18.58

Abgeordneter Michel Reimon, MBA (Grüne): Frau Präsidentin! Frau Präsidentin des Rechnungshofes! Ganz kurz ein paar Worte zum Bericht betreffend die Struktur österreichischer Vertretungen innerhalb der EU und der Follow-up-Überprüfung. Im Bericht geht es um die Jahre 2014 bis 2016, die Follow-up-Überprüfung war dann danach.

Es wurde ein Großteil der Empfehlungen umgesetzt. Ich finde, für den Nationalrat ist das ein gutes Beispiel dafür, wie solche Berichte funktionieren sollten und wie wir sie nehmen sollten. Betreffend eine der Empfehlungen kann man sich anschauen, ob diese weiterhin wirkt und umgesetzt wird, nämlich die Empfehlung, dass in Botschaften der Frauenanteil in Führungspositionen auf 50 Prozent oder über 50 Prozent gehoben wird. Es ist tatsächlich so, dass das 2014 als nicht zureichend erachtet wurde; in der Follow-up-Überprüfung hat sich gezeigt, dass die Situation schon ein bisschen besser ist.

Jetzt habe ich mich heute im Außenministerium erkundigt, was sich seitdem getan hat, und siehe da: Wir haben innerhalb der Europäischen Union und innerhalb Europas – wir haben uns jetzt die aktuellen Zahlen schicken lassen – inzwischen 50 Prozent Frauenanteil beziehungsweise knapp unter 50 Prozent; ich glaube, 48 Prozent. Der Zustand ist also noch besser als im Follow-up des Rechnungshofberichtes. Es ist dann offensichtlich zwei, drei Jahre fortgesetzt worden. Ich finde, das ist eine sehr gute Sache, ein sehr gutes Resultat der Arbeit des Rechnungshofes.

Weltweit allerdings entwickelt sich der Frauenanteil bei den Botschaftsführungen noch nicht so gut, da haben wir ja jetzt auch die Zahlen bekommen. Schauen wir uns das für das nächste Jahr an, vielleicht gibt es dann wieder eine Überprüfung des Rechnungshofes, mit der man dann auch zufrieden sein kann! Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)

19.00

Präsidentin Doris Bures: Nun hat sich Frau Präsidentin Kraker zu Wort gemeldet. – Bitte.