Bundesrat Stenographisches Protokoll 734. Sitzung / Seite 62

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Sprachförderung, das Eingehen auf Kinder, die Schwachen haben wir im besonderen Maße gefördert.

Im Bundesschulbereich haben wir eine Schulbauoffensive für beste Rahmenbedingun­gen gestartet. Wir haben in den letzten Jahren über 240 Schulen renoviert, erweitert, neu gebaut. Es konnten also in den letzten zehn Jahren jedes Monat zwei Schulen neu, vollkommen neu gestaltet, den jungen Menschen und den Lehrerinnen und Leh­rern übergeben werden. Wir haben das Budget für die Fachhochschulen verdoppelt, die Studierendenzahlen haben sich verdoppelt. Wir haben, und ich bitte Sie, das auch in Ihre Überlegungen mit einzubeziehen, für den Forschungsbereich und für den Uni­versitätsbereich hohe Beträge zur Verfügung gestellt, damit die Forschung und die Uni­versitäten sich in Zukunft positiv entwickeln: 1 Milliarde € mehr für die Universitäten 2007, 2008, 2009, 500 Millionen € für die Generalsanierung aller Gebäude, über 500 Millionen € für das Gesamtbudget der Universitäten.

Meine Damen und Herren, es gibt kein Land in Europa, in dem die Universitäten heute schon wissen, dass sie in den nächsten Jahren 14 Prozent mehr Budgetmittel erhalten werden. Das ist gut so! Die Universitäten können damit rechnen, sie können damit ihre Zielsetzungen vorantreiben. Wir haben 3 Milliarden € mehr für Forschung bis 2010 vor­gesehen.

Jetzt bin ich beim zweiten Bereich, beim Bereich des Exzellenz-Institutes. Das Wort „Elite-Universität“ ist von mir nie verwendet worden, es ist vom Erfinder, Herrn Profes­sor Zeilinger, zuerst verwendet worden, und wir haben damals schon gesagt, es ist ein Exzellenz-Institut für Forschung.

Was wollen wir? – Wir wollen zu den guten Instituten, zu den exzellenten Instituten, die wir in Österreich bereits haben, die gut funktionieren, die von der Akademie der Wis­senschaften und anderen Institutionen  betrieben werden, noch einen besonderen Leuchtturm dazusetzen.

Meine Damen und Herren, es gibt in Österreich viele junge Forscher und Forscherin­nen, die eine Zeit lang im Ausland sind. Das ist gut so, denn Forschung lebt von Inter­nationalität. Wir wollen aber, dass sie wieder zurückkommen. Es gibt viele junge Leute, die in Österreich studieren wollen, wie Sie gerade an den letzten Entwicklungen gese­hen haben, weil in Österreich ein gutes Studium angeboten wird.

Dass unser Bildungswesen, dass unser Wissenschaftswesen, dass unser Universitäts­wesen und Forschungswesen gut sind, wurde gerade heute von einem Schweizer In­stitut bestätigt. Ein Schweizer Institut hat in einer Untersuchung festgestellt: Öster­reichs Bildungswesen ist topp!, nämlich das Institut für Management Development in der Schweiz, das über 50 Länder untersucht und herausgearbeitet hat, dass die öster­reichischen Bildungsangebote die wesentliche Grundlage dafür sind, dass die jungen Menschen in Österreich einen Arbeitsplatz finden und dass die Jugendarbeitslosigkeit in Österreich weit unter dem EU-Durchschnitt und weit unter derjenigen Finnlands liegt. Es ist ganz klar: Jeder einzelne junge Mensch, der keinen Arbeitsplatz hat, ist einer zu viel. Wir starten zahlreiche Maßnahmen.

Dieses Institut für Science and Technology wird in Klosterneuburg errichtet werden, und ich möchte wirklich alle bitten, die daran Kritik üben, einmal zu überlegen, dass man so etwas nur in Zusammenarbeit mit der regionalen Ebene machen kann. Man kann niemandem etwas hineinsetzen. Ich brauche das Interesse und das Engagement. Einen Wettbewerb zu machen, wo der beste Standort ist, ist an und für sich in einer Wettbewerbsgesellschaft die richtige Vorgangsweise. Nicht ich pflanze etwas wo hinein, sondern ich frage: Wer will mit mir etwas verwirklichen? Ich bin eine erklärte Föderalistin, ich bin durch Vorarlberg so geprägt. Ich will nicht, dass der Bund etwas


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