemäß Art. 50 Abs. 5 B-VG ................................................................ 59

Aufnahme der Verhandlungen über eine Übereinkunft über den Beitritt der Euro­päischen Union zur Europäischen Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten

Anträge der Abgeordneten

Gerhard Huber, Kolleginnen und Kollegen betreffend: keine Nahrungsmittel in den Tank (1885/A)(E)

Dipl.-Ing. Gerhard Deimek, Kolleginnen und Kollegen betreffend budgetäre Planbar­keit im Forschungssektor (1886/A)(E)

Dr. Martin Strutz, Kolleginnen und Kollegen betreffend die Nichtumsetzung der ge­planten Schließungen der Kärntner Bezirksgerichte (1887/A)(E)


Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll148. Sitzung / Seite 11

Dr. Kurt Grünewald, Kolleginnen und Kollegen betreffend Verbesserung der schmerz­therapeutischen Versorgung der österreichischen Bevölkerung (1888/A)(E)

Dr. Kurt Grünewald, Kolleginnen und Kollegen betreffend eine international vergleich­bare und konkurrenzfähige Finanzierung des FWF (1889/A)(E)

Dr. Kurt Grünewald, Kolleginnen und Kollegen betreffend Anhebung der Altersgrenze für StipendienwerberInnen (1890/A)(E)

Mag. Judith Schwentner, Kolleginnen und Kollegen betreffend geschlechtsspezifi­sche Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise (1891/A)(E)

Herbert Kickl, Kolleginnen und Kollegen betreffend Einführung einer monatlichen Übermittlung und Veröffentlichung der Daten der Bedarfsorientierten Mindestsicherung (1892/A)(E)

Herbert Kickl, Kolleginnen und Kollegen betreffend Abschaffung der „Auflösungsabga­be“ (1893/A)(E)

Herbert Kickl, Kolleginnen und Kollegen betreffend Abschaffung der täglichen Gering­fügigkeitsgrenze (1894/A)(E)

Wolfgang Zanger, Kolleginnen und Kollegen betreffend Bundesschätze als Pensions­vorsorge (1895/A)(E)

Wolfgang Zanger, Kolleginnen und Kollegen betreffend die Einführung einer Kündi­gungsoption für prämiengeförderte Zukunftsvorsorgemodelle (1896/A)(E)

Herbert Scheibner, Kolleginnen und Kollegen betreffend ein Bundesverfassungsge­setz, mit dem zur Verschiebung der Kompetenz für Jugendschutz das Bundes-Verfas­sungsgesetz geändert wird (1897/A)

Tanja Windbüchler-Souschill, Kolleginnen und Kollegen betreffend Absicherung der Gedenk-, Sozial- und Friedensdienste als Zivilersatzdienst (1898/A)(E)

Dieter Brosz, MSc, Kolleginnen und Kollegen betreffend mehr Bewegung an Öster­reichs Schulen (1899/A)(E)

Anfragen der Abgeordneten

Harald Vilimsky, Kolleginnen und Kollegen an den Bundeskanzler betreffend Rückfor­derungen von Inseratenkosten oder Schadenersatzansprüche wegen wissentlicher Ver­öffentlichung falscher Auflagenzahlen von der „NEWS“-Verlagsgruppe (10947/J)

Harald Vilimsky, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Frauen und öffentlichen Dienst betreffend Rückforderungen von Inseratenkosten oder Schadener­satzansprüche wegen wissentlicher Veröffentlichung falscher Auflagenzahlen von der „NEWS“-Verlagsgruppe (10948/J)

Harald Vilimsky, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für europäische und internationale Angelegenheiten betreffend Rückforderungen von Inseratenkosten oder Schadenersatzansprüche wegen wissentlicher Veröffentlichung falscher Aufla­genzahlen von der „NEWS“-Verlagsgruppe (10949/J)

Harald Vilimsky, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz betreffend Rückforderungen von Inseratenkosten oder Scha­denersatzansprüche wegen wissentlicher Veröffentlichung falscher Auflagenzahlen von der „NEWS“-Verlagsgruppe (10950/J)

Harald Vilimsky, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Finanzen betreffend Rückforderungen von Inseratenkosten oder Schadenersatzansprüche wegen


Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll148. Sitzung / Seite 12

wissentlicher Veröffentlichung falscher Auflagenzahlen von der „NEWS“-Verlagsgruppe (10951/J)

Harald Vilimsky, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Gesundheit betreffend Rückforderungen von Inseratenkosten oder Schadenersatzansprüche we­gen wissentlicher Veröffentlichung falscher Auflagenzahlen von der „NEWS“-Verlags­gruppe (10952/J)

Harald Vilimsky, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Inneres betreffend Rückforderungen von Inseratenkosten oder Schadenersatzansprüche we­gen wissentlicher Veröffentlichung falscher Auflagenzahlen von der „NEWS“-Verlags­gruppe (10953/J)

Harald Vilimsky, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Justiz be­treffend Rückforderungen von Inseratenkosten oder Schadenersatzansprüche wegen wissentlicher Veröffentlichung falscher Auflagenzahlen von der „NEWS“-Verlagsgruppe (10954/J)

Harald Vilimsky, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Landesver­teidigung und Sport betreffend Rückforderungen von Inseratenkosten oder Schadener­satzansprüche wegen wissentlicher Veröffentlichung falscher Auflagenzahlen von der „NEWS“-Verlagsgruppe (10955/J)

Harald Vilimsky, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft betreffend Rückforderungen von Insera­tenkosten oder Schadenersatzansprüche wegen wissentlicher Veröffentlichung fal­scher Auflagenzahlen von der „NEWS“-Verlagsgruppe (10956/J)

Harald Vilimsky, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur betreffend Rückforderungen von Inseratenkosten oder Schadener­satzansprüche wegen wissentlicher Veröffentlichung falscher Auflagenzahlen von der „NEWS“-Verlagsgruppe (10957/J)

Harald Vilimsky, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Verkehr, In­novation und Technologie betreffend Rückforderungen von Inseratenkosten oder Scha­denersatzansprüche wegen wissentlicher Veröffentlichung falscher Auflagenzahlen von der „NEWS“-Verlagsgruppe (10958/J)

Harald Vilimsky, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Wirtschaft, Fa­milie und Jugend betreffend Rückforderungen von Inseratenkosten oder Schadener­satzansprüche wegen wissentlicher Veröffentlichung falscher Auflagenzahlen von der „NEWS“-Verlagsgruppe (10959/J)

Harald Vilimsky, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Wissenschaft und Forschung betreffend Rückforderungen von Inseratenkosten oder Schadener­satzansprüche wegen wissentlicher Veröffentlichung falscher Auflagenzahlen von der „NEWS“-Verlagsgruppe (10960/J)

Gabriele Binder-Maier, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Wirt­schaft, Familie und Jugend betreffend „Umsetzung der familienpolitischen Datenbank“ (10961/J)

Dr. Johannes Hübner, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für europäi­sche und internationale Angelegenheiten betreffend Anfragebeantwortung zur Anfra­ge 9686/J, XXIV. GP, „Möglicher Amtsmissbrauch eines Österreichischen Konsuls in den VAE“ (10962/J)

Herbert Kickl, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Finanzen be­treffend Steuerstundungen im Rahmen der Gruppenbesteuerung (10963/J)


Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll148. Sitzung / Seite 13

Herbert Kickl, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Landesverteidi­gung und Sport betreffend Bericht des Rechnungshofes: Spitzensportförderung und Maßnahmen im Zusammenhang mit Team Rot-Weiß-Rot (10964/J)

Dr. Peter Fichtenbauer, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Lan­desverteidigung und Sport betreffend Truppenübungsplatz Seethaler Alpe (10965/J)

Dr. Andreas Karlsböck, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Ge­sundheit betreffend Krankenanstalten-Rechnungsabschluss-Berichtsverordnung (KRBV) – Folgeanfrage (10966/J)

Elmar Podgorschek, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Finanzen betreffend die Jahresprämie der Freiwilligenmiliz (10967/J)

Rupert Doppler, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Verkehr, Inno­vation und Technologie betreffend Verkehrsbeeinflussungsanlagen (10968/J)

Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Wissenschaft und Forschung betreffend Ansturm deutscher Studenten auf österreichische Universi­täten (10969/J)

Harald Jannach, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft betreffend „Anfragebeantwortung 9941/AB zur Anfrage betreffend Bauernbund mit seinen Unterorganisationen“ (10970/J)

Harald Jannach, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft betreffend „Sparpaket in der Landwirt­schaft“ (10971/J)

Harald Jannach, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Finanzen be­treffend „Sparpaket in der Landwirtschaft“ (10972/J)

Harald Jannach, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Wirtschaft, Fa­milie und Jugend betreffend „privilegierte Energiewirtschaft“ (10973/J)

Harald Jannach, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Finanzen be­treffend „privilegierte Energiewirtschaft“ (10974/J)

Edith Mühlberghuber, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Wirt­schaft, Familie und Jugend betreffend Auszahlung von erhöhter Familienbeihilfe (10975/J)

Werner Herbert, Kolleginnen und Kollegen an den Bundeskanzler betreffend Arbeits­platzbewertung des Leiters oder der Leiterin des Büros des Rechtsschutzbeauftragten in der Sektion 1 der Zentralstelle im Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport (10976/J)

Ing. Norbert Hofer, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Finanzen betreffend Bank Burgenland (10977/J)

Harald Vilimsky, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Inneres be­treffend Ladendiebstahl (10978/J)

Mag. Johann Maier, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Inneres betreffend „Prümer Vertrag – Erfahrungen und Ergebnisse im Jahr 2011“ (10979/J)

Mag. Johann Maier, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft betreffend „Betriebsprämie für Berg­bauern 2011“ (10980/J)

Mag. Johann Maier, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Gesundheit betreffend „Krankenstand: Entgeltfortzahlung oder Krankengeldbezug 2011“ (10981/J)


Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll148. Sitzung / Seite 14

Stefan Petzner, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Finanzen be­treffend Schwärzungen der Akten von Alfons Mensdorff-Pouilly (10982/J)

Dr. Gabriela Moser, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Finanzen betreffend Einmietung Dresdnerstraße 89 (10983/J)

Dr. Harald Walser, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur betreffend Mobbingvorwürfe gegen Frau Dr. M. (10984/J)

Mag. Albert Steinhauser, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Inneres betreffend Ermittlungen gegen einen Unschuldigen im Zusammenhang mit AnonAustria nach dem Verbotsgesetz (10985/J)

Mag. Werner Kogler, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Finanzen betreffend Pleitebank und Geburtstagsfeier (10986/J)

Dr. Kurt Grünewald, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Wissen­schaft und Forschung betreffend Veröffentlichung der Ärztebedarfsstudie (10987/J)

Mag. Dr. Wolfgang Zinggl, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Un­terricht, Kunst und Kultur betreffend Umsetzung des Entschließungsantrages 1598/A(E) zur gerechten Bezahlung für KulturarbeiterInnen (10988/J)

Mag. Dr. Wolfgang Zinggl, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Un­terricht, Kunst und Kultur betreffend Barrierefreien Zugang im Volkstheater (10989/J)

Mag. Werner Kogler, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Finanzen betreffend FIMBAG, Kosten und Vorstand (10990/J)

Mag. Werner Kogler, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Finanzen betreffend Loipersdorfer Betrugsbekämpfungspaket (10991/J)

Dr. Harald Walser, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur betreffend neue RektorInnen an den Pädagogischen Hochschulen (10992/J)

Dr. Eva Glawischnig-Piesczek, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für europäische und internationale Angelegenheiten betreffend Umsetzung des Anti-Atom-Aktionsplans der Bundesregierung (10993/J)

Dr. Eva Glawischnig-Piesczek, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft betreffend Umsetzung des Anti-Atom-Aktionsplans der Bundesregierung (10994/J)

Dr. Eva Glawischnig-Piesczek, Kolleginnen und Kollegen an den Bundeskanzler be­treffend Umsetzung des Anti-Atom-Aktionsplans der Bundesregierung (10995/J)

Dr. Eva Glawischnig-Piesczek, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Wirtschaft, Familie und Jugend betreffend: Position der Bundesregierung zu Energie­effizienz. In Österreich Wasser predigen und in Brüssel Wein trinken? (10996/J)

Mag. Johann Maier, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Inneres be­treffend „Treibstoffdiebstahl und Treibstoffsteuerbetrug 2010 und 2011“ (10997/J)

Mag. Johann Maier, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Finanzen betreffend „Treibstoffdiebstahl und Treibstoffsteuerbetrug 2010 und 2011“ (10998/J)

Mag. Johann Maier, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Gesundheit betreffend „Gammelfleisch – Kontrollen in den Kühllagern beziehungsweise Kühlhäu­sern 2011“ (10299/J)


Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll148. Sitzung / Seite 15

Mag. Johann Maier, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Justiz be­treffend „Vermögensrechtliche Anordnungen – Sicherstellung von illegalen Vermögens­werten (Strafrechtliche Gewinnabschöpfung)“ (11000/J)

Mag. Johann Maier, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Gesundheit betreffend „Importlebensmittel aus Asien – Gesundheitsgefährdung? 2011“ (11001/J)

Harald Vilimsky, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Verkehr, In­novation und Technologie betreffend First Responder und Rettungsgassen (11002/J)

Mag. Roman Haider, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für europäi­sche und internationale Angelegenheiten betreffend die Verleihung des großen golde­nen Ehrenzeichens an Regierungschef Tschütscher (11003/J)

Mag. Sonja Steßl-Mühlbacher, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Wirtschaft, Familie und Jugend betreffend „Unterhaltssicherung für Kinder“ (11004/J)

Mag. Sonja Steßl-Mühlbacher, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Justiz betreffend „Unterhaltsvorschuss – Unterhaltssicherung für Kinder“ (11005/J)

Mag. Gisela Wurm, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Justiz be­treffend das Vorhaben, das Bezirksgericht Telfs zu schließen (11006/J)

Petra Bayr, Kolleginnen und Kollegen an den Bundeskanzler betreffend österreichi­sche Aktivitäten in Georgien, dem neuen Schwerpunktland der Österreichischen Ent­wicklungszusammenarbeit (OEZA) (11007/J)

Petra Bayr, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Frauen und öf­fentlichen Dienst betreffend österreichische Aktivitäten in Georgien, dem neuen Schwer­punktland der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) (11008/J)

Petra Bayr, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz betreffend österreichische Aktivitäten in Georgien, dem neuen Schwerpunktland der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) (11009/J)

Petra Bayr, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Finanzen betreffend österreichische Aktivitäten in Georgien, dem neuen Schwerpunktland der Österreichi­schen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) (11010/J)

Petra Bayr, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Gesundheit betref­fend österreichische Aktivitäten in Georgien, dem neuen Schwerpunktland der Öster­reichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) (11011/J)

Petra Bayr, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Inneres betreffend österreichische Aktivitäten in Georgien, dem neuen Schwerpunktland der Österreichi­schen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) (11012/J)

Petra Bayr, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Justiz betreffend ös­terreichische Aktivitäten in Georgien, dem neuen Schwerpunktland der Österreichi­schen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) (11013/J)

Petra Bayr, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Landesverteidigung und Sport betreffend österreichische Aktivitäten in Georgien, dem neuen Schwerpunkt­land der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) (11014/J)

Petra Bayr, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Land- und Forst­wirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft betreffend österreichische Aktivitäten in Ge­orgien, dem neuen Schwerpunktland der Österreichischen Entwicklungszusammenar­beit (OEZA) (11015/J)


Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll148. Sitzung / Seite 16

Petra Bayr, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur betreffend österreichische Aktivitäten in Georgien, dem neuen Schwerpunkt­land der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) (11016/J)

Petra Bayr, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie betreffend österreichische Aktivitäten in Georgien, dem neuen Schwerpunktland der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) (11017/J)

Petra Bayr, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Wirtschaft, Familie und Jugend betreffend österreichische Aktivitäten in Georgien, dem neuen Schwer­punktland der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) (11018/J)

Petra Bayr, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Wissenschaft und Forschung betreffend österreichische Aktivitäten in Georgien, dem neuen Schwer­punktland der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) (11019/J)

Petra Bayr, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für europäische und in­ternationale Angelegenheiten betreffend österreichische Aktivitäten in Georgien, dem neuen Schwerpunktland der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) (11020/J)

Petra Bayr, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für europäische und internationale Angelegenheiten betreffend bilaterale Investitionsschutzabkommen (11021/J)

Petra Bayr, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Wirtschaft, Familie und Jugend betreffend bilaterale Investitionsschutzabkommen (11022/J)

Mag. Christiane Brunner, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft betreffend Abfallbehandlungsprojekt der STRABAG in St. Gertraudi/Tirol (11023/J)

Mag. Alev Korun, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Inneres be­treffend Dublin-Verfahren (11024/J)

Dr. Kurt Grünewald, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Wissen­schaft und Forschung betreffend Studierendenströme und Frauenförderung (11025/J)

Mag. Judith Schwentner, Kolleginnen und Kollegen an den Bundeskanzler betreffend die Überprüfung der Einhaltung des Gleichbehandlungsgesetzes bei der Vergabe von Förderungen an Unternehmen (11026/J)

Mag. Judith Schwentner, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für euro­päische und internationale Angelegenheiten betreffend die Überprüfung der Einhaltung des Gleichbehandlungsgesetzes bei der Vergabe von Förderungen an Unternehmen (11027/J)

Mag. Judith Schwentner, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz betreffend die Überprüfung der Einhaltung des Gleich­behandlungsgesetzes bei der Vergabe von Förderungen an Unternehmen (11028/J)

Mag. Judith Schwentner, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Fi­nanzen betreffend die Überprüfung der Einhaltung des Gleichbehandlungsgesetzes bei der Vergabe von Förderungen an Unternehmen (11029/J)

Mag. Judith Schwentner, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Ge­sundheit betreffend die Überprüfung der Einhaltung des Gleichbehandlungsgesetzes bei der Vergabe von Förderungen an Unternehmen (11030/J)


Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll148. Sitzung / Seite 17

Mag. Judith Schwentner, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Inne­res betreffend die Überprüfung der Einhaltung des Gleichbehandlungsgesetzes bei der Vergabe von Förderungen an Unternehmen (11031/J)

Mag. Judith Schwentner, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Justiz betreffend die Überprüfung der Einhaltung des Gleichbehandlungsgesetzes bei der Vergabe von Förderungen an Unternehmen (11032/J)

Mag. Judith Schwentner, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Lan­desverteidigung und Sport betreffend die Überprüfung der Einhaltung des Gleichbe­handlungsgesetzes bei der Vergabe von Förderungen an Unternehmen (11033/J)

Mag. Judith Schwentner, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft betreffend die Überprüfung der Ein­haltung des Gleichbehandlungsgesetzes bei der Vergabe von Förderungen an Unter­nehmen (11034/J)

Mag. Judith Schwentner, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur betreffend die Überprüfung der Einhaltung des Gleichbe­handlungsgesetzes bei der Vergabe von Förderungen an Unternehmen (11035/J)

Mag. Judith Schwentner, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Ver­kehr, Innovation und Technologie betreffend die Überprüfung der Einhaltung des Gleich­behandlungsgesetzes bei der Vergabe von Förderungen an Unternehmen (11036/J)

Mag. Judith Schwentner, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Wirt­schaft, Familie und Jugend betreffend die Überprüfung der Einhaltung des Gleichbe­handlungsgesetzes bei der Vergabe von Förderungen an Unternehmen (11037/J)

Mag. Judith Schwentner, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Wis­senschaft und Forschung betreffend die Überprüfung der Einhaltung des Gleichbe­handlungsgesetzes bei der Vergabe von Förderungen an Unternehmen (11038/J)

Mag. Judith Schwentner, Kolleginnen und Kollegen an den Bundeskanzler betreffend neue Beschäftigungsverhältnisse im öffentlichen Dienst (11039/J)

Mag. Judith Schwentner, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für euro­päische und internationale Angelegenheiten betreffend neue Beschäftigungsverhältnis­se im öffentlichen Dienst (11040/J)

Mag. Judith Schwentner, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz betreffend neue Beschäftigungsverhältnisse im öf­fentlichen Dienst (11041/J)

Mag. Judith Schwentner, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Fi­nanzen betreffend neue Beschäftigungsverhältnisse im öffentlichen Dienst (11042/J)

Mag. Judith Schwentner, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Ge­sundheit betreffend neue Beschäftigungsverhältnisse im öffentlichen Dienst (11043/J)

Mag. Judith Schwentner, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Inne­res betreffend neue Beschäftigungsverhältnisse im öffentlichen Dienst (11044/J)

Mag. Judith Schwentner, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Justiz betreffend neue Beschäftigungsverhältnisse im öffentlichen Dienst (11045/J)

Mag. Judith Schwentner, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Lan­desverteidigung und Sport betreffend neue Beschäftigungsverhältnisse im öffentlichen Dienst (11046/J)


Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll148. Sitzung / Seite 18

Mag. Judith Schwentner, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft betreffend neue Beschäftigungsver­hältnisse im öffentlichen Dienst (11047/J)

Mag. Judith Schwentner, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Un­terricht, Kunst und Kultur betreffend neue Beschäftigungsverhältnisse im öffentlichen Dienst (11048/J)

Mag. Judith Schwentner, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Ver­kehr, Innovation und Technologie betreffend neue Beschäftigungsverhältnisse im öf­fentlichen Dienst (11049/J)

Mag. Judith Schwentner, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Wirt­schaft, Familie und Jugend betreffend neue Beschäftigungsverhältnisse im öffentlichen Dienst (11050/J)

Mag. Judith Schwentner, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Wis­senschaft und Forschung betreffend neue Beschäftigungsverhältnisse im öffentlichen Dienst (11051/J)

Mag. Judith Schwentner, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Frau­en und öffentlichen Dienst betreffend die Einhaltung der Angabe des Mindestentgelts in Stellenanzeigen (11052/J)

Mag. Judith Schwentner, Kolleginnen und Kollegen an den Bundeskanzler betreffend die Einhaltung der Angabe des Mindestentgelts in Stellenanzeigen (11053/J)

Mag. Judith Schwentner, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für euro­päische und internationale Angelegenheiten betreffend die Einhaltung der Angabe des Mindestentgelts in Stellenanzeigen (11054/J)

Mag. Judith Schwentner, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz betreffend die Einhaltung der Angabe des Mindest­entgelts in Stellenanzeigen (11055/J)

Mag. Judith Schwentner, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Fi­nanzen betreffend die Einhaltung der Angabe des Mindestentgelts in Stellenanzeigen (11056/J)

Mag. Judith Schwentner, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Ge­sundheit betreffend die Einhaltung der Angabe des Mindestentgelts in Stellenanzeigen (11057/J)

Mag. Judith Schwentner, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Inneres betreffend die Einhaltung der Angabe des Mindestentgelts in Stellenanzeigen (11058/J)

Mag. Judith Schwentner, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Justiz betreffend die Einhaltung der Angabe des Mindestentgelts in Stellenanzeigen (11059/J)

Mag. Judith Schwentner, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Lan­desverteidigung und Sport betreffend die Einhaltung der Angabe des Mindestentgelts in Stellenanzeigen (11060/J)

Mag. Judith Schwentner, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft betreffend die Einhaltung der Anga­be des Mindestentgelts in Stellenanzeigen (11061/J)

Mag. Judith Schwentner, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Un­terricht, Kunst und Kultur betreffend die Einhaltung der Angabe des Mindestentgelts in Stellenanzeigen (11062/J)


Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll148. Sitzung / Seite 19

Mag. Judith Schwentner, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Ver­kehr, Innovation und Technologie betreffend die Einhaltung der Angabe des Mindest­entgelts in Stellenanzeigen (11063/J)

Mag. Judith Schwentner, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Wirt­schaft, Familie und Jugend betreffend die Einhaltung der Angabe des Mindestentgelts in Stellenanzeigen (11064/J)

Mag. Judith Schwentner, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Wis­senschaft und Forschung betreffend die Einhaltung der Angabe des Mindestentgelts in Stellenanzeigen (11065/J)

Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur betreffend Nutzung von Schulgebäuden (11066/J)

Mag. Wolfgang Gerstl, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Justiz betreffend Abgeordneten Dr. Peter Pilz und die Staatsanwaltschaft Wien (11067/J)

Mag. Johann Maier, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Justiz be­treffend „Menschenhandel, Sklavenhandel und grenzüberschreitender Prostitutions­handel – Gerichtliche Erledigung dieser Strafanzeigen (2011)“ (11068/J)

Mag. Johann Maier, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Inneres betreffend „Varieté- und Revueveranstaltungen – GoGo-Dancing – Menschen- und Frauenhandel – Zahlen 2011“ (11069/J)

Mag. Johann Maier, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Gesundheit betreffend „Trinkwasserqualität – Untersuchungen 2011“ (11070/J)

Dr. Günther Kräuter, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Inneres betreffend „Strafanzeigen gegen Rechtsextremismus (3)“ (11071/J)

Dr. Günther Kräuter, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Inneres betreffend „Strafanzeigen gegen Rechtsextremismus (2)“ (11072/J)

Dr. Günther Kräuter, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Inneres betreffend „Strafanzeigen gegen Rechtsextremismus (1)“ (11073/J)

Mag. Roman Haider, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Finanzen betreffend die Zollrevisionshalle Wels (11074/J)

Ing. Norbert Hofer, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur betreffend Luftqualität in Schulen (11075/J)

Dr. Susanne Winter, Kolleginnen und Kollegen an den Bundeskanzler betreffend die antisemitische Publikation „Intifada“ (11076/J)

Herbert Kickl, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz betreffend Stellen- und Personalplan BMASK (11077/J)

Werner Neubauer, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Landesvertei­digung und Sport betreffend Alpini-Treffen in Bozen (11078/J)

Mag. Roman Haider, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Finanzen betreffend die Zoll- und Umsatzsteuerbefreiung von Kfz durch das BMF (11079/J)


Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll148. Sitzung / Seite 20

Gerald Grosz, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Justiz betreffend Besetzungspraxis im Bereich Staatsanwaltschaften (11080/J)

Dr. Wolfgang Spadiut, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Justiz betreffend Strafen gemäß Tabakgesetz „Obliegenheiten betreffend den Nichtraucher­schutz“ (11081/J)

Gerald Grosz, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Justiz betreffend Sachwalterschaften (11082/J)

Gerhard Huber, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Land- und Forst­wirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft betreffend Darstellung der Agrarmarketingbei­träge in den Tätigkeitsberichten der AMA Marketing GesmbH contra den Berichten des Vorstandes (11083/J)

Mag. Albert Steinhauser, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für In­neres betreffend rechtsextreme Straftaten im Jahr 2011 (11084/J)

Tanja Windbüchler-Souschill, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Landesverteidigung und Sport betreffend Umstrukturierung des TÜPL Allentsteig zu ei­nem Nationalpark (11085/J)

Mag. Albert Steinhauser, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Justiz betreffend Besuchsrecht- und Obsorgeverfahren 2009, 2010 und 2011 (11086/J)

Mag. Dr. Wolfgang Zinggl, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Un­terricht, Kunst und Kultur betreffend Verwendung der Mittel aus dem Künstlerhilfe-Fonds (11087/J)

Mag. Roman Haider, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Wirtschaft, Familie und Jugend betreffend die Zuerkennung von Schülerfreifahrten (11088/J)

Mag. Roman Haider, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Finanzen betreffend den Übertritt von Bediensteten des BMLVS zum BMF (11089/J)

Mag. Roman Haider, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Finanzen betreffend Karussellbetrug bei der Umsatzsteuer (11090/J)

Dr. Walter Rosenkranz, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Unter­richt, Kunst und Kultur betreffend Direktorenbesetzung an der HBLA für Tourismus in Krems 2012 (11091/J)

Elmar Podgorschek, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Finanzen betreffend Dienstleistungen des Bundesministeriums für Finanzen für Abgeordnete der Regierungsparteien (11092/J)

Werner Neubauer, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Inneres be­treffend Antrag auf Einsichtnahme in die Polizeichronik der ehemaligen Polizeiinspek­tion Obertilliach beziehungsweise anderer Archive bezüglich des Attentates auf der Por­ze Scharte 1967 (11093/J)

Harald Vilimsky, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Inneres be­treffend Reise des Bundesministeriums für Inneres nach Tschetschenien (11094/J)

Dr. Johannes Hübner, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Inneres betreffend geplanten Frühwarnmechanismus im Schengen-Raum und Missstände bei der Kontrolle der Schengen-Außengrenze durch Griechenland (11095/J)


Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll148. Sitzung / Seite 21

Harald Vilimsky, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Inneres be­treffend 300 tschetschenische Agenten in Österreich (11096/J)

Herbert Kickl, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz betreffend Diskussionen im Zuge des Sparpakets 2012 um gleichheits- und verfassungswidrige Abschläge bei der Korridorpension (11097/J)

Harald Vilimsky, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Inneres betref­fend Messerstecherei in Asylanten-Unterkunft (11098/J)

Harald Vilimsky, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Inneres betref­fend Fahrt ohne Führerschein (11099/J)

Harald Vilimsky, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Inneres betref­fend Meldestelle für Kinderpornografie und Kindersextourismus (11100/J)

Harald Vilimsky, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Inneres betref­fend Geschäftsordnung des BMI (11101/J)

Harald Vilimsky, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Justiz betref­fend Flucht eines Häftlings (11102/J)

Harald Vilimsky, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Inneres betref­fend Verwendung von IMSI-Catchern (11103/J)

Josef A. Riemer, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Wirtschaft, Fa­milie und Jugend betreffend Integrationsförderung (11104/J)

Josef A. Riemer, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Inneres betref­fend Integrationsförderung (11105/J)

Dipl.-Ing. Gerhard Deimek, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Fi­nanzen betreffend die Spendenstruktur von GLOBAL 2000 (11106/J)

Dipl.-Ing. Gerhard Deimek, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Fi­nanzen betreffend die Spendenaktion von Greenpeace (11107/J)

Dipl.-Ing. Gerhard Deimek, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Fi­nanzen betreffend Goldbestände in der Bilanz der OeNB (11108/J)

Mag. Johann Maier, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Inneres be­treffend „Führerschein (Klasse B): Fahrschulkosten und der Nebenkosten-Nepp“ (11109/J)

Mag. Johann Maier, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie betreffend „Führerschein (Klasse B): Fahrschulkosten und der Nebenkosten-Nepp“ (11110/J)

Gerald Grosz, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Justiz betreffend statistische Angaben bezüglich bedingter Entlassungen (11111/J)

Mathias Venier, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur betreffend die Wertigkeit von Bakkalaureatsabschlüssen an Pädago­gischen Hochschulen (11112/J)

Werner Neubauer, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Arbeit, So­ziales und Konsumentenschutz betreffend mögliche Auswirkungen des Urteils zum EuGH-Vorabentscheidungsverfahren betreffend Pensionsanpassung 2008 (C-123/10) (11113/J)

Dr. Peter Fichtenbauer, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Landes­verteidigung und Sport betreffend Inserate zu den Pilotprojekten (11114/J)

Mathias Venier, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Wirtschaft, Fa­milie und Jugend betreffend die Projekte des Bundesministeriums für Wirtschaft, Fami­lie und Jugend im Bereich „e-Tourismus“ (11115/J)

Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen an den Bundeskanzler betreffend Be­such des Ski-Weltcupfinales in Schladming am Dienstag, 13. März 2012 (11116/J)

Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Frauen und öffentlichen Dienst betreffend Besuch des Ski-Weltcupfinales in Schladming am Diens­tag, 13. März 2012 (11117/J)


Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll148. Sitzung / Seite 22

Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für europäische und internationale Angelegenheiten betreffend Besuch des Ski-Weltcupfinales in Schlad­ming am Dienstag, 13. März 2012 (11118/J)

Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Arbeit, So­ziales und Konsumentenschutz betreffend Besuch des Ski-Weltcupfinales in Schlad­ming am Dienstag, 13. März 2012 (11119/J)

Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Finanzen betreffend Besuch des Ski-Weltcupfinales in Schladming am Dienstag, 13. März 2012 (11120/J)

Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Gesundheit betreffend Besuch des Ski-Weltcupfinales in Schladming am Dienstag, 13. März 2012 (11121/J)

Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Inneres betreffend Besuch des Ski-Weltcupfinales in Schladming am Dienstag, 13. März 2012 (11122/J)

Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Justiz be­treffend Besuch des Ski-Weltcupfinales in Schladming am Dienstag, 13. März 2012 (11123/J)

Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Landesvertei­digung und Sport betreffend Besuch des Ski-Weltcupfinales in Schladming am Diens­tag, 13. März 2012 (11124/J)

Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft betreffend Besuch des Ski-Weltcupfina­les in Schladming am Dienstag, 13. März 2012 (11125/J)

Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur betreffend Besuch des Ski-Weltcupfinales in Schladming am Diens­tag, 13. März 2012 (11126/J)

Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Verkehr, In­novation und Technologie betreffend Besuch des Ski-Weltcupfinales in Schladming am Dienstag, 13. März 2012 (11127/J)

Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Wirtschaft, Familie und Jugend betreffend Besuch des Ski-Weltcupfinales in Schladming am Diens­tag, 13. März 2012 (11128/J)

Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Wissenschaft und Forschung betreffend Besuch des Ski-Weltcupfinales in Schladming am Dienstag, 13. März 2012 (11129/J)

Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen an den Bundeskanzler betreffend Be­such des Ski-Weltcupfinales in Schladming am Mittwoch, 14. März 2012 (11130/J)

Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Frauen und öffentlichen Dienst betreffend Besuch des Ski-Weltcupfinales in Schladming am Mitt­woch, 14. März 2012 (11131/J)

Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für europäische und internationale Angelegenheiten betreffend Besuch des Ski-Weltcupfinales in Schlad­ming am Mittwoch, 14. März 2012 (11132/J)


Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll148. Sitzung / Seite 23

Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Arbeit, So­ziales und Konsumentenschutz betreffend Besuch des Ski-Weltcupfinales in Schlad­ming am Mittwoch, 14. März 2012 (11133/J)

Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Finanzen be­treffend Besuch des Ski-Weltcupfinales in Schladming am Mittwoch, 14. März 2012 (11134/J)

Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Gesundheit betreffend Besuch des Ski-Weltcupfinales in Schladming am Mittwoch, 14. März 2012 (11135/J)

Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Inneres be­treffend Besuch des Ski-Weltcupfinales in Schladming am Mittwoch, 14. März 2012 (11136/J)

Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Justiz be­treffend Besuch des Ski-Weltcupfinales in Schladming am Mittwoch, 14. März 2012 (11137/J)

Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Landesvertei­digung und Sport betreffend Besuch des Ski-Weltcupfinales in Schladming am Mitt­woch, 14. März 2012 (11138/J)

Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft betreffend Besuch des Ski-Weltcupfina­les in Schladming am Mittwoch, 14. März 2012 (11139/J)

Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur betreffend Besuch des Ski-Weltcupfinales in Schladming am Mitt­woch, 14. März 2012 (11140/J)

Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie betreffend Besuch des Ski-Weltcupfinales in Schladming am Mittwoch, 14. März 2012 (11141/J)

Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Wirtschaft, Familie und Jugend betreffend Besuch des Ski-Weltcupfinales in Schladming am Mitt­woch, 14. März 2012 (11142/J)

Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Wissenschaft und Forschung betreffend Besuch des Ski-Weltcupfinales in Schladming am Mittwoch, 14. März 2012 (11143/J)

Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen an den Bundeskanzler betreffend Be­such des Ski-Weltcupfinales in Schladming am Donnerstag, 15. März 2012 (11144/J)

Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Frauen und öffentlichen Dienst betreffend Besuch des Ski-Weltcupfinales in Schladming am Don­nerstag, 15. März 2012 (11145/J)

Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für europäische und internationale Angelegenheiten betreffend Besuch des Ski-Weltcupfinales in Schlad­ming am Donnerstag, 15. März 2012 (11146/J)

Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Arbeit, Sozia­les und Konsumentenschutz betreffend Besuch des Ski-Weltcupfinales in Schladming am Donnerstag, 15. März 2012 (11147/J)


Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll148. Sitzung / Seite 24

Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Finanzen be­treffend Besuch des Ski-Weltcupfinales in Schladming am Donnerstag, 15. März 2012 (11148/J)

Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Gesundheit betreffend Besuch des Ski-Weltcupfinales in Schladming am Donnerstag, 15. März 2012 (11149/J)

Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Inneres be­treffend Besuch des Ski-Weltcupfinales in Schladming am Donnerstag, 15. März 2012 (11150/J)

Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Justiz betref­fend Besuch des Ski-Weltcupfinales in Schladming am Donnerstag, 15. März 2012 (11151/J)

Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Landesvertei­digung und Sport betreffend Besuch des Ski-Weltcupfinales in Schladming am Don­nerstag, 15. März 2012 (11152/J)

Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft betreffend Besuch des Ski-Weltcupfina­les in Schladming am Donnerstag, 15. März 2012 (11153/J)

Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur betreffend Besuch des Ski-Weltcupfinales in Schladming am Don­nerstag, 15. März 2012 (11154/J)

Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie betreffend Besuch des Ski-Weltcupfinales in Schladming am Donnerstag, 15. März 2012 (11155/J)

Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Wirtschaft, Familie und Jugend betreffend Besuch des Ski-Weltcupfinales in Schladming am Don­nerstag, 15. März 2012 (11156/J)

Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Wissenschaft und Forschung betreffend Besuch des Ski-Weltcupfinales in Schladming am Donners­tag, 15. März 2012 (11157/J)

Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen an den Bundeskanzler betreffend Be­such des Ski-Weltcupfinales in Schladming am Freitag, 16. März 2012 (11158/J)

Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Frauen und öffentlichen Dienst betreffend Besuch des Ski-Weltcupfinales in Schladming am Frei­tag, 16. März 2012 (11159/J)

Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für europäische und internationale Angelegenheiten betreffend Besuch des Ski-Weltcupfinales in Schlad­ming am Freitag, 16. März 2012 (11160/J)

Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Arbeit, Sozia­les und Konsumentenschutz betreffend Besuch des Ski-Weltcupfinales in Schladming am Freitag, 16. März 2012 (11161/J)

Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Finanzen betreffend Besuch des Ski-Weltcupfinales in Schladming am Freitag, 16. März 2012 (11162/J)


Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll148. Sitzung / Seite 25

Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Gesundheit betreffend Besuch des Ski-Weltcupfinales in Schladming am Freitag, 16. März 2012 (11163/J)

Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Inneres betreffend Besuch des Ski-Weltcupfinales in Schladming am Freitag, 16. März 2012 (11164/J)

Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Justiz betref­fend Besuch des Ski-Weltcupfinales in Schladming am Freitag, 16. März 2012 (11165/J)

Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Landesvertei­digung und Sport betreffend Besuch des Ski-Weltcupfinales in Schladming am Freitag, 16. März 2012 (11166/J)

Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft betreffend Besuch des Ski-Weltcupfina­les in Schladming am Freitag, 16. März 2012 (11167/J)

Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur betreffend Besuch des Ski-Weltcupfinales in Schladming am Freitag, 16. März 2012 (11168/J)

Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Verkehr, In­novation und Technologie betreffend Besuch des Ski-Weltcupfinales in Schladming am Freitag, 16. März 2012 (11169/J)

Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Wirtschaft, Familie und Jugend betreffend Besuch des Ski-Weltcupfinales in Schladming am Frei­tag, 16. März 2012 (11170/J)

Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Wissenschaft und Forschung betreffend Besuch des Ski-Weltcupfinales in Schladming am Freitag, 16. März 2012 (11171/J)

Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen an den Bundeskanzler betreffend Be­such des Ski-Weltcupfinales in Schladming am Samstag, 17. März 2012 (11172/J)

Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Frauen und öffentlichen Dienst betreffend Besuch des Ski-Weltcupfinales in Schladming am Sams­tag, 17. März 2012 (11173/J)

Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für europäische und internationale Angelegenheiten betreffend Besuch des Ski-Weltcupfinales in Schlad­ming am Samstag, 17. März 2012 (11174/J)

Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Arbeit, Sozia­les und Konsumentenschutz betreffend Besuch des Ski-Weltcupfinales in Schladming am Samstag, 17. März 2012 (11175/J)

Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Finanzen betreffend Besuch des Ski-Weltcupfinales in Schladming am Samstag, 17. März 2012 (11176/J)

Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Gesundheit betreffend Besuch des Ski-Weltcupfinales in Schladming am Samstag, 17. März 2012 (11177/J)

Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Inneres be­treffend Besuch des Ski-Weltcupfinales in Schladming am Samstag, 17. März 2012 (11178/J)


Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll148. Sitzung / Seite 26

Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Justiz betref­fend Besuch des Ski-Weltcupfinales in Schladming am Samstag, 17. März 2012 (11179/J)

Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Landesvertei­digung und Sport betreffend Besuch des Ski-Weltcupfinales in Schladming am Sams­tag, 17. März 2012 (11180/J)

Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft betreffend Besuch des Ski-Weltcupfina­les in Schladming am Samstag, 17. März 2012 (11181/J)

Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur betreffend Besuch des Ski-Weltcupfinales in Schladming am Sams­tag, 17. März 2012 (11182/J)

Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Verkehr, In­novation und Technologie betreffend Besuch des Ski-Weltcupfinales in Schladming am Samstag, 17. März 2012 (11183/J)

Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Wirtschaft, Familie und Jugend betreffend Besuch des Ski-Weltcupfinales in Schladming am Sams­tag, 17. März 2012 (11184/J)

Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Wissenschaft und Forschung betreffend Besuch des Ski-Weltcupfinales in Schladming am Samstag, 17. März 2012 (11185/J)

Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen an den Bundeskanzler betreffend Be­such des Ski-Weltcupfinales in Schladming am Sonntag, 18. März 2012 (11186/J)

Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Frauen und öffentlichen Dienst betreffend Besuch des Ski-Weltcupfinales in Schladming am Sonn­tag, 18. März 2012 (11187/J)

Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für europäische und internationale Angelegenheiten betreffend Besuch des Ski-Weltcupfinales in Schlad­ming am Sonntag, 18. März 2012 (11188/J)

Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Arbeit, So­ziales und Konsumentenschutz betreffend Besuch des Ski-Weltcupfinales in Schlad­ming am Sonntag, 18. März 2012 (11189/J)

Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Finanzen be­treffend Besuch des Ski-Weltcupfinales in Schladming am Sonntag, 18. März 2012 (11190/J)

Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Gesundheit betreffend Besuch des Ski-Weltcupfinales in Schladming am Sonntag, 18. März 2012 (11191/J)

Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Inneres be­treffend Besuch des Ski-Weltcupfinales in Schladming am Sonntag, 18. März 2012 (11192/J)

Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Justiz betref­fend Besuch des Ski-Weltcupfinales in Schladming am Sonntag, 18. März 2012 (11193/J)

Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Landesvertei­digung und Sport betreffend Besuch des Ski-Weltcupfinales in Schladming am Sonn­tag, 18. März 2012 (11194/J)


Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll148. Sitzung / Seite 27

Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft betreffend Besuch des Ski-Weltcupfina­les in Schladming am Sonntag, 18. März 2012 (11195/J)

Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur betreffend Besuch des Ski-Weltcupfinales in Schladming am Sonn­tag, 18. März 2012 (11196/J)

Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie betreffend Besuch des Ski-Weltcupfinales in Schladming am Sonntag, 18. März 2012 (11197/J)

Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Wirtschaft, Familie und Jugend betreffend Besuch des Ski-Weltcupfinales in Schladming am Sonntag, 18. März 2012 (11198/J)

Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Wissenschaft und Forschung betreffend Besuch des Ski-Weltcupfinales in Schladming am Sonntag, 18. März 2012 (11199/J)

Adelheid Irina Fürntrath-Moretti, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz betreffend die Gewährung der Bedarfs­orientierten Mindestsicherung für Selbständige (11200/J)

Andrea Gessl-Ranftl, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für euro­päische und internationale Angelegenheiten betreffend Schiefergasbohrungen in Polen (11201/J)

Andrea Gessl-Ranftl, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft betreffend Schiefergasbohrungen in Po­len (11202/J)

Andrea Gessl-Ranftl, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft betreffend importierte Textilien aus Asien (11203/J)

Gerhard Huber, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Land- und Forst­wirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft betreffend die Höhe der Einzelförderungen gemäß EU-Transparenzrichtlinie im Jahr 2011 (11204/J)

Gerald Grosz, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Arbeit, Sozia-
les und Konsumentenschutz betreffend Schwerarbeit im Pensionsversicherungsrecht (11205/J)

Mag. Rainer Widmann, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Wissen­schaft und Forschung betreffend Ungleichbehandlung der Finanzierung der Grundla­genforschung in Österreich am Beispiel der IST Austria (11206/J)

Dr. Wolfgang Spadiut, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Wissen­schaft und Forschung betreffend aktuelle Tierversuchszahlen in Österreich (11207/J)

Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Gesundheit betreffend: Arztkosten – wer zahlt was? (11208/J)

Mag. Sonja Steßl-Mühlbacher, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Inneres betreffend „Neuunterbringung der Polizeiinspektion St. Stefan im Rosental“ (11209/J)

Dipl.-Ing. Gerhard Deimek, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Ver­kehr, Innovation und Technologie betreffend die Umsetzung der Norm ERTMS (11210/J)


Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll148. Sitzung / Seite 28

Josef A. Riemer, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Frauen und öffentlichen Dienst betreffend Monatsmagazin „an.schläge“ (11211/J)

Ing. Heinz-Peter Hackl, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz betreffend die Informationsoffensive „Telefonwer­bung: Nein, Danke!“ (11212/J)

Werner Herbert, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Inneres be­treffend Organmandat und Punktesystem (11213/J)

Dr. Dagmar Belakowitsch-Jenewein, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesmi­nister für Gesundheit betreffend transgene Insekten (11214/J)

Dr. Dagmar Belakowitsch-Jenewein, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminis­ter für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft betreffend transgene Insekten (11215/J)

Dipl.-Ing. Gerhard Deimek, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie betreffend den Nutzerbeirat der Austro Control Gmbh (11216/J)

Ing. Heinz-Peter Hackl, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Wirt­schaft, Familie und Jugend betreffend die Prämienkürzung bei Bausparverträgen (11217/J)

Ing. Heinz-Peter Hackl, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Finan­zen betreffend die Prämienkürzung bei Bausparverträgen (11218/J)

Ing. Heinz-Peter Hackl, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz betreffend die Prämienkürzung bei Bausparverträ­gen (11219/J)

Ing. Heinz-Peter Hackl, Kolleginnen und Kollegen an den Bundeskanzler betreffend die Prämienkürzung bei Bausparverträgen (11220/J)

Dipl.-Ing. Gerhard Deimek, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Finanzen betreffend Mineralölsteuerbefreiung für Flugzeuge (11221/J)

Dipl.-Ing. Gerhard Deimek, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie betreffend die gewerbliche Pilotentätigkeit von Fluginspektoren der Austro Control (11222/J)

Dipl.-Ing. Gerhard Deimek, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie betreffend offenkundig geduldete oder unter­stützte Unvereinbarkeiten im Bereich der flugmedizinischen Stelle der Austro Control (11223/J)

Dipl.-Ing. Gerhard Deimek, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie betreffend die Nutzung der Verordnungsermächti­gung gemäß § 140c Luftfahrtgesetz (11224/J)

Dipl.-Ing. Gerhard Deimek, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Ver­kehr, Innovation und Technologie betreffend die Inanspruchnahme der Flugverkehrslei­terübergangsversorgung durch Verwaltungsdienstmitarbeiter (11225/J)

Dipl.-Ing. Gerhard Deimek, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie betreffend Österreich als Schnittstelle transeuro­päischer Verkehrsnetze (11226/J)

Bernhard Vock, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Inneres be­treffend die Geschäfte des Peter Hochegger (11227/J)


Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll148. Sitzung / Seite 29

Bernhard Vock, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Justiz be­treffend die Geschäfte des Peter Hochegger (11228/J)

Dipl.-Ing. Gerhard Deimek, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie betreffend die Umsetzung der Vorgabe der Inter­nationalen Zivilluftfahrtorganisation IGAO zur Einführung eines staatlichen Sicherheits­programms für die Zivilluftfahrt – State Safety Programm/SSP (11229/J)

Ing. Mag. Hubert Kuzdas, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Ar­beit, Soziales und Konsumentenschutz betreffend die Situation von KurzpraktikantIn­nen und AusbildungspraktikantInnen im öffentlichen Dienst (11230/J)

Ing. Mag. Hubert Kuzdas, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Inne­res betreffend die Situation von KurzpraktikantInnen und AusbildungspraktikantInnen im öffentlichen Dienst (11231/J)

Ing. Mag. Hubert Kuzdas, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Fi­nanzen betreffend die Situation von KurzpraktikantInnen und AusbildungspraktikantIn­nen im öffentlichen Dienst (11232/J)

Ing. Mag. Hubert Kuzdas, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Ge­sundheit betreffend die Situation von KurzpraktikantInnen und AusbildungspraktikantIn­nen im öffentlichen Dienst (11233/J)

Ing. Mag. Hubert Kuzdas, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Justiz betreffend die Situation von KurzpraktikantInnen und AusbildungspraktikantIn­nen im öffentlichen Dienst (11234/J)

Ing. Mag. Hubert Kuzdas, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für eu­ropäische und internationale Angelegenheiten betreffend die Situation von Kurzprakti­kantInnen und AusbildungspraktikantInnen im öffentlichen Dienst (11235/J)

Ing. Mag. Hubert Kuzdas, Kolleginnen und Kollegen an den Bundeskanzler betreffend die Situation von KurzpraktikantInnen und AusbildungspraktikantInnen im öffentlichen Dienst (11236/J)

Mag. Sonja Steßl-Mühlbacher, Kolleginnen und Kollegen an den Präsidenten des Rechnungshofes betreffend „Auftragsarbeit des Rechnungshofs für FPÖ-Gemeinde­mandatare“ (11237/J)

Wolfgang Zanger, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Arbeit, So­ziales und Konsumentenschutz betreffend Alkohol in Baby-Feuchttüchern (11238/J)

Wolfgang Zanger, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Arbeit, So­ziales und Konsumentenschutz betreffend Allergikerangaben auf Lebensmitteln (11239/J)

Wolfgang Zanger, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Arbeit, Sozia­les und Konsumentenschutz betreffend Datenschutz in sozialen Netzwerken (11240/J)

Wolfgang Zanger, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Arbeit, So­ziales und Konsumentenschutz betreffend Händlerangaben von Kfz-Treibstoffverbrauch (11241/J)

Wolfgang Zanger, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Gesundheit betreffend Antibiotikareste in Geflügel (11242/J)

Wolfgang Zanger, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Finanzen be­treffend die mögliche Pleite der Kommunalkredit (11243/J)


Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll148. Sitzung / Seite 30

Mario Kunasek, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Landesverteidi­gung und Sport betreffend Generalsanierung des Musikhauses der Militärmusik in Hör­sching (11244/J)

Mario Kunasek, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Landesverteidi­gung und Sport betreffend katastrophalen Zustand der Unterkünfte der Bundesheer-Garde (11245/J)

Harald Vilimsky, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Inneres betref­fend Bettelei – Mitwirkung bei der Vollziehung (11246/J)

Harald Vilimsky, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Inneres betref­fend Dämmerungseinbrüche (11247/J)

Ewald Sacher, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Justiz betreffend einen angedachten „Neubau eines Gefängnisses in Krems an der Donau“ (11248/J)

Oswald Klikovits, Kolleginnen und Kollegen an den Bundeskanzler betreffend aktuelle Daten zur Volksgruppenförderung (11249/J)

August Wöginger, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Gesundheit betreffend Pflegegeld für an Epilepsie erkrankte Kinder und Jugendliche (11250/J)

Mag. Wolfgang Gerstl, Kolleginnen und Kollegen an die Bundesministerin für Inneres betreffend Demonstration in Wien (11251/J)

August Wöginger, Kolleginnen und Kollegen an den Bundesminister für Arbeit, So­ziales und Konsumentenschutz betreffend Pflegegeld für an Epilepsie erkrankte Kinder und Jugendliche (11252/J)

*****

Dipl.-Ing. Gerhard Deimek, Kolleginnen und Kollegen an die Präsidentin des Natio­nalrates betreffend selektive Einladungspolitik bei Veranstaltungen des Parlaments (76/JPR)

Gerald Grosz, Kolleginnen und Kollegen an die Präsidentin des Nationalrates betref­fend „Hacklerregelung“ für Beamte (77/JPR)

Anfragebeantwortungen

des Bundesministers für Wissenschaft und Forschung auf die Anfrage der Abgeordne­ten Mag. Andrea Kuntzl, Kolleginnen und Kollegen (10114/AB zu 10250/J)

des Bundesministers für Wissenschaft und Forschung auf die Anfrage der Abgeordne­ten Mag. Andrea Kuntzl, Kolleginnen und Kollegen (10115/AB zu 10251/J)

der Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie auf die Anfrage der Ab­geordneten Dipl.-Ing. Gerhard Deimek, Kolleginnen und Kollegen (10116/AB zu 10261/J)

des Bundesministers für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz auf die Anfrage der Abgeordneten Gerald Grosz, Kolleginnen und Kollegen (10117/AB zu 10282/J)

des Bundeskanzlers auf die Anfrage der Abgeordneten Gerhard Huber, Kolleginnen und Kollegen (10118/AB zu 10260/J)

der Bundesministerin für Inneres auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Alev Korun, Kolleginnen und Kollegen (10119/AB zu 10247/J)


Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll148. Sitzung / Seite 31

der Bundesministerin für Inneres auf die Anfrage der Abgeordneten Gerald Grosz, Kolleginnen und Kollegen (10120/AB zu 10248/J)

der Bundesministerin für Inneres auf die Anfrage der Abgeordneten Gerald Grosz, Kolleginnen und Kollegen (10121/AB zu 10249/J)

des Bundesministers für Wirtschaft, Familie und Jugend auf die Anfrage der Abgeord­neten Mag. Johann Maier, Kolleginnen und Kollegen (10122/AB zu 10264/J)

des Bundesministers für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft auf die Anfrage der Abgeordneten Gerald Grosz, Kolleginnen und Kollegen (10123/AB zu 10288/J)

des Bundesministers für Wirtschaft, Familie und Jugend auf die Anfrage der Abgeord­neten Gerald Grosz, Kolleginnen und Kollegen (10124/AB zu 10291/J)

des Bundesministers für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz auf die Anfrage der Abgeordneten Wolfgang Zanger, Kolleginnen und Kollegen (10125/AB zu 10327/J)

des Bundesministers für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz auf die Anfrage der Abgeordneten Dr. Susanne Winter, Kolleginnen und Kollegen (10126/AB zu 10332/J)

des Bundesministers für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz auf die Anfrage der Abgeordneten Wolfgang Zanger, Kolleginnen und Kollegen (10127/AB zu 10407/J)

des Bundeskanzlers auf die Anfrage der Abgeordneten Gerald Grosz, Kolleginnen und Kollegen (10128/AB zu 10279/J)

der Bundesministerin für Frauen und öffentlichen Dienst auf die Anfrage der Abgeord­neten Gerald Grosz, Kolleginnen und Kollegen (10129/AB zu 10280/J)

der Bundesministerin für Inneres auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Johann Maier, Kolleginnen und Kollegen (10130/AB zu 10267/J)

der Bundesministerin für Inneres auf die Anfrage der Abgeordneten Karl Öllinger, Kol­leginnen und Kollegen (10131/AB zu 10272/J)

des Bundesministers für europäische und internationale Angelegenheiten auf die An­frage der Abgeordneten Gerald Grosz, Kolleginnen und Kollegen (10132/AB zu 10281/J)

der Bundesministerin für Inneres auf die Anfrage der Abgeordneten Gerald Grosz, Kolleginnen und Kollegen (10133/AB zu 10285/J)

des Bundesministers für europäische und internationale Angelegenheiten auf die An­frage der Abgeordneten Gerald Grosz, Kolleginnen und Kollegen (10134/AB zu 10293/J)

der Bundesministerin für Inneres auf die Anfrage der Abgeordneten Gerald Grosz, Kolleginnen und Kollegen (10135/AB zu 10294/J)

der Bundesministerin für Finanzen auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Johann Maier, Kolleginnen und Kollegen (10136/AB zu 10262/J)

der Bundesministerin für Finanzen auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Andrea Kuntzl, Kolleginnen und Kollegen (10137/AB zu 10269/J)

der Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur auf die Anfrage der Abgeord­neten Dr. Harald Walser, Kolleginnen und Kollegen (10138/AB zu 10270/J)

der Bundesministerin für Finanzen auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Werner Kogler, Kolleginnen und Kollegen (10139/AB zu 10271/J)


Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll148. Sitzung / Seite 32

der Bundesministerin für Finanzen auf die Anfrage der Abgeordneten Josef Bucher, Kolleginnen und Kollegen (10140/AB zu 10276/J)

der Bundesministerin für Finanzen auf die Anfrage der Abgeordneten Josef Bucher, Kolleginnen und Kollegen (10141/AB zu 10278/J)

der Bundesministerin für Finanzen auf die Anfrage der Abgeordneten Gerald Grosz, Kolleginnen und Kollegen (10142/AB zu 10283/J)

der Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur auf die Anfrage der Abgeord­neten Gerald Grosz, Kolleginnen und Kollegen (10143/AB zu 10289/J)

der Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie auf die Anfrage der Ab­geordneten Gerald Grosz, Kolleginnen und Kollegen (10144/AB zu 10290/J)

des Bundesministers für Landesverteidigung und Sport auf die Anfrage der Abgeordne­ten Ing. Peter Westenthaler, Kolleginnen und Kollegen (10145/AB zu 10275/J)

des Bundesministers für Landesverteidigung und Sport auf die Anfrage der Abgeordne­ten Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen (10146/AB zu 10277/J)

des Bundesministers für Landesverteidigung und Sport auf die Anfrage der Abgeordne­ten Gerald Grosz, Kolleginnen und Kollegen (10147/AB zu 10287/J)

der Bundesministerin für Justiz auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Johann Maier, Kolleginnen und Kollegen (10148/AB zu 10263/J)

der Bundesministerin für Justiz auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Johann Maier, Kolleginnen und Kollegen (10149/AB zu 10266/J)

der Bundesministerin für Justiz auf die Anfrage der Abgeordneten Karl Öllinger, Kolle­ginnen und Kollegen (10150/AB zu 10273/J)

der Bundesministerin für Justiz auf die Anfrage der Abgeordneten Gerald Grosz, Kol­leginnen und Kollegen (10151/AB zu 10286/J)

des Bundesministers für Wissenschaft und Forschung auf die Anfrage der Abgeord­neten Mag. Andrea Kuntzl, Kolleginnen und Kollegen (10152/AB zu 10268/J)

des Bundesministers für Wissenschaft und Forschung auf die Anfrage der Abgeordne­ten Gerald Grosz, Kolleginnen und Kollegen (10153/AB zu 10292/J)

der Bundesministerin für Inneres auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Johann Maier, Kolleginnen und Kollegen (10154/AB zu 10297/J)

des Bundesministers für europäische und internationale Angelegenheiten auf die An­frage der Abgeordneten Dr. Peter Pilz, Kolleginnen und Kollegen (10155/AB zu 10298/J)

der Bundesministerin für Justiz auf die Anfrage der Abgeordneten Dr. Johannes Ja­rolim, Kolleginnen und Kollegen (10156/AB zu 10296/J)

des Bundesministers für Wissenschaft und Forschung auf die Anfrage der Abgeord­neten Dr. Johannes Jarolim, Kolleginnen und Kollegen (10157/AB zu 10295/J)

des Bundesministers für Wissenschaft und Forschung auf die Anfrage der Abgeordne­ten Mag. Josef Auer, Kolleginnen und Kollegen (10158/AB zu 10403/J)

des Bundesministers für Gesundheit auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Johann Maier, Kolleginnen und Kollegen (10159/AB zu 10300/J)

des Bundesministers für Gesundheit auf die Anfrage der Abgeordneten Ing. Heinz-Pe­ter Hackl, Kolleginnen und Kollegen (10160/AB zu 10396/J)


Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll148. Sitzung / Seite 33

des Bundesministers für Gesundheit auf die Anfrage der Abgeordneten Dipl.-Ing. Dr. Wolfgang Pirklhuber, Kolleginnen und Kollegen (10161/AB zu 10411/J)

des Bundesministers für Gesundheit auf die Anfrage der Abgeordneten Dipl.-Ing. Dr. Wolfgang Pirklhuber, Kolleginnen und Kollegen (10162/AB zu 10415/J)

des Bundesministers für Wirtschaft, Familie und Jugend auf die Anfrage der Abgeord­neten Dipl.-Ing. Gerhard Deimek, Kolleginnen und Kollegen (10163/AB zu 10337/J)

des Bundesministers für Wirtschaft, Familie und Jugend auf die Anfrage der Abgeord­neten Mathias Venier, Kolleginnen und Kollegen (10164/AB zu 10390/J)

des Bundesministers für europäische und internationale Angelegenheiten auf die An­frage der Abgeordneten Dr. Walter Rosenkranz, Kolleginnen und Kollegen (10165/AB zu 10304/J)

des Bundesministers für europäische und internationale Angelegenheiten auf die Anfrage der Abgeordneten Mathias Venier, Kolleginnen und Kollegen (10166/AB zu 10333/J)

des Bundesministers für europäische und internationale Angelegenheiten auf die Anfrage der Abgeordneten Gerhard Köfer, Kolleginnen und Kollegen (10167/AB zu 10361/J)

des Bundesministers für europäische und internationale Angelegenheiten auf die Anfrage der Abgeordneten Gerhard Köfer, Kolleginnen und Kollegen (10168/AB zu 10362/J)

der Bundesministerin für Inneres auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Johann Maier, Kolleginnen und Kollegen (10169/AB zu 10299/J)

der Bundesministerin für Inneres auf die Anfrage der Abgeordneten Harald Vilimsky, Kolleginnen und Kollegen (10170/AB zu 10305/J)

der Bundesministerin für Inneres auf die Anfrage der Abgeordneten Harald Vilimsky, Kolleginnen und Kollegen (10171/AB zu 10306/J)

der Bundesministerin für Inneres auf die Anfrage der Abgeordneten Harald Vilimsky, Kolleginnen und Kollegen (10172/AB zu 10307/J)

der Bundesministerin für Inneres auf die Anfrage der Abgeordneten Harald Vilimsky, Kolleginnen und Kollegen (10173/AB zu 10308/J)

der Bundesministerin für Inneres auf die Anfrage der Abgeordneten Harald Vilimsky, Kolleginnen und Kollegen (10174/AB zu 10309/J)

der Bundesministerin für Inneres auf die Anfrage der Abgeordneten Harald Vilimsky, Kolleginnen und Kollegen (10175/AB zu 10310/J)

der Bundesministerin für Inneres auf die Anfrage der Abgeordneten Harald Vilimsky, Kolleginnen und Kollegen (10176/AB zu 10311/J)


Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll148. Sitzung / Seite 34

der Bundesministerin für Inneres auf die Anfrage der Abgeordneten Harald Vilimsky, Kolleginnen und Kollegen (10177/AB zu 10312/J)

der Bundesministerin für Inneres auf die Anfrage der Abgeordneten Harald Vilimsky, Kolleginnen und Kollegen (10178/AB zu 10313/J)

der Bundesministerin für Inneres auf die Anfrage der Abgeordneten Harald Vilimsky, Kolleginnen und Kollegen (10179/AB zu 10314/J)

der Bundesministerin für Inneres auf die Anfrage der Abgeordneten Harald Vilimsky, Kolleginnen und Kollegen (10180/AB zu 10315/J)

der Bundesministerin für Inneres auf die Anfrage der Abgeordneten Dr. Walter Rosen­kranz, Kolleginnen und Kollegen (10181/AB zu 10317/J)

der Bundesministerin für Inneres auf die Anfrage der Abgeordneten Andrea Gessl-Ranftl, Kolleginnen und Kollegen (10182/AB zu 10321/J)

der Bundesministerin für Inneres auf die Anfrage der Abgeordneten Harald Vilimsky, Kolleginnen und Kollegen (10183/AB zu 10328/J)

der Bundesministerin für Inneres auf die Anfrage der Abgeordneten Harald Vilimsky, Kolleginnen und Kollegen (10184/AB zu 10329/J)

der Bundesministerin für Inneres auf die Anfrage der Abgeordneten Harald Vilimsky, Kolleginnen und Kollegen (10185/AB zu 10330/J)

der Bundesministerin für Inneres auf die Anfrage der Abgeordneten Harald Vilimsky, Kolleginnen und Kollegen (10186/AB zu 10344/J)

der Bundesministerin für Inneres auf die Anfrage der Abgeordneten Harald Vilimsky, Kolleginnen und Kollegen (10187/AB zu 10345/J)

der Bundesministerin für Inneres auf die Anfrage der Abgeordneten Harald Vilimsky, Kolleginnen und Kollegen (10188/AB zu 10346/J)

der Bundesministerin für Inneres auf die Anfrage der Abgeordneten Leopold Mayer­hofer, Kolleginnen und Kollegen (10189/AB zu 10354/J)

der Bundesministerin für Inneres auf die Anfrage der Abgeordneten Leopold Mayer­hofer, Kolleginnen und Kollegen (10190/AB zu 10355/J)

der Bundesministerin für Inneres auf die Anfrage der Abgeordneten Dr. Günther Kräu­ter, Kolleginnen und Kollegen (10191/AB zu 10358/J)

des Bundesministers für Wirtschaft, Familie und Jugend auf die Anfrage der Abgeord­neten Gerhard Köfer, Kolleginnen und Kollegen (10192/AB zu 10363/J)

des Bundeskanzlers auf die Anfrage der Abgeordneten Wolfgang Zanger, Kolleginnen und Kollegen (10193/AB zu 10322/J)

des Bundeskanzlers auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Harald Stefan, Kollegin­nen und Kollegen (10194/AB zu 10342/J)

des Bundeskanzlers auf die Anfrage der Abgeordneten Oswald Klikovits, Kolleginnen und Kollegen (10195/AB zu 10359/J)

der Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie auf die Anfrage der Ab­geordneten Wolfgang Zanger, Kolleginnen und Kollegen (10196/AB zu 10323/J)

der Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie auf die Anfrage der Ab­geordneten Wolfgang Zanger, Kolleginnen und Kollegen (10197/AB zu 10324/J)

der Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie auf die Anfrage der Ab­geordneten Mario Kunasek, Kolleginnen und Kollegen (10198/AB zu 10335/J)

der Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie auf die Anfrage der Ab­geordneten Dipl.-Ing. Gerhard Deimek, Kolleginnen und Kollegen (10199/AB zu 10336/J)


Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll148. Sitzung / Seite 35

der Bundesministerin für Finanzen auf die Anfrage der Abgeordneten Josef Bucher, Kolleginnen und Kollegen (10200/AB zu 10319/J)

der Bundesministerin für Finanzen auf die Anfrage der Abgeordneten Josef Bucher, Kolleginnen und Kollegen (10201/AB zu 10320/J)

der Bundesministerin für Finanzen auf die Anfrage der Abgeordneten Wolfgang Zan­ger, Kolleginnen und Kollegen (10202/AB zu 10325/J)

der Bundesministerin für Finanzen auf die Anfrage der Abgeordneten Dr. Susanne Winter, Kolleginnen und Kollegen (10203/AB zu 10334/J)

der Bundesministerin für Finanzen auf die Anfrage der Abgeordneten Dipl.-Ing. Ger­hard Deimek, Kolleginnen und Kollegen (10204/AB zu 10341/J)

der Bundesministerin für Finanzen auf die Anfrage der Abgeordneten Dipl.-Ing. Ger­hard Deimek, Kolleginnen und Kollegen (10205/AB zu 10348/J)

der Bundesministerin für Finanzen auf die Anfrage der Abgeordneten Dipl.-Ing. Ger­hard Deimek, Kolleginnen und Kollegen (10206/AB zu 10350/J)

der Bundesministerin für Finanzen auf die Anfrage der Abgeordneten Rupert Doppler, Kolleginnen und Kollegen (10207/AB zu 10351/J)

der Bundesministerin für Finanzen auf die Anfrage der Abgeordneten Rupert Doppler, Kolleginnen und Kollegen (10208/AB zu 10356/J)

der Bundesministerin für Finanzen auf die Anfrage der Abgeordneten Stefan Petzner, Kolleginnen und Kollegen (10209/AB zu 10357/J)

der Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur auf die Anfrage der Abgeordne­ten Dr. Walter Rosenkranz, Kolleginnen und Kollegen (10210/AB zu 10303/J)

der Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur auf die Anfrage der Abgeordne­ten Dr. Walter Rosenkranz, Kolleginnen und Kollegen (10211/AB zu 10316/J)

der Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur auf die Anfrage der Abgeordne­ten Dr. Walter Rosenkranz, Kolleginnen und Kollegen (10212/AB zu 10343/J)

der Bundesministerin für Justiz auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Johann Maier, Kolleginnen und Kollegen (10213/AB zu 10301/J)

der Bundesministerin für Justiz auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Johann Maier, Kolleginnen und Kollegen (10214/AB zu 10302/J)

der Bundesministerin für Justiz auf die Anfrage der Abgeordneten Stefan Petzner, Kolleginnen und Kollegen (10215/AB zu 10318/J)

der Bundesministerin für Justiz auf die Anfrage der Abgeordneten Werner Neubauer, Kolleginnen und Kollegen (10216/AB zu 10331/J)

der Bundesministerin für Justiz auf die Anfrage der Abgeordneten Werner Neubauer, Kolleginnen und Kollegen (10217/AB zu 10339/J)

der Bundesministerin für Justiz auf die Anfrage der Abgeordneten Dr. Walter Rosen­kranz, Kolleginnen und Kollegen (10218/AB zu 10352/J)

der Bundesministerin für Justiz auf die Anfrage der Abgeordneten Dr. Susanne Win­ter, Kolleginnen und Kollegen (10219/AB zu 10353/J)


Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll148. Sitzung / Seite 36

des Bundesministers für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft auf die Anfrage der Abgeordneten Harald Jannach, Kolleginnen und Kollegen (10220/AB zu 10365/J)

des Bundesministers für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft auf die Anfrage der Abgeordneten Harald Jannach, Kolleginnen und Kollegen (10221/AB zu 10366/J)

des Bundesministers für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft auf die Anfrage der Abgeordneten Dr. Walter Rosenkranz, Kolleginnen und Kollegen (10222/AB zu 10375/J)

der Bundesministerin für Inneres auf die Anfrage der Abgeordneten Dr. Walter Rosen­kranz, Kolleginnen und Kollegen (10223/AB zu 10373/J)

des Bundesministers für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft auf die Anfrage der Abgeordneten Dipl.-Ing. Dr. Wolfgang Pirklhuber, Kolleginnen und Kollegen (10224/AB zu 10383/J)

der Bundesministerin für Inneres auf die Anfrage der Abgeordneten Dietmar Keck, Kolleginnen und Kollegen (10225/AB zu 10384/J)

der Bundesministerin für Inneres auf die Anfrage der Abgeordneten Christoph Hagen, Kolleginnen und Kollegen (10226/AB zu 10385/J)

der Bundesministerin für Inneres auf die Anfrage der Abgeordneten Werner Neu­bauer, Kolleginnen und Kollegen (10227/AB zu 10389/J)

des Bundesministers für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft auf die Anfrage der Abgeordneten Harald Jannach, Kolleginnen und Kollegen (10228/AB zu 10392/J)

der Bundesministerin für Inneres auf die Anfrage der Abgeordneten Dr. Dagmar Bela­kowitsch-Jenewein, Kolleginnen und Kollegen (10229/AB zu 10395/J)

der Bundesministerin für Inneres auf die Anfrage der Abgeordneten Dr. Walter Rosen­kranz, Kolleginnen und Kollegen (10230/AB zu 10398/J)

des Bundesministers für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Josef Auer, Kolleginnen und Kollegen (10231/AB zu 10402/J)

der Bundesministerin für Inneres auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Harald Ste­fan, Kolleginnen und Kollegen (10232/AB zu 10404/J)

des Bundesministers für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft auf die Anfrage der Abgeordneten Ing. Norbert Hofer, Kolleginnen und Kollegen (10233/AB zu 10405/J)

des Bundesministers für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz auf die Anfrage der Abgeordneten Dr. Walter Rosenkranz, Kolleginnen und Kollegen (10234/AB zu 10368/J)

des Bundesministers für Gesundheit auf die Anfrage der Abgeordneten Dr. Walter Ro­senkranz, Kolleginnen und Kollegen (10235/AB zu 10369/J)

des Bundesministers für Wirtschaft, Familie und Jugend auf die Anfrage der Abgeord­neten Dr. Walter Rosenkranz, Kolleginnen und Kollegen (10236/AB zu 10378/J)

des Bundesministers für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz auf die Anfrage
der Abgeordneten Dr. Ruperta Lichtenecker, Kolleginnen und Kollegen (10237/AB zu 10530/J)


Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll148. Sitzung / Seite 37

des Bundesministers für europäische und internationale Angelegenheiten auf die An­frage der Abgeordneten Dr. Walter Rosenkranz, Kolleginnen und Kollegen (10238/AB zu 10379/J)

des Bundesministers für europäische und internationale Angelegenheiten auf die An­frage der Abgeordneten Werner Neubauer, Kolleginnen und Kollegen (10239/AB zu 10387/J)

des Bundesministers für europäische und internationale Angelegenheiten auf die An­frage der Abgeordneten Dr. Johannes Hübner, Kolleginnen und Kollegen (10240/AB zu 10391/J)

der Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur auf die Anfrage der Abgeordne­ten Dr. Walter Rosenkranz, Kolleginnen und Kollegen (10241/AB zu 10376/J)

der Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur auf die Anfrage der Abgeordne­ten Dr. Walter Rosenkranz, Kolleginnen und Kollegen (10242/AB zu 10393/J)

der Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur auf die Anfrage der Abgeordne­ten Mag. Dr. Wolfgang Zinggl, Kolleginnen und Kollegen (10243/AB zu 10417/J)

der Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur auf die Anfrage der Abgeordne­ten Erich Tadler, Kolleginnen und Kollegen (10244/AB zu 10419/J)

der Bundesministerin für Justiz auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Dr. Martin Graf, Kolleginnen und Kollegen (10245/AB zu 10364/J)

des Bundesministers für Wissenschaft und Forschung auf die Anfrage der Abgeordne­ten Mag. Dr. Martin Graf, Kolleginnen und Kollegen (10246/AB zu 10367/J)

der Bundesministerin für Justiz auf die Anfrage der Abgeordneten Dr. Walter Rosen­kranz, Kolleginnen und Kollegen (10247/AB zu 10374/J)

des Bundesministers für Wissenschaft und Forschung auf die Anfrage der Abgeordne­ten Dr. Walter Rosenkranz, Kolleginnen und Kollegen (10248/AB zu 10377/J)

der Bundesministerin für Justiz auf die Anfrage der Abgeordneten Gerald Grosz, Kol­leginnen und Kollegen (10249/AB zu 10386/J)

der Bundesministerin für Justiz auf die Anfrage der Abgeordneten Werner Neubauer, Kolleginnen und Kollegen (10250/AB zu 10388/J)

des Bundesministers für Wirtschaft, Familie und Jugend auf die Anfrage der Abgeord­neten Mag. Josef Auer, Kolleginnen und Kollegen (10251/AB zu 10401/J)

des Bundesministers für Wissenschaft und Forschung auf die Anfrage der Abgeordne­ten Gerhard Huber, Kolleginnen und Kollegen (10252/AB zu 10410/J)

des Bundesministers für Wirtschaft, Familie und Jugend auf die Anfrage der Abgeord­neten Erich Tadler, Kolleginnen und Kollegen (10253/AB zu 10420/J)

des Bundesministers für Wirtschaft, Familie und Jugend auf die Anfrage der Abgeord­neten Josef A. Riemer, Kolleginnen und Kollegen (10254/AB zu 10457/J)

der Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie auf die Anfrage der Ab­geordneten Dr. Walter Rosenkranz, Kolleginnen und Kollegen (10255/AB zu 10380/J)

des Bundesministers für Landesverteidigung und Sport auf die Anfrage der Abgeordne­ten Dr. Walter Rosenkranz, Kolleginnen und Kollegen (10256/AB zu 10370/J)


Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll148. Sitzung / Seite 38

des Bundesministers für Landesverteidigung und Sport auf die Anfrage der Abgeordne­ten Dr. Peter Fichtenbauer, Kolleginnen und Kollegen (10257/AB zu 10399/J)

der Bundesministerin für Finanzen auf die Anfrage der Abgeordneten Dr. Walter Ro­senkranz, Kolleginnen und Kollegen (10258/AB zu 10371/J)

der Bundesministerin für Finanzen auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Josef Auer, Kolleginnen und Kollegen (10259/AB zu 10400/J)

der Bundesministerin für Finanzen auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Rosa Loh­feyer, Kolleginnen und Kollegen (10260/AB zu 10408/J)

der Bundesministerin für Finanzen auf die Anfrage der Abgeordneten Erwin Spindel­berger, Kolleginnen und Kollegen (10261/AB zu 10409/J)

des Bundeskanzlers auf die Anfrage der Abgeordneten Dr. Walter Rosenkranz, Kol­leginnen und Kollegen (10262/AB zu 10372/J)

der Bundesministerin für Inneres auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Daniela Mu­siol, Kolleginnen und Kollegen (10263/AB zu 10412/J)

der Bundesministerin für Inneres auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Albert Stein­hauser, Kolleginnen und Kollegen (10264/AB zu 10416/J)

der Bundesministerin für Inneres auf die Anfrage der Abgeordneten Erich Tadler, Kol­leginnen und Kollegen (10265/AB zu 10418/J)

des Bundesministers für Wissenschaft und Forschung auf die Anfrage der Abgeordne­ten Erich Tadler, Kolleginnen und Kollegen (10266/AB zu 10421/J)

der Bundesministerin für Finanzen auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Werner Kogler, Kolleginnen und Kollegen (10267/AB zu 10413/J)

des Bundesministers für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz auf die Anfrage der Abgeordneten Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen (10268/AB zu 10426/J)

des Bundesministers für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz auf die Anfrage der Abgeordneten Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen (10269/AB zu 10440/J)

des Bundesministers für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz auf die Anfrage der Abgeordneten Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen (10270/AB zu 10467/J)

der Bundesministerin für Justiz auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Albert Stein­hauser, Kolleginnen und Kollegen (10271/AB zu 10414/J)

des Bundesministers für Wissenschaft und Forschung auf die Anfrage der Abgeordne­ten Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen (10272/AB zu 10436/J)

des Bundesministers für Wissenschaft und Forschung auf die Anfrage der Abgeordne­ten Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen (10273/AB zu 10450/J)

des Bundesministers für Wissenschaft und Forschung auf die Anfrage der Abgeordne­ten Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen (10274/AB zu 10477/J)

des Bundesministers für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz auf die Anfrage der Abgeordneten Rupert Doppler, Kolleginnen und Kollegen (10275/AB zu 10863/J)

des Bundeskanzlers auf die Anfrage der Abgeordneten Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen (10276/AB zu 10423/J)


Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll148. Sitzung / Seite 39

der Bundesministerin für Frauen und öffentlichen Dienst auf die Anfrage der Abge­ordneten Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen (10277/AB zu 10424/J)

des Bundeskanzlers auf die Anfrage der Abgeordneten Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen (10278/AB zu 10437/J)

der Bundesministerin für Frauen und öffentlichen Dienst auf die Anfrage der Abgeord­neten Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen (10279/AB zu 10438/J)

des Bundeskanzlers auf die Anfrage der Abgeordneten Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen (10280/AB zu 10464/J)

der Bundesministerin für Frauen und öffentlichen Dienst auf die Anfrage der Abgeord­neten Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen (10281/AB zu 10465/J)

des Bundesministers für Wissenschaft und Forschung auf die Anfrage der Abgeordne­ten Mag. Dr. Martin Graf, Kolleginnen und Kollegen (10282/AB zu 10455/J)

des Bundesministers für Landesverteidigung und Sport auf die Anfrage der Abgeordne­ten Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen (10283/AB zu 10431/J)

des Bundesministers für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft auf die Anfrage der Abgeordneten Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen (10284/AB zu 10432/J)

des Bundesministers für Landesverteidigung und Sport auf die Anfrage der Abgeordne­ten Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen (10285/AB zu 10445/J)

des Bundesministers für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft auf die Anfrage der Abgeordneten Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen (10286/AB zu 10446/J)

des Bundesministers für Landesverteidigung und Sport auf die Anfrage der Abgeord­neten Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen (10287/AB zu 10472/J)

des Bundesministers für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft auf die Anfrage der Abgeordneten Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen (10288/AB zu 10473/J)

der Bundesministerin für Justiz auf die Anfrage der Abgeordneten Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen (10289/AB zu 10430/J)

der Bundesministerin für Justiz auf die Anfrage der Abgeordneten Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen (10290/AB zu 10444/J)

der Bundesministerin für Justiz auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Albert Stein­hauser, Kolleginnen und Kollegen (10291/AB zu 10460/J)

der Bundesministerin für Justiz auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Albert Stein­hauser, Kolleginnen und Kollegen (10292/AB zu 10461/J)

der Bundesministerin für Justiz auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Albert Stein­hauser, Kolleginnen und Kollegen (10293/AB zu 10462/J)

der Bundesministerin für Justiz auf die Anfrage der Abgeordneten Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen (10294/AB zu 10471/J)

der Bundesministerin für Inneres auf die Anfrage der Abgeordneten Ing. Peter Wes­tenthaler, Kolleginnen und Kollegen (10295/AB zu 10422/J)


Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll148. Sitzung / Seite 40

der Bundesministerin für Inneres auf die Anfrage der Abgeordneten Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen (10296/AB zu 10429/J)

der Bundesministerin für Inneres auf die Anfrage der Abgeordneten Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen (10297/AB zu 10443/J)

der Bundesministerin für Inneres auf die Anfrage der Abgeordneten Gerald Grosz, Kolleginnen und Kollegen (10298/AB zu 10451/J)

der Bundesministerin für Inneres auf die Anfrage der Abgeordneten Elmar Podgor­schek, Kolleginnen und Kollegen (10299/AB zu 10458/J)

der Bundesministerin für Inneres auf die Anfrage der Abgeordneten Werner Herbert, Kolleginnen und Kollegen (10300/AB zu 10459/J)

der Bundesministerin für Inneres auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Albert Stein­hauser, Kolleginnen und Kollegen (10301/AB zu 10463/J)

der Bundesministerin für Inneres auf die Anfrage der Abgeordneten Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen (10302/AB zu 10470/J)

der Bundesministerin für Finanzen auf die Anfrage der Abgeordneten Stefan Marko­witz Kolleginnen und Kollegen (10303/AB zu 10427/J)

der Bundesministerin für Finanzen auf die Anfrage der Abgeordneten Stefan Marko­witz, Kolleginnen und Kollegen (10304/AB zu 10441/J)

der Bundesministerin für Finanzen auf die Anfrage der Abgeordneten Stefan Marko­witz, Kolleginnen und Kollegen (10305/AB zu 10468/J)

des Bundesministers für Wirtschaft, Familie und Jugend auf die Anfrage der Abgeord­neten Gerald Grosz, Kolleginnen und Kollegen (10306/AB zu 10452/J)

des Bundesministers für Wirtschaft, Familie und Jugend auf die Anfrage der Abgeord­neten Gerald Grosz, Kolleginnen und Kollegen (10307/AB zu 10453/J)

des Bundesministers für Wirtschaft, Familie und Jugend auf die Anfrage der Abgeord­neten Edith Mühlberghuber, Kolleginnen und Kollegen (10308/AB zu 10456/J)

der Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie auf die Anfrage der Ab­geordneten Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen (10309/AB zu 10434/J)

der Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie auf die Anfrage der Ab­geordneten Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen (10310/AB zu 10448/J)

der Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie auf die Anfrage der Ab­geordneten Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen (10311/AB zu 10475/J)

des Bundesministers für europäische und internationale Angelegenheiten auf die An­frage der Abgeordneten Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen (10312/AB zu 10425/J)

des Bundesministers für europäische und internationale Angelegenheiten auf die An­frage der Abgeordneten Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen (10313/AB zu 10439/J)

des Bundesministers für europäische und internationale Angelegenheiten auf die An­frage der Abgeordneten Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen (10314/AB zu 10466/J)


Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll148. Sitzung / Seite 41

der Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur auf die Anfrage der Abgeordne­ten Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen (10315/AB zu 10433/J)

der Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur auf die Anfrage der Abgeordne­ten Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen (10316/AB zu 10447/J)

der Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur auf die Anfrage der Abgeordneten Stefan Markowitz, Kolleginnen und Kollegen (10317/AB zu 10474/J)

der Bundesministerin für Inneres auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Johann Maier, Kolleginnen und Kollegen (10318/AB zu 10479/J)

der Bundesministerin für Inneres auf die Anfrage der Abgeordneten Ing. Peter Wes­tenthaler, Kolleginnen und Kollegen (10319/AB zu 10482/J)

des Bundesministers für Landesverteidigung und Sport auf die Anfrage der Abgeordne­ten Oswald Klikovits, Kolleginnen und Kollegen (10320/AB zu 10480/J)

des Bundesministers für Landesverteidigung und Sport auf die Anfrage der Abgeordne­ten Oswald Klikovits, Kolleginnen und Kollegen (10321/AB zu 10481/J)

der Bundesministerin für Inneres auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Johann Maier, Kolleginnen und Kollegen (10322/AB zu 10483/J)

der Bundesministerin für Inneres auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Johann Maier, Kolleginnen und Kollegen (10323/AB zu 10485/J)

der Bundesministerin für Inneres auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Johann Maier, Kolleginnen und Kollegen (10324/AB zu 10486/J)

der Bundesministerin für Justiz auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Johann Maier, Kolleginnen und Kollegen (10325/AB zu 10484/J)

des Bundesministers für Wirtschaft, Familie und Jugend auf die Anfrage der Abgeord­neten Dr. Walter Rosenkranz, Kolleginnen und Kollegen (10326/AB zu 10494/J)

des Bundesministers für Wirtschaft, Familie und Jugend auf die Anfrage der Abgeord­neten Tanja Windbüchler-Souschill, Kolleginnen und Kollegen (10327/AB zu 10511/J)

des Bundesministers für Wirtschaft, Familie und Jugend auf die Anfrage der Abgeord­neten Mag. Johann Maier, Kolleginnen und Kollegen (10328/AB zu 10513/J)

des Bundesministers für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Birgit Schatz, Kolleginnen und Kollegen (10329/AB zu 10592/J)

des Bundesministers für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz auf die Anfrage der Abgeordneten Mag. Johann Maier, Kolleginnen und Kollegen (10330/AB zu 10759/J)

des Bundesministers für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz auf die Anfrage der Abgeordneten Ing. Norbert Hofer, Kolleginnen und Kollegen (10331/AB zu 10856/J)

des Bundesministers für Wissenschaft und Forschung auf die Anfrage der Abgeordne­ten Mag. Andrea Kuntzl, Kolleginnen und Kollegen (10115/AB zu 10251/J) (Zu 10115/AB zu 10251/J)

der Bundesministerin für Inneres auf die Anfrage der Abgeordneten Harald Vilimsky, Kolleginnen und Kollegen (10171/AB zu 10306/J) (Zu 10171/AB zu 10306/J)

*****


Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll148. Sitzung / Seite 42

der Präsidentin des Nationalrates auf die Anfrage der Abgeordneten Dr. Harald Wal­ser, Kolleginnen und Kollegen (73/ABPR zu 73/JPR)

der Präsidentin des Nationalrates auf die Anfrage der Abgeordneten Gerald Grosz, Kolleginnen und Kollegen (74/ABPR zu 75/JPR)


 


Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll148. Sitzung / Seite 43

09.06.02Beginn der Sitzung: 9.06 Uhr

Vorsitzende: Präsidentin Mag. Barbara Prammer, Zweiter Präsident Fritz Neuge­bauer, Dritter Präsident Mag. Dr. Martin Graf.

*****

 


Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Guten Morgen, meine Damen und Herren! Ich eröffne die 148. Sitzung.

Die Amtlichen Protokolle der 146. und 147. Sitzung vom 8. März 2012 sind in der Par­lamentsdirektion aufgelegen und unbeanstandet geblieben.

Als verhindert gemeldet sind die Abgeordneten Mag. Cortolezis-Schlager, Einwallner, Dr. Ferdinand Maier, Mag. Brunner und Kaufmann-Bruckberger.

Vertretung von Mitgliedern der Bundesregierung

 


Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Für diese Sitzung hat das Bundeskanzleramt über die Vertretung von Mitgliedern der Bundesregierung, welche sich in einem ande­ren Mitgliedstaat der Europäischen Union aufhalten, folgende Mitteilung gemacht:

Der Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft Dipl.-Ing. Nikolaus Berlakovich wird heute abends durch die Bundesministerin für Inneres Mag. Johanna Mikl-Leitner vertreten.

09.07.25Einwendungen gegen die Tagesordnung gemäß § 50 GOG

 


Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Herr Abgeordneter Bucher hat im Sinne des § 50 der Geschäftsordnung schriftlich Einwendungen gegen die schriftlich mitgeteilte Tagesordnung der heutigen Sitzung erhoben. Die Einwendungen betreffen die Abset­zung der Tagesordnungspunkte 1 bis 3 von der Tagesordnung.

Ich trete diesen Einwendungen nicht bei, weshalb der Nationalrat zu entscheiden hat.

In der gemäß § 50 der Geschäftsordnung stattfindenden Debatte beschränke ich die Redezeit auf 5 Minuten pro Rednerin und Redner.

Weiters wurde vereinbart, die Debatte in der Form zu gestalten, dass jede Fraktion zwei Redner/Rednerinnen stellt.

Die Reihenfolge der Redner: erste Runde: BZÖ, SPÖ, ÖVP, FPÖ, Grüne; zweite Run­de: nach Fraktionsgröße.

Damit erteile ich Herrn Klubvorsitzendem Bucher das Wort. – Bitte.

 


9.08.26

Abgeordneter Josef Bucher (BZÖ): Frau Präsidentin! Einen schönen guten Morgen, meine sehr geehrten Damen und Herren! Die Tagesordnungspunkte 1 bis 3 betreffen das sogenannte Sparpaket der Bundesregierung, eine einmalige Husch-Pfusch-Aktion der rot-schwarzen Bundesregierung, die es in dieser Form, aber auch in dieser Ge­schwindigkeit noch nie gegeben hat. (Beifall beim BZÖ.)

Daher ist es notwendig, sinnvoll und auch seriös, diese Tagesordnungspunkte abzu­setzen, diese Maßnahmen – insgesamt 98 Vorschläge der Bundesregierung – zurück­zuverweisen, noch einmal an den Start zu versetzen und neu zu verhandeln, denn alle, die im Budgetausschuss waren, haben aus den Beratungen dieser Vorschläge der


Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll148. Sitzung / Seite 44

Bundesregierung mitgenommen, dass sich die Experten einig waren in dem Befund, dass diese Maßnahmen nicht ausreichen werden, um unser Budget zu sanieren (Abg. Krainer: Stimmt ja gar nicht! Sie waren ja selber offensichtlich gar nicht dort!), um auch langfristig die richtigen Maßnahmen zu setzen, um unser Land, um den Wirtschafts­standort Österreich zukunftsfit zu gestalten. (Abg. Krainer: Sie waren ja gar nicht da!)

Alle Experten haben darüber auch den Befund abgegeben, dass das Maßnahmen der Bundesregierung sind, die in Schwebe sind, die nicht einbringlich sind, die zwar in dieses Sparpaket monetär eingestellt werden, aber im Grunde keine wirklichen Erlöse bringen werden.

Es sind das also falsche Zahlen zu einem falschen Zeitpunkt, meine sehr geehrten Da­men und Herren, und daher ist dieses Paket abzulehnen und zurück an den Start zu verweisen. (Beifall beim BZÖ.)

Darüber hinaus handelt es sich bei diesem Sparpaket um eine Mogelpackung. Ja selbst der Herr Bundespräsident war darüber verwundert und hat in einer einmaligen kurzen „Mutaufwallung“ auch kritisiert und gesagt, dass diese Geschwindigkeit nicht der Norm entspricht und auch nicht üblich ist.

Wenn man weiß, dass nicht einmal eine Woche für die Begutachtung zur Verfügung stand und auch die Vorbereitungen ungenügend waren, und zwar nicht nur, was den zeitlichen Faktor, sondern auch, was die Befassung der Institutionen betrifft, muss man sagen, es handelt sich um eine Mogelpackung, die in dieser Form schändlich für Öster­reich ist. Sie ist nicht nur schädlich für Österreich, sondern schändlich für Österreich, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall beim BZÖ.)

Warum sage ich das? – Da war zunächst einmal eine ÖVP, die angetreten ist und ge­sagt hat: Um das Budget in Ordnung zu bringen, ist es notwendig, in Österreich Refor­men voranzubringen, ist es notwendig, die Systeme zu verändern! – Ja, das ist richtig! Herausgekommen ist jedoch, meine sehr geehrten Damen und Herren, dass mit die­sem rot-schwarzen Paket mit 1. April, nämlich sofort, die Teuerungen in Kraft gesetzt werden, dass die Steuern und Abgaben erhöht werden und dass die Reformen auf die lange Bank geschoben werden. Und das ist das Schändliche an diesem Paket, das wir kritisieren. (Beifall beim BZÖ.)

Insgesamt 9 Milliarden € an Steuererhöhungen sind geplant, die jetzt sofort in Kraft gesetzt werden, schon ab nächster Woche. Auch der Bundesrat und der Herr Bundes­präsident sind jetzt sozusagen davon betroffen. Das ist in dieser Geschwindigkeit ein­malig. Es ist letztklassig und vor allem unseriös.

Meine sehr geehrten Damen und Herren von der Bundesregierung, da müssen Sie sich schon auch diese Kritik gefallen lassen und sich selbst einmal fragen, ob Sie sich mit dieser Vorgehensweise überhaupt einverstanden erklären können, denn in der Form hat es das noch nie gegeben. Da muss ja, was die Budgetsanierung und die Ein­schätzung der Ratingagenturen betrifft, eine Dringlichkeit gegeben sein, von der wir al­le heute noch nichts wissen.

Außerdem enthält das Paket Punkte, Frau Finanzministerin, wo ich mich frage, ob Sie das mit einem geordneten und ruhigen Gewissen überhaupt noch vertreten können (Abg. Scheibner: Sie hat es ja nicht gelesen!), wie die Finanztransaktionssteuer, 1,5 Milliarden €, wozu Ihnen Ihr Kollege aus der Bundesrepublik Deutschland schon mitgeteilt hat, dass sie nicht möglich sein wird, dass sie auf europäischer Ebene nicht einführbar ist. (Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler.) Sie haben 1,5 Milliarden € hi­neingestellt. (Zwischenruf des Abg. Großruck.)

Ebenso ist es hinsichtlich der Zahlungen betreffend die Schwarzgeldkonten in der Schweiz, die Sie besteuern wollen, auch 1 Milliarde €.


Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll148. Sitzung / Seite 45

Allein diese beiden Punkte ziehe ich hier als Argument heran, um Sie zu fragen, ob Sie das mit einem ruhigen Gewissen vereinbaren können und ob Sie das seriös vertreten können. Sie wissen ganz genau, dass diese beiden Zahlen nicht stimmen, dass das uneinbringlich ist und dass Sie da eine Schummelei an den Tag legen. (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.)

Daher, meine sehr geehrten Damen und Herren, zurück an den Start mit diesem Schummelpaket, mit dieser Mogelpackung – neu verhandeln für Österreich, und zwar Reformen. Systemveränderungen brauchen wir und keine Bundesregierung, die uns ständig auf der Nase herumtanzt! (Beifall beim BZÖ.)

9.13


Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Herr Abgeordneter Dr. Matznetter gelangt nun zu Wort. – Bitte.

 


9.13.52

Abgeordneter Dr. Christoph Matznetter (SPÖ): Frau Präsidentin! Frau Bundesmi­nisterin! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Herr Klubobmann Bucher, wenn etwas schändlich ist, dann ist das die Art und Weise, wie Sie in einer seit mittlerweile 18 Mo­naten extrem kritischen Situation in ganz Europa, in dieser schwierigen Situation der Republik versuchen, parteipolitisches Kleingeld hier zu wechseln. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Scheibner: Hör auf!) Diese Regierung handelt verantwortungsvoll in die­ser Situation.

Wie sehr das nur Show ist, sieht man daran, dass Sie nicht im Budgetausschuss wa­ren. Es wäre vielleicht gescheit gewesen, wenn Sie selbst in den Budgetausschuss ge­kommen wären, Herr Klubobmann, um dort zu diskutieren, um nicht im Nachhinein hier Dinge zu bringen, die so nicht gesagt worden sind.

Zur Sache selbst: Wir haben seit 2010 erlebt, wie Mitgliedsländer der Europäischen Union, an erster Stelle Griechenland, in zunehmende Schwierigkeiten gekommen sind, überhaupt ihre täglichen Zahlungen vorzunehmen. Warum? – Weil die Refinanzierung auf den Finanzmärkten, die bis nach der Krise 2008 klaglos funktioniert hat, ins Sto­cken geraten ist.

Nur: Dann passiert etwas, was wir unserem Land nicht zumuten wollen: Dann reiten Experten ein und bestimmen, welche Politik in dem Land gemacht wird. (Abg. Mag. Stefan: Da müssen wir ja schon dagegen sein! Wer lässt das zu?) In Griechen­land ist heute die Troika, die dem Parlament vorschreibt, was es zu beschließen hat. (Zwischenrufe bei der FPÖ.)

Das werden wir in Österreich nicht zulassen, und daher handeln wir heute und jetzt (Abg. Mag. Stefan: Wer hat sich auf das eingelassen? Das ist ja unglaublich!) – und nicht so wie Sie, indem man hinauszögert und bremst. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)

Wir sichern mit diesen Maßnahmen, dass dieses Land erstens handlungsfähig ist, zweitens souverän bleibt und drittens in einer Situation ist, in der wir weiterhin unter den besten EU-Mitgliedsländern sein werden: mit der niedrigsten Arbeitslosigkeit, ei­nem guten Wachstum, im Spitzenfeld, was die öffentlichen Finanzen betrifft.

Genau dafür steht diese Regierung, die das korrekt und in einer Art und Weise vor­nimmt, die unter den besten in Europa ist. (Abg. Bucher: Was ist korrekt?) Schauen Sie sich doch die anderen Sparpakete an! Da gibt es Massensteuern, da gibt es Kür­zungen im Sozialstaat (Abg. Strache: Die haben wir ja schon gehabt, die Kürzungen!), da gibt es Maßnahmen, die die Konjunktur bremsen. All das haben wir bei diesem Sparpaket nicht, sondern wir sanieren das Budget, bis 2016 einen ausgeglichenen Haushalt, und haben keine Einschnitte, aufgrund derer wir protestierende Menschen auf der Straße haben. (Abg. Bucher: Das wissen Sie jetzt schon?)


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Wir haben keine Massensteuerbelastung. Wir machen einen Lückenschluss im Bereich der Immobilienbesteuerung. Wir schärfen bei der Gruppenbesteuerung nach. Wir schauen, dass weniger Kündigungsbereitschaft da ist, indem wir jene Gebühr einhe­ben. Wir schauen, dass wir mit Nachjustierungen im Bereich des sozialen Systems An­regungen dafür geben, dass das Pensionsantrittsalter ansteigt.

Wir wollen dafür sorgen, dass I-Pensionisten unter 50 Jahren nicht einfach als „nie mehr dem Arbeitsleben zugehörig“ gesehen werden können, sondern Rudolf Hundstor­fer stellt mit seinen Maßnahmen sicher, dass wir alles tun werden, diese Menschen in Beschäftigung zurückzuführen. Das heißt, wir sparen I-Pension, wenn der Betreffende wieder in Beschäftigung ist. Das heißt, dass diese Person dann Steuern und Sozialver­sicherung zahlt und dauerhafte Beiträge dafür leistet, Menschen zu integrieren und da­für zu sorgen, dass die Haushalte in Ordnung sind.

Das ist das Beste, das wir in der derzeitigen Situation machen können. Und der Vor­wurf, dass wir es schnell machen, ist ja überhaupt absurd, denn nur dann, wenn jetzt rasch gehandelt werden kann, ist das Signal stark genug, dass wir gemeinsam mit der Beschlussfassung über Fiskalpaket und ESM klarstellen: Wir erfüllen die europäischen Verpflichtungen, und zwar in einer Art und Weise, durch die wir den Sozialstaat bei uns ausbauen und nicht einschränken, in einer Art und Weise, durch die wir die Konjunktur stärken und nicht schwächen. Und genau diese Art von Politik beweist, dass man auch eine vernünftige Haushaltspolitik machen kann, ohne die Breite der Bevölkerung zu be­lasten.

Genau das beweisen wir mit diesem Paket. Und wenn Sie als BZÖ dem nicht zu­stimmen, beweisen Sie nur eines: Sie sind nicht geeignet, Verantwortung für dieses Land zu tragen! (Zwischenruf des Abg. Bucher.) Denn nicht zuzustimmen und damit das Land zu gefährden, ist ein Beitrag, der Sie von genau dieser Verantwortung aus­schließt.

In diesem Sinne, meine Damen und Herren, erkennt man auch, was diese Aktion einer Einwendungsdebatte bewirken soll. Wir haben einen Fahrplan – es stimmt, dass sich der Herr Bundespräsident mehr Zeit ausbedungen hat –, der mit der Präsidentschafts­kanzlei abgestimmt ist. (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.) Und wir haben die Termine für den Bundesrat festgelegt.

Es ist ein gutes Paket. Es ist richtig, dass wir heute handeln, und es ist ein Beweis dafür, dass wir eine Regierung haben, die auch in Krisenzeiten für das Land etwas tut. – Danke. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)

9.19


Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Jakob Auer. – Bitte.

 


9.19.18

Abgeordneter Jakob Auer (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsident! Frau Bundesminister! Herr Staatssekretär! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Wie immer man es macht: Aus der Sicht des Kollegen Bucher ist es falsch, ist es manchmal zu spät, heute geht es zu schnell.

Zur Aufgeregtheit des Kollegen Bucher: wilde Gesten, laute Argumente und damit der Versuch, eine konstruierte Realität glaubhaft zu machen, zu verkaufen. Und dieser Versuch, Herr Kollege Bucher, ist wieder einmal gescheitert! (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)

Meine Damen und Herren, warum dieses größte Reformpaket der Zweiten Republik? – Es ist zu machen, um die Staatsschulden einzubremsen, das Defizit abzubauen, um die Staatsschulden bis 2016 auf 70 Prozent in Relation zum BIP zu reduzieren.


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Meine Damen und Herren! Es ist dies kein Notfallpaket wie in Griechenland, sondern ein zeitgerechtes Reformpaket, um zukunftsfit zu sein. (Beifall bei der ÖVP.)

Das Triple A zurückzugewinnen ist wichtig, denn der Verlust des Triple A war und ist eine deutliche Warnung. Spätestens da verstand jeder, dass tiefgreifende Maßnahmen zu setzen sind, denn eine gute Bonität Österreichs bedeutet weniger Geld für Kredite, mehr Geld für Investitionen, für Bildung, für Klimaschutz, los vom Gängelband der Finanzmärkte zu kommen sowie Freiheit und Gestaltungsspielraum für die nationale Politik.

Wichtig ist es auch, die Zukunft abzusichern, um die Pensionen nachhaltig finanzierbar zu halten. Wir haben lange Zeit darum gerungen, das faktische Pensionsantrittsalter ein wenig anzuheben, und es gelingt dieses Mal um vier Jahre bis 2020. Ein Jahr län­ger zu arbeiten beziehungsweise ein Jahr später in Pension zu gehen bedeutet eine Einsparung im Budget von rund 1,4 Milliarden; das ist eine nachhaltige Strukturreform, eine nachhaltige Sanierung und letztlich auch das Gewinnen von Spielraum für dieses nationale Budget. (Beifall bei der ÖVP.)

Wenn Kollege Bucher meinte, das sei eine Husch-Pfusch-Aktion, dann stelle ich dem entgegen, es war eine unglaubliche Arbeitsleistung dieser Regierung, eine unglaubli­che Verhandlungs- und Arbeitsleistung seitens der Koalition, von den Mitarbeitern der Ministerien bis hin zu den Abgeordneten in diesem Haus. (Ruf beim BZÖ: Das glaubt ja keiner!)

Ich darf die Entstehung des Pakets in Erinnerung rufen: Start der intensiven Verhand­lungen vor Weihnachten  während einige immer wieder nur darüber reden, dass in den Ferien gearbeitet werden sollte, haben die Verhandlungsteams der Regierung ge­arbeitet, meine Damen und Herren. Sie haben zu Weihnachten durchgearbeitet. Und das Ziel der Regierung war ehrgeizig, da notwendig, damit das Inkrafttreten mit 1. April möglich wird. (Neuerliche Zwischenrufe beim BZÖ.)

Am 10. Februar dieses Jahres konnte die politische Einigung der Koalition präsentiert werden, am 17. Februar wurden die ersten Gesetze dieses Pakets in Begutachtung ge­schickt, und der Beschluss erfolgte im Ministerrat am 6. März. Der gesamte Fahrplan  und das ist ja interessant  für die Behandlung des Pakets im Parlament erfolgte ein­vernehmlich. Der Fahrplan wurde im Parlament fixiert, zwischen den Parteien, so auch die Sondersitzung am 8. März, das Budget-Hearing, der Budgetausschuss am 14. und 15. März.

Da gab es keine Debatte darüber, zu verlängern, keinen Wunsch, sondern es war ein ganz normaler Ablauf  ja, ich als Budgetausschussobmann habe mich sogar gewun­dert, dass die Fragen der Opposition relativ moderat und zeitlich eingegrenzt waren, es war alles im besten Einvernehmen. Heute, einige Wochen später, kommt Kollege Bucher plötzlich drauf, dass es zu schnell ginge! Da könnte man ihn fragen, warum er plötzlich knapp vor dem Ziel umdrehen möchte. Warum? – Zeigen Sie Verantwortung, Herr Kollege Bucher! (Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von ÖVP und BZÖ.)

Was für viele nicht möglich war, aus seiner Sicht schon überhaupt nicht: Dieses Paket wird halten, meine Damen und Herren, denn die Prognosen der Wirtschaftsforscher, der Berufspessimisten, zeigen wieder einmal nicht die Wahrheit. (Abg. Bucher: Die Einschätzung Griechenlands, Einschätzung Rettungsschirm ...!)

Es ist sichtbar, dass die Wirtschaft durchaus positiv läuft, freuen wir uns darüber. Wir haben hervorragende Unternehmen, wir haben hervorragende Mitarbeiter in diesen Unternehmen, die Auftragslage ist wesentlich besser, als von manchen prognostiziert.

Ich zeige Ihnen hier nur einen kleinen Auszug der medialen Berichterstattung. (Der Redner hält einen Zeitungsartikel in die Höhe. Zwischenruf des Abg. Bucher, der


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ebenfalls einen Zeitungsartikel in die Höhe hält.) Der Konjunkturmotor springt an, wir freuen uns darüber, Lenzing investiert in Oberösterreich heuer 350 Millionen in die Mo­dernisierung der Betriebsstätte, die VAMED, die frühere Voest-Tochter, berichtet über tolle Auftragsbücher, Andritz ebenso. (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glocken­zeichen. – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von ÖVP und BZÖ.)

Herr Kollege Bucher, die Wirtschaft läuft, die Politik hat die richtigen Rahmenbedin­gungen gesetzt. Stimmen Sie diesem Paket zu, es ist die richtige Maßnahme für die Zukunft! (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Bucher.)

9.24


Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Herr Abgeordneter Dr. Strutz gelangt nun zu Wort. – Bitte.

 


9.24.49

Abgeordneter Dr. Martin Strutz (FPÖ): Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Da­men und Herren! Ich muss dem Kollegen Auer folgende Frage stellen: In welchem Land leben Sie eigentlich, wenn Sie hier herauskommen und behaupten, die Konjunk­tur springe an und alles sei eitel Wonne? (Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP. Zwi­schenbemerkung von Bundesministerin Dr. Fekter.)

Wir unterstützen die Einwendungen, denn man muss ganz klar sagen, dass sich ja in den letzten Tagen eine dramatische Wendung ergeben hat, und es stellt sich heraus, dass dieses Belastungspaket, das von der Bundesregierung vorgelegt wird, vorne und hinten nicht stimmt.

Es wird von falschen Zahlen ausgegangen, es wird auf falsche Erwartungen eingegan­gen, und die Abfuhr, Frau Bundesminister, die Sie sich in der Schweiz, die Sie sich in Deutschland geholt haben, war eine schallende Ohrfeige, war eine Blamage, die sich Österreich in dieser Form nicht verdient hat. (Beifall bei der FPÖ. – Bundesministerin Dr. Fekter: Keine Ahnung!)

Es hat schon einen Grund, warum der Herr Bundespräsident vor der Eile gewarnt hat, davor gewarnt hat, dass dieses größte Belastungspaket, das die Österreicherinnen und Österreicher treffen wird, hier im Parlament durchgepeitscht wird. (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) Natürlich hat die Bundesregierung Interesse daran, dass das schnell geht, dass nicht diskutiert wird, dass man die Maßnahmen nicht in der Tiefe prüfen kann, denn dann würde sich schnell herausstellen, dass erstens die Zahlen, die uns vorgelegt wurden, nicht stimmen, dass die Belastungen viel schlimmer sind, als er­wartet, dass das nächste Sparpaket bereits nach wenigen Monaten droht und dass die dramatischen Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt doch größer sind, als erwartet.

Es ist nicht so, dass die Konjunktur angekurbelt wird, sondern Ihre eigenen Institu­tionen  die Arbeiterkammer, der Österreichische Gewerkschaftsbund  sagen in ihren Stellungnahmen zu diesem Sparpaket: 10 000 Arbeitsplätze wird dieses Belastungspa­ket kosten. (Der Redner hält ein Schriftstück in die Höhe.) Das ist die Wahrheit.

Nicht einmal einen Monat, meine sehr geehrten Damen und Herren, hat das sogenann­te beste Sparpaket, wie es der Herr Bundeskanzler tituliert hat, gehalten. Nachdem Sie von Deutschland und von der Schweiz für Ihre Pläne der Konsolidierung dieses Haushaltes eine klare Abfuhr bekommen haben, muss man sagen, dass zum heutigen Tag  und deshalb unterstützen wir die Einwendungen ein Loch von 2,5 Milliarden € klafft.

Erstens: Sie haben gesagt, Sie rechnen mit einem Steuerabkommen mit der Schweiz. Die Antwort des Schweizer Finanzministers, Frau Bundesminister (Bundesministerin Dr. Fekter: Finanzministerin!), war: Das ist uns nicht einmal halb so wichtig wie das Steuerabkommen mit Deutschland!, und die Verhandlungen dazu mit Deutschland ha­ben noch nicht einmal begonnen.


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Dazugesagt werden muss, dass dieses Steuerabkommen in Wirklichkeit ein Privileg für die Superreichen ist (Beifall bei der FPÖ), denn wer hat denn sein Geld in der Schweiz geparkt? Wer bekommt jetzt einen Nachlass? Wer kann sich von der Strafe des Fi­nanzministeriums freikaufen?  Nicht Herr und Frau Österreicher, die ihr Geld im Bau­sparbereich investiert haben, nein, es sind die Superreichen, die ihr Geld in der Schweiz haben, die von Ihnen hier gedeckt werden. (Rufe bei der SPÖ: Grasser!)

Genau! Genau der Grasser wird jetzt geschützt von der Frau Bundesminister, als ehe­maliger Parteikollege. (Beifall bei der FPÖ. – Heiterkeit bei der SPÖ. Danke für den Zwischenruf!

Was ist aus Ihrer Finanztransaktionssteuer, meine Damen und Herren von der SPÖ, geworden? – Der deutsche Finanzminister Schäuble hat es ganz klar formuliert: Dieses Vorhaben ist nicht durchsetzbar. Das heißt, Sie budgetieren in diesem Belastungspa­ket Einnahmen, die nicht durchsetzbar sind, die nicht realistisch sind. Das heißt, ob­wohl wir jetzt eigentlich Ostern haben, ist dieses Paket, das Sie dem Hohen Haus heu­te vorlegen, in Wirklichkeit ein Brief an das Christkind mit Wünschen, die nie in Erfül­lung gehen werden. (Beifall bei der FPÖ.)

Das heißt, 2,5 Milliarden € müssen zusätzlich aufgetrieben werden. Frau Finanzminis­ter, Herr Bundeskanzler, haben Sie den Mut, hier zu sagen: Wir müssen schon in weni­gen Monaten, wir müssen spätestens nach der nächsten Wahl den Österreicherinnen und Österreichern ein neues Belastungspaket vorlegen, wir müssen weiter an der Steu­erschraube drehen!, wie Sie es bisher gemacht haben.

Wir von den Freiheitlichen spielen da nicht mit. Wir wollen und fordern jene Reformen ein, die notwendig sind, ohne die Österreicherinnen und Österreicher zu belasten. Set­zen Sie endlich jene Vorschläge um, die Ihnen der Rechnungshof in einer umfassen­den Broschüre präsentiert hat, dann werden die Österreicherinnen und Österreicher nicht mit solch groben Maßnahmen zur Kasse gebeten! (Beifall bei der FPÖ.)

9.29


Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Nun gelangt Herr Abgeordneter Dr. Walser zu Wort. – Bitte.

 


9.30.19

Abgeordneter Dr. Harald Walser (Grüne): Frau Präsidentin! Geschätzte Mitglieder auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Kollege Strutz, es ist schon sehr mutig, wenn Sie sich hier aufspielen von wegen der Schutz der Superreichen sei gewährleistet durch die jetzige Regierung. Es waren Sie, die gemeinsam mit der ÖVP in der schwarz-blauen Regierung diesem Schutz Vorschub geleistet haben, es waren Sie, die den Fi­nanzminister Grasser zu verantworten und in sein Amt gebracht haben, und es sind Sie, die hauptverantwortlich für die Situation sind, die wir jetzt in Österreich haben. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Kickl.)

Überall dort, wo Korruption drin ist, steht nämlich auch FPÖ drauf – das ist die Lehre der letzten Monate, die wir zu ziehen haben. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Dr. Ro­senkranz: Sind Sie Geschichtsprofessor? – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)

Wenn wir gehört haben, dass der Fahrplan hier, Kollege Auer, einvernehmlich durch­gegangen ist, dann hat das ein bisschen was für sich. Ich darf Sie aber schon daran er­innern – und in meinem Heimatbundesland Vorarlberg wird immer wieder der Hausver­stand zitiert, auch von Politikern Ihrer Fraktion –: Wenn wir den Hausverstand ein biss­chen bemühen und hier ein Gesetz, einen Fahrplan, einen Budgetpfad beschließen, von dem wir jetzt schon wissen, dass er nicht halten wird, dann ist da offensichtlich ir­gendwo ein dicker Wurm drin. Und wenn Sie uns heute erzählen wollen, dass das zu-


Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll148. Sitzung / Seite 50

kunftsgerichtet sei, dann wird das wahrscheinlich niemand verstehen können, der Ih­nen da zuhört, denn das, was wir heute beschließen, ist nicht zukunftsgerichtet, son­dern es ist rückwärtsgewandt, es ist sozial ungerecht, es ist unausgewogen, es stimmt hinten und vorne nicht mit dem überein, was Sie den Menschen versprochen haben. (Beifall bei den Grünen.)

2,5 Milliarden € – das haben wir schon gehört, Experten gehen davon aus, es sind noch mehr – fehlen bereits jetzt, und das bei einem Gesetz, das heute beschlossen wird! Absurder kann es ja wohl nicht sein. Und wenn wir heute die „Presse“ lesen, sehen wir, dass Rainer Nowak das Ganze „ein Potemkinsches Sparpaket“ nennt, und er hat völlig recht damit. Nowak fragt sich: Frechheit oder Unfähigkeit? – Sie können es sich aussuchen, was Ihnen da lieber ist. Ist es eine Frechheit gegenüber der Bevöl­kerung, was Sie uns hier bieten, oder ist es Unfähigkeit? Ich fürchte, es ist eine Mi­schung davon. (Zwischenruf des Abg. Jury.)

Gleichzeitig mit dem, was Sie uns hier liefern, haben Sie beispielsweise beschlossen, Dienstautos um 8 Millionen € anzukaufen. Auf der einen Seite wollen Sie beim Parla­ment kürzen, 4 bis 5 Millionen heranschaffen (Zwischenbemerkung von Bundesminis­terin Dr. Fekter), und daneben wollten Sie – Peter Pilz hat es verhindert, Peter Pilz hat Ihnen ein bisschen auf die Finger geklopft – Luxuskarossen anschaffen, mit Massage­möglichkeiten in den Sitzen, 6 Zylindern, die 200 km/h auf der Autobahn fahren, die man in Österreich gar nicht fahren kann. Meine Damen und Herren, soziale Ausgewo­genheit schaut anders aus. (Beifall bei den Grünen. Zwischenruf des Abg. Dr. Ro­senkranz.)

Und wenn Sie dieses Budget als Prinzip Hoffnung verstehen – nach dem Motto: es wird schon irgendwie gehen –, kann ich Ihnen nur sagen: Es wird nicht gehen. Es wird vor allem für jene, die es am dringendsten notwendig haben, nicht gehen. Für die Bezieher von kleinsten Pensionen, für die Bezieher von kleinen Einkommen wird es eben nicht gehen. Und Sie leisten natürlich damit dem Vorschub, was die FPÖ meis­terlich beherrscht: Sie leisten einer undifferenzierten Hetze gegen die EU und gegen diese europäische Gemeinschaft Vorschub (Abg. Kickl: Verfolgungswahn! – Heiterkeit und Zwischenrufe bei der FPÖ, darunter die wir gerade jetzt so dringend als Konsoli­dierungsgemeinschaft benötigen würden.

Ich darf Sie auch daran erinnern, was Ihre Frau Ministerin Mikl-Leitner gemeint hat, po­pulistischen Anwandlungen folgend: „Her mit den Millionen! Her mit dem Zaster! Her mit der Marie!“ – Genau jene verschonen Sie aber. Genau die Millionäre sind nicht be­troffen, genau die werden außen vor gelassen in diesem Sparpaket. Also bitte ein biss­chen mehr Ehrlichkeit gegenüber der Bevölkerung!

Wir haben Ihnen Vorschläge gemacht, wie das Geld hereinzubringen wäre, beispiels­weise durch eine solide Verwaltungsreform. Wir haben Ihren MinisterInnen im Verfas­sungsausschuss zugestimmt, als sie uns ein Paket vorgelegt haben, übrigens gemein­sam mit den Freiheitlichen und dem BZÖ, alle fünf Parteien waren dafür. Hunderte Mil­lionen könnten wir einsparen! Sie trauen sich nicht, gegen den Herrn Pröll, gegen Ihre Landesfürsten eine entsprechende Maßnahme zu setzen. Dort, wo die Landesfürsten das Sagen haben, dort ist Pause.

Also: Die Bevölkerung ist bereit, wir sind bereit, gegen vernünftiges Sparen hat nie­mand etwas, aber es muss sinnvoll sein, es muss sozial ausgewogen sein, dann hät­ten Sie uns an Ihrer Seite. (Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf bei der ÖVP.)

9.35


Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Frau Abgeordnete Lueger gelangt nun zu Wort. – Bitte.

 



Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll148. Sitzung / Seite 51

9.35.42

Abgeordnete Angela Lueger (SPÖ): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Ministerin! Sehr geehrter Herr Minister! Werte Kolleginnen und Kollegen des Hohen Hauses! Die Bundesregierung hat das Stabilitätspaket 2012 bis 2016 vorgelegt – nicht, weil die Ar­beitnehmer über ihre Verhältnisse gelebt haben, nicht aufgrund der Ausweitung des Sozialstaates, denn der ist gleichmäßig zum Wirtschaftswachstum anteilsmäßig gestie­gen, und nicht, weil wir unverhältnismäßig große Verwaltungskosten haben, sondern es ist die direkte Folge der von den Banken und von den Finanzmärkten ausgelösten Wirtschaftskrise.

Was hat die Bundesregierung 2008 gemacht? – Die Bundesregierung hat Offensiv­maßnahmen gesetzt, um die Konjunktur anzukurbeln, zu stützen, um Arbeitsplätze zu sichern. Was war die Folge daraus? – Ja, natürlich sind die Staatsschulden gestiegen, und sobald wir eine Neuverschuldung haben und sobald unsere Schuldenquote enorm steigt, sind wir wieder abhängig von diesen Finanzmärkten, und dagegen müssen wir agieren. Und um unsere Unabhängigkeit von den Finanzmärkten zu ermöglichen, dazu gibt es jetzt dieses Stabilitätsprogramm. Wir setzen auf gerechte Einnahmen, auf sozial verträgliche Strukturmaßnahmen, auf das Schließen von Gerechtigkeitslücken, wo sehr wohl die Reichen auch mit dabei sind, und darauf, einen Anteil vor allen Dingen derer einzufordern, die Besserverdiener sind und dazu auch beitragen können.

Was hat anno dazumal Schwarz-Blau dazu beigetragen? (Abg. Scheibner: Das wer­den Sie in 29 Jahren noch bringen! Gegenruf des Abg. Mag. Gaßner.) Die Staatsein­nahmen sind gesunken, weil zwar die ArbeitnehmerInnen immer mehr Abgaben zu zahlen haben, aber im Gegensatz dazu die Unternehmer und Unternehmerinnen mit Steuergeschenken – anno dazumal noch von Karl-Heinz Grasser mit Senkung der Kör­perschaftsteuer oder mit Einführung der Gruppenbesteuerung (Zwischenruf bei der ÖVP) – belohnt werden. Daraus alleine – das lassen Sie sich auf der Zunge zerge­hen – fehlen uns 4,66 Milliarden € an Einnahmen, die wir zusätzlich hereinbringen müssen, und die können nicht über soziale Einsparungen eingehoben werden.

Eines war für uns als SPÖ überhaupt nicht möglich, das war für uns – um es mit dem schönen neuhochdeutschen Wort zu beschreiben – ein No-Go: Wir wollten keine rein ausgabenseitige Konsolidierung, denn die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer haben nichts verschuldet. Wir wollten keine Einmaleffekte durch Privatisierungen, denn da hätten wir einmal Geld gehabt, aber Staatsbetriebe wären weg. Wir haben keine Anhe­bung von Massensteuern, wir haben keine Anhebung der Mehrwertsteuern, wie das in anderen Ländern Europas möglich ist. Und es gibt vor allen Dingen, mit dem gehen Sie auch immer spazieren, keine Nulllohnrunde für Pensionistinnen und Pensionisten.

Wir wollen gerechte Einnahmen, Schließung der Steuerlücken. Dazu sind sehr, sehr gute Punkte in unserem Stabilitätspakt enthalten. Wir brauchen sinnvolle Sparmaßnah­men, aber wir brauchen auch gute Offensivmittel für den Arbeitsmarkt, vor allen Dingen für ältere ArbeitnehmerInnen, wir brauchen Offensivmittel für die Bildung – wo wir kei­nen Cent einsparen, nein, da kommt die Bildungsmilliarde noch dazu –, wir brauchen Offensivmaßnahmen für die Pflege und vor allen Dingen für die Forschung.

Es kann nur unser Ziel sein, dass wir weiter an Europas Spitze bleiben, bei Beschäf­tigung und Wachstum, dass wir unabhängig bleiben von den Finanzmärkten und dass die Haushaltskonsolidierung sozial, gerecht und ausgewogen sein muss. Es darf mit diesem Paket kein sozialer Kahlschlag erfolgen, nicht auf dem Rücken der Ärmsten der Armen gespart werden und kein arbeitsplatzgefährdendes Kaputtsparen erfolgen.

Ja, es ist richtig, die Finanztransaktionssteuer ist derzeit ein riesiges Diskussionspro­jekt in Europa. Ja, es ist auch richtig, dass der deutsche Finanzminister Schäuble seine Bedenken geäußert hat. Aber nichtsdestotrotz, was ist die Finanztransaktionssteuer? – Die Finanztransaktionssteuer ist eine börsliche, außerbörsliche Steuer auf Finanztrans-


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aktionen bei Aktien und Derivaten. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Aber sie kommt ja nicht!)

Dabei ist eine wichtige Maßnahme, ganz einfach sicherzustellen, dass die Verursacher dieser Finanz- und Wirtschaftskrise ihren Beitrag dazu leisten, und ihn zu sichern, denn hochriskante Finanztransaktionen werden damit unattraktiv. (Abg. Dr. Strutz: Das stimmt ja nicht!) Es ist nicht so, dass es innerhalb der EU nicht auch schon die Mög­lichkeit gibt, denn selbst die EU-Kommission – vielleicht hören Sie mir jetzt genau zu – hat die Finanztransaktionssteuer in ihrem Budgetvoranschlag 2014–2020 festgeschrie­ben. (Abg. Scheibner: Das ist ja ein Widerspruch, oder?)

Der Stabilitätspakt ist dazu da, um für die Zukunft zu erreichen, dass wir Ja zum Schul­denabbau sagen, ohne die Beschäftigten zu gefährden, ohne das Wirtschaftswachs­tum zu gefährden. Wir müssen diese sichern und das Wirtschaftswachstum unterstüt­zen. Wir brauchen dieses Paket jetzt und nun – und daher werden wir auch dafür stim­men. (Beifall bei der SPÖ.)

9.40


Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Herr Abgeordneter Amon gelangt nun zu Wort. – Bitte.

 


9.40.58

Abgeordneter Werner Amon, MBA (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Frau Bun­desministerin! Meine Damen und Herren! Ich bin schon ein wenig überrascht von den Einwendungen, die da heute kommen. (Abg. Öllinger: Ich auch!) – Sie werden aber nicht überrascht sein, Herr Kollege Öllinger, dass wir den Einwendungen nicht beitre­ten. Irgendwie ist es schon eigenartig, dass die Opposition das eine Mal sagt, es gehe nichts weiter, es sei alles zu langsam – das übliche Lamento. Jetzt geht wieder alles zu schnell, das Tempo ist zu hoch, man konnte sich nicht in der Tiefe überzeugen, ob das wohl alles sinnvolle Maßnahme sind. (Abg. Scheibner: Das stimmt beides!) Also ir­gendwie muss sich die vereinigte Opposition einmal überlegen, was sie will. Diese Re­gierung handelt, diese Regierung versucht, die Staatsfinanzen wieder auf gesunde Bei­ne zu stellen – und darum geht es, meine Damen und Herren! (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)

Es geht darum, dass wir wieder ein Stück Zukunft eröffnen. Frau Kollegin Lueger hat soeben gemeint, unter der schwarz-blauen Regierung gab es weniger Staatseinnah­men, und das ist durchaus richtig. Es gab weniger Staatseinnahmen, weil man in die­ser Zeit natürlich bemüht war, die Steuer- und Abgabenquote zu senken. (Beifall bei der ÖVP.)

Ich hoffe, es bleibt ein gemeinsames erklärtes Ziel aller Parteien, dass man die Steuer- und Abgabenquote möglichst gering halten soll, dass man die Belastungen für die ös­terreichische Bevölkerung möglichst gering halten soll. Das muss wohl das erklärte Ziel einer sinnvollen Steuerpolitik sein, meine Damen und Herren! (Neuerlicher Beifall bei der ÖVP.)

Herr Kollege Strutz, ich muss sagen, ich kann diese fast diebische Freude darüber, dass die Verhandlungen mit der Schweiz, um an Geld heranzukommen, das dort liegt, aber so nicht greifbar ist, nicht funktionieren, nicht nachvollziehen. Ich verstehe das nicht. Es muss doch auch so etwas wie einen positiven Patriotismus bei Ihnen geben. Wenn dort Schwarzgeld liegt und die Frau Bundesministerin für Finanzen alles ver­sucht, um auch dort an das notwendige Steuergeld zu kommen, dann ist das doch nachhaltig zu unterstützen und nicht zu kritisieren. (Beifall bei der ÖVP.)

Niemand schont die Super-Reichen, sondern es geht um das genaue Gegenteil. Es geht darum, dass man auch jene erwischt, die möglicherweise Schwarzgeld ins Aus­land transferiert haben, darum, dass man auch an dieses Geld herankommt, dass auch


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jene ihren entsprechenden Anteil an der Steuerleistung bezahlen. Darum geht es, Herr Kollege Strutz!

Das Sparpaket ist insgesamt sozial ausgewogen. Wenn Sie sich in der Bevölkerung umhören, werden Sie feststellen, dass der überwiegende Teil der Bevölkerung dieses Sparpaket mitträgt. (Abg. Ing. Westenthaler: 85 Prozent dagegen!) Ich bin überrascht, dass sich das hier im Haus nicht abbildet, dass die Opposition eigentlich unisono sagt: Das hat keinen Sinn, das ist nicht g’scheit, so machen wir das nicht! Die Bevölkerung ist da viel weiter, die Bevölkerung anerkennt, dass man sich sehr bemüht hat, ein so­zial ausgewogenes Sparpaket zu schnüren, dass man darauf geachtet hat, dass jeder nach seinen Möglichkeiten zu diesem Sparpaket beitragen soll. Das wird in der Be­völkerung durchaus akzeptiert. (Abg. Dr. Strutz: Mit wem redet ihr?) Die Bevölkerung sieht die Notwendigkeit dieses Sparpakets, um unseren Kindern und Kindeskindern wieder ein Stück Zukunft zu eröffnen, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.)

Auch zum Fahrplan, der jetzt kritisiert wird – es gehe alles viel zu schnell –, ist zu sa­gen: Der Fahrplan ist einstimmig beschlossen worden, einstimmig, abgestimmt mit der Präsidentschaftskanzlei. Gar nichts geht zu schnell! Ich sage Ihnen, was der eigentliche Punkt ist. Es wurde „genug gezahlt“, Herr Kollege Bucher, haben Sie ja wie­der angesteckt. – Ja, es wurde genug ausgegeben, es wurde zu viel ausgegeben, Herr Bucher! Es wurde genug gezaudert, es wurde genug verzögert, jetzt, meine Damen und Herren, geht es darum, dass wir handeln. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)

Wir haben ein Spar- und Reformpaket auf den Weg gebracht, das zum überwiegenden Teil ausgabenseitig zu einer Sanierung des Staatshaushaltes beiträgt. Gut 77 Prozent der gesamten Maßnahmen werden ausgabenseitig gesetzt, und nur 23 Prozent in etwa werden einnahmenseitig gesetzt. Uns wäre lieber gewesen, man hätte das überhaupt ausgabenseitig erledigen können, aber das war nicht möglich. Ich glaube, das Spar­paket ist sozial ausgewogen. Es ist ein Sparpaket, das sicherstellt, dass die Konjunktur nicht abgewürgt wird, und das findet auch international Anerkennung. Ich kann nur sa­gen, dass die Bundesregierung mit dieser Handlung auf dem richtigen Weg ist und unseren Kindern und Kindeskindern damit ein Stück Zukunft eröffnet. (Beifall bei der ÖVP.)

9.45


Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Vilims­ky. – Bitte.

 


9.45.44

Abgeordneter Harald Vilimsky (FPÖ): Frau Präsidentin! Solch eine Märchenge­schichte, wie Herr Amon sie uns jetzt erzählt hat, hat dieses Hohe Haus schon lange nicht mehr gehört. (Beifall bei der FPÖ.) Sie stellen sich hierher und sagen, dass die­ses Paket sozial ausgewogen sei!? – Sie hebeln den Vertrauensschutz aus beim Bausparen, bei der Zukunftsvorsorge! Bei den Immobilien ist es so, dass die echten Spekulanten jetzt nicht mehr 50 Prozent Steuer, sondern 25 Prozent Steuer zahlen müssen. Ich weiß nicht, wo Sie den Kontakt mit der Bevölkerung wahren, denn dieses Sparpaket ist alles andere als irgendwie sozial ausgewogen! (Beifall bei der FPÖ.)

Den Kollegen von der Sozialdemokratie möchte ich auch etwas mit auf den Weg ge­ben, vor allem Herrn Matznetter, der uns nach seinen Ausführungen gleich wieder ver­lassen hat. Er hat gemeint, es sei tragisch gewesen, wie in Griechenland die EU-Troika einmarschiert ist und sämtliche demokratischen Prozesse ausgehebelt hat. Man muss ihn daran erinnern, wer diese Troika ist, nämlich zum Beispiel die Europäische Zentral­bank, und Mitglied des Rates für Österreich ist niemand Geringerer als der ehemalige sozialistische Finanzsprecher Nowotny, oder auch die Europäische Kommission, wo Österreich ebenfalls einen Vertreter hat, der diesen Weg mitgeht. Sie sind mit schuld


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an dieser undemokratischen Entwicklung, wie sie sich in Griechenland manifestiert! (Beifall bei der FPÖ.) In der Europäischen Zentralbank etwa sitzen die ehemaligen Goldman-Sachs-Banker Draghi und Monti aus Italien.

Aber um zurückzukommen auf den Fahrplan, gegen den heute Einwendungen erhoben werden: Natürlich muss man mit aller Vehemenz gegen eine Einwendung sein (Rufe der Abgeordneten Amon und Kopf: Gegen die Einwendung?!), denn so, wie Sie das durchpeitschen, wie Sie das unter Ausschaltung sämtlicher Fristen, worüber sich sogar der Bundespräsident aufregt, durchpeitschen, ist das nicht anständig und parlamen­tarisch unwürdig. Dazu möchte ich Ihnen einen Satz von Otto Bismarck mit auf den Weg geben: „Je weniger die Leute darüber wissen, wie Würste und Gesetze gemacht werden, desto besser schlafen sie nachts.“ (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Stimmt überhaupt nicht! In die Salami kann man jederzeit reinschauen!)

Die Art, in der Sie Gesetze machen, in der Sie das Parlament in Ihren Würgegriff neh­men, um einen unsozialen Sparkurs durchzubringen, ist unanständig!

