Nationalrat, XX.GP Stenographisches Protokoll 113. Sitzung / Seite 92

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den Direktoren Gedanken über die Grundzüge gemacht. (Präsident Dr.  Fischer übernimmt den Vorsitz.)

Diese Museumskonzeption 2010 wird folgendes enthalten:

Erstens: Die gesetzlich verlangten Aufgaben müssen durch ausreichende Finanzierung sichergestellt sein.

Zweitens: Die Museen müssen eine neue Rechtsform erhalten, um eigenständiger zu sein.

Drittens: Evaluierungen in verschiedenen Bereichen sind notwendig. Es besteht Übereinstimmung, daß wir bei der Evaluierung der wissenschaftlichen Arbeiten anfangen.

Viertens: Über die im Gesetz festgehaltenen Aufgaben hinaus ist es notwendig, das Publikum mit geeigneten Veranstaltungen, mit den Kulturgegenständen ständig in Kontakt zu bringen, zu erreichen, daß Menschen motiviert die Museen besuchen.

Fünftens: Der museumspädagogische Aspekt ist besonders wichtig. Die Jugend muß angesprochen werden.

Sechstens: Die Zusammenarbeit mit den Schulen ist zu intensivieren.

Siebentens: Die Aufstellungsform der Ausstellungsstücke der Museen ist einer Prüfung zu unterziehen. Die modernen Erkenntnisse, daß exemplarische Ausstellungen mehr bringen als enzyklopädische, sind zu berücksichtigen.

Achtens: Die internationale Zusammenarbeit, besonders im Ausstellungsbereich, ist zu verstärken.

Neuntens: Speziell mit den Staaten Mittel- und Osteuropas sind die kulturellen Kontakte zu vertiefen, und es sind Hilfestellungen besonders im Bereich des Kulturmanagements zu geben.

Zehntens: Moderne Medien müssen in allen Bereichen, auch in den Museen, Eingang finden.

Das sind erste Vorschläge für gemeinsame Zielsetzungen. Wir werden daran weiterarbeiten. Der nächste Kulturbericht, der dritte Kulturbericht, wird bei diesen Zielsetzungen aufzeigen, was die einzelnen Museen dazu vorbereitet haben und was sie sich dazu vorstellen.

Meine Damen und Herren! Ich meine, daß die Präsentation des Kulturberichtes immer eine gute Gelegenheit ist, aufzuzeigen, was im Kulturbereich alles getan wird und daß sehr wohl etwas weitergeht.  Ich danke allen, die sich intensiv mit diesem Bericht beschäftigen. (Beifall bei der ÖVP.)

14.59

Präsident Dr. Heinz Fischer: Danke, Frau Bundesministerin.

Ich nehme an, daß wir die eine Minute, die noch bis 15 Uhr fehlt, nicht in Anspruch nehmen müssen  außer, Frau Kollegin Petrovic, Sie wollen mit Ihrer Rede beginnen und in einer Minute unterbrochen werden.  Das ist nicht der Fall.

Ich unterbreche die Verhandlungen über die Punkte 2 und 3 der Tagesordnung, damit die verlangte Behandlung einer Dringlichen Anfrage gemäß § 93 der Geschäftsordnung um 15 Uhr stattfinden kann.

Dringliche Anfrage

der Abgeordneten Reinhart Gaugg und Genossen an den Bundeskanzler betreffend arbeitsplatz- und lehrplatzvernichtende Politik der Bundesregierung (3956/J)


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