Man darf auch nie vergessen, was eigentlich hinter dem ganzen Sparpaket steckt. Sie beschwören die Weltkrise, jeder hänge drin. Ich frage nur eines: Wie schaut es denn mit Norwegen und der Norwegischen Krone aus? Wie schaut es mit Schweden und der Schwedischen Krone aus? Wie schaut es mit der Schweiz und dem Schweizer Fran­ken aus? – Die stecken alle nicht in der Krise, die nicht! Wer drinsteckt, das sind die EU-Länder und der US-amerikanische Raum mit dem Dollar. Wer heute die internatio­nalen Zeitungen liest, weiß, es wird schon offen von der Möglichkeit eines Kollaps be­richtet, was den Euro betrifft.

In der „WirtschaftsWoche“ können Sie lesen, dass der Euro von Anfang an eine Fehl­konstruktion war und dass jetzt möglicherweise ein Kollaps droht, dass kein einziger Euro, der hier heute als Belastung verbucht wird, der den Menschen als Rettungspaket verkauft wird, irgendwo bei notleidenden Bevölkerungen oder bei Menschen, die Hilfe brauchen, landet. Diese ganze Milliardenkultur, die Sie hochgezimmert haben, landet primär bei den Banken, bei der Kreditwirtschaft, um eine aberwitzige Spekulationspoli­tik zu finanzieren, die in den letzten Jahren Platz gegriffen hat und jetzt droht, aus dem Ruder zu laufen.

Sie sagen: Überall kracht’s. – Mitnichten, es kracht nicht überall! Sie sagen: Das ist al­les so grässlich, was diese Entwicklung anlangt, wir müssen gemeinsam eine Rettung herbeiführen. – So ist es nicht! Sie bedienen als Sozialdemokraten, die überall herum­laufen und die Verteilungsgerechtigkeit beschwören, niemanden anderen als die Mil­liardäre, die hoch lukrative Geschäfte im Bereich der Anleihen machen. (Beifall bei der FPÖ.)

Damit ich Sie in dieser Einwendungsdebatte nicht nur mit freiheitlicher Argumentation versorge, möchte ich Ihnen ganz kurz etwas aus der heutigen „Presse“ mit auf den Weg geben:

„Es ist entweder eine einzigartige Frechheit oder ein sehr klarer Beweis für völlige poli­tische Unfähigkeit. Beides stellt ein echtes Problem für diese Bundesregierung dar und höhlt die ohnehin schwer erschütterte Vertrauensbasis der Bevölkerung zu Exekutive und Legislative aus: Heute sollen die Abgeordneten der Bundesregierung ein Konsoli­dierungspaket beschließen, das zum Teil bereits überholt ist.“

Es sind also nicht nur wir und die Oppositionsparteien überhaupt, die vor diesem Kurs warnen, den Sie heute beschließen wollen.

In Bezug auf die unsozialen Implikationen dieses Belastungspaketes kann man an Sie nur appellieren: Zurück an den Start mit diesem Belastungspaket! Wahren Sie das par­lamentarische Procedere, wahren Sie das, was verfassungsmäßig in Österreich gute


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Tradition hat, damit es nicht zu einem Aufschrei des Präsidenten kommt, wenn Sie Ihre internationalen Banken-Rettungspakete beschließen, und verlieren Sie nicht aus dem Auge, dass dieses Hohe Haus dringend einer Aufwertung bedarf und nicht einer per­manenten Abwertung, wie sie von Ihrer Politik herrührt! – Vielen Dank, meine Damen und Herren. (Beifall bei der FPÖ.)

9.51


Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Frau Abgeordnete Mag. Schwentner gelangt nun zu Wort. – Bitte.

 


9.51.08

Abgeordnete Mag. Judith Schwentner (Grüne): Frau Präsidentin! Herr Bundeskanz­ler! Herr Vizekanzler! Ministerinnen und Minister – schön, dass Sie alle da sind! Her Kollege Amon, ich finde es schon interessant, dass Sie das Schwarzgeld in der Schweiz besteuert wissen wollen. Ich würde meinen, dass das zum einen für jedes Schwarzgeld gelten sollte und dass es zum anderen überhaupt kein Schwarzgeld geben sollte. (Bei­fall bei den Grünen.)

Im Allgemeinen muss ich meinen Vorrednern – nicht von den Regierungsparteien – recht geben: Die Abläufe in Bezug auf das Konsolidierungspaket sind mehr als frag­würdig. Nicht nur der Bundespräsident ist zu Recht unzufrieden damit, auch wir sind konfrontiert worden mit 101 Novellen, die wir in 21 Tagen durchpeitschen sollten, muss­ten, und jetzt stehen wir da mit einem Paket, das nicht das hält, was es verspricht. Be­sonders interessant ist etwa, dass wir heute eine Finanztransaktionssteuer beschlie­ßen beziehungsweise mittragen sollen, die es so nicht geben wird. Wir wissen seit vor­gestern, dass der Finanzminister in Deutschland sagt, das werde es so nicht geben. Also wie können wir etwas beschließen – und somit bin ich bei der Märchengeschichte des Kollegen Vilimsky –, wie sollen wir etwas beschließen, das höchstens einem Mär­chen gleichkommt wie vielleicht „Des Kaisers neue Kleider“? Wie sollen wir Dinge be­schließen, die es nicht geben wird? Es geht nicht nur um das Steuerabkommen mit der Schweiz, sondern eben auch um die Finanztransaktionssteuer. Was sollen wir tun? – Das erklären Sie uns bitte einmal im Verlauf des Tages. (Beifall bei den Grünen.)

Ich finde auch Ihre Haltung interessant – da spreche ich jetzt die Regierungsparteien, vor allem meine Vorredner Matznetter und Auer, an –, dass Sie „ausrittern“ als die gro­ßen Verteidiger des Konsolidierungspakets. Ich sehe das eigentlich nicht als Ihre Auf­gabe, und ich glaube, Sie sollten das selbst nicht als Ihre Aufgabe sehen, die Handlan­ger und Erfüllungsgenossen der Regierung zu sein. Sie sollten Kontrolle ausüben, das würde ich mir wünschen, und zwar in einem größeren Ausmaß, als Sie das bislang ma­chen, vor allem in diesem Zusammenhang.

„Soziale Gerechtigkeit“ ist jetzt mehrmals angesprochen worden, Schlagwörter, die auch vonseiten der Regierungsparteien gefallen sind: Das zeigen Sie uns bitte noch einmal! Ich möchte nur ein Beispiel nennen: Der Solidarbeitrag für die Spitzenverdiener beträgt 440 Millionen €. Und was hat die Regierung unlängst für die Kommunalkredit ausgegeben, die sich völlig verzockt hat? – 800 Millionen, das Doppelte! Wo ist da die soziale Ausgewogenheit, zumal wir auch wissen, dass das künftig so weitergehen wird? Erklären Sie das den Leuten – mir ist es nicht erklärbar! Sie sollten erklären, wie Sie dazu kommen. Dieses Paket ist nicht sozial ausgeglichen!

Noch etwas: Dieses Paket entspricht auch nicht der Ausgewogenheit zwischen den Geschlechtern. Ich bin froh darüber, dass die Frau Frauenministerin gerade gekommen ist und auch die Finanzministerin anwesend ist, denn Sie wissen alle, dass Gender Budgeting in der Verfassung festgeschrieben ist, aber dieses Sparpaket ist nicht die­sen Kriterien unterworfen worden. Niemand hat kontrolliert, welche Auswirkungen die Sparmaßnahmen auf Frauen und Männer unterschiedlich haben werden. Wir wissen aber alle, dass das so sein wird.


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Es gibt dazu ein sehr – traurig – schönes Beispiel aus der Steiermark. Die Länder wer­den künftig gezwungen sein, einzusparen, und in der Steiermark zeigen uns die Re­formpartner sehr drastisch vor, was das vor allem für die Frauen heißt. Das heißt nicht nur massive Einsparungen im Sozialbereich, sondern das heißt auch, Artikel-15a-Ver­einbarungen, die es schon längst gegeben hat, wie zum Beispiel betreffend das Gratis-Kindergartenjahr, wieder einzustellen. Zu wessen Lasten passiert das? – Zu Lasten der Frauen in der Steiermark. Einsparungen im Pflegebereich, wo sie tätig sind, bei den Familienleistungen, wenn sie ihre Angehörigen pflegen, wenn sie sozial nicht so gut gestellt sind und es sich nicht mehr leisten können, ihre Kinder in den Kindergarten zu schicken, wenn sie ihre Kinder selbst betreuen müssen – all das trifft die Frauen.

Das zeigt uns die Steiermark vor, und es ist zu befürchten, dass alle anderen Länder, die künftig gezwungen werden, einzusparen, ähnlich vorgehen werden. Deshalb bitte ich Sie, mir heute noch einmal zu erklären, wo es in diesen von mir erwähnten Punkten soziale Ausgeglichenheit geben wird – von entsprechenden Strukturmaßnahmen über­haupt einmal abgesehen! Es gibt nicht eine Krankenkasse, es gibt nicht eine Pen­sionsversicherung, es gibt nicht eine Schulverwaltung. Das heißt, Sie sind all das, wo Sie sich bei Ihrer Klientel die Finger verbrennen könnten, nicht angegangen, und das darf nicht sein. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)

9.56


Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Ing. Wes­tenthaler. – Bitte.

 


9.56.17

Abgeordneter Ing. Peter Westenthaler (BZÖ): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Mit­glieder der Bundesregierung! Man muss schon sagen, was in diesem Parlament ge­plant ist, denn das wissen die meisten Menschen nicht: Heute soll die Gesetzesvorlage beschlossen werden, und am Freitag um 13 Uhr wird der Bundesrat seine Sitzung er­öffnen; für diese Zeit ist sie angesetzt. Wir wissen noch gar nicht, wie lange der Bun­desrat verhandeln wird, vielleicht wird es Sonderaktionen geben, Dringliche Anfragen, man weiß es nicht, aber das kann bis in die Nacht dauern. Die Vorlage wird dann viel­leicht irgendwann in der Nacht beschlossen werden, der Herr Bundespräsident wird dieses Gesetz vielleicht am Samstag zum Frühstück vorgelegt bekommen und dann genau bis Mitternacht Zeit zum Unterschreiben haben, denn am 1. April, am Sonntag um null Uhr soll es in Kraft treten.

Sie, Herr Kollege Amon, und die ÖVP sagen, das ist normal, das ist ein normaler Ge­setzwerdungsprozess. – Das ist ein Skandal, sonst überhaupt nichts, was ihr da über die Bühne zieht! (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)

Ich bin schon sehr gespannt, ob der Herr Bundespräsident sich selbst ernst nimmt, ob er diesen Unfug mitspielt, diese Wochenend-Aktion, mit der man so nebenbei ein Ge­setz über Milliarden an Belastungen beschließt, ein Gesetz, das nicht ganz dicht ist. Denn dieses Sparpaket ist nicht ganz dicht, es rinnt an allen Ecken und Enden aus: Fi­nanztransaktionssteuer, Schweiz-Abkommen bis hin zu den Placebos bei der Gesund­heitsreform, bei den Einsparungen der Länder – es rinnt hinten und vorne aus.

Diese Regierung, vor allem die Finanzministerin, der Bundeskanzler, aber auch so man­cher Abgeordnete flüchten jetzt in die Science-Fiction, in die Suggestion, in die Auto­suggestion. Ich habe mir in einem Gesundheitsratgeber angesehen, was Autosugges­tion eigentlich ist – ich zitiere, und das ist ganz wichtig, denn das ist genau das Bild, das Sie jetzt von der Regierung liefern –:

Autosuggestion bedeutet, das Unterbewusstsein wird so lange mit Selbsthypnose trai­niert, um unbedingt an etwas zu glauben, selbst wenn es nicht real ist.


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Es geht weiter: Bei der Autosuggestion wird derselbe formelhafte Gedanke – Trans­aktionssteuer, Schweiz-Abkommen, füge ich hinzu – mit mentalen Übungen so lange wiederholt, bis er zum festen Bestandteil des unbewussten Denkprozesses geworden ist.

So lange machen Sie Selbsthypnose, reden Sie sich etwas ein, bis Sie es selbst glau­ben, obwohl es fern der Realität ist. Das ist Ihre Politik der Autosuggestion! (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)

Herr Amon hat auch schon dieses Bild angenommen. Er hat sich heute hierher ans Rednerpult gestellt und sich autosuggeriert und aus dem vollen Brustton der Über­zeugung hinausgeschallt: Die Menschen stehen hinter diesem Sparpaket! Das hat er gesagt. Die Menschen tragen es mit, ist das Zitat. – Herr Kollege Amon, alle Umfragen der letzten Wochen, egal von welchem Institut, egal von welchem Medium, haben von zwei Dritteln und noch mehr gesprochen, die gegen dieses Sparpaket sind, weil es un­gerecht, sozial ungerecht und nicht haltbar und unfair ist! Das sind die Meinungen der Menschen in allen Umfragen. Die Menschen tragen das überhaupt nicht mit, dieses nicht dichte Sparpaket. (Beifall beim BZÖ.)

Es ist erstmals auch ein anderer Tabubruch in der österreichischen Innenpolitik pas­siert. Meine sehr geehrten Damen und Herren von der Bundesregierung und den Re­gierungsparteien, das sollten Sie sich einmal wirklich überlegen, das ist sehr, sehr ernst: Erstmals wird in Österreich die Finanzpolitik fremdbestimmt! Das ist die Wahr­heit. Die Finanzpolitik in diesem Land wird fremdbestimmt, weil Sie es selbst nicht mehr in der Hand haben, weil Sie selbst Positionen in das Sparpaket hineingeschrieben ha­ben, die Sie allein überhaupt nicht durchsetzen können, weil Sie angewiesen sind auf die Einwirkung anderer Länder, auf eine europäische Finanztransaktionssteuer, auf die Schweiz et cetera.

Das ist keine ordentliche Wirtschaft. Dazu das Zitat von Rainer Nowak in der „Presse“, das noch nicht zitiert worden ist:

„SPÖ und ÖVP danken heute, Mittwoch, ab“.

Beide danken heute ab, beide Fraktionen, alle Abgeordneten beider Fraktionen danken ab.

Und Nowak weiter: „Sie beschließen Maßnahmen, deren konkrete Umsetzung andere bestimmen.“

Und um das geht es.

Jetzt sind wir wieder bei der Autosuggestion: Ich rede mir so lange ein – durch Selbst­hypnose –, was kommt, nur: Es kommt nicht. Das ist auch bei verschiedenen anderen psychologischen Denkprozessen so. Beim Hornberger Schießen zum Beispiel, da re­det man sich auch dauernd ein, es kommt etwas, und es kommt nicht. In Wirklichkeit ist das, was Sie hier liefern, ein dramatisches Schauspiel des Scheiterns, das sich durch alle Bereiche zieht: Science-Fiction, Autosuggestion, ja sogar Märchen.

Frau Finanzministerin, schreiben Sie künftig Märchenbücher – da dürfen Sie sich et­was wünschen, da dürfen Sie hineinschreiben, was Sie wollen, es muss nicht der Rea­lität entsprechen –, aber schreiben Sie keine Sparpakete und keine Budgets mehr! (Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.)

10.00


10.01.10Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Zu Wort ist dazu niemand mehr gemeldet. Die Debatte ist geschlossen.

Wir gelangen zur Abstimmung.


Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll148. Sitzung / Seite 58

Ich ersuche jene Abgeordneten, die den Einwendungen Rechnung tragen wollen – das heißt, der Absetzung der Tagesordnungspunkte 1 bis 3 von der Tagesordnung zustim­men wollen –, um ein Zeichen. – Das ist die Minderheit und daher abgelehnt.

Somit bleibt es bei der schriftlich mitgeteilten Tagesordnung für die heutige Sitzung.

10.01.31Einlauf und Zuweisungen

 


Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Hinsichtlich der eingelangten Verhandlungsge­genstände und deren Zuweisungen verweise ich gemäß § 23 Abs. 4 der Geschäftsord­nung auf die im Sitzungssaal verteilte Mitteilung.

Die schriftliche Mitteilung hat folgenden Wortlaut:

A. Eingelangte Verhandlungsgegenstände:

1. Schriftliche Anfragen: 10947/J bis 11199/J;

Schriftliche Anfragen an die Präsidentin des Nationalrates: 76/JPR und 77/JPR;

2. Anfragebeantwortungen: 10114/AB bis 10331/AB;

Beilagen zur Anfragebeantwortung: Zu 10115/AB;

Korrektur zur Anfragebeantwortung: Zu 10171/AB;

Anfragebeantwortungen (Präsidentin des Nationalrates): 73/ABPR und 74/ABPR;

3. Regierungsvorlagen:

Bundesgesetz, mit dem das Gesetz betreffend die Regelung der äußeren Rechtsver­hältnisse der israelitischen Religionsgesellschaft geändert wird (1689 d.B.),

Bundesgesetz, mit dem das Universitätsgesetz 2002 geändert wird (1710 d.B.),

Bundesgesetz, mit dem das Bundesfinanzgesetz 2012, das Bundesfinanzrahmenge­setz 2012 bis 2015, das Bundesfinanzrahmengesetz 2013 bis 2016, das Bundeshaus­haltsgesetz und das Bundeshaushaltsgesetz 2013 geändert werden (1711 d.B.),

Sicherheitsbehörden-Neustrukturierungs-Gesetz – SNG (1726 d.B.).

B. Zuweisungen:

1. Zuweisungen seit der letzten Sitzung gemäß §§ 32a Abs. 4, 80 Abs. 1, 100 Abs. 4, 100b Abs. 1 und 100c Abs. 1:

Immunitätsausschuss:

Ersuchen der Staatsanwaltschaft Wien (614 St 3/10m) um Zustimmung zur behördli­chen Verfolgung des Abgeordneten zum Nationalrat Ing. Kurt Gartlehner wegen des Verdachtes einer strafbaren Handlung nach §§ 12, zweiter Fall; 153 Abs. 1 und 2, zweiter Fall StGB bzw. allenfalls § 165 Abs. 2 und 3 StGB idF BGBl I Nr. 136/2004,

Ersuchen der Staatsanwaltschaft Wien (614 St 3/10m) um Zustimmung zur behördli­chen Verfolgung des Abgeordneten zum Nationalrat Werner Amon, MBA wegen des Verdachtes einer strafbaren Handlung nach § 165 Abs. 2 und 3 StGB;

Ausschuss für Petitionen und Bürgerinitiativen:

Petition Nr. 159 betreffend „Erhalt des Bezirksgerichtes Hollabrunn“, überreicht vom Abgeordneten Christian Lausch,


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Bürgerinitiative Nr. 38 betreffend „Rückübertragung von Grundstücken im Bereich des Truppenübungsplatzes Allentsteig in das Eigentum der ehemaligen Grundeigentümer beziehungsweise deren Rechtsnachfolger“;

Zuweisungen auf Ersuchen des Ausschusses für Petitionen und Bürgerinitiati­ven an andere Ausschüsse:

Gesundheitsausschuss:

Petition Nr. 151 betreffend „Resolution der Bürgermeister der von der Apothekenge­setznovelle 2006 betroffenen Gemeinden in NÖ“, überreicht vom Abgeordneten Jo­hann Höfinger;

Ausschuss für Menschenrechte:

Bürgerinitiative Nr. 32 betreffend „Stoppt Sex-Handel mit Kindern & Jugendlichen“;

Unterrichtsausschuss:

Petition Nr. 130 betreffend „Mehr Bewegung an Österreichs Schulen“, überreicht vom Abgeordneten Peter Haubner;

2. Zuweisungen in dieser Sitzung:

a) zur Vorberatung:

Verfassungsausschuss:

Beschluss des Europäischen Rates vom 25. März 2011 zur Änderung des Art. 136 AEUV hinsichtlich eines Stabilitätsmechanismus für die Mitgliedstaaten, deren Wäh­rung der Euro ist (1716 d.B.),

Vertrag über den Beitritt der Republik Kroatien zur Europäischen Union samt Schluss­akte (1717 d.B.);

b) zur Enderledigung im Sinne des § 28b GOG (vorbehaltlich der endgültigen Ent­scheidung des Ausschusses):

Außenpolitischer Ausschuss:

Bericht des Bundesministers für europäische und internationale Angelegenheiten be­treffend Dreijahresprogramm der österreichischen Entwicklungspolitik 2010 bis 2012 Aktualisierung 2011 (III-287 d.B.);

Finanzausschuss:

Produktpirateriebericht 2011 der Bundesministerin für Finanzen (III-315 d.B.);

Landesverteidigungsausschuss:

Bericht des Bundesministers für Landesverteidigung und Sport betreffend den Jahres­bericht 2010 der Parlamentarischen Bundesheerkommission für Beschwerdewesen und Stellungnahme des Bundesministers für Landesverteidigung und Sport (III-316 d.B.).

C. Unterrichtung gemäß Art. 50 Abs. 5 B-VG:

Aufnahme der Verhandlungen über eine Übereinkunft über den Beitritt der Europäi­schen Union zur Europäischen Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten.

*****

 


Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Ich gebe bekannt, dass diese Sitzung auf ORF 2 bis 13 Uhr und von ORF III in voller Länge live übertragen wird.


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Behandlung der Tagesordnung

 


Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Es ist vorgeschlagen, die Debatte über die Punkte 1 bis 3, 6 bis 8, 9 bis 11 sowie 12 bis 14 der Tagesordnung jeweils zusammen­zufassen.

Wird dagegen eine Einwendung erhoben? – Das ist nicht der Fall.

Verlangen auf Durchführung einer kurzen Debatte über die Anfragebeantwortung 10262/AB

 


Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Vor Eingang in die Tagesordnung teile ich mit, dass das gemäß § 92 der Geschäftsordnung gestellte Verlangen vorliegt, eine kurze Debatte über die Beantwortung 10262/AB der Anfrage 10372/J der Abgeordneten Dr. Rosenkranz, Kolleginnen und Kollegen betreffend „‚Satte Rabatte‘ für Werbeinsera­te – Verhandlungsgeschick des BKA bei entgeltlichen Einschaltungen“ durch den Herrn Bundeskanzler abzuhalten.

Diese kurze Debatte findet gemäß § 57a Abs. 4 der Geschäftsordnung nach Erledi­gung der Tagesordnung, jedoch spätestens um 15 Uhr statt.

Redezeitbeschränkung

 


Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Wir gehen in die Tagesordnung ein.

Zwischen den Mitgliedern der Präsidialkonferenz wurde Konsens über die Dauer der Debatte erzielt. Demgemäß wurde eine Tagesblockzeit von 8 „Wiener Stunden“ verein­bart, sodass sich folgende Redezeiten ergeben: SPÖ und ÖVP je 112 Minuten, FPÖ 100 Minuten, Grüne 88 Minuten sowie BZÖ 84 Minuten.

Für die Vorlagen des Budgetausschusses wurde folgende Redeordnung vereinbart: Ei­ne Redner-/Rednerinnenrunde mit je 10 Minuten, dann der Herr Bundeskanzler und anschließend der Herr Vizekanzler mit je 10 Minuten, weitere Redner-/Rednerinnen­runden mit einmal 8 Minuten, danach 6 Minuten, dann ein Regierungsmitglied der ÖVP 7 Minuten, ein Regierungsmitglied der SPÖ 7 Minuten und eine weitere Redner-/Red­nerinnenrunde mit je 4 Minuten.

In den ersten beiden Runden erfolgt der Aufruf der Redner und Rednerinnen nach dem Prinzip contra/pro, danach nach Fraktionsstärke.

Der vorsitzführende Präsident wird ersucht, die genaue Einhaltung der Redezeiten si­cherzustellen, und er verteilt vor Beginn der letzten Runde nach Rücksprache mit den Klubvorsitzenden die verbleibende Redezeit auf die fünf Fraktionen in der Weise, dass noch alle Fraktionen in der Fernsehzeit gleichmäßig zu Wort kommen.

Allfällige tatsächliche Berichtigungen werden erst nach der Fernsehzeit auf ORF 2 auf­gerufen.

Weiters schlage ich gemäß § 57 Abs. 7 der Geschäftsordnung vor, die Redezeit jedes Abgeordneten ohne Klubzugehörigkeit auf 10 Minuten pro Debatte zu beschränken.

Wir kommen sogleich zur Abstimmung über die soeben dargestellten Redezeiten.

Ich ersuche jene Damen und Herren, die hiezu ihre Zustimmung geben, um ein Zei­chen. – Das ist einstimmig angenommen.

10.04.271. Punkt

Bericht des Budgetausschusses über die Regierungsvorlage (1680 d.B.): Bun­desgesetz, mit dem das Publizistikförderungsgesetz 1984, das Einkommensteu-


Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll148. Sitzung / Seite 61

ergesetz 1988, das Körperschaftsteuergesetz 1988, das Umsatzsteuergesetz 1994, das Grunderwerbsteuergesetz 1987, das Gesundheits- und Sozialbereich-Beihil­fengesetz, das Mineralölsteuergesetz 1995, das Bewertungsgesetz 1955, die Bun­desabgabenordnung, das Bundesgesetz über eine Abgabe von land- und forst­wirtschaftlichen Betrieben, das Stabilitätsabgabegesetz, das Bausparkassenge­setz und das Pensionskassengesetz geändert werden (1. Stabilitätsgesetz 2012 – 1. StabG 2012) (1707 d.B.)

2. Punkt

Bericht des Budgetausschusses über die Regierungsvorlage (1685 d.B.): Bun­desgesetz, mit dem das Bundesministeriengesetz 1986, das Konsulargebühren­gesetz 1992, das Stellenbesetzungsgesetz, das Aktiengesetz, das Unternehmens­gesetzbuch, das Gerichtsorganisationsgesetz, die Jurisdiktionsnorm, das Ar­beits- und Sozialgerichtsgesetz, das Gerichtsgebührengesetz, die Strafprozess­ordnung 1975, das Bundespensionsamtsübertragungs-Gesetz, das Bundeshaus­haltsgesetz 2013, das Bundesfinanzierungsgesetz, das Bankwesengesetz, das Bausparkassengesetz, das Zahlungsdienstegesetz, das E-Geldgesetz 2010, das Finanzkonglomerategesetz, das Börsegesetz 1989, das Wertpapieraufsichtsge­setz 2007, das Investmentfondsgesetz 2011, das Immobilien-Investmentfondsge­setz, das Pensionskassengesetz, das Betriebliche Mitarbeiter- und Selbständi­genvorsorgegesetz, das Versicherungsaufsichtsgesetz, das Ratingagenturen­vollzugsgesetz, das Waffengesetz 1996, das Bundeskriminalamt-Gesetz, das Wa­chebediensteten-Hilfeleistungsgesetz, das Polizeibefugnis-Entschädigungsgesetz, das Bundesimmobiliengesetz, das Schönbrunner Schloßgesetz, das Marchfeld­schlösser-Gesetz, das Beamten-Dienstrechtsgesetz 1979, das Gehaltsgesetz 1956, das Vertragsbedienstetengesetz 1948, das Richter- und Staatsanwaltschafts­dienstgesetz, das Landeslehrer-Dienstrechtsgesetz, das Land- und forstwirtschaft­liche Landeslehrer-Dienstrechtsgesetz, das Pensionsgesetz 1965, das Bundes­theaterpensionsgesetz, das Bundesbahn-Pensionsgesetz, das Bundesbahnge­setz, das Bezügegesetz, das Allgemeine Sozialversicherungsgesetz, das Ge­werbliche Sozialversicherungsgesetz, das Bauern-Sozialversicherungsgesetz, das Allgemeine Pensionsgesetz, das Beamten-Kranken- und Unfallversiche­rungsgesetz, das Bundesgesetz über einen Kassenstrukturfonds für die Gebiets­krankenkassen, das Nachtschwerarbeitsgesetz, das Arbeitslosenversicherungs­gesetz 1977, das Arbeitsmarktpolitik-Finanzierungsgesetz, das Insolvenz-Entgelt­sicherungsgesetz, das Arbeitsinspektionsgesetz 1993, das ArbeitnehmerInnen­schutzgesetz, das Arbeitskräfteüberlassungsgesetz, das Arbeitsruhegesetz, das Mutterschutzgesetz 1979, das Kinder- und Jugendlichen-Beschäftigungsgesetz, das Arbeitszeitgesetz, das Bauarbeitenkoordinationsgesetz, das Bauarbeiter-Ur­laubs- und Abfertigungsgesetz, das Abfallwirtschaftsgesetz 2002, das Biozid-Produkte-Gesetz, das Chemikaliengesetz 1996, das Bundes-Bedienstetenschutz­gesetz, das Eisenbahngesetz 1957, das Wasserstraßengesetz, das Kraftfahrge­setz 1967, das Containersicherheitsgesetz, das Post-Betriebsverfassungsgesetz, die Gewerbeordnung 1994, das Berufsausbildungsgesetz, das Einführungsge­setz zu den Verwaltungsverfahrensgesetzen 2008, das Strahlenschutzgesetz, das Universitätsgesetz 2002, das Umweltkontrollgesetz und das Umweltförderungs­gesetz geändert werden, ein IKT-Konsolidierungsgesetz und ein Bundesgesetz über die Veräußerung von beweglichem Bundesvermögen erlassen werden und das Bundesgesetz über die Verkehrs-Arbeitsinspektion, die Gerichtstagsver­ordnung sowie zwei Verordnungen betreffend die Dienstzeit bestimmter Be­dienstetengruppen aufgehoben werden (2. Stabilitätsgesetz 2012 – 2. StabG 2012) (1708 d.B.)


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3. Punkt

Bericht des Budgetausschusses über die Regierungsvorlage (1681 d.B.): Bun­desgesetz, mit dem das Bundesfinanzgesetz 2012 und das Bundesfinanzrahmen­gesetz 2012 bis 2015 geändert werden und das Bundesfinanzrahmengesetz 2013 bis 2016 erlassen wird (1709 d.B.)

 


Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Wir gelangen damit zu den Punkten 1 bis 3 der Tagesordnung, über welche die Debatte unter einem durchgeführt wird.

Auf die mündliche Berichterstattung wurde verzichtet.

Als Erster zu Wort gelangt Herr Klubobmann Strache. – Bitte.

 


10.05.16

Abgeordneter Heinz-Christian Strache (FPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren auf der Regierungsbank! Meine sehr geehrten Da­men und Herren vor den Fernsehgeräten! Wir haben ja schon viel erleben und erleiden müssen, Herr Bundeskanzler und Herr Vizekanzler, aber ich frage Sie ganz offen: Ist es Ihnen gar nicht peinlich, dass Ihr selbsternanntes bestes Sparpaket aller Zeiten nicht einmal bis zur heutigen Beschlussfassung gehalten hat und schon wesentliche Punkte weggebrochen sind, wie eben die Finanztransaktionssteuer oder das Schwei­zer Abkommen?

Es ist Ihnen offensichtlich nicht peinlich – und das hat vorhin auch die Einwendungs­debatte gezeigt –, denn wenn heute Vertreter von SPÖ und ÖVP herauskommen und einen Prozess durchleben, bei dem man Realitätsverweigerung betreibt, bei dem man sich hier herausstellt und sagt, nein, also da ist ja überhaupt nichts passiert, und es wird weiterkommen, und wir werden weiter darauf beharren, obwohl alle realen Pro­zesse genau etwas anderes zeigen, dann ist das doch irgendwie – und anders kann man das gar nicht bezeichnen – ein gewisser Scherbenhaufen, den Sie da selbst ver­ursacht haben, und da sitzt jetzt der Budgettopf auf Ihrem Kopf, den Sie selbst ver­ursacht haben, denn das ist ja nicht aufrechtzuhalten. Da müssen Sie doch ehrlich sein.

Die Frau Finanzminister hat in der „Pressestunde“ – ich zitiere sie – gesagt: Wenn ich die Finanztransaktionssteuer und das Abkommen mit der Schweiz nicht aufgenommen hätte, hätten wir die österreichische Bevölkerung noch mehr belasten müssen. (Zwi­schenruf des Abg. Ing. Westenthaler.) – Das ist das Zitat aus der „Pressestunde“ von der Frau Finanzminister. Also sie gibt zu: Die restlichen Teile des Belastungsbudgets sind Belastungen, und die zwei Teile, die man versucht hat, über andere Ebenen he­reinzuholen, sind jetzt im Wesentlichen weggebrochen, und da kommen zukünftige Be­lastungen auf die österreichische Bevölkerung zu. (Beifall bei der FPÖ.)

Wo wird man denn die 3 Milliarden € für das Loch, das jetzt im Budget aufscheint – und wo Sie noch immer Realitätsverweigerung leben –, in Zukunft herholen, und wo wird
es dann die neuen Belastungen geben? – Natürlich werden Sie wieder mit Steuer­erhöhungen operieren, weil Sie nicht bereit sind, endlich nachhaltige Verwaltungs- und Strukturreformen vorzunehmen.

Das Ganze erinnert mich irgendwie an ein Lied der Pippi Langstrumpf, die da singt (Zwischenruf bei der ÖVP. – Abg. Mag. Gaßner: Singen, bitte!):

„Zwei mal drei macht vier, widewidewitt, und drei macht neune, ich mach’ mir die Welt, widewide-wie sie mir gefällt.“

Das ist die Frau Finanzministerin, die lebt das Motto, genau so wird da salopp agiert. (Heiterkeit und Beifall bei der FPÖ.)


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Da hat man den Eindruck – und wenn es nicht so ernst wäre, müsste man wirklich darüber lachen –, gerade vor Ostern kriegt man da ein Belastungspaket vorgelegt, in dem lauter faule Eier drinnen sind. Anders kann man das ja gar nicht beschreiben, was da letztlich heute geschieht.

Ich sage, es ist peinlich genug, wenn Ihr Sparpaket schon vor der Beschlussfassung in Österreich geplatzt ist. Natürlich ist es auch peinlich genug, wenn dann befreundete Regierungen aus den Nachbarländern – wie die deutsche Bundesregierung und die Schweizer Bundesregierung – Ihnen ausrichten lassen, dass das, was Sie vorhaben, gar nicht real ist, gar nicht möglich sein wird und gar nicht gewünscht ist. Und dann ge­hen Sie her und erkennen das nicht an und glauben, wenn man draufbleibt und wenn man sozusagen weiter permanent behauptet, das werde trotzdem kommen, dann wird das auch in der Bevölkerung so übernommen und geglaubt.

Also man kann schon sagen, dass gerade dieses Sparpaket irgendwie gerade im­plodiert ist – anders kann man es auch gar nicht bezeichnen – im sprichwörtlichen Sinn, und es ist letztlich auch ein Beweis dafür, dass Sie mit Ihrem Vorhaben, was das Schweizer Abkommen betrifft, eine Schnapsidee gehabt haben. Generalsekretär Ha­rald Vilimsky hat es ja heute schon kurz angesprochen.

Sie wollen den Super-Reichen in der Schweiz, die ihre Schwarzgeldkonten dorthin ge­bracht haben, anbieten: Freunde, meldet euch, und dann werden wir schon einen nied­rigen Betrag finden, den ihr da quasi zahlt, und wir helfen euch. Aber bei den kleinen Leuten in Österreich – mit den Bausparprämien, mit der Zukunftsvorsorge –, da wird natürlich voll in den Topf hineingegriffen. (Beifall bei der FPÖ.)

Dort, wo ohnehin schon wenig herauskommt, wo ohnehin schon wenig Gewinne mög­lich sind, wo man langfristig mit Bausparprämien arbeiten muss, da greift man voll hi­nein und nimmt ihnen die Hälfte weg. Das ist Ihr sozialpolitisches Verständnis. (Zwi­schenruf des Abg. Rädler.) Die Steuersünder, die ihr Geld in die Schweiz gebracht ha­ben, sollen sich von der strafrechtlichen Verfolgung freikaufen können, das ist offenbar die Sozialkompetenz, die Sie leben.

Durch den Verlust der Finanztransaktionssteuer und des Steuerabkommens mit der Schweiz, das flöten gegangen ist, fehlen insgesamt 3 Milliarden € im Budget. Dieses Loch ist einfach da, und die Frage ist: Wer wird das bezahlen? Wo werden Sie die nächsten Maßnahmen setzen?

Werden Sie bereit sein, endlich die EU-Nettobeiträge, wie wir Freiheitlichen das for­dern, auf Eis zu legen und einzufrieren? Vielleicht überlegen Sie: Na hallo, da gibt es Haftungspakete, die vielleicht einmal schlagend werden können. 2,3 Milliarden € zah­len wir jährlich nach Brüssel – gehen wir her und frieren diese 2,3 Milliarden € ein, le­gen wir sie auf ein Konto. (Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.) Falls vielleicht ir­gendwann einmal die Haftungen des Rettungsschirms schlagend werden, hätten wir dann etwas angespart und müssten in Zukunft nicht noch einmal die Österreicher mit unserem Budget und neuen Steuererhöhungen belasten. – Wäre eine Möglichkeit!

Oder das Kyoto-Protokoll: Strafzahlungen in der Höhe von 700 Millionen € jährlich. Ja, absurd! Absurd! Gehen Sie doch her, und machen Sie das, was die Kanadier zu Recht gemacht haben, nämlich zu sagen, steigen wir aus diesem Protokoll aus. Das ist ja ein Unsinn! (Beifall bei der FPÖ.)

Das ist ja ein Unsinn, wenn man heute die umweltfreundlichste Stahlproduktion der Welt hat wie bei der Voest, und dann aufgrund solcher unsinnigen Verträge vonseiten der Voest 60 Millionen € Strafzahlungen zu leisten sind und der Standort gefährdet ist. Die Voest hat schon überlegt, ob sie in den Standort Österreich überhaupt noch in­vestieren soll, und sie überlegt, nach Südamerika zu gehen und dort Investitionen zu setzen.


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Das ist ja katastrophal für den Wirtschafts- und Arbeitsmarkt und den Produktions­standort Österreich. Da muss man doch einmal den Mut haben, zu sagen: Stellen wir solche absurden Verträge infrage, und steigen wir aus! Da gäbe es ja viele Möglichkei­ten.

Sozialversicherungsträger: Wie viele Jahre diskutieren wir schon und fordern wir Frei­heitlichen, die über 20 Sozialversicherungsträger auf einen bis zwei zu reduzieren?! (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Tadler.)

Einsparungspotenziale ohne Ende: Ein bundeseinheitlicher Spitalsplan gehört endlich her – bis heute nicht umgesetzt; Finanzierung des Gesundheitssystems aus einem Topf, und nicht so wie heute aus den unterschiedlichsten Bereichen, wo sich keiner mehr auskennt und wo natürlich – sage ich – unnötig Gelder in einem tiefen schwarzen Loch verschwinden.

Viele, viele Möglichkeiten gäbe es, die der Rechnungshof aufgezeigt hat, wo Sie nicht bereit sind, weil Sie sagen: Pfah, bei unserem rot-schwarzen Verwaltungsspeck, den wir bedienen, da sind wir nicht bereit, anzusetzen. Aber wenn es um die Geldbörsen der Österreicher geht, da sind wir schnell da! 46 Prozent Steuerquote (Zwischenruf des Abg. Kopf), da sind wir im Spitzenfeld Europas, Höchstbelastungsquote! Da sind Sie bereit, jederzeit die Steuerschraube anzuziehen. Das sehen wir im Übrigen auch in Wien unter Rot-Grün: Wenn es um Gebührenerhöhungen geht, da ist man einfallsreich ohne Ende, da wird an der Steuer- und Gebührenerhöhungsschraube gedreht ohne Ende, anstatt dass man endlich einmal bereit ist, im eigenen Bereich – nämlich den rot-schwarzen Verwaltungsspeck – abzubauen. (Beifall bei der FPÖ.)

Aber genau das ist letztlich auch in diesem Belastungs- und Sparpaket zu finden. Ich habe den EFSF-Rettungsschirm ja schon angesprochen: 21 Milliarden € österreichi­scher Steuergelder, mit denen wir dank Beschluss der SPÖ, der ÖVP und der Grünen haften – wenn es darauf ankommt, sind die Grünen wie die Soletti immer dabei.

Da geht es dann darum, dass dieses Geld natürlich auch schlagend werden kann, wenn man weiter gesundes Geld in ein Fass ohne Boden pumpt, nämlich in ein Ban­kenspekulanten-System, ohne bereit zu sein, das System zu verändern – und das sa­gen viele Experten offen. Aber was tun Sie? – Nicht, dass Sie das einmal in Frage stel­len und sagen: Halt, jetzt reicht es! Wir sind nicht bereit, da noch mehr hineinzupum­pen. Nein, Sie gehen her und wollen bis Sommer den Europäischen Stabilitätsmecha­nismus durchpeitschen – das ESM-Diktat –, relativ unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Es wird ja kaum diskutiert, was das eigentlich ist.

Da soll in Zukunft ein ESM-Gouverneursrat eingesetzt werden, wo wir in diesem Parla­ment gar keine Entscheidungsgewalt mehr haben, wo letztlich demokratische Grund­rechte ausgeschaltet werden sollen und wir im österreichischen Parlament – ja auch im Europäischen Parlament – gar nicht mehr entscheiden können sollen, wie hoch denn der Rettungsschirm überhaupt noch aufgepoppt wird; bis zu 2 000 Milliarden € soll dann der ESM-Gouverneursrat selbst entscheiden können. Das bedeutet, er ent­scheidet dann, weil Sie die Entscheidungsgewalt abtreten wollen, ob wir in Zukunft statt mit 21 Milliarden € – traurig genug – mit über 70 Milliarden € an österreichischen Steuergeldern für dieses Fass ohne Boden zu haften haben. Das ist ein Verspielen un­serer Zukunft, nämlich mehrerer Generationen, und mehr als unverantwortlich, und da muss man doch irgendwann einmal zur Vernunft kommen und sagen: Halt, so kann es nicht weitergehen! (Beifall bei der FPÖ.)

Wollen Sie wirklich alles den Bach hinunterführen? Sie haben doch diese heutige – ho­he – Schuldenentwicklung in dieser Republik selbst herbeigeführt, Herr Stummvoll, der Oberwirtschaftsexperte mit seiner Wirtschaftskompetenz, seit über 20 Jahren im Ho­hen Haus und permanent in jeder Bundesregierung. Und dann stellen sich die Glei-


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chen da her und sagen: Wir wollen sparen. – Ja, warum haben Sie denn in den letzten 20 Jahren nicht gespart? Warum haben wir heute 90 Prozent Staatsverschuldung in Relation zum BIP? Warum zahlen wir 10 Milliarden € Zinsen? Warum schaffen Sie es nicht endlich, eine Struktur- und Verwaltungsreform vorzunehmen, wo wir letztlich auch Schulden tilgen? – Von Schuldentilgung überhaupt keine Rede, ganz im Gegenteil: Die Schulden wachsen weiter an!

Genau dieses Malheur haben Sie uns eingebrockt, und ich sage, da verstehe ich, wenn die Österreicher in Wirklichkeit die Nase gestrichen voll haben und heute sagen: Das ist nicht mehr feierlich, was Sie aufführen. Sie sollten wirklich rasch beginnen, um­zudenken! (Beifall bei der FPÖ.)

10.15


Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Nächster Redner: Herr Klubobmann Dr. Cap. – Bitte.

 


10.15.37

Abgeordneter Dr. Josef Cap (SPÖ): Frau Präsidentin! Hohes Haus! Wenn Klubob­mann Strache spricht, ist es wie im Zirkus. Da wird mit den Zahlen jongliert, die fliegen in der Gegend herum, da werden noch 20, 30 Prozent aufgeschlagen, damit es mög­lichst grauslich aussieht. (Zwischenruf des Abg. Strache.)

Das ist aber gar nicht die Einleitung, die ich machen wollte. Ich finde es beeindruckend, dass Sie jetzt erst Pippi Langstrumpf lesen. (Abg. Strache:  erinnert mich an Pippi Langstrumpf! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Normal liest man das im frühen Kindheitsalter, wenn Sie das jetzt attraktiv finden, will ich Sie daran nicht hindern, aber es ist zumindest interessant, dass das für Sie so eine hohe Attraktivität hat und dass Sie sich jetzt gerade in dieses Buch einlesen.

Aber die Wahrheit ist: Kleinmut tut selten gut – um diesen Satz einmal abzuwandeln. Wenn sich jetzt die Opposition hier herstellt und sagt, der Herr Schäuble sagt, das mit der Finanztransaktionssteuer werde nichts, und dann plötzlich in der Opposition alle hängende Kopfe kriegen und ganz depressiv sagen, wenn der Schäuble sagt, das wer­de nichts, dann wird es ja wirklich nichts (Abg. Bucher: Die hängenden Köpfe sind wo­anders! Dreh dich einmal um! Dreh dich einmal um!), wenn Sie dann da herausgehen, die Tränen rollen Ihnen runter – und als Alternative bieten Sie uns eigentlich nichts an, außer, dass vielleicht vor 20 Jahren ... Vielleicht wäre die Alternative gewesen, Sie wä­ren im Jahr 2000 nie in die Regierung gegangen. (Abg. Bucher:  Schattenkabinett hinter dir!) Das wäre vielleicht die Alternative gewesen, das können wir auch aufarbei­ten.

Aber es ist doch entscheidend, wenn wir jetzt sagen, ab 2014 soll die Finanztrans­aktionssteuer bei uns im Budget eine wichtige einnahmenseitige Rolle spielen, und wenn der Herr Schäuble gerade das sagt, und die Briten sich gerade wehren, aber sonst eine Reihe von Ländern dafür ist, dass endlich diese Finanztransaktionssteuer kommt.

Oder wie die „Presse“ heute so richtig in der Abfrage auf Seite 2 feststellt: Es geht auch um diese Hochfrequenz-Spekulation, da geht es nicht nur um die Einnahmensei­te, dass da 1,5 Milliarden kommen – die ist schon irrsinnig wichtig –, sondern es geht auch darum, dass man diese Spekulationsschnelligkeit damit in den Griff bekommt, dass Computer automatisch ab einer bestimmten Börsenentwicklung kaufen, verkau­fen und da der Wirbel losbricht. Das ist es, worum es auch geht: das einzuschränken – und deswegen gibt es diesen Kampf und diesen Widerstand.

Daher kann ich mich nicht heute herstellen und sagen, nur weil der Schäuble gerade eine Krise hat, lassen wir es, dann planen wir es nicht ein. – Erst recht werden wir jetzt


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darum kämpfen, erst recht werden wir das machen! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Stummvoll.)

Wissen Sie, da kommen wir zum zweiten Punkt, bei dem die Opposition auch so plötz­lich depressiv wird, sich auf ihren Sitzen einrollt und man sie faktisch kaum mehr an­sprechen kann. (Heiterkeit des Abg. Bucher.) Es geht um die Frage: Schwarzgeld und Transferierung unter anderem in die Schweiz. Da muss ich sagen, abgesehen davon, dass auch ich dafür bin ... – Was finden Sie daran eigentlich so lustig, Herr Klubob­mann Bucher, wenn ich über Schwarzgeld rede? (Abg. Bucher: Weil Sie träumen da! Sie träumen da! Sind Sie noch nicht aufgewacht ?) Sie müssen einen seltsamen schwarzen Humor haben, wenn ich gerade über Schwarzgeld rede, das sage ich Ihnen schon!

Es ist jedenfalls so, dass es darum geht, dass man natürlich auch die Schlupflöcher bekämpft, aber unter anderem sind Schlupflöcher da, die halt in anderen Ländern an­gesiedelt sind, und dass man da wahrscheinlich einmal eine über die Grenzen Öster­reichs hinausreichende europäische Einigung anstreben muss (Abg. Bucher: Sie ha­ben einen dominanten Einfluss in der EU! Schieder und Fekter  einen dominanten Einfluss! Auf euch hört man!) – und selbst da besteht noch die Gefahr, dass es umgan­gen wird.

Das sind Milliarden, Herr Klubobmann Bucher, Milliarden! Sie könnten sich einmal da herstellen und über die Schwarzgeldbekämpfung reden, wo diese selbsternannten Mil­liardäre in der Gegend herumrennen, weil sie das schwarz erworben und ins Ausland verschoben haben. Und wenn sich herausstellt, dass das momentan die einzige Mög­lichkeit ist, dass man wenigstens von dem Land, das davon in ungeahntem Ausmaß profitiert, Geld einfordert, dann ist das richtig – wirtschaftlich richtig, sozial richtig und politisch richtig. (Zwischenruf des Abg. Bucher.) Und ich sage Ihnen noch etwas: Nein, wenn es nicht geht, dann von mir aus die Disketten, wenn sie auf dem Markt ange­boten werden, kaufen; dann soll man das überlegen, dass man die Namen, die Konten, und so weiter kennt. (Zwischenruf beim BZÖ.)

Dann stellen Sie sich da her und sagen, das ist chancenlos (Zwischenruf des Abg. Bu­cher) und wir als Opposition fordern jetzt, dass man offiziell versucht, an diese Dis­ketten heranzukommen, damit man die Leute kennt, die das hinterziehen und damit ins Ausland gehen – und damit auffliegen. (Zwischenruf des Abg. Strache.) Das wäre dann zum Beispiel eine der Möglichkeiten. Aber das ist eine Ungerechtigkeit sonder­gleichen, dass das in Ländern wie in der Schweiz toleriert wird.

Oder, ein ganz klassischer Fall: Grasser, immerhin der Finanzminister einer ehemali­gen Regierung; Grasser sage ich nur, wo Akten angefordert werden und dort in Liech­tenstein sagen sie: Schmeck’s! Die liefern wir nicht aus! (Zwischenrufe der Abgeordne­ten Ing. Westenthaler und Ursula Haubner.) Warum? – Für die ist Grasser vielleicht nicht einmal so wichtig, vielmehr ist ihnen wichtig, dass man weiter ohne Sorge ge­nüsslich nach Liechtenstein gehen und dort die Schwarzgelder unterbringen kann. (Zwi­schenruf beim BZÖ.)

Es gilt die Unschuldsvermutung, sage ich gleich dazu, aber bei aller Unschuldsvermu­tung muss ich sagen, das ist ein ganz seltsames Bild, wenn ausgerechnet ein ehema­liger Finanzminister auch noch von solchen Möglichkeiten und Gelegenheiten Ge­brauch macht. (Abg. Strache: Die Gewerkschaftsstiftungen in Liechtenstein, oder was? Was hat die Gewerkschaft zu verbergen?) Und da soll es dann mehr Vertrauen in die Politik geben?! Na super ist dieses Bild. (Abg. Ing. Westenthaler: Steht das im Sparpaket drinnen?! Schauen Sie einmal auf die Tagesordnung!)

Ich weiß, Sie waren mit dem Grasser damals in der Regierung, Herr Peter Westen­thaler. Dass Sie jetzt so einen Verteidigungsreflex haben, das verstehe ich schon ir-


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gendwo, aber trotzdem muss ich sagen, sagen Sie wenigstens, es ist nicht in Ordnung, und dass das bekämpft gehört. Auf das können wir uns doch jetzt einmal gleich eini­gen. Daher ist das weiter im Mittelpunkt unserer Bemühungen, und daher darf man da nicht lockerlassen, nicht aufgeben und nicht resignieren. Die Resignationswortmeldung vom Kollegen Strutz am Beginn der Einwendungsdebatte war ja tief gekennzeichnet von einer Sinnkrise, die wir nicht haben, denn wir sagen, wir werden in diesem Bereich weiterkämpfen. Da geht es nämlich auch um 1 Milliarde €, und das ist nicht egal, son­dern das ist wichtig, dass das auch Eingang ins Budget findet.

In diesem Zusammenhang sage ich noch etwas dazu: Es ist das natürlich jetzt eine Si­tuation, wo die Politik auch um die Rückeroberung von Handlungskompetenzen kämp­fen muss, gegen diese Verselbständigung der Finanzagglomerationen, der Hedge­fonds. In solchen Fonds ist wahnsinnig viel Geld drinnen, womit natürlich auch die Ent­wicklung von Märkten, der Finanzmärkte beeinflusst wird, manchmal sogar mit schmerz­haften Auswirkungen auf die Realwirtschaft, mit krisenhaften Entwicklungen, wenn dann wieder die Spekulation überbordet und explodiert. Und da sind manchmal auch Banken dabei, die spekulieren.

All das findet im internationalen Stil statt, da kann man sich nicht herstellen und sagen, da machen wir einen Schnipser und dann haben wir es im Griff, sondern da brauchst du eine konzertierte Aktion, dafür brauchst du ein Umdenken in all den Mitglieds­ländern der Europäischen Union und auch der Eurozone, in all den konservativen Re­gierungen, die es dort teilweise gibt und sich immer noch schützend vor die Finanz­märkte stellen, schützend vor den Bereich, wo das ganze Geld konzentriert ist. Das ist eine wirtschaftliche Dummheit und eine soziale Ungerechtigkeit, wenn solche Entwick­lungen weiter vor sich gehen. Und die österreichische Bundesregierung gehört jeden­falls zu den Regierungen, die sich bemühen, hier Schritte zu setzen, sich bemühen, dass es hier Regelungen gibt, sich bemühen, dass es hier eine Einschränkung gibt. Und es gibt andere Regierungen, die das hintertreiben.

Das sollte man beachten, wenn wir hier herinnen diskutieren. Und wir diskutieren ja un­ter anderem auch im Interesse Österreichs und der Bevölkerung, die hier lebt, und al­ler, die hier fleißig arbeiten, und aller, die hier auch wirklich ihren Beitrag leisten, damit dieser Sozial- und Gesundheitsstaat und die Pensionen finanzierbar sind. All die wollen Gerechtigkeit. Und da haben sie recht, wenn sie das wollen, und da gehören wir zu denjenigen, wir Sozialdemokraten, die dafür kämpfen, dass es hier diese Gerechtigkeit gibt, auch bei jeder Art von Budget, auch wenn es einmal ein Stabilitätsbudget sein muss, damit wir aus diesem Defizitverfahren herauskommen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Deswegen kürzen Sie beim Bausparen! Das ist die Gerech­tigkeit!)

Kommen Sie einmal heraus und schildern Sie, was gut ist an dem Stabilitätspaket! Sie haben jetzt drei, vier Punkte kritisiert, die anderen haben Sie nicht angesprochen, also nehme ich an, Sie finden alles andere, was drinnen ist, gut. Das wäre einmal ein neuer Zugang der Opposition, wenn sie einmal das nationale Interesse in den Mittelpunkt stellen würde und nicht ihr kurzsichtiges parteipolitisches Interesse. (Abg. Ing. Westen­thaler: Was ist jetzt mit der Bausparförderung? Fünf Millionen sind davon betroffen!)

Nein, Herr Kollege Westenthaler, davon hängt schon auch das gesamte Bild der Politik ab. Es gibt ja ein reales Bild der Politik und es gibt oft auch ein gemachtes, ein künstli­ches Bild der Politik. Das, was wir nicht beeinflussen können und wogegen wir uns oft wehren müssen, ist dieses gemachte Bild, aber das reale Bild der Politik können wir sehr wohl beeinflussen. Indem wir da herinnen versuchen, alle fünf Parteien, uns ein­mal geschlossen in diesem europäischen Konzert der Regierungen, der Interessen und der Lobbys zusammenzufinden und den österreichischen Standpunkt da mit Nach­druck zu vertreten. Und das, finde ich, ist wichtig. (Abg. Scheibner: Kollege Cap, fah-


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ren wir zum nächsten Rat gemeinsam! Wir kommen mit, Herr Kollege!) Daher ist da nicht kleinmütige Hickhackerei angebracht, sondern dass man sich da wirklich einbringt und bemüht.

Wir haben, sowohl was die Loipersdorf-Beschlüsse als auch was das Stabilitätspaket betrifft, versucht, auf Einnahmenseite mit entsprechenden Maßnahmen auf eine sozia­le Gerechtigkeit zu achten, Maßnahmen, die zugleich auch wirtschaftlich sinnvoll und wirksam sind. Denn was heute kein einziger Redner der Opposition angesprochen hat, kein Einziger, war die Frage Wachstum, Beschäftigung, Sicherung der Arbeitsplätze, Sicherung der Finanzierungsgrundlagen von Pensionen, Gesundheitssystem, des ge­samten Sozialsystems. Das haben sie alle nicht erwähnt. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Strache: Das werden Sie mit Lohnnebenkostenerhöhungen nicht erreichen! Da sind Sie auf dem falschen Dampfer!) Das ist Ihnen anscheinend gleichgültig, das ist Ihnen in Ihrem Redebeitrag keinen einzigen Satz wert.

Damit unterscheidet sich Österreich maßgeblich von den anderen Ländern in der Eu­rozone, wo es Kürzungen, Reduktionen, Einsparungen gibt. Da reden wir dann ganz anders, wenn jemals so etwas bei uns zur Debatte stünde. (Abg. Bucher: Das habt ihr eh auch gemacht!) Das gibt es in den anderen Ländern in der Eurozone, in vielen, vie­len dieser Länder, ja selbst auch in den Ländern, die wirtschaftlich durchaus sehr plau­sible und gute Daten haben. Das muss man sehen, und diese Verantwortung, die man hier gegenüber der Bevölkerung hat, nehmen wir wahr. Wir sind Regierungsfraktion, wir nehmen sie wahr.

Aber es muss keine Automatik geben, dass die Opposition verantwortungslos argu­mentiert, das muss es nicht geben. Woran wir hier immer wieder appellieren, ist, an­hand von konkreten Beispielen sich da zusammenzufinden und gemeinsam für Öster­reich zu arbeiten! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Scheib­ner: Wir fahren eh mit! Auf nach Brüssel!)

10.25


Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Frau Klubobfrau Dr. Glawischnig-Piesczek ge­langt jetzt zu Wort. – Bitte.

 


10.25.59

Abgeordnete Dr. Eva Glawischnig-Piesczek (Grüne): Frau Präsidentin! Meine Da­men und Herren auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Der Herr Klubobmann Kopf kämpft immer. (Rufe: Cap! Cap!) – Ja, schon wieder die Verwechslung. Fängt schon wieder so an. (Heiterkeit.) – Der Herr Klubobmann Cap kämpft immer. Ich frage mich nur, was die letzten zwei Wochen tatsächlich bei den Budgetberatungen im Parlament passiert ist. Es ist ein sehr, sehr niedriger Anspruch von der Regierung in einem Spar­paket umgesetzt worden, von dem man schon vor Beschluss sagt, ein Drittel davon ist heiße Luft. Eine der Grundsatzkritiken war, dass die soziale Ausgewogenheit hinten und vorne nicht passt, dass es ein extrem ungerechtes Sparpaket ist.

Wir hätten uns eigentlich erwartet, dass Herr Klubobmann Cap in den parlamentari­schen Beratungen für soziale Gerechtigkeit in diesem Sparpaket kämpft. Tatsache ist, dass das Sparpaket jetzt an dieser Stelle noch viel schärfer ausschaut, als es vorher war, nämlich genau in den Punkten, die Sie genannt haben.

Die Finanztransaktionssteuer ist sicher eines der größten Probleme. Und hier den Kopf in den Sand zu stecken und so zu tun, als gäbe es da kein Problem, und nicht zu sa­gen, wer stattdessen diese Belastungen tragen soll, ist extrem unfair. Und diese Last wird jemand tragen müssen!

Das ist ja interessant, sich einmal anzuschauen, was tatsächlich passiert ist. Kurz vor dem informellen Finanzministerrat gehen die Deutschen her und erklären dieses Pro-


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jekt für begraben. Es gibt politisch und ökonomisch keinen Grund dafür. Der Wider­stand Großbritanniens, Schwedens und der Niederlande ist bekannt. Das hat innen­politische Gründe. Und ich würde Ihnen empfehlen, dass Sie als Regierung wirklich kämpfen, den Telefonhörer in die Hand nehmen, vor allem die ÖVP, und bei Ihrer Schwesterpartei in Deutschland anrufen und fragen, ob das noch in Ordnung ist. Seit 22 Gipfeln nickt diese Bundesregierung die Vorschläge von der Kanzlerin Merkel eins zu eins immer ab, ohne irgendetwas Vernünftiges im Gegenzug dafür zu fordern. Und das finde ich einfach unfair. Hier geht es um große Summen Geld und um große Hoff­nungen. (Beifall bei den Grünen.)

Hier geht es um die Hoffnung nicht nur der österreichischen, sondern auch der euro­päischen Bevölkerung, dass im Rahmen dieser Finanzmarktregulierung endlich einmal etwas passiert, dass nicht nur von Kämpfen geredet wird, sondern dass endlich etwas passiert und auch getan wird.

Und da ist vor allem die ÖVP gefordert. Für CDU und CSU war eine Finanztransak­tionssteuer immer etwas Unanständiges. Aber dieses Projekt darf nicht scheitern! Be­mühen Sie sich, und kämpfen Sie dort, wo zu kämpfen ist, nicht im österreichischen Parlament! Setzen Sie sich wirklich mit Ihren Schwesterparteien – das sind alles kon­servative Parteien in Europa, die das Projekt torpedieren – auseinander, und schauen Sie, dass Sie dort einen Konsens für dieses Projekt zusammenbringen! (Beifall bei den Grünen.)

Und solange Sie das nicht schaffen, sollten Sie zumindest so ehrlich sein, den Öster­reicherinnen und Österreichern zu sagen, wo Sie das Geld sonst hernehmen wollen. Und wenn Sie nicht bereit sind, das den Vermögenden, den Reichen und den Stif­tungen in Österreich wegzunehmen, dann werden Sie es den mittleren und den kleinen Einkommen wegnehmen. Das ist die Wahrheit. Stehen Sie dazu, oder machen Sie es anders! Wir wollen es anders. Wir wollen diesen Plan B am Tisch haben, wir wollen, dass genau dieses Loch, das sich jetzt mit dem Fehlen der Finanztransaktionssteuer auftut, wenn sie nicht gleich kommt, gefüllt wird mit Beiträgen der Reichen und Super-Reichen in Österreich. Das erwarten wir von Ihnen als ÖVP, dass Sie dazu stehen und sagen, woher Sie dieses Geld nehmen wollen. Nicht von den kleinen, nicht von den mittleren Einkommen und vor allem nicht von der arbeitenden Bevölkerung, sondern von den Vermögenden – das wäre ein vernünftiger Beitrag zur Budgetsanierung. (Bei­fall bei den Grünen.)

Problem Fairness. Das nächste Problem, das dieses Sparpaket hat, ist das Schweizer Abkommen. Da lässt sich Österreich von Liechtenstein und von der Schweiz de facto auf der Nase herumtanzen. Hier geht es um Steuerkriminelle. Hier geht es um Steuer­flüchtlinge. Die Schätzungen gehen da relativ weit auseinander: 10 Milliarden, 20, 30, bis zu 40 Milliarden € sollen dort an österreichischem steuerhinterzogenem Geld lie­gen. Vielleicht sind ein paar Prozent dabei, die sauber sind, aber der Großteil davon sind Steuerkriminelle. Und ich halte von diesem Vorgehen überhaupt nichts, diese zu amnestieren, sich schnell eine Milliarde Geld zu holen, anstatt sich ernsthaft auf euro­päischer Ebene zu bemühen, einen automatischen Datenaustausch über diese Steuer­sünder endlich zu ermöglichen. (Beifall bei den Grünen.)

Wissen Sie, was die Wahrheit ist? Wissen Sie, warum das ein Problem ist, warum die Europäische Union hier nicht mit voller Kraft vorgehen kann? Weil nämlich Österreich und Luxemburg hier bremsen. Die österreichische Finanzministerin bremst genau bei diesem konsequenten Vorgehen, internationale Steueroasen auszutrocknen. Bankge­heimnis an der falschen Stelle. Das finde ich extrem unfair, und das gehört abgeschafft und beendet. (Beifall bei den Grünen.)

Ja, dieses Paket ist schwerst ramponiert, muss man sagen. Ein Drittel davon hat sich in Luft aufgelöst. Das Problem der sozialen Ausgewogenheit, der Fairness hat sich


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noch weiter verschärft. Die Probleme, die wir in Österreich haben, werden damit nicht gelöst werden. Das ist leider die schlechte Botschaft zum Tag. Auch die pompösen Ausdrücke wie das größte Reformpaket der Zweiten Republik – ich meine, das ist ja ein absoluter Scherz, und das wissen Sie auch. Sie wissen, dass damit die Probleme, die wir in Österreich zu lösen haben, nicht gelöst werden.

Das ist genauso wie beim Budget: Im Herbst wurde es beschlossen, da war alles eitel Wonne, die Finanzministerin war stolz. Kein Handlungsbedarf, hat es geheißen – und dann kam das größte Sparpaket der Zweiten Republik. Und es wird weitergehen! (Bun­desministerin Dr. Fekter: Reformpaket!) – „Reformpaket“ ist leider Gottes ein schlech­ter Scherz, Frau Finanzministerin! Das ist wirklich ein Scherz!

Sie hätten die Chance gehabt, wirklich in Strukturen hineinzugehen, ein Pensionssys­tem zu schaffen, das wirklich tragfähig ist, ein Pensionssystem für alle, vor allem die Chancen der Jugendlichen, der zwei Millionen Menschen in Ausbildung zu erhöhen, In­vestitionsspielräume aufzumachen.

Herr Klubobmann Strache, eines muss ich Ihnen schon sagen: Das Klimaschutzversa­gen der österreichischen Bundesregierung dadurch zu lösen, dass man den Klima­schutz abschafft, das kann doch keine Lösung sein! Damit vernichten Sie österreichi­sche Arbeitsplätze! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Strache: Sie haben wieder nicht zugehört! – Abg. Dr. Graf: Wenn man keine Strafe zahlt, schafft man nicht den Klima­schutz ab!) Das ist gelinde gesagt ein wirklicher Blödsinn, ein wirklicher Blödsinn: aus dem Kyoto-Vertrag auszutreten, anstatt die Arbeitsplätze, die damit verbunden sind, die Chancen zu nutzen. Das kann ich nicht nachvollziehen. Das ist so ein typischer FPÖ-Vorschlag, wo man sich fragt: Wo ist da das Hirn geblieben? Entschuldigung! Wir brauchen grüne Arbeitsplätze, die brauchen wir! (Beifall bei den Grünen. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Strache.)

Das ist auch eines der Defizite, genau in diesem Bereich nicht mehr Geld in die Hand zu nehmen und zu investieren, das ist auch eine dieser Schieflagen, weil das nämlich eine wirkliche Zukunftsinvestition für unsere junge Generation ist – Stichwort: grüne Ar­beitsplätze. Stattdessen wird hier gekürzt! Schwerer Fehler in diesem Budget! Schwe­rer Fairnessfehler in diesem Budget!

Es hätte eine riesige Chance sein können, wirklich verkommene Probleme, die über Jahrzehnte Österreich beschäftigt haben, zu lösen. Jetzt staut es an allen Ecken und Enden. Gipfeln mit den Ländern – da kommt die Reformblockade der Länder wieder durch. Ich weiß nicht, wie das weitergehen soll, wenn Sie mit der Mutlosigkeit, mit der Sie dieses Paket vorgelegt haben, weiter gegen die Länder in diesen Fragen vorgehen werden.

Es wird leider so sein, dass die Probleme weiter bestehen werden, dass die Schere zwischen Arm und Reich weiter auseinandergeht, dass sich die Bildungschancen nicht verbessern werden, keine Freiräume für Zukunftsinvestitionen geschaffen werden – und diese Probleme unter Umständen eine neue Bundesregierung lösen wird. Und Sie von der SPÖ werden sich im Wahlkampf wieder hinstellen, so wie der Kollege Cap, und „Gerechtigkeit, Gerechtigkeit, Gerechtigkeit!“ verkünden, während Sie es fünf Jah­re lang, vor allem bei diesem Paket, verabsäumt haben, tatsächlich etwas zu mehr Ge­rechtigkeit in Österreich beizutragen.

Mich persönlich ärgern vor allem diese Darstellungen: Damit gewinnen wir das Triple A zurück! Das ist so ein tolles Reformwerk! – Das ist alles nicht wahr! Es ist unseriös, solche Dinge zu behaupten. Das wissen Sie auch. Es ist unseriös! Die tatsächlichen Probleme, die Österreich hat, sind immer noch im Bankensektor, das hätten Sie auch einmal ansprechen können. Standard & Poor’s, die Ratingagenturen sagen es ja, dass Österreich hier ein Problem hat. Und die Bevölkerung wartet hier auf Konsequenzen,


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nämlich Strukturen in dem Sinn zu verändern, dass diejenigen im Ostgeschäft nicht einfach weitermachen können wie bisher, dass man hier wirklich Reformen angeht und da einmal ein bisschen strenger hinschaut – Stichwort: Bankenaufsicht, europäische wie österreichische. Das sind die Themen, über die wir reden sollten. (Abg. Krainer: Aber das ist doch passiert!)

Das Sparpaket ist bereits von Standard & Poor’s mit einberechnet worden. Also tun Sie nicht so, als würden wir hier einen Beitrag dafür leisten, dass Österreich sein Triple A zurückgewinnt. Das ist auch gelinde gesagt ein Blödsinn. (Beifall bei den Grünen.)

Wir hätten eine Chance gehabt, Österreich fairer, gerechter, zukunftsfitter zu machen und vor allem für wichtige Zukunftsfragen – und da sind mir persönlich die Bildung und der Klimaschutz am allerallerwichtigsten – tatsächlich Geld zu lukrieren, in die Hand zu nehmen, wenn vor allem die ÖVP – und das ist meine abschließende Kritik an Ihnen – in diesem ganzen Prozess diese vollkommen absurde Schutzpolitik für Super-Reiche in Österreich aufgegeben hätte. Ich sage es Ihnen noch einmal: Sie haben zehn Kin­der, eines davon hat 33 Wurstsemmeln, alle anderen haben nur eine. Was würde das eine Kind machen? Es gibt natürlich den anderen die Wurstsemmeln ab, denn man braucht nicht 33 Wurstsemmeln. Ich glaube, das ist ein Beispiel, das die ÖVP versteht. Oder? (Beifall bei den Grünen.)

10.34


Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Dr. Stumm­voll. – Bitte.

 


10.34.59

Abgeordneter Dkfm. Dr. Günter Stummvoll (ÖVP): Frau Präsidentin! Herr Bundes­kanzler! Herr Vizekanzler! Meine Damen und Herren auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Wenn wir heute diese zwei Stabilitätspakete beschließen, mit einem Umfang von ungefähr 28 Milliarden €, mit einer Nachhaltigkeit für die nächsten fünf Jahre, so be­schließen wir zweifellos den größten Beitrag zu einer Stabilitätspolitik, den es bisher in der Geschichte der Zweiten Republik gegeben hat, meine Damen und Herren.

Ich bedanke mich bei der Bundesregierung dafür, dass sie mit diesem energischen Eintreten für die Stabilität bereits eines bewirkt hat: dass wir trotz Verlusts des Triple A bei einer Ratingagentur das Vertrauen der Investoren in die Zukunft unseres Landes wiedergewonnen haben. Denn eines ist schon interessant: Seit wir bei einer Rating­agentur das Triple A verloren haben, bei einer von dreien, zahlen wir die geringsten Zinsen seit den letzten Jahren, nämlich 2,8 Prozent. Das heißt, wir haben mit diesen Stabilitätspaketen das Vertrauen jener Menschen wiedergewonnen, die in die Zukunft des Landes investieren und die Vertrauen haben in die Politik und in die Wirtschaft die­ses Landes. Danke vielmals für diesen Beitrag! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abge­ordneten der SPÖ.)

Bei diesem Paket von 98 Gesetzesänderungen, von hunderten Maßnahmen ist mir völ­lig klar, dass nicht jeder von uns mit allen Einzelheiten zufrieden ist. Gar keine Frage! (Abg. Scheibner: Was ist mit dem Bausparen, Herr Kollege?) Aber es ist ganz be­achtlich, dass zwei Parteien mit zum Teil derartig unterschiedlichen ordnungspoliti­schen, gesellschaftspolitischen, wirtschaftspolitischen Grundpositionen ein so ausge­wogenes Paket zustande gebracht haben: keine Massensteuern, keine Schädigung des Wirtschaftsstandortes, Offensivmaßnahmen für Wachstum und Beschäftigung.

Meine Damen und Herren, das ist wirklich eine gewaltige politische Leistung, und die lassen wir uns nicht schlechtreden! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)

Meine Damen und Herren von der Opposition, lassen Sie mich eines einmal sagen: Ehrlich gestanden, ich verstehe nicht, warum Sie in der Politik sind, aus einem Grund:


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Politik soll doch Freude machen, ist Zukunftsgestaltung! Für Sie ist Politik Miesma­cherei. (Abg. Buchner – auf die Regierungsbank weisend –: So schaut die Freude aus! – Abg. Strache: Schauen Sie sich die „freudigen“ Gesichter auf der Regierungs­bank an!) Für Sie ist Politik Lust an der Schwarzmalerei, Lust am Pessimismus, Lust am Scheitern. Das ist Ihre Einstellung zur Politik! Das ist die falsche Einstellung! Politik soll Mut machen! Politik soll nicht miesmachen, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ.)

Wenn ich mir diese zwei Pakete hier anschaue, dann sage ich ganz offen: Es sind sehr, sehr viele wichtige Maßnahmen darin enthalten! Aber das Allerwichtigste ist für mich der geistige Bewusstseinsänderungsprozess, der damit stattfindet, nämlich weg von einem jahrelangen Märchen, der Staat könne ständig mehr ausgeben, als er ein­nimmt. Dieses Märchen haben viele Politiker in ganz Europa geträumt. (Abg. Strache: Wo der Kollege Stummvoll von Beginn an mit dabei war!)

Die dramatische Staatsschuldenkrise hat diesen Bewusstseinsänderungsprozess be­wirkt, meine Damen und Herren. Und gar keine Frage, ich bedanke mich hier aus­drücklich auch bei unserem Koalitionspartner. Da gab es ja viele Politiker und Man­datare, die jahrelang Anhänger des Deficit Spending waren. Aber jetzt sehen wir, wir haben eine gemeinsame Haltung, wir nehmen energisch den Kampf für die Stabilität, für die Zukunft unseres Landes auf, wir stellen das Land wieder auf gesunde Beine, meine Damen und Herren. Und da gebührt auch dem Koalitionspartner meine Achtung. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Verhaltener Applaus!)

Herr Kollege Strache, das ist schon wichtig! Sie kennen ja den Grundsatz der Demo­kratie: Du kannst hundert Mal überzeugt sein, dass deine Meinung die richtige ist, wenn du keine Mehrheit hast, hilft dir das nichts! – Sie erleben das leidvoll jeden Tag, Herr Kollege Strache. Und das gilt auch innerhalb der Koalition. (Abg. Strache: Hoch­mut kommt vor dem Fall!)

Warum mir das so wichtig ist, meine Damen und Herren: weil ich einer jener bin, mit vielen Freunden in der Volkspartei, die seit Jahren sagen, es gibt nichts Familienfeind­licheres als hohe Staatsschulden, denn das heißt, wir transferieren unsere Schulden auf unsere Kinder und Enkelkinder. Das wird jetzt beendet. Es kann nichts Unsoziale­res geben als hohe Staatsschulden, denn Staatsschulden bedeuten Umverteilung von unten nach oben. Der kleine Steuerzahler finanziert mit seinen Steuern die Zinsen für jene, die auf den Finanzmärkten die Anleihen zeichnen. Eine klassische Umverteilung von unten nach oben. (Abg. Ing. Westenthaler: Was ist mit der Bausparprämie?)

Herr Kollege Westenthaler! Ich habe vorhin gesagt, es wird keiner hier sein, der zu 100 Prozent mit allen hunderten Maßnahmen zufrieden ist. Ich gebe gerne zu, ich hätte das nicht gemacht. (Abg. Ing. Westenthaler: Was hätten Sie nicht gemacht?) Aber mir geht es so wie jedem Staatsbürger: Jeder Staatsbürger muss auch jene Gesetze ein­halten, die ihm nicht gefallen. Und ich gebe gerne zu, ich habe darum gekämpft, ich bin in der Minderheit geblieben, und ich muss es respektieren, dass ich in der Minderheit geblieben bin. Gar keine Frage! Es gibt hier ein Bündel von Maßnahmen, zu denen stehe ich voll, auch wenn mir eine Detailmaßnahme vielleicht nicht so gefällt, wie sie anderen gefällt.

Meine Damen und Herren, noch etwas, was ich an diesem Paket ganz beachtlich fin­de: Es ist hier gelungen, wirtschaftspolitisch ein strategisches Dreieck zu fixieren – ein Dreieck, bestehend erstens aus Strukturreformen, zweitens aus Initiativen für Wachs­tum und Beschäftigung, also Offensivmaßnahmen, und drittens auch notwendigerwei­se aus dem Schließen von Steuerlücken. (Abg. Strache: Das wird im Bermudadreieck versenkt!) Das gebe ich gerne zu. Aber das signalisiert auch die Ausgewogenheit die­ses Dreiecks: einerseits Strukturreformen, andererseits Wachstumsimpulse für Be­schäftigung und drittens das Schließen von Steuerlücken.


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Dass das, meine Damen und Herren, nicht alles auf Knopfdruck geht, Herr Kollege Strache, wissen Sie ja auch. Nehmen wir die Frage Pensionen her! Es wäre ein Feder­strich des Gesetzgebers, das gesetzliche Pensionsantrittsalter zu erhöhen, aber das ist nicht unser Problem. Unser Problem ist das faktische. Und das faktische Pensionsalter können Sie nicht so einfach erhöhen wie das gesetzliche. Da braucht es umfassende Strategien, da nehme ich auch die Sozialpartner mit hinein. Denn was sage ich jenem 55-Jährigen, der sagt: Ich bin gekündigt worden, weil der Chef gesagt hat, der 30-Jäh­rige ist 30 Prozent billiger und er bringt die gleiche Leistung!? (Abg. Strache: 52-jäh­rige Nationalbankpensionisten! Was sagt man denen?) – Da sind auch die Sozialpart­ner gefordert, die Lebenseinkommenskurve an die Lebensleistungskurve in vielen Kol­lektivverträgen anzugleichen.

Es ist auch eine Herausforderung an die Gesundheitspolitik. Was sage ich dem 54-Jäh­rigen, der sagt: Ich würde noch gerne arbeiten, aber ich kann gesundheitlich nicht mehr!? – Eine Riesenherausforderung auch für die Qualifikationspolitik. Denn was sa­ge ich der 52-jährigen Textilarbeiterin, die ihren Arbeitsplatz verliert? Wir haben keinen Textilarbeitsplatz mehr, aber wir brauchen dringend Pflegepersonal. – Das ist eine ge­waltige Herausforderung für die Qualifikationspolitik, meine Damen und Herren. Und das geht nicht alles auf Knopfdruck, genauso wie die großen Reformen nicht auf Knopf­druck gehen.

Natürlich wäre es schön, wenn wir jetzt sagen könnten: Hurra, riesige Paukenschläge, wir haben alles für die nächsten fünf Jahre geklärt, und jetzt können wir fünf Jahre lang die Hände in den Schoß legen!

Im Gegenteil, meine Damen und Herren! Ich sage Ihnen voraus: Es wird noch sehr viel Schweiß, es wird noch sehr viel Gehirnschmalz notwendig sein, um all das umzu­setzen, was in diesem Paket drinnen ist!

Nehmen wir den Gesundheitsbereich her! Da haben wir den Gesundheitsminister, sehr ambitioniert, aber allein kann er nicht viel machen. Er braucht die Länder, er braucht die Sozialversicherungsträger. Da sind mühsame Verhandlungsprozesse notwendig. Aber der politische Wille ist klar: Wir wollen in diesem Bereich mehr Effizienz bei gleichzeitiger Sicherung der Leistungsqualität, meine Damen und Herren!

Und genauso bei jenen Punkten, bei denen Sie uns so gleichsam vorwerfen, das seien lauter Hausnummern. – Ja, meine Damen und Herren, was heißt Finanztransaktions­steuer? – Wir, alle Parteien, haben sie hier im Parlament vor sechs Jahren im Finanz­ausschuss und auch im Plenum per Entschließungsantrag beschlossen. Wir haben gesagt: Wir sind dafür, dass auf europäischer Ebene eine Finanztransaktionssteuer eingeführt wird! Aus welchen Gründen? – Weil es nicht einzusehen ist, dass ich für jede Semmel, die ich kaufe, für jedes T-Shirt, das ich kaufe, eine Steuer zahle und es im Finanzbereich keine Steuern gibt. Da werden Milliarden und Billionen von Dollar je­den Tag um die Weltkugel gejagt, alles zum Teil unreguliert, alles zum Teil steuerfrei. Das kann es doch nicht sein!

Wir haben das vor sechs Jahren beschlossen. Wir haben gesehen, welch mühsamer Prozess das war. (Abg. Strache: Und dann rechnen Sie die Einnahmen fix ins Budget ein!) – Und es waren natürlich auch leere Kilometer, Herr Kollege. Wir haben gesehen, wie mühsam es war, das auf europäischer Ebene einmal zum Gesprächsthema zu machen. Natürlich sind wir noch nicht dort, wo wir sein wollen (Abg. Bucher: Nicht ein­kalkuliert!), aber während Sie nur miesmachen, Pessimismus ausstrahlen und Schwarz­malerei betreiben, setzen wir uns auf europäischer Ebene ein.

Und ich sage Ihnen voraus  (Abg. Strache: Das kann man nicht fix ins Budget ein­rechnen! Das ist absurd! Erst wenn es durchgesetzt ist!) – Herr Kollege Strache! Die Mikrofone sind immer stärker. Glauben Sie mir das! – Ich sage Ihnen voraus, es wird


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die Finanztransaktionssteuer nicht in jener Form geben, wie sie jetzt die Kommission auf den Tisch gelegt hat, aber es wird eine Finanzsteuer geben müssen, meine Da­men und Herren. Europa kann nicht zuschauen, wie sich die Finanzwirtschaft völlig von der Realwirtschaft entkoppelt hat, wie die sogenannten Schattenbanken agieren, die Milliarden und Billionen von Dollar täglich um die Weltkugel jagen. Da wird Europa nicht zusehen können.

Das Zweite ist, dass die Staatsschuldenkrise einen Druck dahin gehend ausüben wird, dass wir hier Einnahmen aus dem Finanzsektor bekommen. Wir wollen ja jene erfas­sen – da stimme ich mit Cap überein –, die zum Beispiel High Frequency-Geschäfte machen, die auf Knopfdruck Milliarden bewegen. Die haben alle mit der Realwirtschaft nichts mehr zu tun. Ich nehme da wirklich jene Banken in Schutz, die traditionelle Bankgeschäfte machen, die die Wirtschaft finanzieren. Das wollen wir haben, das ist die Voraussetzung für Wachstum und Beschäftigung. (Abg. Bucher: Ja, Trennung!) Aber ich will die ganzen internationalen Spekulationsgeschäfte mit einer Steuer in die Schranken weisen. Das wird uns auf europäischer Ebene gelingen, auch wenn nicht in jener Form, wie sie jetzt auf dem Tisch liegt. (Abg. Strache: Wenn Sie keine haben, können Sie es im Budget nicht berücksichtigen! Das ist absurd!)

Glauben Sie mir, Herr Kollege Bucher: Wir brauchen mehr Optimismus, mehr Zukunfts­optimismus, weniger Miesmacherei und weniger negative Einstellung, die Sie haben. Glauben Sie mir das!

Wir werden erfolgreich sein! Sie können mich beim Wort nehmen. Wir werden in ab­sehbarer Zeit eine Finanzsteuer auf europäischer Ebene haben. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)

10.44


Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Herr Klubobmann Bucher gelangt nun zu Wort. – Bitte.

 


10.44.32

Abgeordneter Josef Bucher (BZÖ): Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wenn der Herr Kollege Stummvoll von Lust und Freude spricht, die die Politik vermitteln soll, dann muss ich mich wirklich fragen: Wie weit ist die ÖVP schon gesunken, wenn Sie Lust und Freude bei einer derartigen Schröpfungsaktion ver­spüren, die Sie derzeit in Österreich vornehmen, meine lieben Herrschaften von der ÖVP? Das ist doch beispiellos! (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)

Ich glaube, der Bundesregierung geht es anders. Ich bitte, einmal den Fokus auf die Gesichter hinter mir zu richten, auf die Regierungsmitglieder, denn solche betretenen Gesichter hat man ja selten gesehen. Da weiß man schon, dass das, was heute hier in dieser Husch-Pfuschaktion beschlossen werden soll, nicht halten kann und nicht halten wird. Und alle Experten gehen ja davon aus, dass diese Maßnahmen, diese 98 „Luft­ballons“ – man hat ja wahrscheinlich bewusst nicht 99 gewählt, weil es in Abwandlung davon ein Lied gibt – platzen werden. (Zwischenruf des Abg. Dr. Stummvoll.)

Und einige sind ja schon geplatzt. Noch bevor Sie die Beschlussfassung hier herinnen vorgenommen haben, sind zwei Punkte obsolet. Das muss man sich einmal vorstellen! Daher ist es ja kein Wunder, dass Sie hier hinter mir so betreten dreinschauen, weil Sie nämlich genau wissen, dass das, was Sie da vornehmen, nicht in Ordnung ist und eine Mogelpackung darstellt. (Beifall beim BZÖ.)

Herr Kollege Stummvoll, wenn ich die Zeitung richtig zitiere, dann haben Sie gesagt, Sie hätten die Bausparprämie nie angegriffen. Erinnern wir uns! Die Bausparprämie war ein Konjunktur-Turbo, aber ihr steigt jetzt damit auf die Bremse. (Abg. Ing. Wes­tenthaler: So ist es!) Vollgas ist jetzt angesagt im Vorfeld einer Wirtschaftskrise, meine


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lieben Herrschaften von der Wirtschaftspartei ÖVP! Mit Vollgas müsste jetzt eigentlich gefahren werden, anstatt auf die Bremse zu steigen. Lasst euch das endlich einmal ge­sagt sein! (Beifall beim BZÖ.)

Euer eigener Vertreter in der Wirtschaftskammer spricht davon: 10 000 Jobs in der Baubranche sind gefährdet! – Überlegt das doch! (Der Redner hält einen Zeitungsar­tikel in die Höhe.) Das sind eure Vertreter, die da in der Wirtschaftskammer ihr Unwe­sen treiben, die Zwangsmitgliedsbeiträge einheben und dann die Bundesregierung kritisieren. Ihr macht herinnen bezahlterweise genau das Gegenteil. Und das ist ja der Wahnsinn, der hier betrieben wird (Beifall beim BZÖ): einmal als Wirtschaftskämmerer zu kassieren, hier herinnen wieder zu kassieren, und beide Male eine andere Ansicht zu vertreten! – Das muss man sich einmal vorstellen! Das ist ja unerhört! (Abg. Wö­ginger: Warum schreist du so? Beruhige dich einmal!)

Weil Sie immer der Opposition die Schuld geben: Dass es sich um ein Loch handelt, kommt ja nicht von uns! – Schäuble spricht ja schon offen davon, dass diese Finanz­transaktionssteuer nicht einbringlich sein wird.

Oder: „Spar-Paket: Loch schon 8 Milliarden“. – Heutige Tageszeitungen berichten da­von.

Oder: „Schnelles Geld ab 1. April“.

Oder: Reformen auf die lange Bank geschoben, oder überhaupt für die nächsten Re­gierungen in Warteposition gestellt.

Oder: „Finanzexperten bezweifeln, dass das von der Regierung vorgelegte Sparpaket hält.“

Das alles ist in den Zeitungen nachzulesen. Das kommt ja nicht allein von der Op­position. (Abg. Mag. Schickhofer: Auch wenn sie es berichten, ist es nicht richtig!) Das sind die richtigen Einschätzungen von Experten: „Das geschrumpfte Paket“ – heute in den Zeitungen nachzulesen.

Frau Finanzministerin, weil Sie immer davon sprechen, dass diese Schwarzgeldkonten von den Österreicherinnen und Österreichern in der Schweiz jetzt sozusagen an die Kandare genommen werden: Vor wenigen Tagen – das stand in den Zeitungen – sagte Mario Tuor, Sprecher des Staatssekretariats für internationale Finanzfragen in Bern:

Ein Inkrafttreten mit Anfang 2013 entspricht einem sehr ehrgeizigen Zeitplan. Über konkrete Zahlen wurde von unserer Seite noch nicht gesprochen. – Zitatende.

Mit wem sprechen Sie, Frau Finanzministerin, wenn nicht mit den Schweizern?! – Re­den Sie mit Namibia? Mit wem reden Sie? Sie reden offensichtlich nicht mit den Schweizern und verhandeln auch nicht mit denen. (Abg. Ing. Westenthaler: Mit DJ BoBo!) Und das ist ja der Punkt, den wir kritisieren: Sie sind höchstgradig unseriös in Ihrem Vorgehen, höchstgradig unseriös, indem Sie uns völlig falsch informieren hier im Hohen Haus und auch die Öffentlichkeit belügen, Frau Finanzministerin! – Lassen Sie sich das auch einmal gesagt sein! (Beifall beim BZÖ.)

Die Finanztransaktionssteuer: ein gutes Vorhaben, ja, da gab es eine Fünf-Parteien-Einigung. Aber, meine sehr geehrten Damen und Herren, es ist ja nicht seriös, eine Fi­nanztransaktionssteuer, einen Ertrag in ein Sparpaket einzurechnen, den ich nicht ha­be. Sie wissen ja heute noch nicht, ob das ins Brüsseler Budget hineinfließen wird und ob wir überhaupt einen kleinen Anteil davon bekommen werden. Sie wissen es aus heutiger Sicht noch nicht. Und der deutsche Finanzminister hat Ihnen einen Strich durch die Rechnung gemacht. – Das ist absolut unseriös!

Und wer glaubt denn, bitte, in Österreich, dass der überaus geschätzte große Einfluss eines Herrn Staatssekretärs Schieder (demonstrativer Beifall beim BZÖ) oder einer


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Frau Fekter in Brüssel dieses Ziel erreichen wird?! Wer glaubt denn bitte daran?! – Das ist ja eine katastrophale Selbstüberschätzung, meine sehr geehrten Damen und Herren – und das auf dem Rücken der österreichischen Staatsbürgerinnen und Staats­bürger! – Das glaubt Ihnen niemand! (Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)

Ein weiterer Punkt: die Vorsteuerregelung in den Gemeinden – auf die lange Bank ge­schoben. Das können Sie auch schon wieder vergessen, genauso wie den Vorsteuer­betrag auf die Pensionskassen, woraus Ihnen auch nicht 900 Millionen erwachsen wer­den, sondern ein viel geringerer Beitrag.

In Summe ist das eine Mogelpackung! Jede Sandburg ist ja ein Ausfluss an Stabilität gegenüber dem, was Sie hier gezimmert haben, meine sehr geehrten Damen und Her­ren! (Beifall beim BZÖ.) Und wir sprechen heute von dauerhaften Reformen, die ange­gangen werden müssen.

Dass Ihre Glaubwürdigkeit enorm angekratzt ist, müssen Sie jetzt halt endlich einmal auch in Kauf nehmen, denn all Ihre Ankündigungen, all Ihre Vorhaben, die Sie hier im Hohen Haus präsentiert haben, sind gänzlich gescheitert, ob das jetzt das Banken­rettungspaket war – reicht nicht aus, da werden Sie neuerlich zuschießen müssen – oder ob das jetzt die Griechenlandhilfspakete betrifft, die auch nicht ausreichen.

Wissen Sie, Frau Ministerin, was Sie uns hier alles erzählt haben, nämlich: Das ist ein Geschäft für Österreich, für den Steuerzahler! – Jetzt muss wieder neu verhandelt und neu nachgeschossen werden. Die Rettungsschirme reichen nicht aus.

Ja, meine sehr geehrten Damen und Herren, wissen Sie, was jetzt auf uns zukommt?! –Beide Rettungsschirme sollen jetzt parallel laufen – nicht der eine den anderen ablö­sen, sondern aufgeblasen werden!

Frau Merkel hat schon angekündigt, dass die EFSF und der ESM, der noch vor dem Sommer von Ihnen beschlossen werden soll, insgesamt 1 Billion € umfassen sollen. Österreichs Beiträge für diesen ESM, diesen Europäischen Stabilitätsmechanismus, diesen Schuldenmechanismus, der hier in Gang gesetzt werden soll, belaufen sich auf insgesamt 4,5 Milliarden € an Cash. Die Haftungen kosten uns insgesamt 40,5 Milliar­den €.

Da frage ich mich schon, meine sehr geehrten Damen und Herren von der Bundesre­gierung, was Sie sich eigentlich dabei gedacht haben. Sind Sie noch ernst zu neh­men?, frage ich mich. Sind Sie noch ernst zu nehmen? – Eine ernsthafte Frage, die man in Anbetracht dieser Situation stellen muss.

Sie schröpfen die Bürgerinnen und Bürger in Österreich mit Fantasiemaßnahmen, die so nicht haltbar sind, nur damit Sie die Banken und die maroden Länder Europas ret­ten. Das ist Ihre Kampfmaßnahme! Das ist das Einzige, was Sie jetzt mit diesem Spar­paket zustande bringen!

Und das alles, meine sehr geehrten Damen und Herren, wird ja nicht ausreichen. Es wird die Griechenlandhilfe zu wenig sein. Es wird für den Rettungsschirm Geld notwen­dig werden. Und es werden auch in Zukunft Wirtschaftsförderungsmaßnahmen not­wendig werden, wenn die Wirtschaft nicht mehr so wächst, wie sich das nach Ihren Planrechnungen in Ihrem Budget niederschlagen soll.

Und die Banken werden neuerlich kommen. Ich frage mich, wie Sie das alles finanzie­ren und wie Sie das alles bewerkstelligen wollen. Das ist mit den finanziellen Maßnah­men, die Sie hier eingeplant haben, unmöglich.

Wir sagen: Gehen Sie endlich einmal den Weg über Strukturreformen! Greifen Sie end­lich einmal die verschiedensten Reformen an, die vom Rechnungshof gekommen sind,


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die hier im Hohen Haus in Form von Anträgen der Opposition eingegangen sind, die eine Unzahl, eine Fülle von Einsparungsmaßnahmen enthalten!

Über diese sollte jetzt nachgedacht werden! Da möchte ich einen Wettbewerb an Ideen und Vorschlägen sehen – aber nicht einen Wettstreit von Rot und Schwarz, welche Steuern erhöht und welche neuen Steuern eingeführt werden sollen! Das wäre der beste Beitrag für die Absicherung des Wirtschaftsstandortes Österreich. Das würde die Arbeitsplätze sichern, neue Arbeitsplätze schaffen und den Wohlstand ausbauen. Das wäre eine geordnete Investition. (Beifall beim BZÖ.)

Lassen Sie sich einmal eines gesagt sein: Wir brauchen in Österreich längst neue Strukturen! Sie lassen sich ständig von Herrn Häupl und von Herrn Pröll sagen, was Sie zu tun haben. (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) Sie sind ja nichts anderes als ein Schattenkabinett dieser beiden Landesfürsten, meine sehr geehrten Damen und Herren! Wir brauchen in Österreich eine Föderalismusreform, geordnete Struk­turen, ein völliges Überdenken all dieser strukturellen Situationen und Maßnahmen für all das, was wir in Österreich schon längst einmal reformieren müssen.

Da wäre jetzt der richtige Zeitpunkt dafür! Man soll nicht über neue Steuern und Steu­ererhöhungen nachdenken. Sie schröpfen damit ausschließlich den leistungsorientier­ten Mittelstand. Der wird jetzt zur Kassa gebeten. Der wird jetzt dafür bluten müssen, dass Sie die völlig falschen Entscheidungen auf europäischer Ebene getroffen haben. (Anhaltender Beifall beim BZÖ.)

10.54


Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Nun gelangt Herr Bundeskanzler Faymann zu Wort. – Bitte.

 


10.54.55

Bundeskanzler Werner Faymann: Sehr verehrte Frau Präsidentin! Herr Vizekanzler! Mitglieder der Bundesregierung! Sehr verehrte Damen und Herren! Hohes Haus! Wenn man sich die Frage stellt, warum derzeit für österreichische Staatsanleihen ein Zinsni­veau von 2,8 Prozent existiert, also eine Bewertung, die nahezu am Tiefstand ist –
2,6 war einmal der Tiefstand vor etwa einem Jahr –, und wenn wir wissen, dass wir bei Staatsanleihen früher für die Verzinsung (Abg. Strache: Weil Geld geflutet wird von der EZB! Deshalb!) 4, 5 und 6 Prozent einstellen mussten, dann muss ich sagen: Dass Staatsanleihen in einer Zeit gekauft werden, in der Staatsanleihen sehr viel an Vertrau­en in Europa verloren haben, bedeutet, dass Österreich als stabil eingeschätzt wird, sonst wären die Zinsen nicht so niedrig! Das fehlt in Ihrer Debatte. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Strache: Die Geldflutung der EZB!)

Wenn ich mir etwa die Beschäftigungszahlen ansehe, dann muss ich sagen: Es ist keine Rede von all den instabilen Verhältnissen und was da alles falsch und schreck­lich gemacht wird! Da gehören wir zu den Musterländern in Europa: hohe Beschäfti­gungsquote, geringe Arbeitslosigkeit, geringe Jugendarbeitslosigkeit. Das kann doch nicht von ungefähr kommen. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)

Wenn Sie uns jetzt nicht auch noch bei den nächsten Runden erklären, das sei das Verdienst der Reden, Herr Strache, Ihrer Reden, wenn Sie uns das nicht auch noch weismachen wollen, dann sagen wir doch, wessen Verdienst das ist! – Es ist das Ver­dienst der fleißigen Unternehmen in unserem Lande, der fleißigen Arbeitnehmer und der politischen Rahmenbedingungen. Da tragen Sie zur Stabilität wenig bei! Aber die Österreicher tragen viel dazu bei, und ihnen ist einmal auch dafür zu danken. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)

Wenn man durch die stärkste und härteste Wirtschaftskrise seit den dreißiger Jahren durch muss und Konjunkturmaßnahmen mit einem Konjunkturpaket zur Ankurbelung der Wirtschaft treffen musste, dann muss man natürlich in der Folge auch wieder dafür


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sorgen, dass wir mit einer Schuldenbremse, Einsparungsvorschlägen und zusätzlichen Einnahmen die Finanzen auch für die nächsten Jahre stabilisieren.

Da gibt es tatsächlich bei 28 Milliarden €, die vorgeschlagen werden, vieles, das in der Kritik zu Recht als positiv, als negativ, als zu gering zu bezeichnen ist. Es ist auch ein, finde ich, richtiger Prozess in einer Demokratie, das ganz offen anzusprechen.

Da stört – wenn ich mir die Reaktionen aus der Bevölkerung anschaue, stelle ich das fest – viele Menschen der Umstand, dass wir bei der Bausparprämie eine Kürzung, die bis zu 18 € im Jahr ausmacht, vornehmen.

Da stört andere, dass wir bei den Pensionen, obwohl wir auch die kleineren infla­tionssichern, überhaupt etwas verändern müssen.

Da stört andere, dass wir bei den einnahmenseitigen Maßnahmen noch Reserven mit gerechten Maßnahmen hätten, die zu mehr Verteilungsgerechtigkeit beitragen würden. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Strache: Bei den Privilegien der Nationalbank tun Sie nichts!)

Und da gibt es eine Reihe von emotionalen, sachlichen, ideologischen, politischen, wirtschaftlichen richtigen Vorschlägen. (Abg. Kickl: Was tun Sie ..?) Aber machen wir doch einen Vergleich! Stellen wir uns einmal die Frage: Wie gehen denn unsere Part­ner, andere Länder in der Europäischen Union mit diesem gewaltigen Volumen um, das in den jeweiligen Ländern – in manchen noch viel mehr als in Österreich – erbracht werden muss, um überhaupt die Finanzen stabil zu halten?

Da gibt es 14 von 27 EU-Staaten, die sich in den letzten zwei Jahren dazu entschieden haben, die Mehrwertsteuer und die Mehrwertsteuer auf Lebensmittel zu erhöhen. – Wir machen das bewusst nicht, weil das die Falschen treffen würde, weil das die Ärmeren treffen würde, weil das die Familien und die Haushalte treffen würde. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kickl: Und trotzdem sind Lebensmittel bei uns immer noch teurer! – Abg. Ing. Westenthaler: Mineralölsteuer!)

Wir unterscheiden uns von jenen, die reale Kürzungen bei den kleinsten Pension vor­nehmen, und wir unterscheiden uns von jenen, die einfach eingreifen und dadurch die Armut erhöhen oder die Jugendarbeitslosigkeit erhöhen. (Abg. Strache: Trotzdem sind bei uns Lebensmittel teurer als in den anderen Ländern!)

Wenn in Europa in den letzten beiden Jahren die Jugendarbeitslosigkeit von 4 auf 5,5 Millionen angestiegen ist und wir gleichzeitig in Österreich die geringste Jugendar­beitslosigkeit haben, dann zeigt das, dass wir uns von jenen unterscheiden, die diese Krise mit Sozialabbau beantwortet haben. – Das ist gut, das ist sozial ausgewogen, das ist richtig! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kickl: Wieso haften wir dafür?)

Nun gibt es zur Frage, wie sich die Konjunktur weiterentwickeln wird, unterschiedliche Prognosen. Wir hatten natürlich zum damaligen Zeitpunkt eine Prognose des Wifo zu­grunde zu legen, von der man auch nicht hundertprozentig sagen kann, dass sie in den nächsten fünf Jahren so eintreffen wird. (Abg. Ing. Westenthaler: Die liegen ja regel­mäßig daneben!)

Herr Westenthaler, Sie haben gesagt, wir geben auf, im eigenen Land die Entschei­dungen zu treffen. – Ja, Herr Westenthaler, erstens sind wir schon länger in der Euro­päischen Union, wo wir auch gemeinsame Entscheidungen treffen (Abg. Ing. Westen­thaler: Aber die Budgethoheit ist schon noch im Land, oder?), und zweitens (Abg. Ing. Westenthaler: Aber die Budgethoheit haben wir bis jetzt gehabt!), jeder dritte Arbeitsplatz hat indirekt mit dem Export zu tun. Also geben wir zu, dass wir eben im Land alleine zum Beispiel über den Export nicht entscheiden können, sondern dass wir ein stabiles Europa brauchen und dass wir stabile Entwicklungen in der europäischen Politik brauchen! Engagieren wir uns daher, und tun wir nicht so, als könnten wir alles


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innerhalb unserer Grenzen bestimmen! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)

Daher gibt es tatsächlich eine Reihe von Unsicherheiten, schon alleine durch die Wirt­schaftsprognosen, die zugrunde liegen und die – wie Sie selbst sagen – in der Vergan­genheit auch öfter revidiert wurden. Wir hoffen natürlich, dass die Anzeichen, die es gibt – ich könnte Ihnen hier die Oesterreichische Nationalbank und den Konjunkturindi­kator sagen, ich könnte Ihnen auch über die aktuellen Diskussionen beim Wifo-Kon­junkturtest da jetzt einiges verlesen und sagen –, stimmen, aber es ist noch kein Grund, Entwarnung zu geben, nein. Es werden sich auch die Prognosen jetzt in den nächsten paar Wochen nicht radikal verändern, aber es ist doch eine Tatsache, dass sich in Europa die Situation bei den Staatsanleihen stabilisiert hat, dass in Europa wieder ein gewisses Selbstvertrauen und Vertrauen auch in der Kaufkraft vorhanden ist, und das lässt doch auch zu Recht darauf hoffen, dass mit der Kraft Österreichs wieder der Ex­port angekurbelt werden kann und das Wirtschaftswachstum in den nächsten Jahren wieder gesteigert werden kann. (Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.)

Also es geht nicht darum, dass wir jetzt alles schlechtreden, was da an Löchern und Schwierigkeiten entstehen kann. Es kann durch unsere Investitionen und durch eine gute, gemeinsame europäische Politik mit Investitionen in Beschäftigung, in Wirt­schaftswachstum auch besser werden. Und das wäre die beste Form der Wirtschafts­politik: Wenn die Wirtschaft floriert, es gerecht zugeht, ordentlich verteilt wird, und es den Leuten gut geht, weil sie Beschäftigung haben! Dann geht es auch uns besser, dann werden auch unsere Einnahmen steigen, und dann werden wir sogar noch bes­sere Möglichkeiten vorfinden. Und das ist das Ziel! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Ab­geordneten der ÖVP.)

Daher haben wir bei den vielen Vorschlägen sehr genau darauf Rücksicht genommen, dass wir etwa im Bereich der Schiene, im Bereich der Straße, im Bereich der Wärme­isolierungen, im Bereich der Bautätigkeiten eben in dieser schwierigen Situation sehr genau darauf achten, dass wir einerseits sparsam vorgehen, aber andererseits etwa im Infrastrukturbereich etwa 2 Milliarden € pro Jahr investieren. Also nicht kaputtsparen und zerstören, sondern dafür sorgen, dass Sparen und Investieren zusammengehören! Und das ist ein richtiger Weg, wenn man die Beschäftigung so aufrechterhalten möchte.

Und während sich andere für den Abbau des Sozialstaates entschieden haben, haben wir uns entschieden, auch auf die Erhöhung der Bankenabgabe, auf die Immobilien­steuer, auf die Solidarabgabe zu setzen. (Abg. Scheibner: Spekulanten?!) Das ist auch ein Beitrag für Gerechtigkeit in einem Land, wo wir zu Recht daran gemessen werden, ob wir dieses Ziel, die Finanztransaktionssteuer, auch auf europäischer Ebene mit vollem Einsatz verfolgen.

Und da möchte ich Ihnen abschließend sagen: Fürchten wir uns nicht davor, Herr Stra­che, wenn der deutsche Nachbar jetzt in der Regierung keine einheitliche Meinung zu­stande bringt! Wir wissen, dass es in ganz Europa immer mehr Länder gibt, die auch durch die Kraft der Bevölkerung ihrer Meinung Ausdruck geben und die sagen: Wir brauchen eine Steuer, die Regeleffekte hat, wir brauchen Finanzmarktregulierungen, und wir brauchen zusätzliche Einnahmen aus diesem Sektor!

Machen wir uns daher nicht klein, vertrauen wir darauf, dass Österreich stark ist, und setzen wir uns auch für diese Finanztransaktionssteuer weiter gemeinsam ein! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)


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11.04


Präsident Fritz Neugebauer: Zu Wort gelangt nun Herr Vizekanzler Dr. Spindeleg­ger. – Bitte.

 


11.04.39

Bundesminister für europäische und internationale Angelegenheiten Vizekanzler Dr. Michael Spindelegger: Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Sehr geschätzte Mit­glieder der Bundesregierung! Meine sehr geehrten Damen und Herren des Hohen Hauses! Das Konsolidierungspaket, das heute zur Abstimmung kommt, hat eine Hand­schrift, und die heißt: Wir lernen aus dem, was unsere Republik, unsere nächsten Ge­nerationen belastet. (Abg. Vilimsky: Die Bausparprämie zum Beispiel belastet ...!) Das sind die Schulden. 74 Prozent Staatsverschuldung sind genug! Wir müssen daher mit den Schulden herunter. (Abg. Strache: Die ausgelagerten Bereiche !) Das war die Motivation und das ist die Motivation für ein engagiertes Paket, das heute im Hohen Haus zur Beschlussfassung aufliegt. Und ich stehe dazu: Wir müssen das ernst neh­men! Nächste Generationen haben das Recht darauf, dass wir ihnen Chancen ver­erben und nicht Schulden. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Stefan: ... höhere Sozial­versicherungsbeiträge, damit ...hohe Pensionen zahlen!)

Meine Damen und Herren, wir – der Herr Bundeskanzler und ich – haben mit der Bun­desregierung am Beginn des Dezembers gesagt, dass wir eine Schuldenbremse ha­ben wollen. Wir haben innerhalb von zehn Wochen ein Paket ausverhandelt, das fünf Jahre umfasst, das 98 Gesetze umfasst, das uns diese Zukunft ermöglicht, mit einer Prognose, dass wir 2016 wieder ein ausgeglichenes Budget haben, dass wir mit der Staatsverschuldung herunterkommen auf 70 Prozent und die Prognose bis 2020 auf­recht ist, dass wir wieder Maastricht-konform auf 60 Prozent Staatsverschuldung he­runterkommen. (Abg. Bucher: Das ist ja unmöglich! – Abg. Strache: Wirklich absurd!)

Das ist es, was diese Bundesregierung geleistet hat: innerhalb kurzer Zeit aus einer Ankündigung Gesetzestexte zu machen und sie heute dem Hohen Haus zur Be­schlussfassung vorzulegen. Das ist ein gewaltiges Programm, meine Damen und Her­ren, und ich glaube, da brauchen wir auch unser Licht nicht unter den Scheffel zu stel­len. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Strache: Das ist eine Märchenstunde!)

Wenn ich mich nach der ersten Rednerrunde mit dem auseinandersetze, was uns die Oppositionsparteien gesagt haben: Ja, da gibt es auch vieles darauf zu antworten. Lassen Sie mich nur einige Schlaglichter hervorheben: Wenn der FPÖ-Obmann und -Klubobmann Strache heute die Pippi Langstrumpf zitiert, zeigt das, dass er ein kind­liches Gemüt hat und dass die Märchen in seiner Politik offensichtlich eine besondere Rolle spielen. (Abg. Strache: Ich hab’ die Frau Fekter damit verglichen – falls Sie nicht aufgepasst haben –, ihr Verhalten!)

Aber, meine Damen und Herren, die Frau Finanzministerin mit der Pippi Langstrumpf zu vergleichen (Abg. Grosz: Das hat die Pippi Langstrumpf nicht verdient!), das weise ich zurück. Wir haben eine Finanzministerin, die hervorragende Arbeit leistet, die die­ses Steuerzahlergeld hervorragend verwaltet (Beifall bei der ÖVP), und darauf bestehe ich, meine Damen und Herren! – Diese Märchenstunden, die können Sie jemandem anderen erzählen. (Zwischenrufe der Abgeordneten Kickl und Ing. Westenthaler.)

Die Frau Klubobfrau der Grünen hat, ja, vielleicht einiges zur Diskussion beigetragen, das man auch ernst nehmen muss. Ja, ich bemühe mich auch, dass wir bei der Fi­nanztransaktionssteuer Partner in ganz Europa finden, und ich werde natürlich auch mit den Parteien, die uns nahestehen, ein Gespräch darüber führen. Aber Ihren ideolo­gischen Ansatz, den Sie heute wieder vorbringen, nämlich das Eigentum der Öster­reicherinnen und Österreicher stärker zu belasten, dazu sage ich ein klares Nein. Da habe ich eine völlig andere Auffassung als Sie, und dabei bleibe ich: Hände weg vom Eigentum der Österreicherinnen und Österreicher! Das bleibt mein Programm. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Deswegen die Immobiliensteuer jetzt! – Ein Widerspruch jagt den anderen! – Abg. Kickl: ÖVP im freien Fall!)


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Der Herr Klubobmann des BZÖ hat vieles gesagt. Er hat sicherlich die Lautstärke noch einmal übertroffen. – Okay, mehr will ich dazu gar nicht ausführen.

Meine Damen und Herren, das Konsolidierungspaket umfasst sechs Punkte, die sehr wohl inhaltliche Reformen für dieses Land vorgeben. Frühpensionen, so wie wir sie heute haben, sind Geschichte. (Abg. Strache: Aber bei der Nationalbank leider nicht!)

Die Gesundheit wird nach einem Benchmark-System gemeinsam mit den Bundes­ländern in eine Richtung geführt, wo wir auch mit den Kostensteigerungen auf ein er­trägliches Maß herunterkommen. (Abg. Dipl.-Ing. Deimek: Wie schaut das beim „Lan­deshauptjäger“ aus?) Wir werden bei den Förderungen völlig neue Wege gehen. Wir haben Verwaltungsreformprojekte aufgesetzt. Nach vielen Jahren gibt es hier konkrete Ergebnisse. Wir haben im öffentlichen Dienst Reformen angesetzt und, und, und. Das sind gewaltige Vorhaben (Ruf bei der FPÖ: Der Platter auf der Jagd!), Reformvorhaben für Österreich, die sich durchaus sehen lassen können. Da können Sie herumkriti­sieren, was Sie wollen. Das ist gute Arbeit, die hier geleistet wurde. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Mag. Schickhofer.)

Lassen Sie mich, meine Damen und Herren, auch ein klares Wort zu den Steuern sa­gen: Die Finanztransaktionssteuer, ja, das ist eines der Vorhaben, die wir nicht alleine bewerkstelligen können. Aber lassen Sie uns einmal genau hinsehen, was der deut­sche Finanzminister Schäuble gesagt hat. Weil die Finanztransaktionssteuer im Kreis der 27 nicht machbar ist, sagt er – ich zitiere –:

„Deswegen werden wir eben etwas anderes machen“. „Wir werden das nur im Rahmen des Rechtsinstruments der verstärkten Zusammenarbeit hinbekommen“.

Ja, meine Damen und Herren, wir haben gerade ein Beispiel erlebt, wie das geht. Der Fiskalpakt ist nicht ein Projekt der 27, sondern eines, wo andere Staaten, die sich zum „Herunter mit den Schulden!“ bekennen, mit einem Fiskalpakt einen neuen Vertrag ab­geschlossen haben.

Ja, wenn wir die Finanztransaktionssteuer – oder möge sie anders heißen – eben über verstärkte Zusammenarbeit zusammenbringen: tausend Rosen! Jawohl, wir werden dafür kämpfen und wir haben auch einen Plan dafür, meine Damen und Herren. Maria Fekter wird schon dieses Wochenende (Abg. Strache: Widewidewitt!) im Kreise der Finanzminister der Europäischen Union diese Fragen erörtern, wie wir da vorangehen können. (Abg. Strache: „Ich mach’ mir die Welt, wie sie mir gefällt“, Herr Vizekanzler!)

Ich werde mich nach Ostern wieder mit der Kommission zusammensetzen. Die Kom­mission ist unser bester Verbündeter. (Ruf bei der FPÖ: Ihr bester Verbündeter!) Sie will eine Finanztransaktionssteuer. Der Bundeskanzler wird beim Europäischen Rat die Fragen der Finanztransaktionssteuer so wie bei den vergangenen Ratstagungen vehement vertreten. Das ist unser Plan – und der ist besser als alles andere, was ich von Ihnen vonseiten der Opposition gehört habe. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)

Meine Damen und Herren, und im Übrigen kann ich Ihnen eines nicht ersparen (Abg. Ing. Westenthaler: Vergessen Sie bitte das mit Walt Disney nicht, mit den Gebrüdern Grimm!): Sie nehmen sich nicht einmal selber ernst. Alle fünf Parteien dieses Natio­nalrats haben – und ich zitiere – die Bundesregierung und insbesondere den Finanzmi­nister aufgefordert, „in einem ersten Schritt eine verbindliche Einführung einer allge­meinen Finanztransaktionssteuer auf EU-Ebene“ durchzusetzen. (Abg. Strache: Ja, eh! Aber sie ist nicht in Sicht – aber im Budget wird sie eingerechnet! Das ist ja absurd! Sie ist nicht in Sicht, aber ins Budget eingerechnet! – Völlig absurd!)

Ja, meine Damen und Herren, nehmen Sie sich selber nicht mehr ernst?! – Wir tun das, was Sie sagen, und zwar jeden Tag, und wir werden dafür sorgen, dass wir auch ein Instrument in Europa in dieser Richtung aufsetzen. (Beifall bei der ÖVP und bei Ab-


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geordneten der SPÖ. – Abg. Strache: Der Lotto-Sechser wird in Zukunft wahrschein­lich auch noch ins Budget eingerechnet! Rechnen Sie gleich mit dem Lotto-Sechser!)

Lassen Sie mich auch zu der Frage der Abgeltungssteuer mit der Schweiz Stellung nehmen. Während Sie hier blumig herumreden, dass das alles nicht möglich ist, han­deln wir: Gestern hat ein Sektionschef des Finanzministeriums in der Schweiz bereits mit den zuständigen Stellen die Expertengespräche vorbereitet. (Abg. Bucher: Haben Sie mit dem Portier geredet, oder mit wem? – Abg. Ing. Westenthaler: Reden Sie gleich mit dem DJ BoBo!)

Die Finanzministerin wird im April dort sein und wird mit ihrer Kollegin die nächsten Schritte vorbereiten. Ja, wir tun das, weil es nicht einzusehen ist, dass jemand, der aus Österreich Geld in der Schweiz geparkt hat, dafür nicht seine Steuern zu bezahlen hat. Dafür sorgen wir, und das werden wir mit der Schweiz ins Finale bringen, ob es Ihnen passt oder nicht! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)

Meine Damen und Herren, ja, wir haben es noch nicht tatsächlich im Gesetzestext vorliegen, das stimmt, aber das, was wir tun können, ist immer nur, es mit professionel­len Mitteln so aufzusetzen, dass es möglich wird. Das tun wir in diesem Konsolidie­rungspaket, und ich bin mir ganz sicher, in ein paar Jahren werden wir wahrscheinlich über den Ergebnissen dessen liegen, was wir uns vorgenommen haben, denn die Pro­gnosen, die eingestellt sind, sind mit jenem Niveau eingestellt, das unserer sehr vor­sichtigen Beurteilung entspricht. Und wenn wir etwa die Wirtschaftsprognosen anse­hen, so laufen diese heute schon besser als das, was dem Konsolidierungspaket tat­sächlich zugrunde liegt.

Daher gibt es hier keinen Grund, die Flinte ins Korn zu werfen, es gibt keinen Grund, den Kopf in den Sand zu stecken, sondern es gibt nur einen Grund, konsequent dafür zu arbeiten, dass dieses Konsolidierungspaket Österreich auf gesunde Beine stellt. Das ist unser Ziel, und das wird damit auch gewährleistet. (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Die Menschen tanzen auf den Straßen!)

11.13


Präsident Fritz Neugebauer: Zu Wort gelangt Herr Abgeordneter Gradauer. – Bitte, Herr Kollege. (Ruf bei der ÖVP – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Gradauer –: Lois, verhau di net! – Abg. Gradauer – sich zum Rednerpult bege­bend –: Ich werd’ mich bemühen!)

 


11.13.17

Abgeordneter Alois Gradauer (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Meine Damen und Herren auf der Regierungsbank! Sehr geehrte Damen und Herren hier im Plenar­saal! Sehr geehrte Zuseher hier und an den Fernsehschirmen zu Hause! Herr Dr. Stumm­voll, wir waren gemeinsam in Kopenhagen und haben dort als hundertprozentig belegt mitbekommen, dass die Finanztransaktionssteuer nicht kommt. (He-Ruf bei der FPÖ.) Und hier wird immer noch gehofft, dass eine Finanztransaktionssteuer durch Öster­reich herbeigeführt wird. Das ist reines Märchen, sonst gar nichts. (Beifall bei der FPÖ.)

Sie haben weiters gesagt, die Politik soll Freude machen. Aber, meine Damen und Herren von der ÖVP, die Politik soll auch ehrlich sein. (Beifall bei der FPÖ.)

Ich behaupte, es war immer auch die ÖVP, die diese riesigen Staatsschulden verur­sacht hat. Mich wundert nicht, dass Sie sich jetzt einen Verhaltenskodex geben wollen. Anscheinend gibt es hier Probleme mit den Charakteren in Ihrer Partei. (Abg. Strache: Wenn man verhaltensauffällig ist, ja!)

Herr Vizekanzler Spindelegger, wer ist schuld an den riesigen Staatsschulden? (Abg. Rädler: Wer hat diese Rede geschrieben?) Ich habe es schon erwähnt: Sie selbst sind es. Und wenn Sie hier davon sprechen, dass man die Zukunft nicht belasten soll, so


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möchte ich schon daran erinnern, dass im Sparpaket ein Vorziehen bei den Pensionen, was die Steuern betrifft, vorgesehen ist, dass Sie die Höchstbemessungsgrundlage erhöhen wollen, was letztlich wieder in der Zukunft höhere Kosten auslösen wird.

Herr Bundeskanzler Faymann, Sie sprechen von der Schuldenbremse. Haben Sie nicht vor wenigen Wochen in Brüssel den Fiskalpakt unterschrieben? Dieser Fiskalpakt beinhaltet auch den ESM, und dieser ESM besagt, dass Österreich 22 Milliarden € an Haftungen übernehmen muss und weitere 2,5 Milliarden € an Kapital einbezahlt wer­den müssen, Gelder, die wieder für marode Staaten herangezogen werden, so wie Sie bereits Griechenland unterstützt haben mit Geldern, die für marode Staaten geplant waren.

Was das Sparpaket betrifft, so haben wir schon viel von der Schwarzgeldsteuer gehört und von vielen anderen Punkten, die nicht kommen. Die Luftballone platzen, 8,5 Milliar­den € im Sparpaket wackeln. Auch das Nulldefizit, meine Damen und Herren, wird zur reinen Glaubensfrage. Und es ist zu erwarten, dass ein weiteres Schröpfpaket kom­men wird und kommen wird müssen.

Herr Bundeskanzler Faymann, was sagen Sie jetzt zu diesem desaströsen Sparpaket, das Sie immer als alternativlos hingestellt haben? – Der Herr Bundeskanzler ist in den letzten Wochen in Deckung gegangen, und er lässt die Problemarbeit von seinem Staatssekretär Schieder machen. Ein Chef, Herr Bundeskanzler, in der Privatwirtschaft hätte in einem solchen Fall schon längst den Vorstandsjob verloren. Er hätte ihn abge­ben müssen, weil er die Pläne nicht erreicht. Er wäre wegen Erfolglosigkeit von den Eigentümern abgesetzt worden. (Beifall bei der FPÖ.)

Die beiden Belastungspakete, jenes von Loipersdorf und das jetzt zur Diskussion ste­hende, belasten die österreichische Bevölkerung querdurch mit zirka 50 Milliarden € – Geld, das der Steuerzahler aufzubringen hat. Nur bei sich selbst, bei der Regierung und auch bei den Parteien ÖVP und SPÖ wird nicht gespart. Glauben Sie wirklich, dass die Verkleinerung des Nationalrates kommt, wenn Sie selbst Angst haben, dass die Hinterbänkler nicht hereinkommen (Ruf bei der SPÖ: Leider der Gradauer!), oder dass der Bundesrat verkleinert oder verändert wird? Das wiederum kommt aus Grün­den der Länder nicht in Frage.

Deshalb, meine Damen und Herren, möchte ich folgenden Antrag einbringen:

Entschließungsantrag

der Abgeordneten Gradauer und weiterer Abgeordneter betreffend die unverzügliche Verkleinerung der Bundesregierung

Der Nationalrat wolle beschließen:

„Die Bundesregierung wird aufgefordert, dem Nationalrat unverzüglich eine Regie­rungsvorlage zum Bundesministeriengesetz, die eine Limitierung der Anzahl der Mit­glieder der Bundesregierung mit 10 Mitgliedern zum Inhalt hat, vorzulegen. Die Anzahl der Staatssekretäre ist auf zwei Staatssekretäre zu reduzieren.“

*****

(Beifall bei der FPÖ.)

Meine Damen und Herren! Im Zusammenhang mit dem Sparpaket stellt sich schon die Frage, warum Finnland, Schweden, die Niederlande und die Schweiz wesentlich bes­ser dastehen als Österreich. Die hatten auch die Krise. Weiters muss man sich fragen, warum die Bayern, die Baden-Württemberger und die Schweizer viel weniger Steuern


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zahlen als wir in Österreich. Es geht hier um 15 oder 20 Milliarden € Unterschied, obwohl die Schweiz und die genannten Staaten hohe Sozialleistungen haben, bessere Schulen, bessere Universitäten und auch eine bessere Infrastruktur.

Die Antwort lautet: Weil Österreich im Ausgabenbereich in den letzten 20 bis 30 Jahren sehr „mollig“, also übergewichtig geworden ist. Wir haben demnach eine überdimen­sionierte, politisch aufgeblähte Verwaltung geschaffen. Rot-schwarzer Verwaltungsspeck hat sich angesetzt.

Es ginge jetzt darum, diesen rot-schwarzen Speck abzubauen. Das geht aber nicht – wir erleben es ja die ganze Zeit –, weil sich Rot und Schwarz dabei selbst im Weg ste­hen und die Länder dagegen sind, die Gewerkschaften dagegen sind, die Bünde dage­gen sind und die üblichen Blockierer dagegen sind. Es geht darum, gesetzlichen oder auch geduldeten Missbrauch zu beseitigen. Worum es sich handelt, können Sie in den Vorschlägen des Rechnungshofs und in den WIFO- und IHS-Unterlagen nachlesen.

Österreich verprasst mit diesen Verschwendungsausgaben jenes Geld, das wir wirklich für die Zukunft der nächsten Generationen brauchen.

Österreich leistet sich nämlich laut OECD-Bericht das viertteuerste Gesundheitssys­tem. Österreich hat die zweithöchsten Bildungsausgaben pro Schüler – und trotzdem schlechte PISA-Ergebnisse. Allein die Angleichung des faktischen Pensionsalters an das gesetzliche würde 1,5 Prozent des BIP – also mehr als 5 Milliarden – einsparen. Die Förderungen und Subventionen an das EU-Niveau heranzubringen, würde 2,5 Pro­zent des BIP oder 7,2 Milliarden € bringen, meine Damen und Herren. Einsparungs­potenziale gibt es weit über 10 Milliarden € pro Jahr.

Es ist für mich absolut unverständlich, warum Expertenmeinungen nicht ernst genom­men werden. Man ist sogar noch stolz auf ein derart katastrophales Sparpaket, das jetzt langsam zerbröselt! Frau Fekter, unsere Bundesministerin für Finanzen, verkauft das Sparpaket als Superleistung! – Meine Damen und Herren, das ist eine glatte Ver­höhnung der Österreicher! (Beifall bei der FPÖ.) Es sind jetzt 50 Milliarden im Einsatz (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen), und Sie, Frau Bundesministerin, sind noch stolz auf diese hohen Schulden, die Sie mitverursacht haben, auf das höchs­te Defizit, das es jemals in Österreich gegeben hat, nämlich 2010 mit 13 Milliarden. Sie sind stolz darauf, dass wir in den letzten fünf Jahren um 60 Milliarden mehr an Schul­den angehäuft haben.

Es fehlen Strukturreformen, sogar die Lohnnebenkosten ...

 


Präsident Fritz Neugebauer: Den Schlusssatz bitte!

 


Abgeordneter Alois Gradauer (fortsetzend):  wurden erhöht.

Meine Damen und Herren, eine große Chance ist verpasst worden, nämlich endlich Ordnung in Österreichs Staatsfinanzen zu bringen. (Beifall bei der FPÖ.)

11.22


Präsident Fritz Neugebauer: Der eingebrachte Entschließungsantrag steht mit in Ver­handlung.

Der Antrag hat folgenden Gesamtwortlaut:

Entschließungsantrag

des Abgeordneten Gradauer, Kolleginnen und Kollegen betreffend die unverzügliche Verkleinerung der Bundesregierung

eingebracht in der 148. Sitzung des Nationalrates, XXIV. GP, am 28. März 2012 im Zu­ge der Debatte zum Bericht des Budgetausschusses über die Regierungsvorlage (1680 d.B.): 1. Stabilitätsgesetz 2012 – 1. StabG 2012 (1707 d.B.)


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Die Sanierung des Staatshaushaltes ist eine Aufgabe von erheblicher Bedeutung. Die resultierenden Belastungen müssen sozial ausgewogen und gerecht verteilt werden. Strukturelle Reformen, etwa im Bereich der Verwaltung und des Subventionswesens, sind unabdingbar. Die Sparpläne der Regierung umfassen lediglich die Bevölkerung. Die Politik selbst bleibt weitgehend verschont; es handelt sich bei den bisherigen Vorschlägen lediglich um kosmetische Eingriffe: Die von der Koalition präferierte Ver­kleinerung des Nationalrates auf 165 Abgeordnete könnte erst ab der nächsten Ge­setzgebungsperiode wirksam werden. Eine Verringerung der Abgeordnetenzahl im Bundesrat könnte frühestens im Zuge zukünftiger Landtagswahlen realisiert werden. Im Gegensatz dazu lässt sich eine Verkleinerung der Regierungsmannschaft sofort umsetzen und würde in ihren weiteren Auswirkungen viel Geld sparen. Dazu müsste lediglich das Bundesministeriengesetz 1986 (BMG) geändert werden. Eine kleinere Regierungsmannschaft als die derzeitige wäre ebenso handlungsfähig. Die Schaffung von umfassenden Ministerien würde Reibungsverluste minimieren und gleichzeitig eine funktionierende Regierungsarbeit garantieren. Es liegt an der Regierung, die Ernsthaf­tigkeit ihrer Sparmaßnahmen zu beweisen und auch bei der Politik, den Sparstift mit sofortiger Wirkung anzusetzen.

In diesem Zusammenhang stellen die unterfertigenden Abgeordneten folgenden

Entschließungsantrag

Der Nationalrat wolle beschließen:

„Die Bundesregierung wird aufgefordert, dem Nationalrat unverzüglich eine Regie­rungsvorlage zum Bundesministeriengesetz, die eine Limitierung der Anzahl der Mit­glieder der Bundesregierung mit 10 Mitgliedern zum Inhalt hat, vorzulegen. Die Anzahl der Staatssekretäre ist auf zwei Staatssekretäre zu reduzieren.“

*****

 


Präsident Fritz Neugebauer: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Krainer. – Bitte.

 


11.22.09

Abgeordneter Kai Jan Krainer (SPÖ): Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Man muss vielleicht auch ein bisschen ausholen, weil hier schon einige Sachen gesagt worden sind, die mit der Realität wenig zu tun haben, nämlich betref­fend die Frage der Staatsschulden.

Wenn wir uns die Entwicklung der Staatsschulden ansehen, wird deutlich, wir haben in Österreich, sowohl was das Defizit als auch was die die Verschuldungsquote betrifft, die Staatsschulden von Mitte der neunziger Jahre bis zum Ausbruch der Krise im Griff gehabt. (Abg. Mag. Stefan: Was heißt „im Griff“?) Da hat sich die Staatsschuldenquote von 68 Prozent auf unter 60 Prozent reduziert. Jahr für Jahr sind Schulden abgebaut worden, und die Defizite waren unterschiedlich, aber jedenfalls in den meisten Jahren deutlich unter den 3 Prozent.

Insofern kann man schon feststellen, dass das jetzt nichts Neues ist, dass die Politik weiß, dass man mit der Verschuldung herunterfahren muss, und es ist auch über viele, viele Jahre gezeigt worden, dass die Politik dazu imstande ist, und zwar die Politik als Gesamtes imstande ist, in Österreich Schulden zu reduzieren. Das ist passiert und ist auch nachlesbar.

Wieso die Schulden so explodiert sind? – Das ist natürlich eine direkte Folge der Wirt­schaftskrise, der Finanzkrise gewesen. Und wir haben hier ganz bewusst gesagt, ja, wir machen Deficit Spending. Der Kollege Stummvoll hat gesagt: Das machen wir


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nicht. Ich weiß aber, was Deficit Spending ist – ich bin ein Anhänger davon –, nämlich in Krisenzeiten bewusst Schulden machen und in guten Zeiten diese Schulden auch wieder abbauen. Das ist in Wahrheit Deficit Spending, und das ist genau das, was die­se Bundesregierung gemacht hat!

Wir haben gesagt: Wir werden bewusst Schulden machen, um durch diese Krise durchzutauchen und die negativen Auswirkungen auf Arbeitsplätze, auf Wachstum und so weiter möglichst gering zu halten. Und die Zahlen geben dieser Bundesregierung recht: Es ist kaum ein Land in der Europäischen Union so gut durch diese Krise ge­kommen wie Österreich. Wir haben die geringste Arbeitslosigkeit, wir gehören zu den Ländern mit dem höchsten Wirtschaftswachstum, wir haben eines der geringsten De­fizite und sind unter den Ländern mit der geringsten Verschuldung. Das heißt, wir wa­ren sehr, sehr erfolgreich, was das betrifft. (Beifall bei der SPÖ.)

Wir haben gleichzeitig gesagt, wenn die Krise vorbei ist, dann müssen wir die Schulden wieder abbauen. Damit ist bereits vor über einem Jahr begonnen worden, und zwar mit dem ersten Schritt, Loipersdorf, und jetzt wird ein zweiter Schritt gesetzt. Ich gehe da­von aus, dass mit wir mit diesen zwei Schritten auskommen und wieder dort ein­schwenken, wo die Politik bis zum Ausbruch der Krise war, nämlich die Verschuldung abzubauen.

Wir haben gesagt, dass drei Sachen wichtig sind beim Verschuldungsabbau.

Erstens müssen wir auf die Beschäftigung achten: möglichst viele Arbeitsplätze, mög­lichst wenige Arbeitslose.

Das Zweite: Wir müssen darauf achten, dass wir weiterhin ein Wachstum haben und dass das Sparen nicht oder möglichst gering zulasten des Wachstums erfolgt.

Und das Dritte ist: Wir wollen sozial gerecht sparen. Und wir haben auch klar gesagt, dass die Menschen, die ihr Geld durch Arbeit verdienen, unserer Meinung nach zu viel Steuern zahlen, dass das zu hoch ist, und die, die ihr Geld durch Kapital oder Vermö­gen verdienen, zu wenig zahlen. Und wir haben auch klar definiert, dass das die Ziele sind, wie wir sparen wollen – unter diesen drei Grundsätzen.

Jetzt hatten wir unser Experten-Hearing. Der Kollege Bucher hat hier behauptet, es wäre dort gesagt worden, das Sparpaket sei schlecht. – Der Kollege Bucher war nicht dort. Ich war dort und kann Ihnen sagen, was gesagt wurde: Genau nach diesen drei Sachen haben wir gefragt.

Das Erste ist: Was sind die Auswirkungen auf die Beschäftigung? Natürlich hat ein Sparpaket negative Auswirkungen auf die Beschäftigung. Man rechnet, dass zirka 10 000 Arbeitsplätze weniger geschaffen werden als ohne das Sparpaket. Das heißt, dass wir eine relativ geringe negative Wirkung auf Beschäftigung haben. Insgesamt steigt die Beschäftigung, vor allem durch die Offensivmaßnahmen, aber ohne Sparpa­ket hätten wir 10 000 Jobs mehr. Das ist auch kein Wunder, dass es, wenn es einen Einstellungsstopp im Bundesdienst gibt, dann weniger Arbeitsplätze gibt. Das ist klar. Natürlich hat das einen negativen Effekt, aber der ist sehr, sehr gering, vor allem wenn Sie das mit anderen Ländern vergleichen.

Das Zweite: Was sind die Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum? – Im Jahr 0,15 Prozent ist die negative Auswirkung dieses Sparpakets. Sie werden in der gesam­ten Europäischen Union kein Land finden, das es schafft, ein Sparpaket mit derartig geringen negativen Auswirkungen auf das Wachstum auf die Schiene zu bringen. Das heißt, auch dieser zweite Grundsatz ist erfüllt worden.

Und das Dritte: Wie sieht es mit der sozialen Gerechtigkeit aus? Schauen wir uns an, was seit Ausbruch der Krise passiert ist: Wir haben um 3 Milliarden € Steuern und Ab-


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gaben auf Arbeit gesenkt und haben gleichzeitig um zirka 3 Milliarden € Steuern und Abgaben auf Kapitaleinkommen, auf Vermögenseinkommen erhöht. Da sage ich: Ja, das ist sozial gerecht und ist eine Verteilung der Lasten von denen, die arbeiten um ihr Geld, zu denen, die arbeiten lassen, die von Kapital und Vermögenseinkommen le­ben. – Das halten wir für richtig, das ist soziale Gerechtigkeit, und wir sind stolz darauf, dass wir das hier geschafft haben. (Beifall bei der SPÖ.)

Ich kann Ihnen das auch aufzeigen: Von der Immobiliensteuer sind gewisse Immobilien betroffen. Und wir haben uns natürlich genau angesehen: Wem gehören diese Immo­bilien heute? Ich kann Ihnen sagen, 88 Prozent dieser Immobilien gehören den obers­ten, den reichsten 10 Prozent. Das heißt, dass auch 88 oder 90 Prozent dieser Steuer von den obersten 10 Prozent gezahlt werden. Ja, das halte ich für sozial ausgewogen und für sozial gerecht! (Abg. Scheibner: Dass die Spekulanten begünstigt werden!?)

Natürlich, Sie haben recht, es gibt auch eine Auswirkung auf einen durchschnittlichen Arbeitnehmer. Der ist im Durchschnitt mit 18 € betroffen, nämlich durch die Kürzung der Bausparprämie. Er bekommt nur noch 18 € geschenkt für das Sparen und nicht mehr 36 €. So ist der durchschnittliche Arbeitnehmerhaushalt betroffen. Aber auf der anderen Seite ist der Kollege Treichl, der Chef der Erste Bank, mit über 150 000 € im Jahr betroffen. Auch das halte ich für eine vernünftige soziale Symmetrie: Die Reichen zahlen Zehntausende, ja bis zu 100 000, 150 000 € mehr im Jahr an Steuern und Ab­gaben, und der durchschnittliche Arbeitnehmer ist mit 18 € belastet. Das halte ich für sozial ausgewogen, und deswegen unterstütze ich auch dieses Sparpaket, auch wenn keiner hier sagt, er findet alle 98 Sachen gut, aber das Paket als Ganzes unterstütze ich jedenfalls.

Wenn hier über die Finanztransaktionssteuer diskutiert wird: Es ist nicht sicher, dass sie kommt. Es ist nicht sicher, dass sie so kommt, wie wir sie wollen. Wir machen das seit Jahren, und wenn wir daran denken, dass es vor wenigen Jahren ein einziges Land gab, dass dafür war, dass sie eingeführt wird – das war Österreich; es war das Europäische Parlament dagegen, es war die Kommission dagegen und es war der Rat dagegen –, muss man sagen, wir haben es in der Zwischenzeit geschafft, dass das Europäische Parlament beschlossen hat, dass man das will (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Jahrelange Arbeit!), dass die Europäische Kommission gesagt hat, sie will das und bereits einen Vorschlag vorgelegt hat (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Es ist ja schon eingerechnet im Budget!), und ja, der Europäische Rat ist noch nicht zur Gänze überzeugt.

Das ist sicher noch eine große Aufgabe, aber das kann man jetzt natürlich unterschied­lich sehen. Man kann sich wie ein Balkon-Muppet aufführen, sich auf den Balkon hi­naufsetzen und sagen: Rennt’s und bringt’s was G’scheiteres z’samm!, oder man kann selbst versuchen, einen Beitrag zu leisten. Wenn man der Meinung ist, dass die Fi­nanztransaktionssteuer richtig und wichtig ist – und dieser Meinung bin ich –, dann denke ich darüber nach: Welchen Beitrag kann ich leisten, dass sie kommt?, egal ob ich in Kopenhagen, in Wien oder wo auch immer bin. Oder ich setze mich als Balkon-Muppet hinauf und sage: Ihr bringt’s ja nix z’samm!

Ich entscheide mich dafür, für das, was richtig ist, auch zu arbeiten und mich dafür ein­zusetzen – und nicht nur zu motzen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Grosz: Ein Abgeord­neter beleidigt Gäste als „Balkon-Muppets“!)

Abschließend noch ein Punkt, der wirklich sehr erschreckend ist: die steigende Ju­gendarbeitslosigkeit in der Europäischen Union. In der EU geht es um Millionen Men­schen, geht es um Länder, in denen jeder zweite Jugendliche keinen Job findet! Das geht uns alle etwas an, denn das sind Probleme, die uns noch alle sehr beschäftigen werden. Da müssen wir auch darüber nachdenken, was wir machen können, und zwar


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sowohl in Österreich als auch auf europäischer Ebene, um die Jugendarbeitslosigkeit möglichst gering zu halten. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)

11.30


Präsident Fritz Neugebauer: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Mag. Kogler. – Bitte.

 


11.30.58

Abgeordneter Mag. Werner Kogler (Grüne): Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Dieses Paket würde ja mehrere Chancen bieten – und wenn schon Reformen anstehen, dann sollte man sie erstens innovativ durchführen, zweitens sollten sie vor allem sozial ausgewogen sein, drittens muss immer noch etwas übrig bleiben, damit sinnvoll und sinnhaft investiert werden kann, und viertens geht es auch um eine ge­wisse Nachhaltigkeit und damit Ehrlichkeit in der Budgetplanung.

In all diesen Bereichen kann man sagen, dass Hopfen und Malz noch nicht verloren sind; wir anerkennen ja auch das Gute, aber das zu sagen, kommt natürlich in der Kürze der Auseinandersetzung des Öfteren zu kurz – und daher möchte ich jetzt aus­drücklich erwähnen, dass da zumindest einige Punkte dabei sind, und zwar sowohl bei den angekündigten Sparmaßnahmen, die aber relativ in die Zukunft verschoben sind, als auch bei der einen oder anderen steuerlichen Maßnahme, die unsere Zustimmung finden werden. Es sind ja auch Dinge dabei, die wir dauernd gefordert haben – und deshalb werden wir nicht heute dagegen sein, nur weil Sie das machen; da haben Sie ja in einigen Dingen recht. (Demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)

Trotzdem ist es so, dass aus meiner Sicht da wesentlich mehr drinnen gewesen wäre, und zwar sowohl was die Reformbereitschaft betrifft, als erst recht was die soziale Aus­gewogenheit betrifft. Dass es da oder dort nicht ganz ehrlich zugeht, es sich mithin eigentlich um ein Schummelpaket handelt, das bleibt, wenn man in die Zukunft schaut, der Hauptkritikpunkt, geht es ja auch darum, um jene Einnahmen zu kämpfen, von de­nen Sie behaupten, dass wir sie bald haben werden.

Gehen wir das einmal der Reihe nach und kurz durch.

Was Reformen betrifft, greifen Sie leider dort erst gar nicht hin, wo das wirklich, und zwar schon längstens, sinnvoll und notwendig wäre – und erst recht, wenn es um Mil­liarden für die Zukunft geht. Und das ist genau dort, wo der Staat reformiert gehört. Das ist genau dort, wo es darum ginge, das Gesundheitssystem, die Schulverwaltung dorthin zu bringen, dass diese Systeme so funktionieren, dass auf der einen Seite we­niger Steuergeld dort hineinfließen muss, ohne dass die PatientInnen auf der anderen Seite mit einem Weniger an Gesundheitsdienstleistungen rechnen müssen, sondern ganz im Gegenteil! Und das erst recht auch in der Schulverwaltung – und da geht es nicht um ein paar hundert, sondern um ein paar Milliarden Euro!

Auch wenn eine Regierung von Schwarz-Blau vor zwölf Jahren in Amt und Würden war, die ja immer als Reform-Regierung zu verkaufen versucht wurde – „mehr Privat, weniger Staat!“, und weiß der Teufel noch, wie das alles tituliert wurde –, aber: Wie das ausgegangen ist, das haben wir ja gesehen. Ich würde auch raten, von Privatisierungs­aktionen, die wieder geplant sind, abzulassen, denn es wird sich bei dieser Gelegen­heit sicherlich ein „neuer Hochegger“ in Ihrer Umgebung finden.

Aber kommen wir zu den anderen Punkten. Hätte die schwarz-blaue Regierung und später die Nachfolge-Regierung das gemacht, was wir vorgeschlagen haben, dann kann ich nur sagen: Es wäre so mehr als dieses Sparpaketvolumen eingespart worden, und zwar ohne, dass irgendjemandem großartig etwas abgegangen wäre. Expertinnen und Experten rechnen regelmäßig vor, dass die von uns vorgeschlagenen Maßnahmen sinnvoll sind und auch etwas bringen würden.


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Das haben Sie jedoch verabsäumt, und da stellen Sie von der ÖVP sich immer hier her und rufen, nachdem Sie seit vielen, vielen Jahren in der Regierung sind – gefühlte 150 Jahre, würde ich sagen –, sozusagen über Nacht Reformbereitschaft aus. Das ist doch schon eine Spur unglaubwürdig! Aber es ist ja nie zu spät zur Umkehr; auch in den anderen Bereichen nicht. (Beifall bei den Grünen.)

Ich sage Ihnen: Es wäre in den letzten zwölf Jahren mehr an Sparvolumen drinnen ge­wesen als das, was Sie jetzt hier als „größtes Paket aller Zeiten“ ausrufen – und das noch dazu dort, wo es dann wirklich greift, bei jenen ansetzt, die ohnehin weniger ha­ben und zu den Schwächeren der Gesellschaft zählen. Das ist mit Sicherheit im Pen­sionsbereich so; das kann man eindeutig nachweisen. Und wenn von Null-Pen­sionsrunden die Rede ist, dann muss an der Stelle hinzugefügt werden: Dagegen sind wir sowieso, und das gehört auch innerhalb des ASVG-Systems ausgewogen ge­macht. Sie haben das zwar versprochen, aber das schaue ich mir dann sozusagen auch noch in Farbe an.

Die Vorboten, die es in diesem Zusammenhang gibt, sind ja entsetzlich, denn bei den Altpolitiker-Pensionen geht da herinnen überhaupt nichts weiter, obwohl es sich dabei um Privilegien der Sonderklasse handelt! Da wird doch nicht einmal um ein halbes Pro­zent hingegriffen! Ich halte das für geradezu obszön! Und da stellen Sie sich hier her und behaupten, es gehe dabei um etwas Gerechtes! (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von FPÖ und BZÖ.)

Das Gleiche bei den Notenbank-Pensionen: Der Rechnungshof hat Ihnen ja vorgerech­net, wie diese im Vergleich zu den ASVG-Pensionen erhöht wurden, sodass bei diesen ein paar Prozent weniger nicht einmal spürbar wären. Wissen Sie, was die dort ma­chen – damit sozusagen ein bisschen etwas für die „Galerie“ passiert –: Nur 1 Pro­zent!, heißt es, wobei die aber eine vielfach höhere Pension haben: nicht einmal, zwei­mal, sondern drei-, viermal so hohe Pensionen als die durchschnittliche Mehrheit jener, die jetzt vielleicht zuschauen; das sei denen gesagt. So also schaut Ihr Gerechtigkeits­empfinden aus! Das ist doch total unglaubwürdig! (Beifall bei den Grünen.)

Da braucht man gar kein Linker oder ein Gerechtigkeitsfanatiker zu sein, denn das ist doch auch ökonomisch unvernünftig, da nämlich gerade in jenen Bereichen, wo Sie jetzt sozusagen auf die Bremse springen, die Inlandskonsum-Nachfrage zurückgeht! Es gäbe, was die Verteilungslage in Österreich anlangt, genug; kann ich nur sagen. Das betrifft im Übrigen auch die Steuern und die Steuergerechtigkeit, wo man nicht nur etwas unternehmen könnte, sondern sollte, ohne dass Konjunktur und Beschäftigung beeinflusst werden, denn das, Kollege Vorredner Krainer, stimmt von vorn bis hinten nicht, was Sie hier erzählt haben.

Dieses von Ihnen geschnürte Paket hat – kurzfristig zumindest – schädliche Auswir­kungen auf Wachstum und Beschäftigung – und das ist ja auch kein Wunder, denn das muss man meiner Überzeugung nach ganz anders angehen. Wenn Herr Vizekanzler Spindelegger hier wieder das Eigentum verteidigt, kann ich nur sagen: Ja, soll er/darf er, das ist Ihr ideologischer Zugang. Aber: Es ist doch gar kein Angriff auf Eigentum ge­plant; das ist doch eine völlig perverse Verdrehung der Dinge!

Es geht schlicht und ergreifend darum – das ist ja auch mit dem letzten Punkt der De­batte zusammenhängend –, wenn zum Beispiel die Einnahmen aus der Finanztransak­tionssteuer doch nicht kommen, obwohl wir natürlich gemeinsam dafür kämpfen soll­ten: Wie werden dann diese Steuerlücken geschlossen?

Wie ist es denn jetzt? – Nach wie vor ist es so, dass Österreich für alle, die arbeiten, ein Hochsteuerland ist – egal, ob selbständig oder unselbständig; daran hat sich auch durch Maßnahmen der letzten Jahre kaum etwas verändert –, unser Land aber eine Super-Steueroase für Super-Reiche ist, die ihre Milliarden, nicht Millionen, in Stiftun-


Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll148. Sitzung / Seite 90

gen verstecken. Auch die ganz großen Millionenerbschaften werden nicht einmal ange­tastet! Das ist ja fast eine einmalige Situation auf dieser Welt. Das gibt es ja nur bei ein paar „privilegierten“ Diktaturen, wo sie sich sowieso alles „einnähen!“

So ist die Situation in Österreich – und da behaupten Sie von der ÖVP, das sei ein „An­schlag aufs Eigentum“, wenn man da eine Spur mehr Gerechtigkeit hineinzubringen versucht! Ich weiß nicht, wo Sie von der ÖVP Ihr christlich-soziales Gewissen haben; jedenfalls ganz offensichtlich nicht mehr in der ÖVP-Zentrale! Aber dort haben wir es auch nicht mehr vermutet; das muss ich auch dazusagen. (Beifall bei den Grünen.)

Zu diesen ganzen Budgetlöchern: Also das, was Sie da mit der Schweiz planen – ich weiß nicht, ob das eintritt; ich sage Ihnen aber schon: Aus politisch-ökonomischer Sicht halte ich das schon für sehr zweifelhaft, denn es wäre viel sinnvoller, auch da mit der Kraft der Europäischen Union vorzugehen und langfristig viel mehr herauszuholen, vor allem auch die Steuerkriminalität zu bekämpfen, während Sie die Steuerkriminalität pardonieren; das muss auch einmal dazugesagt werden.

Letzter Punkt: Finanztransaktionssteuer. Ja, das soll kommen – es sind ohnehin alle dafür –, die Frage ist nur: wie? Herr Kollege Krainer, wo die Balkon-Muppets sitzen, ist schon die Frage. Wenn wir Jean-Claude Juncker hören, dann stellt sich halt schon die Frage, warum – nach dem, was Juncker sagt – die österreichischen Regierungsspitzen bis jetzt noch nie auffällig geworden sind in Brüssel oder in Straßburg! Jedenfalls hoffe ich, dass das am Wochenende in Kopenhagen anders sein wird. (Beifall bei den Grü­nen. – Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP.)

Wir können schon alle den Kampfmantel anziehen – und mir ist es ohnehin viel lieber, Herr Bundeskanzler, auch Sie ziehen diesen Kampfmantel an, als Sie schreiben Leser­briefe an die „Kronen Zeitung“ (neuerliche Zwischenrufe – Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen), aber dieser Kampf braucht auch Glaubwürdigkeit. Daher werden Sie endlich einmal sagen müssen, dass Sie die verfassungsmäßigen Mehrheiten für diese sogenannten Rettungsschirme, wo immer die SteuerzahlerInnen haften, hier in dem Haus noch nicht haben oder vielleicht auch gar nicht kriegen werden, wenn auf europäischer Ebene in Sachen Regulierung der Finanzmärkte oder Besteuerung der­selben nichts weitergeht.

Herr Bundeskanzler, Sie müssen das dort einmal sagen! – Tun Sie es kommendes Wochenende in Kopenhagen! (Beifall bei den Grünen.)

11.39


Präsident Fritz Neugebauer: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Haubner. – Bitte.

 


11.39.36

Abgeordneter Peter Haubner (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzte Kolle­ginnen und Kollegen! Hohes Haus! Ich denke, das Stabilitätspaket ist alternativlos. Wir haben ja schon geklärt, dass es darüber einen Kompromiss aus zwei verschiedenen Parteien gibt, die natürlich gewisse Unterschiede haben.

Auch ich sage: 98 Maßnahmen sind ein umfassendes Paket. Ich würde mich auch freuen, wenn die Bausparprämie bleiben würde, aber so zu übertreiben, als ob die Bausparprämie mit 18 € pro Jahr der Konjunkturturbo wäre, ist nicht gerechtfertigt. (Abg. Scheibner: Das ist ein Signal!) Ich meine, auch da sollte man die Kirche im Dorf lassen.

Zum Kollegen Krainer und auch zum Kollegen Kogler ganz kurz: Die Experten haben schon festgestellt, dass mittelfristig mit diesem Paket positive Beschäftigungseffekte ausgelöst werden. Das ist, glaube ich, auch ein ganz wichtiger Umstand, den wir in die­sem Paket mitberücksichtigt haben.


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Österreich steht ja nicht alleine da, die Finanz- und Schuldenkrise hat ja ganz Europa im Griff. So tragisch das auch ist, so erfreulich ist es aber, dass die Zeit der steigenden Staatsschulden vorbei ist. Jetzt müssen wir aber darauf achten, dass wir den Wirt­schafts- und vor allem den Arbeitsstandort Österreich nicht gefährden. Wir brauchen Wirtschaftswachstum, und Wirtschaftswachstum können wir dann, wenn wir unsere Staatsschulden reduzieren, auch in der Hinsicht generieren. Und dazu gibt es einen Zweistufenplan. Die erste Stufe besteht darin, dass man einmal den Staatshaushalt konsolidiert, keine neuen Schulden macht. Und als zweite Stufe kann man dann daran­gehen, auch den Schuldenabbau massiver zu betreiben.

Ganz Europa spart, wir sind da nicht alleine – ich habe das schon erwähnt –, und wir sind daher angehalten, uns von der großzügigen Fiskalpolitik der letzten Jahre zu ver­abschieden. Wir müssen – und es hindert uns niemand daran – die Reformen noch schneller vorantreiben, denn es geht darum, dass wir die Defizite in den Griff bekom­men und den Weg für Wirtschaftswachstum freimachen, denn – ich habe das schon betont – Wirtschaftswachstum ist die unverzichtbare Grundlage für Beschäftigung, für Wohlstand und auch für die immer zitierte soziale Gerechtigkeit. Deswegen ist es be­sonders wichtig – noch einmal –, dass wir die Schulden in den Griff bekommen. Wir brauchen einen Chancenstaat und keinen Schuldenstaat, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.)

Wenn wir heute dieses Reformpaket beschließen, dann setzen wir den nachhaltigen Konsolidierungskurs des Budgets fort. Wir haben 27,9 Milliarden € auf dem Tapet, und es wird uns gelingen, wenn wir diese richtig umsetzen, bis zum Jahr 2016 ein Nullde­fizit zu erreichen und eine Trendumkehr bei den explodierenden Staatsschulden zu schaffen. Es gibt keine Alternative dazu, meine Damen und Herren! Wir können es nicht verschieben, wir können es auch nicht sein lassen, denn da geht es zu sehr auch um die Zukunft unserer Jugend. (Beifall bei der ÖVP.)

Was mittlerweile hoffentlich allen klar ist, ist der Umstand, dass das Reformpaket, das wir heute beschließen, nur ein erster Schritt sein kann. Wir müssen die Reformagenda bei den Pensionen, bei der Gesundheit und bei der Verwaltung auch weiter im Auge behalten, denn Staatsschulden durch großzügige Sozialromantik und mit einer Schief­lage in der Umverteilungspolitik, die wir jahrzehntelang aufgebaut haben, können wir nur mit umfassenden Strukturreform in den Griff bekommen. (Abg. Scheibner: Wo sind die?) – Ich habe es schon betont: Ein erster Schritt ist eingeleitet, und wir müssen die Reformagenda weiter im Auge behalten, Herr Kollege! (Abg. Scheibner: Wo ist das?)

Wenn jetzt ein Reformpaket auf dem Tisch liegt, das sich nicht an den Steuerphanta­sien einzelner Gruppen orientiert, dann haben wir eines verhindert: nämlich standort­feindliche Steuern. Denn: Es ist für die Wirtschaft ganz entscheidend, dass die Sanie­rung des Staatshaushaltes nicht zulasten des Wirtschaftsstandortes, der Unternehme­rInnen und der Arbeitsplätze geht, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.)

Weil der Herr Bundeskanzler zuvor die niedrige Jugendarbeitslosigkeit betont hat: Die­se niedrige Jugendarbeitslosigkeit in Österreich hat einen Grund, und der heißt duale Ausbildung. Es ist das erfolgreiche Modell der dualen Ausbildung! (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Dr. Matznetter.)

Meine Damen und Herren, ich betone da besonders: Dieses Modell gehört gefördert –und nicht wieder an den Pranger gestellt! Es gibt nämlich einige, die sich neue Lehr­stellen und Arbeitsplätze in der Wirtschaft wünschen, aber die Unternehmer, die dazu notwendig sind, wollen sie nicht. Wer ein Modell präsentiert, bei dem Unternehmer Strafe zahlen sollen, wenn sie weniger Lehrlinge ausbilden, der erkennt die Realität nicht, meine Damen und Herren! (Abg. Scheibner: Wer ist das?) Dem gilt es entge-


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genzuwirken. Tatsache ist nämlich, dass viele Firmen Lehrlinge suchen, aber die müs­sen zumindest die Grundrechnungsarten beherrschen.

Unser duales Ausbildungssystem ist europaweit angesehen, wir haben das erst un­längst erlebt. Angefangen bei Kommissionspräsident Barroso schauen sich verschie­dene Leute dieses Vorzeigemodell nun an. Ich meine, wir sollten gemeinsam daran ar­beiten, dass wir das Image der Lehre weiter steigern können. Mit Vernaderung von Un­ternehmen können wir da nichts anfangen, das ist ganz klar! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Scheibner: Wer macht das?)

Wenn die Gewerkschaften gestern mit diesem Programm einen Akzent in Richtung duale Ausbildung setzen wollten, dann sage ich: Dieser Schuss geht nach hinten los, denn es sind die Unternehmer, die Arbeitsplätze schaffen! Die verdienen unseren Re­spekt und unsere Wertschätzung. Miteinander, nicht gegeneinander sollten wir hier ar­beiten, anstatt den uralten Klassenkampf einseitig immer wieder zu befeuern!

Sehr geehrte Damen und Herren, wir haben es heute schon gehört: Der immer wieder strapazierte Begriff „Gerechtigkeit“ soll nicht dann ausgeklammert werden, wenn es um die Wirtschaft und um die Unternehmer in diesem Land geht.

Die Wirtschaft ist in einer guten Verfassung. Wenn man sich das genau anschaut, dann sieht man, dass die Wirtschaftsaussichten in Österreich deutlich besser sind, als befürchtet wird. Zwei Drittel der Unternehmerinnen und Unternehmer sehen die wirt­schaftliche Entwicklung in ihren Unternehmen durchaus positiv, schenkt man einer „WirtschaftsBlatt“-Umfrage Glauben, und auf die Frage, ob das Sparpaket dem Wirt­schaftsstandort Österreich schaden wird, sagen 65 Prozent der Befragten Nein. Das heißt, meine sehr geehrten Damen und Herren, dass wir mit diesem Paket die richtigen Maßnahmen gesetzt haben, um Investitionen zu ermöglichen, um den Wirtschafts­standort zu sichern und den Unternehmen das Unternehmen zu ermöglichen, was, wie ich meine, ein ganz wichtiger Punkt ist. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Scheibner: Wo?)

Wir sollten optimistisch sein. Der Optimismus sollte uns beflügeln und nicht dazu ani­mieren, dass wir wieder neue Steuerideen und Belastungen ansprechen. Lassen wir der Realwirtschaft ihre Freiheit, denn die braucht sie! Damit werden wir den Wirt­schaftsstandort Österreich weiterhin attraktiv halten können. Denn: Der Wirtschafts­standort Österreich ist in Europa ein Vorzeigemodell. Daher sollten wir daran arbeiten, meine Damen und Herren, dass wir hier keine Maßnahmen setzen, die diesen Standort gefährden.

Die Wirtschaftsforscher sehen inzwischen auch eine positive Entwicklung: EcoAustria diese Woche: 1,25 Prozent Wirtschaftswachstum in Österreich – ein klarer Beweis für das, was ich gesagt habe: Es geht aufwärts! Wir sind in Europa in einer Top-Position, und die sollten wir weiter halten.

Bei genauer Betrachtung des Konsolidierungspaketes kann man feststellen, dass wich­tige Maßnahmenbereiche, wie zum Beispiel bei den Pensionen das Pensionskonto, auf die Reformagenda gesetzt worden sind. Das ist, wie ich meine, auch ein entscheiden­der Punkt!

Weil wir heute auch über die Finanztransaktionssteuer, über Schwarzgeld in der Schweiz et cetera reden: Ich glaube, es ist unsere Aufgabe als Parlamentarier, dass wir alles daransetzen, unsere Finanzministerin dabei zu unterstützen, dass wir diese Steuern auch einnehmen können. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Nicht verschenken!) Wir müssen dafür die Rahmenbedingungen schaffen.

Wir kämpfen dafür! Dafür werden wir kämpfen, wir werden nicht lamentieren, wir wer­den nicht zulassen, dass das nicht kommt, sondern wir sind ein Garant dafür, dass der Erfolgsweg dieser Republik fortgesetzt wird! – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)

11.47



Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll148. Sitzung / Seite 93

Präsident Fritz Neugebauer: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Scheibner. – Bitte.

 


11.47.41

Abgeordneter Herbert Scheibner (BZÖ): Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Herr Bundeskanzler, wir kommen mit! (Bundeskanzler Faymann: Nach Brüssel?) – Ja, das war die Einladung! Ich nehme an, dass das Herr Kollege Cap in Ihrem Auftrag gemacht hat, dass er die Opposition aufgefordert hat, dass wir alle gemeinsam in Brüssel für die österreichischen Ziele, etwa bei der Finanztransaktionssteuer, kämpfen sollen.

Herr Bundeskanzler, wir sind dabei, wir fahren mit! Sagen Sie uns nur, wann Sie fahren, wir werden da mit dabei sein und mit Ihnen am Tisch im Europäischen Rat da­für kämpfen, dass endlich die Finanztransaktionssteuer kommt und dass Sie Ihr Bud­get, das Sie versprochen haben, einhalten können! (Beifall beim BZÖ.)

Oder war das, Herr Bundeskanzler, auch diesmal wieder nur eine Ankündigung be­ziehungsweise eine Worthülse Ihres Klubobmanns, der immer wieder die Opposition
zum Mitarbeiten einlädt, woraus dann aber immer nichts wird? (Zwischenruf des Abg. Rädler.)

Also wir werden uns das anschauen. Herr Klubobmann Bucher ist, nehme ich an, sehr gerne dazu bereit. (Abg. Bucher: Wir fliegen aber nur mit der AUA!) Alle von der Op­position werden ihren Terminkalender mit dem von Ihnen, Herr Bundeskanzler, abglei­chen, und wir werden das dann gemeinsam machen. Denn: Wir haben ja einen ge­meinsamen Antrag gestellt!

Tun Sie nicht so, als ob wir uns von der Finanztransaktionssteuer verabschieden wür­den! Wir kritisieren ja nur, dass Sie eine Unbekannte, eine Variable als fix in dieses Pa­ket miteingeplant haben. Das ist unseriös! Und genau das kritisieren wir, Herr Bun­deskanzler!

Natürlich wollen wir die Finanztransaktionssteuer! Sie wissen aber ganz genau, dass diese nur dann kommen wird und einen Sinn hat, wenn möglichst viele – wenn schon nicht alle – Mitgliedsländer der Europäischen Union sie einführen, denn sonst kommt es zu einem Verdrängungswettbewerb, und sie schadet dann mehr, als sie nützt.

Wenn Sie sagen, Sie würden so stark kämpfen, dann stellt sich wirklich die Frage: Wo bildet sich das ab?, denn im Bericht zu den Schlussfolgerungen vor dem Europäischen Rat ist nichts davon zu merken. Ich habe das schon das letzte Mal hier zitiert. Herr Bundeskanzler, ich frage Sie: Wo ist da die österreichische Handschrift? – Sie ist nicht erkennbar, denn im Entwurf zu den Schlussfolgerungen steht lediglich Folgendes – ich zitiere –:

„Bei der Prüfung der Kommissionsvorschläge () zur Finanztransaktionssteuer sind ebenfalls rasche Fortschritte vonnöten.“

Das ist ja schon relativ schwach.

Österreich hat dann gesagt, das sei gut, da solle man nichts mehr ändern.

Aber irgendwer von den europäischen Ländern hat sich dann doch noch durchgesetzt, denn das, was auch mit Ihrer Stimme, mit der österreichischen Stimme dann im Eu­ropäischen Rat zur Finanztransaktionssteuer beschlossen worden ist, ist etwas ganz anderes, und zwar – ich zitiere –:

„Die Arbeiten und Beratungen zu den Kommissionsvorschlägen () zur Finanztransak­tionssteuer sollten fortgesetzt werden.“

Herr Bundeskanzler, Sie beschließen hier fix 500 Millionen € im Jahr, insgesamt 1,5 Mil­liarden € als Zuschuss zur Budgetsanierung über eine Steuer, bei der Sie selbst beim


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Beschließen in Europa – wo sie kämpfen könnten, was Sie auch immer wieder zu tun versprechen! – sagen, dass die Arbeiten fortgesetzt werden sollten. – Na das ist fein!

Ich meine, der Europäische Rat war überhaupt super, denn etwa bei der Frage der Ratingagenturen heißt es, der Europäische Rat wird den Ergebnissen der Kommission erwartungsvoll entgegenblicken. – Erwartungsvoll entgegenblicken! (Ironische Heiter­keit des Abg. Bucher.)

Herr Bundeskanzler, das ist nett! (Zwischenbemerkung von Bundeskanzler Faymann.) Ja wirklich, diese Formulierung ist „wunderbar“! Nur: Das Problem ist, dass wir hier kei­ne Deutschschularbeit schreiben und beurteilen sollen, sondern hier geht es darum, wie viel der Steuerzahler zu dieser Budgetsanierung beizutragen hat. Und da erwartet er sich nicht Deutschaufsätze, schöne Formulierungen, über die wir lächeln können, sondern er erwartet sich eine starke österreichische Handschrift bei diesen Verhand­lungen, die sich dann auch hier widerspiegelt. Aber das geht uns halt ab dabei. (Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Mag. Stefan.)

Und was dieses ganze Sparpaket betrifft: Man kann das jetzt auch so wegwischen, wenn Sie sagen, na ja, die formalen Entscheidungen, das muss jetzt schon am 1. April in Kraft treten! – Am 1. April, der bekannterweise heuer ein Sonntag ist! Das heißt, bis Sonntag, also in vier Tagen, soll der Normunterworfene – und das ist auch ein Um­stand, der zu beachten ist! –, soll der Bürger, wenn er sich rechtskonform verhalten will, wissen, was Sie hier heute alles beschließen werden und was der Bundesrat über­morgen, glaube ich, in einer Ausschussberatung und dann gleich in einer Sitzung be­schließen wird.

Ich meine, wenn man überhaupt noch über die Sinnhaftigkeit des Bundesrates disku­tieren sollte, dann muss man sagen: Allein diese Maßnahme führt das ja ad absurdum! Denn: Wie kann es sein, dass die Ländervertretung in zwei Tagen, wenn sie das dann in einer wenigstündigen Sitzung beschließt, weiß, was gut und was schlecht für die Bürger des jeweiligen Bundeslandes ist? – Das heißt, es wird einfach durchgewunken.

Und nun zum Herrn Bundespräsidenten. – Der Herr Bundespräsident, der in einer Auf­wallung seines Selbstbewusstseins gesagt hat, nein, so werde er das nicht mitbe­schließen, denn da könne er die verfassungsgemäße Beurkundung nicht durchführen, kann das jetzt anscheinend doch tun. (Abg. Grosz: Er hat einen neuen Dienstwagen bekommen!) Denn: Bei den Grauslichkeiten, wo es darum geht, die Steuerzahler zu belasten, muss alles mit 1. April in Kraft treten, und das kann er anscheinend ganz schnell, sozusagen als Bettlektüre, entsprechend prüfen und dann beurkunden, und die anderen Dinge dauern halt dann länger. (Abg. Grosz: Jetzt hat er einen neuen BMW bekommen, jetzt is a Rua!)

Meine Damen und Herren, das ist doch wirklich Augenauswischerei! Wenn Sie das or­dentlich hätten verhandeln wollen, wenn Sie das ordentlich hätten besprechen wollen, dann hätten Sie einen anderen Zeitplan vorgesehen und eine andere Art und Weise der Behandlung hier zugelassen. (Beifall beim BZÖ. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Grosz.)

Herr Kollege Stummvoll, da Sie den Kopf schütteln (Abg. Dr. Stummvoll – auf Abg. Grosz zeigend –: Ich habe wegen ihm den Kopf geschüttelt!): Das ist ja auch so eine Sache: Ein Mitarbeiter von uns war heute bei einer Bank und hat sich die Informationen über die Bausparkassen geholt und Folgendes festgestellt: Es wird jetzt noch immer mit der staatlichen Prämie von 36 € geworben. Heute wird noch immer damit für den Bausparvertrag geworben. Im Kleingedruckten steht dann, es ist noch nicht beschlos­sen.

Frau Finanzministerin, genau das ist es; das ist diese Überheblichkeit, die nicht ange­bracht ist: Wenn sich heute ein Bausparer erkundigen möchte, welche Prämie er kriegt,


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dann kriegt er eine falsche Information, weil auch sein Bausparvertrag in fünf Tagen anders bewertet wird, aber Sie sagen: Das ist ja noch nicht beschlossen! – Danke schön! Mehr brauche ich dazu nicht zu sagen. (Beifall beim BZÖ.)

Was uns noch wichtig wäre und weil Kollege Haubner gesagt hat, da kämen ja noch Reformen: Ja dann hätten Sie wenigstens in einem Entschließungsantrag – nur in ei­nem Entschließungsantrag! – gezeigt, was Sie da noch alles vorhaben! Da kann man viel diskutieren: etwa die Neuordnung der Kompetenzen in der Verwaltung. Und zwar: Brauchen wir noch eine Landesgesetzgebungskompetenz, und wenn ja, in welchen Be­reichen? Welche Aufgaben soll der moderne Staat übernehmen?

Wenn man sieht, dass sich die Länder nicht einmal auf ein gemeinsames Jugend­schutzgesetz einigen konnten, dann muss man sagen: Das zeigt ja, wie man hier bereit ist!

Oder, anderes Beispiel: Straffung der Verwaltung. – Wir alle waren uns vor zwei Jah­ren einig, eine Ebene der Schulverwaltung zu streichen. Wo ist das jetzt alles? Alles wurde wieder ad acta gelegt.

Nächster Punkt: Sozialversicherungsanstalt. – Wir haben den Vorschlag gemacht, die 22 auf drei zu reduzieren: einen Sozialversicherungsträger für die Pensionen, einen für die Gesundheit und einen für die Unfallversicherung. – Eine ganz normale Sache! Da­rüber sollten wir diskutieren und reden! Es wurde aber nicht einmal ein Vorhabensbe­richt von Ihnen hier vorgelegt.

Oder: der ganze Bereich der Pensionen. – Warum streicht man nicht die Hackler-Pen­sion, diese Privilegierung bei den Beamten, die 40 Jahre brauchen anstatt 45 Jahre wie alle anderen? (Abg. Grosz: Für die Beamten, ja! Der Parlamentsdirektor! – Präsi­dent Neugebauer gibt das Glockenzeichen.)

Man könnte hier noch ganz viele Vorschläge bringen. Sie wollen aber darüber nicht diskutieren.

Ich möchte, dass über dieses Paket ordentlich diskutiert wird. Wir geben Ihnen noch einmal eine Chance, nämlich über einen Antrag, den ich hier einbringe, dieses Paket an den Ausschuss rückzuverweisen.

Wenn Sie es ehrlich meinen und nicht so reden wie die Frau Finanzministerin, die sagt: Es ist völlig egal, was der einzelne Steuerzahler denkt, wir sind wir!, dann stimmen Sie diesem Antrag zu! (Beifall beim BZÖ.)

11.56


Präsident Fritz Neugebauer: Nächste Rednerin: Frau Abgeordnete Csörgits. – Bitte.

 


11.56.23

Abgeordnete Renate Csörgits (SPÖ): Herr Präsident! Sehr geschätzte Mitglieder der Bundesregierung! Ich werde mich in meinem Debattenbeitrag auf die Bereiche Ar­beitsmarkt und Pensionen konzentrieren, denn diese Bereiche sind ja, was die Budget­zahlen anbelangt, die größten im vorliegenden Stabilitätspakt. Es werden sowohl im Arbeitsbereich als auch im Pensionsbereich und, da man diese beiden Teile ja nicht trennen kann, auch zwischen diesen beiden Bereichen Maßnahmen und Reformen ge­setzt.

Lassen Sie mich zunächst mit dem Bereich Pensionen beginnen! – Dazu darf ich fest­halten, dass es mit dem Jahr 2014 zu einem einheitlichen Pensionskonto kommen wird. Dieses einheitliche Pensionskonto wird eine Vielzahl an Vorteilen für die Verwal­tung, aber natürlich auch für die Bürgerinnen und Bürger, für die Pensionistinnen und Pensionisten und vor allem für die ArbeitnehmerInnen bringen.


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Dieses einheitliche Pensionskonto, meine sehr geschätzten Damen und Herren, führt zu einer vereinfachten, verständlicheren und vor allem durchsichtigeren Pensionsbe­rechnung. Es wird nämlich künftig jeder Versicherte/jede Versicherte die Möglichkeit haben, jederzeit nachzuschauen, wie hoch denn die Pension ist, die er/sie zu erwarten hat. Das wird einerseits dazu führen, dass sich so mancher Arbeitnehmer/ so manche Arbeitnehmerin überlegen wird, ob es nicht vielleicht sinnvoller wäre, noch etwas län­ger zu arbeiten, wenn er/sie gesund ist – das wollen wir mit einer Vielzahl von Maßnah­men auch sicherstellen –, auf der anderen Seite verspreche ich mir aber dadurch auch, dass sehr viele Frauen, die in Österreich Teilzeit arbeiten und dann ins Pensionskonto schauen, vielleicht doch ein Gespräch mit dem Arbeitgeber führen, um zu versuchen, ihre Arbeitszeit zu verlängern, weil natürlich Teilzeit, wie wir wissen, auch bedeutet, dass es eine geringere Pension gibt. Daher meine ich, dieses Pensionskonto, meine Damen und Herren, wird eine Vielzahl an Vorteilen bringen.

Für die Verwaltung wird es ebenfalls eine Vereinfachung bringen, denn derzeit besteht eine Vielfalt an Aufwand. Es besteht nämlich aufgrund der notwendigen Parallelrech­nung, wie es so schön im Fachjargon heißt, die Notwendigkeit, auf drei Rechtsgrundla­gen zurückzugreifen. Mit dem Wegfall dieser Maßnahmen bedeutet es auch für unsere Kollegen und Kolleginnen in der Pensionsversicherung eine Erleichterung, und damit werden auch viele Möglichkeiten für die direkte Betreuung der Kundinnen und Kunden der Pensionsversicherung wieder frei. (Beifall bei der SPÖ.)

Lassen Sie mich nun noch anmerken, dass es im Zusammenhang mit einer besseren Finanzierung im Pensionssystem zu einer Anhebung der Pensionsversicherungsbeiträ­ge bei den Bauern und bei den Gewerbetreibenden kommt. Diese werden näher an die Beiträge der ArbeitnehmerInnen herangeführt. Auch die Besserverdienenden in diesem Lande werden durch die Erhöhung der Beitragsgrundlage einen fairen Beitrag leisten.

Meine Damen und Herren, ebenfalls sehr wichtig ist es mir, das richtigzustellen, was von einigen Vorrednern hier in den Raum gestellt wurde und was falsch ist: Es wird im Zusammenhang mit den Pensionistinnen und Pensionisten keine Nulllohnrunde geben. (Es kommt zu einer kurzen technischen Störung beim Mikrofon.)

Das halte ich für sehr wichtig, daher wiederhole ich es, weil es jetzt offensichtlich einen Stromausfall gegeben hat: Es wird im Zusammenhang mit der Pensionserhöhung keine Nulllohnrunde bei den Pensionisten und Pensionistinnen geben, sondern die Er­höhung wird lediglich etwas niedriger sein.

Ich darf daran erinnern, dass es in vielen anderen europäischen Ländern leider der Fall war, dass es zu starken Pensionskürzungen gekommen ist.

Unsere Bundesregierung ist der Auffassung, dass das der falsche Weg ist. Und ich be­danke mich sehr herzlich dafür, dass dies auch möglich ist. Wir werden auch dafür Sor­ge tragen, dass insbesondere die Bezieherinnen und Bezieher von niedrigen Pen­sionen etwas dazubekommen, damit die Kaufkraft in Österreich bei dieser Gruppe eben­falls erhalten bleibt.

Nun zu einigen Schnittstellen im Zusammenhang mit dem Arbeitsmarkt und mit dem Pensionsbereich. Ich darf festhalten, dass das bewährte System der Altersteilzeit mit einer entscheidenden Verbesserung weiter aufrechterhalten bleibt. Insbesondere Per­sonen, die in Schichtbetrieben, aber auch in Montagebetrieben schon bisher von der sogenannten Blockzeitvariante profitiert haben, werden auch künftig die Möglichkeit der Blockaltersteilzeit haben. Eine Verbesserung tritt allerdings insofern ein, als für je­de Person, die eben dieses Modell in Anspruch nimmt, eine zusätzliche Arbeitskraft aufzunehmen sein wird, wodurch es gleichzeitig zu einer Entlastung auf dem Arbeits­markt kommen wird, was ich für sehr wichtig und sehr notwendig halte. (Beifall bei der SPÖ.)


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Ebenfalls erwähnen möchte ich, dass es bis zum Jahr 2017 zu einer schrittweisen An­hebung des Tätigkeitsschutzes vom 57. auf das 60. Lebensjahr kommen wird. Aber da wir auch diese Personengruppe ganz einfach nicht ungeschützt in eine schwierige Si­tuation bringen wollen, wird es darüber hinaus für diese Personengruppe eine Vielzahl von Qualifizierungsmöglichkeiten geben, und es werden andere Instrumentarien im Rahmen der Arbeitsmarktpolitik zur Verfügung gestellt werden, um so auch sicherzu­stellen, dass diese Menschen länger im Arbeitsprozess bleiben können.

Sehr geschätzte Damen und Herren, einige Bemerkungen noch zum Arbeitsmarkt. Wir sind in Österreich in der glücklichen Situation, dass wir im Rahmen der Europäischen Union die geringste Arbeitslosenrate haben, und auch bei den Jugendlichen haben wir eine sehr geringe Arbeitslosenrate. Nichtsdestotrotz wird diese Bundesregierung – und ich möchte mich ausdrücklich beim Herrn Bundesminister für Arbeit, Soziales und Kon­sumentenschutz bedanken – im Rahmen dieses Stabilisierungspaketes für eine Ar­beitsmarktoffensive bis zum Jahr 2016 750 Millionen € zusätzlich zur Verfügung stel­len. Das heißt, wir, diese Bundesregierung sieht es auch weiter als ihre wichtigste Auf­gabe, alles gezielt dafür zu tun, dass wir die Arbeitslosenrate weiter senken und die Beschäftigung in Österreich nach wie vor erhalten. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)

12.02


Präsident Fritz Neugebauer: Nächste Rednerin: Frau Abgeordnete Schittenhelm. – Bitte.

 


12.02.59

Abgeordnete Dorothea Schittenhelm (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Ge­schätzter Herr Vizekanzler! Meine sehr geehrten Damen und Herren auf der Regie­rungsbank! Hohes Haus! Wenn wir tatsächlich und ernsthaft dieses unser Österreich wieder auf gesunde Beine stellen wollen, dann ist es eine absolute Notwendigkeit, die­ses Konsolidierungspaket auch zu beschließen und zu realisieren. Dieses Konsolidie­rungspaket spiegelt nicht nur die Leistungskraft der Bundesregierung wider, sondern es gibt auch keine Alternative dazu.

Und bei allem, was wir heute an Zahlen diskutieren: Es geht nicht nur um die Zahlen im Budget, sondern es geht um die Ziele, die wir uns gemeinsam gesetzt haben und die wir auch gemeinsam erreichen wollen. Und ich mache das wirklich global.

Unser großes Ziel ist, die hohe Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger in Öster­reich zu erhalten und noch weiter zu verstärken. Das ist das, was wir wollen. Wir wol­len unseren Bürgerinnen und Bürgern die Sicherheit geben, dass sie auch morgen noch die Leistungen im Gesundheitsbereich bekommen, die sie brauchen, dass sie auch morgen noch ihre Pension bekommen, so wie sie das aufgrund des Genera­tionenvertrags auch verdient haben.

Wir wollen, dass sie auch morgen noch die Sicherheit haben, jene Pflege zu bekom­men, die sie notwendig haben, und wir wollen, dass auch die Familien, die sich bereit erklären, für Kinder da zu sein, die Verantwortung für Kinder übernehmen, genauso ei­ne Unterstützung bekommen, wie das bis jetzt der Fall ist.

Wir brauchen auch das Vertrauen in die Wirtschaft und in den Arbeitsmarkt, damit wir die Wirtschaft nicht nur stärken, sondern vor allem die Arbeitsplätze sichern. Das be­deutet auch in diesem Fall eine Absicherung der Familien.

Damit das möglich ist, meine Damen und Herren, müssen wir uns ganz einfach an jene drei Prinzipien halten, die uns Herr Vizekanzler Dr. Spindelegger und unsere Frau Fi­nanzministerin vorgegeben haben.

Erstens: sinnvolle Sparmaßnahmen bei der Struktur, um nachhaltige Wirkungen zu er­langen; nicht für heute, für das Jahr 2012 und für morgen, sondern nachhaltig! Daher:


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Strukturveränderungen in der Verwaltung, Strukturveränderungen bei der Pension – meine Vorrednerin hat das angesprochen. Wir brauchen aber auch eine – wie soll ich sagen? – Entkoppelung der Förderrichtlinien von Bund, Land, Gemeinden, ein wesent­licher Aspekt.

Zweitens: Wir müssen zusätzliche Einnahmen lukrieren. Ja, selbstverständlich! Und es müssen Steuerlücken geschlossen werden. Ich verstehe die Freiheitliche Partei nicht, warum sie diese unversteuerten Gelder nicht zumindest teilweise aus der Schweiz und aus Liechtenstein zurückholen will. Ich möchte das schon. Ich habe kein Verständnis dafür, dass die einen hier brav Steuern zahlen, während die anderen ihr Geld in die Schweiz verbringen, und wir sagen, das greifen wir nicht an. Es ist richtig, das einzufor­dern, und unsere Finanzministerin Maria Fekter wird das auch schaffen. (Beifall bei der ÖVP.)

Drittens: Es braucht vor allem auch Offensivmittel für Investitionen auf dem Arbeits­markt, in der Bildung und Forschung. Das ist eine absolute Notwendigkeit. Und da muss man auch ganz klar sagen: Wenn wir diese Offensivmittel nicht gleichsetzen zum Sparpaket, wird es keine positive Entwicklung geben können. Unser Ziel, das Ziel der Volkspartei, war es, die Konsolidierung mehrheitlich durch Einsparung bei den Ausga­ben zu erreichen. Das ist uns gelungen. 76 Prozent der Konsolidierungsmaßnahmen kommen von der Ausgabenseite, 24 Prozent einnahmenseitig. Es geht immerhin – das muss man sich ja vorstellen, das ist unvorstellbar – um ein Gesamtvolumen von 26,5 Mil­liarden €, von dem wir heute hier reden.

Damit es gelingt, dass die Wirtschaft floriert und nicht stagniert – das wäre das Schlimmste, was uns passieren kann –, bedarf es großer Anstrengungen – nicht nur Polemik, die Sie finden, wenn Sie die Schlagzeilen diverser Zeitungen lesen – von uns allen, meine Damen und Herren.

Alle Expertinnen und Experten haben uns ja beim Budgethearing – all jene, die im Budgetausschuss waren, wissen das – im Grunde genommen recht gegeben, dass die Maßnahmen, die vorgesehen sind, auch wirksam sein werden. Allerdings müssen sie auch tatsächlich umgesetzt werden. Vor allem haben sie aber auch darauf verwiesen, dass nicht nur der Bund, sondern auch die nachgelagerten gesetzgebenden Körper­schaften, Länder und Gemeinden hier das Ihre dazu beitragen müssen. Jawohl, die Länder tun das auch, auch wir in den Gemeinden.

Ich habe gestern am Abend eine Sitzung gehabt, eine Informationsveranstaltung mit Bürgerinnen und Bürgern zur thermischen Sanierung eines großen Wohnhausblockes. Ja was glauben Sie denn, welche Frage da im Vordergrund stand? – Nicht die Frage der Technik, wie dick die Ummantelung sein wird, welche Leitungen kommen werden, sondern ob die thermische Sanierung in diesem Jahr oder vielleicht auch noch im kom­menden Jahr gefördert wird. Das ist es, was die Menschen bewegt! Und auch die Mit­tel für die thermische Sanierung haben wir sichergestellt. Wir geben in diesen Topf jährlich 100 Millionen €, und dies bis 2016. Damit wird ein Wirtschaftsimpuls von 800 Millionen € ausgelöst, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.)

Das sind immerhin 12 500 Arbeitsplätze im Baubereich und in ähnlich gelagerten Be­reichen. Das muss man den Menschen sagen: Das ist Ihr Arbeitsplatz, den wir hier si­chern.

Wir brauchen natürlich auch Mittel für die Familien und für die Bildung. 55 Millionen € sind bis 2014 für Kinderbetreuungsplätze vorgesehen, meine Damen und Herren. 20 000 neue Kinderbetreuungsplätze! Den Familien kann ich nur sagen – vielleicht schaut die eine Mutter oder der eine Vater heute zu –: Ja, wir unterstützen euch! Wir helfen euch! Wir unterstützen eure Familienarbeit! Wir helfen euch bei der Erziehung eurer Kinder! (Beifall bei der ÖVP.)


Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll148. Sitzung / Seite 99

Genauso wird es auch bei der schulischen Betreuung am Nachmittag sein. Ja, die Fa­milien brauchen diese Unterstützung. Sie wollen ihre Kinder auch nach dem Unterricht gut aufgehoben wissen. Und auch dafür sind 400 Millionen € bis 2014 vorgesehen. Es wird an die 60 000 Betreuungsplätze mehr geben für Kinder, die dann nicht nur pä­dagogisch betreut werden, sondern eine sinnvolle Nachmittagsbetreuung haben.

Neue Mittelschule – immer wieder besprochen, keiner hat es heute gesagt –: Dafür sind 346 Millionen € vorgesehen. Dieses Geld fließt direkt in die Klassen der Schulen, finanziert werden sechs zusätzliche Stunden für unsere Kinder.

Meine sehr geehrten Damen und Herren, dieses Stabilisierungspaket ist ein wirklicher Kraftakt. Ich hoffe sehr, dass wir dieses auch gemeinsam umsetzen und realisieren können, denn wir brauchen stabile Finanzen, eine starke Wirtschaft, damit unser Land eine positive Entwicklung nehmen kann. (Beifall bei der ÖVP.)

12.09


Präsident Fritz Neugebauer: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Themessl. – Bitte.

 


12.09.38

Abgeordneter Bernhard Themessl (FPÖ): Herr Präsident! Meine Damen und Herren auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Werte Zuseherinnen und Zuseher! Ich hätte jetzt gerne eine Frage an die Finanzsprecher der ÖVP und der SPÖ gestellt, aber die haben sich offensichtlich beide schon verabschiedet, weil sie selber nicht mehr an das glauben, was da ist.

Aber eines ist schon klar, ich stelle die Frage an Sie, Sie werden mir doch alle recht geben, dass 256 mehr ist als 219. Es gibt in Österreich seit Maria Theresia die Schul­pflicht, und in der Volksschule lernt man bereits rechnen, und jeder Volksschüler weiß heute, dass 256 einfach mehr ist als 219.

Worauf ich hinaus will, sage ich Ihnen jetzt. Wir haben jetzt aktuell einen Schulden­stand in Österreich von 219 Milliarden €. Laut Budgetfahrplan dieser Bundesregierung werden wir im Jahr 2016 einen Schuldenstand von 256 Milliarden € haben. Und ÖVP und SPÖ lassen keine Gelegenheit aus, hier herauszugehen und zu sagen, wir ma­chen keine neuen Schulden mehr, wir bauen die Schulden ab, Schulden sind ein Ver­brechen an unserer Jugend, an unseren Enkelkindern, und damit muss jetzt Schluss sein. Und das geschieht so. (Beifall bei der FPÖ.)

So, aber jetzt machen wir einfach in den nächsten vier Jahren weitere Schulden in Hö­he von 40 Milliarden € und fügen diese dem Höchstschuldenstand hinzu, den wir oh­nehin schon haben. Das erklären Sie einmal der Bevölkerung! Glauben Sie, dass Ih­nen das noch irgendjemand abnimmt? Sie vergessen, dazuzusagen – das ist der nächste Irrglaube, den Sie haben –, dass Sie die Schulden immer in Bezug auf das Bruttoinlandsprodukt sehen. Wenn Sie, Frau Finanzministerin, davon ausgehen, dass im Jahr 2016 der Schuldenstand bei 70 Prozent des BIP liegen wird, dann müssen Sie aber wissen, dass bei 256 Milliarden € Schulden das BIP dann bereits 368 Milliarden € betragen muss. Zum aktuellen Zeitpunkt beträgt das BIP 300 Milliarden €. Das heißt, die Wirtschaftsforscher und alle, die die Wirtschaftszahlen der nächsten Jahre voraus­berechnen, haben sich gewaltig geirrt beziehungsweise Sie glauben ihnen nicht, denn in diesem Fall müsste das BIP, müsste die Wirtschaft jährlich um 2 Prozent bis 3 Pro­zent wachsen. Und da sagen Ihnen alle Wirtschaftsexperten, dass das nicht der Fall sein wird. Und auch diese Rechnung geht sich nicht aus. – So viel zu Ihren Rech­nungen und zu diesem ganzen Budget. (Beifall bei der FPÖ.)

Herr Kollege Haubner, Sie haben gesagt, Ihnen wäre das auch recht, wenn die Bau­sparprämie bliebe. Ja, Sie hatten vor 14 Tagen schon die Gelegenheit. Wir haben hier einen Antrag eingebracht, sogar eine namentliche Abstimmung verlangt, in dem wir


Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll148. Sitzung / Seite 100

verlangt haben, dass die Bausparprämie gleich bleibt. Aber Sie, alle Ihre Freunde und Mitglieder aus dem Wirtschaftsbund haben dagegen gestimmt.

Ich bin sowieso gespannt, wie Sie bei diesem Budget abstimmen werden. Wenn ich die Aussagen Ihres Chefs Leitl höre und auch die Arbeiterkämmerer alle höre, dann wun­dert mich, woher Sie diese positive Einstellung zum Wirtschaftswachstum haben, denn die bekritteln das. Und Sie können ja rechnen, nehme ich an. Sie haben 17 Abgeord­nete in Ihren Reihen, die aus dem Wirtschaftsbund kommen. Wenn Sie die zu den 75 der Opposition dazuzählen und Ihre eigenen medialen Aussendungen ernst nehmen, dann ist anzunehmen, dass dieses Budget ja gar nicht durchgeht. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Kopf.) Und die Frau Finanzministerin hat es ja dem Kol­legen Scheibner schon gesagt, das ist noch nicht beschlossen. Also offensichtlich rechnet sie damit, dass der Wirtschaftsbund heute umfallen wird. Genau so wird es sein. (Beifall bei der FPÖ.)

Und jetzt kommen wir zur Wirtschaft. Sie sagen, das wird die Wirtschaft nicht belasten. Ein paar Zahlen. Was Sie ganz vergessen, ist, dazuzusagen, dass das Pröll-Spar­paket, das vor zirka einem Jahr beschlossen wurde, das übrigens verfassungswidrig zustande gekommen ist, damit ja nicht aufgehoben wird. Das Ganze läuft ja weiter, und teilweise wird sich das auch erst im heurigen Jahr und im kommenden Jahr auswirken.

Folgendes wurde beschlossen: Anhebung des GSVG-Beitragssatzes, Nichtabsenkung der Mindestbeitragsgrundlage, Anhebung Beitragssatz Nachtschwerarbeitsgesetz, An­hebung der Höchstbeitragsgrundlage in der Pensionsversicherung, übrigens die zweite innerhalb von drei Jahren, Anhebung der Höchstbeitragsgrundlage in der Krankenver­sicherung, Anhebung der Höchstbeitragsgrundlage in der Unfallversicherung, volle ALV-Beiträge ab dem 63. Lebensjahr. – So viel zu Ihren Intentionen, ältere Arbeitneh­mer länger im Erwerbsleben zu halten. Das ist ja Lug und Trug, was Sie hier von sich geben, soweit man schaut. (Beifall bei der FPÖ.)

Eine Gesamtbelastung in den nächsten Jahren von 1,6 Milliarden € für die österreichi­sche Wirtschaft! Und dann sprechen Sie davon, dass sich das auf den Arbeitsmarkt nicht auswirken wird!?

Zu dem, was die Experten gesagt haben. Frau Schittenhelm, ich war auch im Budget­ausschuss. Lehner, ÖVP, hat gesagt, es gibt Unsicherheitsfaktoren. Er bekrittelt, dass bis 2016 keine Steuerreform gemacht wird. Marterbauer, SPÖ, sagt, die Bankenlage ist instabil. Die konjunkturelle Entwicklung wird einbrechen. Er rechnet in den nächsten zwei Jahren sogar mit 20 000 Arbeitslosen mehr. Rossmann von den Grünen hat ge­sagt, dieses Budget führt zu einer Rezession, Stagnation ist vorprogrammiert. Die Ar­beitslosigkeit wird steigen. – Ja ich weiß nicht, woher Sie Ihren Optimismus nehmen. Sie glauben ja nicht einmal Ihren eigenen Experten von WIFO, IHS und wie sie alle heißen. Sie bezahlen sie zwar, aber Sie glauben ihnen nicht. Das ist ja wahnwitzig!

Zur „sozialen Ausgewogenheit“: Frau Finanzministerin, auch das unterste Drittel der Einkommensbezieher, die mit ihrem Lohn nicht 30 Tage über die Runden kommen, wird belastet. Und auf der anderen Seite haben Sie schon wieder einen Bankendeal im stillen Kämmerlein ausgemacht, nämlich betreffend die Wertpapier-KESt, Sie wissen genau, was ich meine, mit der neuen Bemessungsgrundlage beziehungsweise Bewer­tung per 31. März. Aber das erkläre ich Ihnen gerne, wenn Sie nicht wissen, was ich meine.

Der 1. April ist eigentlich ein Tag, an dem Scherze gemacht werden. Wenn das nicht so furchtbar traurig wäre und wenn sich das nicht auf die österreichische Arbeitneh­merschaft und die Arbeitslosenzahlen auswirken würde, dann wäre es wirklich ein Scherz, zu beschließen, dieses Budget mit 1. April in Kraft treten zu lassen. – Danke. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Grosz: Genug gescherzt!)

12.15



Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll148. Sitzung / Seite 101

Präsident Fritz Neugebauer: Nächste Rednerin: Frau Abgeordnete Dr. Lichten­ecker. – Bitte.

 


12.16.04

Abgeordnete Dr. Ruperta Lichtenecker (Grüne): Herr Präsident! Werte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Sehr geehrte Damen und Herren! Die soziale Aus­gewogenheit ist ein Begriff, der heute immer wieder betont wurde, insbesondere auch vom Herrn Bundeskanzler. Und ich sage Ihnen, fragen Sie doch die TaxilenkerInnen, MasseurInnen, TrafikantInnen, FotografInnen, PhysiotherapeutInnen und viele andere mehr in diesem Land, die eines nämlich gemeinsam haben, sie sind sogenannte Ein-Personen-Unternehmen. Und genau diese Ein-Personen-Unternehmen, Kleinstunter­nehmen werden Ihnen sagen, sie spüren nichts von dieser sozialen Ausgewogenheit, denn sie gehören zur großen Gruppe derer, die von Armut bedroht sind. Und ihr Risiko ist wesentlich höher. Jetzt kommt noch dazu, dass das soziale Netz für sie zur Ar­mutsfalle wird.

Im Vergleich zu ihrem Einkommen sind die Sozialversicherungsbeiträge sehr hoch. Da­her geraten sie zunehmends in einen Strudel, in eine Abwärtsspirale von Schulden, Exekution und Ratenzahlung.

Meine Damen und Herren, da läuft doch etwas schief in diesem Land, wenn de facto fast 20 Prozent der versicherten Selbständigen gemahnt werden und überhaupt bei 9 Prozent der Exekutor vor der Haustür steht! Das kann doch in dieser Form nicht sozial ausgewogen sein, nein, das Sparpaket bringt weitere Härten mit sich. Selbst die beschlossene Absenkung der Mindestbeitragsgrundlage ist zurückgenommen und ver­schoben worden, und zwar auf sehr lange Zeit.

Meine Damen und Herren, das sind Menschen, die nicht warten können, bis in sechs oder zehn Jahren Verbesserungen eintreten. Die brauchen es jetzt. Und es ist eine Zu­mutung für diese Ein-Personen-Unternehmen, wenn Sie gleichzeitig hergehen und 105 Luxuslimousinen anschaffen, die 8 Millionen € kosten. Da fühlen sich diese Men­schen verhöhnt in ihrer Arbeit, in ihrer Existenzsicherung.

Und Sie sollten daran denken, dass es genau jetzt darum geht, auch diese Personen­gruppen abzusichern und hier faire Rahmenbedingungen zu gestalten. Das heißt die Mindestbeitragsgrundlage abzusegnen und das heißt selbstverständlich auch Abschaf­fung der Selbstbehalte bei Arztbesuchen und natürlich auch eine leistbare und brauch­bare Arbeitslosenversicherung.

Das alles ist jetzt notwendig, um hier Fairness und Gerechtigkeit walten zu lassen und diese wichtige Stütze der österreichischen Wirtschaft auch abzusichern.

Selbstverständlich vermissen wir auch viele andere Bereiche in diesem Paket. Es war immer die Rede von den Reformen, es war immer die Rede von den Investitionen in die Zukunft. Ja, selbstverständlich ist es ein wichtiger Schritt, dass jetzt endlich auch die Sanierung von Häusern erfolgt, um auch einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten und dazu, dass die Haushalte geringere Energiekosten haben.

Aber warum ist denn das geschehen? – Ein Grund war auch, dass wir Grüne das jahrelang gefordert und betrieben haben, bis Sie endlich munter geworden sind und das umgesetzt haben. Ja, das ist gut so.

Dennoch, die Reformen fehlen noch immer. Wir haben ein veraltetes Steuersystem. Wir sind Schlusslicht bei den Vermögenssteuern, bei den Umweltsteuern.

Frau Ministerin, es ist längst überfällig, hier Reformen anzusetzen und gleichzeitig die hohen Arbeitskosten zu senken, das heißt, einen richtigen und wichtigen Schritt zu ge­hen bei den Vermögenssteuern, bei der Finanztransaktionssteuer und selbstverständ­lich auch betreffend ökologische und soziale Gestaltung des Steuersystems – etwas, das längst überfällig ist – und selbstverständlich betreffend Investitionen in die Zukunft.


Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll148. Sitzung / Seite 102

Meine Damen und Herren, wenn Sie sich beim Bundesfinanzrahmen die Ausgaben für den Bereich Wissenschaft und Forschung ansehen, dann stellen Sie de facto eine Stagnation oder einen Rückgang fest, etwas, was mittelfristig diesem Wirtschaftsstand­ort, den Arbeitsplätzen in Österreich massiv schaden wird. Und summa summarum sind das zu wenig Investitionen in die Zukunft, auch wenn es gewisse richtige Ansätze gibt.

Zusammenfassend: Das Paket beinhaltet keine Vision, wo Österreich 2020 sein soll. Es ist wenig zukunftsorientiert und nicht gerecht. Es ist eine vertane Chance, mit der wir im Moment zu kämpfen haben. (Beifall bei den Grünen.)

12.21


Präsident Fritz Neugebauer: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Grosz. – Bitte.

 


12.21.12

Abgeordneter Gerald Grosz (BZÖ): Hohes Haus! In einem seltenen Anfall von Mut hat der Herr Bundespräsident vor wenigen Wochen zu Recht etwas gesagt. Er hat festgestellt, dass er von Freitag, nämlich von übermorgen, wenn der Bundesrat tagt, bis zum 1. April, also innerhalb von zwei Tagen, angesichts der Fülle der Gesetze der Bundesregierung deren Beurkundung nicht durchführen kann. – „Seltener Anfall von Mut“ deswegen, weil man es gerade von Bundespräsidenten Heinz Fischer nicht ge­wohnt ist, dass er sich so äußert.

Aber mittlerweile ist auch das schon wieder verflogen. Dieser anfängliche Mut, sich gegen eine Schröpfungspolitik der Bundesregierung zur Wehr zu setzen, ist ver­schwunden. Und ich garantiere Ihnen heute eines: Der Bundespräsident wird am Samstag seinen Füllhalter in die Hand nehmen und anstandslos alle Gesetze dieser rot-schwarzen Bundesregierung unterzeichnen.

Und des Rätsels Lösung, warum er das tut, lesen wir heute in der „Kronen Zeitung“ auf Seite 2 (der Redner hält die entsprechenden Zeitungsartikel in die Höhe): „Heinz Fi­scher fährt bereits ab Ostern neues Luxusdienstauto“. Um keine Konkurrenz im Me­dienmarkt aufkommen zu lassen: Auch die Tageszeitung „ÖSTERREICH“ sagt das­selbe.

Das heißt, die Bundesregierung hat die pubertierenden Anwandlungen der Präsident­schaftskanzlei ganz gut erkannt. Man hat gesagt: Kriegt halt der Bundespräsident fünf neue Dienst-BMWs, 7er BMWs, dann kann er den Rest der Kleinheit seines Amtes ein wenig kompensieren – oder was auch immer – und dann unterschreibt er anstandslos alle Gesetze, die man von ihm haben will.

Aber damit sind wir schon bei diesem Thema: In einer Zeit, in der man diesem Land ein Schröpfungs- und Sparpaket aufbürdet, in einer Zeit, in der sich die Menschen die­ses Landes von der österreichischen Bundesregierung endlich Reformen erwarten, wie Josef Bucher das heute gesagt hat – die Zusammenlegung der 22 Sozialversiche­rungsanstalten, Zigtausende Mitarbeiter, die den Irrsinn im Gesundheitssystem weiter­hin verwalten, die engagierte Reform der politischen Systeme in dem Land samt einer Abschaffung des nutzlosen Bundesrates, den ja nicht einmal mehr der Portier des Parlaments braucht oder zu belangen gedenkt –, in dieser Zeit gehen Sie her und be­stellen generös, wie Sie sind, 105 neue 7er BMWs im Wert von 8 Millionen €, bezahlt vom Steuerzahler.

Das ist genau dieses Selbstbildnis einer abgehobenen Bundesregierung, die erstens die Bodenhaftung verloren hat, zweitens in ihren Tintenburgen schon nicht mehr hört, was die Menschen in diesem Land über sie denken, und drittens im Übrigen komplett abartig agiert, wenn es darum geht, den effizienten Umgang mit Steuergeld sicherzu­stellen. (Beifall beim BZÖ.)


Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll148. Sitzung / Seite 103

Da sitzen dann der Herr Spindelegger und der Herr Faymann am Abend zu Hause bei der Mami schön im Stüberl und schauen ein bisschen fern. Und dann sehen Sie in einem US-Film, wie ein US-Präsident aus der großen Dienstlimousine aussteigt. (Zwi­schenruf bei der ÖVP.) Und dann denken sich der kleine Werner und der kleine Mi­chael Spindelegger: Na so etwas hätten wir auch gerne, so eine gepanzerte Limou­sine. So einen 7er BMW brauchen wir! – Und dann hat man auf Kosten des Steu­erzahlers in unserem Land sofort 8 Millionen €, um am Höhepunkt eines Sparpakets 105 neue Dienstwagen in dieser Republik zu bestellen. Und da sagen wir: Genug ge­zahlt!, sehr geehrte Damen und Herren! (Beifall beim BZÖ.)

Wir erwarten uns ein Sparpaket (Zwischenruf des Abg. Rädler), das endlich dieses System im Lande umstellt. Nutzen Sie diese Zeit vor Ostern, um Askese zu üben! Nut­zen Sie diese Zeit bis zum Karfreitag und zum Ostersonntag, um einmal darüber nach­zudenken, ob wir nicht mit diesem politischen System an die Wand fahren, ob wir nicht mit diesen Milliarden Euro, die wir nach Griechenland hineininvestieren, mit diesen Mil­liarden Euro, die wir in die Hacklerpension für höchste Beamte hineininvestieren, mit diesen Milliarden Euro, die wir in Repräsentationskosten der Bundesregierung – samt dem Rucksack ÖBB und ASFINAG – hineinfinanzieren, ob wir nicht mit diesen Milliar­den Euro endlich abfahren und dort sparen, wo es notwendig ist, und nicht, wie Sie heute einmal mehr, Steuern erhöhen, Steuern einführen – Immobilienabgabe und, und, und – und die Menschen dieses Landes belasten. (Zwischenruf der Abg. Tamandl.)

Beim Treibstoff tun Sie im Übrigen gar nichts: 1,70 € werden wir jetzt zu Ostern ab­feiern. – Die Menschen in diesem Land werden belastet, und Sie kommen mit Ihrer Pendlerbeihilfe gar nicht mehr nach, die Defizite, die die Menschen in ihren Geldsa­ckerln spüren, überhaupt auszugleichen. (Beifall beim BZÖ.)

Da rede ich jetzt nicht nur von den Pendlern, sondern da rede ich von den Müttern und von den Vätern, die in der Früh ihre Kinder in die Schule führen müssen, weil Sie selbst beim öffentlichen Verkehr versagen.

Sehr geehrte Damen und Herren! Wir wollen ein sinnvolles Reformieren, ein sinnvolles Sparen, eine Demut und Askese der politischen Verwaltung in diesem Land, aber nicht das, was Sie heute diesem Parlament zur Beschlussfassung vorlegen, über das Ihr eigener Bundespräsident gesagt hat, das will er nicht einmal unterschreiben – natürlich bevor er seinen eigenen Dienstwagen bekommen hat, das sei immer schön brav dazu­gesagt.

Ich bringe daher auch einen Antrag ein, damit mit diesem Wahn endlich aufgehört wird:

Entschließungsantrag

der Abgeordneten Grosz, Schenk, Kolleginnen und Kollegen betreffend keine neuen BMW-Dienstwagen

„Die Bundesregierung wird aufgefordert, unverzüglich den Stopp und die Rückabwick­lung des Ankaufs beziehungsweise Leasings von 105 neuen Dienstwagen der Marke BMW zu veranlassen.“

*****

Ein Tropfen auf dem heißen Stein, 8 Millionen €, aber es liegen in den Ausschüssen dieses Parlaments Hunderte Anträge des BZÖ und 599 Vorschläge des Rechnungsho­fes, wie man in diesem Land tatsächlich auf Kosten des Systems und nicht auf Kosten der Menschen spart. – Ich danke Ihnen. (Beifall beim BZÖ.)

12.26



Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll148. Sitzung / Seite 104

Präsident Fritz Neugebauer: Nun gelangt Frau Bundesministerin Dr. Fekter zu Wort. – Bitte.

 


12.27.05

Bundesministerin für Finanzen Mag. Dr. Maria Theresia Fekter: Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Kollegen auf der Regierungsbank! Werte Abgeordnete und werte Zuseher hier im Hohen Haus und vor den Fernsehschirmen! Dieses Paket, das wir heute hier debattieren, fußt auf drei großen Säulen. Die erste Säule ist die Reform­agenda.

Wir haben entlang großer Reformen und ebensolcher Reformschritte einen Konsolidie­rungspfad eingeschlagen, der nachhaltig zu Kostendämpfungen führen soll. Nicht Geld zusammenkratzen, sondern Reformagenda.

Es sollte uns gelingen, dass wir das faktische Pensionsalter näher an das gesetzliche heranführen. Ich bedanke mich auch bei meiner Kollegin, die als Eigentümervertreterin bei den ÖBB dafür zuständig ist, dass es auch dort nicht mehr in dem Ausmaß zu Frühpensionen kommt und das faktische Pensionsalter angehoben wird.

Wir haben weiters bei den Beamten und gemeinsam mit der Verwaltung versucht, Dop­pelgleisigkeiten abzubauen und mehr Effizienz und Modernität in die Verwaltung zu bringen, und zwar durch 98 Gesetze, die hier heute mit beraten werden – 98! Die Einwendungsdebatte in der Früh hat ja gezeigt, das alles ist relativ viel. Ja, es ist Gott sei Dank viel, es ist eine große Reformagenda.

Im Gesundheitsbereich haben wir uns darauf verständigt, dass die Gesundheitskosten nicht schneller wachsen sollen als das Bruttoinlandsprodukt, also mit 3,4 Prozent, da­mit uns da die Kosten nicht explodieren, und dass wir gemeinsam – Bund, Länder und Sozialversicherung – eine Zielsteuerung machen im Hinblick auf die optimale Versor­gung der Bevölkerung mit Gesundheitsinfrastruktur.

Der vierte große Bereich waren die Förderungen. Da haben wir derzeit gerade die Min­deststandards für Förderungen in Begutachtung und da wollen wir dann auch gemein­sam mit den Ländern zu mehr Koordinierung im Förderbereich kommen.

Diese Reformagenda hat dann dazu geführt, dass es der Konsolidierungspfad gemein­sam mit den Ländern und Gemeinden ermöglicht, dass wir 2016 ein Nulldefizit haben.

Gleichzeitig – neben Reformagenda und Konsolidierungspfad – haben wir aber auch ein Offensivprogramm gestartet. 1 Milliarde mehr für die Universitäten, 1 Milliarde mehr für die Schulen, Weiterführung der Offensive betreffend Ganztagsbetreuung, eine
E
-Government-Offensive, denn moderne Verwaltung kann beim E-Government nicht haltmachen. Wir bekommen neue Register und eine neue bürgerfreundliche Kommu­nikation im Verwaltungsbereich auf Bundesebene. Wie schon erwähnt führen wir auch die thermische Sanierung fort. Im Vordergrund unseres gesamten politischen Handelns steht eben die Ökologisierung. (Beifall bei der ÖVP.)

Dieses ganz große Reformpaket und die Konsolidierung hatten aber penibel so ge­staltet zu sein, dass wir das Wachstum nicht bremsen, dass wir Investitionen nicht hemmen und damit Arbeitsplätze erhalten. Denn nur wenn wir alle Arbeitsplätze si­chern, können wir diesen Konsolidierungspfad auch erfolgreich durchführen. Er darf nicht inflationstreibend sein. Daher haben wir keine Massensteuer ins Auge gefasst, meine sehr verehrten Damen und Herren, und wir haben nichts gemacht, was den Standort gefährdet hätte, was standortschädlich gewesen wäre.

Wir haben damit erreicht, dass die Maßnahmen auf Bundesebene zu 76,6 Prozent auf der Ausgabenseite gesetzt werden und nur 23,4 Prozent einnahmenseitig. Auf Länder­ebene haben wir auch einen Konsolidierungspfad. Wir werden einen Stabilitätspakt mit den Ländern und Gemeinden beschließen, die sich auch zum Nulldefizit bekennen.


Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll148. Sitzung / Seite 105

(Zwischenruf der Abg. Gartelgruber.) Dort bekommen aber die Länder in etwa die Hälfte ihres Konsolidierungspfades als Einnahmen über die Ertragsanteile.

Da hier so gezweifelt wurde an dem, was wir da tun. Meine sehr verehrten Damen und Herren! Betreffend diese Zweifel, lautstark vorgetragen auch im Herbst im Hinblick auf die früheren Budgets. Das Budget 2011 haben wir wesentlich besser abgeschlossen, als ursprünglich der Voranschlag war (Zwischenruf beim BZÖ), und ich bin überzeugt davon, dass die gute Wirtschaft, die Arbeitsplätze, der Fleiß der Österreicherinnen und Österreicher und die Steuerleistung der Österreicherinnen und Österreicher dazu füh­ren werden, dass wir diesen Pfad einhalten. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)

Wir sind mit der Schweiz in intensiven Gesprächen bezüglich dieser Abgeltungssteuer, einer Steuer für Steuerflüchtlinge. Das heißt, die Schweiz liefert uns eine Steuer ab für die Vergangenheit und liefert dann weiter die Steuer jener Steuerpflichtigen, die ihr Geld in die Schweiz gebracht haben. Da sind wir in intensiven Gesprächen. Wir orien­tieren uns an dem, was Deutschland schon paraphiert hat und was wir von Groß­britannien und der Schweiz schon kennen. Das ist keine Luftblase, das sind ganz kon­krete Übereinkommen, deren Inhalt wir derzeit ja schon weitestgehend entlang dieser Richtschnur in den Gesprächen mit den Schweizern besprechen. (Präsident Neuge­bauer gibt das Glockenzeichen.) Und ich hoffe, dass wir das auch binnen Jahresfrist nach Hause bekommen. Und selbstverständlich werden wir für die Transaktionssteuer kämpfen, so wie das Hohe Haus uns das aufgetragen hat.

Und zum Schluss kann ich allen Pensionisten, die eine Zusatzpension haben und über­legen, ob sie das Angebot annehmen, mitteilen, dass wir in den Endverhandlungen dieses Angebot jetzt noch attraktiver gestaltet haben. Sie werden einen Vorteil von mehr als 15 Prozent haben, wenn sie das Angebot der Regierung annehmen (Zwi­schenruf des Abg. Grosz) und dann ihre Zusatzpensionen großteils steuerfrei bekom­men. – Danke. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)

12.34


Präsident Fritz Neugebauer: Der zuvor eingebrachte Entschließungsantrag steht mit in Verhandlung.

Der Antrag hat folgenden Gesamtwortlaut:

Entschließungsantrag

der Abgeordneten Grosz, Schenk, Kolleginnen und Kollegen betreffend keine neuen BMW-Dienstwagen

eingebracht in der 148. Sitzung des Nationalrates am 28. März 2012 im Zuge der De­batte zu TOP 3, Bericht des Budgetausschusses über die Regierungsvorlage (1681 d.B.): Bundesgesetz, mit dem das Bundesfinanzgesetz 2012 und das Bundesfinanzrahmen­gesetz 2012 bis 2015 geändert werden und das Bundesfinanzrahmengesetz 2013
bis 2016 erlassen wird (1709 d.B.)

Während die Bundesregierung die österreichische Bevölkerung in den nächsten Jah­ren zum Sparen anhält, was mit vorliegender Regierungsvorlage beschlossen werden soll, geht sie selbst wieder einmal mit schlechtem Beispiel voran und festigt das ne­gative Bild in der Bevölkerung.

Die Bundesbeschaffungsagentur (BBG) hat einen neuen Vertrag mit dem deutschen Automobilkonzern BMW abgeschlossen. Bis 2015 darf die Regierung bis zu 105 Fahr­zeuge bestellen. Es gibt eine Liefer-, aber keine Bestellverpflichtung. Bereits nach 60 000 Kilometern oder nach nur einem Jahr kann das Dienstauto bereits zurückge­gebne werden. Die Neuwagen im Regierungsfuhrpark sind 306 PS stark (und damit nochmals über 60 PS stärker als das Vorgängermodell). Der neue Vertrag dient zur


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Nach- und Neubestellung von Fahrzeugen für Regierungsmitglieder der Bundes- und der Landesregierung. Anspruch auf einen Dienstwagen haben Bundespräsident und Bundeskanzler, Minister und Staatssekretäre, die Präsidenten des Rechnungshofs, der obersten Gerichte und der Nationalbank sowie die Mitglieder der Landesregierungen.

Die bisherigen Fahrzeuge tun ihren guten Dienst und sind auch für hohe Kilometer­leistungen bestens gerüstet. Ein Neuankauf von 105 Dienstautos ist daher reine Ver­schwendung von knapp 8 Millionen Euro und lässt sich in Zeiten von massiven fi­nanziellen Belastungen für alle Steuerzahler und Steuerzahlerinnen nicht rechtfertigen.

Daher stellen die unterfertigten Abgeordneten nachstehenden

Entschließungsantrag:

Der Nationalrat wolle beschließen:

„Die Bundesregierung wird aufgefordert, unverzüglich den Stopp und die Rückabwick­lung des Ankaufs bzw. Leasings von 105 neuen Dienstwagen der Marke BMW zu ver­anlassen.“

*****

 


Präsident Fritz Neugebauer: Nächster Redner: Herr Staatssekretär Mag. Schieder. – Bitte.

 


12.35.00

Staatssekretär im Bundesministerium für Finanzen Mag. Andreas Schieder: Herr Präsident! Werte Kollegen auf der Regierungsbank! Herr Bundeskanzler! Hohes Haus! Werte Damen und Herren an den Fernsehschirmen, die diese Debatte heute verfolgen und sich natürlich auch Fragen bezüglich des gesamten Konsolidierungspakets und der Situation in wirtschaftlicher und finanzieller Hinsicht stellen! Ich möchte hier noch einmal unterstreichen, warum diese Bundesregierung so ein Paket vorgelegt hat und warum wir das auch diskutieren: nämlich weil es darum geht, durch eine niedrigere Neuverschuldung und einen mittelfristig ausgeglichenen Haushalt unser Land un­abhängiger zu machen von Finanzmärkten, die zunehmend verrückt geworden sind und die auch zunehmend ein Problem darstellen.

Das heißt, auch wieder Handlungsspielräume zu bekommen, um in der Zukunft auch die Möglichkeit zu haben, auf Probleme, wenn im Wirtschaftssystem etwas passiert, zu reagieren – so wie wir auch reagiert haben, als die Wirtschaftskrise ausgebrochen ist, und eigentlich unser Land im Vergleich zu vielen anderen Ländern in Europa gut durch die Krise gebracht haben. Ein Beispiel dafür ist, dass wir die niedrigste Arbeitslosigkeit innerhalb Europas haben. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)

Wenn es um Handlungsspielräume geht, geht es auch darum, Wirtschaftswachstum nicht zu zerstören, sondern ganz im Gegenteil auch zu fördern und deswegen in den Offensivpaketen in den Schwerpunkten bei Bildung, bei Forschung, bei Universitäten und bei der Infrastruktur auch zu schauen, dass unser Land, unser Wirtschaftswachs­tum in Zukunft nachhaltig gefördert werden.

Dies ist nicht nur ein Konsolidierungs-, sondern auch ein Reformpaket. Ich sage nur, das Schließen von Gerechtigkeitslücken innerhalb des Steuersystems ist nicht nur ein Konsolidierungsbeitrag, sondern es ist auch strukturell ein notwendiger Schritt, genau­so wie ich es aus Gerechtigkeitsgründen, aber auch aus finanziellen Gründen für rich­tig und notwendig halte, dass auch die Vermögenden in diesem Land einen großen Beitrag zur Sanierung des Staatshaushaltes über dieses Paket leisten. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Franz.)


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Strukturelle Maßnahmen finden sich auch dort, wo wir das faktische Pensionsantritts­alter erhöhen und damit den Menschen in unserem Land auch die Chance geben, länger in Beschäftigung zu bleiben – dort werden ja auch finanzielle Anreize und Sys­teme geschaffen, um das in Zukunft zu ermöglichen –, genauso wie es auch darum geht, durch vernünftige Reformen und mehr Steuerungsoptimierung auch die Qualität in unserem Gesundheitssystem zu sichern und damit auch sicherzustellen, dass es ein nachhaltig finanzierbares öffentliches Gesundheitssystem in Österreich gibt. Genauso wichtig sind auch viele Projekte betreffend eine effiziente Verwaltung, die Zusam­menlegung von Einheiten, wo man schon längst herausgefunden hat, dass zwei Ein­heiten eigentlich nicht notwendig sind.

An diese ganze Fülle von Maßnahmen möchte ich hier noch einmal erinnern, weil es schon so ist, dass wir in vielen Bereichen der Verwaltungsreform, in vielen Details hier eben jetzt die notwendigen Reformen umsetzen.

Bei den einnahmeseitigen Maßnahmen möchte ich auch noch einmal betonen, dass der Großteil – nahezu alles auf der Einnahmenseite – aus den großen Vermögen und aus den Großbetrieben kommt. Das ist der Solidarbeitrag der Spitzenverdiener, das sind die Immobilien- und Spekulationssteuer, die jährlich 750 Millionen an Volumen bringt, das ist die Einschränkung bei der Gruppensteuer, das ist die Finanztransak­tionssteuer, die Abgeltungssteuer, die Streichung der Agrardieselrückvergütung und die Schließung von Steuerschlupflöchern, wie zum Beispiel des Vorsteuerabzugs.

Lassen Sie mich auch zu den zwei in den letzten Tagen diskutierten Projekten Ab­geltungssteuer und Finanztransaktionssteuer noch etwas ganz klar sagen: Gerade denjenigen, die zweifeln, ob eine Abgeltungssteuer mit der Schweiz möglich ist oder nicht, sei gesagt, wir können nicht zuschauen, dass in der Schweiz unversteuert ge­bunkertes österreichisches Geld weiterhin unversteuert liegt. All jene, die von Schwarz­arbeit und von Schwarzgeldkonten reden, vom Schließen von Steuerlücken, von Steu­ergerechtigkeit, müssen auch sagen: Das ist ein wichtiger Beitrag dazu, dass es mehr Steuergerechtigkeit gibt.

Und wer daran zweifelt, dass das möglich ist, dem sei Folgendes gesagt: Deutschland hat bereits mit der Schweiz ein Abkommen ausgehandelt, die Engländer auch, und ge­rade heute – es sei dem Kollegen vom BZÖ empfohlen, auch einmal ausländische Zei­tungen zu lesen – steht im „Handelsblatt“ ein langer Artikel, der sich damit befasst, wie weit das schon gediehen ist und wie realistisch es ist – übrigens mit der Überschrift: „Schweiz will Steuerabkommen um jeden Preis retten“ –, wo man auch sieht, dass es in diesem Bereich große Bewegung gibt.

Wie Sie ja auch wissen, sind auf österreichischer und auf Schweizer Beamtenseite die Gespräche schon sehr weit gediehen.

Zur Finanztransaktionssteuer: Ich halte es für wirklich falsch, würden wir jetzt, wenn endlich die Diskussion losgeht und natürlich auch Zweifel geäußert werden von denen, die nicht ganz von der Finanztransaktionssteuer überzeugt sind, gleich zurückrudern. Ganz im Gegenteil: Wir sind für die Finanztransaktionssteuer. Wir halten sie aus vielen Gründen für notwendig. Daher wird diese Bundesregierung auch dafür kämpfen und nicht, wenn aus Deutschland ein negatives Beispiel kommt, die Flinte ins Korn werfen. Wir werden für die Finanztransaktionssteuer weiterhin kämpfen! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)

Auch hier ist das Detail entscheidend. Gerade wenn man sich das anschaut und sich darüber informiert – jeder, der eine Schwesterpartei in Deutschland hat, wird das tun, bei der FDP muss man sich noch beeilen –, dann sieht man, natürlich ist das auch ein deutsches innenpolitisches Problem, das hier behandelt wird. Aber in der gestrigen Information, die der deutsche Finanzminister allen Fraktionsführern im Bundestag ge-


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geben hat, hat er genau gesagt, dass er da nicht so verstanden werden will, dass er die Finanztransaktionssteuer absagen möchte, sondern dass er nur europaweit viele Schwierigkeiten sieht, aber viele andere Möglichkeiten noch prüft.

Daher, glaube ich, kann die Lösung in Österreich nur die sein, weiter draufzubleiben. Ich möchte sogar davor warnen, dass diejenigen, die jetzt aufspringen und sagen: Dann lasst doch die Finanztransaktionssteuer gleich bleiben!, dann auch diejenigen sind, die offensichtlich nicht wollen, dass dieser Sektor einen Beitrag leistet.

Bei uns ist es genau umgekehrt: Wir wollen, dass dieser Sektor in Zukunft auch einen wichtigen Beitrag leistet, und wir werden dafür kämpfen. Die Chancen, dass eine Finanztransaktionssteuer in Europa kommt, sind nach wie vor gut. Daher geht es jetzt darum, die nächsten zwei Jahre zu nutzen, dass sie auch kommen wird.

In diesem Sinne bedanke ich mich auch für das Verständnis für dieses Sparpaket. Ich weiß, es verlangt auch Opfer und Schwierigkeiten, aber es ist für die Stabilität unseres Landes aus meiner Sicht der sozial ausgewogene und richtige Weg. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)

12.42


Präsident Fritz Neugebauer: Für die nächste Rednerrunde stehen je Redebeitrag 3 Minuten und ein Schlusssatz zur Verfügung. Ich bitte um Zeitdisziplin.

Zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Dr. Kräuter. – Bitte.

 


12.42.21

Abgeordneter Dr. Günther Kräuter (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehr­ter Herr Bundeskanzler! Geschätzte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Mei­ne Damen und Herren! Es gibt also erstens neue und sozial gerechte Einnahmen. Es gibt zweitens Ausgabenkürzungen. Das Verhältnis ist übrigens 41 zu 59 Prozent, wie das Wirtschaftsforschungsinstitut errechnet hat.

Es gibt drittens Steuerkriminalität, und diese muss massiv bekämpft werden! Ich kann da gleich bei Herrn Staatssekretär Schieder anschließen: 14 bis 20 Milliarden € an Schwarzgeld in der Schweiz, meine Damen und Herren! Eine Berechnung von Herrn Nationalbankpräsidenten Raidl. (Abg. Mag. Kogler: Davon wollt ihr gerade 5 Prozent holen, oder was?) Oder wie Friedrich Schneider, Ökonom an der Uni Linz, für 2012 prognostiziert: 4 Milliarden Steuerhinterziehung, Steuerschulden 7 Milliarden. (Zwi­schenrufe bei der FPÖ.)

Wie ist da eigentlich die Entstehungsgeschichte, meine Damen und Herren, und wie sind die Maßnahmen? Warum haben wir so eine Explosion der Wirtschafts- und der Steuerkriminalität, warum so einen dramatischen Sittenverfall, auch von Steuermo­ral? – Na ja, Sie von der FPÖ sind da nicht ganz unschuldig, sondern entscheidend mitverantwortlich! Denn wer sind die Protagonisten dieses Verfalls? – Ein Grasser, der war FPÖ-Landeshauptmann-Stellvertreter, FPÖ-Bundesgeschäftsführer (Abg. Stra­che: Zurzeit kommen die, die unter Malversationsverdacht stehen, von der ÖVP!), FPÖ-Finanzminister, Herr Strache! Oder Herr Meischberger: FPÖ-Bundesrat, FPÖ-Na­tionalrat, stellvertretender FPÖ-Klubobmann, FPÖ-Generalsekretär. Oder ein Herr Rumpold: FPÖ-Landesgeschäftsführer, FPÖ-Bundesrat, FPÖ-Bundesgeschäftsführer.

Gerade mit Rumpold haben Sie, Herr Strache, auch gemeinsame Firmen, die Sie da betrieben haben, beispielsweise eine Care Partners GesmbH. Da erhebt sich auch noch im Untersuchungsausschuss die Frage, wer hier gesunde Geschäfte gemacht hat. Oder eine ESS Security Services: Na, was ist denn in dieser Security-Firma ge­sichert worden, Herr Strache? (Abg. Strache: Da ist ein ÖVP-Generalsekretär schon rechtskräftig verurteilt worden!) Ist gesichert worden, dass 760 000 € von EADS über Rumpold zur FPÖ gewandert sind, als Sie Parteiobmann waren? (Abg. Strache: ... Sie nur unter dem Schutz der Abgeordnetenimmunität ...! – Weitere Zwischenrufe.)


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Das ist ja längst alles transparent, Herr Strache! Na, und weil Sie sich hier erfolglos mit einem „Pippi Langstrumpf“-Spruch bemüht haben, halte ich Ihnen die Gebrüder Grimm entgegen: „Ach, wie gut, dass niemand weiß, dass ich Rumpold-Stilzchen heiß‘!“ So schaut’s aus, Herr Strache! (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Neubauer: Das ist ge­nau Ihr Niveau, Herr Kräuter!)

Und die Maßnahmen, meine Damen und Herren: Wie in den USA, wie in Deutschland wird es gelingen – na selbstverständlich! –, mit der Schweiz ein Abkommen zu schlie­ßen und Zugriff auf diese Schwarzgelder zu bekommen. Wir brauchen aber – und da bin ich durchaus bei Ihnen, Frau Finanzministerin – eine Offensive, was den Steuer- und Sozialleistungsbetrug betrifft. Wir brauchen aber auch zusätzlich Großbetriebsprü­fer. Das rechnet sich allemal, denn zwischen 500 000 € und 1 Million € erzielt ja so ein Prüfer.

Wir müssen uns das auch bei den Steuerschulden ganz genau ansehen. Einkommen­steuer: 1,3 Milliarden Schulden! Umsatzsteuer: 2,8 Milliarden! Auch Experten des Fi­nanzministeriums sagen: 1,7 Milliarden sind sofort vollstreckbar. (Präsident Neugebau­er gibt das Glockenzeichen.) – Hier ist viel zu tun, hier ist viel Geld zu holen! Da stren­gen wir uns gemeinsam an. (Beifall bei der SPÖ.)

12.45


Präsident Fritz Neugebauer: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Grillitsch. – Bitte. (Abg. Neubauer: Könnte man Kräuter noch einmal reden lassen? Das ist eine Wer­bung für uns!)

 


12.45.47

Abgeordneter Fritz Grillitsch (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Herr Kolle­ge Kräuter, wir haben auch einen Vizekanzler! Meine Damen und Herren auf der Re­gierungsbank! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Österreich hat, glaube ich, in den letz­ten zwölf Jahren eine gute Wirtschafts- und Standortpolitik gemacht. Damit konnten wir Arbeitsplätze sichern. Damit konnten wir Einkommen sichern. Damit wurde Wertschöp­fung in Österreich gesichert. Wir haben dadurch, durch diese Politik der letzten zwölf Jahre, die Krise gut durchtaucht, besser als andere Staaten!

Jetzt ist es wichtig, nachhaltig zu sparen und das Richtige und Notwendige zu tun. Nachhaltiges Sparen und Strukturreformen tragen auch eindeutig die Handschrift unse­rer Österreichischen Volkspartei und unserer Finanzministerin. (Abg. Gradauer: ... bei den Bauern!) Meine Damen und Herren, die Menschen leisten ihren Beitrag, weil sie wissen, dass etwas zu tun ist.

Jeder leistet seinen Beitrag, auch die Bauern leisten ihren Beitrag! Es wurde soeben mit Freude auch verkündet, dass der Agrardiesel gestrichen wird. Das schmerzt bei den Bauern, aber das ist auch ein Beitrag zu diesem Stabilitätspakt, meine Damen und Herren! (Abg. Neubauer: ... euer Beitrag!) Damit wir letztlich in die Zukunft investieren können, muss auch jeder seinen Beitrag leisten.

Ich bin sehr froh darüber, dass das Verhältnis zwischen Ausgaben und Einnahmen stimmt: 76 : 24, ein einmaliger Wert in Europa, überhaupt der höchste Einsparungswert der letzten 25 Jahre, meine Damen und Herren! Wir haben gut verhandelt, unsere Fi­nanzministerin hat gut verhandelt: 20 von 24 neuen Belastungs-Steuerideen wurden wegverhandelt! Das ist wichtig und notwendig, um letztlich auch den Wirtschaftsstand­ort Österreich entsprechend abzusichern, meine Damen und Herren (Beifall bei der ÖVP), um auch zu verhindern, dass Abwanderung stattfindet, um auch zu verhindern, dass in den Regionen leere Produktionsstätten zurückbleiben und Arbeitslose zurück­bleiben. Deswegen ist dieser Stabilitätspakt besonders wichtig.

Meine Damen und Herren, wir stehen vor großen Herausforderungen. Wir haben eine demographische Explosion, die Menschen werden älter, die Menschen werden gesün-


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der, wir haben zu wenige Junge. Daher müssen wir gerade jetzt darüber nachdenken, wie wir das Pensionssystem sichern können, wie wir das Sozialsystem sichern können, wie wir das Gesundheitssystem sichern können, meine Damen und Herren! Daher sind diese Maßnahmen unabdingbar.

Lassen Sie mich einen Wermutstropfen ansprechen, weil er mich als Steirer und Ober­steirer auch persönlich berührt. Das sind die Streichungen bei den Infrastrukturmaß­nahmen, meine Damen und Herren, die Streichung der Planung und des weiteren Aus­baus der S 37. Das tut uns weh, weil dieser Lückenschluss in den Süden auch erfolgen muss!

Daher appelliere ich heute und hier auch an die Landeshauptleute Voves und Dörfler, sofort die Verhandlungen mit dem Bund aufzunehmen, damit dieser Ausbau weiter getätigt werden kann. Ich bin froh darüber, dass mit dem Ausbau der S 36 endlich be­gonnen werden kann, von St. Georgen bis Scheifling. Aber genauso notwendig ist es, die Straße von Judenburg bis Scheifling auszubauen, weil es dort sehr viele Pendler gibt, weil es auch wichtig ist, den Wirtschaftsstandort (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen) in dieser meiner Heimat entsprechend zu sichern. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Mag. Gaßner.)

12.49


Präsident Fritz Neugebauer: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Podgorschek. – Bitte.

 


12.49.11

Abgeordneter Elmar Podgorschek (FPÖ): Sehr geehrte Damen und Herren von der Bundesregierung! Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Bundesministerin Fekter, Sie haben ja heute ganz groß verkündet, dass die Gemeinden und Länder auch ihren Bei­trag leisten werden. Ich kann Ihnen nur empfehlen: Sehen Sie sich ORF-Online an! Da steht ganz groß, dass der Rechnungshof gerade festgestellt hat: Die Länder verfehlen ihre Sparziele bei Weitem. (Beifall bei der FPÖ. – Bundesministerin Dr. Fekter: 2005! Das ist Vergangenheit!) Ja, ich weiß eh ... (Bundesministerin Dr. Fekter: 2005!) Und was in der Vergangenheit war, wird in Zukunft anders sein – das werden Sie ja wohl selbst nicht glauben! (Zwischenrufe bei der ÖVP.)

Aber ich möchte auf etwas ganz anderes zu sprechen kommen, nämlich darauf, wie sich unsere Kollegen vom Wirtschaftsbund heute verhalten werden. Da haben wir ja den Generalsekretär des Sparkassenverbandes – er sitzt jetzt leider gerade nicht hier –, der in der „Sparkassenzeitung“ ganz groß angekündigt oder geschrieben hat: „Eine strukturelle Fehlentscheidung wird jetzt also mit einem 25-prozentigen Aufschlag verschlimmert: Anders kann man aus Sparkassensicht die Erhöhung der Bankensteuer auf insgesamt 625 Mio. Euro beim besten Willen nicht kommentieren.“

Dann schreibt er auch noch: „Ordnungspolitisch haben wir es mit einem gravierenden Sündenfall zu tun. Statt durch das bereits vor zwei Jahren (!) von der Regierung ange­kündigte Insolvenzrecht für Banken die geordnete Liquidation von Kreditinstituten zu ermöglichen – wie es bei jedem anderen Unternehmen der Fall wäre! – werden unter anderem Mittel der österreichischen ... Banken eingefordert, deren Geschäftsmodell of­fensichtlich gescheitert ist“.

Nun warte ich darauf, dass Sie heute einem Entschließungsantrag, den ich bezüglich einer neuen Bankenkonkursordnung einbringe, zustimmen. Ich werde sehen, wie sich jetzt die Kollegen und Kolleginnen vom Wirtschaftsbund verhalten werden. In dieser Bankenmisere steckt nämlich unter anderem auch ein wesentlicher Grund dafür, dass dieses Budget, wie es uns heute vorgestellt wurde, aus dem Ruder läuft und dass es in einer dementsprechenden Misere enden wird.


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Zu diesem Belastungspaket garantiere ich Ihnen: Auch die zukünftigen Belastungspa­kete werden wiederum durch die ungelösten Probleme des Bankensektors in Öster­reich begründet sein! Durch ständiges Zuschießen nehmen Sie der Realwirtschaft Geld, Sie ziehen auch von den Steuerzahlern dementsprechende Steuern ab, erhöhen die Steuer- und Abgabenquote, und das Budget hat Milliardenlöcher, die wir nicht mehr stopfen können.

In der Vergangenheit hat dieses System bereits in den achtziger Jahren begonnen. Mehr als 40 Monate nach Ausbruch der Finanzkrise im September 2008 findet die ös­terreichische Bankenrestrukturierung nach wie vor in der chirurgischen Intensivstation statt. Mehr als 40 Monate werden offenbar nur zum Vertuschen, Absichern von Perso­nalinteressen, Ver- und Entsorgung von rot-schwarzen Bankern und Personal genutzt.

Meine sehr geehrten Damen und Herren, ich darf jetzt folgenden Antrag einbringen:

Entschließungsantrag

Der Nationalrat wolle beschließen:

„Die Bundesregierung wird aufgefordert, dem Nationalrat in den kommenden sechs Monaten eine Regierungsvorlage vorzulegen, die eine eigene Bankenkonkursordnung vorsieht. Eine solche Konkursordnung für Banken soll im Ernstfall eine geregelte Kon­kursabwicklung des betroffenen Bankinstitutes ohne Bedrohung des übrigen österrei­chischen Bankensektors sowie der österreichischen Wirtschaft sicherstellen und gleichzeitig die Guthaben der Bankkunden in unbegrenzter Höhe sichern.“

*****

(Beifall bei der FPÖ.)

Wenn wir nicht endlich dafür Sorge tragen, dass in dieses System Ordnung hinein­kommt, dann wird dieses System früher oder später zusammenkrachen. Die Regierung hat es verdient, dass sie da vor uns hergetrieben wird, und die Banken, Mitarbeiter und Sparer haben es sich verdient, dass endlich eine Lösung herbeigeführt wird. (Beifall bei der FPÖ.)

12.53


Präsident Fritz Neugebauer: Der eingebrachte Entschließungsantrag steht mit in Ver­handlung.

Der Antrag hat folgenden Gesamtwortlaut:

Entschließungsantrag

des Abgeordneten Podgorschek und weiterer Abgeordneter betreffend eigene Banken­konkursordnung,

eingebracht in der 148. Sitzung des Nationalrates, XXIV. GP, am 28. März 2012 im Zu­ge der Debatte zum Bericht des Budgetausschusses über die Regierungsvorlage (1680 d.B.): 1. Stabilitätsgesetz 2012 – 1. StabG 2012 (1707 d.B.).

Die aktuelle finanzielle Situation einiger heimischer Banken hat das Potential, die ge­samte Volkswirtschaft in Gefahr zu bringen. Ein Konkurs wäre keine gangbare Alter­native, vielmehr muss der Staat mittels Bankenrettungspaket die österreichische Fi­nanzwelt stabilisieren und vor einem möglichen Untergang retten. Aus Sicht der FPÖ


Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll148. Sitzung / Seite 112

stellen sich zwei Fragen: Erstens, stimmt diese Beurteilung? Und zweitens, ist die Ge­fahr gebannt?

Eine Bank ist mit einem normalen Unternehmen nicht vergleichbar. Die Passivseite be­steht fast vollständig aus Fremdkapital. Das Geschäftsmodell einer Bank besteht darin, dass viele kleine Depositionen zu Krediten gebündelt werden, um dadurch aus Erspar­nissen sogenanntes produktives Kapital zu machen. Daher gilt bereits eine Bank mit ei­nigen wenigen Prozent Eigenkapital als schon gut finanziert.

Der Konkurs einer heimischen Bank hätte zur Folge, dass die Kontrolle von den Eigen­kapitaleignern auf die Fremdkapitaleigner übergeht. Das hätte bedeutet, dass deren Aktionäre enteignet worden wären. Die Kontrolle der Geschäftstätigkeit wäre dann vom Vorstand an einen Konkursverwalter übergegangen. Es ist anzunehmen, dass der Konkurs einer stark vernetzten heimischen Bank auch andere Firmen (Banken und Nichtbanken) in Liquiditätsschwierigkeiten gebracht hätte. Dies wäre mit massiven zu­sätzlichen Kosten verbunden gewesen. Ein ungeordnetes „Grounding“ hätte im Fall des Konkurses einer großen heimischen Bank also zu massiven Problemen geführt.

Durch das Bankenrettungspaket werden den Banken Kapital zugeschossen, mit dem Ziel, der Bank Luft zu verschaffen, damit diese sich weiteres Kapital von Privaten be­schaffen kann. Dieses Ziel wurde bis dato scheinbar erreicht. Tatsache aber ist auch, dass erstens die toxischen Papiere in den heimischen Banken ein nicht von der Hand zu weisendes Verlustrisiko darstellen und zweitens die Aktionäre und die Vorstände ungeschoren davongekommen sind. Für die FPÖ ist nicht einzusehen, dass der Steu­erzahler deren Risiko finanziert!

Aufgrund der Tatsache, dass der Staat den heimischen Banken jegliches Risiko ab­nimmt und dafür nicht einmal entsprechende Prämien bekommt, führt dazu, dass die Banken nicht mit Umsicht agieren; vielmehr ist genau das Gegenteil aktuell der Fall.

Durch das Handeln der Bundesregierung wissen die heimischen Banken, dass sie im Notfall gerettet werden. Somit werden sie künftig noch risikofreudiger werden. Aus die­sem Grund ist die Gefahr einer weiteren systembedrohenden Finanzkrise heute we­sentlich größer und nicht kleiner geworden.

Banken, die derart politisch vernetzt sind, dass sie eine Gratis-Versicherung des Staa­tes genießen, stellen ein nicht zu rechtfertigendes Risiko für die österreichischen Steu­erzahler dar. Daher ist eine praktikable Konkursordnung für Banken zu schaffen, die ein geordnetes „Grounding“ ermöglicht.

Die unterfertigten Abgeordneten stellen daher folgenden

Entschließungsantrag:

Der Nationalrat wolle beschließen:

„Die Bundesregierung wird aufgefordert, dem Nationalrat in den kommenden sechs Monaten eine Regierungsvorlage vorzulegen, die eine eigene Bankenkonkursordnung vorsieht. Eine solche Konkursordnung für Banken soll im Ernstfall eine geregelte Kon­kursabwicklung des betroffenen Bankinstitutes ohne Bedrohung des übrigen österrei­chischen Bankensektors sowie der österreichischen Wirtschaft sicherstellen und gleich­zeitig die Guthaben der Bankkunden in unbegrenzter Höhe sichern.“

*****

 


Präsident Fritz Neugebauer: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Dr. Pilz. – Bitte.

 



Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll148. Sitzung / Seite 113

12.53.32

Abgeordneter Dr. Peter Pilz (Grüne): Werte Kolleginnen und Kollegen! Beim Sparpa­ket – egal, wer es vorlegt – kommt es darauf an, bei wem gespart wird und wer zahlt. Deswegen bringe ich einmal – das wird nicht das Budget sanieren, aber das wäre ein Zeichen eines guten Willens – einen ganz einfachen Entschließungsantrag ein, der da heißt:

„Der Nationalrat wolle beschließen:

Die Bundesregierung wird aufgefordert, von der Anschaffung von Luxusautos, wie sie derzeit von der Bundesbeschaffung GmbH ausgeschrieben sind, Abstand zu nehmen und dafür Sorge zu tragen, dass sich Kraftfahrzeugbeschaffungen des Bundes künftig an der PKW-Angemessenheitsverordnung der Bundesministerin für Finanzen orientie­ren.“

*****

Ich sage Ihnen auch, warum. Als ich letzte Woche auf diese Ausschreibung gestoßen bin (Abg. Rädler: ... fährt Glawischnig im BMW!), habe ich mir die Ausschreibungsun­terlagen durchgeschaut und mir angesehen, was 105 Regierungsmitglieder und Spit­zenbeamte da dringend brauchen – um 8 Millionen €! –: Sie brauchen ambientes Licht, sie brauchen Lenkradheizung, sie brauchen Effektlackierung – was immer das ist (Abg. Mag. Kogler: Damit wenigstens die Fassade stimmt!) –, und sie brauchen vor allem ganz, ganz dringend Massagesitze im Fond. Massagesitze im Fond, das muss jetzt be­schafft werden! Dazu muss es jetzt 8 Millionen € geben, damit der Bundeskanzler, der Vizekanzler, die Finanzministerin, die Landeshauptleute im Dienstwagen im Fond mas­siert werden können, automatisch! – So, das sind die offensichtlichen Sorgen der Bun­desregierung.

Wir haben etwas andere Sorgen. Wir machen uns Sorgen darüber, wo bei der Kor­ruption gespart wird. 25 Milliarden sind holbar!

Und wir fragen nach: Warum wird die Steuerhinterziehung der Reichen in der Schweiz durch die Finanzministerin bekämpft? – Frau Dr. Fekter, Sie wissen, dass Sie 12 Mil­liarden holen könnten! Sie bieten der Schweiz 1 Milliarde und sagen: Schenken wir 11 Milliarden her! Warum schenken Sie Ihnen möglicherweise – zumindest vom Ein­kommen und vom Vermögen her – nahestehenden Steuerhinterziehern und ‑hinterzie­he­rinnen mehr als 10 Milliarden €? Warum machen Sie kein Sparpaket für Steuerhin­terzieher? – Das ist eine große Frage. Und dann gibt es kein Geld für Universitäten, kein Geld für Pensionen, kein Geld für den ökologischen Umbau, kein Geld für die Energiewende, kein Geld für Kultur, kein Geld für Kindergärten (Abg. Rädler: Stimmt ja nicht!) – aber für Massagesitze und für organisierte Steuerhinterziehung gibt es Geld! (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.)

Frau Dr. Fekter, das sind nur zwei von vielen Punkten eines Sparpakets, das gerade in sich zusammenbricht. Über eines bin ich mir sicher (Präsident Neugebauer gibt neuer­lich das Glockenzeichen): Dieses Sparpaket wird so lange halten wie Ihre Luxuswa­genbeschaffung, und wir sehen uns kurz nach Ostern, um über ein echtes Sparpaket, das auch die Steuerhinterziehung und die Luxusautos betrifft, weiterzuverhandeln. (Zwischenruf des Abg. Rädler.) Dann wird es einmal um etwas Vernünftiges gehen, das verspreche ich Ihnen heute schon. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)

12.57


Präsident Fritz Neugebauer: Der eingebrachte Entschließungsantrag steht mit in Ver­handlung.

Der Antrag hat folgenden Gesamtwortlaut:


Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll148. Sitzung / Seite 114

Entschließungsantrag

der Abgeordneten Peter Pilz, Freundinnen und Freunde betreffend Luxus-Dienst-Ka­rossen,

eingebracht im Zuge der Debatte über den Bericht des Budgetausschusses über die Regierungsvorlage (1680 d.B.): Bundesgesetz, mit dem das Publizistikförderungsge­setz 1984, das Einkommensteuergesetz 1988, das Körperschaftsteuergesetz 1988, das Umsatzsteuergesetz 1994, das Grunderwerbsteuergesetz 1987, das Gesundheits- und Sozialbereich-Beihilfengesetz, das Mineralölsteuergesetz 1995, das Bewertungs­gesetz 1955, die Bundesabgabenordnung, das Bundesgesetz über eine Abgabe von land- und forstwirtschaftlichen Betrieben, das Stabilitätsabgabegesetz, das Bau­sparkassengesetz und das Pensionskassengesetz geändert werden (1. Stabilitätsge­setz 2012 – 1. StabG 2012) (1707 d.B.).

Begründung

Zu Geschäftszahl Nr. 2801.01664 der Bundesbeschaffung GmbH als zentrale Beschaf­fungsstelle gem. § 2 Z 48 lit b) BVergG 2006 wurde eine Rahmenvereinbarung der Republik Österreich (Bund) als Auftraggeber über die Lieferung von „Kraftfahrzeugen der Oberklasse“ ausgeschrieben.

Wie den Ausschreibungsbedingungen zu entnehmen ist, wird der Gesamtwert des Auf­trages auf € 8.000.000 (inkl NoVa und USt) über einen Zeitraum von 3 Jahren ge­schätzt. Das Mengengerüst nennt einen geschätzten Jahresbedarf von 35 Stück bzw. einen geschätzten Gesamtbedarf von 105 Stück.

Es ergibt sich daher rechnerisch ein geschätzter Stückpreis von rund € 76.190,50. Die­ser Preis beträgt somit annähernd das Doppelte der steuerlichen Absetzbarkeitsgren-
ze für Firmenwägen von Unternehmen nach §1 PKW-Angemessenheitsverordnung
von € 40.000.

Auch der Forderungskatalog ist beachtlich: so werden etwa 6 Zylinder, 3.500 cm³ Hub­raum und eine Nutzleistung von 200kW verlangt. Darüber hinaus sollen die hochge­stellten Insassen durch „ambientes Licht“, „Lenkradheizung“, „Effektlackierung“ und „Night Vision mit Personenerkennung“ verwöhnt werden.

Soweit bekannt ist, ist das Vergabeverfahren bereits weit fortgeschritten und steht kurz vor dem Vertragsabschluss.

Angesichts der durch die in Verhandlung stehende Regierungsvorlage vorgeschlage­nen drastischen Sparmaßnahmen in zahlreichen Bereichen, ist es den Bürgerinnen und Bürgern der Republik unzumutbar, dass zeitgleich völlig überteuerte Luxuskaros­sen für eine Regierungs- und Beamtenkaste angeschafft werden sollen.

Die unterfertigenden Abgeordneten stellen daher folgenden

Entschließungsantrag

Der Nationalrat wolle beschließen:

Die Bunderegierung wird aufgefordert, von der Anschaffung von Luxusautos, wie sie derzeit von der Bundesbeschaffung GmbH ausgeschrieben sind, Abstand zu nehmen und dafür Sorge zu tragen, dass sich Kraftfahrzeugbeschaffungen des Bundes künftig an der PKW-Angemessenheitsverordnung der Bundesministerin für Finanzen orientie­ren.

*****

 



Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll148. Sitzung / Seite 115

Präsident Fritz Neugebauer: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Mag. Widmann. – Bitte.

 


12.57.22

Abgeordneter Mag. Rainer Widmann (BZÖ): Herr Präsident! Hohes Haus! Sehr ge­ehrte Frau Finanzminister! Sie müssen mir heute etwas erklären – Stabilitätsgesetz, Frau Finanzminister: Was ist denn an diesem Gesetz stabil? Ist es stabil, dass stabil die Bürger geschröpft werden, die Steuern erhöht werden? Ist es stabil, dass weiter Schulden gemacht werden? Ist es stabil, dass keine echten Reformen stattfinden? Oder ist es stabil, dass es für die jungen Menschen in diesem Land keine Zukunfts­perspektiven gibt, bei der Bildung, bei der Wissenschaft, bei der Forschung oder etwa im Ausbau von erneuerbarer Energie?

Stabil ist bei diesem Gesetz gar nichts! Noch dazu, wenn man daran denkt, dass ein Drittel der geplanten Einnahmen von 28 Milliarden € in den, ich sage einmal, Schwei­zer Käselöchern steht, aber nicht real einbringbar ist.

Meine sehr geehrten Damen und Herren auf der Regierungsbank, Sie haben gesagt – ich zitiere Frau Finanzminister Fekter aus der „Wirtschaftszeitung“ von vor zwei Mona­ten –: „Den Schuldenstand wollen wir mit Strukturreformen, nicht mit neuen Steuern abbauen. Sparmaßnahmen dürfen den Standort nicht gefährden.“

Der Wirtschaftsbund hat dazu ganz toll inseriert. Wo ist das jetzt geblieben, Frau Fi­nanzminister? – Es ist alles weg, wir finden nichts mehr. Im Gegenteil, die SPÖ hat ge­sagt, sie wird die Reichen schröpfen. Was ist das Ergebnis? – Wir haben bis 2016 Mehreinnahmen von 7 Milliarden € bei der Lohnsteuer durch die kalte Progression, da schröpfen Sie den Mittelstand um 7 Milliarden. Und die Solidarabgabe macht gerade einmal 440 Millionen € aus, das sind 7 Prozent. 7 Prozent Reiche schröpfen, 93 Pro­zent Mittelstand schröpfen – das ist Ihr Solidaritätsverständnis bei der SPÖ! Wir lehnen das ab.

Nächster Punkt: Sie werden auch bei den älteren Arbeitnehmern dafür sorgen, dass sie kürzer in Beschäftigung bleiben, weil sie einfach die Arbeitslosenversicherungsbei­träge, die man bisher ab einem gewissen Alter nicht bezahlen musste, wegstreichen werden. Wie passt das zusammen: länger arbeiten, aber Begünstigungen streichen? – Meine sehr geehrten Damen und Herren, das wird nicht funktionieren!

Dasselbe haben wir beim Bausparen. Da werden Sie die Bausparprämie halbieren. Das wird auch einen großen Schaden zufügen. (Präsident Dr. Graf übernimmt den Vorsitz.)

Was wir brauchen, sind Reformen: Reformen, die auf dem Tisch liegen, die im Parla­ment liegen, Reformen, die der Rechnungshof vorschlägt. Was wir auch brauchen, ist die Abschaffung des Proporzes! Der Proporz blockiert in Österreich massivst Refor­men: der Proporz in den Zwangskammern, in 22 Sozialversicherungsanstalten, bei den Energieversorgern, in der Schulverwaltung, beim ORF, bei der ASFINAG, bei der AMA, bei der ÖIAG, bei der AUA et cetera, et cetera. Alles rot-schwarz besetzt, bis zum letzten Verein, bis zur letzten Schule in Österreich! Da muss man dafür sorgen, dass die Freunderln gut versorgt sind, das ist ganz klar – und das blockiert in Österreich auch ganz massiv Reformen! (Beifall beim BZÖ.)

Ich begrüße von dieser Stelle aus sehr herzlich das Freistädter Bundesgymnasium, die Klassen 4c und 4d, mit Professor Dollhäubl und Professorin Schwarz an der Spitze. Auch meine Tochter ist mit dabei. Herzlich willkommen im Hohen Haus! (Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)

Wir vom BZÖ wollen, dass über den Euro-Rettungsschirm, der jetzt auf 19,5 Milliar­den € aufgeblasen wird, das Volk abstimmt. Wir wollen, dass die EU-Beiträge einge-


Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll148. Sitzung / Seite 116

froren werden, weil wir wissen, dass aus dem Regionalfonds in Zukunft massiv weniger Beiträge nach Österreich zurückfließen werden. Ferner wollen wir eine Klimaschutzpo­litik, wo wir das Geld hier in Österreich einsetzen und nicht für sinnlose Strafzahlungen nach dem Kyoto-Protokoll oder für sinnlose CO2-Zertifikate, deren Zweck in Frage ge­stellt ist.

Das heißt, in Summe gesagt: Das Ganze ist kein Stabilitätspaket, sondern ein Schröpf­paket. Das sind 98 Gesetze, 98 Luftballons, wo ein Drittel der Einnahmen nicht stattfin­den wird, und noch dazu gepaart mit einem Reformstau, Reformstillstand in diesem Lande. Das prolongiert automatisch das nächste Sparpaket, und wir vom BZÖ sagen dazu: Die Österreicher haben genug gezahlt! Schluss damit! (Beifall beim BZÖ.)

13.01


Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Zu einer tatsächlichen Berichtigung hat sich Herr Klubobmann Strache zu Wort gemeldet. Ich erinnere an die Geschäftsordnung. – Bitte.

 


13.01.25

Abgeordneter Heinz-Christian Strache (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren auf der Regierungsbank! Meine sehr geehrten Da­men und Herren im Hohen Haus! Herr Oberregierungsrat Kräuter hat unwahr behaup­tet, und zwar unter dem Schutz der Immunität, hier heraußen vom Rednerpult, dass ich Gesellschafter einer Security-Firma war, was nachweislich unwahr und unrichtig ist und wofür bereits der seinerzeitige ÖVP-Generalsekretär Kaltenegger rechtskräftig verur­teilt wurde.

Des Weiteren hat Herr Oberregierungsrat Kräuter unwahr behauptet, dass Finanzmi­nister Grasser in jener Zeit, für die heute Malversationsverdachtsmomente vorhanden sind, die von der Staatsanwaltschaft untersucht werden, Teil der FPÖ gewesen wäre. – Das ist nachweislich unrichtig!

Die Malversationsvorwürfe, die heute von der Staatsanwaltschaft untersucht werden, sind ab dem Zeitraum der Wahl 2002 vorhanden. Damals war er ÖVP-Minister – nur zur tatsächlichen Berichtigung.

Herr Oberregierungsrat Kräuter, Sie haben weiters unwahr behauptet, dass die CARE Partners Gesundheitsfinanzierungs GmbH, die sich zum Ziel gesetzt hat, jenen Öster­reichern, die sich Zähne nicht leisten können, Hilfestellungen möglich zu machen, in Österreich gute Qualität zu erhalten, irgendwie im Zusammenhang mit einer Malversa­tion stehe. – Das ist nachweislich unrichtig!

Weder mit Telekom noch mit Eurofighter noch mit anderen Malversationsvorgängen hat diese privatwirtschaftlich geführte Firma etwas zu tun gehabt. Deshalb ist das rich­tigzustellen. Ich weise solche unter dem Schutz der Immunität erfolgende Anschüttun­gen aufs Schärfste zurück! Nachweislich wider besseres Wissen solche Unwahrheiten zu verbreiten, das hat hier nichts verloren! (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des BZÖ. – Abg. Mag. Gaßner: Tatsächliche Berichtigung war das eigentlich keine, eher eine Rede, eine Faschingsrede!)

13.03


Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Als nächste Rednerin gelangt Frau Abgeordnete Dr. Oberhauser zu Wort. 4 Minuten Redezeit. – Bitte.

 


13.03.07

Abgeordnete Dr. Sabine Oberhauser, MAS (SPÖ): Herr Präsident! Meine Damen und Herren auf der Regierungsbank! Werte Kolleginnen und Kollegen! Man kann es nicht oft genug sagen, darum sage ich es noch einmal: Es waren nicht die Österreiche­rinnen und Österreicher, die über ihre Verhältnisse gelebt und verursacht haben, dass wir jetzt ein Sparpaket haben müssen. (Zwischenruf bei der FPÖ.) – Sie geben mir recht? Hervorragend!


Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll148. Sitzung / Seite 117

Es war der ungeregelte Finanzmarkt, den wir hatten, und genau das versuchen wir jetzt im Prinzip zu reglementieren. Ich bin völlig beim Herrn Staatssekretär Schieder, der gesagt hat: Wenn man jetzt die Finanztransaktionssteuer aufgibt, dann gibt man sich wirklich selber auf.

Ich nehme auch das Angebot des Herrn Scheibner an. Ich nehme nicht an, dass ihn der Herr Kanzler auf Reisen mitnehmen wird, aber für das Lobbying, glaube ich, wäre es schon ganz gut, wenn auch das BZÖ seinen Anteil dazu beitragen würde, dass es zu einer europäischen Finanztransaktionssteuer kommt, also durchaus auch auf euro­päischer Ebene.

Dieses Angebot nehmen wir, glaube ich, dankend an, denn das würde nicht nur Geld in die Staatskassen bringen, das wir brauchen, sondern das würde auch diejenigen, die die Verursacher dieser Krise sind, nämlich wirklich ungezügelte Finanzspekulanten, zur Kasse bitten. Wenn man weiß, dass manche Aktien 90 Mal in der Sekunde den Be­sitzer wechseln, dann weiß man, dass man mit 0,1 Prozent Steuer darauf ordentlich Geld in die Staatskassen hineinbringen würde und dass man sich damit einige Pakete, die wir hier schnüren müssen, vielleicht hätte sparen können. – Ich lade alle ein, uns dabei zu unterstützen. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)

Ich möchte jetzt aber auch auf die Frage der Gesundheitsreformen oder des Teiles der Gesundheit, der in diesem Stabilitätspaket eingepreist ist, eingehen. Sowohl dem Herrn Strache als auch dem Kollegen vom BZÖ fällt bei der großen Gesundheitsre­form, wo man wirklich für die Österreicherinnen und Österreicher das Wahre herstellen kann, immer nur eines ein, nämlich: Man schaut, dass man die Krankenkassenträger – 22 beziehungsweise 19 haben wir – auf einen zusammenlegt, oder auf drei. (Abg. Stra­che: Das ist ein Beispiel von vielen!)

Also ob da wirklich das große Geld zu holen ist, wage ich zu bezweifeln. Wenn man sich anschaut, was in den letzten Jahren unter Stöger passiert ist, was an kleinen Schritten passiert ist, die dieses System effizienter machen, dann, glaube ich, kann sich das sehen lassen.

Ich glaube, wir sind uns alle einig, dass das Gesundheitswesen in Österreich sehr gut funktioniert. (Demonstrativer Beifall des Abg. Amon.) Es funktioniert nicht optimal, aber es funktioniert sehr gut und die Menschen sind damit zufrieden. Wenn man jetzt den großen Wurf macht und das sprengt, ist es kaputt.

Was man machen kann – und das wird passieren –, ist, an kleinen Rädern zu drehen. Wenn man sich anschaut: Wir haben vor dem Sommer oder im Herbst darüber be­schlossen, wie wir Spitäler umstrukturieren können, wie wir den Ländern die Möglich­keit geben können, ihre Spitäler so zu strukturieren, dass sie den Patientinnen und Patienten das richtige Angebot bieten. Das ist also eine Option, die sie offen haben.

Das heißt, sie können sich aussuchen: Ich brauche eine Interne, ich brauche eine Chi­rurgie, ich brauche vielleicht eine Ambulanz und ich brauche mehr Tagesklinik. – Das wird Geld sparen und den Ländern ermöglichen, geringere Investitionen in die Spitäler zu tätigen.

Wir schauen, dass wir jetzt ein gemeinsames Spitalsgesetz zusammenbringen. (Abg. Linder: Sie schauen einmal!) Die Wege sind weit, sie sind gut, und das ist auf gutem Wege.

Wir haben jetzt Verhandlungen mit den Bundesländern und mit den Sozialversiche­rungen in der Frage des Konsolidierungspfades, eine Einigung auf ein Ansteigen um maximal 3,6 Prozent, die sich im Prinzip am BIP orientiert. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: In weiter Ferne!) Das heißt, die Gesundheitskosten eindämpfen, und zwar so, dass es die Menschen nicht spüren, indem man einfach schaut, dass man nicht in


Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll148. Sitzung / Seite 118

jedem Bundesland an der Grenze ein Spital dort und ein Spital da baut, nur damit jeder in seinem Bundesland geboren werden kann. Dieses Beispiel, glaube ich, kennen Sie alle. – Das heißt, es sind einige Dinge, die wirklich passiert sind.

Zum Schluss möchte ich dem Kollegen Strache mit seiner Pippi Langstrumpf sagen: Das hat mich wirklich gereizt. Auch Kollege Spindelegger hat sich dann sehr dagegen verwahrt, dass Sie die Finanzministerin mit Pippi Langstrumpf in Verbindung bringen.

Wir sind 20 Tage nach dem Internationalen Frauentag. Pippi Langstrumpf war die erste Frau beziehungsweise das erste Mädchen, die stärkste, die es überhaupt gegeben hat, die sich über alle Grenzen hinweggesetzt hat, die ein völlig eigenständiges Leben geführt hat und ihre Sachen geregelt hat. Was, bitte, kann man sich mehr wünschen als einen Vergleich mit Pippi Langstrumpf? (Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Strache: Ein bisschen falsch gerechnet hat sie, die Pippi Langstrumpf!)

13.07


Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Wöginger. 4 Minuten Redezeit. – Bitte.

 


13.07.39

Abgeordneter August Wöginger (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Mitglieder der Bundesregierung! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Die Debatte zeigt ganz eindeutig, dass es zu diesem Sparpaket keine Alternative gibt. Wir stellen damit Öster­reich wieder auf gesunde Beine, meine Damen und Herren, und wir werden 2016 wie­der ein ausgeglichenes Budget haben. (Zwischenruf des Abg. Hagen.)

Das haben wir lange nicht erreicht. Das war sicherlich eine Politik, die nicht immer in Ordnung war. Wir werden das Budget 2016 mit diesem Paket wieder ausgleichen kön­nen. Das heißt, wir geben nicht mehr aus, als wir einnehmen, und das ist der Grund­satz in der Budgetpolitik.

Die ÖVP ist zu diesen Verhandlungen mit sechs Punkten angetreten, und wir sehen, dass drei Viertel des Gesamtpakets auf der Ausgabenseite gespart werden, und dass hier nachhaltig gespart und saniert wird: bei den Pensionen, bei den ÖBB, im Ge­sundheitsbereich, bei den Förderungen, in der Verwaltung und beim öffentlichen Dienst.

Es ist aber so, meine Damen und Herren, dass damit auch der Wirtschaftsstandort und der Arbeitsmarkt in Österreich abgesichert werden, und diese Debatte kommt mir heu­te zu kurz. Wir haben seit Monaten die niedrigste Arbeitslosenquote. Sie, Herr Strache, haben verkündet, der Osten würde uns überschwemmen – 21 000 zusätzliche Arbeits­kräfte sind gekommen. (Abg. Strache: 30 000!)

Wir haben gesagt, zwischen 20 000 und 25 000 werden kommen. Sie haben gesagt, das kann Österreich nicht aushalten. Wir haben nach wie vor die niedrigste Arbeitslo­senquote. So viel zu Ihren Unkenrufen, die Sie ständig der Bevölkerung vermitteln, die völlig unwahr sind. (Beifall bei der ÖVP.)

Zum Zweiten sind wir auch wirtschaftspolitisch gut abgesichert. Das wird dieses Paket gewährleisten.

Ein Wort zu den Pensionen, weil immer gesagt wird, es wird nicht in die Struktur ge­gangen. Natürlich wird im Bereich der Pensionen eine Strukturreform durchgeführt, nämlich mit dem Pensionskonto. Es ist aber auch so, meine Damen und Herren, dass Privilegien abgeschafft werden, was längst notwendig ist: im Bereich der ÖBB mit der Frühpensionierung, im Bereich der Nationalbank ... (Zwischenruf des Abg. Strache.) – Das wurde angesprochen. Sie lesen anscheinend die Gesetze nicht, Herr Kollege Stra­che! Das ist das Problem, dass Sie nämlich nicht wissen, was drinnen steht!


Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll148. Sitzung / Seite 119

Es wird ein Pensionssicherungsbeitrag für Nationalbank-Pensionisten eingeführt – steht in diesen Gesetzen drinnen. (Abg. Strache: Aber die Frühpensionisten gehen weiter mit 52 Jahren !) – Schreien Sie nicht lang, sondern lesen Sie endlich einmal die Gesetze, dazu sind Sie Abgeordneter dieses Hauses, und verunsichern Sie nicht ständig die Bevölkerung! (Beifall bei der ÖVP.)

Wir führen bei den Frühpensionen Veränderungen ein, nämlich im Bereich der Korri­dorpension, wir haben eine Reform im Bereich der Invaliditätspension; und damit wird gewährleistet, dass wir das faktische Alter – und darum geht es, meine Damen und Herren – bis zum Jahr 2020 um etwa vier Jahre anheben. Das sichert uns in diesem Bereich die Nachhaltigkeit. Wir sind im Bereich der Pensionen den nächsten Genera­tionen gegenüber verpflichtet, deshalb führen wir diese strukturellen Maßnahmen durch.

Wir setzen aber auch Offensivmaßnahmen, zum Beispiel im Bereich der thermischen Sanierung. Die Uni-Milliarde ist eingetaktet in diesem Bereich. Der Forschungsbereich wird zusätzlich ausgebaut. Der Pflegefonds, der so wichtig ist – für die Mitarbeiterinnen in der Pflege, für die Betroffenen in der Pflege und Betreuung und auch für die Ge­meinden –, wird um zwei Jahre verlängert, und der Arbeitsmarkt wird aus diesem Be­reich zusätzlich rund 750 Millionen € erhalten.

Meine Damen und Herren, im Verwaltungsbereich werden 50 Prozent der Rechnungs­hof-Vorschläge umgesetzt. Warum nicht 100 Prozent? Diese Frage müssen wir beant­worten. (Abg. Strache: Welche 50 Prozent werden umgesetzt?! – Nicht einmal 3 Pro­zent!) – Lesen Sie die Gesetze! Dann werden Sie sehen, dass Heeresspitäler zum Bei­spiel zusammengelegt werden, dass Verwaltungsstrukturen zusammengelegt werden. (Abg. Strache: Nicht einmal 3 Prozent! Das ist ja ein Witz!)

Wissen Sie, was wir nicht wollen, Herr Klubobmann Strache? Wir wollen nicht, dass Bezirkshauptmannschaften zugesperrt werden. Im ländlichen Raum den Bürgern das Bürgerservice wegnehmen, das wollen wir nicht, Herr Kollege Strache! Damit gehen Sie hausieren, wir von der Österreichischen Volkspartei nicht! Wir wollen eine bürger­nahe Verwaltung und das Bürgerservice auch im ländlichen Raum weiterhin gewähr­leisten. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Glauben Sie wirklich, die Leute sind so dumm?!)

Das Schließen von Steuerlücken ist aus unserer Sicht in Ordnung, das ist in diesem Paket beinhaltet. – Aber abschließend noch ein Satz zur gesamten Vermögensteuer­diskussion:

Wir stellen uns schützend vor jene Menschen, meine Damen und Herren, die sich durch harte Arbeit etwas geleistet haben, zum Beispiel ein Haus gebaut, ein Grund­stück erworben. Wir stellen uns schützend vor das Eigentum und vor die Häuselbauer in diesem Lande, damit denen nichts weggenommen wird, was unsachlich und un­redlich wäre, meine Damen und Herren! (Abg. Strache: Das merken wir bei der Im­mobilienbesteuerung aktuell!) Wir wollen auch keine Enteignung in diesem Bereich! Herr Kollege Pilz! Wenn Sie von 12 Milliarden € reden – wir wollen keine Enteignung! (Beifall bei der ÖVP.)

Abschließend: Der Populismus ist wirklich hintanzustellen! Herr Kollege Grosz, Sie schaden ständig auch einzelnen Regionen mit Ihren Wortmeldungen. BMW ist in Steyr ein Arbeitgeber für 3 600 Menschen, 3 600 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, und gewährleistet ein sehr hohes Durchschnittseinkommen in dieser Region. Halten Sie den Populismus hintenan!

Im Sinne unserer Kinder und unserer kommenden Generationen kann ich Sie nur er­muntern, diesem Paket zuzustimmen. Das ist unsere Aufgabe als Parlamentarier. Es ist absolut notwendig! (Beifall bei der ÖVP.)

13.12



Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll148. Sitzung / Seite 120

Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Herbert. 3 Mi­nuten Redezeit. – Bitte.

 


13.12.58

Abgeordneter Werner Herbert (FPÖ): Herr Präsident! Geschätzte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Werte Kolleginnen und Kollegen! Kollege Wöginger! Es nützt nichts, wenn Sie unseren Klubobmann noch so sehr anschütten. Ihre Anschuldigungen werden nicht wahrer, auch wenn Sie sie noch so oft wiederholen. Es gibt hier nur eine einzige Partei, die hinter der österreichischen Bevölkerung steht, und das ist die FPÖ und HC Strache, lassen Sie sich das gesagt sein! (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Riepl.)

Ich möchte Ihnen noch etwas sagen. Es ist hier eine Berufsgruppe bisher noch nicht zu Wort gekommen, die wirklich und nachhaltig – das sagen eben auch die Zahlen in die­sem Belastungspaket – ein Verlierer ist. Es ist dies ein Verlierer, der neben den allge­meinen Nachteilen, die er als Staatsbürger zu tragen hat, auch noch, weil er Bediens­teter der Republik ist und noch dazu vielleicht Angehöriger des Innenministeriums oder des Landesverteidigungsministeriums, zusätzliche ressortbezogene Einsparungen zu tragen hat. Es sind dies der Polizist, der Justizwachebeamte und der Heeresangehö­rige.

Diese drei Berufsgruppen sind nachhaltige Verlierer dieses Belastungspakets, und ich sage Ihnen: Diese dort festgeschriebenen Einsparungen haben nicht nur nachhaltige negative Folgen auf die Sicherheit der Bevölkerung, weil Streifendienste nicht mehr im erforderlichen Ausmaß absolviert werden können, weil der Katastrophendienst vom Bundesheer nicht mehr gewährleistet werden kann, sondern diese Einsparungen haben auch nichts mit Ihrer vielzitierten sozialen Gerechtigkeit zu tun. (Beifall bei der FPÖ.)

Sie sollten, anstatt diese dienst- und besoldungsrechtlichen Verschlechterungen für diese Berufsgruppen umzusetzen, lieber dort sparen, wo es sinnvoll ist, wo es auch für alle einen Mehrwert hat, nämlich bei der ... Sie werfen das Geld Pleitestaaten wie Grie­chenland nach. Sie haben ... (Ruf bei der ÖVP: Na was?) – Ja, genau: Na was?

Sie werfen es Spekulationsbanken nach und Sie haben mit überzogenen Förderungs- und Subventionszahlungen hier weit über das Ziel geschossen, denn wir geben weit mehr aus als der europäische Durchschnitt. Ich denke, alles in allem bietet sich das Bild, dass es hier nicht darum geht, soziale Ausgewogenheit zu schaffen, weil es ge­rade in diesem Bereich des öffentlichen Dienstes Beamte mit kleinen und mittleren Ein­kommen trifft.

Während andere Punkte des Sparpakets bei Weitem noch in den Sternen stehen –
ich denke da an die
Finanztransaktionssteuer, ich denke an das Abkommen mit der Schweiz, an die in der Gesundheitsreform anzustrebenden Punkte, die alle noch weit, weit weg sind –, werden diese Einsparungen im öffentlichen Dienst unmittelbar schla­gend.

Ich glaube, hier geht es in erster Linie um die schnelle Abzocke, um das schnelle Geld von diesen Staatsbediensteten, die sich noch dazu nicht wehren können, weil Sie ja ihr unmittelbarer Arbeitgeber sind, und das ist umso verwerflich. Ich sage daher: Wir wer­den diesem Belastungspaket nicht zustimmen.

Hier ist auch ein kritisches Wort an die Gewerkschaft Öffentlicher Dienst zu richten, die die Beamten gerade in diesen angesprochenen Bereichen schwer im Stich gelassen hat: Wir werden auch eine namentliche Abstimmung in diesen Bereichen der den öf­fentlichen Dienst betreffenden Sparpaketebenen verlangen; weil es nachvollziehbar sein soll, ob diese Abgeordneten hier im Hohen Hause, die noch dazu Gewerkschafts-


Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll148. Sitzung / Seite 121

mitglieder sind, es tatsächlich mittragen wollen, hier gegen die Interessen der Bediens­teten zu agieren, ob ihnen wirklich ihre Parteiinteressen wichtiger sind als die gewerk­schaftlichen Aufträge, die sie hier zum Wohle der Bediensteten zu erfüllen haben.

Wir sagen daher Nein zu diesem Sparpaket, keine Einsparungen bei Polizei, Justizwa­che und Bundesheer, keine Kompromisse bei der Sicherheit und dem Katastrophen­schutz! – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)

13.17


Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Zu Wort gelangt Herr Abgeordneter Dr. Zinggl. Er wird statt dem Herrn Kollegen Öllinger sprechen. 4 Minuten Redezeit. – Bitte.

 


13.17.37

Abgeordneter Mag. Dr. Wolfgang Zinggl (Grüne): Werte Mitglieder der Bundesregie­rung! Meine Damen und Herren! Mir geht es jetzt nur um eine einzige Million €, die hier angeblich eingespart wird, die aber meiner Ansicht nach doch sehr kennzeichnend ist für den unnötigen Abbau an öffentlichen Leistungen und für das Sparen an denkbar dämlichster Stelle: Es geht um die Reduktion der Mittel für die Volksanwaltschaft.

Wir wissen, die Aufgabe der Volksanwaltschaft ist es, die öffentliche Verwaltung zu kontrollieren, zu prüfen und Missstände zu beseitigen beziehungsweise dies, so gut sie es eben kann, zu veranlassen. Wir wissen auch, dass diese Verwaltung seitens der Öf­fentlichkeit seit Jahren attackiert wird und in den Medien praktisch täglich Vorschläge geäußert werden, wie sie verbessert werden könnte.

Wir wissen auch, dass der jährliche Bericht der Volksanwaltschaft für uns alle sehr wichtig ist und die Notwendigkeit dieser Einrichtung, die Wichtigkeit der parlamentari­schen Prüforgane für den Rechtsstaat und für die Demokratie bestätigt. Nun wird aber anstelle von Reformen in diesem Bereich die Kontrolle reduziert beziehungsweise de­ren Aufgabe nicht mehr sichergestellt.

Die größte Skurrilität an dieser ganzen Geschichte ist, dass wir im November ge­meinsam das OPCAT-Durchführungsgesetz beschlossen haben. Bei diesem Gesetz geht es, wenn ich daran erinnern darf, darum, dass die Volksanwaltschaft prüfen soll, ob auch an Orten des Freiheitsentzugs wie in Strafanstalten, Pflegeheimen, psychiatri­schen Anstalten und so weiter die Menschenrechte eingehalten werden.

Das ist für uns alle sehr wichtig. Wir haben das im November beschlossen. Wir haben gleichzeitig dazu für die Volksanwaltschaft ein adäquates Budget beschlossen; und dieses Budget wird jetzt, noch bevor die Arbeit der Volksanwaltschaft im Zusammen­hang mit OPCAT begonnen hat, reduziert! Das kann nur bedeuten, dass diese Arbeit nicht erledigt werden kann; und ich glaube, dass wir alle gut daran tun, uns hier zu kon­zentrieren.

Wir haben auch versucht, im Budgetausschuss noch einmal eine Änderung herbeizu­führen, sind auch auf offene Ohren gestoßen, aber es hat sich trotzdem nichts bewegt. Das tut uns sehr leid.

Wir bringen daher jetzt folgenden Abänderungsantrag ein:

Der Nationalrat wolle beschließen:

Die Regierungsvorlage betreffend ein Bundesgesetz, mit dem das Bundesfinanzge-
setz 2012 und das Bundesfinanzrahmengesetz 2012 bis 2015 geändert werden und das Bundesfinanzrahmengesetz 2013 bis 2016 erlassen wird, in der Fassung des Be­richtes des Budgetausschusses wird wie folgt geändert:

In Artikel 3 (Bundesgesetz, mit dem das Bundesfinanzrahmengesetz 2013 bis 2016 erlassen wird) § 2 der Regierungsvorlage lautet die Tabellenzeile betreffend Unterglie­derung 05 (Volksanwaltschaft) folgendermaßen:


Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll148. Sitzung / Seite 122

Untergliederung 05, Volksanwaltschaft, für das Jahr 2013 10,209 Millionen, 2014 9,968 Millionen, 2015 10,421 Millionen, 2016 10,943 Millionen €.

*****

Ich glaube, das Parlament darf sich von der Regierung nicht seine eigenen Prüforgane herunterstreichen lassen, und ich bitte um Unterstützung für diesen Antrag. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)

13.21


Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Der soeben eingebrachte Abänderungsantrag ist ausreichend unterstützt und steht mit in Verhandlung.

Der Antrag hat folgenden Gesamtwortlaut:

Abänderungsantrag

der Abgeordneten Wolfgang Zinggl, Kolleginnen und Kollegen zum Bericht des Budget-Ausschusses über die Regierungsvorlage (1681 d.B.): Bundesgesetz, mit dem das Bundesfinanzgesetz 2012 und das Bundesfinanzrahmengesetz 2012 bis 2015 geän­dert werden und das Bundesfinanzrahmengesetz 2013 bis 2016 erlassen wird

Antrag

Der Nationalrat wolle beschließen:

Die Regierungsvorlage betreffend ein Bundesgesetz, mit dem das Bundesfinanzge-
setz 2012 und das Bundesfinanzrahmengesetz 2012 bis 2015 geändert werden und das Bundesfinanzrahmengesetz 2013 bis 2016 erlassen wird (1681 d.B.), in der Fas­sung des Berichtes des Budget-Ausschusses (1709 d.B.) wird wie folgt geändert:

In Artikel 3 (Bundesgesetz, mit dem das Bundesfinanzrahmengesetz 2013 bis 2016 er­lassen wird) § 2 der Regierungsvorlage lautet die Tabellenzeile betreffend Unterglie­derung 05 (Volksanwaltschaft) folgendermaßen:

Untergliederung

Bezeichnung

Jahr (Beträge in Millionen €)

2013

2014

2015

2016

05

Volksanwaltschaft

10,209

9,968

10,421

10,943

Begründung

Würde der Budgetpfad in der von der Regierung vorgeschlagenen Form eingehalten, wäre die Volksanwaltschaft ab 2015 nicht mehr in der Lage, die ihr erst im Dezem-
ber 2011 durch das OPCAT-Durchführungsgesetz neu übertragenen Aufgaben wahr­zunehmen. Die Volksanwaltschaft müsste ihre MitarbeiterInnenzahl von 72 auf 60 re­duzieren und sähe sich dann außerstande, ihren verfassungsgesetzlichen Verpflichtun­gen gegenüber den BürgerInnen der Republik sowie dem Parlament in rechtmäßiger Weise nachzukommen.


Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll148. Sitzung / Seite 123

Mit den oben angeführten Summen, die das Budget im Jahr 2015 mit 341 000 € und im Jahr 2016 mit 681 000 € zusätzlich belasten würden, wäre die wertvolle Arbeit weiter­hin in gewohnter Weise möglich. Die unterfertigten Abgeordneten sind der Ansicht, dass das gut investierte 1,022 Mio. € wären.

*****

 


Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Hagen. 4 Mi­nuten Redezeit. – Bitte.

 


13.21.36

Abgeordneter Christoph Hagen (BZÖ): Herr Präsident! Meine Damen und Herren auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Ich möchte gleich den Herrn Kollegen Wöginger tat­sächlich berichtigen. Er hat hier vollmundig behauptet, es gäbe keine Alternative zu diesem Sparpaket.

Meine Damen und Herren, ich mache Ihnen gleich einen Vorschlag: 21 Sozialversiche­rungsanstalten einsparen, sodass wir nur noch eine haben. Da hätten Sie effektiv ge­spart. Es gibt Alternativen, und zwar sehr gute.

Im Budgetausschuss habe ich mich gewundert, dass ich keine Antworten auf meine Fragen bekommen habe, jedenfalls keine ausreichenden Antworten. Mittlerweile weiß ich, warum. Sie hatten keine Antworten. Das war das Problem. Das hat sich jetzt he­rausgestellt.

Vom Kollegen Herbert wurde die Beamten-Nulllohnrunde angesprochen. Den Medien gegenüber wurde von der Regierung erklärt, dass dieses Sparpaket sozial ausgewo­gen ist. Ich sage Ihnen, es ist nicht sozial ausgewogen, im Gegenteil, es wird mit der Rasierklinge drübergefahren. Ich werde Ihnen an einem Beispiel zeigen, wie hier ge­handelt wird. Kleine Vertragsbedienstete, die 900 oder 1000 € Einkommen haben, wer­den ebenfalls mit einer Nulllohnrunde gestraft. Da wird beinhart drübergefahren, die werden abgestraft, gleichzeitig kommt der große Sektionschef im Ministerium, der mehr als ein Nationalratsabgeordneter verdient, im Prinzip mit derselben Linie davon. Hier hätten Sie anpacken können, wenn es Ihnen ernst gewesen wäre. Da hätten Sie wirklich sozial ausgewogen agieren können, indem Sie die höheren Beamtengehälter stärker belasten und die kleinen in Ruhe lassen, meine Damen und Herren.

Vielleicht sieht man daran, was für eine Mogelpackung das Ganze ist. Sie legen den Österreichern zu Ostern faule Eier ins Nest – und die stinken bis nach Vorarlberg.

Ich gebe Ihnen auch ein Beispiel mit der Exekutive. Die wird mehrfach belastet, und zwar einerseits mit einer Nulllohnrunde, andererseits werden im Ressort 150 Millionen jährlich eingespart – auf Kosten der Sicherheit, sage ich einmal ganz klar. Ich glaube aber, auf Kosten der Sicherheit zu sparen, ist das falsche Sparen, meine Damen und Herren. Vielleicht wird mir die Frau Innenminister nachher noch etwas erklären, denn bei der Exekutive ist nicht einmal Geld für das Notwendigste da.

Ich bringe Ihnen wieder ein Beispiel: Im Landespolizeikommando Vorarlberg in der Landesfunkleitzentrale, wo die Beamten 24 Stunden Dienst verrichten, gibt es nur ganz normale Bürostühle, die sich schlecht aufs Kreuz und auf die Bandscheiben auswirken. Beamte werden krank. Hiefür haben Sie kein Geld, wie wir vorhin gehört haben, für Lu­xuskarossen mit Massagesitzen im Fond für die Minister, da haben Sie das Geld. Ich sage Ihnen, das ist das falsche Sparen. Ich weiß, wo es pfeift in Ihrem Ressort, Frau Minister. (Beifall beim BZÖ.)

Lassen Sie mich jetzt als Verkehrssprecher noch ein bisschen auf den Verkehr zu­rückkommen! Straßenprojekte, die zukunftsorientiert sind, werden eingespart, hier wird


Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll148. Sitzung / Seite 124

gekürzt, geschmälert auf Kosten der Autofahrer, die Sie auf der anderen Seite wieder mit der erhöhten Mineralölsteuer, mit der Mehrwertsteuer, mit der der Kfz-Steuer und vielen, vielen anderen Steuern schröpfen.

Ein kleines Beispiel, das mir gerade in den letzten Tagen in die Hand gekommen ist, damit die Autofahrer einmal wissen, wie sie dran sind: Vor zehn Jahren hat ein Liter Diesel zirka 8 Schilling gekostet, heute sind wir beim Diesel bei den halbwegs günsti­gen Tankstellen bei 1,50 €. 1,50 € sind umgerechnet 20,65 Schilling.

Da, meine Damen und Herren, kassiert die Regierung in hohem Maße mit, und deswe­gen kann die Frau Finanzminister vielleicht auch noch vollmundig erzählen, dass das Budget 2011 besser ausgefallen ist, als sie gedacht hat. Ja, Sie haben es auf Kosten der Autofahrer, auf Kosten der Steuerzahler, auf Kosten der Österreicherinnen und Ös­terreicher, der kleinen Bürger gemacht. Da braucht man sich nicht zu brüsten, dass man ein Budget so finanziert. Meine Damen und Herren, wir haben bereits genug ge­zahlt! (Beifall beim BZÖ.)

13.25


Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Als nächster Redner zu Wort gelangt Herr Abge­ordneter Mag. Gaßner. 4 Minuten Redezeit. – Bitte.

 


13.25.53

Abgeordneter Mag. Kurt Gaßner (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Meine Damen und Herren der Regierung! Ich möchte auch noch einmal ganz kurz auf meinen Kollegen Wöginger eingehen, der da eine Lanze für die Bezirkshauptmannschaften ge­brochen und gemeint hat, er ließe sich diese Bürgerservicestelle nicht umbringen be­ziehungsweise abschaffen.

Kollege Wöginger, du bist selber – er ist leider gerade nicht da – Mitglied eines Ge­meinderates, sogar Vizebürgermeister, wenn ich nicht irre. Die Gemeinden sind die erste Anlaufstelle für die Bürger und die wirkliche Bürgerservicestelle, und die sollten gestützt und in ihren Bemühungen unterstützt werden. (Beifall bei der SPÖ.)

Meine sehr geehrten Damen und Herren, es gäbe noch sehr, sehr viel zu sagen, ich muss oder darf allerdings einen Abänderungsantrag der Abgeordneten Kai Jan Krai­ner und Jakob Auer betreffend die Regierungsvorlage eines 1. Stabilitätsgesetzes 2012 einbringen, wonach der Nationalrat in zweiter Lesung Folgendes beschließen wolle – Details hat jeder zur Verfügung, weil der Abänderungsantrag ja eingebracht ist, ich darf ihn nur kurz erläutern –:

Die erste Änderung betrifft das Publizistikförderungsgesetz. Da soll es möglich sein, 5 Prozent der jährlichen Förderung auch für die Erhaltung und Erneuerung unbewegli­chen Vermögens verwenden zu können.

Dann geht es um Änderungen im Einkommensteuergesetz. Eine nicht unbedeutende Sache ist die Steuerfreiheit von agrarischen Zusammenlegungs- und Flurbereinigungs­verfahren. (Abg. Öllinger: Der Antrag ist nicht da!) Bitte? (Abg. Öllinger: Der Antrag ist noch nicht verteilt!) Mir wurde gesagt, er ist verteilt. (Abg. Dr. Lichtenecker: Er wird gerade verteilt!) Er ist in Verteilung? Gut, ich darf fortsetzen.

Bei Zusammenlegungs- und Flurbereinigungsverfahren und im Bereich der Schaffung von Grundstücksordnungen bei Bauland – man nennt das Baulandumlegungsverfah­ren – soll es Steuerfreiheit geben.

Weiters soll die Forschungsprämie abhängig gemacht werden von einem Gutachten betreffend die Qualität der Forschung. In dem Zusammenhang wird auch die Bundes­abgabenordnung geändert, um die Abrechnung und Verwaltung der Forschungsprämie hier mit zu beinhalten.


Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll148. Sitzung / Seite 125

Eine wesentliche Änderung ist die schon von der Frau Finanzministerin erwähnte Än­derung des Pensionskassengesetzes, wodurch es jetzt für eine größere Anzahl von Personen möglich sein soll, diese 20 Prozent Steuer in Anspruch nehmen zu können, weil die Grenze für die Pensionen von 145 € auf 300 € monatlich beziehungsweise 4 200 € jährlich angehoben werden soll.

Das Wichtigste, wozu ich noch einige Sätze sagen möchte, ist die Änderung des Um­satzsteuergesetzes. Bis jetzt war es ja Gemeinden im Speziellen, aber auch anderen möglich, ihre Vorhaben, bei denen sie keine Vorsteuerabzugsberechtigung hatten, in Gesellschaften auszulagern, um auf diese Weise die Vorsteuer lukrieren zu können. Das wird mit diesem Gesetz abgeschafft und wäre jetzt ab 1. April zu Ende gewesen. Hier wurde einen fünfmonatige Übergangsfrist geschaffen, damit Gemeinden, die schon ein Vorhaben in der Pipeline haben, wie es so schön heißt, dieses Vorhaben noch durchführen können.

Wobei ich sagen muss: Schade, dass es nachher nicht mehr möglich ist! Wenn näm­lich eine Gemeinde einen Kanal baut, Kläranlagen baut, Müllabfuhr und Wasserversor­gung betreibt, dann ist sie da überall vorsteuerberechtigt, wenn sie hingegen Schulen saniert, Kindergärten baut, Kindereinrichtungen instand hält, also hier Investitionen tä­tigt, nicht. Ich weiß schon, hier geht es um Hoheitsverwaltung versus Wirtschaftsbe­trieb, aber da sollte man einmal eine Änderung überlegen, um den Gemeinden die In­vestitionen zu erleichtern. Das wäre wichtig, auch für die kleine Wirtschaft, für die Klein- und Mittelbetriebe in unseren Regionen, da die Gemeinden ja durchaus einer sehr, sehr schwierigen finanziellen Zukunft entgegengehen.

Und da möchte ich auf einen Punkt noch hinweisen, der auch in diesem Stabilitätsge­setz drinnen ist, nämlich dass mit 1. Jänner 2014 die Feststellung der neuen Einheits­werte im landwirtschaftlichen Bereich festgelegt wird. Endlich ist es so weit! Das ist über Jahrzehnte verschlafen worden, und ich denke, dass eine geringfügige, aber doch Anhebung der Grundsteuer den Gemeinden sehr, sehr zugute kommen wird. (Beifall bei der SPÖ.)

13.30


Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Der soeben eingebrachte Abänderungsantrag wurde in seinen Kernpunkten erläutert. Ob seines Umfanges ist er gemäß § 53 Abs. 4 der Ge­schäftsordnung auch schon im Begriff, an die Abgeordneten verteilt zu werden. Der Antrag steht somit mit in Verhandlung.

Der Antrag hat folgenden Gesamtwortlaut:

Abänderungsantrag

der Abgeordneten Jan Krainer, Jakob Auer

zum Bericht des Budgetausschusses (1707 der Beilagen) betreffend die Regierungs­vorlage (1680 der Beilagen) eines 1. Stabilitätsgesetzes 2012

Der Nationalrat wolle in 2. Lesung beschließen:

Der dem Bericht des Budgetausschusses (1707 der Beilagen) über die Regierungsvor­lage (1680 der Beilagen) eines 1. Stabilitätsgesetzes 2012 angeschlossene Gesetzent­wurf wird wie folgt geändert:

1. Art. 1 (Änderung des Publizistikförderungsgesetzes 1984) wird wie folgt geändert:

a) Die bestehende Novellierungsanordnung erhält die Ziffernbezeichnung „2“

b) Vor der Z 2 wird folgende Z 1 eingefügt“


Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll148. Sitzung / Seite 126

»1. § 2 Abs. 3 erster und zweiter Satz lautet:

„Die einem Rechtsträger gewährten Förderungsmittel dürfen nicht in unbeweglichem Vermögen oder in anderer Art dauernd angelegt werden. Die Rechtsträger dürfen je­doch jährlich höchstens 5 vH der ihnen in diesem Jahr zugewendeten Förderungsmittel zur Bildung einer Rücklage verwenden, die dem Erwerb und der Erhaltung und Er­neuerung des von den Rechtsträgern gemäß § 12 Abs. 1 oder 10 erworbenen unbe­weglichen Vermögens dient.“«

c) Nach der Z 2 wird folgende Z 3 eingefügt:

»3. § 12 wird folgender Abs. 10 angefügt:

„(10) In den Jahren 2013 bis 2018 gilt § 2 Abs. 3 mit der Maßgabe, dass bis zu 50 vH der den Rechtsträgern gewährten Förderungsmittel für den Ankauf von unbeweglichem Vermögen aufgewendet werden können, das der Unterbringung dieser Rechtsträger dient. Bei Weiterveräußerung des derart angekauften unbeweglichen Vermögens oder bei Auflösung gebildeter Rücklagen, welche für den Ankauf von unbeweglichem Ver­mögen gebildet wurden, hat der Rechtsträger die frei werdenden Mittel nach den Ziel­setzungen des ersten Abschnittes dieses Bundesgesetzes zu verwenden.“«

2. Art. 2 (Änderung des Einkommensteuergesetzes 1988) wird wie folgt geändert:

a) In § 4 Abs. 3a Z 1 tritt an die Stelle der Wortfolge »Zusammenlegungen und Flurbe­reinigungen« die Wortfolge »Zusammenlegungen, Flurbereinigungen und Baulandum­legungen«.

b) In § 30 Abs. 2 lautet die Z 4:

»4. Aus Tauschvorgängen von Grundstücken im Rahmen eines Zusammenlegungs- oder Flurbereinigungsverfahrens im Sinne des Flurverfassungs-Grundsatzgesetzes 1951, BGBl. Nr. 103/1951, sowie im Rahmen behördlicher Maßnahmen zur besseren Gestal­tung von Bauland nach den für die bessere Gestaltung von Bauland geltenden Vor­schriften. Das in solchen Verfahren erworbene Grundstück tritt hinsichtlich aller für die Ermittlung der Einkünfte relevanter Umstände an die Stelle des hingegebenen Grund­stückes.«

c) In § 30a Abs. 3 lautet die Z 4:

»4. Soweit stille Reserven übertragen wurden, die vor dem 1. April 2012 aufgedeckt worden sind.«

d) In § 108c lautet der Abs. 7:

»(7) Das Finanzamt kann sich bei der Beurteilung, ob die Voraussetzungen einer For­schung und experimentellen Entwicklung im Sinne des Abs. 2 Z 1 vorliegen, der For­schungsförderungsgesellschaft mbH als Gutachter bedienen. Anlässlich der Geltend­machung einer Forschungsprämie für eine eigenbetriebliche Forschung hat der Steuer­pflichtige ein Gutachten der Forschungsförderungsgesellschaft mbH vorzulegen, in dem beurteilt wird, ob die Voraussetzungen einer Forschung und experimentellen Ent­wicklung im Sinne des Abs. 2 Z 1 vorliegen. Liegt bereits eine diesbezügliche be­scheidmäßige Bestätigung nach § 118a der Bundesabgabenordnung vor, ist glaubhaft zu machen, dass die durchgeführte Forschung der der Bestätigung zu Grunde ge­legten entspricht oder davon nicht wesentlich abweicht.«

3. Art. 4 (Änderung des Umsatzsteuergesetzes 1994) wird wie folgt geändert:

In § 28 Abs. 38 lautet die Z 1:

»1. § 6 Abs. 2 letzter Unterabsatz in der Fassung des 1. Stabilitätsgesetzes 2012, BGBl. I Nr. xxx/2012, ist hinsichtlich § 6 Abs. 1 Z 16 auf Miet- und Pachtverhältnisse


Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll148. Sitzung / Seite 127

anzuwenden, die nach dem 31. August 2012 beginnen, sofern mit der Errichtung des Gebäudes durch den Unternehmer nicht bereits vor dem 1. September 2012 begonnen wurde, sowie hinsichtlich § 6 Abs. 1 Z 17 auf Wohnungseigentum, das nach dem 31. August 2012 erworben wird. Als Beginn der Errichtung ist der Zeitpunkt zu ver­stehen, in dem bei vorliegender Baubewilligung mit der Bauausführung tatsächlich be­gonnen wird, also tatsächliche handwerkliche Baumaßnahmen erfolgen. § 6 Abs. 2 letzter Unterabsatz in der Fassung des 1. Stabilitätsgesetzes 2012 ist nicht anzuwen­den, wenn der Leistungsempfänger das Grundstück für Umsätze verwendet, die ihn zum Bezug einer Beihilfe nach § 1, § 2 oder § 3 Abs. 2 des Gesundheits- und So­zialbereich-Beihilfengesetzes, BGBl. Nr. 746/1996, berechtigen.«

4. Art. 9 (Änderung der Bundesabgabenordnung) wird wie folgt geändert:

In Z 1 lautet § 118a samt Überschrift:

»Forschungsbestätigung

§ 118a. § 118 gilt sinngemäß für bescheidmäßige Bestätigungen über das Vorliegen der Voraussetzungen einer Forschung und experimentellen Entwicklung im Sinn des § 108c Abs. 2 Z 1 EStG 1988 im Rahmen der eigenbetrieblichen Forschung, wenn nach der Antragstellung ein diesbezügliches Gutachten bei der Forschungsförderungs­gesellschaft mbH in Auftrag gegeben und in der Folge beim Finanzamt vorgelegt wird. Der Verwaltungskostenbeitrag (§ 118 Abs. 10) beträgt 1 000 Euro. Im Fall des § 118 Abs. 11 beträgt der Verwaltungskostenbeitrag 200 Euro.«

5. Art. 13 (Änderung des Pensionskassengesetzes) wird wie folgt geändert:

In § 48b Abs. 1 wird der Betrag »145 Euro« durch den Betrag »300 Euro« ersetzt.

Begründung

Zur Änderung des Art. 2 (Änderung des Einkommensteuergesetzes 1988):

Zu Z 1 und 2 (§ 4 Abs. 3a Z 1 und § 30 Abs. 2 Z 4 EStG 1988):

So wie die agrarischen Zusammenlegungs- und Flurbereinigungsverfahren der Schaf­fung einer entsprechend günstigen agrarischen Grundstücksordnung dienen, dient das Baulandumlegungsverfahren im Bereich des Baulandes der Schaffung einer Grund­stücksordnung, die eine geordnete und Boden sparende Bebauung sowie eine zweck­mäßige Erschließung der betroffenen Gebiete ermöglicht. Aus diesem Grund sollen diese Verfahren hinsichtlich der ertragsteuerlichen Folgen den agrarischen Zusammen­legungs- und Flurbereinigungsverfahren gleichgestellt werden.

Zu Z 3 (§ 30a Abs. 3 Z 4 EStG 1988):

Die Änderung dient der Beseitigung eines Redaktionsversehens.

Zu Z 4 (§ 108c Abs. 7 EStG 1988):

Es soll klargestellt werden, dass anlässlich der Geltendmachung einer Forschungsprä­mie für eigenbetriebliche Forschung vom Antragsteller ein (kostenloses) Gutachten der FFG beizubringen ist, das die Qualität der Forschung beurteilt. Auf der Grundlage die­ses Gutachtens soll die Bearbeitung des Antrages beim Finanzamt vorgenommen werden. Liegt in Bezug auf ein Forschungsvorhaben, das einer Prämie zu Grunde ge­legt wird, bereits eine Forschungsbestätigung nach § 118a BAO vor, so bedarf es zur Glaubhaftmachung lediglich einer Erklärung, dass die durchgeführte Forschung der der Bestätigung zu Grunde gelegten entspricht oder davon nicht wesentlich abweicht.

Zur Änderung des Art. 4 (Änderung des Umsatzsteuergesetzes 1994):

Zu § 28 Abs. 38 Z 1 UStG 1994:


Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll148. Sitzung / Seite 128

Zur Vermeidung von Härten wird der Zeitpunkt des In-Kraft-Tretens der Neuregelung in § 6 Abs. 2 UStG 1994 (Einschränkung der Möglichkeit bei der Vermietung von Grund­stücken und bei den Leistungen der Wohnungseigentumsgemeinschaften auf die Steu­erbefreiung zu verzichten) vom 1. April 2012 auf den 1. September 2012 verschoben. Weiters erfolgen eine gesetzliche Klarstellung dahingehend, dass der Begriff „Beginn der Errichtung“ eines Gebäudes abschließend definiert wird sowie eine eindeutige Zu­ordnung der Inkrafttretens-Regelungen zu § 6 Abs. 1 Z 16 UStG 1994 (Vermietung von Grundstücken) und zu § 6 Abs. 1 Z 17 UStG 1994 (Leistungen der Wohnungseigen­tumsgemeinschaften).

Durch die Verschiebung des Inkrafttretens ist mit einer Verringerung des Mehraufkom­mens um rund 90 Mio. Euro im Jahr 2012 und 50 Mio. Euro im Jahr 2013 zu rechnen. Das Mehraufkommen aus der konkreten Maßnahme beträgt somit 10 Mio. Euro im Jahr 2012, 200 Mio. Euro im Jahr 2013 und 250 Mio. Euro ab dem Jahr 2014.

Zur Änderung des Art. 9 (Änderung der Bundesabgabenordnung):

Zu § 118a BAO:

Durch die Neufassung dieser Bestimmung soll sichergestellt werden, dass die For­schungsförderungsgesellschaft mbH betreffende Gutachten nur dann erstellt, wenn zu­vor ein Antrag auf Forschungsbestätigung beim Finanzamt eingebracht wurde.

In Hinblick auf die Kostentragung der Gutachten der Forschungsförderungsgesellschaft mbH durch die Finanzverwaltung erscheint es geboten, dafür Sorge zu tragen, dass Gutachten durch den Steuerpflichtigen nicht angefordert werden, ohne den Verwal­tungskostenbeitrag für die Forschungsbestätigung zu entrichten.

Zur Änderung des Art. 13 (Änderung des Pensionskassengesetzes):

Zu § 48b Abs. 1 PKG:

Um einer größeren Anzahl von Personen die Möglichkeit zu geben, einmalig 20% statt 25% ihres Deckungskapitals pauschal zu besteuern, wird die Grenze für Pensionen aus einer Pensionskasse von 145 Euro auf 300 Euro brutto monatlich angehoben. Dies entspricht einer Jahresbruttopension von 4 200 Euro. Durch die Anhebung der Grenze für die Pensionen ist mit einer Verringerung des Mehraufkommens um rund 10 Mio. Euro im Jahr 2012 zu rechnen.

*****

 


Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Nächste Rednerin ist Frau Abgeordnete Mag. Au­bauer. 4 Minuten Redezeit. – Bitte.

 


13.31.31

Abgeordnete Mag. Gertrude Aubauer (ÖVP): Herr Präsident! Geschätzte Regie­rungsmitglieder! Werte Abgeordnete! Bei all Ihrer Kritik an diesem Reformpaket, verlie­ren wir doch nicht aus den Augen, warum wir sparen müssen. Das geschieht ja nicht aus Jux und Tollerei. Unser Ziel ist es: Der Schuldenberg im Lande Österreich darf nicht weiter wachsen.

Wie schaut es denn derzeit aus? – Stellen Sie sich 500-Euro-Scheine vor! In 500-Euro-Scheinen gestapelt wächst der Schuldenberg in Österreich pro Jahr um die Höhe des Ötschers, und der ist immerhin fast 1 900 Meter hoch. Also: So kann es nicht weiterge­hen, deshalb brauchen wir dieses Reformpaket. (Beifall bei der ÖVP.)

Unsere Senioren zeigen sehr viel Verantwortungsbewusstsein – wie schon so oft in der Vergangenheit. Sie sind bereit, so wie alle anderen Gruppen im Staate, auch ihren Sparbeitrag zu leisten. Und dafür gilt es, auch Dank zu sagen. (Beifall bei der ÖVP.)


Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll148. Sitzung / Seite 129

Uns ist wichtig, wir wollen, dass auch unsere Kinder und Enkelkinder einmal Pensionen haben, von denen sie auch leben können. Dazu braucht es aber ein finanzierbares System. Das heißt, es muss künftig weniger Frühpensionen geben. Das ist das erklärte Ziel, und deshalb die angepeilten Maßnahmen.

Noch ein wichtiger Punkt: Viele Arbeitnehmer wünschen sich, dass dieses komplizierte System einfacher und transparenter wird. Das wird das Pensionskonto für alle leisten. Dann weiß nämlich jeder, soll er früher in Pension gehen oder später, wie hoch ist zu dem jeweiligen Zeitpunkt die Pension. Also eine sehr gute Sache.

Ein wunder Punkt in Österreich ist die hohe Zahl der Invaliditätspensionen. Auch hier wird es sehr bald schon neue Regeln geben. Das ist dringend notwendig.

Werte Kolleginnen und Kollegen! Wenn alle Österreicher länger arbeiten sollen, so brauchen sie auch die passenden Arbeitsplätze. Das ist das Um und Auf aller Re­formen. Dazu wird es eine große Arbeitsmarktoffensive geben. Bis 2016 sollen 750 Mil­lionen € in die Hand genommen werden. Das ist eine große Sache, das ist uns ein wichtiges Anliegen.

Natürlich, geschätzte Damen und Herren von der Opposition, kann man alle Reformen kleinreden, aber fest steht: Die Reformen bei den Pensionen sind unverzichtbar. Oder wollen Sie, dass weiterhin Menschen mit 57, 58 in die Frührente gehen? Wir wollen das nicht. Wir wollen begleitende Maßnahmen schaffen, und das gesamte Paket wird letztlich allen Generationen zugutekommen – den Jungen und den Alten. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)

13.34


Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Linder. 4 Minu­ten Redezeit. – Bitte.

 


13.34.34

Abgeordneter Maximilian Linder (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Liebe Kolleginnen! Liebe Kollegen! Frau Kollegin Aubauer, nein, wir wollen nicht, dass die Menschen mit 52, 53, 54 in Pension gehen, aber wenn man das Pensionsalter anhebt, dann sollte man auch begleitende Maßnahmen setzen, dass es für die Betriebe interessant wird, ältere Arbeitnehmer zu halten, aufzunehmen, nicht aber im Gegenzug die Arbeitslosenversicherungsbeiträge bis zum Pensionsalter anheben. Das ist der falsche Weg. (Beifall bei FPÖ und BZÖ.)

Das Belastungspaket, das heute beschlossen wird, ist aus meiner Sicht ein Belas­tungspaket voll Spekulationen, Hoffnungen und vor allem Verschleierungen, aber auch ein Paket ohne Reformen. Wenn heute der Vizekanzler gesagt hat, wir haben aus der Vergangenheit gelernt, wir dürfen keine Schulden mehr machen, so werden wir anhand der nächsten Beispiele sehen, dass er sich selbst nicht ernst nimmt.

Es wurde von einem Überstundenkonto gesprochen, das für Polizei und Bundesheer gilt. Das heißt, die Leute können jetzt Überstunden ansparen, um früher in Pension zu gehen. 260 Millionen € Einsparungspotential. Aber was bedeutet das? – Ganz einfach: Jetzt werden die Leistungen erbracht, und die nächste Generation muss diese Leistun­gen bezahlen. Die nächsten, übernächsten zehn Jahre werden diese Kosten auf uns zu­kommen.

Herr Vizekanzler, ich dachte, Sie waren der Meinung, wir machen keine neuen Schul­den. Das sind de facto Schulden und Vorgriffe auf Bezahlungen der Zukunft.

Lustig dabei war auch, dass die Frau Beamtenministerin Heinisch-Hosek uns gesagt hat, eigentlich hat sie gar keine Ahnung dazu, sie hat nur oberflächlich mit der Frau In-


Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll148. Sitzung / Seite 130

nenminister über dieses Thema geredet und weiß noch gar nicht, wie das umzusetzen ist. Aber 260 Millionen € stehen im Belastungspaket drinnen.

Nächster Punkt: die Finanzierung der Österreichischen Volksbanken AG. Ja, über eine Pensionskassensteuerpauschale. 900 Millionen € will man hereinbringen, 900 Mil­lionen €, die bedeuten würden, in den kommenden Jahren jährlich 75 Millionen € weni­ger Steuereinnahmen.

Herr Vizekanzler, was ist das dann anderes als ein Vorgriff auf Steuereinnahmen, die wir jetzt verbrauchen und in den nächsten Jahren nicht mehr hereinbekommen? Ich glaube wieder: Sie nehmen sich nicht ernst und auch nicht das, was Sie uns heute Vor­mittag hier gesagt haben.

Weiters: Sehr zu denken geben sollte auch die Erhöhung der Sozialversicherungsbei­träge der Bauern von 15,5 Prozent auf 17 Prozent, weil die Sozialversicherungen mit dem Geld nicht mehr zurechtkommen. Das sind genau dieselben Sozialversicherungen der Bauern, die draußen Beratungen abgeben für die Klein- und Kleinstbetriebe, dass sie über Betriebsaufschlüsselungen die Betriebe so weit teilen sollen, dass sie unter ei­nen Einheitswert von 1 500 € kommen, damit sie sozialversicherungsbeitragsbefreit sind. Im gleichen Atemzug wird aber die Empfehlung ausgegeben, Betriebsgemein­schaften und Bewirtschaftungsverträge zu machen, damit sie in den vollen Genuss der Förderungen kommen. So kann es nicht gehen: Auf der einen Seite zu beraten, wie sie selber weniger Einnahmen bekommen, und im Gegenzug denen, die es ehrlich mei­nen, über Beitragserhöhungen noch in die Tasche zu greifen. Hier wären Reformen not­wendig.

Das Letzte und für mich eigentlich Lustigste, wenn es nicht so traurig wäre, war, dass der Herr Umweltminister im Strategiebericht schreibt, wie wichtig es ist, dass wir unse­re hohe Qualität der Wasserversorgung, unsere hohe Qualität der Wasserentsorgung aufrechterhalten und dass dies auch für die Zukunft zu fördern ist. Im gleichen Atem­zug bekommen wir Gemeinden einen Brief ins Haus, dass die Förderung der Sied­lungswasserwirtschaft von 125 Millionen € im Jahr 2011 bis zum Jahr 2014 auf null ge­stellt ist. Sehr geehrte Damen und Herren, auf null gestellt ist! Wenn wir diese Qualität aufrechterhalten wollen – und wir müssen sie aufrechterhalten, denn es sind Reparatu­ren, Erhaltungsmaßnahmen notwendig –, dann wird das nur zu Lasten der Gebühren, der Bürger und der Endverbraucher gehen.

Ich glaube, all diese Beispiele zeigen, wie dieses Belastungspaket angelegt ist: auf ver­schleiern, verdecken, verstecken und den Versuch, den Bürger an der Nase herumzu­führen. Ich glaube, das Paket hat nur einen Namen verdient: ein Belastungspaket für den Bürger, der noch arbeitet und der noch seine Leistung bringt. (Beifall bei der FPÖ.)

13.39


Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Als nächster Redner zu Wort gelangt Herr Abgeord­neter Öllinger. 4 Minuten Redezeit. – Bitte.

 


13.39.11

Abgeordneter Karl Öllinger (Grüne): Meine sehr geehrten Damen und Herren! Herr Bundeskanzler! Es ist schade, dass der Kollege Berlakovich jetzt gerade draußen ist. Ich hätte gerne die Frage an ihn direkt gerichtet, aber vielleicht geben Sie es an ihn weiter und fragen ihn, warum noch immer sein Gesicht von bestimmten Inseraten he­runterleuchtet, dem Publikum entgegen, obwohl wir hier ein Gesetz beschlossen ha­ben, das Inserate „kopffrei“ macht, wenn es sich um Inserate von Mitgliedern der Bun­desregierung handelt.

Es geht um ein Klimafonds-Inserat, und der Klimafonds ist 100-prozentig im Eigentum des Bundes. Es ist ungesetzlich, meine sehr geehrten Damen und Herren! Aber of-


Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll148. Sitzung / Seite 131

fensichtlich kratzt es den Herrn Umweltminister überhaupt nicht, was da gesetzlich und ungesetzlich ist. Darum bitte ich Sie sehr, diesem Inserat beziehungsweise Inseraten­missbrauch nachzugehen. Er soll das aus seiner eigenen Tasche zahlen, wenn er sich mit seinem Foto irgendwo ablichten lässt, aber nicht auf Kosten der Steuerzahler. (Bei­fall bei den Grünen. – Abg. Mag. Kogler: Jawohl! Missbrauch!)

Jetzt komme ich zum eigentlichen Thema: Wenn man Ihnen zuhört, meine sehr ge­ehrten Damen und Herren, bekommt man den Eindruck, bei diesem Belastungspaket handle es sich um die größte Wohltat der Bundesregierung seit Jahren. (Abg. May­erhofer: Das stimmt! Genau!)

Durch dieses Belastungspaket wird also alles besser. Es gibt nichts, was schlechter wird, alles wird besser. – Verzeihung, Entschuldigung! Allein von den Einsparungssum­men, von dem, was Sie sich vorgenommen haben – egal, ob es realisiert wird oder nicht –, lässt sich doch ableiten, dass, egal, welche Effekte Sie damit verbinden, dem nicht so sein kann.

Und jetzt komme ich zum eigentlichen Punkt: Es ist sicher nicht das schlimmste Be­lastungspaket. Es ist sicher auch so, dass einzelne Maßnahmen in diesem Belas­tungspaket enthalten sind, von denen man sagen könnte: Ja, da könnte man darüber nachdenken, das geht in die richtige Richtung!, aber eines sage ich Ihnen schon – und darum geht es auch in diesem Abänderungsantrag, den wir hier eingebracht haben –: Von Nachhaltigkeit und nachhaltiger Wirkung ist bei diesem Belastungspaket mit Si­cherheit keine Spur!

Ich bringe Ihnen – der Herr Bundesminister ist hier, und er kann das eigentlich nur be­stätigen – ein Beispiel: Altersteilzeit im Ministerialentwurf. Es ist Ihnen und uns ein The­ma, das faktische Pensionsantrittsalter zu erhöhen, ohne das gesetzliche deshalb an­zuheben.

Altersteilzeit: Der ursprüngliche Ministerialentwurf hat vorgesehen, dass die Altersteil­zeit am gesetzlichen Pensionsantrittsalter anknüpft. Wie wurde das geändert? – Die Altersteilzeit knüpft jetzt wieder an der vorzeitigen Alterspension an und ist damit das, was sie auch schon vorher war: ein Ausstiegsmodell für die großen Betriebe, die wir ja kennen, vor allem im Bereich der Finanzdienstleister – Banken, Versicherungen et ce­tera, damit ich es Ihnen übersetze –, die ihre Leute schon mit 52, 53 Jahren ins Ausge­dinge schicken (Zwischenruf des Abg. Schopf) und so mit der Altersteilzeit schon
den langsamen Übergang in die vorzeitige Alterspension absichern. (Zwischenruf des
Abg. Wöginger.)

Das ist das Problem, das wir bei Ihrer Art von Politik nach wie vor haben. Und wir wis­sen, warum es geändert wurde: nicht wegen der Voest, auch wenn die Kollegen dort hinten jetzt zwischenrufen, sondern ganz allgemein wegen der Wirtschaft, die sich hier ein Modell für den vorzeitigen Ausstieg bestellt hat. Sie sagen, sie möchten die Leute weiterhin vorzeitig ins Ausgedinge schicken, und zahlen soll das der Bund über die Arbeitslosenversicherung. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Wöginger.) Und wenn das dann auch noch vorzeitige Alterspensionen kostet, dann sind sie, nämlich die Wirt­schaft, die Ersten, die schreien und sagen, dass das Ganze so viel kostet.

So schaut es aus, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler.) So schaut es aus mit den Maßnahmen, die angeblich nachhaltig sein sollen.

Zweiter Punkt. Zu den angeblich nachhaltigen Maßnahmen frage ich Sie: Was ist im Bereich der Superpensionen geschehen? Was ist geschehen? – Bei den Politikerpen­sionen nichts, aber auch gar nichts! Kein zusätzliches Prozentchen (Abg. Wöginger: Die zahlen 13,6 Prozent!), kein zusätzliches Prozent oder mehrere Prozente bei jenen,


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die aus einem Pensionsbeitrag drei Pensionen lukrieren können – solche gibt es; Ent­schuldigung, zwei sind es zumindest (Abg. Binder-Maier: Herr Kollege, es gibt keine Politikerpensionen mehr! Seit 1997 !) –, gar nichts geschieht.

Und bei den Nationalbank-Pensionen, wo die Sache mindestens ebenso arg ist wie bei den Politikerpensionen, denn die Nationalbank zahlt pro Jahr insgesamt 100 Millionen für ihre Pensionen – 100 Millionen €! –, bei den Nationalbank-Pensionen ist um 1,3 Pro­zent angehoben worden. (Abg. Wöginger: 3,3!) Von 2 auf 3,3 Prozent. Vorher waren die 2 Prozent freiwillig, jetzt sind die 3,3 unfreiwillig, sprich gesetzlich. (Abg. Wöginger: Gesetzlich!) 1,3 Prozent daher die Anhebung, unterm Strich. (Abg. Wöginger: Freiwil­lig!)

Nein, meine sehr geehrten Damen und Herren, Entschuldigung, wenn wir von den Op­fern sprechen, die in diesem Spar- oder Belastungspaket enthalten sind, dann muss man schon sagen, dass es da eindeutige Opfer gibt. Das betrifft schon einmal die klei­nen und mittleren Pensionisten – Sie sehen das auch in unserem Abänderungsantrag. (Abg. Wöginger: Wieso? Du weißt ja noch gar nicht, wie die Summe verteilt wird!) Auch das, was Sie da jetzt beschlossen haben, wird nicht halten.

Und Sie sehen dazu den Vergleich mit den Nationalbank-Pensionisten. Damit möchte ich nicht diese eine Gruppe im Besonderen herausheben, aber da sind die Relationen weder in Bezug auf soziale Gerechtigkeit noch in Bezug auf Nachhaltigkeit insgesamt in diesem Spar- und Belastungspaket gegeben.

Die Hebesätze werden das eine Jahr abgesenkt, das andere Jahr werden sie angeho­ben. Ich erkläre jetzt nicht im Detail, was die Hebesätze sind. Die außertourliche Anhe­bung der Höchstbeitragsgrundlage, das wissen Sie genau, bringt jetzt kurzfristig Geld und auf zwei oder drei Jahre kostet es zumindest im Bereich der Pensionsversicherung mehr. (Abg. Wöginger: Ja was jetzt?)

„Ja was jetzt?“, fragt Kollege Wöginger. – Kurzfristig bringt es Geld, und langfristig müssen wir dafür zahlen. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Wöginger.)

So schaut dieses Spar- und Belastungspaket leider auch aus, tut mir leid. Abgesehen davon, dass es keine Zeit gegeben hat, das wirklich gründlich zu diskutieren, das be­trifft insbesondere die Konto-Erstgutschrift, eine an und für sich sinnvolle Sache, aber so, wie Sie es jetzt über den Tisch nudeln, lässt sich nicht sagen, wer die VerliererIn­nen, wer die GewinnerInnen sind (Abg. Wöginger: Geh bitte!) beziehungsweise was mit dieser Maßnahme überhaupt erreicht wird. – Danke. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Wöginger: Da verstehe ich dich wirklich nicht! – Abg. Amon: Nicht sehr objektiv diese Rede!)

13.46


Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Als nächster Redner zu Wort gemeldet ist Herr Ab­geordneter Dolinschek. 4 Minuten sind eingestellt. – Bitte. (Abg. Riepl – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Dolinschek –: Sigisbert, schön sprechen, bitte!)

 


13.46.40

Abgeordneter Sigisbert Dolinschek (BZÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bun­deskanzler! Werte Mitglieder der Bundesregierung! Dieses Sparpaket, das ja ursprüng­lich eine Schuldenbremse hätte werden sollen, ist jetzt gekennzeichnet durch Steuerer­höhungen und Teuerungen, die sofort in Kraft treten, nämlich mit 1. April. Die Reform­schritte werden jedoch auf die lange Bank geschoben, obwohl seit Jahren bekannt ist, was zu machen wäre. Vorschläge gibt es genug: Bundesstaatsreform, Verwaltungsre­form, auch eine Steuerreform. Das Pensionssystem wird hier zum Teil angegangen, ist


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auch ein großer Brocken in diesem Sparpaket. Der Arbeitsmarkt und der Pensionsbe­reich sind ja bei dieser Budgetkonsolidierung einer der größten Teile.

Mein Vorredner Öllinger hat die Altersteilzeit angesprochen. Dazu muss ich sagen: Ich bin da nicht ganz seiner Meinung, weil ich die Altersteilzeit als sinnvoll erachte, damit man die Arbeitszeit im hohen Alter reduzieren kann, wenn man die volle Leistung nicht mehr erbringen kann.

Es ist auch richtig, dass der Teil betreffend Blockregelungen revidiert wird, sodass in Zukunft auch das möglich ist. Für jene, die weit pendeln müssen oder die im Schicht­dienst tätig sind, ist das ein Vorteil, das ist keine Frage.

Es gibt aber andere Punkte, die nicht angegangen wurden beziehungsweise nicht glücklich gelöst wurden, wie zum Beispiel die Halbierung der Bausparprämie – das ist heute schon ein paar Mal angesprochen worden – oder die Halbierung der Prämie bei der Zukunftsvorsorge. Das sind Eingriffe in bestehende Verträge. Es steht zwar überall in den Verträgen, dass die staatliche Prämie jederzeit geändert werden kann und so weiter, aber bei Pensionsprivilegien greift man nicht ein.

Man erhöht den Pensionssicherungsbeitrag von mickrigen 2 auf 3 Prozent – das ist ein Prozentpunkt! –, aber dort, wo Leute hohe Pensionen und Privilegien haben, bleiben diese bestehen beziehungsweise werden praktisch fortgeschrieben, und zwar bei den Österreichischen Bundesbahnen genauso wie bei der Nationalbank, auch bei den Be­amtenpensionen und so weiter.

Was die sogenannte Hacklerregelung, die Langzeitversichertenregelung betrifft, habe ich die Unterschiede schon zwei Mal hier vom Rednerpult aus angesprochen, und ich werde nicht müde werden, darauf hinzuweisen: Ein Beamter kann mit 42 Beitragsjah­ren nach der Hacklerregelung in Pension gehen, und jeder andere, der nach dem ASVG versichert ist, erst nach 45 Beitragsjahren.

Herr Bundesminister, Sie haben schon oft gesagt, dass man eben nicht vor 18 Jahren Beamter werden kann. Da haben Sie schon recht. Aber nehmen wir Folgendes an: Von zwei Personen, die dieselbe Schulausbildung haben, meinetwegen auch dasselbe Stu­dium, geht eine in den öffentlichen Dienst und die andere in die Privatwirtschaft. Die ei­ne Person wird Beamter und die andere ist nach dem ASVG versichert.

Und jetzt kommt es: Aber der Beamte kann dann nach 42 Jahren diese Vergünstigung haben und die andere Person erst nach 45 Jahren. – Das ist unverständlich! Das ist ungerecht! Das geht so nicht! Das ist nicht okay, und das müssen Sie auch sehen – das sieht die Bevölkerung so! (Beifall beim BZÖ.)

Zu den arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen muss ich sagen: Es gibt jetzt für die Unter-50-Jährigen statt der Invaliditätspension ein Rehabilitationsgeld, das vom AMS gezahlt wird. Diese Personen zählen in Zukunft nicht zu den Pensionisten, und die fallen aus der Statistik heraus. Dadurch wird das faktische Pensionsantrittsalter um zirka ein Jahr angehoben.

Irgendwie müssen diese Leute aber versorgt werden, ist keine Frage. Es ist das also nichts anderes, als dass die Person aus einem anderen Topf bezahlt wird. Vielleicht spart man dadurch auch etwas ein, weil die Höhe der Mindestsicherung vielleicht nied­riger ist als der Betrag, der jetzt als Invaliditätspension zu bezahlen ist. Aber das ist nichts anderes als ein Schönen der Pensionsstatistik und sonst gar nichts.

Die Transparenzdatenbank ist ebenfalls überfällig. Wir haben in Österreich einen För­derdschungel, wo Zweifach-, Dreifachförderungen gewährt werden, und genau dort müsste der Hebel angesetzt werden, sodass man auf gewisse Förderungen, die keine Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt und auf Arbeitsplätze haben, verzichtet. Darauf


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müsste natürlich geachtet werden, aber der Förderdschungel müsste schnellstens be­reinigt werden. (Beifall beim BZÖ.)

13.51


Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Nächste Rednerin: Frau Abgeordnete Mag. Rudas. 4 Minuten Redezeit. – Bitte.

 


13.51.12

Abgeordnete Mag. Laura Rudas (SPÖ): Herr Präsident! Herr Kanzler! Sehr geehrte Mitglieder der Bundesregierung! Liebe Gäste auf der Zuschauergalerie! Eine Szene ist leider ein bisschen untergegangen, ich möchte sie kurz ausführen, bevor ich zum Spar­paket komme.

Kollege Strache ist herausgekommen und hat sich wie ein verletztes Reh darüber auf­geregt, dass Kollege Kräuter ihn daran erinnert hat (Zwischenruf des Abg. Neubauer), dass er mit seinen Freunden Rumpold, Meischberger, Grasser und Co. für den histo­rischen Sittenverfall in diesem Land zuständig ist. Und wie ein verletztes Reh hat er gesagt: Das trauen Sie sich doch nur, weil Sie die Immunität haben! – Genau der, der mit seinen Mannen ständig herauskommt und die Unwahrheit sagt, draußen mit Un­wahrheiten und mit Hetze unschuldige Bevölkerungsgruppen angreift, regt sich über die Immunität auf? – Das kann ja nur ein Witz sein! (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Neubauer: Die Zukunftshoffnung spricht!)

Ich rate dem Herrn Kollegen Strache nicht nur zu ein bisschen weniger Sensibilität, sondern vor allem auch zu Anwesenheit, denn die Zuschauer können sich auch einmal ein Bild davon machen, was Herr Kollege Strache so für sein Gehalt macht. (Abg. Neu­bauer: Weil Sie gerade einmal 5 Minuten herinnen sind! – Abg. Linder: Wenn Sie nie da sind, können Sie nicht wissen, wie oft er da ist!)

Jetzt komme ich zum Stabilitätspaket. – Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, meine Kollegin Oberhauser hat es auch schon gesagt, man kann es aber nicht oft genug wie­derholen: Die Budgetkrise ist eine Folge der Finanzkrise. Es waren die Probleme im Fi­nanzbereich, die durch die Spekulationen auf die Realwirtschaft durchgeschlagen hat. Es waren nicht die Schülerinnen und Schüler, die Pensionistinnen und Pensionisten, die über ihre Verhältnisse gelebt haben. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Neu­bauer.) Rettungsaktionen der Staaten durch Konjunkturpakete und Bankenpakete wa­ren es, die zu diesen Schulden geführt haben. Und das ist besonders wichtig für die Geschichtsschreibung und die Ursachenforschung.

Jetzt müssen wir, wie alle anderen europäischen Staaten auch, Schulden abbauen. Dieses Stabilitätspaket, das wir heute hier beschließen, ist ein sehr ausgewogenes und sinnvolles Paket. Mit diesem Paket werden wir es in den nächsten Jahren erreichen, aus dem EU-Defizitverfahren herauszukommen. Und es muss unser aller Ziel sein, dass Österreich unabhängig, möglichst unabhängig von den Finanzmärkten und von Spekulationen ist.

Jetzt zu den einzelnen Maßnahmen. – Gerade die SPÖ, die Sozialdemokratie hat da Wort gehalten. Wir, die Sozialdemokratie, haben gesagt, es muss ein ausgewogener Mix aus einnahmenseitigen Maßnahmen, sprich vermögensbezogenen, gerechten Steuern, und sinnvollem Sparen durch Effizienzsteigerung sein. (Abg. Neubauer: Wer hat diese Rede geschrieben?) Und gerade bei den einnahmenseitigen Maßnahmen ist es uns gelungen, neben der Bankenabgabe und neben der Änderung bei Stiftungs­privilegien auch eine Solidarabgabe für Spitzenverdiener und eine Immobiliensteuer zu erreichen. Und da sind wir – da sind wir eins mit den Grünen – noch nicht am Ziel, aber wir sind auf dem richtigen Weg.

Wenn wir in die anderen Staaten Europas schauen, können wir mit Stolz behaupten, dass wir in Österreich statt einer höheren Belastung durch Massensteuern mehr ver-


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mögensbezogene Steuern haben werden. Auch das wäre unter einer freiheitlichen Re­gierungsbeteiligung nie möglich gewesen. Im U-Ausschuss kommen immer mehr Be­weise, warum das wohl so sein mag. (Zwischenruf des Abg. Jury.) Es wäre mit der FPÖ unmöglich gewesen, weil gerade die FPÖ bei Vermögensteuern, bei Steuern für Spitzenverdiener immer Nein schreit. Warum es so ist, werden wir im U-Ausschuss sicher auch noch herausfinden, warum sich die FPÖ als Schützer der Reichen auf­spielt.

Die Sozialdemokratie hat von Anfang an gesagt, es darf keine Nulllohnrunden für Pen­sionisten und keine Massensteuererhöhungen geben. Und während in ganz Europa Massensteuern erhöht werden, das Familiensilber verkauft wird, Lohn- und Pensions­kürzungen verordnet werden, investiert die österreichische Bundesregierung noch of­fensiv in Bildung, Arbeitsmarkt, Uni und Pflege. (Abg. Neubauer: Darum sind sie alle pleite, die Unis!)

Es gibt einen Teuerungsausgleich bei kleinen Pensionen, keine Nulllohnrunden und keine Massensteuererhöhungen. Daher auch mein Appell an die Opposition – es geht ja auch, gerade auch, wenn Gäste im Haus sind, ein bisschen um Politikvermittlung –: Ich denke, es wäre angemessen, hier eine faire Bilanz über die Arbeit der Bundesre­gierung zu ziehen! Und diese lautet: trotz Wirtschaftskrise steigende Beschäftigung, europaweit die niedrigste Arbeitslosigkeit und Ausbau des sozialen Netzes. Das kann sich sehen lassen, und darum beneidet uns ganz Europa. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)

13.55


Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Donabauer. 3 Minuten Redezeit. – Bitte.

 


13.55.53

Abgeordneter Karl Donabauer (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Mitglieder der Bundesregierung! Meine Damen und Herren! Hohes Haus! Zum Ersten ist mir die Begrifflichkeit „Sparpaket“ zu einfach. Ich denke, wer sich mit dieser Thematik ausein­andergesetzt hat, kann zweifelsfrei behaupten, es handelt sich um einen Stabilitätspakt mit enormen Reformmaßnahmen, die wir aufgrund der Veränderung in Gesellschaft und Wirtschaft brauchen. Wir müssen das machen, weil sich die Situation in Öster­reich, aber auch in vielen anderen Staaten in Europa wesentlich geändert hat. Ich glau­be, dass wir da zum Handeln gezwungen sind, wenn wir verantwortungsvolle Politik machen wollen.

Zum Zweiten: Die Grenzen der Belastung öffentlicher Budgets sind erreicht, sowohl beim Bund, bei den Ländern als auch bei den Gemeinden.

Schuldzuweisungen haben wenig Sinn, Lösungsvorschläge sind gefragt. Der bisheri­gen Diskussion war zu entnehmen, dass die Oppositionsparteien – das ist ihr Job, das verstehe ich schon – alles kritisieren. (Abg. Neubauer: Zu Recht!) Ich habe aber kaum – bis auf wenige Ausnahmen – Lösungsansätze von ihnen gehört. (Abg. Neu­bauer: Weil Sie nie herinnen sind!)

Wir laden Sie ein: Bringen Sie einmal auch Ihre Fantasie und Ihre Vorstellungen ein, tragen Sie auch Verantwortung für dieses Land (Zwischenrufe beim BZÖ), in dem Sie auch gewählt sind und wo Sie auch eine parlamentarische Aufgabe erfüllen! (Beifall bei der ÖVP.)

Ich glaube, dass sich die Regierung durch Monate bemüht hat, Stabilisierungsvor­schläge zu erarbeiten. Das bringt natürlich Konflikte mit sich, das ist keine Frage, aber unsere Aufgabe ist es nicht, diesen Konflikt weiter zu pflegen, sondern aufzuklären, zu diskutieren und Lösungsvorschläge aufzuzeigen. Worin ich manchen recht gebe, ist, dass wir uns von dieser sogenannten ewige Phrase von wohlerworbenen Rechten


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langsam verabschieden müssen. Reformmaßnahmen sind in allen Bereichen notwen­dig, das ist quer durch die Republik zu sehen.

Wichtig ist, dass wir Arbeit halten, dass die Menschen Arbeit haben, dass die Unter­nehmungen sich weiterentwickeln, dass auch die Landwirtschaft – das ist mein Be­reich – ihre Zukunft hat, sonst ist all das, was wir hier planen, in Wirklichkeit nicht rea­listisch. Und das ist, glaube ich, in hohem Maße gelungen.

Weil die Frau Infrastrukturminister hier sitzt und auch der Herr Bundeskanzler, der die­ses Ressort auch einmal geführt hat, bei uns ist, was ich sehr lobe, erlauben Sie mir als Staatsbürger eine Anmerkung: Wir sparen bei Infrastrukturprojekten, ja, das ist so, das muss man überdenken, das ist richtig, aber ich würde Sie bitten, sich einmal die Lärmschutzwände in Österreich anzusehen. Wenn Sie von Wien nach Salzburg fahren, haben Sie mehr Lärmschutzwände als Sie im restlichen Europa finden.

Und zum Zweiten stört mich – ich weiß, dass das nicht Bundeskompetenz ist –, dass die Lärmschutzwände gerade dort errichtet werden, wo kurz davor Neubauten gemacht wurden. Meine Damen und Herren, so kann es wohl nicht gehen!

Ich glaube, dass wir da insgesamt eine Grundsatzdiskussion und auch eine Neuaus­richtung brauchen. Da ist niemand verletzt, da sind wir alle aufgefordert, solche Dinge aufzuzeigen, denn ich verdiene es nicht – und Sie auch nicht –, dass man mir meine schöne Kulturlandschaft nimmt, meinen Blick auf die Heimat, auf unser Land, und zwar nur deshalb, weil sich andere vor Kurzem nahe an den Verkehrsachsen angesiedelt haben und sagen: Jetzt muss die Republik auftreten und muss mir Lärmschutzwände bauen! – Dazu stehe ich sehr kritisch! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)

In Anbetracht der mir zur Verfügung stehenden Zeit möchte ich nur mehr auf ein paar wenige Themen Bezug nehmen. – Herr Kollege Linder, Sie haben gemeint, dass die Sozialversicherungen insgesamt und die der Bauern speziell etwas sonderbar sind. Ich darf jetzt sagen: Lesen Sie dieses Gesetz! Da werden Sie auch einen Paragraphen fin­den, wo es in Zukunft auch die Vorlage der Mehrfachanträge bei der Sozialversiche­rung geben wird (Abg. Dr. Pirklhuber: Richtig!), weil wir es wollen, dass Bewirtschafter und Beitragszahler und Ausgleichszahlungsnehmer mehr oder weniger identisch sind. Das war uns ein Anliegen, das war gar nicht leicht durchsetzbar. Das haben wir ver­langt.

Zum Zweiten: Wir haben natürlich die Beitragssätze auch angepasst. (Abg. Huber: An­gehoben!) Meine Damen und Herren, das war keine Freude, da waren harte Ge­spräche notwendig. (Zwischenruf bei der FPÖ. Abg. Dr. Pirklhuber: Aber gerecht ist es nicht!) Danke an Herrn Minister Hundstorfer!

Schauen Sie sich, bitte, unsere Versicherungsstruktur an! Wir haben heute 180 000 Pen­sionsnehmer und etwa 150 000 Beitragszahler. Das wird von Mal zu Mal noch schwie­riger. Wir haben unseren Beitrag dazu geleistet – keine Frage! –, und wir wer­den auch die anderen Entwicklungen mitdiskutieren. (Abg. Dr. Pirklhuber: Zusammenlegung der Sozialversicherungen!)

Ich bin auch froh, dass es letztendlich gelungen ist, auch für unseren Beruf eine Härte­fallregelung zu erreichen, die alle anderen schon haben. Ich glaube, soziale Gerech­tigkeit muss dann auch für alle Gruppen Geltung haben. Wir haben das erreicht.

Ich bedanke mich und hoffe, dass diese Maßnahme, dieser Stabilitätspakt dazu bei­trägt, dass sich Österreich in Zukunft gut weiterentwickeln kann, dass Arbeit und Wirt­schaft gesichert sind und dass unser Land einer glücklichen Zukunft entgegengehen kann. (Beifall bei der ÖVP.)

14.01



Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll148. Sitzung / Seite 137

Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Als Nächster zu Wort gelangt Herr Abgeordneter Jannach. 3 Minuten Redezeit. – Bitte. (Ruf in Richtung des beim Rednerpult stehen­den und mit Bundesministerin Heinisch-Hosek sprechenden Abg. Donabauer : Sie blockieren!) Herr Kollege Donabauer, Sie müssen jetzt das Rednerpult räumen!

 


14.01.47

Abgeordneter Harald Jannach (FPÖ): Herr Kollege Donabauer verhandelt noch di­rekt weiter für die Bauern. – Also lieber Kollege Donabauer, als Chef der Sozialversi­cherung der Bauern herauszugehen, von Reformmaßnahmen zu reden und als einzige Maßnahme eine Beitragserhöhung zu bringen, die die Bauern 60 Millionen € kostet, das ist wirklich ein Skandal! (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf bei der ÖVP.)

Ich weiß nicht, woher ihr den Mut nehmt, das als Reformpaket zu verkaufen. Das ist ein Belastungspaket! Es betrifft nicht nur die Sozialversicherung und die Erhöhung der Pensionsbeiträge, die für mich schon an und für sich eine übermäßige Belastung sind, denn du weißt genau, wie hoch die Pensionen bei den Bauern im Durchschnitt sind. Die liegen bei 750 €, während die Beamtenpensionen 2 200 € pro Monat ausmachen. Da ist keine Gleichberechtigung! Und die Bauern zusätzlich zu belasten, ist ein Skan­dal! (Beifall bei der FPÖ. Zwischenruf des Abg. Wöginger.)

Im Übrigen, weil ich auch der Agrarsprecher bin, in Bezug auf die Landwirtschaft: Es gibt eine Stellungnahme der Landwirtschaftskammern Österreich, die bei Gott keine freiheitliche Organisation sind (Abg. Wöginger: Gott sei Dank!), auch keine SPÖ-Or­ganisation, und die zerreißt das von euch heute zu beschließende Sparpaket. Die kri­tisiert massivst die Streichung des Agrardiesels, die Kosten von 50 Millionen € für die Bauern, die Wettbewerbsverzerrung, weil es in anderen EU-Ländern diese Maßnahme sehr wohl gibt. (Abg. Dr. Pirklhuber: Darum redet ja kein  Vertreter!)

Weiters wird massiv kritisiert die Umwidmungsabgabe, die Immobilienbesteuerung – massive Kritik der Landwirtschaftskammer –, dann die Erhöhung der Hebesätze von 400 auf 600, die die Beiträge für die Kammern erhöht, die gedachte Erhöhung der Grundsteuer, die der Herr Bundesminister Mitterlehner schon offen ausgesprochen hat, die Neubewertung der Einheitswerte. Das alles wird von der Landwirtschaftskammer, von euch selbst vertreten.

Lieber Kollege Eßl – der Kollege Schultes als Präsident der Niederösterreichischen Kammer ist ja nicht hier –, du bist Präsident der Salzburger Landwirtschaftskammer. In deinem Namen wird diese Kritik vorgebracht, und heute wirst du, genau wie der Kolle­ge Schultes und alle anderen Bauernbund-Abgebordneten, so wie beim Führerschein­gesetz die Hand wieder brav heben. Draußen auf dem Land darfst du kritisieren, und hier in Wien wirst du die Belastung für die Bauern beschließen. – Dem werden wir si­cher nicht zustimmen! (Beifall bei der FPÖ. Zwischenruf des Abg. Pendl.)

Die FPÖ stimmt auch aus einem prinzipiellen Grund nicht zu: Wir haben den Landwirt­schaftsminister gefragt, wo er denn in seinem Bereich sparen würde. Wir haben ihn ge­fragt, ob er bei den Zuwendungen an den Bauernbund sparen wird – über 300 000 € pro Jahr an reiner Parteienförderung aus dem Ministerium zum Bauernbund. Wird er sparen beim ökosozialen Forum – 600 000 € im vorigen Jahr, eine Organisation, rein ÖVP-dominiert, die den Bauern noch nicht irgendetwas gebracht hat? (Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.) Wird er sparen bei der Plattform „Forum Land“, ÖVP-Orga­nisation, die 150 000 € im Vorjahr für ein Erntedankfest in Wien ausgegeben hat? – Da wird kein einziger Euro gespart, aber die Belastungen für die Bauern werden jetzt beschlossen, und das können wir niemals akzeptieren. – Danke. (Beifall bei der FPÖ. Zwischenruf bei der ÖVP.)

14.05


Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Als Nächster zu Wort gelangt Herr Abgeordneter Dr. Pirklhuber. 4 Minuten Redezeit. – Bitte.

 



Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll148. Sitzung / Seite 138

14.05.14

Abgeordneter Dipl.-Ing. Dr. Wolfgang Pirklhuber (Grüne): Herr Präsident! Meine Da­men und Herren! Heute ist die „soziale Ausgewogenheit“ – unter Anführungszeichen –, der Begriff schon mehrfach strapaziert worden. Der Kollege Jannach hat sehr gut ge­zeigt, wie der Agrarsektor die soziale Ausgewogenheit organisiert, nämlich Geld für den Bauernbund auf allen Ebenen, politische Macht für den Bauernbund auf allen Ebenen, und die kleinen Bäuerinnen und Bauern müssen es zahlen und dafür noch Danke sa­gen. So schaut die Realität aus in diesem Land. (Zwischenruf des Abg. Wöginger.)

Aber ich möchte schon auch auf die Grundversäumnisse dieses Paketes kurz einge­hen, noch einmal Stichwort Finanztransaktionssteuer. Meine Damen und Herren, es ist eine richtige Maßnahme, nur wie Sie das aufsetzen, auch in Ihren Vorschlägen, ist aus meiner Sicht dermaßen, wie soll ich es sagen, blauäugig in dem Fall. Ich lese Ihnen wörtlich vor, wie Sie selbst das hier vorlegen, und zwar schreiben Sie im 1. Stabilitäts­gesetz auf Seite 4:

„Die Bundesregierung plant die Einführung einer Finanztransaktionssteuer ab 2014 und den Abschluss eines Abkommens mit der Schweiz über eine Abgeltungssteuer
ab 2013. Aus der Finanztransaktionssteuer wird ein Aufkommen von 500 Mio Euro jährlich ab 2014 erwartet, aus der Abgeltungssteuer einmalig 1 Mrd Euro im Jahr 2013 und ab 2014 50 Mio Euro jährlich.“

Wenn man sich das durchliest, hat man den Eindruck: Aha, so viel Geld liegt da sozusagen auf der Straße, die Bundesregierung wird die Finanztransaktionssteuer einführen, und 500 Millionen sind da. Kein Wort, nicht einmal ein kleines Fünkchen von einem Gedanken, dass da Europapolitik involviert ist, dass wir Verhandlungen führen müssen auf europäischer Ebene, dass politische Instrumente notwendig sind, die wir erst gemeinsam schaffen müssen kein Wort davon.

So etwas wird hineingeschrieben, das ist Ihr Papier. Wie sollen wir so etwas ernst neh­men, meine Damen und Herren, wenn hier Sachen vorgelegt werden, die sachlich in dieser Form einfach falsch sind? Sie sind falsch, weil sie so nicht umgesetzt werden können – das vorneweg. (Zwischenruf bei der ÖVP.)

Dann ein Punkt zu den Dienstautos und zu den Prioritäten: Kollege Donabauer hat ge­sagt, wir sollen Vorschläge machen. Wir haben einen konkreten Antrag zu diesem Punkt heute eingebracht: 8 Millionen € für Dienstautos – nein! Dafür gibt es einen An­trag, da kann der Kollege Donabauer heute mit uns stimmen und diesen Nonsens ab­stellen. Das ist das Nächste.

Weiters hat Kollege Öllinger mehrfach in der Debatte eingebracht, dass die Zusam­menlegung der Sozialversicherungsträger eine richtige und weichenstellende Maßnah­me wäre, die langfristig Kosten senkt, einheitliche Standards schafft und damit auch das Leistungsvolumen für alle BürgerInnen harmonisiert. (Zwischenrufe bei SPÖ und Grünen.)

Ja, das sind Vorschläge für Reformen, das wäre ein Reformpaket. Wenn Sie sagen, wir haben keine Vorschläge, dann muss ich Ihnen sagen: So ist es nicht! Wo bleibt Ihr Vorschlag, wenn es um Eingriffe in Spitzenpensionen geht, über 10 000 €? Das wäre an die Adresse des ÖVP-Bauernbundes zu stellen. Wenn Sie die kleinen Bäuerinnen und Bauern massiv belasten, aber die Spitzenbeamten, Pensionsempfänger über 10 000 €, unberührt lassen, dann zeigt das auch auf, wie in Ihrer Organisation derzeit die Diskussionskultur läuft: Die da oben werden geschützt, die da unten werden ge­schröpft. So schaut’s aus!

Noch ein Wort zu den wirklich tiefen Einschnitten im Agrarbereich. Also wir haben den Agrardiesel abgeschafft, wir haben die Sozialversicherungsbeiträge erhöht, wir haben die Grundsteuer erhöht, wir haben das Bewertungsgesetz geändert. Meine Frage im


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Ausschuss an den Landwirtschaftsminister war, wie er gedenkt, diese Eingriffe  die ja alle Bäuerinnen und Bauern betreffen und die auch bei den kleinen Betrieben natürlich einen massiven sozialen Druck auslösen werden  abzufedern.

Keine Antwort, wobei die Antwort auf der Hand liegt, meine Damen und Herren. Die Agrarreform 2014 bis 2020 ist die Möglichkeit, die Agrarpolitik gerechter zu machen und damit auch den Bäuerinnen und Bauern, die da so belastet werden, auch ent­sprechend einen Ausgleich wieder zu sichern. Kein Wort von der ÖVP in diese Rich­tung.

Nun zum Umweltbereich: Wir haben einen Minister, der Green Jobs ganz oben inse­riert – der Kollege Öllinger hat es schon erwähnt heute –, mit Konterfei und allem, aber eine Politik betreibt, die genau das Gegenteil in der Praxis ist. Er ist verantwortlich für den Zukauf von Emissionszertifikaten im Ausmaß von zusätzlich 35 Millionen Tonnen CO2-Äquivalent  Mehrkosten von 80 Millionen €.

Beim Umweltbundesamt, ein Spitzeninstitut für die Umweltpolitik in Österreich, wird eingespart, nämlich wesentlich eingespart. Dort sollen 400 000 € eingespart werden. Der Bauernbund wurde schon erwähnt, allein die Parteizeitungen der ÖVP, die Wo­chenzeitungen, erhielten 2011 250 000 €, und zwar die Raiffeisen-Zeitung, die Bauern­zeitung der ÖVP und „Unser Land“ aus der Steiermark, ebenfalls eine Bauernbundzei­tung, zu dritt  drei Parteizeitungen der ÖVP 250 000 €. (Zwischenruf bei der FPÖ. Abg. Huber: Unglaublich!) Wo bleibt der Vorschlag des Kollegen Auer, dort 250 000 € zu sparen? (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Wer liest denn das alles? – Zwischenruf des Abg. Eßl.)

Meine Damen und Herren, unglaublich, wie phantasielos Sie sind und gleichzeitig wie machtorientiert und machtgeil, das muss man sagen. Ihre Institutionen werden finan­ziert; die Betroffenen werden es Ihnen danken.

Abschließend möchte ich noch folgenden Antrag einbringen:

Abänderungsantrag

der Abgeordneten Glawischnig-Piesczek, Pirklhuber, Freundinnen und Freunde

Der Nationalrat wolle beschließen:

„Das Bundesgesetz betreffend das 2. Stabilitätsgesetz 2012 in der Fassung des Be­richtes des Budgetausschusses (1685 d.B.) wird wie folgt geändert: Im 8. Hauptstück entfällt Artikel 84.“

*****

Es geht dabei darum, dass die Kürzungen beim Umweltbundesamt zurückgenommen werden.  Danke schön. (Beifall bei den Grünen. Zwischenruf des Abg. Eßl.)

14.11


Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Der soeben eingebrachte Abänderungsantrag ist ausreichend unterstützt und steht mit in Verhandlung.

Der Antrag hat folgenden Gesamtwortlaut:

Abänderungsantrag

der Abgeordneten Eva Glawischnig-Piesczek, Wolfgang Pirklhuber, Kolleginnen und Kollegen

zum Bericht des Budgetausschusses über die Regierungsvorlage (1685 d.B.): Bundes­gesetz, mit dem das Bundesministeriengesetz 1986, das Konsulargebührengesetz 1992,


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das Stellenbesetzungsgesetz, das Aktiengesetz, das Unternehmensgesetzbuch, das Gerichtsorganisationsgesetz, die Jurisdiktionsnorm, das Arbeits- und Sozialgerichtsge­setz, das Gerichtsgebührengesetz, die Strafprozessordnung 1975, das Bundespen­sionsamtsübertragungs-Gesetz, das Bundeshaushaltsgesetz 2013, das Bundesfinan­zierungsgesetz, das Bankwesengesetz, das Bausparkassengesetz, das Zahlungs­dienstegesetz, das E-Geldgesetz 2010, das Finanzkonglomerategesetz, das Börsege­setz 1989, das Wertpapieraufsichtsgesetz 2007, das Investmentfondsgesetz 2011, das Immobilien-Investmentfondsgesetz, das Pensionskassengesetz, das Betriebliche Mitar­beiter- und Selbständigenvorsorgegesetz, das Versicherungsaufsichtsgesetz, das Rating­agenturenvollzugsgesetz, das Waffengesetz 1996, das Bundeskriminalamt-Gesetz, das Wachebediensteten-Hilfeleistungsgesetz, das Polizeibefugnis-Entschädigungsge­setz, das Bundesimmobiliengesetz, das Schönbrunner Schloßgesetz, das Marchfeld­schlösser-Gesetz, das Beamten-Dienstrechtsgesetz 1979, das Gehaltsgesetz 1956, das Vertragsbedienstetengesetz 1948, das Richter- und Staatsanwaltschaftsdienstge­setz, das Landeslehrer-Dienstrechtsgesetz, das Land- und forstwirtschaftliche Landes­lehrer-Dienstrechtsgesetz, das Pensionsgesetz 1965, das Bundestheaterpensionsge­setz, das Bundesbahn-Pensionsgesetz, das Bundesbahngesetz, das Bezügegesetz, das Allgemeine Sozialversicherungsgesetz, das Gewerbliche Sozialversicherungsge­setz, das Bauern-Sozialversicherungsgesetz, das Allgemeine Pensionsgesetz, das Be­amten-Kranken- und Unfallversicherungsgesetz, das Bundesgesetz über einen Kas­senstrukturfonds für die Gebietskrankenkassen, das Nachtschwerarbeitsgesetz, das Arbeitslosenversicherungsgesetz 1977, das Arbeitsmarktpolitik-Finanzierungsgesetz, das Insolvenz-Entgeltsicherungsgesetz, das Arbeitsinspektionsgesetz 1993, das Ar­beitnehmerInnnenschutzgesetz, das Arbeitskräfteüberlassungsgesetz, das Arbeitsru­hegesetz, das Mutterschutzgesetz 1979, das Kinder- und Jugendlichen-Beschäftigungs­gesetz, das Arbeitszeitgesetz, das Bauarbeitenkoordinationsgesetz, das Bauarbeiter-Urlaubs- und Abfertigungsgesetz, das Abfallwirtschaftsgesetz 2002, das Biozid-Pro­dukte-Gesetz, das Chemikaliengesetz 1996, das Bundes-Bedienstetenschutzgesetz, das Eisenbahngesetz 1957, das Wasserstraßengesetz, das Kraftfahrgesetz 1967, das Containersicherheitsgesetz, das Post-Betriebsverfassungsgesetz, die Gewerbeord­nung 1994, das Berufsausbildungsgesetz, das Einführungsgesetz zu den Verwaltungs­verfahrensgesetzen 2008, das Strahlenschutzgesetz, das Universitätsgesetz 2002, das Umweltkontrollgesetz und das Umweltförderungsgesetz geändert werden, ein IKT-Konsolidierungsgesetz und ein Bundesgesetz über die Veräußerung von beweglichem Bundesvermögen erlassen werden und das Bundesgesetz über die Verkehrs-Arbeits­inspektion, die Gerichtstagsverordnung sowie zwei Verordnungen betreffend die Dienst­zeit bestimmter Bedienstetengruppen aufgehoben werden (2. Stabilitätsgesetz 2012 – 2. StabG 2012)

Antrag

Der Nationalrat wolle beschließen:

Das Bundesgesetz betreffend das 2. Stabilitätsgesetz 2012 in der Fassung des Berich­tes des Budgetausschusses (1685 d.B.) wird wie folgt geändert:

Im 8. Hauptstück entfällt Artikel 84.

Begründung

Die Regierungsvorlage sieht Kürzungen in der Höhe von 400.000 Euro für die Basis­finanzierung für das Umweltbundesamt vor.

Das Umweltbundesamt ist die Umweltschutzfachstelle des Bundes, deren Aufgabenbe­reiche aufgrund gesetzlicher Vorgaben kontinuierlich zunehmen. Das Umweltbundes-


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amt nimmt in vielen Bereichen (z.B. Klimaschutz, Feinstaub, etc.) durch die Erar­beitung von Datengrundlagen eine Schlüsselfunktion in der österreichischen Umwelt­politik ein. Die in der Regierungsvorlage vorgeschlagenen Kürzungen in der Höhe
von 400.000 Euro würden allerdings zu Personalabbau sowie einer Aufgabenreduktion führen.

In einer Zeit zunehmender Herausforderungen in der Umweltpolitik sowie einem wirt­schaftspolitischen Fokus auf „Green Jobs“, sind Kürzungen bei Institutionen, welche die notwendigen Grundlagen erarbeiten, auch aus ökonomischer Sicht kontraproduktiv.

*****

 


Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Huber. 3 Minu­ten Redezeit. – Bitte.

 


14.11.28

Abgeordneter Gerhard Huber (BZÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundes­kanzler! Regierungsmitglieder! Kolleginnen und Kollegen! Das erklärte Ziel hätte sein sollen, dass man wirklich Reformen setzt, dass man Wachstum schaffen kann, dass man Kaufkraft schaffen kann und dass man dadurch schaut, dass das Budget in Ord­nung kommt. Aber genau das Gegenteil ist passiert, es wird nur geschröpft, geschröpft und geschröpft.

Man hat heute schon oft gehört, wie gut die Wirtschaft funktioniert und wie toll alles läuft. Faktum ist: In Tirol jammern gesunde Unternehmen massiv, dass es unmöglich ist, noch irgendeine Finanzierung zu bekommen. Unsere Banken haben scheinbar alle Gelder verzockt. Jetzt fordern die Tiroler Unternehmen, dass man endlich hergeht und eine regionale Hypothekenbank schafft, die nicht so wie die Hypo Tirol aus dem letzten Loch pfeift und nichts mehr bezahlen kann (Abg. Obernosterer:  Kärnten auch!), sondern eine Bank ist, die wirklich die Interessen der Konsumentinnen und Konsu­menten und der Wirtschaft fördert. (Beifall beim BZÖ.)

Aber nein, Reformen habt ihr überhaupt keine gemacht, und unser Herr Vizekanzler Spindelegger hat heute groß gesagt, Vermögen wird nicht angetastet und wird nicht angegriffen. Im gleichen Atemzug möchte ich heute den Tiroler Präsidenten des Ge­meindeverbandes, Ernst Schöpf zitieren, der in einem Interview wortwörtlich fordert: „Unsere Vorstellung ist, dass jene, die Getränke in den Umlauf bringen, also der ge­samte Handel, die Hotellerie und die Gastronomie, sofort in der Finanzausgleichs­periode ihren Jahresumsatz an Getränken als Bemessungsgrundlage bekanntgeben. Da laufen die Verhandlungen mit dem Finanzministerium hervorragend.

Und der gleiche Herr Schöpf, der jetzt zugestimmt hat, dass in Tirol 22 000 Menschen, Landwirte, Bäuerinnen und Bauern enteignet wurden, der gleiche Herr Schöpf verlangt, dass man sofort die Einheitswerte von 500 Prozent, die in den letzten 30 Jahren auf 35 Prozent erhöht wurden, um 600 Prozent erhöht. Er sagt, das ist allein mit dem Bau­kostenzuschuss gerechtfertigt.

Ja wisst ihr, was ihr da tut? Da kommt die größte Verteuerung, die die Republik je ge­sehen hat. Schon heute sagen alle Gemeinden bei den öffentlichen Gebäuden, dass durch diese Immobilienertragssteuer alle Gebäude massivst verteuert werden, also auch die Mieten. Die Tirolerinnen und Tiroler, die sich heute diese Mieten nicht leisten können, die werden wieder massivst belastet, und die Bauwirtschaft bekommt einen großen Knick. Wenn das die ÖVP-Politik ist, dann muss ich sagen: traurig.

Aber nun ein paar Worte zur Landwirtschaft: Alleine die Abschaffung der Rückerstat­tung des Agrardiesels ist betreffend den EU-Wettbewerb mehr als fragwürdig, beweist aber, was die ÖVP kann. Heute ist es so: Der deutsche Landwirt bekommt heute pro


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Liter Diesel, den er kauft, 21 Cent rückvergütet. Der italienische Landwirt, der Süd­tiroler Landwirt bezahlt null Mineralölsteuer, null Mehrwertsteuer und bezahlt heute 64 Cent für den Diesel.

Auf meine Anfrage an die Frau Bundesminister, was sie zu tun gedenkt, wenn Klagen kommen – denn das ist wettbewerbsverzerrend –, sagt sie: Da kann nichts passieren, weil die gesamte Interessenvertretung zugestimmt hat. Ja, traurig, aber die Landwirte, die Bäuerinnen und die Bauern, die wollen endlich einmal eine Politik, die sich schüt­zend vor sie stellt und die sie nicht jeden Tag belügt, verrät und verkauft. (Beifall beim BZÖ.)

Eines muss auch gesagt werden: Wenn wir es heute nicht zusammenbekommen, dass wir die AMA, diesen aufgeblähten Beamtenapparat, den es nirgendwo anders in Euro­pa gibt, nur bei uns, sofort reformieren, dann ist es wirklich traurig, denn die Bäuerin­nen und die Bauern haben es satt, wie Sklaven der AMA behandelt zu werden.

Das Nächste ist E10, da wird Blödsinn gemacht, der einfach politisch unverantwortlich ist. Da wird dem Treibstoff E10 beigemischt, damit Raiffeisen Geld verdienen kann. Damit Raiffeisen viel verdient, wird in Kauf genommen, dass das Lebensmittel Getreide anstatt auf den Teller zu kommen über Tausende Kilometer herangekarrt und da ver­brannt wird. (Beifall beim BZÖ.)

Das sind alles falsche Ansatzpunkte. Ich hoffe, diese Bundesregierung kommt endlich zur Vernunft und macht endlich einmal eine Politik für die Bevölkerung und nicht nur zur Absicherung ihrer Pfründe und zur Absicherung ihrer eigenen Einkommen. (Beifall beim BZÖ.)

14.16


Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Nächste Rednerin: Frau Abgeordnete Mag. Steßl-Mühlbacher. 3 Minuten Redezeit. – Bitte.

 


14.16.39

Abgeordnete Mag. Sonja Steßl-Mühlbacher (SPÖ): Herr Präsident! Meine sehr ver­ehrten Damen und Herren auf der Regierungsbank! Meine sehr verehrten Damen und Herren hier im Hohen Haus! Durch alle Debattenbeiträge hat sich heute das Thema Finanztransaktionssteuer gezogen. Insbesondere ist auch die Situation betrachtet wor­den, in welcher wir uns in Österreich und in Europa befinden.

Grundsätzlich möchte ich feststellen, dass Europa und Österreich durch eine der schweren Wirtschaftskrisen gegangen sind, die Bundesregierung sich dazu entschlos­sen hat, konjunkturbelebende Maßnahmen zu setzen, Arbeitspakete zu schnüren und dem mit Maßnahmen wie etwa Kurzarbeit entgegenzuwirken.

Auf der anderen Seite hat sich dadurch natürlich auch ein höherer Schuldenberg erge­ben. Das ist ein Teufelskreis, den wir und alle anderen Staaten in Europa versuchen müssen, zu durchbrechen. Eines dieser Mittel wäre eine Finanztransaktionssteuer. Jetzt ist es natürlich interessant: Am Donnerstag letzter Woche war ich in Brüssel zum Parlamentariertreffen hinsichtlich des mehrjährigen Finanzrahmenplans, und das Inter­esse, insbesondere des BZÖ, war nicht gerade groß, da kein einziger Parlamentarier des BZÖ an diesem Treffen teilgenommen hat, bei dem es um die Finanztransak­tionssteuer gegangen ist, bei dem darüber diskutiert wurde, welche Maßnahmen man setzen könnte und bei dem man auch die Meinungen von anderen europäischen Parla­mentariern hören konnte.

Es ist wichtig, dass wir uns bemühen, diese Finanztransaktionssteuer durchzusetzen, insbesondere auch deswegen, da der Markt reguliert werden muss. Es müssen auch diejenigen einen Beitrag leisten, die diese hohen Schulden verursacht haben, und das waren weder die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Österreich noch in Europa.


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Zum Unterkapitel Justiz haben wir heute noch wenig gehört, darauf möchte ich kurz eingehen, insbesondere auf zwei Maßnahmen. Die eine Maßnahme ist der Entfall der sogenannten Gerichtstage, eine Maßnahme, wie ich schon von vielen Richtern und Richterinnen gehört habe, die eine äußerst positive Stimmung in der Richterschaft ge­macht hat, da die meisten Leute, wenn sie etwas vom Gericht wollten, zu den Amts­tagen an die Bezirksgerichte selbst gekommen sind.

Das Zweite ist die Erhöhung der Streitwertgrenzen. Da begrüße ich den Vergleich oder die Vereinbarung, die mit der Standesvertretung getroffen wurde, dass man die Streit­grenzen nicht sofort, sondern schrittweise bis 2016 anhebt.

Weil wir gerade bei den Bezirksgerichten sind – und auch in den Zeitungen und in der Presse immer wieder die Schließungen von Bezirksgerichten, insbesondere auch in der Steiermark, Thema sind –, möchte ich nur noch einmal auch hier im Hohen Haus darlegen: Wir in der Steiermark haben eine große Verwaltungsreform, wir haben sie­ben Großregionen, und ich möchte anregen, dass diese sieben Großregionen auch in Verwaltungsreformen des Bundes dahin gehend einfließen sollten, dass jede Großre­gion in der Steiermark zumindest über ein Bezirksgericht verfügt. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)

14.20


Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Höfinger. 3 Mi­nuten Redezeit. – Bitte.

 


14.20.23

Abgeordneter Johann Höfinger (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Meine sehr geehrten Da­men und Herren! Das Thema der finanziellen Stabilität, das Thema der stabilen Zu­kunft Österreichs ist wirklich zu ernst und zu wichtig, um es mit populistischen Phrasen, um es mit so manch billiger Polemik, wie wir sie heute schon von einzelnen Vertretern der Opposition gehört haben, zu begleiten und zu behaften. Aber ich danke auch für einige sehr konstruktive Vorschläge in diesem Zusammenhang. Das möchte ich auch erwähnen.

Was war die Ausgangssituation für dieses Stabilitätspaket? – Eine europa-, ja eine weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise, die Staaten an den Rand des Ruins gebracht hat. Österreich hat diese Krise Gott sei Dank gut bewältigt, weil die Bundesregierung rasche und effiziente Maßnahmen gesetzt hat. Die hervorragenden Daten der Wirt­schaft und vom Arbeitsmarkt unterstreichen das. Wir haben die höchste Beschäftigung, wir können mit optimistischen Prognosen in die Zukunft schauen, und wir haben die geringste Jugendarbeitslosigkeit in Europa. Das ist etwas sehr, sehr Wertvolles.

Daher war es wichtig, nicht einfach die Hände in den Schoß zu legen und zu sagen: Ja, die Arbeit war gut, das war’s!, sondern gerade jetzt die Weichen für die Zukunft zu stellen, denn die Politik bekommt nur dann Verantwortung, wenn es darum geht, viel­leicht auch schwierige oder aber auch unangenehme Maßnahmen zu setzen, um für die Zukunft des Landes gerüstet zu sein, um für die Zukunft der Menschen wichtige Weichen zu stellen. Das ist passiert mit einem Gesamtpaket und nicht nur mit ein­zelnen Vorschlägen, wie sie immer wieder gerne von der Opposition herausgepickt werden – weil eben sehr plakativ –, denn nur wenn es ein rundes Gesamtpaket ist, können wir auch wirklich optimistisch in die Zukunft schauen. Dieses Paket ist ge­schnürt zu über zwei Dritteln ausgabenseitig und nicht einmal einem Drittel einnah­menseitig, und das ist in Europa einzigartig und auch wirklich zu unterstreichen.

Die Schwerpunkte, die gesetzt wurden, um die Wirtschaft zu stabilisieren, um den jun­gen Menschen eine Chance zu geben, sind in Bildung und Forschung gesetzt – Uni-Milliarde, Schul-Milliarde –, sind in Richtung Ökologisierung gesetzt – viele Maßnah-


Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll148. Sitzung / Seite 144

men wurden heute schon ausführlich erläutert –, gehen in Richtung einer Reform­agenda, wo vieles, vor allem auch in der Verwaltung, auf neue Beine gestellt und ef­fizienter gemacht wird, und dieses Reformpaket gibt auch den Familien in Zukunft Si­cherheit, gibt ihnen Hilfe und Unterstützung. Es ist ein Paket, das auch allen einen Bei­trag abverlangt, aber wer eine stabile Zukunft, wer eine sichere Zukunft will, der muss auch einen Beitrag leisten.

Wie sehr es in diesem Paket ums Detail geht, zeigt uns, dass bis zum Schluss ver­handelt wurde, um es eben so ausgewogen als möglich zu gestalten.

Ich darf dazu einen Abänderungsantrag einbringen, der bereits verteilt wurde, wes­halb ich mich auf die wesentlichsten Punkte beschränken und diese erläutern darf.

Es geht um die Änderung des Stellenbesetzungsgesetzes, und zwar um die Detail­lierung, wer und wie in das Stellenbesetzungsgesetz einbezogen wird.

Ein weiterer Punkt ist die Änderung des Aktiengesetzes sowie des Unternehmensge­setzbuches. Dabei geht es darum, dass in der Cooling-off-Phase 25 Prozent der Aktio­näre Vorstände zwar in den Aufsichtsrat berufen können, aber nicht als Aufsichtsrats­vorsitzende.

Weiters geht es um das Beamten-Dienstrechtsgesetz 1979 beziehungsweise auch um die Änderung des Vertragsbedienstetengesetzes 1948. Dabei geht es um diese 41. Wo­chenstunde, die zwar abgeschafft wird, aber mit diesem Abänderungsantrag sozial ab­gefedert wird.

Inhaltlich darf ich noch erläutern, dass nach diesen Streichungen und Umänderungen die Umnummerierungen beziehungsweise Artikelbezeichnungen eben dann nachlau­fend durchzuführen sind.

*****

Sehr geehrte Damen und Herren, es ist ein großes Paket, das wir heute beschließen, ein verantwortungsvolles Paket, das wir heute beschließen, und ich kann Sie nur ein­laden, diesem Paket zuzustimmen. – Vielen herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)

14.24


Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Der soeben eingebrachte Abänderungsantrag wurde in seinen Kernpunkten erläutert und gemäß § 53 Abs. 4 der Geschäftsordnung ob sei­nes Umfanges an die Abgeordneten im Saal verteilt und steht mit in Verhandlung.

Der Antrag hat folgenden Gesamtwortlaut:

Abänderungsantrag

der Abgeordneten Jan Krainer, Jakob Auer zum Bericht des Budgetausschusses (1708 der Beilagen) betreffend die Regierungsvorlage (1685 der Beilagen) eines 2. Stabilitätsgesetzes 2012

Der Nationalrat wolle in 2. Lesung beschließen:

Der dem Bericht des Budgetausschusses (1708 der Beilagen) über die Regierungsvor­lage (1685 der Beilagen) eines 2. Stabilitätsgesetzes 2012 angeschlossene Gesetzent­wurf wird wie folgt geändert:

1. Im Titel wird die Wortfolge »und das Bundesgesetz über die Verkehrs-Arbeitsins­pektion, die Gerichtstagsverordnung sowie zwei Verordnungen betreffend die Dienst­zeit bestimmter Bedienstetengruppen aufgehoben« durch die Wortfolge »sowie das


Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll148. Sitzung / Seite 145

Bundesgesetz über die Verkehrs-Arbeitsinspektion und die Gerichtstagsverordnung aufgehoben« ersetzt.

2. Im Inhaltsverzeichnis entfällt der den Art. 48 betreffende Eintrag.

3. In Art. 4 (Änderung des Stellenbesetzungsgesetzes) lautet § 7 Abs. 1 Z 1 und 2 und Abs. 2:

»1. Bei Unternehmen, die

a) überwiegend Leistungen im Rahmen eines „inhouse-Verhältnisses“ an den Bund zur Deckung dessen eigenen Bedarfs an Sach- und Dienstleistungen erbringen oder

b) überwiegend aus Budgetmitteln des Bundes finanziert werden, es sei denn, sie oder mit ihnen verbundene Unternehmen bieten ihre Leistungen überwiegend im Wettbe­werb an oder dienen der Förderungsabwicklung des Bundes,

ist der Gesamtjahresbezug der Mitglieder des Leitungsorgans in Anlehnung an die im Bund für die Bediensteten in vergleichbarer Verantwortung und in vom Gesetz zeitlich begrenzten Funktionen vorgesehenen zu bemessen.

2. Bei Unternehmen, die nicht unter Z 1 fallen, gelten für den Gesamtjahresbezug der Mitglieder des Leitungsorgans folgende Bemessungskriterien:

a) Aufgaben des Mitglieds der Geschäftsleitung,

b) durchschnittlicher Gesamtjahresbezug der Mitglieder von Leitungsorganen mit, so­weit vorhanden, vergleichbaren Aufgaben in der Branche oder allenfalls in vergleichba­ren Branchen, wobei auf vergleichbare Unternehmen der öffentlichen Hand im Inland und allenfalls in anderen Mitgliedstaaten der Europäischen Union Bedacht zu nehmen ist, sowie

c) die wirtschaftliche Lage, der nachhaltige Erfolg und die Zukunftsaussichten des Un­ternehmens.

(2) Leistungs- und erfolgsorientierte Komponenten zum Gesamtjahresbezug haben sich an der wirtschaftlichen Entwicklung des Unternehmens und den notwendigen Res­sourcen der öffentlichen Hand zu orientieren.«

4. Art. 5 (Änderung des Aktiengesetzes) Z 1 bis 4 wird durch folgende Z 1 bis 5 ersetzt:

»1. § 78 Abs. 1 lautet:

„(1) Der Aufsichtsrat hat dafür zu sorgen, dass die Gesamtbezüge der Vorstandsmit­glieder (Gehälter, Gewinnbeteiligungen, Aufwandsentschädigungen, Versicherungsent­gelte, Provisionen, anreizorientierte Vergütungszusagen und Nebenleistungen jeder Art) in einem angemessenen Verhältnis zu den Aufgaben und Leistungen des einzel­nen Vorstandsmitglieds, zur Lage der Gesellschaft und zu der üblichen Vergütung ste­hen und langfristige Verhaltensanreize zur nachhaltigen Unternehmensentwicklung setzen. Dies gilt sinngemäß für Ruhegehälter, Hinterbliebenenbezüge und Leistungen verwandter Art.“

2. § 86 Abs. 4 lautet:

„(4) Mitglied des Aufsichtsrats einer börsenotierten Gesellschaft kann nicht sein, wer

1. bereits in acht börsenotierten Gesellschaften Aufsichtsratsmitglied ist, wobei die Tä­tigkeit als Vorsitzender doppelt auf diese Höchstzahl anzurechnen ist, oder

2. in den letzten zwei Jahren Vorstandsmitglied dieser Gesellschaft war, es sei denn, seine Wahl erfolgt auf Vorschlag von Aktionären, die mehr als 25 vom Hundert der Stimmrechte an der Gesellschaft halten. Dem Aufsichtsrat darf jedoch nicht mehr als ein ehemaliges Vorstandsmitglied angehören, für das die zweijährige Frist noch nicht abgelaufen ist.“


Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll148. Sitzung / Seite 146

3. In § 87 wird nach Abs. 2 folgender Abs. 2a eingefügt:

„(2a) Bei der Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern hat die Hauptversammlung auf die fachliche und persönliche Qualifikation der Mitglieder sowie auf eine im Hinblick auf die Struktur und das Geschäftsfeld der Gesellschaft fachlich ausgewogene Zusammenset­zung des Aufsichtsrats zu achten. Weiters sind Aspekte der Diversität des Aufsichts­rats im Hinblick auf die Vertretung beider Geschlechter und die Altersstruktur sowie bei börsenotierten Gesellschaften auch im Hinblick auf die Internationalität der Mitglieder angemessen zu berücksichtigen. Es ist auch darauf zu achten, dass niemand zum Auf­sichtsratsmitglied gewählt wird, der rechtskräftig wegen einer gerichtlich strafbaren Handlung verurteilt worden ist, die seine berufliche Zuverlässigkeit in Frage stellt.“

4. In § 92 wird nach Abs. 1 folgender Abs. 1a eingefügt:

„(1a) Ein Mitglied des Aufsichtsrats einer börsenotierten Gesellschaft, das in den letz­ten zwei Jahren Vorstandsmitglied dieser Gesellschaft war, kann nicht zum Vorsitzen­den des Aufsichtsrats gewählt werden.“

5. Dem § 262 wird folgender Abs. 31 angefügt:

„(31) § 78 Abs. 1, § 86 Abs. 4, § 87 Abs. 2a und § 92 Abs. 1a in der Fassung des 2. Sta­bilitätsgesetzes 2012, BGBl. I Nr. xxx/2012, treten mit 1. Juli 2012 in Kraft. Sie sind auf den Abschluss von Vergütungsvereinbarungen mit Vorstandsmitgliedern sowie auf die Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern nach dem 31. August 2012 anzuwenden.“«

5. Art. 6 (Änderung des Unternehmensgesetzbuches) Z 1 bis 3 lautet:

»1. In § 241 Abs. 4 wird nach der Wendung „so kann sie“ die Wendung „außer in den Fällen des § 243b Abs. 2 Z 3“ eingefügt.

2. In § 243b Abs. 2 wird der Punkt am Ende der Z 2 durch einen Strichpunkt ersetzt und werden folgende Z 3 angefügt:

„3. die Gesamtbezüge der einzelnen Vorstandsmitglieder (§ 239 Abs. 1 Z 4 lit. a) und die Grundsätze der Vergütungspolitik.“

3. Dem § 906 wird folgender Abs. 24 angefügt:

„(24) § 241 Abs. 4 und § 243b Abs. 2 Z 2 und 3 in der Fassung des 2. Stabilitätsgeset­zes 2012, BGBl. I Nr. xxx/2012, treten mit 1. Juli 2012 in Kraft und sind auf Geschäfts­jahre anzuwenden, die nach dem 31. Dezember 2011 begonnen haben.“«

6. Art. 8 (Änderung der Jurisdiktionsnorm) lautet:

»Artikel 8

Änderung der Jurisdiktionsnorm

Die Jurisdiktionsnorm (JN), RGBl. Nr. 111/1895, zuletzt geändert durch das Bundesge­setz BGBl. I Nr. 111/2010, wird wie folgt geändert:

In § 49 Abs. 1, von § 51 Abs. 1 Einleitungsteil und in § 52 Abs. 1 wird jeweils der Be­trag „10 000 Euro“

1. für die Zeit von 1. Jänner 2013 bis einschließlich 31. Dezember 2014 durch den Be­trag „15 000 Euro“,

2. für die Zeit von 1. Jänner 2015 bis einschließlich 31. Dezember 2015 durch den Be­trag „20 000 Euro“ und

3. für die Zeit ab 1. Jänner 2016 durch den Betrag „25 000 Euro“

ersetzt.«

7. Art. 9 Abs. 1 lautet:


Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll148. Sitzung / Seite 147

»(1) Art. 8 (Änderung der Jurisdiktionsnorm) tritt mit 1. Jänner 2013 mit der Maßgabe in Kraft, dass sich die Betragshöhe danach richtet, ob die Klage oder der verfahrens­einleitende Antrag in dem jeweiligen in Z 1, 2 oder 3 genannten Zeitraum bei Gericht angebracht wird.«

8. Art. 30 (Änderung des Waffengesetzes 1996) lautet:

»Artikel 30

Änderung des Waffengesetzes 1996

Das Waffengesetz 1996 – WaffG, BGBl. I Nr. 12/1997, zuletzt geändert durch das Bun­desgesetz BGBl. I Nr. 43/2010, wird wie folgt geändert:

1. § 42 Abs. 5 erster Satz lautet:

„Die Sicherung, der Transport, die Verwahrung und die allfällige Vernichtung von Kriegs­material obliegen dem Bundesminister für Landesverteidigung und Sport, sofern nicht eine Sicherstellung oder Beschlagnahme nach der Strafprozeßordnung 1975, BGBl. Nr. 631/1975, erfolgt.“

2. § 42 Abs. 6 zweiter Satz lautet:

„Dabei gelten die §§ 16 bis 19 des Militärbefugnisgesetzes (MBG), BGBl. I Nr. 86/2000.“

3. In § 61 wird nach Z 3a folgende Z 3b eingefügt:

„3b. des § 42 Abs. 5 bis 7 der Bundesminister für Landesverteidigung und Sport;“

4. In § 61 Z 4 wird nach dem Zitat „§ 42“ die Wortfolge „– soweit nicht die Vollziehung nach Z 3b dem Bundesminister für Landesverteidigung und Sport obliegt –“ eingefügt.

5. Dem § 62 wird folgender Abs. 10 angefügt:

„(10) § 42 Abs. 5 erster Satz und Abs. 6 zweiter Satz sowie § 61 Z 3b und 4 in der Fas­sung des 2. Stabilitätsgesetzes 2012, BGBl. I Nr. xxx/2012, treten mit 1. Jänner 2013 in Kraft.“«

9. Art. 31 (Änderung des Bundeskriminalamt-Gesetzes) Z 1 lautet:

»1. In § 4 Abs. 2 wird der Beistrich am Ende der Z 2 durch das Wort „und“ ersetzt; die Z 3 entfällt und die Z 4 erhält die Ziffernbezeichnung „3.“.«

10. Art. 32 (Änderung des Wachebediensteten-Hilfeleistungsgesetzes) Z 1 und 2 lautet:

»1. § 10a Abs. 2 lautet:

„(2) Bedienstete des Entschärfungsdienstes im Sinne dieses Bundesgesetzes sind Bedienstete des Bundesministeriums für Inneres, zu deren Dienstpflicht das Erkennen und Entschärfen sprengstoffhaltiger Gegenstände gehören.“

2. In § 10a wird nach Abs. 2 folgender Abs. 2a eingefügt:

„(2a) Bedienstete des Entminungsdienstes im Sinne dieses Bundesgesetzes sind Be­dienstete des Bundesministeriums für Landesverteidigung und Sport, zu deren Dienst­pflicht das Bergen, Untersuchen, Unschädlichmachen, die Sicherung, der Transport, die Verwahrung und die allfällige Vernichtung von Kriegsmaterial gehören.“«

11. Art. 37 (Änderung des Beamten-Dienstrechtsgesetzes 1979) wird wie folgt ge­ändert:

a) Z 6 lautet:


Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll148. Sitzung / Seite 148

»6. Dem § 38 werden folgende Abs. 9 und 10 angefügt:

„(9) Die Beamtin oder der Beamte kann auf Antrag oder aus wichtigem dienstlichen In­teresse von Amts wegen in eine andere Besoldungs- oder Verwendungsgruppe über­stellt werden. Auf diese Fälle sind Abs. 2 letzter Satz und die Abs. 3 bis 8 sinngemäß anzuwenden.

(10) Für die Ermittlung, ob eine Überstellung von Amts wegen zulässig ist, werden die Verwendungsgruppen aller Besoldungsgruppen wie folgt zusammengefasst:

1. Verwendungsgruppe „Höherer Dienst“ und vergleichbare Verwendungen;

2. Verwendungsgruppe „Gehobener Dienst“ und vergleichbare Verwendungen;

3. Verwendungsgruppe „Fachdienst“ und vergleichbare Verwendungen;

4. Verwendungsgruppe „Qualifizierter mittlerer Dienst“ und vergleichbare Verwen­dungen;

5. Verwendungsgruppe „Mittlerer Dienst“ und vergleichbare Verwendungen;

6. Verwendungsgruppen „Qualifizierter Hilfsdienst“ und „Hilfsdienst“ und vergleichbare Verwendungen.

Eine Überstellung kann von Amts wegen entweder in eine Verwendungsgruppe, die der gleichen Ziffer wie die aktuelle Verwendungsgruppe der Beamtin oder des Beam­ten zuzuordnen ist, oder in eine Verwendungsgruppe, die einer der Bezeichnung nach niedrigeren Ziffer als die aktuelle Verwendungsgruppe der Beamtin oder des Beamten zuzuordnen ist, erfolgen.“«

b) Die Z 7 bis 9 und 13 entfallen.

c) In Z 17 lautet § 284 Abs. 79:

»(79) In der Fassung des 2. Stabilitätsgesetzes 2012, BGBl. I Nr. xxx/2012, treten in Kraft:

1. § 38 Abs. 3 bis 5, 9 und 10, § 41a Abs. 7, § 82 Abs. 3, § 169 Abs. 1 Z 6, § 169 Abs. 3, § 173 Abs. 1 Z 5, § 173 Abs. 3, § 187 Abs. 1 Z 4, § 187 Abs. 2 Z 4, § 236b Abs. 7 und § 280b samt Überschrift mit 1. Juli 2012,

2. § 20 Abs. 7 mit dem der Kundmachung des genannten Bundesgesetzes folgenden Tag,

3. § 15c Abs. 1 und § 237 samt Überschrift mit 1. Jänner 2013.«

12. Art. 38 (Änderung des Gehaltsgesetzes 1956) wird wie folgt geändert:

a) Die Z 2, 5 bis 7 und 11 entfallen.

b) Z 8 lautet:

»8. Dem § 16a Abs. 1 wird folgender Satz angefügt:

„Dies gilt nicht für Beamtinnen und Beamte, deren Mehrleistungen in zeitlicher und mengenmäßiger Hinsicht durch ein Fixgehalt oder eine Zulage als abgegolten gelten.“«

c) In Z 12 lautet § 175 Abs. 71:

»(71) In der Fassung des 2. Stabilitätsgesetzes 2012, BGBl. I Nr. xxx/2012, treten in Kraft:

1. § 10 Abs. 1 Z 1, § 12a Abs. 1 und 1a, § 12b Abs. 3 Z 3, § 12b Abs. 5 und § 16a mit 1. Juli 2012,

2. § 22 Abs. 1a mit 1. Jänner 2014,

3. § 20c Abs. 2a mit dem der Kundmachung des genannten Bundesgesetzes folgen­den Tag.«

13. Art. 39 lautet:


Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll148. Sitzung / Seite 149

»Artikel 39

Änderung des Vertragsbedienstetengesetzes 1948

Das Vertragsbedienstetengesetz 1948 – VBG, BGBl. Nr. 86/1948, zuletzt geändert durch das Bundesgesetz BGBl. I Nr. 140/2011, wird wie folgt geändert:

1. § 30 Abs. 7 lautet:

„(7) Bei der Reduktion des Ersatzes der Ausbildungskosten nach Abs. 5 zweiter Satz sind Zeiten eines Karenzurlaubs, mit Ausnahme einer Karenz nach dem MSchG oder VKG, nicht zu berücksichtigen.“

2. In § 73 Abs. 3b wird das Zitat „Abs. 4a“ durch das Zitat „Abs. 3a“ersetzt.

3. In § 100 Abs. 58 Z 1 wird das Zitat „Abs. 57a“ durch das Zitat „Abs. 57 letzter Satz“ ersetzt.

4. Dem § 100 wird folgender Abs. 61 angefügt:

„(61) § 30 Abs. 7 und § 73 Abs. 3b in der Fassung des 2. Stabilitätsgesetzes 2012, BGBl. I Nr. xxx/2012, treten mit dem der Kundmachung des genannten Bundesgeset­zes folgenden Tag in Kraft.“«

14. In Art. 43 (Änderung des Pensionsgesetzes 1965) Z 6 wird in § 105a Abs. 2 der Ausdruck »1,78%« durch den Ausdruck »ein Zwölftel von 1,78%« ersetzt.

15. In Art. 44 (Änderung des Bundestheaterpensionsgesetzes) Z 7 wird in § 21d Abs. 2 der Ausdruck »1,78%« durch den Ausdruck »ein Zwölftel von 1,78%« ersetzt.

16. Art. 48 (Aufhebung von Verordnungen betreffend die Dienstzeit bestimmter Be­dienstetengruppen) entfällt.

17. Art. 49 (Änderung des Allgemeinen Sozialversicherungsgesetzes) wird wie folgt ge­ändert:

a) Im Einleitungssatz wird der Ausdruck »122/2011« durch den Ausdruck »17/2012« ersetzt.

b) Im Teil 2 wird nach der Z 12 folgende Z 12a eingefügt:

»12a. § 658 Abs. 2 Z 2 wird aufgehoben.«

18. Art. 50 (Änderung des Gewerblichen Sozialversicherungsgesetzes) wird wie folgt geändert:

a) Im Einleitungssatz wird der Ausdruck »122/2011« durch den Ausdruck »17/2012« ersetzt.

b) Im Teil 2 lautet die Z 2:

»2. § 25 Abs. 4a lautet:

„(4a) Abweichend von Abs. 4 gelten für die Pflichtversicherten nach § 2 Abs. 1 Z 1 bis 3 ab 1. Jänner 2018 in der Pensionsversicherung folgende Beträge:

ab 1. Jänner 2018      mindestens     561,97 €,

ab 1. Jänner 2020       mindestens     469,13 €,

ab 1. Jänner 2022       mindestens     376,26 €.

An die Stelle dieser Beträge treten ab 1. Jänner 2018 die mit den für die Jahre 2013, 2014, 2015, 2016, 2017 und 2018 geltenden Aufwertungszahlen (§ 51) vervielfachten Beträge und ab 1. Jänner 2019 sowie ab 1. Jänner eines jeden späteren Jahres – mit


Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll148. Sitzung / Seite 150

Ausnahme der Beträge vorangegangener Jahre – die unter Bedachtnahme auf § 51 mit der jeweiligen Aufwertungszahl vervielfachten Beträge. Für Pflichtversicherte nach § 2 Abs. 1 Z 4, die ausschließlich eine betriebliche Tätigkeit ausüben, gelten ab 1. Jän­ner 2019 in der Pensionsversicherung abweichend von Abs. 4 Z 2 lit. a die für Pflicht­versicherte nach § 2 Abs. 1 Z 1 bis 3 geltenden Beträge.“«

c) § 345 Abs. 2 in der Fassung der Z 9 des Teiles 2 lautet:

»(2) § 25 Abs. 4a in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl. I Nr. xxx/2012 tritt mit 1. Jänner 2013 in Kraft. § 25 Abs. 4a in der am 31. Dezember 2012 geltenden Fassung ist weiterhin auf Beitragsgrundlagen für die Jahre bis einschließlich 2012 anzuwen­den.«

d) Im Teil 2 wird nach der Z 8 folgende Z 8a eingefügt:

»8a. § 339 Abs. 2 Z 2 wird aufgehoben.«

19. Art. 51 (Änderung des Bauern Sozialversicherungsgesetzes) wird wie folgt ge­ändert:

a) Im Einleitungssatz wird der Ausdruck »122/2011« durch den Ausdruck »17/2012« ersetzt.

b) Im Teil 2 wird nach der Z 9 folgende Z 9a eingefügt:

»9a. § 329 Abs. 2 Z 2 wird aufgehoben.«

20. Die aus den Streichungen notwendigen Umnummerierungen der Artikelbezeich­nungen sind im Inhaltsverzeichnis und hinsichtlich der Streichung des Art. 48 in den nachfolgenden Art. sowie die Änderung der Ziffernbezeichnungen in d. Art. 37 u. 38 durchzuführen.

Begründung

Zur Änderung des Titels und des Inhaltsverzeichnisses:

Der vorgeschlagene Entfall des Art. 48 (dazu unten) bedingt die vorgesehenen Anpas­sungen.

Zur Änderung des Art. 4 (Neufassung des § 7 Abs. 1 Z 1 und 2 und Abs. 2 des Stel­lenbesetzungsgesetzes):

Durch die vorgeschlagene Änderung soll klargestellt werden, dass sich die Anwen­dungsbereiche von Z 1 und Z 2 der Bestimmung nicht überschneiden. Die Z 1 definiert nunmehr klar, bei welchen Unternehmungen die Bezüge der Leitungsorgane „in An­lehnung an die im Bund für die Bediensteten in vergleichbarer Verantwortung gelten­den Bezüge“ zu bemessen sind, während die Z 2 einen Auffangtatbestand für alle an­deren Unternehmungen darstellt. Maßgebliche Kriterien für die Bemessung der Bezüge von unter Z 1 fallenden Unternehmungen können beispielsweise die Personal- und Budgetverantwortung des Leitungsorgans sowie dieses treffende Haftungsrisiken sein.

Z 1 lit. a erfasst jene Unternehmungen gemäß Art. 126b Abs. 2 B-VG, die überwiegend dem Zweck dienen, dem Bund Sach- und Dienstleistungen (zB Güter, Immobilien, Buchhaltungs- und EDV-Leistungen) zur Deckung seines eigenen Bedarfs zur Ver­fügung zu stellen (reine Finanzierungsleistungen sind daher hiervon nicht erfasst). Ebenfalls nicht erfasst sind Unternehmungen, die für den Bund Leistungen an Dritte erbringen oder hoheitliche Aufgaben wahrnehmen (Infrastrukturbereitsteller, Regulato­ren und sonstige Aufsichtsstellen).

Die lit. b soll ausschließen, dass es innerhalb von verbundenen Unternehmungen zu unsachlichen Differenzierungen zwischen Mutter- und Tochtergesellschaften oder Toch-


Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll148. Sitzung / Seite 151

tergesellschaften untereinander kommt. Auch wird klargestellt, dass Unternehmen, die im Wettbewerb stehen, marktgerechte Gehälter vereinbaren können (zB Bundesthea­ter, Bundesmuseen). Gleiches gilt für Stellen, die Förderungen für den Bund abwickeln und die in diesem Zusammenhang eine hohe finanzielle Verantwortung trifft.

Die Z 2 soll sicherstellen, dass auch alle übrigen Unternehmungen des Bundes die Be­züge von Leitungsorganen an den Grundsätzen der Sparsamkeit, Wirtschaftlichkeit und Zweckmäßigkeit transparent ausrichten.

Abs. 2 stellt klar, dass keine Verpflichtung zur Gewährung erfolgsorientierter Kompo­nenten besteht.

Zur Änderung des Art. 5 (Aktiengesetz):

Zu Z 1 (§ 78):

Hier soll ein unterlaufener Schreibfehler berichtigt werden.

Zu Z 2 (§ 86):

Wie im deutschen Aktienrecht (vgl. § 100 Abs. 2 Z 4 dAktG) soll die zweijährige Frist, innerhalb deren ehemalige Vorstandsmitglieder einer börsenotierten Gesellschaft nach der Regierungsvorlage nicht in den Aufsichtsrat dieser Gesellschaft wechseln dürfen, dann nicht gelten, wenn die betreffende Person von einem oder mehreren Aktionären zur Wahl vorgeschlagen wird, die über mehr als ein Viertel der Stimmrechte in der Ge­sellschaft verfügen. Allerdings soll stets nur ein solches ehemaliges Vorstandsmitglied dem Aufsichtsrat angehören dürfen.

Zu Z 3 (§ 87):

Diese Bestimmung soll geringfügig umformuliert werden, ohne dass damit eine in­haltliche Änderung verbunden wäre.

Zu Z 4 (§ 92):

Ehemalige Vorstandsmitglieder einer börsenotierten Gesellschaft, die nach der Aus­nahmeregelung des § 86 Abs. 4 Z 2 AktG (Vorschlag durch mehr als 25% des stimm­berechtigten Kapitals) in den Aufsichtsrat gewählt wurden, dürfen während der zweijäh­rigen Frist nach ihrem Ausscheiden aus dem Vorstand nicht Aufsichtsratsvorsitzender sein.

Zur Änderung des Art. 6 (Unternehmensgesetzbuch):

Zu Z 1 (§ 241):

In den Fällen, in denen eine Einzeloffenlegung der Vorstandsbezüge geboten ist, soll die Erleichterung des § 241 Abs. 4 UGB (keine Aufschlüsselung erforderlich, wenn sie weniger als drei Personen betrifft) nicht zum Tragen kommen.

Zu Z 2 (§ 243b):

Die Bezüge der einzelnen Vorstandsmitglieder sowie die Grundsätze der Vergütungs­politik sollen im Corporate Governance-Bericht anzugeben sein.

Zur Änderung der Art. 8 (§ 49 Abs. 1, § 51 Abs. 1 und in § 52 Abs. 1 JN) und Art. 9 Abs. 1:

Seit der letzten substantiellen Anhebung der Streitwertgrenzen im Zivilverfahren von damals 100 000 S auf 130 000 S sind rund 14 Jahre vergangen. Allein durch die zwi­schenzeitliche Geldentwertung ist eine Anhebung um mehr als 30% indiziert. Durch die Geldentwertung erfolgt(e) eine schleichende Verlagerung von Verfahren hin zu den im Bereich der Richter/innen um 13 bis 15 Prozentpunkte höher ausgelasteten Landesge­richten.


Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll148. Sitzung / Seite 152

Die in der Regierungsvorlage eines 2. Stabilitätsgesetzes 2012 vorgeschlagene Rege­lung erhöht daher im Sinne eines Ausgleichs der Geldentwertung sowie der Auslas-
tung zwischen Bezirks- und Landesgerichten die Streitwertgrenze in Zivilsachen von 10 000
 Euro auf 25 000 Euro.

Eine Wertgrenzenanhebung bildet aber auch einen wesentlichen Aspekt zur Stärkung der bezirksgerichtlichen Strukturen.

Für die vor diesem Hintergrund im Rahmen des 2. Stabilitätsgesetzes 2012 vorgesehe­ne Anhebung der zivilgerichtlichen Wertgrenzen nach der Jurisdiktionsnorm (JN) bieten sich im Wesentlichen zwei Varianten an, nämlich eine Anhebung von 10 000 auf 25 000 Euro in einem Schritt mit 1. Jänner 2013 (das entspricht dem Ansatz in der Re­gierungsvorlage) oder eine Anhebung in Etappen.

Für eine Stufenlösung sprechen die effizienteren Steuerungs- und Begleitmöglichkeiten des Controllings. Speziell die Auswirkungen im Rechtsmittelbereich der Oberlandesge­richte und Landesgerichte sowie die Folgen für den Kanzleibereich der Landesgerichte können hiedurch besser koordiniert, evaluiert und unter Einbeziehung der beteiligten Stellen vorbereitet werden.

Dazu haben eingehende Beratungen des Bundesministeriums für Justiz mit den Präsi­denten der vier Oberlandesgerichte sowie den berührten Standes- und Personalvertre­tungen stattgefunden. Dabei ist man übereingekommen, dass einer Anhebung in einer Zwei- und einer Einjahresstufe der Vorzug zu geben ist, also

auf 15 000 Euro ab 1. Jänner 2013,

auf 20 000 Euro ab 1. Jänner 2015 und

auf 25 000 Euro ab 1. Jänner 2016.

Dabei wurde vor allem ins Treffen geführt, dass für das begleitende Controlling der Auswirkungen der Wertgrenzenanhebung der notwendige längere Zeitraum zur Verfü­gung stehen soll.

Dieser Argumentation Rechnung tragend sieht der Abänderungsantrag eine Modifizie­rung der Regierungsvorlage im Sinne einer Etappenlösung vor.

Zu den Änderungen der Art. 30 (Waffengesetz 1996), 31 (Bundeskriminalamt-Gesetz) und 32 (Wachebediensteten-Hilfeleistungsgesetz):

Jene Angelegenheiten in Vollziehung des Waffengesetzes 1996, die bislang vom Ent­minungsdienst des Bundesministeriums für Inneres wahrgenommen wurden, sollen künftig ausschließlich vom Entminungsdienst des Bundesministeriums für Landesver­teidigung und Sport besorgt werden. Sicherstellungsmaßnahmen nach der StPO blei­ben davon unberührt; die Sicherstellung, Verwahrung und Vernichtung richtet sich nach den Regelungen der StPO.

Zu den Änderungen der Art. 37 (hier: § 38 Abs. 9 und 10 BDG 1979) und 38 (Entfall der Z 2):

Es erscheint zweckmäßig, die zentralen Bestimmungen des neu konzipierten Mobili­tätsregimes im Bundesdienst in einem Paragraphen zusammenzufassen. Somit soll die Ausdehnung des Versetzungsregimes auch auf Überstellungen in der „Kernbestim­mung“ des Versetzungsrechts, im § 38 BDG 1979, und nicht als fugitive Regelung im § 12a GehG zum Ausdruck kommen. Daher werden dem § 38 BDG 1979 die neuen Bestimmungen des Art. 38 Z 2 (konkret § 12a Abs. 1 2. Satz sowie Abs. 1a GehG) in Art. 37 Z 6 als neue Abs. 9 und 10 angefügt. Die Novellierung des § 41a Abs. 7 BDG 1979 ist damit nicht mehr erforderlich. Ebenso kann in der Folge Art. 38 Z 2 ent­fallen.


Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll148. Sitzung / Seite 153

Zu den Änderungen der Art. 37 (hier: §§ 48, 49, 76 und 230c BDG 1979), 38 (hier: §§ 15, 16, 16a und 106a GehG) und 39 (§§ 27a, 29f, 49h und 49o VBG) sowie dem Entfall des Art. 48:

Der verlängerte Dienstplan und die dafür gebührende pauschale Abgeltung sollen nicht zur Gänze entfallen. Die Abgeltung soll jedoch nur mehr Bediensteten gebühren, deren Mehrleistungen nicht durch ein Fixgehalt oder durch eine Zulage als abgegolten gelten. Damit entfällt auch Art. 48 der Regierungsvorlage in der Fassung des Ausschussbe­richtes (1708 dB).

Zu den Änderungen der Art. 43 Z 6 (§ 105a Abs. 2 PG 1965) und 44 Z 7 (§ 21d Abs. 2 BThPG):

In Artikel 43 Z 6 und Artikel 44 Z 7 wird ein Redaktionsversehen bei der Normierung der Berechnungsweise des Kinderzurechnungsbetrages für die Vergleichsberechnung zur Ermittlung der Kontoerstgutschrift beseitigt: 1,78% der Bemessungsgrundlage ge­bühren als Kinderzurechnungsbetrag pro Jahr der Kindererziehung, pro Monat nur ein Zwölftel davon.

Zu den Änderungen der Art. 49 lit. a, Art. 50 lit. a und Art. 51 lit. a (Einleitungssätze der Novellen zum ASVG, GSVG und BSVG):

Die Sozialversicherungsgesetze wurden zuletzt im Rahmen des dieser Tage kundge­machten Freiwilligengesetz-Paketes, BGBl. I Nr. 17/2012, geändert. Aus diesem Grund ist die in den Einleitungssätzen zitierte Fundstelle entsprechend zu korrigieren.

Zu den Änderungen der Art. 49 lit. b, Art. 50 lit. d und Art. 51 lit. b (§ 658 Abs. 2 Z 2 ASVG; § 339 Abs. 2 Z 2 GSVG; § 329 Abs. 2 Z 2 BSVG):

Die mit dem Budgetbegleitgesetz 2011, BGBl. I Nr. 111/2010, eingeführte Härtefall­regelung nach den §§ 255 Abs. 3a und 3b ASVG, 133 Abs. 2a und 2b GSVG sowie 124 Abs. 1a und 1b BSVG soll nach genauer Evaluierung ihrer Auswirkungen unbe­fristet, das heißt über das Jahr 2015 hinaus, weiter gelten.

Finanzielle Auswirkungen:

Die Aufhebung der Befristung bei der Härtefallregelung ist kostenneutral, da die Mehr­aufwendungen beim Pensionsaufwand durch Einsparungen in gleicher Höhe im Be­reich des Arbeitsmarktservice kompensiert werden.

Es wird davon ausgegangen, dass ab dem Jahr 2016 jährlich 200 Personen von der Härtefallregelung profitieren werden.

 

2013

2014

2015

2016

Mehraufwand PV in Mio. €

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Einsparung AMS in Mio. €

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Saldo in Mio. €

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